Bommerlinda

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    Cover des Buches Einfach leben – besser leben: 2017 (Kalender)9783742300140

    Bewertung zu "Einfach leben – besser leben: 2017 (Kalender)" von Christine Rechl

    Einfach leben – besser leben: 2017 (Kalender)
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Was für ein tolles Buch ... ich bin restlos begeistert!!!

    Ausfüllbücher sind in! 
    Überall stoße ich auf Ausfüllbücher, ohne eigentlich zu wissen, was es mit ihnen auf sich hat. Bei näherer Betrachtung gefällt mir der Inhalt ganz gut und nach genauerer Betrachtung habe ich dann sogar das für mich ideale Ausfüllbuch gefunden und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Euch der Buchkalender von Christine Rechl auch sehr gut gefallen und Euer persönlicher Begleiter für das Jahr 2017 wird.
    Zuallererst: bei diesem Buchkalender handelt es sich um einen Wochenkalender, einen Organizer, ein Tagebuch, einen Ratgeber sowie einen Planer. Alles Dinge, die man unter normalen Umständen in mindestens fünf Büchern suchen muss. 
    Dieser Planer soll für das Jahr 2017 mein täglicher Begleiter sein. Er soll eine Hilfestellung sein, das Jahr und mein Leben zu planen und zu organisieren. Dabei ist er in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Der erste Teil des Planers soll mir helfen, mein Leben zu vereinfachen. So finde ich zum Beispiel Übungen, die es mir möglich machen, meine Ausreden herauszukristallisieren, warum ich an bestimmte Projekte erst gar nicht rangehe und die mir einen Weg aufzeigen, wie ich meinen Schweinehund besiegen kann. Hierfür stehen mir "innere Schweinehunde" zur Seite, denen ich Namen gebe und die von nun an von mir besiegt werden wollen. Alles natürlich kein Muss! Ich bestimme, wohin die Reise mich führen darf oder wird.

    Weiter geht es mit Übungen und den von mir dazu erstellten Listen, wie ich mein Leben entrümpeln kann. Dies können große Projekte sein, wie zum Beispiel den Dachboden entrümpeln, aber auch von Freundschaften, die eigentlich keine sind, kann ich mich verabschieden.
    Eine nun von mir erstellte Liste wird im nächsten Schritt konkretisiert. Ich suche mir die Projekte heraus, die mir besonders wichtig sind und thematisiere diese. Warum möchte ich mich bespielsweise von einer bestimmten Freundin oder Bekannten trennen und was hat mich bis dato davon abgehalten. Für alle Lebensbereiche werden mir Lösungsvorschläge unterbreitet. Dieser Kalender steht mir mit Rat und Tat zur Seite.

    Aber damit nicht genug! Viele weitere Übungen sollen mir helfen, leichter zu leben. Und was wäre ein Kalender ohne eine kalendarische Übersicht. Jeder Monat ist für sich gegliedert, das heißt jeder Monat wird mir erst einmal auf einer einzelnen Seite "vorgestellt". Was macht beispielsweise den Januar aus? Was sollte ich vielleicht gerade im Januar in Angriff nehmen? Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich Platz für alles, was mir im Januar besonders wichtig ist, was ich beispielsweise nicht mehr benötige und auch für die Highlights des vergangenen Monats ist noch ausreichend Platz.
    Weiter geht es mit den einzelnen Wochen des jeweiligen Monats. Hier steht zum Ausfüllen eine Doppelseite zur Verfügung. Auf der rechten Seite befinden sich die Wochentage. Eine Spalte bietet mir Platz, das Beste des jeweiligen Tages herauszukristallisieren. Weiter ist Platz für wichtige Notizen oder auch kleine Tagebucheinträge.
    Auf der linken Seite kann ich mir schriftliche Gedanken zum Thema der Woche machen. Was ist mein Thema für die Woche? Was möchte ich angehen? Weiterhin kann ich mir auch hier wieder das Beste der vergangenen Woche, meine Ideen sowie meinen Plan für die kommende Woche notieren.

