Bellis-Perennis

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    Cover des Buches Rüebliland9783740806316

    Bewertung zu "Rüebliland" von Ina Haller

    Rüebliland
    Bellis-Perennisvor 13 Stunden
    Kurzmeinung: Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe
    Ein Verbrechen, das weitere Verbrechen nach sich zieht...

    Dieser Krimi ist der erste Fall rund um Samantha Kälin, die als indisches Waisenkind vom Schweizer Ehepaar Kälin adoptiert worden ist. 

    Samantha findet ihre Adoptiveltern ermordet auf. Die Kriminalpolizei tappt lange Zeit im Dunklen, denn es fehlen keine Wertsachen und auch ein Motiv für das Verbrechen ist nicht auszumachen. Die Polizei nimmt fremdenfeindliche Gründe an und zu Beginn der Ermittlungen scheint sie für die Ermittler selbst verdächtig. 

    Gleichzeitig erhält sie ein eMail aus Indien, in dem sie erfährt, doch mögliche Verwandte zu haben. Bislang hat man ihr ja erzählt, dass sie die einzige Überlebende eines Brandes in einem Slum war. Als sich die Gelegenheit ergibt, dienstlich nach Indien zu reisen, nimmt sie die Gelegenheit beim Schopf und besucht den eMail-Kontakt. 

    Was sie dort herausfindet, ändert die Lage in der Schweiz, denn plötzlich sind die Adoptionsurkunde aus dem Haus der Eltern verschwunden und Samantha gerät in große Gefahr.  

    Ist bei der Adoption alles mit rechten Dingen zugegangen? 

    Meine Meinung

    Im Mittelpunkt dieses Krimi stehen weder die polizeilichen Ermittlungen noch der Täter, sondern das sekundäre Opfer, wenn man Samantha so bezeichnen will. Die eigentlichen Opfer des Verbrechens, ihre Eltern, spielen auch nur eine Nebenrolle. 

    Diese Perspektive ist ungewöhnlich und interessant.   

    Gut gefallen hat mir der kurze Einblick in das Leben der indischen Familie, die zwar nicht zu den ärmsten Menschen zählt, aber dennoch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft. Die Autorin berichtet über den geringen Stellenwert von Mädchen, die nicht selten bei ihrer Geburt ermordet werden, weil sie „unnütz sind und nur Geld (für eine Mitgift) kosten“. Diese Haltung dem weiblichen Nachwuchs gegenüber herrscht leider trotz zahlreicher Bemühungen vor. Das eröffnet natürlich bei korrupten Beamten und Betreibern von Waisenhäuser einige Möglichkeiten. So werden abgegebene Babys illegal an adoptionswillige Paare verkauft. 

    Von den polizeilichen Ermittlungen erfährt der Leser wenig. Die passieren eher im Hintergrund. Im Fokus steht Samantha, die ihrer Herkunft nachgeht. 

    Leider muss ich ein wenig Kritik üben, denn hier scheint es doch ein paar Zufälle zu viel zu geben. Ausgerechnet als ihre Eltern ermordet werden, meldet sich eine Verwandte aus Indien und genauso zufällig führt ihre Dienstreise Samantha genau dorthin, obwohl der indische Subkontinent riesig ist.  

    Wie es sich für einen Schweizer Krimi gehört, sind einige Schweizer Ausdrücke - wie Rüebli, Töff oder parkieren - in den Krimi eingeflossen. Aber keine Angst, für Nicht-Schweizer steht am Ende des Buches ein Glossar zur Verfügung. Eine nette Idee und Ergänzung sind die Rezepte einer Aargauer Rüebli-Torte und eines indischen Rüebli-Desserts im Anhang. 

