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    Cover des Buches Dismatched: View und Brachvogel: Eine phantastische Dystopie (ISBN: B07RHPY33M)

    Bewertung zu "Dismatched: View und Brachvogel: Eine phantastische Dystopie" von Bernd Boden

    Dismatched: View und Brachvogel: Eine phantastische Dystopie
    Buchfeelingvor 4 Tagen
    anspruchsvoll, emotional und fesselnd

    Eine interessante Welt erschließt sich dem Leser in der Urb. Die Menschen werden digital überwacht, das Leben aufgezeichnet, ausgewertet und analysiert. Das Ziel ist eine “Mittelung”. Man soll möglichst im Mittelmaß bei Allem sein. Durchschnittlich viele und gute Freunde, durchschnittlich viel Einkaufen, durchschnittlich gut arbeiten, sich durchschnittlich gut fühlen, immer im Mittel. Nur dann ist ein harmonisches Zusammenleben möglich.

    Während man mit der Protagonistin View durch ihr Leben schwebt, kommt einem dieses Umfeld eigentlich ganz erstrebenswert vor. Der Mensch ist sicher vor Fehlentscheidungen, hat weniger Gefühlsschwankungen, da diese sofort vom System ausgewertet werden können und Möglichkeiten zu Gegenmaßnahmen gezeigt werden. Es gibt weniger Konflikte, da diese mittels eines Mediators sofort geklärt werden können und durch spezielle Software eine Analyse des Konfliktgrundes schnell gefunden wird. So entstehen keine spekulativen Feindschaften. Klingt erst einmal recht gut, wenn man der Überwachung seines Lebens an sich aufgeschlossen gegenüber steht…

    In der Klave hingegen herrscht das Matriarchat, die sogenannten “Mannlinge” werden gemeinschaftlich erzogen und arbeiten für die Frauen. Das Leben spielt in und mit der Natur, sehr ursprünglich und ohne moderne Mittel. Die Mondin ist die Göttin der Klave und so richtet sich das gesamte Leben um den Stand der Mondin aus.

    Brachvogel ist ein junger Mann, der seinen ganz eigenen Kopf hat. Er fügt sich nicht wie erwartet in die Gemeinschaft und ist der heimlichen Meinung, dass man mit Fortschritt viel mehr erreichen könnte.

    Die Geschichte ist vom Aufbau her eher schwierig zu lesen. In der Urb ist die Handlung gespickt mit vielen komplizierten, englischen Begriffen. Viele fiktive Begriffe aus Informatik und Bio-Informatik. Dazu ausschweifende Sätze und neue Zeitrechnungen und fiktive Bezeichnungen für fast jedes Detail des Lebens.

    Dem Gegenüber steht die Klave, eine Lebensweise wie im Mittelalter mit teils extrem ver”weiblichten” Begriffen. So ist der Lesefluss nur mit Konzentration zu erreichen. Dieses massive Werk liest man nicht mal eben zwischendurch.

    Wenn man sich aber auf dieses anspruchsvolles Werk einlässt, bekommt man ein wirklich spannendes, fesselndes und mitreißendes Lesevergnügen! Wie die beiden Welten sich doch ähneln, die Probleme sich gleichen. Als beide Welten aufeinander prallen, wird die Story nicht kitschig, sondern sehr emotional und als Leser taucht man hier noch tiefer in die Psyche der Protagonisten ein. Weil ich gerade dabei bin: die Protagonisten sind allesamt sehr spannend, vielschichtig und gut ausgearbeitet. Man kann die Reaktionen gut nachvollziehen, leidet mit den Charakteren und hofft mit ihnen.

    Der Verlauf der Handlung ist immer glaubwürdig und wird nicht langweilig. Selbst nach 500 Seiten war ich immer noch voll dabei, mehr denn je, und habe mit den Protagonisten mit gefiebert und war gierig zu wissen, wie es weiter geht, wohin die Zukunft führen kann.

