Buchbloggerin

  • Mitglied seit 07.07.2015
  • 14 Freunde
  • 310 Bücher
  • 153 Rezensionen
  • 309 Bewertungen (Ø 4.49)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne188
  • 4 Sterne87
  • 3 Sterne32
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Dein Lächeln um halb acht (ISBN: 9783426525432)

    Bewertung zu "Dein Lächeln um halb acht" von Laura Jane Williams

    Dein Lächeln um halb acht
    Buchbloggerinvor 4 Tagen
    Schöne Idee - schlechte Umsetzung

    Es ist jetzt schon etwas Zeit vergangen, seit ich Dein Lächeln um halb acht von Laura Jane Williams gelesen habe. Es ist ein Roman mit einer Geschichte, die nach einer wirklich schönen Idee geschrieben wurde. Doch ob die Umsetzung mir genauso gut wie die Idee gefallen hat – das erfahrt ihr in meiner folgenden Rezension.

    Was wäre, wenn du die Liebe deines Lebens jeden Morgen knapp verpasst?
    Normalerweise nimmt die Londonerin Nadia die 7:30-U-Bahn – es sei denn, sie verschläft oder übernachtet bei ihrer Freundin Emma oder es kommt eben sonst irgendetwas dazwischen. Schließlich ahnt Nadia nicht, dass Daniel jeden Morgen auf sie wartet, seit er sie in einem mit Kaffee bespritzten Kleid gesehen und sich nicht getraut hat, sie anzusprechen. Dann entdeckt Nadia eines Tages eine Anzeige in der Zeitung: »An die hinreißende Frau mit den Kaffee-Flecken auf dem Kleid: Ich bin der Typ, der immer in der Nähe der Tür steht und darauf hofft, dich wiederzusehen. Lust auf einen Drink?«
    Nach einer schweren Enttäuschung glaubt Nadia nicht mehr so recht an die Liebe, trotzdem stimmt sie nach einigem Zögern einem Treffen in einer Bar zu. Doch kurz bevor sie eintrifft, wird Daniel zu einem familiären Notfall gerufen …

    Wie bereits erwähnt hat mir die Handlungsidee wirklich gut gefallen, auch wenn sie ein wenig verrückt klingt. Ich meine, wie wahrscheinlich ist es denn, dass sich zwei Leute in einer Großstadt wie London, die fast täglich in derselben Bahn fahren, ineinander verlieben? Das ist auf jeden Fall eine etwas andere Liebesgeschichte.

    Die Idee war jedoch leider so ziemlich das einzige, das mir an diesem Roman gefallen hat. Die Charaktere waren mir – bis auf Daniel – so gar nicht sympathisch. Mit den Mädels – mit Nadia und ihren besten Freundinnen – konnte ich überhaupt nicht warmwerden. Sie sind die Art Frau, die ich persönlich nicht sein möchte, irgendwie gefangen im Kreislauf des modernen Lebens und insgesamt viel zu feministisch. Das hat mir beim Lesen den ganzen Spaß genommen.

    Einzig Daniel mochte ich auf Anhieb. Er ist ein ganz normaler Typ, der sein Schicksal einfach in die Hand nimmt. Er fährt nicht weiterhin jeden Tag in der Bahn und schmachtet „seine“ Nadia von Ferne an, sondern unternimmt etwas, um sie kennenzulernen – wenn auch auf unkonventionelle Art.

    Etwas von der besonderen Atmosphäre Londons zu spüren habe ich mir schon vor dem Lesen gewünscht, doch leider – nichts da. Zusammen mit den bereits genannten Punkten war dies für mich also kein schöner Roman. Hinzu kommt, dass gefühlt auf jeder Seite mit Kraftausdrücken um sich geschmissen wird.

    Die Spannung blieb lediglich durch die Fast-Begegnungen von Nadia und Daniel aufrechterhalten. Alle andern Szenen schienen mir ziemlich belanglos.

    Insgesamt war Dein Lächeln um halb acht leider ein Reinfall für mich, die Umsetzung der wirklich guten Idee hat mir leider überhaupt nicht gefallen und meine Erwartungen wurden leider so gar nicht erfüllt. Von mir gibt es 2 von 5 Sterne.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Dunkel leuchten die Klippen (ISBN: 9783596703500)

    Bewertung zu "Dunkel leuchten die Klippen" von Kate Penrose

    Dunkel leuchten die Klippen
    Buchbloggerinvor 19 Tagen
    Eine sehr gelungene Fortsetzung mit interessantem Fall - auf einer der wunderschönen Scilly-Inseln!

    Kürzlich las ich „Nachts schweigt das Meer“ von Kate Penrose – den ersten Band der Krimi-Reihe, die von dem Ermittler Ben Kitto auf den Scilly-Inseln handelt. Seit einigen Monaten ist nun auch der zweite Band Dunkel leuchten die Klippen auf dem Buchmarkt und ich freue mich, dass ich über einen weiteren Krimifall auf einer der wunderschönen Scilly-Inseln lesen durfte. Ben Kitto ist mir mit der Zeit sehr sympathisch geworden.

