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    Cover des Buches Dein göttliches Herz versteinert (ISBN: 9783401067834)

    Bewertung zu "Dein göttliches Herz versteinert" von Kelly Keaton

    Dein göttliches Herz versteinert
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Dein göttliches Herz versteinert von Kelly Keaton

    Dein göttliches Herz versteinert von Kelly Keaton

    Nachdem ich euch bereits den ersten Teil der Trilogie, "Dein göttliches Herz entflammt", von Kelly Keaton vorgestellt habe, möchte ich euch den zweiten Band natürlich nicht vorenthalten: „Dein göttliches Herz versteinert“ ist im August 2013 bei Arena erschienen und umfasst 272 Seiten. Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

    Nach ihrem ersten, großen Kampf gegen Athene bleibt Ari verzweifelt zurück, denn die abtrünnige Göttin hat nicht nur ihren Vater noch immer in ihrer Gewalt, sondern nun auch noch die kleine Violet verschleppt. Doch Ari wäre nicht sie selbst, wenn sie sich davon unterkriegen ließe. So nimmt sie sich fortan an der Presby, der renommierten Privatschule in New 2, Unterricht. Sie lernt noch besser zu kämpfen, ihre Fähigkeiten auszubauen und gezielt einzusetzen, denn als Gorgo ist es ihr als einziger möglich, Götter zu töten – ein Umstand, den Athene zugleich unsagbar fürchtet, aber ebenso für ihre Zwecke nutzen will.
    Zeitgleich sucht Ari in der geheimen Bibliothek der Presby nach einem Weg zu Athene zu gelangen und sie zu besiegen.

    Mit „Dein göttliches Herz versteinert“ konnte Kelly Keaton mich wieder überzeugen. Man wird gleich am Anfang in die Geschichte reingeworfen und erlebt direkt Aris erste Trainingsstunden mit, und so geht es schon recht actionreich los. Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Kaum hatte ich die ersten Worte gelesen, tauchte vor meinem inneren Auge wieder die magische Welt von New 2 auf und ich bin vollkommen abgetaucht. Ich liebe einfach die Beschreibungen der verschiedenen Orte und hatte oft das Gefühl, als würde ich gerade selbst durch den Garden District oder Athenes Tempel schlendern.
    Auch den Charakteren merkt man eine deutliche Veränderung an. Ari scheint im Laufe des Buches langsam aber sicher mehr und mehr zu akzeptieren was sie ist. Auch wenn sie noch immer alles daran setzt, den Fluch brechen zu wollen, um nicht in wenigen Jahren in ein Monster verwandelt zu werden, das jeden Menschen versteinert, der sie auch nur anschaut. Und auch Sebastian macht eine große Wandlung durch – nicht nur im körperlichen Sinne, sondern auch seine Macht scheint unglaublich gewachsen, und damit auch sein Selbstbewusstsein. Zu Beginn des ersten Teils noch eher der kleine Rebell, wandelt er sich nun langsam zu dem mächtigen, selbstbewussten Mann, der später einmal das Familienoberhaupt eines der mächtigsten Clans von New 2 sein wird.
    Ein kleines Manko war für mich jedoch, dass Ari einfach unheimlich präsent ist in der ganzen Geschichte und so den Nebenfiguren nur wenig Platz lässt. Zu gerne hätte ich einfach mehr über die kleine Violet erfahren, oder auch über Aris Vater. Ich hoffe, dies ändert sich im dritten Band noch.

    Das Cover hat mir auch hier wieder gut gefallen. Es ist passend zum ersten Teil gestaltet, nur dass in diesem Fall die roten Ornamente durch blaue ersetzt wurden. Allerdings finde ich auch dieses Mal das originale Cover besser. Hier sieht man den Hinterkopf eines Mädchens mit sehr hellem Haar, dessen Ende sich zu einer Schlange formt – definitiv ein toller Bezug zu Ari und ihrem Fluch.

    „Dein göttliches Herz versteinert“ ist eine tolle Fortsetzung der mystischen Reihe von Kelly Keaton. Von vorne bis hinten beinahe komplett vollgepackt mit actionreichen Szenen, lässt es einen kaum zu Atem kommen und man ist nahezu gezwungen, es in einem Rutsch durchzulesen, weil man immer wissen will, wie es weiter geht.

    >Nina<

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    Cover des Buches Was wir auch tun (ISBN: 9783841422156)

    Bewertung zu "Was wir auch tun" von Marie Lucas

    Was wir auch tun
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Was wir auch tun von Marie Lucas

    Was wir auch tun von Marie Lucas

    Eine meiner deutschen Lieblingsautorinnen ist Marie Lucas. Sie hat mich schon mit „Zwischen Ewig und Jetzt“ in ihren Bann gezogen. Deshalb war ich umso neugieriger auf ein weiteres Werk von ihr. Und ich musste nicht lange warten. Der Fischer Verlag schickte mir „Was wir auch tun“ zu und dafür möchte ich mich hier bedanken.
    In „Was wir auch tun“ konnte ich Robin, Alex und Jasper auf 494 Seiten in ihre individuellen Leben folgen, die unterschiedlicher nicht sein könnten...

    Leicht war und ist das Leben von Alex nie gewesen. Sein Vater hat die Wut immer an ihm, seiner Mutter und seinem älteren Bruder Anton ausgelassen. Und so etwas hinterlässt natürlich Spuren. Doch zum Glück hat Alex einen großen Bruder, der ihn, seit er selbst alt genug war, beschützt hat. Und so geriet Alex sehr schnell in die Kreise seines Bruders. Er ist sein Held und auch als sein Bruder ins Gefängnis muss, hält Alex zu ihm und besucht ihn jede Woche. Natürlich bleiben seine Erfahrungen nicht ohne Folgen. Immer wieder spürt er diese Wut in sich und muss sie irgendwo bzw. an irgendjemandem auslassen. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass er noch nicht selbst im Gefängnis gelandet ist, wie sein Bruder. Seine Aggressivität ist auch der Grund, warum er immer wieder die Schule wechseln muss und so ist er bald wieder an einer neuen Schule, an der er keine Freunde hat. Doch Alex weiß sich zu helfen und klaut den Generalsschlüssel aus dem Sekretariat und lässt ihn illegal nachmachen. So kommt er an seine wichtigste Quelle: Die Schülerakten. Denn Informationen können in einer Schule extrem wichtig sein. Vor allem in einer Schule an der die reichen und angesagten Schüler regieren. Alex will mit denen nichts zu tun haben bis er seiner Mitschülerin Robin begegnet. Robin weckt eine Neugier und Gefühle in ihm, die er noch nie vorher erlebt hat. Und auch in Robin ist die Neugier geweckt. Denn der grüblerische Alex ist so ganz anders als alle Jungs, die sie davor kannte. Oder eher gesagt, er ist komplett anders als ihr Ex-Freund Jasper. Und das ist ein riesen Pluspunkt. Aber nicht nur das zieht Robin magisch an. Alex ist clever, kennt sich mit Literatur aus und er ist schweigsam. Auch wenn das Robin nach und nach in den Wahnsinn treibt.
    Doch die Begegnung miteinander bringt nicht nur ihre Welten total durcheinander, sondern entfacht einen Hass, der sie mehr als nur ihre Beziehung kosten könnte...