    Fazit: 

    Ein Krimi aus ungewöhnlicher Perspektive mit einer sympathischen Hauptfigur und einem ernsten Thema im Hintergrund. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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    Cover des Buches Rauf auf den Untersberg!9783702509705

    Bewertung zu "Rauf auf den Untersberg!" von Christian Heugl

    Rauf auf den Untersberg!
    Bellis-Perennisvor 14 Stunden
    Kurzmeinung: Ausgesuchte Wanderungen rund und auf den von Sagen umwobenen Untersberg
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    Cover des Buches Stille Schuld (Nick-Stein-Reihe 2)B0876SXKQD

    Bewertung zu "Stille Schuld (Nick-Stein-Reihe 2)" von Gerlinde Friewald

    Stille Schuld (Nick-Stein-Reihe 2)
    Bellis-Perennisvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein komplexer Fall für Nick Stein, der tief in die Vergangenheit reicht
    Eine gelungene Fortsetzung

    In diesem zweiten Fall für Profiler Nick Stein begeben wir uns mit den Ermittlern in die Abgründe der menschlichen Seele. In einer Villa werden die grausam zugrichteten Leichen von mehreren Personen aufgefunden. Zunächst scheinen sie nur ähnlichen Alters zu sein. Ein wenig wenig als Motiv für dieses Verbrechen. Doch dann stellt sich heraus, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit in einem Kinderheim hatten... 

    Meine Meinung:

     Zwar ahnt der Leser ziemlich bald, worauf die Geschichte hinausläuft, doch das tut der Spannung keinen Abbruch. Bei den Recherchen stehen die Ermittler immer wieder vor einer Mauer des Schweigens. Nick Stein muss, gemeinsam mit seinem bewährten Team, das mit Arno Hammer einen Neuzugang erhält, der sich perfekt in die Truppe einfügt, Puzzleteilchen für Puzzleteilchen suchen, finden und an die richtige Stelle platzieren. 

    Für die Ermordeten kann man als Leser kaum Sympathien entwickeln. Die liegen eher auf der Seite der Täter, die aber, durch den perfiden Plan eines Einzelnen nochmals zu Opfern werden. 

    Der Autorin ist dieser Winkelzug exzellent gelungen. Nichts ist eindeutig schwarz oder weiß.  

    Hauptfigur Nick Stein ist diesmal ein wenig reflektierter und und springt nicht mehrmals mit unterschiedliche Frauen ins Bett. Mann darf sich ja entwickeln bzw. konsolidieren!  

    Fazit: 

    Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne 5 Sterne gebe. Mit Ungeduld warte ich auf einen neuen für Nick Stein & sein Team.

     

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    Cover des Buches Rupert undercover - Ostfriesische Mission9783596700066

    Bewertung zu "Rupert undercover - Ostfriesische Mission" von Klaus-Peter Wolf

    Rupert undercover - Ostfriesische Mission
    Bellis-Perennisvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Solo für Rupert - der Beginn einer neuen Reihe
    Rollentausch mit Folgen

     Rupert, der Kriminalbeamte mit einem Faible für Currywurst, ist den Lesern aus der Krimi-Reihe rund um Ann-Kathrin Klaasen gut bekannt. Hier bekommt er, der sich als cooler Ermittler beim BKA sieht, endlich seine große Chance, bei der Wunschtruppe mitzuspielen. 

    Rupert sieht nämlich dem Sohn eines Gangsterbosses zum Verwechseln ähnlich und soll für einen gezielten Schlag gegen dessen Machenschaften in dessen Rolle schlüpfen. Es bleibt wenig Zeit zur Vorbereitung, nur ein aufgeklebtes Bärtchen und eine kurze Einführung in die Vita des Drogenbosses.  

    Obwohl alle Kollegen und vor allem Chefin Ann-Kathrin Klaasen der Mission skeptisch gegenüberstehen, nimmt Rupert die Herausforderung an. Dass das Angebot ausgerechnet an seinem Geburtstag kommt, findet er als besonderes Geschenk, zumal er der ungeliebten Buttercremetorte seiner ebenso ungeliebten Schwiegermutter entkommt.