    Dass beide Welten ihre Vor- und Nachteile haben, steht außen vor. Doch wie es bei den Menschen häufig der Fall ist, gibt es immer wieder Einzelne, die die Macht über andere ausnutzen und somit eine gute Idee in ein zerstörerisches System verwandeln.

    Eine Geschichte voller Dramatik, Wandel und Hoffnung, voller Ängste und mutiger Menschen, die trotz aller Hindernisse an ein harmonisches Miteinander glauben.

    Bis zur letzten Seite bleibt die Story spannend, abwechslungsreich und überraschend. Und selbst wenn man sich das Ende irgendwann ausmalen kann, hat der Autor es ein ums andere Mal geschafft, den Leser mit tiefen Emotionen, ehrlichen Gefühlen und glaubhaften Erlebnissen tief im Innern zu erreichen. Kein Kitsch, kein “am Ende wird alles Gut”.. eher ein “es könnte alles so gut sein..”

    Da ich wirklich lange gekämpft habe mit den vielen englischen Begriffen und der Lesefluß erst spät rund lief, ziehe ich einen Punkt ab. Aber die Story an sich ist wirklich mega gut!

    Wer Mut zu einem sehr anspruchsvollen, ausschweifenden und emotionalen Werk hat, sollte sich dieses Buch unbedingt ansehen.


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    Cover des Buches VANITAS - Rot wie Feuer (ISBN: 9783426226889)

    Bewertung zu "VANITAS - Rot wie Feuer" von Ursula Poznanski

    VANITAS - Rot wie Feuer
    Buchfeelingvor einem Monat
    rasant, brutal und aufregend... toller Abschluss

    Carolin hat das Versteckspiel und die Angst vor der Entdeckung endgültig satt. Sie will “es” selbst zu Ende bringen und wagt sich in die Höhle des Löwen. Sie kehrt zurück nach Frankfurt… dorthin, wo der Karpin-Clan regiert. Der Clan, der sie tot sehen will!

    Und so beginnt ein aufregendes, nervenaufreibendes und brutales Katz-und-Maus-Spiel! Carolin setzt alles daran, die Karpins zu vernichten, gerät dabei immer wieder selbst in Gefahr, gerät an ihre Grenzen, körperlich wie seelisch. Und genau das macht das Buch so spannend und besonders.

    Die Brutalität der Drogen- und Menschenhändler-Clans ist abartig und trotzdem glaubhaft geschildert. Carolins Wut, Rachewunsch und Angst sind spürbar und real. Beim Lesen konnte ich ihr Leid und ihre Angst vor ihren Verfolgern förmlich selbst spüren.

    Ihre Rache hat sie gut geplant, doch leider geht im Leben selten etwas so, wie geplant. Und so muß Caro ein ums andere Mal herbe Rückschläge einstecken, Schmerzen erleiden und immer wieder um ihr Leben fürchten. Oft genug ist sie kurz davor, doch noch aufzugeben. Aber der Gedanke an das, was sie einst erleben mußte hält sie aufrecht. Sie kämpft, sie leidet, sie hofft und… sie gewinnt… wenn auch ganz anders, als erwartet.

    Hervorragend spannende Wendungen, extrem riskante Manöver und brutale Ereignisse machen das Buch zu einem rasanten Thriller der Extraklasse! Ich liebe diese Reihe und finde diesen Abschluß mehr als gelungen!


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    Cover des Buches Nach dem Verstand einfach geradeaus (ISBN: 9783492504188)

    Bewertung zu "Nach dem Verstand einfach geradeaus" von Anna Buchwinkel

    Nach dem Verstand einfach geradeaus
    Buchfeelingvor 2 Monaten
    skuril, witzig und sehr sympatisch

    Eine skurile Geschichte.