    Und siehe da, so erstelle ich mir Woche für Woche, Monat für Monat, meinen ureigenen Plan, um mir das Leben zu vereinfachen und am Ende das Jahres habe ich mein persönliches Jahr noch einmal in einer Art Tagebuch vor mir liegen. Ist das nicht eine tolle Sache?

    Ich finde die Idee perfekt!
    Ich habe immer gern Tagebuch geführt, vorallem auch in schwierigen Zeiten und ich finde auch heute nichts besser, als in wiederholt schlechten Zeiten, die Tagebücher hervorzukramen, um zu erkennen, dass es mir sogar schon einmal noch schlechter ergangen ist und ich auch dieses Tief daher sicher wieder meistern werde. Allerdings habe ich in den zurückliegenden vier Jahren kein Tagebuch geführt, was ich durchaus sehr schade finde, aber irgendwie war es mir manchmal einfach zu aufwendig, da ich den Anspruch an mich habe, dass ich mindestens eine Doppelseite füllen muss. Und da kommt mir der Kalender von Christine Rechl gerade recht. Kurz und prägnant kann ich hier an meiner Entrümpelung arbeiten, kann mich auf das Wichtige konzentrieren und mein Leben vereinfachen und das Schöne ist, ich glaube tatsächlich, dass es gelingt. Manchmal bedarf es halt nur einer konkreten Anleitung, einer Idee von Außen und ich bewege mich in eine andere, bessere, leichtere Richtung!

    Na, das ist doch bestimmt auch etwas für Euch, oder?

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    Cover des Buches Ich hatte ein Leben9783868839777

    Bewertung zu "Ich hatte ein Leben" von Andrea Micus

    Ich hatte ein Leben
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Die beklemmende Geschichte eines Soldaten, der traumatisiert aus dem Kriegseinsatz heimkehrt ..

    Schon bald nach ihrer Aufstellung im Jahr 1955 hat die Bundeswehr sich an humanitären Hilfsaktionen im Ausland beteiligt. Daraus wurde im Verlauf der 90er Jahre ein dauerhaftes und teils langjähriges Engagement in Auslandseinsätzen, anfangs in Bosnien, später dann im Kosovo. Höhepunkt dieser Entwicklung war der ISAF-Kampfeinsatz in Afghanistan von 2002 bis 2014. Mittlerweile sind Bundeswehrsoldaten bei Missionen in Europa, Asien und Afrika sowie im Mittelmeer und am Horn von Afrika im Einsatz. Dies geschieht stets im engen Schulterschluss mit den EU-Partner und den Verbündeten der NATO (bundeswehr.de).
    Was aber wird aus denen, die in ihren Kriegseinsätzen mit dem Tod und dem Sterben von Kameraden, Zivilpersonen oder aber dem Gegner konfrontiert werden. Kann man nach seinem Einsatz im Krisengebiet ganz normal in den Alltag zurückkehren oder aber bleiben da Narben von all dem, was erlebt wurde. Fast ein Viertel aller deutschen Soldaten kehrt mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zurück. Zurück zur Freundin, zur Ehefrau, zu den Kindern, wieder in den Kreis der Familie und alle erwarten, dass alles so weitergeht, wie es vor dem Auslandseinsatz gewesen ist. Der Alltag gespickt im immer wiederkehrenden Rhythmus, mit den stinknormalen Problemen, mit Freude und auch einmal ein wenig Streit und Leid. Kurzum, ein stinknormales Leben!