    Meine Meinung

    Dieser Krimi enthält, anders als die Krimis rund um Ann-Kathrin Klaasen (AKK), einige humorvolle Situationen. Rupert, der bislang eher als Maul- und Weiberheld aufgefallen ist, und dem AKK und ihre Mitarbeiter wenig zutrauen, kann sich in seiner neuen Rolle doch behaupten, auch wenn er manchmal in brenzlige Situationen gerät.  

    Natürlich sind solche Horuck-Undercover-Aktionen im echten polizeilichen Alltag nicht möglich. Da werden die Personen akribisch gebrieft und lange zuvor geschult. Aber, es ist ja nur eine Geschichte und da darf der Autor ja ein bisschen in die Trickkiste greifen. 

    Ich habe schmunzeln müssen, wie Rupert Gefallen an seiner Rolle als Boss findet. Er, der im Normalfall Anweisungen befolgen muss, darf bzw. muss sie diesmal geben. Die Zwickmühle auf diesem ungewohnten Terrain führt selbstverständlich zu komischen wie heiklen Situationen. Als vegetarisch lebender Gangsterboss hat der Fan von Currywurst und Grillkotelette das eine oder andere Mal echte Probleme, die er erstaunlich gut meistert.  

    Spannend sind auch die mehrfachen Perspektivenwechsel, die einen Einblick in den Familienclan des Gangsterbosses geben. 

    Fazit:

     Ein leicht zu lesender Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe. Das richtige Buch für sommerliche Mußestunden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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    Cover des Buches Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge9783426307670

    Bewertung zu "Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge" von Alexander Oetker

    Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge
    Bellis-Perennisvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein actionreicher Thriller mit den ungleichen Zwillingsschwestern
    Auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes: Zara & Zoë

    Dieser Krimi ist der zweite rund um die höchst unterschiedlichen Zwillingsschwester Zara und Zoë. Die eine, Zara, ist Sonderermittlerin von Europol in Den Haag, und Zoë eine Profikillerin der korsischen Mafia. 

    Indizien und Vorahnungen, dass eine Islamistengruppe während der Sommerakademie von Friedensnobelpreisträgerin Ashrami Rafiki. einen Terrorakt verüben könnten, lassen Zara wieder zu ungewöhnlichen Gegenmaßnahmen greifen. 

    Wie schon im ersten Fall, tauschen die ungleichen Schwestern, die sich als eineiige Zwillinge zum Verwechseln ähnlich sehen die Rollen. 

    Meine Meinung: 

    Der Thriller ist, wie es sich für dieses Genre gehört, actiongeladen. Zahlreiche Verfolgungsjagden und Schießereien wechseln einander ab. Dazwischen gibt es - zumindest bei Zoë - auch einen kurzen Einblick in ihr aktuelles Privatleben.  

    Es ist wie in anderen Krimis, Thrillern oder Romanen, dass das „Böse“ eine umfassendere Beschreibung der Charaktere ergibt. Ich finde Zoë besser dargestellt als Zara, die im Gegensatz zu ihrer kriminellen Schwester ein wenig verblasst. 

    Das Ende ist für mich nicht ganz zufriedenstellend, aber vielleicht finde ich hierzu die Erklärung im ersten Band, auf den mehrfach hingewiesen wird. Dieses Buch möchte ich jedenfalls noch  lesen. 

    Fazit: 

    Ein actionreicher Thriller, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

     

     

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    Cover des Buches Regatta in den Tod9783740802929

    Bewertung zu "Regatta in den Tod" von Bengt Thomas Jörnsson

    Regatta in den Tod
    Bellis-Perennisvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ein grenzüberschreitender Kriminalfall für die Team aus Deutschland und Dänemark
    "Auf die Plätze, fertig - tot"

    Schauplatz dieses Krimis ist diesmal die Flensburger Förde. Beim „Glücksburg Trimarthon“, einem Wettkampf für Wassersportler fällt eine Stand-up-Paddlerin tot ins Wasser. 

    Da ist passt es doch prächtig, dass sowohl Nick Harder und sein Freund Paul Beck als auch die beiden dänischen Kolleginnen und zufällig die aktuellen Freundinnen Lotta Lundkvuist und Theresa Vestergaard bei diesem sportlichen Wettkampf anwesend sind.