    Quentin ist ein eher langweiliger, strukturierter Mensch. Er trägt grau, um sich nicht auf eine Farbe festlegen zu müssen, murrt nicht, wenn er auf der Arbeit bei Beförderungen übergangen wird, hält seinen Garten aufgeräumt und akkurat. Er lässt sich von seiner jüngeren Schwester bevormunden und ist in den Augen der meisten Menschen einfach nur ein Spießer oder sogar Loser. Doch plötzlich ist alles anders. Sein Verstand merkt, dass sich da nichts mehr tut, in Quentins Leben, er nichts mehr erreichen kann, alles ein langweiliger Kreislauf ist… und dass ihm das nicht reicht. Daher macht sich sein Verstand einfach auf und davon.

    Doch was ist ein Mensch ohne seinen gesunden Menschenverstand? Nun, das merkt Quentin sehr schnell… obwohl, merken tut er es nicht. Denn ohne Verstand merkt man auch nicht, wenn man ohne Verstand handelt.

    Und so stolpert der unbeholfene Quentin bald von einem Fettnäpfchen ins nächste und gerät sogar ins Visier der Polizei. Sein Job ist in Gefahr und seine Familie denkt, er hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank… und Quentin? Er versteht die ganze Aufregung nicht.

    Am Anfang mancher Kapitel denkt man als Leser, ach nö, Frau Autorin. Jetzt geht mit ihnen aber die Fantasie durch. So blöd kann doch Quentin nicht sein!! Und schon 2 Seiten weiter dreht sich die Handlung um 180 Grad, vollkommen unerwartet, unvorhersehbar und herzerweichend. Quentin lernt Menschen kennen, die er mit einem gesunden Menschenverstand nie kennengelernt hätte, er lernt Dinge, die er nie in Erwägung gezogen hätte.. er bereist Länder, in die sein Verstand ihn niemals gelassen hätte.. und als Leser kommt man aus dem Grinsen und Staunen nicht mehr heraus.

    Aber natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein. Denn Quentins Umfeld nimmt seine Veränderung nicht so einfach hin. Er gerät immer mehr ins Visier der “normalen Menschen”, sein Job, seine Mündigkeit.. alles steht auf dem Prüfstand. Doch Quentin hat Hilfe. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach seinem Verstand.

    Die Handlung mag skurril und abgedreht klingen und das ist sie ja auch, aber sie hat auch einen sehr tiefen Sinn. Es zeigt, dass das Leben nun mal nicht immer vorhersehbar ist, dass der Verstand zwar tausende Berechnungen zu einem sicheren Lebensweg machen kann und man mit Verstand alles vermeiden kann, was “gefährlich” werden könnte… und am Ende ist man nur ein sehr einsamer, trauriger Mensch ohne Lebenserfahrung. Das Leben birgt nun einmal gefahren.

    Wie man bei Quentin sieht, ist es manchmal gar nicht so schlecht, mal nicht alles tausendmal zu bewerten und analysieren, sondern den Verstand einfach mal ein wenig ruhig zu stellen und zu Leben!

    Ich fand es einfach nur bezaubernd, als Quentin so ohne Verstand um die Welt reist… seinen Horizont erweitert, ohne es selbst zu merken und dadurch vielen anderen Menschen unbewußt zu helfen…

    Eine wirklich tolle Geschichte mit einem sehr sympathischen Protagonisten und einer spannenden, witzigen Story, die immer wieder zum Nachdenken anregt!

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    Cover des Buches Die Meisterin: Alte Feinde (ISBN: 9783426227152)

    Bewertung zu "Die Meisterin: Alte Feinde" von Markus Heitz

    Die Meisterin: Alte Feinde
    Buchfeelingvor 2 Monaten
    spannendes und gelungenes Ende der Reihe

    Oh, Oh, ein mächtiges Wesen beunruhigt die Anderwelt. Es bedroht nicht nur Dara, die Werwölfin im Dienste der Meisterin Geneve, sondern alle Schattenweltler.