    Was die Bundeswehr fast mit den Worten "humanitäre Hilfsaktion im Ausland" verniedlicht, sieht in der der Realität nicht mehr so niedlich aus. Das Gegenteil ist der Fall.
    Autor Sandro Strack zeigt in seinem Buch seinen Kampf zurück in ein Leben auf, dass wieder von Freude und Glück begleitet wird. Schwer traumatisiert kehrt er aus seinem Kriegseinsatz in Afghanistan zurück. Panikattacken begleitet von Schlaflosigkeit und Schweißausbrücken sowie Albträumen und Atemnot erschweren die Zeit nach seinem Einsatz und rauben ihm jegliche Kraft nach seiner Rückkehr. Gerüche, Handlungen, Alltagssituationen sind negativ besetzt. Viele Dinge, die den Alltag ausmachen, assoziiert Strack mit den Erlebnissen des Krieges in Afghanistan. Autos, die zu dicht auf seinen auffahren, bereiten ihm Angst, könnten sie doch eine Bombe mit sich führen und in jedem Moment explodieren. Selbst der Weihnachtsbummel wird zu einem schweren Gang, riechen die gebrannten Maronen doch genauso wie verbranntes Menschenfleisch. Jeden Tag erneut durchlebt Strack ein Martyrium, das ein normales Leben nicht möglich macht. Auf Unterstützung des Staates wartet er traurigerweise vergebens. Es scheint so, als gehöre es sich nicht, traumatisiert aus einem Krieg zurückzukehren. Soldaten sind starke Typen, ganze Männer und keine Weicheier. Traumatische Erlebnisse werden weggesteckt. Über sie wird nicht geredet und schon gar nicht leidet man unter diesen. Augen zu und durch.

    Ein Buch, das nachdenklich stimmt und die furchtbare Wahrheit der Kriegseinsätze im Ausland widerspiegelt. Nachdenklich, weil die Bundeswehr an alles denkt, nur nicht an die zurückkehrenden Soldaten aus einem Krisengebiet. Es ist fast so, als würde die Bundeswehr die Augen vor der Realität verschließen. An all diesen schrecklichen Erfahrungen und dem steinigen Weg zurück in ein lebenswertes Leben lässt Sandro Strack den Leser teilhaben. Ein Buch, das den Leser berührt, aufhorchen lässt und vorallem die Realität des Soldatendaseins aufzeigt. Hier geht es um Menschen, die sich im Kriegseinsatz befinden und nicht um Maschinen.

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    Cover des Buches Die relative Unberechenbarkeit des Glücks9783764505752

    Bewertung zu "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" von Antonia Hayes

    Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
    Bommerlindavor 4 Jahren
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    Cover des Buches Handlettering9783772462177

    Bewertung zu "Handlettering" von Frau Annika

    Handlettering
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Handlettering - Besinnung auf das Schöne

    Ihr Lieben, es hat mich erwischt!
    Ja, ich weiß, ich bin nicht die Einzige, die sich auf einmal für das Handlettering interessiert, aber Ihr dürft mich gern bei meinem neuen Hobby begleiten und wer weiß, vielleicht springt ja jemand von Euch mit aufs Boot. Und als wäre das nicht genug, nein, auch Malbücher werde ich Euch vorstellen und ab und an verschiedene Materialien, die ich benutze.
    Bereits bei Youtube habe ich mir viele schöne Videos zum Thema "Handlettering" angesehen. Ach ja, was kann man doch für schöne Dinge mit einem Stift, einem Pinsel, Kreide und und und ... zaubern. Ich bin so begeistert. Könnt ihr es spüren?
    Trotz der teils sehr ausführlichen Videos insbesondere von Amerikanern, Japanern und Chinesen neige ich doch immer wieder dazu, zu  jedem neuen Interessengebiet, mir die passende Lektüre zuzulegen. Ach ja, Ihr wisst ja ... Bücher!  In diesem Fall natürlich besonders schön, dass es zu dem eigentlichen Buch" Handlettering - Die Kunst des schönen Schreibens" auch gleich die passende Hilfe, nämlich das "Handlettering Übungsheft", dazu gibt - ein perfektes Team!
    Ich bin zwar des Englischen mächtig, aber ich finde es wirklich schön, dass Frau Annika sich die Mühe gemacht hat und ein Buch in deutscher Sprache verfasst hat, was sicherlich einigen den Einstieg erleichtert. Und wo wir schon beim Erleichtern sind, diese Bücher sind wirklich anfängertauglich.