    Die Frühlingssonne taucht die Scilly-Inseln vor Cornwall in goldenes Licht. Doch in den azurblauen Tiefen nahe der Küste liegen ungeahnte Geheimnisse verborgen – der zweite Fall für den charismatischen Ermittler Ben Kitto
    An einem klaren Morgen Mitte Mai will Detective Inspector Ben Kitto seinem Onkel Ray in dessen Bootsbaubetrieb aushelfen. Doch dann wird Ben zu einer Höhle vor der rauen Küste der Insel Tresco gerufen. Dort treibt der leblose Körper einer Frau im Wasser.
    Jude Trellon, eine erfahrene Profitaucherin und Tochter des örtlichen Tauchlehrers, wurde an den Felsen festgebunden und ertrank. In ihrem Rachen befindet sich eine kleine Figur in Form einer Meerjungfrau.
    Wer hatte ihr aufgelauert, um sie kaltblütig zu ermorden? Und warum unternahm Jude mitten in der Nacht einen Tauchgang in der Höhle, die bei Flut zur tödlichen Falle werden kann? Ben Kitto gerät schnell in die gefährlichen Untiefen einer Ermittlung, die ihn beinahe selbst das Leben kosten wird …

    Wer gerne Krimis mit Hochspannung und rasanten Fällen liest, sollte diese Reihe nicht unbedingt lesen.
    Warum? Weil die Handlungen in beiden Bänden bisher recht ruhig verliefen.
    Wie auch im ersten Band entwickelt sich der Fall in Dunkel leuchten die Klippen recht ruhig und nimmt nur langsam an Spannung zu. Erst gegen Ende nimmt die Handlung einen steileren Verlauf an.

    Doch so soll es auch sein! Einen schnelleren Spannungsaufbau könnte ich mir für diesen Band nicht vorstellen. Die langsame, ruhige Fallentwicklung harmoniert so gut mit dem Setting, den wunderschön beschriebenen Scilly-Inseln (googlet mal danach – so traumhaft schön!!), denn auf den Inseln gibt es nicht den Großstadtsstress, dort gelten die „eigenen Inselregeln“ und es gibt keinen Zeitdruck, denn alles dauert so lange, wie lange es eben dauert.
    Zudem sind die Insulaner eine ganz besondere und eigene Art von Menschen – alle kennen sich untereinander und deren Art ist so erfrischend anders.

    Ben Kitto hat viele Jahre als Undercoverermittler gearbeitet und ist (am Anfang des ersten Bandes) auf seine Heimatinsel Bryher zurückgekehrt. Der Fall in diesem Band spielt sich auf der Insel Tresco ab. Ben ist ein ruhiger, etwas zurückhaltender – nicht im Sinne von „schüchtern“, sondern eher in dem, dass er sich meist im Hintergrund hält – Mann. Ganz der Ermittler, beobachtet er immer und überall jeden und jedes, ihm fallen kleinste Details auf und aufgrund seiner Erfahrung hat er ein sehr gutes Gespür für seine Arbeit entwickelt. Auch wenn es ein kleines bisschen gedauert hat, mag ich ihn als Protagonisten sehr.

    In diesem Band geht es um verschollene Schiffwracks und um Fundstücke, die auf den Wracks gefunden werden. Diese Stücke sind teilweise so wertvoll, dass manche Menschen einfach alles dafür tun würden, sie zu bekommen – sogar einen Mord begehen. Ich fand es sehr interessant, über diese Schiffwracks zu lesen, denn mit diesem Thema habe ich mich eigentlich noch nie befasst.
    Doch nicht nur dadurch wurde dieser ganze Fall interessant. Bis kurz vor Schluss ahnt man – jedenfalls ging es mir so – nicht, wer tatsächlich hinter dem Mord steckt. Das hat die Autorin wirklich gut eingefädelt.

    Insgesamt, finde ich, ist Dunkel leuchten die Klippen eine sehr gute Fortsetzung. Zwar hat mir der erste Band ein wenig besser gefallen, doch nichtsdestotrotz habe ich auch diesen Krimi gerne gelesen. Allein schon wegen der wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, aber auch wegen des interessanten Falls lohnt sich das Lesen!
    Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Hopelessly in Love (ISBN: 9783864931277)

    Bewertung zu "Hopelessly in Love" von Emma Winter

    Hopelessly in Love
    Buchbloggerinvor einem Monat
    Es geht weiter mit Sasha und Ben - und es bleibt spannend!

    Vielleicht habt ihr ja meine Rezension zu „Crazy in Love“, dem ersten Band dieser Reihe, der mir wirklich gut gefallen hat, gelesen. Im zweiten Band – Hopelessly in Love – geht die Geschichte von Sasha und Ben weiter und sie wird nicht weniger nervenaufreibend oder ruhiger. Wenn man diesen Roman beendet hat, möchte man auf jeden Fall sofort den finalen Band „Always in Love“ lesen, der nächsten Monat auch schon erscheint!
    Ich empfehle denen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, dies aber noch planen, diese Rezension erst danach zu lesen.

    Sasha ist am Boden zerstört. Ben hat sie betrogen. Alles, was bisher war, scheint eine große Lüge. Oder soll sie ihm glauben, wenn er sie beschwört, dass alles nur ein dummer Zufall war?  Während Sasha noch mit ihren Gefühlen kämpft, ist in Bens Leben von einem auf den anderen Tag nichts mehr, wie es war. Seine Schwester hat einen schweren Unfall, gleichzeitig kommt ein Geheimnis ans Licht, das den Ruf seiner Familie zerstören kann. Und gerade, als Sasha hofft, doch eine Zukunft mit Ben zu haben, taucht eine Person aus seiner Vergangenheit auf, die alles, woran Sasha bisher geglaubt hat, in Frage zu stellen droht.

    Wer den ersten Band gelesen hat, weiß, dass dieser mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat. Der Cliffhanger wird im zweiten Band aber schnell aufgelöst und es geht mit Ben und Sasha erstmal „gut“ weiter – allerdings hat Sashas Vertrauen in ihn ein wenig gelitten. Hierin lernen wir aber auch June und Jess noch näher kennen und es gibt neue Wendungen und Entwicklungen.

    In Sashas Familie tut sich einiges – sie kommt ihrer Großmutter endlich näher und die Beziehung zu ihrer Tante und ihrem ältesten Cousin festigen sich noch mehr.
    Auch in Bens Familie geschehen einige Dinge, die allerdings viel weniger erfreulich sind – es kommt sogar so weit, dass er den Kontakt zu seinen Eltern abbrechen muss. Dabei ist Sasha für ihn eine große Stütze.
    Nach der Versöhnung zu Beginn muss ich sagen, dass mir die Entwicklung ihrer Beziehung im Großen und Ganzen sehr gefallen hat (weshalb mir das Nicht-Vertrauen von Sashas Seite ganz am Ende des zweiten Bandes umso weniger klar ist). Auch wenn die Beziehung nicht perfekt war, hat sie sich doch gefestigt und beide haben gelernt, einander zu vertrauen.