     

    Schnell finden sich zahlreiche Motive und Verdächtige. Erschwerend für die Ermittler kommt dazu, dass eine der Sportlerinnen nicht nur mehrere Gründe hat, die Ermordete zu hassen sondern auch noch die beste Freundin von Kommissarin Lundkvuist.

     

    Wird diese Konstellation die Ermittlungen behindern und die deutsch-dänischen Beziehung auf die Probe stellen?

     

     

    Meine Meinung:

     

    Dieser Krimi fällt zu seinem Vorgänger ein wenig ab. Mir persönlich sind ein wenig zu viele Zufälle dabei. Außerdem halte ich Lotta wegen der Freundschaft zur Verdächtigen Grit für befangen. Sie müsste eigentlich von diesem Fall abgezogen werden. 

     

    Außerdem finde ich, Lotta ein wenig übergriffig, wenn sie den Kleidungsstil von Paul ständig kritisiert und ihm Klamotten nach ihrem Geschmack aufdrängt.

     

    Die Zwiegespräche zwischen Paul und Kater Watson sind wieder herzerfrischend und könnten meiner Ansicht nach ein bisschen mehr sein.

     

    Fazit:

     

    Hat mich nicht ganz so überzeugt wie sein Vorgänger, daher nur 3 Sterne.

     

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    Cover des Buches 111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss9783954514199

    Bewertung zu "111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss" von Tom Wolf

    111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss
    Bellis-Perennisvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Wieder ein Reiserführer, der einlädt die üblichen Touristenpfade zu verlassen.
    Potsdam einmal aus anderer Sicht

    Anlässlich unserer Berlin-Reis im Jahr 2019 haben wir auch einen Ausflug nach Potsdam gemacht. Als Fans der 111er-Reihe musste natürlich das Buch für diesen Trip zu Rate gezogen werden.

     

    Autor Tom Wolf hat zahlreiche eher unbekannte Ausflugsziele ausgewählt, die wahrscheinlich auch eingefleischte Potsdamer vielleicht noch nicht kennen.

     

    Als Geodäten hat es uns auf dem Telegrafenberg gezogen, der gleich zweimal in diesem Buch vorkommt.

     

    Für Besucher, die sich lieber abseits der üblichen Touristentrampelpfade bewegen, ist dieses Buch eine Erweiterung des Horizonts.  Als „gewöhnlicher“ Reiseführer, der Touristen zu den landläufigen Sehenswürdigkeiten führen soll, ist er nicht zu empfehlen. Dafür sind die ausgewählten Ausflugsziele zu speziell.  

     

     

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    Cover des Buches Hell-Go-Land9783959671392

    Bewertung zu "Hell-Go-Land" von Tim Erzberg

    Hell-Go-Land
    Bellis-Perennisvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Fesselnd bis zur letzten Seite
    Du kannst niemandem trauen, nicht einmal dir selbst ...

    Als Anna Krüger nach jahrelanger Abwesenheit als stellvertretende Leiterin der Polizeistation auf die heimatliche Insel Helgoland zurückkehrt, schlagen ihr nicht nur stürmisches Wetter sondern auch die Gespenster der eigenen Vergangenheit entgegen.  

    Gleich an ihrem ersten Arbeitstag erhält sie einen abgeschnittenen Daumen als „Willkommensgeschenk“. Doch der abgetrennte Finger wird nicht das einzige und letzte Präsent sein, das sie an die schrecklichen Ereignisse ihrer Jugend erinnert. Für erkennungsdienstliche Überprüfungen ist die, jetzt im Winter nur aus 3 Personen bestehende Polizeidienststelle nicht ausgerüstet. Als sich der Sturm zu einem Orkan auswächst und die Fährverbindungen eingestellt werden, sind die drei, Dienststellenleiter Paul Freitag,  Kollege Marten und Anna, auf sich allein gestellt. Sie beziehen die drei auf der Insel lebenden Ärzte in die Ermittlungen ein, ohne genaueres zu erklären. Doch auch die haben so ihre Geheimnisse. 