    Den Anfang macht Frau Annika mit der Vermittlung von Grundwissen. Man erfährt etwas zum Schriftbild und zum Schriftschnitt sowie zum Material, das man verwenden sollte. Es bedarf lediglich eines Fineliners, eines Markers oder eines Federhalters mit passender Feder und Tinte und los gehts. Der Kauf des Übungsheftes ist wahrlich kein Muss, aber es erleichtert den Einstieg ungemein. Kein Linienziehen, keine Vorarbeit muss geleistet werden, um schnell Erfolge zu erzielen. Und das Gute, beim Handlettering gibt es kein falsch und kein richtig. Gerade die persönliche Note macht das Handlettering aus und es bedarf nicht allzu viel Übung.

    Allerdings darf man keine Lektüre erwarten, die das Thema Handlettering von A - Z durchkaut. Eine Einführung soll reichen, um die vielen Anwendungsmöglichkeiten, die im Buch vorgestellt werden, auszuführen und stellt man sich nicht ganz dusselig an, dann kann man nach dem kurzen Einstieg bereits Glückwunschkarten gestalten oder beispielsweise Kaffeetassen beschriften.
    Für wen der theoretische Teil des eigentlichen Buches zu knapp ausfällt, der sollte sich das Übungsheft auf jeden Fall zulegen. Es macht wirklich Spaß nach den durchweg genauen Anleitungen das Handlettering zu erlernen. Auch bietet das Übungsheft Platz für eigene Ideen und die eigene Kreativität. Und sollten die eigenen Ideen einmal nicht so sprießen, dann kann man gern auf die Kopiervorlagen zurückgreifen.
    Wenn Ihr also auch Lust auf das Handlettering habt, dann macht Ihr mit diesen beiden Büchern nichts falsch, ganz im Gegenteil, Ihr werdet viel Freude an Eurem vielleicht bald neuem Hobby haben.
    Viel Spaß wünsche ich Euch!

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    Cover des Buches Handlettering Übungsheft9783772482472

    Bewertung zu "Handlettering Übungsheft" von Frau Annika

    Handlettering Übungsheft
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Welch ein Spaß!

    Ihr Lieben, es hat mich erwischt!
    Ja, ich weiß, ich bin nicht die Einzige, die sich auf einmal für das Handlettering interessiert, aber Ihr dürft mich gern bei meinem neuen Hobby begleiten und wer weiß, vielleicht springt ja jemand von Euch mit aufs Boot. Und als wäre das nicht genug, nein, auch Malbücher werde ich Euch vorstellen und ab und an verschiedene Materialien, die ich benutze.
    Bereits bei Youtube habe ich mir viele schöne Videos zum Thema "Handlettering" angesehen. Ach ja, was kann man doch für schöne Dinge mit einem Stift, einem Pinsel, Kreide und und und ... zaubern. Ich bin so begeistert. Könnt ihr es spüren?
    Trotz der teils sehr ausführlichen Videos insbesondere von Amerikanern, Japanern und Chinesen neige ich doch immer wieder dazu, zu  jedem neuen Interessengebiet, mir die passende Lektüre zuzulegen. Ach ja, Ihr wisst ja ... Bücher!  In diesem Fall natürlich besonders schön, dass es zu dem eigentlichen Buch" Handlettering - Die Kunst des schönen Schreibens" auch gleich die passende Hilfe, nämlich das "Handlettering Übungsheft", dazu gibt - ein perfektes Team!
    Ich bin zwar des Englischen mächtig, aber ich finde es wirklich schön, dass Frau Annika sich die Mühe gemacht hat und ein Buch in deutscher Sprache verfasst hat, was sicherlich einigen den Einstieg erleichtert. Und wo wir schon beim Erleichtern sind, diese Bücher sind wirklich anfängertauglich.