    Der erste Roman von Marie Lucas „Zwischen Ewig und Jetzt“ konnte mich auf Anhieb begeistern. Doch „Was wir auch tun“ war noch großartiger. Die Spannung, die mir ab und an im ersten Roman gefehlt hat, war hier auf jeder Seite greifbar. Die Story hatte dieses Mal nichts mit Fantasy zu tun, was der ganzen Story aber nicht schadete. Es war sogar sehr erfrischend etwas zu lesen, was in jeder Schule in jeder Stadt passieren kann. Die Authentizität war dadurch gewahrt. Was mir besonders gefiel, war, dass sich Marie Lucas nicht an Klischees bedient. Auch ihr Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch, dass die Erzählperspektive immer mal wechselt und man so einen Blick in die verschiedenen Gedankengänge bekommt, verfällt man nicht in eine Monotonie, was den Erzähler angeht. Die Geschichte wartet mit spritzigen Ideen und Witz auf, aber die Ernsthaftigkeit der Handlung geht nicht verloren. Die Charaktere sind so abwechslungsreich wie ein bunter Strauß Blumen. Alex kommt aus ärmlicheren Verhältnissen. Er ist sehr grüblerisch und vor allem loyal. Das sieht man vor allem in Bezug auf seinen älteren Bruder. Oftmals handelt er erst und denkt später nach. Vor allem, wenn gerade ein geliebter Mensch in Gefahr gerät. Er ist der Meinung, dass er kein Glück verdient hat. Doch dann kommt Robin in sein Leben und bringt dieses komplett durcheinander. Robin hatte nie Probleme mit Geld. Doch hat sie schon viele Schicksalsschläge ertragen müssen. Sie verliert trotzdem nicht den Mut. Als Alex in ihr Leben tritt, kommt sie nicht drum herum, ihre Lebensweise zu überdenken. Diese Entwicklungen der Charaktere haben mich sehr fasziniert. Und auch die Beziehung der beiden ist sehr authentisch und man merkt, dass beide von einander lernen. Sie profitieren von einander. Denn Robin lernt was wirkliche Liebe bedeutet und auch Alex lernt nach und nach, dass er sehr viel mehr verdient hat, als er je für möglich gehalten hat.
    Das Cover ist traumhaft gestaltet. Ich denke es zeigt die zwei verschiedenen Welten, in der Alex und Robin leben.
    Alles in allem finde ich, dass „Was wir auch tun“ ein grandioses Buch ist, das es verdient hat, von jedem gelesen zu werden. Ich möchte euch daher den 2. Roman von Marie Lucas ans Herz legen.

    >Maria<

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    Cover des Buches Nachtwesen - Die Vollstreckerin (ISBN: B00E254E10)

    Bewertung zu "Nachtwesen - Die Vollstreckerin" von Sabine Pagel

    Nachtwesen - Die Vollstreckerin
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Nachtwesen – die Vollstreckerin von Sabine Pagel

    Nachtwesen – die Vollstreckerin von Sabine Pagel

    Ich finde es immer wieder schön, Anfragen von bisher noch etwas unbekannteren Autoren zu bekommen. Denn so bekommt man die Chance Bücher zu lesen, die man vielleicht nie entdeckt hätte. Und deshalb gilt mein Dank dieses Mal dem Fantasy Verlag, der mir das Buch „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ von Sabine Pagel zu kommen ließ. Dadurch hatte ich die Möglichkeit auf 103 Seiten in das Leben von Kyrana einzutauchen und mich in die Welt von den Nachtwesen, Elfen und ganz normalen Menschen mitreißen zu lassen.

    Die Menschen auf Talavan haben es wahrlich nicht leicht. Das eh schon sehr begrenzte Land wird von Elfen und Nachtwesen bevölkert und die Menschen müssen sich wohl oder übel mit ihnen arrangieren. Doch ihre Intoleranz steht ihnen im Weg. Selbst untereinander sind sie unfreundlich und wenig tolerant. Das muss auch die kleine Kyrana bemerken. Ihr Aussehen macht sie zu einer Außenseiterin und ihrer Mutter wird vorgeworfen ihren Mann mit einem Elfen betrogen zu haben. Abgeschieden von dem Getratsche der Stadtleute lebt die kleine Familie in einem kleinen Haus nahe eines Waldes. Kyrana, von Natur aus neugierig, erkundet den Wald mit einer Genauigkeit, dass sie bald jeden Baum und jeden Grashalm kennt. Ihre Eltern merken schnell, dass sie ein besonders wissbegieriges Kind haben und bringen ihr Lesen und Schreiben bei. Doch leider haben die Eltern nicht genügend Geld um ihr ab und zu mal ein Buch zu schenken. Denn ihr Vater, ein Holzfäller, ist für seine Arbeit oft tagelang unterwegs, trotzdem verdient er damit nur so viel, wie sie zum Leben brauchen. Und auch ihre Mutter verdient nicht genügend Geld bei ihrer Arbeit als Putzfrau für Kelmar, einem der Nachtwesen. Doch das ist Kyrana egal, denn alles was sie brauch sind ihre Eltern und ihr Wolf Akash, der immer am Wald auf sie wartet. Jahrelang lebt sie glücklich mit ihrer Familie zusammen.
    Eines Tages ist die Zeit für ihr 10. Wiegenfest gekommen und die Mutter nimmt sie mit auf ihre Arbeit in das Anwesen des geheimnisvollen Kelmar. Von dem Haus fasziniert, folgt Kyrana ihrer Mutter in die Bibliothek. Und dort wartet eine Überraschung auf sie. Denn Kelmar, der ihr nie persönlich begegnete, schenkt ihr ein Amulett mit einem seltsamen Zeichen darauf. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck machen sich die beiden auf den Weg nach Hause. Als Kyrana einige Zeit später im Wald einen seltsamen Mann im Wald sieht, der Magie anwendet diese aber nicht unter Kontrolle hat und vernichtet wird, wird ihre Neugier geweckt. Denn sie sieht ein merkwürdiges Symbol – und das ist genau das Zeichen, welches sich auf ihrem Amulett befindet. Nach und nach wird Kyrana in eine Welt aus Geheimnissen und Magie gezogen und sie merkt, dass es das Leben ist, welches für sie schon immer vorher bestimmt war. Und auch dem geheimnisvollen Kelmar kommt sie langsam näher, doch dann passiert ein Vorfall, der die Welt der Nachtwesen erschüttert...