    Was mir hier im Gegensatz zum ersten Band gefehlt hat, war die Gilmore-Girls-Atmsphäre. Die war in „Crazy in Love“ zwar auch eher hintergründig spürbar, aber doch da. Hier war da gar nichts – leider… Denn die Idee hat mir schon sehr gefallen!
    Der Schreibstil war, wie auch schon in Band 1, sehr jugendlich und umgangssprachlich gehalten, doch was ich in der Rezension vorher nicht erwähnt hatte, muss ich jetzt doch loswerden – es gab ein wenig zu viele Rechtschreibfehler. Das stört den Lesefluss dann doch leider zu sehr.

    Inhaltlich fand ich diese Fortsetzung nicht schlecht, nur gab es für meinen Geschmack zu viele sexy Szenen… So ausführlich muss das dann doch nicht sein.. Und ganz zum Schluss – dieses Ende ist um einiges krasser als es beim ersten Band der Fall war! Jetzt möchte ich unbedingt wissen, was passieren wird bzw. passiert ist, denn Sashas Zukunft in Yale steht auf dem Spiel – es bleibt spannend!

    Insgesamt war diese Fortsetzung nicht schlecht, sie hatte einige Schwächen, doch es ist nicht so, dass mich Sashas Geschichte nicht mehr interessieren würde. Wie bereits erwähnt kann ich Band 3 kaum abwarten und hoffe, dass mir dieser dann doch etwas mehr zusagen wird. Vor mir gibt es 3 von 5 Sterne.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Im Garten der Sehnsucht (ISBN: 9783957345820)

    Bewertung zu "Im Garten der Sehnsucht" von Dorothea Morgenroth

    Im Garten der Sehnsucht
    Buchbloggerinvor einem Monat
    Eine schöne Geschichte in einem wunderschönen Land ♥

    Seit ich „Scarlett“ von Alexandra Ripley gelesen habe, bin ich
    fasziniert von Irland. Es scheint ein besonderes Land zu sein, besonders
    schön, besonders atmosphärisch und mit besonderen Traditionen. Umso
    gespannter war ich daher auch auf Im Garten der Sehnsucht von Dorothea Morgenroth, denn dieser Roman ist ebenfalls ein Irland-Roman.

     Die 25-jährige Natalie Breuer steht an einem Scheidepunkt ihres
    Lebens: Nach dem Tod der Mutter ruft sie ihr Pflichtbewusstsein zurück
    in den Job als Krankenschwester. Gleichzeitig erhält sie eine Einladung
    ins wunderschöne Irland. Dort lebt Matty, eine Jugendfreundin ihrer
    Mutter. Nach reiflicher Überlegung entscheidet sich Natalie schließlich
    für einen Kurzbesuch auf der Insel. Entgegen ihrer Erwartungen erweist
    sich ihre Gastgeberin als äußerst gesprächige, lebhafte und
    unternehmungslustige Frau, die Natalie kaum Gelegenheit gibt, Trübsal zu
    blasen. Es dauert nicht lange und Natalie kniet an Mattys Seite auf
    regennassem irischen Boden, um den vernachlässigten Garten des alten
    Cottages wieder auf Vordermann zu bringen. Sie genießt es, das
    verwilderte Stückchen Land zu neuem Leben zu erwecken – was nicht
    zuletzt an Mattys Nachbar Conor McGarvey liegt, der ihr mit Rat und Tat
    zur Seite steht …


    Mein erster Roman von Dorothea Morgenroth war „Der den Himmel lenkt“,
    von dem ich nur noch weiß, dass er mir damals sehr gefallen hatte und
    an den ich mich sehr gerne erinnere. Tatsächlich ist sie eine der
    wenigen deutschen Autoren, die ich lese, denn meistens sind es
    Übersetzungen aus dem Englischen, die in meinem Bücherregal stehen.

    Genau das habe ich beim Lesen auch gemerkt, denn die Ausdrucksweise und
    der Schreibstil einer deutschen Autorin unterscheidet sich stark von
    einem übersetzten Buch. Anfangs bin ich zwar noch über einige Sätze
    gestolpert, da ich selbst mich im Alltag nicht so ausdrücken würde, doch
    da gewöhnt man sich beim Lesen dran.


    Die Protagonistin Natalie – kurz Nat – mochte ich. Sie ist eine eher
    ruhige und zurückhaltende junge Frau, die erst mit Leuten, die sie gut
    kennt, langsam auftaut. Vielleicht mochte ich sie auch deswegen so, weil
    dies auch auf mich zutrifft. Ich fand es außerdem sehr schön, wie sich
    um ihre Eltern gekümmert hat und nach dem Tod ihrer Mutter für ihren
    Vater da war, dann das zeugt davon, dass ihr in ihrer Erziehung die
    richtigen Werte vermittelt wurden.


    Doch auch die anderen Charaktere, die man in diesem Roman
    kennenlernt, sind liebenswert. Zum einen ist da Matty, die in Irland
    lebt, sowie ihr Nachbar Conor. Ich mochte es sehr, wie sie alle durch
    eine innige Freundschaft verbunden und füreinander da waren.

    Nat wurde von ihnen gut aufgenommen und hat sich somit schnell in Irland
    einleben können. Übrigens finde ich auch, dass die Beschreibungen der
    Natur in dem Land der Autorin sehr gut gelungen sind. Sie hat viele
    echte Orte mit in die Handlung eingebunden und das hat mir die
    Geschichte noch näher gebracht.