    Den Anfang macht Frau Annika mit der Vermittlung von Grundwissen. Man erfährt etwas zum Schriftbild und zum Schriftschnitt sowie zum Material, das man verwenden sollte. Es bedarf lediglich eines Fineliners, eines Markers oder eines Federhalters mit passender Feder und Tinte und los gehts. Der Kauf des Übungsheftes ist wahrlich kein Muss, aber es erleichtert den Einstieg ungemein. Kein Linienziehen, keine Vorarbeit muss geleistet werden, um schnell Erfolge zu erzielen. Und das Gute, beim Handlettering gibt es kein falsch und kein richtig. Gerade die persönliche Note macht das Handlettering aus und es bedarf nicht allzu viel Übung.

    Allerdings darf man keine Lektüre erwarten, die das Thema Handlettering von A - Z durchkaut. Eine Einführung soll reichen, um die vielen Anwendungsmöglichkeiten, die im Buch vorgestellt werden, auszuführen und stellt man sich nicht ganz dusselig an, dann kann man nach dem kurzen Einstieg bereits Glückwunschkarten gestalten oder beispielsweise Kaffeetassen beschriften.
    Für wen der theoretische Teil des eigentlichen Buches zu knapp ausfällt, der sollte sich das Übungsheft auf jeden Fall zulegen. Es macht wirklich Spaß nach den durchweg genauen Anleitungen das Handlettering zu erlernen. Auch bietet das Übungsheft Platz für eigene Ideen und die eigene Kreativität. Und sollten die eigenen Ideen einmal nicht so sprießen, dann kann man gern auf die Kopiervorlagen zurückgreifen.
    Wenn Ihr also auch Lust auf das Handlettering habt, dann macht Ihr mit diesen beiden Büchern nichts falsch, ganz im Gegenteil, Ihr werdet viel Freude an Eurem vielleicht bald neuem Hobby haben.
    Viel Spaß wünsche ich Euch!

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    Cover des Buches Ein Junge namens Weihnacht9783423280884

    Bewertung zu "Ein Junge namens Weihnacht" von Matt Haig

    Ein Junge namens Weihnacht
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Welche eine wundervolle Geschichte ... jetzt schon ein Klassiker!

    Hach, wie gemütlich ist doch die Adventszeit. Ein Becher heißer Kakao, eine kuschelige Decke, ab aufs Sofa und ... nur noch einen Roman, bestenfalls passend zur Weihnachtszeit, zur Hand und alles ist perfekt! Damit ihr spätestens zum Heiligen Abend wisst, wie es dem Weihnachtsmann in seiner Jugend ergangen und weshalb gerade er Weihnachtsmann geworden ist, habe ich hier einen Roman für Euch, der bereits jetzt schon ein Klassiker ist, obwohl er doch erst vor kurzem erschienen ist.
    Der elfjährige Nikolas, dessen Mutter schon früh verstorben ist, wächst bei seinem Vater Joel im fernen Finnland auf. Im Auftrag des Königs soll dieser herausfinden, ob es im Norden des Landes eine Stadt gibt, in der nur Wichtel wohnen. Dies hat zur Folge, dass Nikolas erst einmal bei seiner Tante leben muss. Da das Leben dort jedoch alles andere als angenehm ist, reißt Nikolas mit seinem Freund, einer Maus, aus, um seinen Vater im hohen Norden zu suchen. Nach der Rettung eines Rentieres hat Nikolas fortan einen weiteren Freund, der nicht von seiner Seite weicht. Zusammen bestehen sie die verrücktesten Abenteuer. So treffen sie zum Beispel auf Elfen und eben diese Wichtel, die sein Vater doch aufspüren soll. Und es reift in Nikolas der Wunsch, die Erde zu einem besseren Ort zu machen.
    Welch ein wunderschönes Buch. Autor Matt Haig schafft das, was nicht vielen gelingt. Er öffnet und wärmt Herzen. Er erzählt die Geschichte des Weihnachtsmannes, der eben nicht als alter Mann auf die Erde gekommen ist, sondern berichtet uns davon, dass auch der Weihnachtsmann einmal Kind gewesen ist. Eine Reise von einer Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, hin zu eben diesem Mann, gehüllt in einen roten, langen Mantel auf dem Schlitten gezogen von einem Rentier hoch über den Wolken, auf den wir uns jedes Jahr erneut freuen. Dieser alte, oft grummelig dreinblickende Weihnachtsmann, der die Kinderherzen höher schlagen lässt und jedes Jahr aufs Neue Wünsche erfüllt.