    Alessandro erleidet ganz eigene Rückschläge in Rom und kann dieses Mal nicht an der Seite seiner Geliebten Geneve kämpfen. Und das, wo sich doch beide noch nicht einmal richtig ausgesprochen haben. Doch seine Mission duldet keinen Aufschub. Aber auch Geneve darf nicht zögern. Sie wird dringend in Leipzig gebraucht. Denn Dara muß gerettet werden. Und der übermächtige Feind eingeordnet werden. Was ist es? Wie kann man es töten? Diese Frage stellen sich viele Verbündete, doch als das Rätsel ans Licht kommt, wird es nicht einfacher… dieser Feind scheint mit keinem der bekannten Mittel vernichtet werden zu können. Nicht einmal aufhalten kann man ihn….

    Unerwartet erhält Geneve Hilfe von ganz “speziellen” Schattenwesen. Eine geheime Gemeinschaft, alle mit unglaublichen Fähigkeiten, stellt sich der Meisterin zur Seite. Hier kommen nun auch Sia und Korff ins Spiel (Fans des Autors kennen diese Personen aus früheren Werken. Diese nicht zu kennen ist allerdings nicht schlimm, ihre Fähigkeiten werden erklärt…)

    Und so beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn unterwerfen sich die Schattenweltler freiwillig der dämonischen Kreatur, gibt es für sie keine Rettung mehr.

    Die kleinen Rückblicke in die Vergangenheit sind wieder spannend und wohldosiert. Der Leser taucht ein in eine Zeit, in der Frauen allein wegen fehlenden Regens als Hexen verbrannt wurden, denn ein Sündenbock mußte immer her.

    Der Showdown ist gigantisch, phänomenal und blutig.

    Kleine Querverweise zu Sia und in die Vergangenheit von Geneve sind böse-fesselnd gestreut und ich erwartete mit Spannung den einen, entscheidenden Hinweis..

    Was für ein herrlicher und gemeiner Abschluß der Reihe! Hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, ich bin tief abgetaucht in die Schattenwelt und die Vergangenheit. Wirklich ein gelungenes Ende!


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    Cover des Buches Rachekult (ISBN: 9783734109287)

    Bewertung zu "Rachekult" von Frederic Hecker

    Rachekult
    Buchfeelingvor 2 Monaten
    spannend, rasant, fesselnd und grausam

    Ein Täter, der sich die brutalsten und ausgefallensten Tötungsarten einfallen lässt, ist für jeden Ermittler eine Herausforderung. Doch wenn es der Täter dann auch noch offensichtlich auf Mitarbeiter der Justiz abgesehen hat, dann wird es persönlich. So im neuen Fall für Kommissar Fuchs.

    Es beginnt eine nervenzerreißende Jagd nach einem kaltblütigen Killer, bei dem die Möglichkeit besteht, dass Fuchs ihn sogar persönlich kennt. Der Verdacht fällt schnell auf eine bestimmte Person. Kann das sein? Doch warum diese Rachejagd? Das Motiv scheint für diese Art der Tötungen doch zu einfach… oder nicht?

    Die kleinen privaten Probleme und Macken der Protagonisten sind gut dosiert eingestreut und lockern die Story auf. Außerdem machen sie die Personen für den Leser interessanter und spannender.

    Der Täter selbst tritt zwar in einigen Ich-bezogenen Kapiteln selbst auf, bleibt aber in seiner Identität verborgen, was ich sehr spannend fand.

    Natürlich, wie fast immer, sind zum Ende hin die Hauptprotagonisten selbst das Ziel des Killers und wie nicht anders zu erwarten gibt es einen selbstmörderischen Alleingang des Ermittlers.. Doch trotz dieses Klischee-Showdowns am Ende bleibt es bis zum Schluss spannend und der Täter und Motiv im Dunkeln.

    Lediglich die aufklärenden Kapitel am Ende waren nicht ganz so mein Fall. Hier wird in einer lockeren Runde der Tathergang, das Motiv und die Umstände erklärt. Da fehlten mir dann irgendwie die Emotionen und ich fand keinen Bezug mehr zur Story, es fühlte sich an wie ein Artikel in einer Zeitung. Zu sehr Bericht, zu wenig zur Geschichte gehörend.