    Im Großen und Ganzen geht es um Neuanfänge – Nat steht vor der
    Entscheidung, ob sie sich wieder ihrem „altem Leben“ als
    Krankenschwester zuwendet oder ob sie etwas Neues beginnt, z. B. ein
    neues Leben in Irland. Es wird hierin sehr deutlich, dass sie stark hin-
    und hergerissen ist und ihr die Entscheidung sehr schwer fällt.

    Vor allem zeigt die Geschichte, dass man sich auch mal auf etwas Neues,
    Unbekanntes einlassen soll – wäre Nat nicht der Einladung der ihr
    unbekannten Frau gefolgt, ohne zu wissen, was sie erwartet, hätte sie
    keine andere Wahl gehabt, als zu ihrem alten Leben zurückzukehren.


    Aber auch der Glaube kommt in ihrem Leben nicht zu kurz. Nat ist eine
    Christin, die darauf vertraut, dass Gott sie führen wird. Zu Beginn
    eines jeden Kapitels wird ein Bibelvers oder ein passendes Sprichwort
    aufgeführt, das eine wichtige Botschaft enthält. So wird der Blick des
    Lesers nicht nur auf das Geschehen selbst, sondern auch auf Gott
    gelenkt.


    Insgesamt fand ich Im Garten der Sehnsucht von
    Dorothea Morgenroth sehr schön. Es ist ein Roman, bei dem man sich
    während des Lesens sehr wohlfühlt, und besonders Irland-Liebhaber oder
    -Träumer, die dieses Land gerne mal besuchen würden, werden an dieser
    Geschichte ihre Freude haben. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)

    Bewertung zu "DUNKEL" von Ragnar Jónasson

    DUNKEL
    Buchbloggerinvor einem Monat
    Spannender Krimi mit starker Ermittlerin im wunderschön rauen Island!

    Dunkel ist der erste Band einer etwas anderen Krimi-Trilogie – der HULDA-Trilogie. Im Fokus steht hier die Protagonistin Hulda, eine Ermittlerin, die kurz vor der Rente steht und einen letzten Fall „zugewiesen“ bekommt. Das Interessante ist, dass dieser erste Teil sich in ihrem „späten“ Leben abspielt, der zweite spielt sich fünfzehn Jahre früher und der dritte Teil noch früher ab.
    So viel kann ich euch aber schon einmal sagen: dieser Krimi ist lesenswert!


    Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …


    Zuallererst ist mir dieser Krimi aufgefallen, als ich die Neuerscheinung im Juni durchgegangen bin. Zugegeben, ich fand ihn ansprechend, habe dann aber beschlossen, mich nicht weiter mit diesem Buch zu befassen. Als ich es dann aber nach und nach auch auf instagram bei mehreren Lesern gesehen habe, bin ich noch einmal auf den Krimi zurückgekommen und habe mich entschlossen, ihn doch zu lesen. Zu Dunkel habe ich bereits verschiedenste Meinungen gehört!


    Ich finde, Hulda ist eine herausragende Protagonistin, in dem Sinne, dass man so eine wie sie kaum in einem anderen Roman findet. Mit ihren 64 Jahren zählt sie zu den Ältesten unter ihren Kollegen, zudem ist sie eine Einzelgängerin, die nur sehr wenige Freunde hat. Dafür ist eine umso mehr überragende Polizistin. Außerdem ist sie eine der wenigen Frauen, jedenfalls in ihrem Alter, die von den männlichen Kollegen vielleicht als nicht so kompetent angesehen wird – trotz ihrer zahlreichen Erfolge. Kurz wurde auch Mobbing erwähnt – Hulda hat also schon so einiges durchstehen müssen, übringens nicht nur auf der Arbeit, sondern auch privat.


    Nichtsdestotrotz mochte ich Hulda. Sie zieht ihr Ding einfach durch, achtet nicht so sehr darauf, was andere über sie sagen oder denken, was aber nicht bedeutet, dass es ihr nicht wehtut. Sie ist nicht eine dieser typischen Ermittlerinnen, die man gefühlt in jedem zweiten Krimi antrifft, sie ist eine Persönlichkeit, die man nicht einfach so vergisst. Und im Gegensatz zu einigen Kollegen nimmt sie ihre Arbeit sehr ernst, überprüft jedes noch so kleine Detail und verfolgt jede nur erdenkliche Spur.
    Ich bin auf jeden Fall schon gespannt darauf, sie als jüngere Frau kennenzulernen und zu sehen, was für ein Mensch sie früher war.


    Der Krimi an sich ist, jedenfalls am Anfang, nicht gerade spektakulär. Die Spannung kommt erst gegen Ende. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass nicht so sehr der Fall, sondern mehr Huldas Leben im Vordergrund steht. Dennoch bekommt der Fall genügend Aufmerksamkeit, denn man erfährt viele Details und eine der drei Erzählperspektiven lässt den Leser nach und nach erfahren, was tatsächlich geschehen ist.


    Die anderen beiden Perspektiven waren zum einen die Gegenwart, zum anderen Huldas erste Jahre, an die sie sich zwar kaum erinnert und die mehr aus der Sicht ihrer Mutter erzählt werden. Anfangs hat mich diese Vergangenheitsperspektive verwirrt, doch mit der Zeit fand ich sie immer sinvoller, denn dank dieser Perspektive konnte man die gegenwärtige Hulda etwas besser verstehen.


    Dann das Ende! So einen krassen Abschluss habe ich überhaupt nicht erwartet! Erst klärt sich alles auf und man hat als Leser schon den richtigen Verdacht und dann passiert… kann ich nicht sagen, aber glaubt mir, das ist wirklich krass! Und so krass und unangenehm es auch ist, passt es doch irgendwie mehr als alles andere! Ich war definitiv mehr als überrascht und musste nach dem Beenden dieses Buches erstmal kurz in mich gehen und das Ende verarbeiten.


