Buchperlenblog

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    Cover des Buches Mein Name ist Leon (ISBN: 9783499272301)

    Bewertung zu "Mein Name ist Leon" von Kit de Waal

    Mein Name ist Leon
    Buchperlenblogvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Sehr mitreißend, mit einer ziemlich einzigartigen Erzählstimme funktioniert LEON sowohl bei Kindern wie auch Erwachsenen!
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    Cover des Buches Der Wächter von London (ISBN: 9783734162336)

    Bewertung zu "Der Wächter von London" von Benedict Jacka

    Der Wächter von London
    Buchperlenblogvor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Wie immer ist es ein großes Vergnügen, mit Alex Verus durch London zu jagen, immer die nahende Zukunft im Visier!
    Ein Blick zurück

    Wieder einmal herzlich willkommen zurück in London, meine magisch begeisterten Freunde! Kehren wir nun also zum vierten Mal in die britische Hauptstadt zurück, in der nicht-magische Menschen und Magier Seite an Seite leben, kehren wir zurück zu unserem Wahrsager Alex Verus!

    Dieses Mal wird es eindeutig düsterer in Alex‘ Welt. Der Schatten der Vergangenheit, seiner Vergangenheit wohlbemerkt, erhebt sich hinter ihm und zwingt ihn dazu, über so manche Tat von früher genauer nachzudenken. 

    Ein Blick zurück

    Ich weiß, ich weiß, ich habe bereits bei dem letzten Band geschrieben, dass diese Reihe immer besser wird – und es stimmt noch immer! Umso größer ist also auch die Freude bereits, dass Band 5 noch in diesem Jahr erscheinen wird, und ich nicht allzu lang darauf warten muss, endlich wieder mit Alex Verus in die Zukunft zu schauen.

    Doch zunächst einmal müssen wir einen Blick zurück werfen. In den bisherigen drei Bänden lernt man Alex Verus immer ein wenig besser kennen, erkennt welche Art der Magie er weben kann, und wo er sich besser auf seine flinken Füße verlassen sollte. Doch über seine Vergangenheit hat er ein schwarzes Tuch gebreitet. Nur hier und da erfuhren wir, dass er ein Lehrling eines gefürchteten Schwarzmagiers war, dass es einen Bruch gab und er seitdem immer wieder von Albträumen heimgesucht wird. Aber was genau ist geschehen? 

    Nun, Alex Verus würde uns vermutlich auch jetzt noch gern im Dunkeln tappen lassen, uns und seine neu gewonnenen Freunde. Denn seine Vergangenheit ist wenig schmeichelhaft und sogar weitaus brutaler, als ich zunächst angenommen hatte. Doch als ein junger Mann auftaucht, der Alex für frühere Taten zur Rechenschaft ziehen will, da lüpft sich plötzlich das Tuch ein wenig. Der ganze Band ist durchzogen von einem düsteren, gewaltsamen Schimmer, der uns Leser nur so durch die Kapitel fliegen lässt. Auch Alex muss sich so mancher Erinnerung stellen, die er lieber vergessen hätte. Nun kommt es darauf an, wie stark sind die neu geknüpften Freundschaftsbande? Halten sie die Vergangenheit aus?

    Fazit

    Wie immer bauen die einzelnen Bände der Reihe nicht zwingend aufeinander auf, so dass man auch mittendrin einsteigen kann, um ein wenig magische Luft zu schnuppern! Trotzdem ist die Reihe so unfassbar sympathisch, so anders, so humorvoll und düster zugleich, dass ich jedem von euch empfehlen würde: Fangt ganz von vorn an. Es lohnt sich. 