    Wem kann man noch trauen? Paul misstraut selbst Anna, nachdem die ihre traumatische Geschichte nicht offenlegt. Ist sie auf Rachefeldzug? 

    Meine Meinung: 

    Tim Erzberg ist mit diesem Debüt ein düsterer Krimi, der hart an der Grenze zum Thriller schrammt, gelungen. Die Atmosphäre ist nicht nur durch den Orkan bedrohlich, sondern auch durch die geschickten Einschübe von Täter und Opfer. Einige Zeit ist nicht klar, in welcher Beziehung Täter und Opfer stehen.  

    Mitten drinnen ist jedenfalls Anna Krüger, deren traumatische Erlebnisse in der Jugend schmerzhafte Migräneattacken hervorrufen, die sie „Stalin“  nennt.  

    Neben der fesselnden Krimihandlung erfährt der Leser einiges über die Insel, die im Zweiten Weltkrieg von englischen Bombers in Schutt und Asche gelegt worden ist.  

    Fazit: 

    Das blutige Szenario lässt einen so schnell nicht mehr los. Gerne gebe ich diesem Debüt 4 Sterne.

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    Cover des Buches Furious Love9783453200128

    Bewertung zu "Furious Love" von Sam Kashner

    Furious Love
    Bellis-Perennisvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Hollywoods bekanntestes Liebespaar - Elizabeth Taylor und Richard Burton
    Sie konnten weder miteinander, noch ohne einander sein

    Wer kennt sie nicht, die amour fou zwischen Elizabeth Taylor und Richard Burton? Jahrelang war diese Liebesgeschichte Seiten füllend in den Gazetten vertreten. 

    „Furious Love“ erzählt diese Geschichte an Hand von Briefen und Tagebucheintragungen des großartigen walisischen Schauspielers.

    Dabei wird nicht verschwiegen, dass der Alkohol immer mit dabei war. Obwohl Richard Burton auf eine lange Karriere als Alkoholiker zurückblicken konnte, ist es Liz Taylor mehrmals gelungen, ihn unter den Tisch zu trinken. 

    Das schillerndste Paar Hollywoods hat sich häufig selbst inszenierte. In zahlreichen Filmrollen brauchten sie nur sie selbst sein. Apropos Filme! Das wird vielleicht einige Leser stören oder langweilen, wenn Sam Kashner neben den beiden auch Regisseure oder Financiers auftreten lässt.

    Wahrscheinlich ist auch wenigen bekannt, dass Richard Burton ein exzellenter Shakespare-Darsteller war, der in zahlreiche Dramen auf der Bühne gespielt hat. 

    Gut gefällt mir, dass diese Biografie einer Zweierbeziehung nicht ins Kitschige abgleitet. Wie in einem guten, klassischen Film wird abgeblendet, bevor es ins Obszöne abdriftet. Es wirkt so, als wenn wir einen verschämten Blick durch das Schlüsselloch werfen können.  

    Wahrscheinlich hatten die beiden keine Chance auf eine langfristige Beziehung, da sie dem Medienrummel ausgesetzt waren. 

    Interessant war auch zu lesen, dass auf Grund der Steuergesetze in UK und den USA mit Argusaugen darauf achten mussten, nicht zu lange in dem einen oder andere Land zu bleiben. 

    Ein schöner Seitenblick wird auch auf die legendäre Juwelensammlung von Elizabeth Taylor geworfen. Hier hätte ich gerne mehr Fotos von den Pretiosen gesehen. 

    Der Schreibstil ist angemessen und wer noch mehr über das Liebespaar des Jahrhunderts lesen will, findet im Anhang noch weitere Literatur. Zahlreiche, durchaus private Fotos ergänzen dieses Buch, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

     

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    Cover des Buches Die Taten der Toten9783462320602

    Bewertung zu "Die Taten der Toten" von Roman Voosen

    Die Taten der Toten
    Bellis-Perennisvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Puh, fesselnd bis zur letzten Seite!
    Keiner weiß, was ist Fakt, was Fiktion ...

