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BirgitConstant

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Anna und ... der Brand der Burg Trausnitz (ISBN: 9783755702078)

    Bewertung zu "Anna und ... der Brand der Burg Trausnitz" von Karen Königsberger

    Anna und ... der Brand der Burg Trausnitz
    BirgitConstantvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Regionalkrimi mit viel lokalem Flair und einer bayerischen Miss Marple der besonderen Art.
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    Cover des Buches Schreibtisch mit Aussicht (ISBN: 9783036958262)

    Bewertung zu "Schreibtisch mit Aussicht" von Ilka Piepgras

    Schreibtisch mit Aussicht
    BirgitConstantvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Meiner Meinung nach sind manche Beiträge zu ausschweifend und zu wenige wirklich interessant und lesenswert.
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    Cover des Buches Die Sprache des Lichts (ISBN: 9783426282410)

    Bewertung zu "Die Sprache des Lichts" von Katharina Kramer

    Die Sprache des Lichts
    BirgitConstantvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes Thema, aber die Protagonisten fand ich wenig sympathisch, und das Lektorat hätte besser sein können.
    Eigentlich interessant, aber mit Schwächen

    Als Sprachfan habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber so richtig packen konnte es mich dann doch nicht.

    Die Geschichte spielt zur Zeit der Religionskriege und führt den Leser quer durch Europa mit allen Sprachen und spionagetechnischen Feinheiten.

    Die Sprachenvielfalt ist toll, der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Es steckt viel Recherchearbeit in dem Buch, und auch die Figurenkonstellation ist vielversprechend: eine Spionin, die fest entschlossen ist, sich in der von Männern dominierten katholischen Liga zu behaupten; ein von seinen eigenen Fähigkeiten überforderter Altphilologe, der seine wahre Bestimmung sucht; sowie eine Reihe interessanter Nebenfiguren, die wahlweise Scharlatan, Gelehrter und/oder religiöser Anhänger der ein oder anderen Überzeugung sind. 

    Einer der Gründe, warum mich das Buch trotzdem nicht mitreißen konnte, war, dass ich mit den Protagonisten nie warm geworden bin. Nach ihrem anfänglichen Trick mit der Pfeifsprache hatte die Protagonistin für mich  immer den Beigeschmack einer Hochstaplerin und Möchtegern-Superagentin, die sich für unheimlich clever und pfiffig hält, dabei jedoch jeglichen Charme und Witz vermissen lässt. Auch zum Protagonisten konnte ich keinen Draht entwickeln, weil er mir einfach zu abgedreht und verkopft ist.

    Die Zusammenfassungen am Anfang der Kapitel sind Geschmackssache. Ich mag sie nicht und habe sie deshalb bald übersprungen.

    Auch gewisse sprachliche und inhaltliche Aspekte störten bei mir den Lesefluss, insbesondere das Genitiv-s innerhalb eines französischen Ausdrucks (der Turm des Châteaus de Béost). An anderen Stellen fehlen die Absätze für  Sinnabschnitte. Beispielsweise redet jemand, und im selben Absatz erhalten wir die Reaktion einer anderen Person, gefolgt von einer völlig unmotivierten Leerzeile – die meines Erachtens insgesamt eher stören als sinnvoll sind. Auch Beschreibungen prallen an einigen Stellen ohne jeden Bezug zur Handlung oder zu den Figuren auf den Leser ein.

    Wie das Nachwort und die Bibliographie beweisen, hat die Autorin ausführlich das Thema recherchiert und glänzt mit spannenden Details zur Kryptographie und der Suche nach der Sprache Gottes, doch Fachwissen allein macht leider kein spannendes Buch.

    Auch wenn ich dieses Buch nicht ganz so faszinierend wie bisherige Rezensenten fand, werde ich Ausschau nach dem nächsten Buch der Autorin halten, denn vom Ansatz her fand ich es richtig gut.