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches PAULINE GEDGE: Die Herrin vom Nil: Roman einer Pharaonin [Auflage 23. bis 32. Tausend] (ISBN: B003VHULT4)

    Bewertung zu "PAULINE GEDGE: Die Herrin vom Nil: Roman einer Pharaonin [Auflage 23. bis 32. Tausend]" von PAULINE GEDGE

    PAULINE GEDGE: Die Herrin vom Nil: Roman einer Pharaonin [Auflage 23. bis 32. Tausend]
    Buchperlenblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mitreißender Roman über das Leben der Hatschepsut, wie es durchaus gewesen sein könnte.
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    Cover des Buches MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen (ISBN: 9783453320949)

    Bewertung zu "MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen" von Brandon Sanderson

    MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen
    Buchperlenblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Witzig und herrlich anders, wenn man sich einmal eingefunden hat in dieser Welt!
    Gesang und Diebeskunst

    Inhalt

    Ein Dorf im Wald, ein Sumpf voll alter Magie und zwei Schwestern, die zugleich Segen und Fluch erhalten haben. Denn während die erste eine besondere Kraft in sich fühlt, finden durch die andere ganz besondere Lieder ihren Weg in die Welt. Lieder, die sie und ihre Familie vor den Dämonen beschützen sollen. Doch der Preis für diese Gaben ist hoch. Die tatkräftige Willia verliert ihr Augenlicht in der Nacht, und die singende Tacenda sieht nie die Sonne aufgehen.

    Als nun Geisterwesen ihr Dorf angreifen und nur Tacenda aus unerfindlichen Gründen verschonen, wird es Zeit, ihre besondere Gabe auf die Probe zu stellen.

    Rezension

    Gesang und Diebeskünste

    Die Kinder des Namenlosen siedeln sich im großen Multiversum an, dass dem Kartenspiel MAGIC entspringt. Dieses gibt es bereits seit 1993 und ist wohl das erste Sammelkartenspiel dieser Art. Ich persönlich hatte bisher keine Berührungspunkte damit, aber wie ich schnell festgestellt habe: Das macht gar nichts! Denn wir bewegen uns in einem Teil dieses Multiversums, ohne wirklich Vorwissen mitbringen zu müssen.

    Die Bewohner von Verlasen, einem kleinen Dorf in Anfurten sehen sich einer ständigen Bedrohung gegenüber. Dämonen und Geisterwesen durchstreifen die Wälder und holen sich die Seelen der Dorfbewohner. Das Schutzlied, welches Tacenda seit einigen Jahren für sie singt, wiegt sie in Sicherheit, doch die Gefahr ist nicht gebannt. Als die Eltern der beiden Schwestern mit den magischen Gaben getötet werden, will man den Herrn des Herrenhauses, Davriel Cane, gesichtet haben. Doch was treibt ihn an, die Seelen seiner Untertanen zu stehlen? Tacenda wird von ihrer Wut auf den Fürsten getrieben, und stattet ihm einen Besuch ab – mit einem Eispickel bewaffnet.

    Die ersten zwei, drei Kapitel des Buches hatte ich ein wenig Probleme, das muss ich zugeben. Die Einführung von Tacenda und ihrer Schwester Willia war mir zu allgemein, zu wenig detailliert. Ich hatte keine genaue Vorstellung von ihr, konnte mich nicht in ihr frühes Leid hineinversetzen. Das ändert sich, sobald Fürst Davriel nebst seiner illustren Dämonenhorde erscheint. Dieser Charakter ist herrlich angelegt. Er ist snobistisch, selbstverliebt, ein wenig überheblich und wunderbar sarkastisch. Ein amüsanter Antiheld im besten Sinne! Dass sich die Wege der jungen Tacenda und des Fürsten, der lieber Nickerchen hält als sich um die Belange seiner Untertanen zu kümmern, verstricken, wirkt sich auf beide Seiten in guter sowie schlechter Weise aus.

    Das Abenteuer ist ein wenig verworren, und hier und da spitzen karge Hintergrundinformationen raus, mit denen ich (noch) nicht viel anzufangen wusste, die aber den Lesefluss nicht behinderten. Da es sich hierbei um eine Reihe handeln soll, bin ich doch sehr gespannt, ob wir näheres in künftigen Büchern erfahren werden, die sich mit dem Fürsten Davriel beschäftigen. Im Herbst geht es jedoch erst einmal mit dem Auftakt einer weiteren MAGIC-Reihe los, das dadurch vermutlich bald wieder in aller Munde sein dürfte.