    Doch der wahre Showdown!… der war dann wieder perfekt inszeniert… wenn auch für mich total vorhersehbar…

    Der Thriller ist spannend, rasant, fesselnd und grausam zugleich.


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    Cover des Buches GRIMM - Suicide Love (Band 1) (ISBN: 9783947738465)

    Bewertung zu "GRIMM - Suicide Love (Band 1)" von Mika D. Mon

    GRIMM - Suicide Love (Band 1)
    Buchfeelingvor 3 Monaten
    grausam, fesselnd, rasant und voller Hoffnung

    Die Story beginnt mit der jungen Frau Lucia. Sie ist in einer Zwangsehe in Kolumbien gefangen, wird von ihrem Ehemann zwar scheinbar geliebt, aber auch vergewaltigt und mißhandelt. Nach und nach erfährt der Leser, dass Lucia ihre Eltern, die Mafia-Bosse ihres Clans, bei einem Massaker verloren hat und nun Rache geschworen hat. Denn sie hat den Mörder gesehen. Sie nimmt ihr Schicksal hin, um eines Tages ihre ganz persönliche Rache zu bekommen.

    Grimm, der Mann, den Lucia jagt, ist ein Auftragskiller. Doch nicht irgendeiner. Er ist schnell, effizient und gefühllos. Er macht sich keine Gedanken über das Warum, wenn er den Auftrag bekommt, zu töten.

    Endlich ist es soweit, Lucia darf ihre Rache nehmen und endlich den lange gehassten Feind töten. Dabei merkt sie, dass es gar nicht so einfach ist, einen gefühllosen Killer zu ermorden. Doch der Plan gelingt…

    Und so nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die unheimlich fesselnd, düster und lebendig ist, auch wenn die Protagonisten sich mehr Tod als lebendig fühlen.

    Die Person Grimm kam mir vertraut vor, bis ich mich erinnerte, dass er ja im Buch “Following you” auch eine Rolle spielte! Gut, dass er eine ganz eigene Geschichte bekam! Ich mag Grimm sehr gern! Er ist nicht der typische Bad Boy, wie man ihn aus anderen Geschichten kennt. Grimm ist einzigartig, seine inneren und äußeren Wunden machen ihn zu einem spannenden Charakter. Ich finde ihn wirklich toll dargestellt.

    Die Story gefällt mir richtig gut, auch wenn ich den Schluss nicht mag. Aber hey, ein Cliffhanger mußte wohl sein… allerdings bin ich mir daher nicht ganz sicher, ob ich den 2. Teil der Geschichte lesen werde… mal schauen. Ich habe bedenken vor zu viel Gewalt, Leid und Brutalität.

    Auf jeden Fall ist der erste Teil von Grimm brutal, spannend und nichts für zarte Gemüter. Aber auch gefühlvoll, emotional und gnadenlos ehrlich. Da die Handlung an sich sehr vorhersehbar ist und ich recht früh wußte, wer was getan hat und warum… würde ich einen halben Stern abziehen. Ansonsten, top!


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    Cover des Buches Der Teufel vom Brocken (ISBN: 9783740809232)

    Bewertung zu "Der Teufel vom Brocken" von Eva-Maria Silber

    Der Teufel vom Brocken
    Buchfeelingvor 3 Monaten
    überraschend, erschreckend, glaubhaft

    Die Geschichte beginnt im Jahr 1989, kurz nach der Öffnung der Grenze zwischen Deutschland. Eine Studentengruppe aus dem “Westen” macht sich auf, bei der geplanten Brockenbefreiung dabei zu sein! Danach wollen die jungen Leute eine Wanderung mit gemeinsamem Zelten bis zu einer ostdeutschen Studentengruppe unternehmen. Doch am Ende sind alle Tod. Was ist am Brocken geschehen?