    Ein wundervolles Buch, das  für Kinder ab 10 Jahren empfohlen, aber bei weitem nicht nur ein Kinderbuch ist. Ein Roman, der uns alle in dieser Zeit erwärmt, beglückt und uns schmunzeln lässt. Ein Buch, das eine ganz wundervolle Atmosphäre zaubert.

    Besonders lesenswert!

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    Cover des Buches Megalife9783455378245

    Bewertung zu "Megalife" von Samsofy

    Megalife
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Welch ein Augenschmaus ...

    Selbstverständlich bin auch ich mit Legosteinen aufgewachsen.
    Soweit ich mich erinnere, haben wir zumeist oder aber auch ich allein, Häuser gebaut. Sie stellten Schulen, Bauernhöfe oder aber ganz normale Wohnhäuser dar. Was uns fehlte, waren Figuren. Dafür mussten anfangs die Figuren aus der Puppenstube, später auch die Barbiepuppen herhalten, die im Vergleich zu den von uns gebauten Häusern, viel zu groß ausfielen. Die Neuerung kam 1974, als es nun Zusatzteile zu kaufen gab, mit denen menschliche Figuren gebaut werden konnten. Auch kamen im gleichen Jahr die ersten Figuren auf den Markt, die den heutigen Figuren ähneln, allerdings nur den Kopf drehen konnten.
    Ab 1978, ich spielte schon seit längerem nicht mehr mit Legosteinen und  Co., wurde es turbulenter, denn immer mehr Figuren in menschlicher oder tierischer Form, die nun endlich alle Gliedmaßen bewegen konnten, fluteten die Kinderzimmer. Feuerwehrmänner, Piraten, Cowboys und Indianer, Star Wars-Helden und Walt Disney Figuren, es gibt kaum eine Serie und ihre Filmhelden, die Lego nicht aufgreift.
    Der Franzose Sofiane Samlal, alias Samsofy, hat die verschiedenen Lego-Figuren in Szene gesetzt und herausgekommen ist ein kleiner, aber sehr feiner unter bunter Bildband. Eine Art Hommage an die verschiedenen Männchen, durch deren Ergänzung zu den Lego-Steinen das Spielen kreativer geworden ist. 
    Buntstifte zu einer übergroßen Welle angeordnet, lassen ein Surfer-Figurenmännchen auf der perfekten Welle reiten. Auf einer geöffneten, aber immer noch gefüllten Sardinenbüchse steht das Lego-Anglermännchen und wirft lässig die Angel in die Sardinentunke. Das Superman-Legomännchen hebt so mir nichts, dir nichts den Gullideckel hoch und für den Betrachter steht fest, dass es sich hier wirklich um Superman handelt und nicht nur um die kleine Legofigur.
    Fotografien, die realistischer nicht abgelichtet werden können. Mit Witz und viel Kreativität findet Samsofy für jede Figur die passende Kulisse, um das perfekte Bild abzulichten.
    Ein Augenschmaus, der nicht nicht nur den Legofan begeistert. Dieser Bildband ist so bunt, so fröhlich, dass man sich in die Kindheit zurückversetzt fühlt. In meinem Fall sich aber eher wünscht, dass man auch mit diesen so vielfältigen Figuren kreativ die große Welt im Kinderzimmer hätte erobern können.
    Ein Bildband für Groß und Klein und für alle Lego-Fans ein Muss!