    Das ist mein erster Krimi des deutsch-schwedischen Autoren-Duos Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsen.  

    In ihrem achten gemeinsamen Krimi rund um die Kommissarinnen Stina Forss und Ingrid Nyström behandeln sie Schwedens größtes Trauma: Den Mord am Ministerpräsidenten Olof Palme im Jahre 1986.  

    Da dieser Mord nach wie vor nicht restlos aufgeklärt worden ist und der damals präsentierte Täter bereits verstorben ist, bietet sich dieses Verbrechen auch nach 34 Jahren perfekt für einen rasanten Krimi an, der an der Grenze zum Thriller balanciert. 

    Die beiden Kommissarinnen Stina Forss und Ingrid Nyström entdecken eine neue Spur in diesem politischen brisanten Mordfall. Mit   Hilfe ihrer Teammitglieder beginnen sie inoffiziell zu recherchieren. Als mehrere Anschläge auf Stina verübt werden, täuscht diese ihren Selbstmord vor, denn es ist Stina und Ingrid klar, dass sie dem Täter sehr nahe gekommen sind. 

    Immer wieder führen Indizien zu Stinas Vater. Ist er Palmes Mörder? Was haben die jungen Männer, die er in einer geheimen Mission ausgebildet hat mit dem Mord an Olof Palme zu tun? Oder haben die damit gar nichts zu tun, sondern wurden von ihm für eine ganz andere Mission ausgebildet? 

    Nyström belastet ihr Team bis aufs Äußerste und schreckt auch nicht davor zurück, ihre Kontakte spielen zu lassen und Gefälligkeiten einzufordern bzw. in geheime Datenbanken einbrechen zu lassen. 

    Meine Meinung: 

    Es ist wohl ein ziemlicher Zufall, dass gerade einmal zwei Wochen nach Erscheinen dieses Buches ein (angeblicher) Abschlussbericht der schwedischen Polizei zum Mordfall Olof Palme veröffentlicht wird. Ein Abschlussbericht nach 34 (!) Jahren? Ich persönlich glaube ja nicht wirklich an Zufälle und das zeitliche Zusammentreffen der beiden Ereignisse wirkt schon ein wenig seltsam auf mich. Denn, so wie im Buch beschrieben, gab es jede Menge Ermittlungspannen der echten Polizei. Olof Palme war mehreren Gruppen (auch in seinen eigenen Reihen) ein Dorn im Auge.  

    Die im Krimi angedachten Szenarien von Verschwörungen innerhalb Schwedens und das Mitwirken ausländischer Geheimdienste klingen glaubhaft. 

    Es scheint, als führte jeder Ermittlungsansatz zu einer Lösung und gleichzeitig in eine Sackgasse. Der Leser kann sich hier selbst eine Lösung aussuchen, denn wie singt schon Rainhard Fendrich so schön „Alles ist möglich, nix ist fix“.  

    Der Schreibstil ist rasant und packend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die raschen Perspektivenwechsel erhöhen die Spannung, denn die Autoren schwenken immer dann zu einer anderen Sichtweise, wenn es gerade besonders brenzlig wird. Die Spannung dreht sich in einer immer schneller drehende Spirale, in deren Zentrum Stina und ihr Vater stehen. Die einzelnen Ermittlungsansätze nähern sich asymptotisch an und erreichen in der dargebotenen Auflösung einen Höhepunkt.  

    Das Autoren-Duo verwebt gekonnt Fakten mit Fiktion. Wie hoch der jeweilige Anteil ist, ist von mir schwer zu beurteilen.  

    Fix ist, dass ich mir die anderen Krimis mit Stina Forss und Ingrid Nyström ansehen werde.  

    Fazit: 

    Ein informativer und fesselnder Krimi, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

     

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    • weiblich
    • 30.04.1960

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