    Die Ermittlungen werden nach groben Fahrlässigkeiten auf Ostseite, von Beamten aus dem Westen unterstützt. Und so machen sich bald 4 sehr eigene Charaktere auf den Weg zum Brocken, um das Geheimnis zu lüften.

    Die Charaktere sind toll. Der Ostdeutsche Ermittler Düvel, der die Ehre des Landes retten will und unbedingt beweisen möchte, dass man gewillt ist, den wahren Schuldigen zu finden und nun nichts mehr unter den Tisch kehren wird, wo doch die Regierung nicht mehr zu fürchten ist. Dann wäre da noch Cassandra, eine Powerfrau, die normalerweise im Ausland auf schwierigsten Einsätzen ihr Leben riskiert und dadurch etwas schroff rüber kommt. Dabei hat sie im Verlauf der Handlung mit ganz eigenen Dämonen zu kämpfen. Maus, ihr Kollege und ein Berg von einem Mann. Der trotz seiner beeindruckenden Statur sehr besonnen und überlegt handelt, die Gruppe mit Verstand und Ruhe zusammenhält und sein kleines Geheimnis nicht für sich behält. Und als letztes den “Verbindungsmann” Rabenfels, der als politisch versierter Vermittler in vielen Situationen mit Beziehungen und wohlüberlegten Worten aus der Patsche hilft.

    Doch die besten Ermittler nutzen nichts, wenn sie bei den Zeugen auf Schweigen aus Angst und Fanatismus treffen.

    Und so entwickelt sich eine spannende, nicht reißerische Geschichte mit überraschenden Wendungen, grausamen Details und einem sehr glaubhaften Hergang.

    Ich fand die Story Klasse! Auch die kleinen Details, wie es in der DDR in Hotels und Restaurants so lief, fand ich super.

    Ein hervorragend konstruierter Krimi, sehr sympatische und glaubhafte Protagonisten und ein überraschendes und erschreckendes Ende!

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    Cover des Buches INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne (ISBN: 9783426227367)

    Bewertung zu "INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne" von Christopher Paolini

    INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
    Buchfeelingvor 4 Monaten
    ein gigantisches Werk, mega spannend und düster wie das All

    Was für ein Gigant von einem Buch!

    Ich habe anfangs nicht gedacht, dass es mich so lange fesseln würde und ich bis zum Ende durchhalte… und zwar gern… Stunde um Stunde hat mich Paolini in den Weltraum entführt, ich habe mit ihm brutale Kämpfe gekämpft, bin von einem Hoffnungsfunken zum nächsten geflogen, von einer Niederlage zur nächsten geschmettert worden und am Ende zermalmt und voller Hoffnung ins All gespuckt worden…

    Kira, die junge und abenteuerlustige Forscherin hat gerade einen Auftrag erledigt: ein neuer Planet wurde für die zukünftige Kolonialisierung erforscht und freigegeben. Keine Gefahren, kein nichtmenschliches Leben…. bis zum letzten Auftrag: eine abgestürzte Drohne in Augenschein nehmen. Alles scheint gut, doch dann stürzt die junge Frau in einen Hohlraum.. von da an ist nichts mehr wie es einmal war!

    Eine außerirdische Lebensform scheint Besitz von ihr ergriffen zu haben! Mit fatalen Folgen! Kira ist verzweifelt und alle Versuche, sie von der Alien-Substanz zu trennen, scheitern…

    Bald schon muß sich Kira mit ihrem Xeno, der Lebensform an ihrem Körper, auf eine selbstmörderische Mission begeben. Denn nur sie scheint in der Lage zu sein, den Untergang der Menschheit zu verhindern. Und so beginnt eine atemberaubende Jagd durch die Galaxie, das Aufeinander treffen mit brutalen, außerirdischen Lebensformen und die immer wieder auftauchende Frage, ob Kira selbst an allem Schuld ist…

    Die Crew des Schiffes, auf dem Kira landet, wird bald zu ihren Freunden und so stehen die Gefährten ein ums andere Mal die dramatischsten Kämpfe durch. Doch es kommt auch immer wieder zu beängstigenden Situationen, wenn sich die Alien-Haut um Kira, ihre Soft-Blade, selbstständig macht und dabei andere verletzt. Dann steht das mühsam errungene Vertrauen der Crew in sie erneut auf dem Spiel, Kira muß beweisen, dass sie das Xeno im Griff hat. In langen, einsamen Stunden trainiert sie mit dem Parasiten an ihr… sie erlernt neue Fähigkeiten, scheitert an kleinen Unaufmerksamkeiten und zweifelt immer wieder daran, das Xeno je beherrschen zu können.