    Ich war sehr glücklich, als ich den Debütroman von Sabine Pagel „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ als Rezensionsexemplar erhalten habe. Denn mir gefiel der Klappentext auf Anhieb sehr und so war ich sehr neugierig auf das Buch.
    Am Anfang fiel es mir schwer in das Buch herein zu kommen. Der Prolog verwirrte mich sehr. Ich fand es jedoch sehr schön wie die Autorin ihre Welt bzw. die Welt von Kyrana beschrieben hat. So hatte man ab dem 1. Kapitel einen Kontext zu der eigentlichen Handlung und die Tatsache, dass man aufgrund des Prologs so plötzlich in die Handlung hinein geworfen wurde, wurde aufgehoben. Ab und zu hatte ich Probleme mit der Sprache. Natürlich kann man die Charaktere, die im Mittelalter leben, nicht so sprechen lassen als wären sie im 21. Jahrhundert geboren. Doch ab und zu fiel es mir sehr schwer, mich weiter auf die Handlung und allgemein auf das Buch zu konzentrieren. Nach dem holprigen Anfang befürchtete ich, dass die weiteren Kapitel ziemlich öde werden würden. Doch zum Glück überraschten mich die folgenden Geschehnisse und so kam auch endlich Spannung auf. Auch die Charaktere waren sehr interessant.
    Ich mochte vor allem Kyranas Sturkopf und dass sie direkt ausspricht, was sie denkt. In dieser Zeit konnten diese Eigenschaften sehr gefährlich sein, doch trotzdem blieb sie sich selbst treu. Auch im Umgang mit den Nachtwesen war sie sehr unerschrocken. Ich mochte die mutige Art an ihr, doch manchmal kam sie mir etwas kühl vor. Dieser Eindruck änderte sich immer, wenn Kyrana mit Kelmar zu tun hatte. Denn dann war sie einfach nur eine Mädchen bzw. eine Frau, die nicht wusste wie sie dem Mann ihrer Träume ihre Liebe gestehen konnte.
    Auch Kelmar wuchs mir sehr ans Herz. Er war im Umgang mit Kyrana immer sehr liebenswürdig und ging mit ihr immer behutsam um. Es war einfach erfrischend mal einen männlichen Charakter kennen zu lernen, der noch ein echter Charmeur war und nie ausfällig wurde.
    Was mir an dem Buch sehr gefallen hat, waren die großen Zeitspannen. Denn eh man sich versah, waren 11 Jahre um und so kam die Handlung rasch voran ohne den Leser mit sinnlosen Seitenfüllern zu langweilen.
    Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band und ich kann „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ jedem empfehlen, der mal Lust hat, ins Mittelalter zu reisen, um die Nachtwesen, Menschen und Elfen dieser Zeit kennen zu lernen.

    >Maria<

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    Cover des Buches Aeternum (ISBN: 9783426511794)

    Bewertung zu "Aeternum" von Andrea Bottlinger

    Aeternum
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Aeternum von Andrea Bottlinger

    „Aeternum“ ist das Debüt von Andrea Bottlinger. Der Fantasy-Roman umfasst 576 Seiten und ist am 02. April 2013 bei Knaur TB erschienen. Ich danke dem Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

    Ein Beben erschüttert Berlin, kurz darauf stürzt der Alexanderplatz ein und hierlässt einen riesigen Krater, der bis weit in die Tiefen unter der Großstadt führt. Niemand weiß warum dies geschehen ist. Auch Engel und Dämonen, die seit Urzeiten im Krieg leben, haben keine Ahnung wer oder was das Ganze verursacht hat. Und so beschließen beide Parteien jeweils einen Abgesandten in die Katakomben zu schicken, um es herauszufinden. Die Wahl fällt auf den gefallenen Engel Jul und die junge Magierin Amanda, die zugleich – gegen ihren Willen – einem Dämon dient. Gemeinsam steigen sie hinab in den Krater und kommen dabei einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur…

    Andrea Bott hat einen flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Sie schafft es, die Umgebung sehr gut und bildlich zu beschreiben. Ich konnte den zerstörten Alexanderplatz und die dunklen, gruseligen Katakomben nahezu vor mir sehen.
    Allerdings, muss ich ehrlich sagen, hatte ich arge Probleme wirklich in die Geschichte rein zu finden. Es war mir einfach nicht möglich, vollkommen abzutauchen. Und teilweise zog es sich auch sehr in die Länge, wodurch ich ziemlich lange gebraucht habe, dieses Buch zu beenden. Die Idee hinter dem Buch fand ich jedoch äußerst interessant. Etwas in der Art hatte ich bisher so noch nicht gelesen.
    Auch mit den Protagonisten hatte ich zu meinem Leidwesen so meine Probleme. Zwar sind sie alle sehr schön ausgearbeitet und dargestellt, doch ich bin nicht wirklich warm geworden mit ihnen. Zweitweise konnte ich Juls und Amandas Handlungen nicht ganz nachvollziehen und ihr Schicksal ging mir leider nicht so sehr ans Herz. Es ist mir sehr schwer gefallen, mich in sie hinein zu versetzen – was jedoch eine große Voraussetzung ist, damit ein Buch mich fesselt.

    Das Cover gefällt mir gut. Es ist in schwarz und blau relativ schlicht gehalten. Einzig der Schriftzug und ein zweifarbiges Ornament, das man meiner Meinung nach gut als zwei Engel deuten könnte, zieren den Buchumschlag.  

    Meiner Meinung nach ist „Aeternum“ ein Roman, der mich leider einfach nicht packen konnte, jedoch mit einer interessanten Geschichte aufwartet, die trotz aller negativen Punkte, die ich vorgebracht habe, gut erzählt ist und sicher vielen anderen tolle Lesemomente beschert.

    >Nina<

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    Cover des Buches Der letzte Engel (ISBN: 9783570154595)

    Bewertung zu "Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar

    Der letzte Engel
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Der letzte Engel von Zoran Drvenkar

    "Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar

    Kennt ihr das, wenn ihr in der Buchhandlung seid und eigentlich kein bestimmtes Buch kaufen wollt, sondern einfach nur stöbern möchtet und plötzlich springt euch ein Cover ins Auge und es lässt einen einfach nicht mehr los? Dann braucht man natürlich noch Glück, dass der Klappentext einen anspricht. Und wenn der Verlag dann noch so lieb ist und das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellt, kennt das Glück natürlich keine Grenzen. Deswegen möchte ich mich bei dem cbj Verlag bedanken, weil er mir „Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar zukommen ließ. Auf 430 Seiten konnte ich Motte in sein neues Leben begleiten und viele interessante Bekanntschaften machen.

    Markus alias Motte lebt mit seinem Vater in Berlin und ist eigentlich ein ganz normaler Junge seines Alters. Er geht zur Schule, ist heimlich in seine beste Freundin Rike verliebt und hängt am liebsten mit seinem besten Freund Lars ab. Das einzige, was er vermisst, ist seine Mutter. Sie verließ ihn, als die beiden in Dänemark im Urlaub waren. Am Abend sagte sie ihm noch, dass er seinen Comic zu Ende lesen darf und sie noch einen Spaziergang machen würde, doch als er am nächsten Morgen erwachte, war sie nicht da. Und so wurde sein Vater alleinerziehend und er hatte auf einmal keine Mutter mehr. Jedes Mal, wenn er seinen Vater oder Großvater fragte, warum sie sie denn verlassen hatte und ob sie je wieder kommen würde, wichen die beiden Mottes Fragen aus.
    Doch diese Fragen beschäftigten ihn auch eines Abends noch, obwohl das inzwischen alles viele Jahre her war. Zum Glück weiß Motte genau, wie er sich ablenken kann: Er denkt einfach an Rike. Bisher hat ihn das immer aufgeheitert. Seine Tagträumereien werden jedoch jäh unterbrochen, als sein Laptop den Eingang einer Mail verkündet. Mit dieser Mail verändert sich sein ganzes Leben. Denn kurz gefasst steht darin: Du wirst diese Nacht sterben.
    Natürlich würde erst einmal jeder, der so eine Mail bekommt, denken, dass es ein blöder Scherz wäre und sich keine Gedanken machen. Doch irgendwie überfällt einen dann doch die Angst. Und so ergeht es auch Motte. Er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und versucht die ganze Nacht nicht zu schlafen. Doch irgendwann übermannt ihn die Müdigkeit und er schläft ein. Als er nachmittags erwacht, war er sehr erleichtert, dass er doch noch lebt. Oder doch nicht? Denn als er sich im Bad im Spiegel betrachtet, fallen ihm einige Veränderungen auf. Die größte allerdings erschreckt ihn bis ins Mark: Er hat Flügel! Und mit seinem Tod beginnt sich eine Jahrhundertelange Prophezeiung zu erfüllen...