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    Cover des Buches Im Himmel gibt es Coca-Cola9783866482340

    Bewertung zu "Im Himmel gibt es Coca-Cola" von Christina Nichol

    Im Himmel gibt es Coca-Cola
    Bommerlindavor 4 Jahren
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    Cover des Buches Zärtlich9783550081286

    Bewertung zu "Zärtlich" von Belinda McKeon

    Zärtlich
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Poesie und Zärtlichkeit ...

    Liebesromane mit allzu viel Herzschmerz und deren Ausgang man eh schon kennt, sind mir ein Graus und deshalb mache ich einen ganz großen Bogen darum. Es gibt aber durchaus das ein oder andere Buch, das mich dann doch berührt, wenngleich es wirklich schwer ist, mich in Liebesdingen mit einem Roman zu erreichen. Das schon einmal vorweg.

    Ende der 90er Jahre lernen sich Catherine, Studentin der Literaturwissenschaft und James, Fotograf, in Dublin kennen. Beide aus irischen Provinznestern stammend, wollen das Leben mit all seinen so wundervollen Facetten endlich für sich erobern. Das neue Leben fernab der Heimat bekommt Catherine sehr gut und sie genießt die Hauptstadt in vollen Zügen. Für James, der aufgrund seiner Homosexualität eine weltoffene Stadt für sein Outing gesucht hat, ist auch das liberale Dublin nicht der Ort, an dem er zu seinem Schwulsein stehen kann. Das Geheimnis um James sexuelles Anderssein schweißt die beiden noch mehr zusammen. Nach kurzer Zeit muss sich Catherine jedoch eingestehen, dass sie sich in James verliebt hat, auch wenn sie sich darüber sofort im Klaren ist, dass ihre Liebe nicht von Erfolg gekrönt sein wird und die Katastrophe vorprogrammiert ist.

    Endlich ein Roman, in dem die Liebe und das Verliebtsein zwar auch im Vordergrund stehen, aber der Inhalt im Gegensatz zu den kitschigen, immer gleichen, langweiligen Liebesgeschichten, alles übertrumpft, was ich bis dato gelesen habe.
    Hier schreibt eine Autorin eine Geschichte, die mit viel Gefühl, Poesie und Zärtlichkeit von Anfang an berührt. Jedes Wort schmilzt wie edle Schokolade im Munde. Genießen muss man diesen Roman. Nicht hinsetzen und runterlesen, weil man den Ausgang eh schon kennt. Nein, dieser Roman verlangt nach Hingabe.
    Zwar nimmt der Roman "Zärtlich" anfänglich durch seinen Fließtext ordentlich Fahrt auf und man wird wie von einem Sog mitgerissen, doch kurz darauf bedient sich die Autorin Belinda McKeon anderer Stilmittel. Ruhig, fast melancholisch und an Poesie fast nicht zu übertreffen, arbeitet die Autorin mit nur wenigen Worten Gedanken und Gefühle der Hauptprotagonisten heraus. Eine intime Stimmung entsteht, die mit all ihrer Kraft den Leser bis zum letzen Wort vereinnahmt.

    Wie man merkt, hat mich der Roman sehr beeindruckt und deshalb spreche ich eine ganz besondere Leseempfehlung - mehr als lesenswert!

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    Cover des Buches Shore, Stein, Papier9783492060400

    Bewertung zu "Shore, Stein, Papier" von Sick

    Shore, Stein, Papier
    Bommerlindavor 4 Jahren
    Macht kaputt, was euch kaputt macht ...