    Der Stoff ist nicht leicht, viele technische Begriffe, interstellare Beschreibungen und komplizierte Science-Fiction-Visionen dominieren die Handlung. Über 900 Seiten Stoff tun das Ihre, die Story nicht gerade leicht von den Lippen gehen zu lassen. Aber das ist es wert. Kira ist eine wahnsinnig tolle Protagonistin und die Aliens und Technologien sind spannend ohne Ende. Der Flug durchs All wird hier nicht romantisiert, es ist kein lustiges Abenteuer. Es ist düster, bedrohlich, kalt und einsam. Das Buch wird beherrscht durch eine bedrückende Atmosphäre, was ich sehr passend fand.

    Und immer wieder findet der Autor eine neue, den Leser in Aufregung versetzende Bedrohung, sodass das Buch nie langatmig oder gar langweilig wird. Im Gegenteil! Kira und ihr Kampf mit dem Xeno, die Bedrohung durch eine ganz spezielle, mörderische Alien-Spezie und die Hoffnung auf Frieden im Weltall sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und glaubhaft erzählt. Und so bleibt am Ende nur Eines zu sagen:

    Mega geniale Story, fesselnd bis zur letzten Seite und ein gigantisches Kopfkino für all Jene, die sich auf dieses Abenteuer Weltall einlassen, sich fallen lassen und ihren Fantasien freien Lauf lassen!

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    Cover des Buches Die Magier des Horus (ISBN: B08KGPZFB2)

    Bewertung zu "Die Magier des Horus" von Pascal Wokan

    Die Magier des Horus
    Buchfeelingvor 4 Monaten
    Fantasy vom Feinsten, für Ägyptenfans ein Muß!

    Ein faszinierender Start in die Geschichte: ein mäßig erfolgreicher Journalist berichtet über eine Ausstellungseröffnung in einem Museum. Dort zieht ihn ein eher unscheinbares Artefakt magisch an… doch als er es berührt, setzt er eine Lawine an unglaublichen Ereignissen in Gang!!

    Aron ist hier ein echt toller Charakter. Er ist glaubhaft skeptisch, was dieses ganz “magische Zeug” angeht und versteht daher lange nicht, wie es sein kann, dass sich angeblich ein Splitter eines ägyptischen Gottes in ihn “einnisten” konnte. Und als er es einigermaßen akzeptiert und seine Magie nutzen möchte, darf er es nicht… weil er angeblich sich selbst und andere damit massiv schaden könnte. Denn vielleicht steckt in ihm ja ein Gott, der das Chaos heraufbeschwört??

    Die Geschichte ist unglaublich rasant und vielschichtig, der Leser reist mit den Protagonisten durch Höhen und Tiefen… wobei es deutlich mehr Tiefen gibt

    Typisch für Geschichten dieses Autors ist der Held der Story unheimlich echt, glaubhaft und wenig heldenhaft. Aron ist von Zweifeln geplagt, erkennt zwar mit der Zeit seine Rolle in dem Spiel um Maat und Chaos an, glaubt aber nicht daran, dass er gewinnen und das Chaos aufhalten kann. Und damit wächst er dem Leser auch sehr schnell ans Herz. Man leidet mit Aron, man zweifelt mit ihm und doch keimt immer wieder Hoffnung auf!

    Da es sich um 3 Bücher in einem Band handelt, ist die Geschichte natürlich sehr umfangreich, abwechslungsreich und und immer wieder voller neuer Überraschungen.

    Ich liebe die ägyptische Mythologie und fand es faszinierend, wie es der Autor versteht, die unterschiedlichen Gottheiten auferstehen zu lassen und die Geschichte zum Leben zu erwecken. Die mythologischen Aspekte im Zusammenspiel mit der Moderne sind perfekt kombiniert und die düstere Stimmung des aufziehenden Chaos ist drohend spürbar.

    Am coolsten Fand ich natürlich das 2. Drittel des Buches, als die Handlung nach Ägypten zum Tempel von Abu Simbel schwenkt… ich stand selbst vor Jahren vor diesen Tempeln und habe die unglaubliche, machtvolle Ausstrahlung gespürt, die von diesen gigantischen Bauwerken ausgeht. Es ist schwierig, hier nicht zu spoilern, daher schreibe ich auch gar nicht mehr zum weiteren Verlauf der Geschichte…

    Ich fand das Buch mega gut! Die ägyptische Mythologie mit der Moderne zu verbinden ist ein berauschendes Abenteuer, eine fesselnde Reise mit dunklen Mächten und magischen Handlungen. Das Buch strotzt vor Magie und Zauberei, die düsteren Szenen sind blutig, brutal und einfach nur passend zur gesamten Story.

    Die Pointe am Schluss hat mir dann ein Schmunzeln beschert… und ist ein Insider für Kenner der Einherjer-Bücher des Autors

    Ein klasse Buch für Fans der ägyptischen Mythologie, der Abenteuer und Götter und der anspruchsvolleren Literatur!

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    Cover des Buches Night Rebel 1 - Kuss der Dunkelheit (ISBN: 9783734162596)

    Bewertung zu "Night Rebel 1 - Kuss der Dunkelheit" von Jeaniene Frost

    Night Rebel 1 - Kuss der Dunkelheit
    Buchfeelingvor 4 Monaten
    sehr romantisch, fast kitschig und vorhersehbar

    Anfangs hatte ich das Gefühl, ein romantisches Jugendbuch erwischt zu haben. Veritas ist zierlich, süss und ein wenig naiv. Ian ist, natürlich, muskulös, traumhaft schön und eitel. Mit seiner überheblichen Machomasche passt er perfekt in das Klischee des Vampirs.

    Als Veritas ihn aufspürt, gibt es zwischen beiden einen erbitterten Kampf, den Ian allerdings eher witzig als bedrohlich findet. Am Ende gehen beide eine Allianz ein, um den verhassten Dämon Dagon zur Strecke zu bringen.

    Und von hier an wird es sehr vorhersehbar und irgendwie widersprüchlich. Einerseits ist die Handlung gespickt mit niedlichen Begebenheiten, sei es das Sichten von süßen, magischen Wesen, das Ausspähen eines Clubs mit einer eher witzigen Masche oder dass eine Lüge Freunden gegenüber in unerwarteter Weise lebensverändernd endet.

    Und zwischendrin gibt es dann immer wieder Kämpfe mit Dämonen, bei denen Körper zerfetzt werden, Leichenteile und Innereien herumfliegen und das Blut in Strömen fließt. Dann brechen die Knochen der Protagonisten, es werden ihre Schädel zertrümmert und Herzen zerfetzt. Diese eher erzwungene Brutalität der Handlung passte in meinen Augen nicht so recht zum Ganzen.

    Die gesamte Handlung wirkt sehr konstruiert romantisch, sodass auch die brutalen Szenen hier keine Erwachsenenstory draus machen konnten. Oftmals handelten die hunderte Jahre alten Vampire so naiv wie Teenager und ich hatte am Ende kaum noch Lust, der Geschichte zu folgen. Die Dominanz-Sex-Spiele taten ihr übriges, die Story in ein Klischee zu stopfen.

    Mich konnte die Geschichte leider nicht begeistern und daher werde ich auch die folgenden Bände nicht lesen.

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