    Ich war wirklich sehr gespannt auf das Buch, da mich der Klappentext sehr ansprach. Ich hatte eine großartige und fantasiereiche Geschichte über Engel erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, die Ideen waren super und auch die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, doch leider scheiterte es an der Umsetzung.
    Das Buch kann man eigentlich in einem Wort zusammenfassen: Rückblenden. Die eigentliche Handlung um Motte nahm maximal 100 Seiten ein. Ich finde es ja eigentlich klasse, wenn Nebencharaktere ausführlich beschrieben werden und man etwas über deren Geschichte erfährt, aber irgendwann verschwamm die Grenze zwischen Hauptcharakter und Nebencharakter. Denn Motte kam eigentlich kaum zu Wort. Das Buch lebte von zahlreichen Personen und diese wurden immer in Rückblenden vorgestellt. Das nahm dem Buch die Spannung. Denn die Handlung geriet dadurch ins Stocken, da die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt wird, aber fast immer die gleiche Szenerie. Aufgrund der ganzen Rückblenden wird der Leser immer mehr verwirrt und irgendwann kam ich einfach total aus der Geschichte raus. Jedoch gab es auch positive Dinge an den zahlreichen Rückblenden. Zum einen wären die Informationen. Ich finde es immer wichtig zu wissen, warum eine Person so handelt, wie sie eben handelt. Ich finde es ganz schlimm, wenn Autoren uns Leser vor vollendete Tatsachen stellen und das war zum Glück bei Zoran Drvenkar nicht der Fall. Er erklärt ausführlich, was die jeweilige Person zu ihrer Handlung „gezwungen“ hat. Die zweite Sache, die ich an den Rückblenden gut fand, war, dass man verschiedene Epochen kennenlernen konnte. Viele „Zeitsprünge“ waren über hunderte Jahre, und die Lebensweise fand ich schon sehr packend.
    Doch was mich wirklich fesselte, waren diese sehr facettenreichen Personen. Es war eigentlich für jeden etwas dabei. Ob nun der schüchterne Teenager, der seinen Mut erst wieder entdecken muss, die mutige 10-jährige, die eigentlich meist mehr drauf hat, als jeder Erwachsene, oder der hinterhältige Opa, der eigentlich nur auf sein Wohl aus ist – sie waren alle großartig und sprachen meine Gefühle an. Sie sprangen auch nie aus ihrer Rolle, was ich als sehr angenehm empfand. Zoran Drvenkar hat sehr viel Herzblut in seine Charaktere gesteckt, das hat man gespürt. Leider kam ich einfach mit dem Schreibstil nicht zurecht.
    Ab und zu flammte dann doch etwas Spannung auf und so konnte mich „Der letzte Engel“ trotzdem gut unterhalten. Und ich hoffe ganz stark, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, denn das Ende lässt dies definitiv zu.
    Das Cover ist sehr düster gehalten und zeigt eine Hand, die Federn in der Hand hält. Mit dem Titel “Der letzte Engel“ macht die Gestaltung des Covers Lust auf mehr.
    „Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar konnte mir angenehme Lesestunden bereiten. Jeder, der Geschichte liebt und auch Rückblenden, dem lege ich das Buch sehr ans Herz.

    >Maria<

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    Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783570308431)

    Bewertung zu "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Tote Mädchen Lügen nicht von Jay Asher

    Tote Mädchen Lügen nicht

    „Tote Mädchen lügen nicht“ ist der Debutroman von Jay Asher. Erschienen ist dieser bereits am 16.03.2009 bei cbt und umfasst 288 Seiten. Wir danken dem Verlag herzlich für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

    Clay ist überrascht, als er eines Tages ein Päckchen mit Kassetten nach Hause geschickt bekommt, wie ein paar seiner Mitschüler auch. Die Kassetten sind von seiner ehemaligen Schulkameradin Hannah besprochen. Hannah hatte kurz zuvor Selbstmord begangen und erklärt auf diesen Kassetten nun wie es dazu kam. Sie macht den Hörern klar, dass jeder, der in ihrer Erzählung vorkommt, in gewisser Weise mit ihrem Suizid zu tun hat. Anfangs glaubt Clay noch an einen widerlichen Scherz, dennoch kann er nicht Widerstehen und beginnt sich Hannahs Geschichte anzuhören. Schnell ist er vollkommen gefangen und macht sich, bewaffnet mit seinem Walkman und einer Karte, die Hannah ebenfalls kurz zuvor allen Beteiligten hatte zukommen lassen, auf die Suche nach den Schauplätzen ihres Leids. Und je mehr er hört, desto mehr wird ihm klar, wie viele vermeintliche Kleinigkeiten doch zu einem so großen Unheil führen können.

    „Toten Mädchen lügen nicht“ hat mir gut gefallen. Jay Ashers Schreibstil ist leicht und fließend. Er lässt sich sehr gut lesen. Die bedrückende Stimmung kommt perfekt rüber, man fühlt einfach mit den Protagonisten mit. Jede der Kassetten erzählt die Geschichte eines Mitschülers und wie dieser mit seinen Handlungen Hannah schließlich in den Tod getrieben hat. Anfangs denkt man noch alles ist eigentlich vollkommen harmlos, doch je weiter man lies, desto schlimmer scheint alles zu werden und es wird einem bewusst, dass man sich geirrt hat. Auch viele vermeintliche Kleinigkeiten können einen großen Schaden anrichten.
    Erzählt wird die Geschichte aus Clays Sicht, es wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Besondere ist jedoch, dass auch Hannahs Erzählungen von der Kassette dargelegt werden, hervorgehoben durch Kursiv-Schrift, so kommt man zu keiner Zeit beim Lesen durcheinander.
    Clay ist ein sehr sympathischer Protagonist. Durch die Perspektive lernt man ihn sehr gut kennen und spürt seinen Drang herauszufinden, was Hannah alles zugestoßen ist und wie sehr es ihn bestürzt, auch für Hannahs Tod verantwortlich zu sein.
    Auch Hannah bleibt einem nicht fremd. Durch ihre Erzählungen taucht man ebenfalls in ihr Leben ein, kann gut nachvollziehen wie sie sich gefühlt haben muss und leidet mit ihr.
    Von Clays anderen Mitschülern erfährt man hauptsächlich durch Hannahs Erzählungen, dennoch entwickelte ich gegen einige eine gewisse Antipathie.

    Das Cover ist sehr auffällig gestaltet: knallrot mit großer Schrift und dreizehn Strichen, die für jeden Mitschüler und somit jeden Grund stehen, der Hannah letztendlich das Leben gekostet hat.

    „Tote Mädchen lügen nicht“ erzählt eine schockierende Geschichte, die jedem von uns passieren könnte, auf einfühlsame, aber zugleich auch gnadenlose Weise. Jay Asher zeigt uns auf, was Gerüchte und Mobbing anrichten können und bringt so vielleicht den einen oder anderen dazu, sein Verhalten vielleicht noch mal zu überdenken. Definitiv ist dieses Buch nicht nur für Jugendliche zu empfehlen.