    Im Gesamten, finde ich, ist Dunkel ein gelungener Auftakt und ich gehe stark davon aus, dass auch die zwei Folgebände gut sein werden. Auch wenn mich beim Lesen meist so ein Gefühl der Beklommenheit begleitet hat, war es doch ein interessantes Leseerlebnis. Vor allem spielt sich die Handlung im wunderschönen Island ab, was allein schon für das Buch spricht. Ich habe diesen Krimi mit 3,5 – 4 von 5 Sternen bewertet und freue mich schon darauf, mehr über Hulda zu erfahren!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Ein Wagnis aus Liebe (ISBN: 9783765507168)

    Bewertung zu "Ein Wagnis aus Liebe" von Susan Anne Mason

    Ein Wagnis aus Liebe
    Buchbloggerinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Einer der besten und schönsten Romane, die ich zuletzt gelesen habe! ♥
    Wunderschöne Geschichte!

    Ehrlich gesagt habe ich es ein wenig vor mir hergeschoben, diese Rezension zu schreiben, denn ich befürchte, dass ich es nicht schaffe, darin zu beschreiben, wie sehr mir Ein Wagnis aus Liebe von Susan Anne Mason gefallen hat! Dieser Roman gehört definitiv zu den besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe!

    1919: Nie hätte Grace damit gerechnet, was sie in Kanada erwarten würde: Statt ihre verwitwete Schwester Rose in die Arme zu schließen, muss sie nun an ihrem Grab stehen. Unbedingt will Grace den letzten Willen ihrer Schwester erfüllen: sich um deren Baby Christian zu kümmern, als sei es ihr eigener Sohn.
    Doch Christian ist längst in der Obhut von Roses unbarmherzigen Schwiegereltern. Für Grace eine Katastrophe! Wie soll sie nun ihr Versprechen einlösen, für ihren Neffen zu sorgen? Noch ahnt sie nicht, dass sie ein Wagnis eingehen muss, das ihr Herz auf zweifache Weise in Gefahr bringt …

    Wenn man sich diesen Klappentext durchliest, ohne das Buch zu kennen, hat man überhaupt keine Ahnung, was einen erwartet – jedenfalls ging es mir so. Umso mehr hat mich die Geschichte dann aber umgehauen, denn es steckt darin so viel mehr!
    Im Mittelpunkt steht Grace, die sich auf den Weg zu ihrer Schwester macht. Doch statt ihre Schwester anzutreffen und ihr mit ihrem Baby zu helfen kommt alles anders – ganz anders! Um ihren Neffen zu sehen, sieht Grace sich gezwungen, etwas zu tun, was sie wahrscheinlich sonst nie getan hätte, und schon nimmt die Handlung ihren Lauf.

    Dabei kommt sie erstmals mit der Schwiegerfamilie ihrer Schwester in Kontakt, von der sie bisher nur Schlimmes gehört hat. Durch ihre Voreingenimmenheit ist sie der Meinung, dass es ihrem Neffen bei der „anderen Familie“ nicht gut gehen kann. Und dann lernt sie die Geschwister des im Krieg gefallenen Ehemannes ihrer verstorbenen Schwester kennen und stellt fest, dass sie diesen Menschen Unrecht getan hat, indem sie sie alle vorverurteilt hat.
    Durch den nicht ganz ehrlichen Weg, den sie eingeschlagen hat, um ihren Neffen zu sehen, steckt sie in der Zwickmühle, denn die Schwiegerfamilie hält sie nicht für die, die sie in Wirklichkeit ist.

    Ich muss gestehen, als Leserin war ich auf Grace‘ Seite, denn ich konnte ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Die Autorin hat ihre Situation wirklich gut beschrieben und es war klar, dass es früher oder später zu dem Knall (die Lüftung von Grace‘ Geheimnis) kommen würde. Es war auf jeden Fall spannend zu lesen, wie die Handlung sich entwickelte, denn der „erste Knall“ kam schon relativ früh.

    Ein weiterer wichtiger Charakter ist Andrew, der Schwager von Grace‘ Schwester. Er ist ein pflichtbewusster Sohn, der alles dafür tut, die Familie zusammen zu halten, auch wenn dies bedeutet, etwas zu tun, das ihn selbst nicht unbedingt glücklich macht. Bis zu dem Moment, in dem er erfahren hat, wer Grace wirklich ist, war er immer gerecht und zuvorkommend zu ihr – doch danach fiel ihm dies deutlich schwerer. Auch wenn ich ebenso seine Seite gut verstehen konnte, tat Grace mir doch sehr leid – vor allem deswegen, weil sie und Andrew sich mittlerweile so nahe gekommen waren.
    Ich garantiere euch, dies lässt mit Sicherheit kein Leserherz kalt!

    Ich muss auch sagen, dass dieser Roman mir aus „christlicher Sicht“ gefallen hat. Grace hatte, gleich nach ihrer Ankunft in Kanada, keinen einfachen Weg, doch sie hat ihr Gottvertrauen nicht verloren, sondern hat sich weiterhin darauf verlassen, dass er sie führen wird. Das war es, was ihr die nötige Kraft und Geduld verlieh, weiterzumachen.

    Ich weiß nicht, wie deutlich das in meiner Rezension geworden ist, doch ich möchte noch einmal betonen, dass dieser Roman so sehr lesenswert ist! Er ist schön geschrieben, beinhaltet eine wunderschöne Geschichte und ist keine einzige Seite lang langweilig! Ich war wirklich traurig, als ich das Buch beendet habe, denn ich hätte gerne noch weiter gelesen.
    Auf jeden Fall eine große Leseempfehlung, bewertet mit 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Crazy in Love (ISBN: 9783864931284)

    Bewertung zu "Crazy in Love" von Emma Winter

    Crazy in Love
    Buchbloggerinvor 2 Monaten
    Süße Liebesgeschichte - perfekt für Gilmore-Girls-Fans!