    Die aufregendsten Geschichten schreibt das Leben. Teilweise so aufregend, packend und aufwühlend, dass man als Leser nicht glauben mag, dass derartige Geschichten wirklich erlebt und gelebt worden sind, sondern vielmehr aus der Feder eines Autors stammen, dessen Phantasie mehr als nur blühend ist.
    Der Roman "Shore, Stein, Papier" ist die authentische Geschichte des ehemals herionabhängigen $ick, der mit 13 Jahren das Kiffen begann, mit 15 Jahren das erste Mal Shore rauchte und im Alter von 18 Jahren das erste Mal im Knast einsaß. Eine Geschichte, die nur das Leben schreiben kann.
    $ick beschreibt in seiner Geschichte, wie er, ungeliebt vom Lebensgefährten seiner Mutter, in die Drogenszene abrutscht. Nicht anklagend. Nein, er weiß, dass jeder für sein eigenes Leben verantwortlich ist, aber er macht auch deutlich, dass es nur einiger weniger Auslöser bedarf, um sich dem hinzugeben, was Erleichterung verspricht. Einfach abtauchen in eine Welt, die fern ab von der Realität ist, wenngleich die Realität einen so furchtbar schnell wieder einholt.  Einfach die Seele baumeln lassen. Was macht es schon, wenn man kifft? Andere trinken, um runter zu kommen, warum also nicht kiffen. Kiffen im Alter von 13 Jahren sollte da aber doch eine Ausnahme darstellen, obwohl es ein leichtes ist, an Gras, Dope oder was auch immer zu kommen. Dass falsche Freunde schon immer für den Abstieg in die Drogenszene verantwortlich sind und waren, haben wir schon von unseren Eltern zu hören bekommen.
    Was aber, wenn man nur gemeinsam mit seinen Freunden auf Entdeckungsjagd geht. Auf der Suche nach dem Kick, ein Wandeln zwischen Rausch und Ekstase. Spätenstens dann, wenn Rausch und Ekstase zur Sucht werden, gesellt sich leider auch die Beschaffungskriminalität hinzu und mit ihr unvermeidlich Aufenthalte im Knast. $ick lässt in seiner Erzählung den Leser an all dem teilhaben, was wir unter normalen Umständen nicht zu glauben wagen. Ein Leben auf der Überholspur. Ein Leben, das immer von den gleichen Dingen überholt wird, nämlich von Drogen, Raub und Knast ... eine nicht enden wollende Todesspirale. An ein leichtes unbeschwertes Leben ist in keiner Minute mehr zu denken. Ist es anfangs noch leicht, Drogen zu beschaffen, müssen immer härtere Geschütze aufgefahren werden. Da reicht es nicht mehr, nur den Stoff zu beschaffen, der ein Überleben bis zum nächsten Morgen ermöglicht. Es reicht nicht, sich einen Schuss zu verpassen, um einigermaßen über die Runden zu kommen, nein, die nächsten Kicks sind bereits fest eingeplant.
    Unberechenbar, wie ferngesteuert, setzt sich eine Lawine in Gang, die Erpressung, Gewalt und Raub mit sich ziehen. Und wer glaubt, dass Haftaufenthalte einen Junkie zur Abstinenz seiner Drogen zwingen, der täuscht sich gewaltig. Es bedarf nur der richtigen Beziehungen im Knast und der Verzicht auf die Droge ist tabu. Zwar bringen Knastaufenthalte eine vorübergehende Besserung der körperlichen Konstitution, aber schon wenige Stunden nach Verbüßung der Haftstrafe oder aber nach der Flucht aus der Justizvollzugsanstalt wird der eigene Körper wieder zu Grunde gerichtet.
    Doch $ick hat es geschafft. Raus aus dem Dreck, dem Drogensumpf. Raus aus einer Welt, in der Beschaffungskriminaliät und Haftaufenthalte wie das Brot zum Leben gehören. Mit diesem Buch nimmt uns ein Ex-Junkie mit in eine Welt, die beängstigender nicht sein kann, wenngleich ich zugegeben muss, dass sie auch Faszination auf mich ausübt. Fasziniert von einer anderen Welt, in der Grenzen überschritten werden, als wäre es ein Leichtes. Nicht falsch verstehen, ich befürworte die Grenzüberschreitungen nicht, aber es ist dieses Andersein, was mich fasziniert.
    Hut ab, vor der Leistung, ein Leben geprägt von Drogen, Gewalt und Kriminalität noch einmal auf Null zurückzustellen und in lebenswerte Bahnen zu lenken!

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