    >Nina<

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    Cover des Buches Edelherb (ISBN: 9783841421319)

    Bewertung zu "Edelherb" von Gabrielle Zevin

    Edelherb
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Edelherb von Gabrielle Zevin

    Edelherb von Gabrielle Zevin

    „Bitterzart“ von Gabrielle Zevin war eines meiner Buch-Highlights im Frühling diesen Jahres. Umso mehr freute ich mich daher auf den 2. Band, der den Namen „Edelherb“ trägt. Als ich es dann viele Tage vor dem Erscheinungsdatum das Rezensionsexemplar vom Fischer Verlag erhielt, war ich natürlich, salopp gesagt, aus dem Häuschen, denn nun konnte ich wieder in das New York im Jahre 2083 reisen und Anya Balanchine auf 520 Seite über die Schulter blicken.

    Anya hat es wahrlich nicht leicht. Auf ihren Freund wurde beim Abschlussball geschossen und der Schütze war niemand geringerer als ihr eigener Cousin. Der Vater ihres Freundes ist der amtierende Staatsanwalt von New York und wenig begeistert davon, dass sein Sohn mit einer Mafia-Tochter zusammen ist. Und zu allem Übel kommt auch noch, dass ihr Bruder ihren Onkel angeschossen hat und sie ihn in Japan unterbringen musste damit er nicht ins Gefängnis kommt oder von ihrer Familie erschossen wird. Denn bei ihren Verwandten gibt es kein Vergeben und Vergessen. Als ob das nicht alles schon schlimm genug wäre, muss sie wieder in die Erziehungsanstalt, die den klangvollen Namen „Liberty“ trägt. Nachdem sie ihre Haftstrafe verbüßt hat, schwört sie sich nie wieder zurück zu kommen. Doch das ist bei ihrer Familiengeschichte leichter gesagt als getan. Anya versucht wieder ihr normales Leben zurück zu bekommen, doch leider nimmt keine Schule in der näheren Umgebung eine „Kriminelle“ auf und nach Holy Trinity kann sie nicht zurück, da sie wegen unerlaubten Waffenbesitzes von dieser Schule geflogen ist. Jedoch passiert plötzlich ein Wunder. Die Direktorin ihrer ehemaligen Schule bittet Anya um ein Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass der Schule eine erhebliche Menge Geld gespendet wurde, mit der Absicht, sie wieder auf die Schule zu bekommen. Doch wer ist dieser heimliche Gönner? Anya beschließt nicht weiter darüber nachzudenken und genießt es, wieder mit ihrer besten Freundin Scarlet, ihrem Freund Win, ihrer Schwester Natty und anderen Freunden am Unterricht teilzunehmen und mit ihnen die Pausen zu verbringen. Jedoch ist ihr Glück nicht von Dauer und wenige Tage später wird sie von der Polizei wieder nach „Liberty“ gebracht. Der Grund für die Rückkehr ist ein einziges Foto, was sie und Win beim Händchen halten zeigt. Anya kann es nicht fassen und sie plant mit ihren zwei Rechtsanwälten die Flucht nach Mexico. Doch auch an diesem traumhaften Ort, an dem sie den Anbau von Kakao erlernt und viele neue nette Menschen trifft, kann sie vor ihrer Vergangenheit und ihrer Abstammung nicht fliehen...

    „Edelherb“ schließt nahtlos an „Bitterzart“ an. Anya befindet sich in „Liberty“ um ihre Haftstrafe abzusetzen. Die Vorstellung, dass ich selbst in eine Erziehungsanstalt müsste, jagt mir einen Schauer über den Rücken. Ich finde es sehr bewundernswert wie Anya mit dieser Situation umgeht. Sie ist nicht eingeschüchtert, außer wenn sie in den berüchtigten Keller der Anstalt muss, aber ansonsten ist sie stark, tough und fällt nicht weiter auf. Sie versucht der Situation noch etwas Positives abzugewinnen. Und das hat mich sehr inspiriert. Ich finde es auch richtig bemerkenswert, dass sie ihr Erbe und ihren Namen, der ihr ja soviel Ärger eingebracht hat, nicht verleugnet. Sie trägt ihn mit einem gewissem Stolz und versucht Einfluss zu nehmen. Man kann eigentlich sagen, dass sie eine typische Macherin ist. Was mich an diesem Band immer wieder fasziniert, ist, dass Anya ihre Gefühle immer mehr offenbart. Denn sie merkt, dass sie mit ihrer verschlossenen Art nicht weiterkommt. Und in meinen Augen macht sie damit eine große Veränderung durch. Im ersten Band war es ihr schier unmöglich, ihre Gefühle offen auf den Tisch zu legen, was bei ihren Schicksalsschlägen kein Wunder ist. Doch jetzt streift sie diese kühle Art etwas ab. Natürlich ist sie immer noch nicht das sensible Mädchen von neben an, aber das hat mich überhaupt nicht gestört.
    Sie merkt auch schnell, dass sich Natty, ihre Schwester, in ihrer Abwesenheit zu einer jungen Frau verändert hat. Mit jungen 13 Jahren ist diese Entwicklung schon beträchtlich. Aber im Hinblick auf die Hochbegabung von Natty absehbar. Sie lernt, dass es wichtig ist, an seinen Zielen festzuhalten und den falschen Personen nicht zu vertrauen. Nach und nach hat sie immer mehr ein Auge dafür, wem sie ihr Vertrauen schenken darf und wird auch immer mehr zu einer guten Beraterin für Anya.
    Was ich an „Edelherb“ besonders interessant fand, waren die Geschichten der Nebenfiguren. Denn diese wurden nicht außer acht gelassen, sondern leidenschaftlich erzählt. Natürlich nicht so intensiv wie bei Anya, aber das wäre auch unmöglich. Man bekommt so einen guten Einblick über ihre Wandlungen, die sie durchmachen und die Gründe, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Die Story war wieder total spannend erzählt, sodass es mir unmöglich war, das Buch weg zu legen. Der Wechsel des Handlungsortes war sehr erfrischend. Natürlich liebe ich New York, aber auch für Mexico habe ich mich schon immer interessiert und es war schön zu sehen wie Anya in einer anderen Umgebung mit völlig anderen Menschen zu recht kommt. Das hat der Handlung und der Spannung definitiv gut getan. Mir hat das Buch auf jeden Fall noch besser gefallen als der 1. Band der "Brightright - Trilogie" und es ist einfach eine gelungene Fortsetzung.
    Das Cover ist dunkler gehalten als bei „Bitterzart“. Eine Kakaofrucht ist auf dem Schutzumschlag abgebildet, was ja nur logisch erscheint, da es in dem Buch ja fast ausschließlich um die Schokoladendynastie der Familie Balanchine geht und auch allgemein um die Herstellung von Schokolade. Des Weiteren zeigt das Cover die Skyline von New York mit dem Wahrzeichen überhaupt, der Freiheitsstatue. Ich denke, das Mädchen soll Anya darstellen, da ihr Haar immer lockig beschrieben wird und das Mädchen auf dem Cover ebenfalls diese Locken ausweist.
    Ich kann „Edelherb“ allen empfehlen, die der süßen Versuchung nach Schokolade nicht widerstehen können und einmal herausfinden wollen, wie es ist in einem Land zu wohnen, in dem der Besitz und Verzehr von Schokolade illegal ist.