    Die Geschichte und das Cover haben eine gemeinsame Eigenschaft: zuckersüß! In Crazy in Love wird die Geschichte von Natasha, kurz Sasha, erzählt, die an Gilmore Girls erinnert, aber nicht wie eine schlechte Fanstory wirkt, und die einfach nur schön erzählt wird. Aber überzeugt euch selbst!

    Sashas sehnlichster Wunsch ist es, an der renommierten Yale University zu studieren. Dafür wagt sie sogar den Neuanfang an einer privaten High School in Boston, drei Zeitzonen und 3000 Meilen von ihrer besten Freundin Lucy und ihrer Mutter Bow entfernt. Ihre neuen Mitschüler sind das genaue Gegenteil von dem, was sie eigentlich toll findet: reich, elitär, arrogant. Aber wenn sie es hier schafft, dann ist ihr Traum von Yale zum Greifen nah. Um nicht völlig unterzugehen, sucht sie sich einen Job in einem Café, denn neben Listen für jede Lebenslage schreiben und Cupcakes nach Stimmungslage zu backen, ist Kaffee ihre große Leidenschaft. Dass ausgerechnet der angesagteste Typ der Weston High eines Tages hier auftaucht, passt ihr gar nicht. Denn eines will sie auf keinen Fall: sich verlieben …

    Ich muss zugeben, das erste, was meine Aufmerksamkeit auf den Roman lenkte, war, dass ich mitbekommen habe, dass die Gilmore Girls darin erwähnt werden. Und tatsächlich werden sie nicht nur erwähnt, sondern man kann auch mal mehr, mal weniger dezente Parallelen ziehen. Das Buch hat sich jedoch, wie bereits erwähnt, nicht wie ein Abklatsch der Serie lesen lassen, sondern wie eine ganz eigene Geschichte. Finde ich richtig gut!
    Wie Rory ist auch Sasha die letzten Jahre nur mit ihrer Mutter aufgewachsen, hat eine große Liebe für Kaffee und Süßes und will unbedingt in Yale studieren. Dass sie eine „Streberin“ ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen 😉

    Dadurch, dass es für mich das erste Buch war, das so viele GG-Parallelen aufweist, habe ich das Lesen genossen. Doch nicht nur deswegen.
    Sasha hat einfach viele Eigenschaften, die sie zu einer sympathischen Protagonistin machen: sie lässt sich nicht verbiegen und tut alles dafür, um nach Yale zu kommen, und von Äußerlichkeiten, wie dem Reichtum der Menschen um sie herum, lässt sie sich nicht blenden, auch wenn sie viel Neues und Faszinierendes kennenlernt.

    Der männliche Protagonist Ben ist ein Traumboy, wie er im Buche steht. In dieser Hinsicht war es ganz stereotypisch – der reiche und beliebteste Junge der Schule „verliebt“ sich in das neue Mädchen, das so ganz anders ist, als alle anderen Mädchen. Aber etwas anderes hätte hier auch nicht reingepasst.
    Wie sich die Beziehung zwischen ihnen anbahnt – erst aus ganz anderen als Liebesgründen – ist einerseits sehr amüsant mitzuverfolgen, andererseits ist es aber einfach z

    Und dann ist da natürlich der Cliffhanger, mit dem der erste Band endet. Als Leser hat man die eine oder andere Idee, wie es weitergehen könnte, und der Klappentext des zweiten Bandes verrät, dass es für Sasha – aber auch für Ben – nicht einfach weitergehen wird.

    Um noch auf den Schreibstil zu sprechen zu kommen –  der ist sehr umgangssprachlich und jugendlich gehalten, sehr passend zur Story. Der Schreibstil ist aber auch der Grund dafür, dass sich das Buch so leicht und schnell lesen lässt und dass man sofort vertieft in der Handlung ist. Die perfekte Lektüre für ein paar unterhaltsame Stunden!

    Insgesamt hat mir Crazy in Love, wie ihr sicher unschwer erkennen könnt, wirklich gut gefallen. Für mich war es als Gilmore-Girls-Liebhaberin die perfekte Lektüre und ich bin schon sehr auf die zwei Fortsetzungen gespannt! Vom Gefühl her würde ich sagen, dass dies eher eine Herbstgeschichte ist, doch sie lässt sich auf jeden Fall zu jeder Zeit lesen!
    Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Die Sünden aus der Vergangenheit (ISBN: 9783963620423)

    Bewertung zu "Die Sünden aus der Vergangenheit" von Dani Pettrey

    Die Sünden aus der Vergangenheit
    Buchbloggerinvor 2 Monaten
    Gelungener Krimi mit spannendem Fall!

    Mein erstes Buch im Juni war Die Sünden aus der Vergangenheit von Dani Pettrey, der erste Band der Reihe „Das Baltimore-Team“. In meinem Post mit den Neuerscheinungen diesen Monats habe ich bereits den vierten und finalen Teil erwähnt, daher war es höchste Zeit, dass ich mit dieser Reihe beginne. Und ich bereue es nicht!

    Mit seiner Vergangenheit hat Griffin McCray eigentlich abgeschlossen: Nach einem missglückten Einsatz kündigte er seinen Job als Scharfschütze einer Polizeieinheit und arbeitet seitdem als Park Ranger auf den historischen Schlachtfeldern von Gettysburg. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, als er auf einer seiner Patrouillen eine Leiche entdeckt und die attraktive Dr. Finley Scott die Ermittlungen aufnimmt.
    Für die forensische Anthropologin steht schnell fest, dass der Tote erst kürzlich ermordet wurde, allem Anschein nach von einem professionellen Scharfschützen. Als sich ausgerechnet Declan Gray, FBI, und Parker Mitchell, Gerichtsmediziner, in die Ermittlungen einschalten, gerät Griffin vom Regen in die Traufe. Plötzlich steckt er mittendrin in dem Fall und ihm bleibt keine andere Wahl, als sich seiner Vergangenheit zu stellen …

    Ich muss sagen, den Fall in diesem Krimi fand ich wirklich spannend. Gleich zu Beginn wird eine Leiche gefunden, kurz danach wird diese jedoch im Labor geklaut. Das wirft sofort einige Fragen auf. Zwischendurch liest man einige Sätze aus der Sicht der Täter (es sind mehrere Personen beteiligt), doch man weiß bis kurz vor Schluss nicht, wer es tatsächlich ist.