    Wer ein wenig Erfahrung in der Welt der Rollenspiele mitbringt, dem fallen auf jeden Fall die typischen Klassen ins Auge, denen die Charaktere angehören. Willia ist die klassische Kriegerin, Tacenda eine Bardin, die mit ihren Liedern unterstützend in das Kampfgeschehen eingreift. Fürst Davriel besitzt eine besonders interessante magische Fähigkeit, mit deren Hilfe er Zauber und Talente aus den Köpfen der Menschen stehlen kann, um sie selbst zu verwenden. Auch ist die Rede immer wieder von Priestern, Helden, Paladinen und was sich noch so in einem Rollenspiel finden lässt. Eine helle Freude also für Spielbegeisterte!

    Fazit

    Unterhaltsame Lektüre, die mit erfrischend witzigen Dialogen daherkommt. Besondere Vorkenntnisse zum Spiel benötigt man nicht, um sich in diese Welt des Multiversums einzufinden, in der Dämonen und Geister in Wäldern hausen und den Menschen ihre Seelen abspenstig machen wollen.

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    Cover des Buches Red Queen (Chronicles of Alice 2) (ISBN: 9781785653322)

    Bewertung zu "Red Queen (Chronicles of Alice 2)" von Christina Henry

    Red Queen (Chronicles of Alice 2)
    Buchperlenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Magisch, märchenhaft und eine glanzvolle Fortsetzung zu Alice!
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    Cover des Buches Sechs Beine oder mehr – Die Wunderwelt der Insekten und Spinnen (ISBN: 9783791374390)

    Bewertung zu "Sechs Beine oder mehr – Die Wunderwelt der Insekten und Spinnen" von Britta Teckentrup

    Sechs Beine oder mehr – Die Wunderwelt der Insekten und Spinnen
    Buchperlenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Informativ schon für die Jüngeren, mit wunderschönen Illustrationen.
    Informativ und wunderschön

    Was tut man, wenn man sich wie wohl der größte Teil der Menschheit vor etwas ekelt? Genau, man lernt etwas darüber, so dass er Gruselfaktor Insekt ein wenig abebben kann.

    Anders kann ich mein Interesse an diesem Buch gar nicht erklären, denn wer mich kennt, weiß, dass ich zu hektischen Ausbrüchen neige, wenn auch nur entfernt irgendetwas summt, krabbelt oder auch still oben in der Zimmerecke verharrt. (Von dieser Aussage ausgenommen sind natürlich Schmetterlinge (und nicht Nachtfalter!) und Marienkäferlein.) Britta Teckentrup nimmt uns und junge Leser ab 6 Jahren mit in diese teilweise sehr farbenfrohe Welt der Insekten und Spinnentiere. Jede Doppelseite widmet sich dabei einem Überthema, wie etwa die Entstehung der Insekten, ihr Fress- oder Paarungsverhalten. Wusstet ihr, dass es vor 300 Millionen Jahren so viel Sauerstoff in der Luft gab, dass der Gliederfüßer Arthropleura eine Länge von 2.3m erreichen konnte?

    Mit 48 Seiten ist das Buch schnell durchgeblättert, doch die herrlichen Details der seitenübergreifenden Illustrationen laden dazu ein, immer wieder stehen zu bleiben und die einzelnen Insekten näher zu betrachten, und am Ende vielleicht sogar ein wenig die eigene Scheu zu verlieren.

    Fazit

    Im Prestel Verlag erscheinen regelmäßig wundervoll illustrierte Sachbücher, die uns Leser dazu einladen, eine uns unbekannte Welt zu entdecken. Sechs Beine oder mehr reiht sich hier ein und ich bin froh, etwas mehr über die krabbelnde Miniaturwelt gelernt zu haben, die uns überall umgibt.

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    Cover des Buches Vardo – Nach dem Sturm (ISBN: 9783453292369)

    Bewertung zu "Vardo – Nach dem Sturm" von Kiran Millwood Hargrave

    Vardo – Nach dem Sturm
    Buchperlenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eindringlich, atmosphärisch und vorallem gefährlich – Dieses Buch ist ein Highlight!
    Lesehighlight aus dem hohen Norden

    Inhalt

    1617. Norwegen. Ein Wal hat die Fischgründe vor der Halbinsel, auf der sich das Dorf Vardø befindet, aufgewühlt. Die Männer des Dorfes sind fast alle draußen auf dem Meer, die dargebotene Chance nutzend. Doch ein verheerender Sturm zieht auf und binnen weniger Minuten verschluckt er alle vierzig Männer. Zurück bleiben die Frauen, allein und auf sich selbst gestellt. Drei Jahre später wird ein Mann die Insel betreten und Unheil über sie alle bringen. Ein Stück schrecklicher Wahrheit in der menschlichen Geschichte.