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Das Erbe des Seefahrers (ISBN: 9780648918509)

    Bewertung zu "Das Erbe des Seefahrers" von Eva Laurenson

    Das Erbe des Seefahrers
    BirgitConstantvor 8 Monaten
    Für Leser historischer Romane rund um die Geschichte der Seefahrt

    Obwohl ich weder mit dem Protagonisten warm werden noch mit den für Landratten doch sehr langatmigen Beschreibungen von Segeltechnik, Navigation und maritimen Geräten viel anfangen konnte, gebe ich dem Buch vier Sterne, weil es für das richtige Zielpublikum bestimmt eine schöne Lektüre ist.

    Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist, dass der Hauptdarsteller für meinen Geschmack zu perfekt und grundsätzlich der Klassenprimus ist, egal ob in der Klosterschule oder auf dem Schiff. Im Gegensatz dazu ist die Crew ein herrlich bunt zusammengewürfelter Haufen chaotischer Charaktere, die durch ihre gekonnt skizzierten Hauptmerkmale zwar fast stereotyp sind, aber mit ihren Ecken und Kanten und ihrer Menschlichkeit doch greifbarer und plausibler sind als der Protagonist Nicolas. Auch der Anfang der Piratenkarriere geht voll in die Hose, und es ist sehr schön mitanzusehen, wie die Möchtegern-Störtebekers bei ihren stümperhaften Enterversuchen auf die Nase fliegen.

    Leider ebbt die Freude über Crew und Fehlschläge schnell ab. Die Reise durch die deutschen Meere erscheint mir etwas willkürlich und birgt meines Erachtens nicht wirklich eine Spannungssteigerung im Verlauf der Geschichte. Schön sind dabei allerdings die fremdsprachlichen Einlagen in den verschiedenen Ländern. Das gefällt sicher nicht jedem, aber der Linguistin schmeckt's!

    Wer die Seefahrt liebt und nach einem Buch mit viel mittelalterlichem und maritimem Flair sucht, ist mit dem Buch sicher gut beraten und erfährt viel über die Geschichte der Seefahrt und das Piratenleben.

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    Cover des Buches Die Pan-Trilogie 3: Die verborgenen Insignien des Pan (ISBN: 9783551314352)

    Bewertung zu "Die Pan-Trilogie 3: Die verborgenen Insignien des Pan" von Sandra Regnier

    Die Pan-Trilogie 3: Die verborgenen Insignien des Pan
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Größtenteils unterhaltsam wie die Vorgänger, aber das Ende ist enttäuschend und unbefriedigend.
    Unterhaltsamer, aber zunehmend verwirrender Abschluss der Trilogie

    Ich fand die ersten zwei Bücher wirklich klasse und war selten so ungeduldig, direkt weiterzulesen, wie bei der Pan-Trilogie von Sandra Regnier, von daher muss ich erst einmal der Autorin ein großes Lob aussprechen, bevor ich mich dem dritten Band zuwende. Auch dieser beginnt vielversprechend und spannend, was natürlich nicht zuletzt daran liegt, dass die beiden ersten Bände jeweils mit einem Cliffhanger enden, für dessen Auflösung man den nächsten Band lesen muss. Unfein, aber es funktioniert in dieser Reihe.


    Im dritten Band verhärten sich langsam die Fronten zwischen Elfen- und Drachenwelt, Felicity als Auserwählte des Elfenreichs ist hin- und hergerissen zwischen den Avancen ihres Zwangsverlobten Lee, ihren eigentlichen Zukunftsplänen, nämlich Abi zu machen und Lehrerin zu werden, den unkontrollierbaren Zeitsprüngen, die sie immer wieder in Lebensgefahr bringen, und dem Gefühlswirrwarr bezüglich ihrer alten und neuen Freunde und Gefährten. Alles läuft auf die finale Schlacht hinaus.


    Auch dieser Band lebt von Felicitys Widerstand gegen ihr, durch das Buch der Prophezeiung vorgesehenes Schicksal als Retterin des Elfenreiches - ein Buch, das sich zunehmend als willkürliches und unzuverlässiges Geschreibsel herausstellt. Die Dialoge mit Lee sind spritzig, Felicitys innerer Kampf nachvollziehbar, die Spannung und das Knistern zwischen den vorbestimmten Verlobten auch jetzt noch an vielen Stellen spürbar. Doch was in den ersten zwei Bänden noch die Unterhaltung getragen hat, schleift sich im letzten Band langsam ab, und ganz besonders enttäuscht war ich vom Ende des Romans.


    Insbesondere zwei Punkte finde ich bedenklich im Hinblick auf die junge Zielleserschaft, die vor in allen Bänden wiederholt mit falschen Idealen und bedenklichen Methoden, um ein Ziel zu erreichen, konfrontiert wird:


    • Zwar wird Felicitys Anziehungskraft auf männliche Wesen in ihrer Nähe esoterisch versucht zu erklären, aber es bleibt der fahle Beigeschmack, dass eine Frau erst in eine bestimmte Kleidergröße passen, sich schminken und die Haare frisieren muss – und natürlich keine Zahnspange haben darf –, bevor sie für das andere Geschlecht überhaupt wahrnehmbar und als attraktiv angesehen wird.


    • Bedenklich finde ich auch, die Art, wie Lee versucht, seine Prophezeite zu erobern. Er ist ein Schürzenjäger ohnegleichen, der keine Gelegenheit auslässt, um mit Frauen zu kokettieren und mehr. Nicht nur, dass er mit allem herumknutscht, was auf seine optischen Reize reagiert, nein, er hat auch ständig Felicitys Konkurrenz auf dem Schoß sitzen und lässt sich von ihnen schamlos begrabbeln, knutschen oder füttern. Das finde ich schon ziemlich widerwärtig, vor allem, wenn man bedenkt, was er damit eigentlich bezwecken will/soll. Besonders gestört hat mich, dass die beiden ihre erste Nacht miteinander verbringen, nachdem Lee ihr absichtlich und ganz explizit einen Cocktail mit Alkohol in einer Bar besorgt hat. In der ganzen Trilogie wird mehrfach auf die Nebenwirkungen von Alkohol auf Felicity hingewiesen, und auch wenn die anschließende Szene auf explizitem beiderseitigem Einvernehmen beruht, schwingt doch unterschwellig mit, dass der Alkohol seinen Beitrag dazu geleistet haben könnte.


    Doch auch andere Aspekte treten mit dem dritten Band deutlicher hervor, weil man sie bereits aus den ersten beiden Bänden kennt und in einen Überfütterungszustand gerät:


    So wird mir Felicity ein wenig zu oft ohnmächtig und muss ständig von dem einen oder anderen Ritter in Elfen- oder Drachenform gerettet werden. Für eine Protagonistin, die nicht aufs Maul gefallen ist und eigentlich weiß, was sie will, finde ich das auf Dauer schwach.


    Bei Lee hat die Autorin, wie nicht nur Felicitys Freunde mehr als einmal monieren, etwas zu dick aufgetragen. Er ist einfach zu perfekt, zu aalglatt und damit nicht ganz so glaubwürdig als die anderen Figuren, nicht zuletzt auch aufgrund seines widersprüchlichen Verhaltens, wie oben schon angeführt. Viel anziehender und interessanter fand ich da Ciaran, der ja nicht weniger lecker ist, aber nur die zweite Geige hinter seinem alles überstrahlenden Cousin spielt. 


    Auch mit den abgekürzten Namen, die ich schon im ersten Band schrecklich fand, konnte ich mich im dritten Band immer noch nicht abfinden, aber solche Namenskürzungen sind allgemein etwas, das mir zuwider ist.


    Das letzte Kapitel (Fünf Jahre später) finde ich, neben den Anmerkungen im Spoiler-Abschnitt unten, gräßlich klischeebeladen und kitschig.


    ************* Achtung Spoiler **********


    Richtig übel nehme ich der Autorin, dass sie Ciaran im letzten Kampf sterben lässt, weil ich es weder logisch finde noch mit dem Ableben einer wichtigen Figur an dieser Stelle einverstanden bin. Warum ist Ciaran im letzten Kampf nicht in Drachenform? Überwiegt doch seine elfische Seite? Warum lässt die Autorin ihn nicht als einziges Drachenkind überleben, denn soweit ich gesehen habe, überleben den Kampf am Schluss nur Elfen. Also hat Felicity mit allem, was sie vorhatte und getan hat, doch nicht das erreicht, was sie wollte, nämlich keiner von beiden Seiten zu helfen.


    Die Auflösung und die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Drachen, Elfen und historischen Figuren der Artussage finde ich verwirrend und konstruiert und außerdem viel zu lang – ganze dreizehn Seiten gehen für die wenig überzeugenden Erklärungen drauf. Viele Fragen bleiben jedoch offen, etwa: Warum würde ein Drachenwandler ein Ei legen, wenn Wechselbälger sonst geboren werden? Warum wollte Fafnir keine Kinder und lässt sich dann doch folgenschwer mit einer Prinzessin ein? Wer hat das Ei gelegt, aus dem Felicity schlüpft – Fafnir selbst? Legen männliche Drachen Eier? Was soll der Unsinn mit dem Buch der Prophezeiung, das sich in einer willkürlich angelegten Kopie verselbständigt und mal etwas schreibt, dann wieder etwas löscht, was jemand hineingeschrieben hat, etc.? Warum kann man das Buch überhaupt derart manipulieren und wie kann es bei diesen eklatanten Mängeln als ernstzunehmende Quelle für irgendwelche Voraussagen für die Zukunft genommen werden? Wie kann es sein, dass Lee und Felicity füreinander vorbestimmt sind und tatsächlich am Schluss heiraten, obwohl sie die Tante seines Vaters ist? Igitt.


    ************* Spoiler Ende **********


    Fazit:

    Die Pan-Trilogie ist eine unterhaltsame Reihe aus dem Bereich historische Fantasy, die mit vielen tollen Aspekten punktet, vor allem der Spannung und dem Knistern zwischen den beiden Protagonisten, pfiffigen und spritzigen Dialogen, viel historischem Flair in den Zeitsprüngen, einer breiten Palette an Charakteren und einer bunten Mischung aus bodenständigem Realitätssinn und Magie, Sagen und Legenden. Wie oben angeführt ist die Trilogie nicht ohne Schwächen, und der dritte Band ist meines Erachtens der schwächste, nicht zuletzt weil er ein Ende bietet, das mich als Leserin maßlos enttäuscht hat und unzufrieden aus einer Buchwelt entlässt, die mir über lange Strecken viel Spaß gemacht hat und definitiv Suchtfaktor hatte.

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    Cover des Buches Die Pan-Trilogie 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan (ISBN: 9783551313966)

    Bewertung zu "Die Pan-Trilogie 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan" von Sandra Regnier

    Die Pan-Trilogie 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Absolut gelungene Fortsetzung des 1. Bandes. Spannend, unterhaltsam, witzig.
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    Cover des Buches Das geheime Vermächtnis des Pan (ISBN: 9783551314932)

    Bewertung zu "Das geheime Vermächtnis des Pan" von Sandra Regnier

    Das geheime Vermächtnis des Pan
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter Genre-Mix mit einem verführerischen Protagonisten und einer schlagfertigen Heldin wider Willen
    Trotz Mängel ein interessantes und unterhaltsames Buch

    Ich lese ganz selten Fantasy-Bücher, aber dieses Buch gefiel mir vom Buchanfang sehr gut: Der geheimnisvolle Leander kommt an ein College, um das Mädchen zu finden, das er heiraten wird, erspäht in der heißen Felicity schon seine Traumfrau, die er prompt und siegessicher vor aller Augen knutscht – nur um dann festzustellen, dass er die falsche Felicity erwischt hat. Die richtige ist das unscheinbare und schlagfertige Pummelchen City, das peinlich berührt vor den beiden steht.

    Eigentlich hatte ich das Buch für meinen Ältesten mitgenommen, aber aus Mangel an Lesestoff habe ich es schließlich ebenfalls gelesen und wurde insgesamt nicht enttäuscht.

    Die Geschichte ist ein interessanter Mix aus Fantasy, Historischem, Zeitenreise und High-School-Romanze. Die Figuren bieten ein Potpourri an unterschiedlichen Charakteren. Vor allem Citys Freunde finde ich eine schöne Ergänzung zu dem, was ihr Charakter bietet.

    Ja, das Buch hat seine Schwächen, vor allem im Mittelteil, wo die Geschichte ein ganzes Stück lang nicht wirklich vorwärtskommt.

    Auch den Protagonisten Lee finde ich in seinen Absichten oder Methoden nicht immer überzeugend, wenn er sich etwa die Mädels der Zickenclique auf den Schoß setzt oder mit ihnen rumknutscht, wo er sich eigentlich darauf konzentrieren sollte, seine widerspenstige Auserwählte davon zu überzeugen, dass er doch ihr Traummann ist und sie sich unbedingt in ihn verlieben und ihn küssen muss.

    Außerdem ist es ein wenig mühsam, dass plötzlich alle Jungs, auch und vor allem die blendend aussehenden und berühmten, auf City fliegen, sobald sie anständige Klamotten und aufgesteckte Haare hat.

    Trotzdem fand ich das Buch unterhaltsam und vor allem im letzten Viertel durchaus spannend. Es passiert mir selten genug, dass ich ein Buch unbedingt weiterlesen will, aber hier war das zum Schluss hin tatsächlich der Fall.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

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    Cover des Buches Sieben Arten Dunkelheit (ISBN: 9783522202619)

    Bewertung zu "Sieben Arten Dunkelheit" von Christian von Aster

    Sieben Arten Dunkelheit
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Idee. Mir etwas zu behäbig, aber für jugendliche Leser sicher spannend.
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    Cover des Buches The Last Kingdom (ISBN: 0060887184)

    Bewertung zu "The Last Kingdom" von Bernard Cornwell

    The Last Kingdom
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Hintergrund, aber sehr distanziert erzählt
    Enttäuschender Anfang

    Ein späterer Band der Uhtred-Reihe ließ mich zu diesem Buch greifen, mit dem die ganze Uhtred-Saga beginnt.

    Der junge Uhtred, der erst nach dem Tod seines älteren Bruders diesen Namen erhält, ist 10 Jahre alt, als er in die Hände der Wikinger fällt und von ihnen aufgezogen wird. Damit beginnt eine Geschichte, in der Uhtred immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen seinen sächsischen Wurzeln und seiner dänischen Erziehung. Er dient beiden Seiten zu verschiedenen Zeiten seines Lebens, doch sein eigentlicher Antrieb ist nicht die Treue zu einem Herrn, sondern die Rache an seinem Onkel, der die Burg Bebbanburgh unrechtmäßig in seine Hände gebracht hat, obwohl Uhtred ihr rechtmäßiger Besitzer ist.

    Der geschichtliche Hintergrund des Buches ist ein wahnsinnig spannendes und dramatisches Kapitel der englischen Geschichte, denn die Wikinger haben zu dem Zeitpunkt einen Großteil Englands besetzt und stehen kurz davor, auch noch das letzte verbleibende englische Königreich Wessex von der Landkarte verschwinden zu lassen. Doch der junge König Alfred, später Alfred der Große, schafft es, dem dänischen Vordringen Einhalt zu gebieten.

    Weniger spannend fand ich allerdings Uhtreds Erzählung, die mir manchmal zu leidenschaftslos und gleichgültig ist, fast als würde Uhtred im Rückblick auf seine Jugendjahre eine teilnahmslose Auflistung von Ereignissen aneinanderreihen. Das ist schade, denn in dem späteren Roman, den ich aus der Reihe gelesen habe, ist Uhtred ein wunderbar schnoddriger und zielgerichteter Krieger, der macht, was er für richtig hält und sich durchzusetzen weiß.

    Auch auf dem Motto des Buches – und der ganzen Reihe –, wyrd biþ ful aræd, über dessen genaue Bedeutung sich die Experten bis heute trefflich streiten, wird meines Erachtens zu oft herumgeritten.

    Insgesamt wird mich das Buch jedoch nicht davon abhalten, die Reihe weiterzulesen, da die Hintergrundgeschichte der Entstehung Englands einfach zu interessant ist, um nicht weiter darüber zu lesen.

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    Cover des Buches Der Fall von Akkon (ISBN: 9783806241778)

    Bewertung zu "Der Fall von Akkon" von Roger Crowley

    Der Fall von Akkon
    BirgitConstantvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eigentlich interessant, aber mit inhaltlichen und sprachlichen Schwächen.
    Interessant, aber mit inhaltlichen und sprachlichen Mängeln

    Zum Inhalt:

    Das Buch befasst sich mit der letzten und endgültigen Niederlage der christlichen Kreuzritter, mit der sie nicht nur die Hafenstadt Akkon, sondern auch ihre Herrschaft über das Heilige Land verlieren.

    Nach den Karten mit den Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten und einer detaillierten Übersicht der belagerten Stadt Akkon im Jahre 1291 erzählt der Prolog über den Verfluchten Turm,  der dem englischen Original seinen Titel gab. Es folgen 14 Kapitel, die die wechselvolle Kreuzfahrergeschichte vom Anfang bis zum Ende des 13. Jahrhunderts erzählen, sowie ein Epilog, der die weitere Geschichte Akkons bis in die heutige Zeit zusammenfasst. Für Interessierte bietet der Anhang noch Anmerkungen zu den Namen, eine Zeittafel der Kreuzzüge sowie Informationen zur Quellenlage und eine Bibliographie.

    Zum Autor:

    Roger Crowley hat in Cambridge Englische Literatur unterrichtet und ist Autor weiterer Bücher über die Geschichte der Mittelmeerstaaten, insbesondere hinsichtlich des Konfliktes zwischen Christen und Muslimen.

    Meine Meinung:

    Muslimische Geschichte im Mittelalter ist ein neues Themengebiet für mich, so dass ich mich auf das Buch gefreut habe. Ganz überzeugen konnte mich das Buch allerdings nicht.  

    Schon den Buchumschlag finde ich aus mehreren Gründen ungeschickt: Der erste Satz des Klappentextes beginnt mit „Der letzte Schlacht“, die christliche Mission im Heiligen Land wird als „Abenteuer“ bezeichnet, und die Daily Mail lobt in einem Zitat, dass John Grisham bei solchen Geschichtsbüchern arbeitslos würde.

    Auch inhaltlich gibt es einiges, was mich beim Lesen gestört hat: Der Autor wiederholt sich oft, die christliche Sicht der Ereignisse im ganzen 13. Jahrhundert wird meines Erachtens ein wenig vernachlässigt, die Vorgeschichte bis zur Schlacht um Akkon finde ich zu ausführlich, da sich auch hier vieles ähnlich wiederholt, 

    Etwas schade ist es, dass der eigentliche Fokus des Buches, die Belagerung von Akkon, erst nach mehr als der Hälfte des Buches besprochen wird, zumal der Autor hier sehr effektiv die Bedrohung und Vorgehensweise beider Seiten beschreibt.

    Neben dem inhaltlichen gibt es wie beim Klappentext auch innerhalb des Buches einige sprachliche Unschönheiten, wie ungeschickte Formulierungen, stilistische und grammatikalische Probleme oder unheilvolle Voraussagungen, wie man sie aus Spannungsromanen kennt.

    Fazit:

    Ein sorgfältigeres Lektorat hätte dem Buch auf alle Fälle geholfen, den durchaus lesenswerten Inhalt prägnanter und überzeugender zu vermitteln. Trotzdem bietet das Buch einen guten Einblick in das Leben, Denken und Handeln von Christen und Muslimen im Nahen Osten des Mittelalters.

    Ich danke ganz herzlich der WBG - Wissenschaftliche Buchgesellschaft für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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