    Weniger „Glück“ hatte ich mit den Charakteren. Irgendwie fiel es mir nicht leicht, mit ihnen warm zu werden. Aber ich denke, für so einen Krimi ist es nicht das Wichtigste, als Leser eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen, denn im Vordergrund steht (auch) der Fall und dieser war tatsächlich spannender, als ich erwartet hatte.

    Ein großes Thema waren aber auch die Vergangenheiten der Protagonisten Griffin und Finley. Beide haben bereits in ihrem Leben Schreckliches durchstehen müssen und nun konnten beide einander helfen, damit zusammenhängende Gefühle und Ängste zu überwinden. Denn auch wenn man Schlimmes erlebt, darf man sich davon nicht unterkriegen lassen, sondern man muss die richtigen Schlüsse daraus ziehen und weitermachen, wenn man nicht möchte, dass das Erlebte einen kaputt macht. Das hat Dani Pettrey, wie ich finde, sehr gut und deutlich in diesem Krimi hervorgehoben.

    Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie es gehen sollte, dass dieser Krimi noch nicht mal 300 Seiten umfasst, denn ich hätte gedacht, dass der Fall somit nicht genügend Kapazitäten hätte, sich zu entfalten und zu entwickeln. Tatsächlich ist dies hier nicht so, denn die Autorin hat es geschafft, die Spannung steigen zu lassen. Eventuell hätte sie noch näher auf den Fall eingehen können, aber eigentlich finde ich es ganz gut so, wie sie es letztendlich gemacht hat.

    Die Sünden aus der Vergangenheit ist also ein durchaus gelungener Krimi mit einem mitreißenden Fall, der den Leser Nervenkitzel verspüren lässt.
    Ich weiß nicht, ob dies auch für erfahrene Krimileser gilt, probiert es also einfach aus und lest dieses Buch… 🙂
    Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Das Schwert der Wahrheit (ISBN: 9783775159296)

    Bewertung zu "Das Schwert der Wahrheit" von Gilbert Morris

    Das Schwert der Wahrheit
    Buchbloggerinvor 2 Monaten
    Sehr gelungener, spannender Roman

    Ich möchte euch heute einen historischen Roman vorstellen, der sehr empfehlenswert ist! Mir war nicht klar, dass mich Das Schwert der Wahrheit von Gilbert Morris so sehr umhauen würde, denn ich muss zugeben, es hat etwas gedauert, bis die Geschichte mich für sich eingenommen hat. Die zweite Hälfte hatte es dann aber wirklich in sich.

    Autor: Gilbert Morris, Verlag: SCM Hänssler, Seitenzahl: 458, Ausgabe: gebunden, erschienen am: 16.05.2019, Neupreis: 19,99 €, Originaltitel: The Sword of Truth

    Der erste Band der Wakefield-Saga! England im 16. Jahrhundert. Durch tragische Umstände lernt Myles, unehelicher Sohn einer Magd, seinen adeligen Vater kennen: Sir Robert Wakefield. Plötzlich findet Myles sich im schillernden Hofleben voller verwirrender Liebesaffären und Machtkämpfe wieder. Als er in die Auseinandersetzungen um William Tyndale gerät, der die Bibel ins Englische übersetzt, muss er sich entscheiden zwischen der Frau, die er liebt, und dem Glauben, dem er seinen Lebenssinn verdankt.

    Wie bereits erwähnt, verlief die erste Hälfte des Romans eher unspektakulär. Es war nicht langweilig, aber die Erzählweise war ruhig und im Vergleich zum späteren Verlauf der Handlung war es einfach noch nicht so „spannend“. Nach und nach lernt man all die Charaktere kennen, und auch wenn es viele waren, hat der Autor es geschafft, diese so in die Handlung einzubinden, dass es mir nicht schwer fiel, die Personen zuzuordnen und mir zu merken, wer wer war.
    Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in dem einem die Historie (hier: die Geschichte Englands) nebenbei, aber doch interessant und prägnant nahegebracht wird wie in Das Schwert der Wahrheit. Mir sind viel mehr Einzelheiten über die Zeit des Heinrich VIII. in Erinnerung geblieben, als früher im Geschichtsunterricht zu Schulzeiten. Nachdem ich den Roman beendet hatte, habe ich mir den Wikipediaeintrag zu Heinricht VIII. durchgelesen und musste feststellen, dass der Roman sehr nah an der Wahrheit steht (außer was die fiktiven Personen angeht :)).
    Wer also auf „spielerische“ Weise etwas Geschichte lernen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Doch nicht nur, dass man vieles daraus lernen konnte, hat mir gefallen. Der Autor hat kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum ging, unschöne, teils schreckliche Szenen zu beschreiben. Es werden Folterungen, Stierkämpfe (aber auch Kämpfe unter anderen Tieren) beschrieben usw., Szenen, die wirklich unter die Haut gehen. Und wenn dann noch reale Schauplätze erwähnt werden, z. B. der Tower of London, fühlt man sich beim Lesen schon ganz anders – oder?

    Das, was ich besonders spannend fand, war, dass in diesem Roman eine sehr berühmte Persönlichkeit auftaucht: William Tyndale. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Bibel zu übersetzen, und er war der erste, der für die mehrere Länder umfassende Verbreitung der Bibel gesorgt hat. In diesem Roman war Myles, der Protagonist, Teil dieser geheimen und sehr gefährlichen Aktion. Einige Jahre hatte er mit Tyndale zusammengearbeitet und die Bibeln aus Deutschland nach England geschmuggelt. Wenn man bedenkt, dass jeder heutzutage (jedenfalls bei uns in Europa) so viele Bibeln haben kann, wie er nur möchte, ist es wirklich krass, was früher alles dafür getan wurde, dass man eine Bibel zumindest einmal in der Hand halten konnte.