    Rezension

    Vor Gott und der Welt

    Dieses Buch kommt daher wie die Sturmgewalt, die anfangs beschrieben wird. Man fühlt sich sicher, bis das Licht fahler wird, bis die Wolken sich zusammenbrauen und sich der Sturm schlussendlich über dem Meer entlädt. Doch die Stille danach bringt nicht den erhofften Frieden für Leib und Seele, nein. Vielmehr ist dies nur der Auftakt zu etwas viel schlimmeren.

    Das Leben der verbliebenen Frauen in Vardø ist schwerer geworden ohne die Hilfe der Männer, die für den Fischfang verantwortlich waren. Hilfe von außen kommt nur spärlich, lange Zeit sind sie sich selbst überlassen. Doch dieser Umstand schweißt sie nicht alle enger zusammen, sondern schürt Hass und Missgunst und spaltet das Dorf in zwei Gruppen. Diejenigen, die sich den alten Riten der Sámi wieder zuwenden, und jene, die gottesfürchtiger den je leben. Als nach drei Jahren ein vom Lensmann auserkorener Kommissar auf der Insel landet, beginnt eine Hetzjagd, die sich wohl niemand noch wenige Jahre zuvor hätte vorstellen können.

    Aber zuerst einmal lernen wir Maren kennen. Eine junge Frau, die bei dem großen Sturm Vater, Bruder und ihren Verlobten verlor. Die nun mit ihrer Mutter und ihrer schwangeren Schwägerin zusammen in einer kleinen Hütte haust. Und wir lernen Ursa kennen, die behütet im weit entfernten Bergen aufwuchs und außer ihre kranke Schwester zu pflegen keinerlei häusliche Kenntnisse mitbringt. Sie kommt zusammen mit ihrem Mann, dem Kommissar Cornet. Sie weiß nichts von seiner Vergangenheit, kratzt nur an seiner Oberfläche entlang, und hat doch auf unbestimmte Art und Weise Angst vor ihm. Die beiden Frauen spüren eine gewisse Zuneigung zueinander, die sich mit der Zeit vertiefen wird und für beide Gefahren birgt, die sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

    Die historischen Umstände des Romans von Kiran Millwood Hargrave sind reeller Natur. Den Sturm und seine Folgen gab es wirklich. Auch der Lensmann, John Cunningham, herrschte viele Jahre über Vardø und Umgebung. Und was er mit sich brachte, lässt sich in den Geschichtsbüchern einfach nachlesen: Denunzierungen, Hass und Tod. Denn die Sámi, die indigene Bevölkerung Nordnorwegens ist ihm ein Dorn im Auge, die Kirche noch nicht präsent genug in diesem Fleckchen Land. Doch die Verfolgung der Sámi soll nur ein Teil seiner Taten werden, vielmehr hat er es auf gotteslästerliche Bewegungen abgesehen. Kurz gesagt: Er lässt Jagd auf Hexen machen.

    Wir alle haben von den unzähligen Verbrechen gehört, die an Frauen und Männern auf der ganzen Welt im Namen der Kirche begangen wurden. Dieses Buch befasst sich mit den Umständen, die dazu führten, dass ganze Gemeinden sich gegenseitig der Hexerei bezichtigen, wie es dazu kam, dass aus Freunden Feinde wurden. Und mittendrin Maren und Ursa, zwei junge Frauen, die in dieser Zeit ebenfalls nur ein Spielball der Gewalt um sich herum sind. Zwei Blätter im Sturmwind, die sich verzweifelt aneinander klammern und doch beide drohen, unterzugehen.

    Fazit

    Ein unglaublich intensives Lesevergnügen erwartet uns Leser in diesem Buch, eine aufgeladene Atmosphäre die sowohl äußerst bedrückend, als auch emotional aufwühlend ist. Ein Stück Wahrheit, dass nicht vergessen werden sollte.

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    Cover des Buches Das Buch der verborgenen Dinge (ISBN: 9783453320352)

    Bewertung zu "Das Buch der verborgenen Dinge" von Francesco Dimitri

    Das Buch der verborgenen Dinge
    Buchperlenblogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Mischung aus italienischem Flair und magischem Wahnsinn!
    Magischer Wahnsinn

    Inhalt

    In jedem Jahr kehren die vier Freunde Fabio, Tony, Mauro und Art an den Ort ihrer Kindheit zurück, nach Casalfranco in Italien. Das ist der Pakt, den sie vor so vielen Jahren schlossen. Doch in diesem Jahr taucht Art nicht auf. Seine Freunde machen sich Sorgen und suchen ihn daheim auf, doch auch hier ist er scheinbar seit längerer Zeit nicht mehr gewesen. Ein ungutes Gefühl macht sich breit, denn Art ist schon einmal verschwunden, vor dreiundzwanzig Jahren.

    Italien von seiner geheimnisvollen Seite

    Zugegeben, dem Klappentext nach zu urteilen, hatte ich ein etwas anderes Buch erwartet. Denn dort wird von einem magischen Geheimnis gesprochen, und je weiter wir der Story folgen, desto weniger magisch kam mir hier alles vor.

    Arturo ist verschwunden, und niemand scheint eine Ahnung zu haben, wo er sein könnte. Dass er bereits als Kind einmal für 7 Tage verschwand, das haben die Freunde noch deutlich im Hinterkopf. Auch, dass sie nie erfahren haben, was in diesen Tagen geschehen sein könnte, denn Art rückt nicht mit der Sprache raus. Ob es dieses Mal genauso ist?

    Wir schlüpfen abwechselnd in Fabio, Tony und Mauro und machen uns auf Spurensuche. Kennen wir Art eigentlich wirklich, unseren Freund aus Jugendtagen, der immer anders war, lauter, draufgängerischer, wissensdurstiger, ja verrückter? Und je weiter uns unser Weg in die Vergangenheit führt, desto mehr führt er auch zu uns selbst.

    Denn „Das Buch der Verborgenen Dinge“ beschäftigt sich zu weiten Teilen mit den verborgenen Dingen der Protagonisten. Da haben wir Fabio, gefeierter Modefotograf und gescheiterte Existenz, oder Tony mit seiner Homosexualität, die er in seiner katholischen Heimat besser unter Verschluss hält. Oder Mauro, der mit einer wunderschönen Frau und zwei bezaubernden Kindern gesegnet ist und doch unglücklich und dem familiären Leben überdrüssig erscheint. Sie alle tragen an ihren Lasten, und träumen von Dingen außerhalb ihrer persönlichen Grenzen.

    Doch das magische Geheimnis, dessen wir angeteasert wurden, das kommt tatsächlich. Nachdem wir uns mit einer italienischen Mafia, der Corona (nein, nicht der überpräsente Virus…), angelegt haben, lüften wir es. Oder doch nicht? Gibt es Magie im Verborgenen, die völlig überspitzt und für rational Denkende ausgeschlossen scheint? Das ist die große Frage des Buches und trotz aller Irreführungen und vermeintlicher Abschweifungen, hat mich das Ende doch völlig in seinen Bann gerissen und ich grübele noch immer, ob  – oder ob am Ende nicht – wahr werden könnte, was sich so mancher in diesem Buch wünscht.

    Fazit

    Völlig anders als erwartet, doch faszinierend im Detail, kommt Das Buch der Verborgenen Dinge daher. Manchmal etwas abschweifend, aber im Großen und Ganzen gesehen, gehört jedes der entdeckten Geheimnisse doch genau hier hinein. Man kann dieses Buch nicht in eine bestimmte Schublade packen, denn es quillt an allen Ecken wieder heraus. Es ist weder ein Buch ohne Magie, noch eines mit. Es ist Italien-Ambiente, Familiengeschichte, Freund-und-Feind, es ist bizarrer Wahnsinn und wahnsinnig bizarr. Am besten lasst ihr euch selbst einfangen von dieser außergewöhnlichen Mischung!

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    Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9780316769174)

    Bewertung zu "The Catcher in the Rye" von J. D. Salinger

    The Catcher in the Rye
    Buchperlenblogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich fand keinen Zugang zu Holdens Geschichte, zu wenig Plot, zu viel Geschimpfe - war einfach nicht mein Buch, Klassiker hin oder her.
    Kommentare: 2
    Cover des Buches You are (not) safe here (ISBN: 9783423740555)

    Bewertung zu "You are (not) safe here" von Kyrie McCauley

    You are (not) safe here
    Buchperlenblogvor 5 Monaten
    Feinfühlig, berührend, erschreckend!

    Inhalt

    Die siebzehnjährige Leighton Barnes und ihre beiden jüngeren Schwestern wollen nur eines: Die nächste Nacht überleben. Denn er ist Zuhause; denn manchmal reicht nur ein schiefer Blick, eine schnelle Bewegung, und er rastet aus. Schreit ihre Mutter an, die selbst hilflos gefangen zu sein scheint in diesem selbstgewählten Gefängnis, das sich Ehe nennt. Doch da ist noch mehr, eine Realität außerhalb des Hauses, die sich endlich Bahn brechen will,  und nach einem normalen Leben schreit. Und da sind Krähen.

    Rezension

    Wenn es kein Zuhause gibt

    Gleich vorweg: Dieses Buch hat mich förmlich umgehauen. Es ist intensiv, es ist feinfühlig und magisch, und dabei doch so roh und brutal. Denn Leightons Geschichte ist all das und noch mehr.

    Auburn, Pennsylvania. 2. September. Krähenbestand: 212.
    So beginnt unsere Geschichte, doch nicht für Leighton. Für sie hat sie schon vor vielen Jahren begonnen, in den letzten zwei ist es jedoch am schlimmsten geworden. Das Haus, in dem sie und ihre Schwestern aufwachsen, sollte sie beschützen, doch das tut es nicht. Es beschützt sie nicht vor der Willkür des Vaters, nicht vor der Hilflosigkeit der Mutter. Vielmehr tilgt es die Spuren der Gewalt, die immer wieder auf sie einprasseln, seelisch und später auch körperlich.

    Leighton muss nur noch ein Jahr an der Highschool abschließen, dann will sie auf eine Uni gehen. Weit weg von Zuhause. Doch wie kann sie Campbell und Juniper daheim lassen, ohne Schutz und immer mit der Sorge, wie weit er das nächste Mal gehen wird? Während des letzten Schuljahres lernt sie Liam kennen, einen Jungen, dem sie sich langsam öffnet, dem sie lernt zu vertrauen. Und obwohl ich normalerweise mit den Augen rolle, wenn ich eine Liebesbeziehung auch nur wittere, so hat mich dieses zarte Annähern an eine normale Teenagezeit stark berührt. Leightons Mauer reißt nicht von heute auf morgen ein, nein, vielmehr ist es ein vor und zurück, immer wieder, und nie Hals über Kopf. Das gefiel mir ausnehmend gut, denn alles andere wäre unglaubwürdig gewesen.

    Neben dieser Veränderung gibt es eine weitere in Auburn. Denn der Bestand der Krähen, diese schwarzgefiederten Vögel des Todes und des Neubeginns, wächst explosionsartig an. Was wollen all diese klugen Tiere in Auburn? Bringen sie Leben oder den Tod für die Einwohner der Stadt? Da ich selbst ein großer Freund unserer krächzenden Rabenvögel bin, hat mich die Art, wie diese Tiere in die Geschichte eingewoben wurden, unglaublich gefreut. Kyrie McCauley versteht es, den Krähen sowohl Realismus als auch einen Hauch von Magie angedeihen zu lassen, der sich von Kapitel zu Kapitel steigert, parallel zur Wucht der eigentlichen Geschichte.

    Fazit

    Harter Tobak, dem die Schärfe durch eine gewisse Leichtigkeit genommen wird. Zwei Welten, die parallel verlaufen, und doch ein einziges Leben bilden. Einnehmend geschrieben und absolut empfehlenswert.

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