    >Maria<

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    Cover des Buches Schattenblüte: Die Erwählten (ISBN: 9783499267024)

    Bewertung zu "Schattenblüte: Die Erwählten" von Nora Melling

    Schattenblüte: Die Erwählten
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Schattenblüte - die Erwählten von Nora Melling

    Schattenblüte - die Erwählten von Nora Melling

    Ich finde es immer traurig, wenn eine Reihe endet. Trotzdem halte ich es nie aus den letzten Band zu lesen. Nun ist die Zeit für die „Schattenblüte“-Trilogie gekommen, denn mit „Schattenblüte - die Erwählten“ von Nora Melling endet die Reise von Thursen und Luisa und den Werwölfen aus dem Grunewald auf 398 Seiten. Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich aus tiefstem Herzen beim Rowohlt Polaris Verlag bedanken.

    Die Schlacht ist geschlagen und Luisa musste sich zum dritten Mal verwandeln und zu einem Werwolf werden damit sie nicht an ihren schweren Verletzungen stirbt. Thursen, der als Mensch Lars heißt, bleibt immer an ihrer Seite, so wie Luisa immer an seiner Seite war. Denn es ist ja alles halb so schlimm, da alle beide wissen, wie sie Luisa wieder in einen Menschen verwandeln können. Doch bevor sie es probieren können, wird das Lager von Shinanim angegriffen. Dabei werden Luisa und Haddrice gekidnappt und in das feindliche Lager gebracht. Wie wilde Tiere fesselt man sie und wirft sie in eine Kiste, in der sie kaum bewegen können. Jedoch schafft es Luisa sich aus ihren Fesseln zu befreien und ihren inneren Wolf zu bannen. Die zwei Shinanim staunen nicht schlecht als sie einen Menschen anstatt eines Wolfes aus der Kiste herauslassen. Vor Panik stürzen sie aus dem ausbruchsicheren Zimmer und lassen Luisa verängstigt und halb erfroren zurück.
    Zur gleichen Zeit holt Elias das Oberhaupt der Shinanim am Flughafen ab. Als Kämpfer gegen die Werwölfe und einer der Überlebenden der Schlacht ist er einer der wichtigsten Verbündeten gegen den Kampf der Werwölfe. Denn sein Wissen ist pures Gold wert. Und natürlich soll er sich sofort um die gefangenen Werwölfe kümmern ohne zu wissen um welche es sich dabei handelt. Nichts ahnend wird er in das Zimmer, in dem Haddrice an ein Kreuz gefesselt ist, geführt. Natürlich erkennen sich die beiden und Elias versucht ihr zu helfen. Doch lieber würde Haddrice sterben, als Hilfe von einem Shinanim anzunehmen. Also begibt er sich auf den Weg in das zweite Zimmer und kann sich der Wahrheit nicht mehr verwehren. Er sieht Luisa und weiß dass sie nun eine Werwölfin ist und somit ihre Entscheidung getroffen hat. Sie hat sich gegen ihr menschliches Leben und gegen ihn entschieden und für das Leben als Werwolf und für Thursen. Nachdem Elias alles versucht hat, um Luisa ihre Erinnerungen wieder zu geben und nichts funktioniert hat, weiß er nur noch einen Ausweg: Er küsst sie. Und wie damals in der WG ordnen sich Luisas Gedanken und sie bekommt ihre Erinnerungen zurück. Doch sie hat nicht genug Zeit dies zu genießen, denn sie muss zu Haddrice. Elias gelingt es sie zur ihr ins Zimmer zubringen, doch selbst er verlässt sie und überlässt sie ihrem Schicksal. Doch Luisa wäre nicht Luisa, wenn sie nicht einen Ausweg fände – wenn auch eher durch Zufall. Nachdem sie über das Dach geflohen sind und wieder im Wald zu ihrem Rudel stoßen, ist die Zeit der Ruhe vorbei. Denn die Shinanim sind nun auf der Suche nach ihnen. Und so beginnt eine Jagd, aus der nur ein Sieger hervor gehen kann. Doch wer ist der Feind und wer ist ein Verbündeter?

    Nach dem Ende des zweiten Teils konnte ich es kaum noch erwarten bis ich endlich „Schattenblüte – die Erwählten“ lesen konnte. Und dann war der Tag endlich kommen. Ich ging mit hoher Erwartung ans Lesen weil die ersten beiden Bände schon großartig geschrieben waren. Und was soll ich sagen: Nora Melling hat mich wieder nicht enttäuscht. Diese faszinierende Geschichte hat nun einen würdigen Abschluss. Mir gefiel der 3. Band sogar noch besser als die beiden anderen und es war eine große Erleichterung als ich das herausgefunden habe. Die Handlung von „Die Erwählten“ schließt nahtlos an die Handlung von „Die Wächter“ an. Luisa liegt im Sterben und nur die endgültige Verwandlung zu einem Werwolf kann sie noch retten. Luisa steht das alles erstaunlich gut durch. Ihr Wille wird immer stärker und auch ihre neu gewonnene Kraft lässt nicht mehr viel von dem traurigen, schüchternen Mädchen vom Anfang übrig. Luisa war mir irgendwie von Anfang an immer schon sympathisch und so auch im 3. Teil der Trilogie. Sie denkt immer an andere und versucht mit aller Kraft das Böse von ihren geliebten Wölfen und Menschen fernzuhalten.
    Und auch wenn sie ein Werwolf ist, verliert sie nie diese Eigenschaft, die sie so menschlich macht. Thursen ist auch so wie ich ihn in Erinnerung habe. Man spürt förmlich bei jeder Handlung und jeder Tat seinerseits die Liebe zu Luisa und dass er die Welt für sie zu einem besseren Ort machen will. Wenn nötig auch alleine. Auch wenn er kein Werwolf mehr ist, so ist er doch irgendwie immer noch der Leitwolf neben dem eigentlichen Leitwolf. Er hört eben nie auf Verantwortung zu übernehmen und kämpft mit dem Mut eines Wolfes und mit der Kraft eines Menschen. Dabei vergisst er ab und an, dass er nicht unverwundbar ist. Doch dieser unerschütterliche Wille macht ihn so nahbar. Und vor allem die immer wiederkehrende Eifersucht die er verspürt, wenn Elias mit Luisa redet, lassen ihn so liebevoll und menschlich wirken.
    Elias war von allen Charakteren einer meiner Liebsten. Auch wenn es den Anschein hat, dass er es relativ leicht hat im Gegensatz zu den Wölfen, hat er es mit am Schwersten. Denn er weiß nicht wem er vertrauen kann. Nachdem sein einziger Vertrauter getötet wurde, zweifelt er immer mehr an dem Ziel der Shinanim. Ich habe immer gehofft, dass er irgendwann seine bessere Hälfte findet und in Frieden leben kann, damit er sich endlich mal von allem erholen kann und nicht immer so perfekt sein muss. Die Rebellion gegen seine eigentliche „Familie“ macht ihn für mich so anziehend. Er lässt sich nicht für dumm verkaufen und hinterfragt nach einer Zeit die Handlung der Shinanim. Denn auch wenn er für die gegnerische Seite kämpft, vergisst er nie die Zuneigung, die er für Luisa fühlt. Ich denke, die Gutmütigkeit hat ihn für mich so unwiderstehlich und unverwechselbar werden lassen. Auch die anderen Charaktere wie Norrock oder Rieke sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie, als das Buch zu Ende war, eigentlich nicht gehen lassen wollte. Nach drei Büchern sind sie fast wie liebgewonnene Freunde geworden. Und das macht diesen Zauber dieser Trilogie aus. Deshalb sind die Bücher für mich so faszinierend und wundervoll.
    Der Schreibstil ist wie immer so fließend, so dass man das Gefühl für Raum und Zeit verliert. Auch die Spannung kann man förmlich auf jeder Seite spüren, denn es passiert immer irgendwas, und kaum hat man einen Schock überwunden, kommt schon der nächste, im positiven Sinn.
    Das Cover passt perfekt zu seinen Vorgängern. Es zeigt wieder ein Mädchen, das eine Schattenblüte im Haar trägt. Wenn man über das Buch streicht, spürt man die Tropfen, die auch auf dem Cover abgebildet sind.

    Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der Lust auf eine Trilogie mit einem würdigen Abschluss hat und eine Werwolf-Geschichte mit Tiefgang lesen möchte.

    >Maria<

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    Cover des Buches Alice im Zombieland (ISBN: 9783862789863)

    Bewertung zu "Alice im Zombieland" von Gena Showalter

    Alice im Zombieland
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Alice im Zombieland von Gena Showalter

    Die Geschichte um Alice und das kleine weiße Kaninchen hat mich meine Kindheit lang begleitet. Nun war ich umso gespannter, als ich hörte, dass ein Buch mit dem Namen „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter in den Handel kommen sollte. Auch der Klappentext überzeugte mich und umso mehr freute ich mich natürlich, dass Buecher-Fans einer der Blogs sein sollte, der das Buch vorab lesen draf. Deshalb möchte ich mich hier bei „Blogg dein Buch“ bedanken, die uns ausgewählt haben, dieses Buch zu lesen und natürlich auch dem Mira Taschenbuch Verlag, der das Buch zur Verfügung gestellt hat. Und so begann ich auf 399 Seiten die Reise mit Alice ins „Zombieland“ anzutreten.

    Nach außen hin ist Alice' Familie eine komplett normale Familie. Aber wenn man hinter die Fassade blickt, merkt man schnell, dass sie anders sind. Ihr Vater erlaubt niemandem nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus zu gehen. Was das für zwei heranwachsende Mädchen bedeutet, ist wohl jedem klar: keine Jungs, keine Partys und schon gar keine Übernachtungen bei Freundinnen. Und so werden Alice und ihre Schwester Emma immer mehr zu Außenseitern. Und das alles nur, weil ihr Vater denkt, er sehe Monster. Und das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ihre Mutter diesen Wahnsinn auch mitmacht. Dazu kommt noch, dass der Vater der beiden Mädchen jeden Abend betrunken ist. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die Eltern den Geburtstag ihrer ältesten Tochter vergessen. Doch das spielt Alice in die Hände, denn diese wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre jüngere Schwester bei ihrem allerersten Auftritt auf der Bühne zu sehen. Und so versucht sie ihre Mutter zu überreden, dass Emma an der Aufführung teilnehmen darf und sie alle dabei seien werden. Natürlich waren beide Eltern wenig begeistert, doch Alice weiß wie sie mit ihrer Mutter reden muss und so sitzen sie wenige Stunden später gemeinsam bei der Aufführung. Doch ihr von Paranoia zerfressener Vater macht das zu einer einzigen Tortur. Als der Applaus verklingt zerrt ihr Vater seine ganze Familie regelrecht ins Auto. Alice atmet langsam auf, als sie sich ihrem Zuhause nähern, doch dann reißt ihr Vater plötzlich das Lenkrad herum und sie bauen einen schrecklichen Unfall. Noch bei Bewusstsein sieht Alice plötzlich ein schreckliches Szenario. Menschenähnliche Wesen wühlen in den Eingeweiden ihres Vaters als wären es Spaghetti und so beginnt für Alice ein neues Leben voller Gefahren, aber auch Liebe und Freundschaft.

    Ich war sehr neugierig auf „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter, denn ich stellte mir einige Fragen wie: Wird es eins zu eins wie „Alice im Wunderland“ nur mit Zombies oder vollkommen anders? Und wie will die Autorin die bekannten Figuren, wie z.B. das weiße Kaninchen im Buch unterbringen?
    Doch diese Fragen vergaß ich, als ich die ersten Seiten von „Alice im Zombieland“ las. Das Buch zog mich komplett in seinen Bann und lies mich nicht mehr los. Und so war es bereits 8 Uhr morgens, als ich mit dem Buch fertig war. Die Geschichte ist so aufregend, dass ich jegliches Zeitgefühl verlor. Natürlich gibt es schon Bücher und Serien über Zombies, doch Gena Showalter schaffte es, sie komplett neu erscheinen zu lassen, was ja bei nach Verwesung riechenden und verrottenden Wesen nicht ganz so einfach ist. Trotzdem konnte mich die Handlung komplett überzeugen, was ich aber auch den verschiedenen Charakteren zu verdanken habe. Denn die Entwicklung von Alice hat mir sehr gefallen und sie für mich zu einem Charakter gemacht, auf den ich nicht mehr verzichten will. Sie ist anfänglich etwas unterkühlt, was ihre Eltern betrifft, doch zu ihrer Schwester ist sie sehr liebevoll. Nach und nach sieht sie aber, dass ihre Eltern nur das Beste für sie wollten und gesteht ihre Fehler ein. Sie ist zwar sehr stolz, aber nicht so sehr, dass sie arrogant wirkt. Alice findet schnell Freunde in ihrer neuen Schule und stellt sich schweren Aufgaben, bei denen einige in ihrem jungen Alter zusammengebrochen wären und sich freiwillig in eine Psychiatrie eingeliefert hätten. So einen Charakter wie Alice habe ich vorher nie in einem Buch kennengelernt. Doch das ist überaus positiv gemeint. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und im Laufe der Geschichte wird sie zu einer jungen und sehr starken Persönlichkeit, die auf ihre Fähigkeiten vertraut. Doch eine Heldin wäre nichts ohne ihre beste Freundin. Kat ist so witzig wie verrückt. Sie lässt sich von niemandem herumschubsen und sagt offen ihre Meinung. Ihre einnehmende Art ist nicht nervig sondern liebenswürdig. Und sie schleicht sich nicht in das Herz des Lesers, sondern reißt jede Barrikade beiseite. Und wie jeder normale Mensch haben die beiden Mädchen eine schwäche für gefährliche Jungs, denn Alice verliebt sich in den unnahbaren Cole, der Anführer einer gefürchteten Clique. Doch Alice schaut hinter die Fassade von Cole und auch er verändert sie in positiver Hinsicht. Die beiden passen aufeinander auf und der Beschützerinstinkt von Cole lässt den Leser einfach nur dahin schmachten. Ich glaube, wenn ich in Alice Position wäre, wäre ich ihm auch verfallen. Cole ist sehr intelligent und steht für die Menschen, die er liebt, ein und würde sie mit seinem Leben verteidigen. Da er schon viele geliebte Menschen hat sterben sehen, lässt er nicht viele Menschen in sein Herz, doch Alice schafft es und macht ihn zu einem noch liebevolleren Menschen.
    Also ich bin von dem Buch zu 100% überzeugt und freue mich schon auf den 2. Teil. Das Cover sieht sehr märchenhaft aus mit den Verschnörkelungen und trotzdem passt es perfekt zur Geschichte.
    Ich möchte jedem ohne jegliche Einschränkungen „Alice im Zombieland“ empfehlen und kann euch versichern, dass es eines meiner Jahreshighlights 2014 ist und bleiben wird.

    >Maria<

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    Cover des Buches Der Zauber am schwindenden Horizont (ISBN: 9783941935020)

    Bewertung zu "Der Zauber am schwindenden Horizont" von Thomas Neumeier

    Der Zauber am schwindenden Horizont
    Buecher-Fansvor 8 Jahren
    Der Zauber am schwindenden Horizont von Thomas Neumeier

    Der Zauber am schwindenden Horizont von Thomas Neumeier

    Ich bin schon immer im Fantasy-Genre Zuhause und habe mich daher sehr gefreut als wir die Anfrage zu „Der Zauber am schwindenden Horizont“ von Thomas Neumeier bekamen. Natürlich schlug ich gleich zu und wollte das Buch sehr gerne rezensieren. Ich möchte mich daher beim adakia Verlag bedanken, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten. Auf 197 Seiten konnte ich Karla Bergen auf ihrer Suche nach der Wahrheit begleiten.

    Karla Bergen ist eigentlich ein ganz normaler Mensch, der aber ab und zu mit seinem Leben nicht zu Frieden ist, aber nicht wirklich hinterfragt, woran es liegt. Man sollte meinen, dass sie ein sehr aufregendes Leben als Privatdetektivin führt. Doch dies ist nicht wirklich der Fall. Jeder Tag gleicht dem anderen. Dies ändert sich jedoch, als sie einen Auftrag von einem besorgten Paar erhält, das ihren Sohn sucht. Seit einiger Zeit verschwinden immer wieder Personen aus Regensburg und niemand hat bisher eine Spur, die zu den Vermissten führt. Und nun muss sich Karla auf die Suche begeben. Doch diese bleibt nicht erfolglos und relativ schnell hat sie eine erste und einzige Hauptverdächtige: die Esoterikladeninhaberin Phyllis. Sie folgt ihr Abend für Abend doch nichts Ungewöhnliches will Karla auffallen. Außer dass Phyllis viel trinkt und nicht betrunken wird, ist nichts weiter merkwürdig. Doch die Spur führt eindeutig zu dem Esoterikladen. Eines Abends, als sie zum wiederholten Male Phyllis verfolgt, wird diese von ein paar Rüpeln belästigt und Karla macht sich schon auf das Schlimmste gefasst. Jedoch ist ihr Einschreiten gar nicht nötig. Denn aus den Schatten tauchen plötzlich Männer auf und retten Phyllis vor den Angreifern. Diese scheint jedoch überhaupt nicht verängstigt, sondern eher ruhig und gelassen. Was steckt nur hinter dieser merkwürdigen Frau? Als Karla Phyllis erneut in einen Club folgt, traut sie ihren Augen nicht: Die Frau scheint wahllos Männer abzuschleppen. Sie küsst einen jungen Mann, den sie vor 5 Minuten gerade kennen gelernt hat. Dieser scheint etwas verwirrt zu sein. Doch die beiden machen sich auf den Weg in Phyllis' Laden und Karla wittert ihre große Chance. Sie bricht die Tür auf, um das schlimmste zu verhindern. Doch was sie in dem Laden vorfindet übersteigt ihre kühnsten Träume...

    „Der Zauber am schwindenden Horizont“ von Thomas Neumeier hat mich sehr überrascht. Ich habe mir am Anfang vorgestellt, dass das ein Fantasy-Buch mit einem Hauch von Krimi-Elemente ist. Doch so war es nicht. Diese ganze Privatdetektiv-Sache wurde nur so als Einleitung benutzt, was mir sehr gut gefiel. Man wurde nach wenigen Seiten gleich in das Reich von Chantah gezogen und konnte sich dem nicht entziehen. Leider blieben bei mir die Emotionen verborgen. Die Charaktere lösten bei mir keine Gefühlsregung aus. Karla ist 33 Jahre alt und arbeitet als Privatdetektivin. Sie ist mit ihrem Leben nicht immer zufrieden ohne zu ahnen, was sie vermisst. Ich finde sie immer etwas negativ eingestellt. Sie ist sehr pessimistisch und durch diesen Pessimismus hat sie sich immer weiter von mir entfernt. Sie war für mich so einfach nicht greifbar und so konnte ich keinen Bezug zu ihr aufbauen. Ähnlich ging es mir mit Phyllis. Sie war zwar immer liebevoll, doch hatte so eine Einstellung, die Dinge immer nur schwarz oder weiß zu sehen. Das stieß bei mir auf Missfallen. Natürlich fand ich es wunderschön wie die Zwei zueinander gefunden haben, doch diese wenigen Momente reichten einfach nicht aus, um eine Verbindung zu den beiden aufzubauen und deswegen konnte ich auf den letzten Seiten einfach keine Traurigkeit aufbringen für deren beider Schicksal.
    Was mich jedoch manchmal für eine Emotion gepackt hat, war Wut. Das Buch ist mir einfach viel zu pessimistisch. Ich lese gerne Fantasy-Bücher weil ich genug von der Welt da draußen habe und in „Der Zauber am schwindenden Horizont“ wurde ich immer auf die Schlechtigkeit der Menschen und dieser Welt gestoßen. Wenn man die Welt vorher nicht gehasst hat, danach wird man dies ganz bestimmt tun. Natürlich ist einiges wahr was in dem Buch geschrieben steht, doch vieles ist auch übertrieben. Nicht alle Menschen sind schlecht oder hintertrieben und wollen ihrem Gegenüber etwas Schlechtes. Manchmal wurde mir das alles viel zu verallgemeinert. Stellenweise wurde ich richtig depressiv, weil diese Welt ja so schlecht ist. Mir haben solche Passagen die Freude auf das restliche Buch echt verdorben. Was mir das Lesen auch schwer gemacht hat, war der Aufbau des Geschriebenen. Es wurde immer abwechselnd aus der Sicht von Karla und dann wieder von Phyllis geschrieben. Jedoch wurde das bereits erlebte wiederholt und die Handlung ging daher immer etwas schleichend voran. Leider blieb so die Spannung auch auf der Strecke, weil man ja teilweise schon wusste, was passiert. Natürlich ist diese Struktur abwechslungsreich, aber nur, wenn auch was anderes erzählt wird. Einige Dialoge wurden verändert und die Handlung teilweise weitergeführt, aber das reichte nicht, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
    Ich muss wirklich sagen, dass das Buch einiges an Potential aufweist, leider wurde dieses nicht optimal umgesetzt.
    Das Cover ist zauberhaft. Es ist in dunklen Tönen gehalten und wirkt sehr mystisch. Auch die angedeuteten Verschnörkelungen tragen zu diesem Effekt bei.
    Ich kann „Der Zauber am schwindenden Horizont“ trotzdem allen empfehlen, die sich nicht von meiner Kritik abschrecken lassen und die auf eine fantastische Reise aufbrechen wollen und Lust haben das Geheimnis um Karla und ihre Herkunft zu lüften.

    >Maria<

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