    Ihr seht also, dieser Roman ist spannend und informativ. Ich wünsche mir, dass jeder dieses Buch lesen würde, denn darin erfährt man nicht einfach nur viel über die Geschichte Englands, sondern auch einen Teil der christlichen Geschichte. Und Morris hat es geschafft, dies auf eine so spannende Art zu erzählen, dass man das Buch irgendwann nicht mehr weglegen möchte. Eigentlich ist es ein 5-Sterne-Buch, doch ich vergebe 4 von 5 Sterne, denn ich gehe davon aus, dass die folgenden Bände mindestens genau so gut sind (hoffentlich)!
    Also: eine mega Leseempfehlung!!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches In den Straßen von San Diego (ISBN: 9783868274561)

    Bewertung zu "In den Straßen von San Diego" von Raquel Byrnes

    In den Straßen von San Diego
    Buchbloggerinvor 3 Monaten
    Ein gelungener christlicher Krimi - sehr spannend!

    Der Mai war bei mir bisher sehr „krimilastig“ im Vergleich zu den Vormonaten. Meine ersten zwei gelesenen Bücher waren aus diesem Genre, darunter das Buch In den Straßen von San Diego von Raquel Byrnes. Ich hatte keine hohen Erwartungen an den Krimi, umso freue ich mich nun, dass er mir sehr gefallen hat!

    Als ihr Exfreund Tom ihr im Getto von San Diego nachts buchstäblich vor die Füße fällt, ahnt die junge Ärztin Ruby McKinney noch nicht, dass der Drogenfahnder wieder ihr Leben durcheinanderwirbeln wird. Nicht nur ihre gemeinsame Vergangenheit holt sie ein – auch die Gegenwart wird lebensgefährlich, als Tom in ein Wespennest aus Verrat, Mord und Betrug sticht.
    Als Teenager hat Rubys tiefer Glaube ihr geholfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Nun steht sie vor dem Nichts: ihre berufliche Existenz, ihre Liebe zu Tom, ihr Glaube an Jesus sind zerbrochen. Kann Tom sie davon überzeugen, dass es zweite Chancen gibt?

    Es hat tatsächlich gedauert, bis ich dieses Buch gelesen habe. Ich hatte es mir vor längerer Zeit gebraucht gekauft und seitdem stand es ungelesen in meinem Bücherregal. Und vor drei Wochen habe ich spontan entschieden, dieses Buch endlich zu lesen – worüber ich sehr froh bin!

    In dieser Story trifft man auf eine für einen Krimi untypische Protagonistin – namens Ruby – die angehende Ärztin ist und ihrer Arbeit viel Zeit und Kraft opfert. Sie lebt in einem Ort, in dem es viele Menschen gibt, die es sich nicht leisten können, zum Arzt zu gehen, oder einfach große Angst davor haben. Genau diese Menschen liegen ihr besonders am Herzen, weshalb sie auch dafür kämpft, das medizinische Zentrum, das sie führen darf, am Leben zu erhalten – denn es gibt so manche Widerstände.

    Man lernt aber noch einen weiteren Protagonisten kennen: Tom. Ruby und Tom haben eine gemeinsame Vergangenheit, doch mittlerweile haben sie schon viele Jahre keinen Kontakt mehr gehabt. Ruby ist nun hin- und hergerissen, weil sie nicht weiß, ob sie ihm (wieder) vertrauen sollte oder nicht.


    Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart und in der Vergangenheit, die Zeit, in der Ruby und Tom sich kennengelernt und die sie gemeinsam durchgestanden haben – denn, so viel sei gesagt, diese Zeit war sehr schwer. Beide hatten keine Eltern mehr, die sich um sorgen könnten, und wurden beinahe wie Kriminelle behandelt.
    Jedenfalls ahnt man nicht, was damals passierte. Aus einem unerfindlichen Grund ließ Tom Ruby allein und allein schon, dass man weiß, dass etwas Schreckliches vorgefallen sein muss, bleibt es spannend – nein, wird es immer spannender!
    Dazu kommt der Fall in der Gegenwart, sodass man der Auflösung am Ende geradezu entgegenfiebert!

    Und das Ende hält nochmal einige Überraschungen bereit, insbesondere, da jemand an der ganzen Sache beteiligt ist, von dem man (ich jedenfalls), nie gedacht hätte, dass er irgendetwas damit zu tun haben könnte. Der Moment, in dem man erfährt, dass diese Person die ganze Zeit dahintersteckte, ist wie ein Schlag ins Gesicht.

    Ihr seht, das Buch hat es in sich. Nach und nach erfährt man immer mehr über die Charaktere (es gibt so einige liebenswerte in der Geschichte!), der Fall ist überraschend und spannend und – was ich besonders gut fand, war – der Glaube kommt nicht zu kurz. Wo in ihren ganz jungen Jahren Ruby diejenige war, die Tom Gott näher gebracht hat, ist es in der Gegenwart Tom, der Ruby zurück zu Gott zu kommen hilft.

    Ich finde, Raquel Byrnes hat einen gut gelungenen christlichen Krimi geschrieben, den ich jedem Krimileser empfehlen kann. Auch wenn es mir hin und wieder etwas zu viel des Guten war (zu viel Liebe, zu wenig Fall), habe ich die Handlung gerne mitverfolgt und, was meiner Meinung nach mit zu den wichtigsten Punkten gehört, der spannende Aufbau sowie der Schreibstil haben mir sehr gefallen.
    Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Über mich

    Lieblingsgenres

    Liebesromane, Historische Romane, Jugendbücher, Krimis und Thriller, Romane

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks