Buecherunserleben

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    Cover des Buches It was always you (ISBN: 9783499003141)

    Bewertung zu "It was always you" von Nikola Hotel

    It was always you
    Buecherunserlebenvor 23 Tagen
    Schade...


    Inhalt:

    Sie wollte niemals zurückkehren.

    Er wollte sie nie gehen lassen...


    Vier Jahre ist es her, dass Ivy alles verlor. Kurz nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Stiefvater sie ins Internat abgeschoben, weil sie sich ständig mit ihrem älteren Stiefbruder Asher stritt. Doch in diesem Sommer will ihr Stiefvater sie plötzlich unbedingt sehen und ruft sie zurück nach Hause - auf eine Insel an der Küste von New Hampshire. Dort trifft sie auch Asher wieder. Immer noch unausstehlich. Immer noch kompliziert. Und immer noch viel zu gut aussehend. Verdammt. Das Wiedersehen setzt ihr viel mehr zu, als sie erwartet hätte. Doch als Ivy erfährt, warum sie zurückkehren sollte, droht ihre Welt vollkommen auseinanderzubrechen...


    Meine Meinung:

    In der Geschichte, der deutschen Autorin Nikola Hotel, geht es um Ivy, die nach vier Jahren wieder nach Hause fährt. Schon nach den ersten paar Seiten trifft sie auf Asher, ihren Stiefbruder, im Flugzeug. Man erfährt, wie wenig sie ihn leiden kann und das er der Grund dafür sein soll, das ihr Stiefvater sie damals in ein Internat gesteckt hat. Zusammen reisen die beiden weiter, um herauszufinden warum ihr Vater sie sehen will. 

    Ivy ist 19 Jahre und studiert in New York, dort teilt sie sich mit ihrer besten Freundin eine Wohnung. Sie ist ein sehr kreativer Mensch und hält besondere Momente in Form von kurzen Zitaten in ihrem Bullet Journal fest. Besonders schön fand ich die dazu passenden Illustrationen im Buch. Ich bin mit Ivy während der Geschichte nicht wirklich warm geworden. Ivy verfällt mir viel zu oft, eigentlich immer sofort in eine Opferrolle und entschuldigt sich wirklich am laufenden Band. Sich zu entschuldigen ist generell ja was Positives und zeigt, dass eine Person die eigene Handlung reflektiert. Doch hier in Ivys fall ist das leider nicht so, egal was passiert, auch wenn es nicht ihre Schuld ist, fühlt sie sich schuldig und entschuldigt sich mehrmals.

    Ihr Stiefbruder Asher war mir leider genauso unsympathisch. Er ist 25 Jahre und arbeitet in der Firma seiner Familie. Im ganzen Buch erfahren wir nicht viel über ihn, nur das er gerne mit älteren Frauen schläft, mega fies und generell eher ein Arschloch ist. 

    Erwähnenswert sind für mich die Nebencharaktere Sam, Harper und Ivys Stiefbruder Noah. Alle drei waren mir sympathisch und haben mich dazu veranlasst das Buch zu beenden.

    Für mein Empfinden gab es zwischen Asher und Ivy keinen Moment, bei dem ich auch nur im Ansatz nachvollziehen konnte, wie die beiden sich ineinander verlieben konnten. Asher ist lange unglaublich fies zu Ivy, was sich plötzlich ändert, als die beiden ihre Gefühle zulassen. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt Noah die Rolle des Arschloches, generell wird er in der Geschichte nie wirklich ernst genommen und fast nur mit ihm gestritten. 

    Auch der Altersunterschied zwischen Asher und Ivy hat mich gestört. Sechs Jahre sind ab einem gewissen alter kein Problem mehr, aber wenn man erfährt, dass ein Mann der zu dem Zeitpunkt 21 Jahre alt ist Interesse an einem Mädchen hat, dass grade einmal 15 Jahre ist, finde ich das sehr bedenklich. 

    Natürlich wusste ich, dass ich hier eine Geschichte lesen werde, in der es um eine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern geht. An sich nichts unbedingt verwerfliches, die beiden sind schließlich nicht verwandt. Allerdings bin ich nicht damit klargekommen, dass Noah Ivy als seine Schwester sieht, sein Bruder aber mit ihr zusammen sein will und ihr Vater Ivy adoptiert und als seine Tochter angenommen hat. Okay, damit hätte ich vielleicht grade noch leben können, aber als Ivy dann angefangen hat ihren Stiefvater „Dad“ zu nennen, war ich leider raus. 

    Um zum Abschluss nochmal was Positives zu sagen: Der Schreibstil der Autorin war wirklich flüssig und angenehm zu lesen. Gefallen haben mir auch die detaillierten Beschreibungen von Brett- und PlayStation Spielen, das war sehr interessant.

    Fazit:

    Das wunderschöne Cover kann leider nicht über den Inhalt hinwegtrösten und hat mir gar nicht gefallen. Da mir vor allem Noah sympathisch war, werde ich dem zweiten Band auf jeden Fall nochmal eine Chance geben. 

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick (ISBN: 9783499275388)

    Bewertung zu "Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick" von Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
    Buecherunserlebenvor einem Monat
    Schnappe dir eine Decke, ein warmen dampfenden Tee und dieses Buch!

    Avery zieht nach der Scheidung mit ihrer Tochter nach Redwood. Redwood ist eine Kleinstadt zwischen Bergen, Wäldern und Wasser. Ihre Mutter lebt dort, betreibt einen kleinen Laden und vermietet Ferienhäuser. In eines der Häuser zieht Avery und trifft kurz darauf den Tierarzt Cade. 

    Avery besitzt nach außen hin sehr viel Selbstvertrauen und ist ziemlich schlagfertig. Kommt es aber zu tieferen Gefühlen oder gar liebe fehlt ihr dieses. Sie zweifelt sehr an sich und ihrem Aussehen und hat sich nach der Scheidung geschworen keine neuen Beziehungen einzugehen. 

    Cade dagegen ist der Playboy von Redwood. Jeden Tag landen neue Fotos, auf Redwoods eigener Pinterest Seite, die ihn mit einer anderen Frau zeigen. Er ist nicht auf der Suche nach einer Beziehung, er hat Angst vor tieferen Gefühlen und hat auch so etwas wie Liebe noch nie zuvor empfunden. 

    Beide Protagonisten waren mir Sympathisch, wobei ich Cade ein klein wenig lieber mochte als Avery. Avery hat sehr stark mit ihrer Vergangenheit zu Kämpfen und droht sich eine wundervolle Zukunft zu verbauen, weil sie immer wieder vergleiche anstellt und sich nicht öffnen kann. Oft weist sie Cade zurück und ruht sich in ihren schlechten Erfahrung aus, anstatt den Mut zu haben neue zu machen. Cade bemüht sich wirklich sehr und bringt ihr unmenschliches Verständnis entgegen. Ich war wirklich überrascht, dass er dieses Ständige abgewiesen werden und hin und her ausgehalten hat.

    Ganz besonders schön fand ich, wie die beiden mit Hailey umgegangen sind - davon hätte es gerne mehr geben können. 

    Die Story an sich ist nicht spektakulär oder neu und beim Lesen musste ich wirklich oft die Augen verdrehen, aber man kann nicht anders, als sich in Redwood und seine Bewohner zu verlieben. Alle sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und wissen dank Cades zwei Tanten und Mutter über alles Bescheid.

    Und genau darauf hatte ich mich bei dieser Geschichte besonders gefreut: Drei ältere Damen, die Kuppler spielen wollen. Doch leider empfand ich ihre „Kuppel“ Versuche nur am Rande wirksam oder überhaupt beachtenswert. Da habe ich wirklich mehr erwartet.

    Fazit:

    Eine einfache Love Story mit viel Kitsch und großen Problemen. Und doch ist es eine wundervolle wohl fühl Geschichte, die perfekt in den Herbst passt. Hervorzuheben ist hier noch mal, der Umgang und die Darstellung von Haileys Autismus. Sie wurde von den Bewohnern in Redwood wie ein normales Kind behandelt und nicht auf ihr Autismus reduziert. Vor allem Cade konnte so wundervoll mit dem kleinen Mädchen...

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    Cover des Buches Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (ISBN: 9783446264250)

    Bewertung zu "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" von Alice Hasters

    Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten
    Buecherunserlebenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sollte jeder gelesen haben
    Mega wichtig!

    „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“


    Das Thema Rassismus geht uns alle etwas an. Doch leider wissen Menschen, die selber keine Rassismuserfahrungen machen müssen oft nicht wie sich betreffende fühlen oder wo genau Rassismus anfängt. Oft hört man so Sprüche wie „Heutzutage darf man auch gar nichts mehr sagen“ – „Ich wollte doch nur wissen, wo die Person herkommt“ oder „Also ich bin kein Rassist aber …“ . Und genau aufgrund solcher aussagen wollte ich mich gerne mehr mit dem Thema befassen. 

    Alice Haster schreibt in ihrem Buch über ihre eigenen Erfahrungen und über die Geschichte und Vergangenheit anderen People of Color. 

    Während des Lesens war ich echt oft ziemlich geschockt. Geschockt darüber was für Erfahrungen sie machen musste und was ich alles nicht über die Geschichte der BIPoC gewusst habe. Grade über die Vergangenheit der BIPoC hat mich sprachlos zurückgelassen und ich kann nicht verstehen wie man Menschen so etwas antun kann. Ich Danke Haster für dieses Buch und hoffe das viele Menschen sich die Zeit nehmen, sich über dieses Thema zu informieren. Am Ende stellt sich natürlich die frage: Was kann ich machen um zu helfen etwas zu ändern? Um diese Frage zu beantworten, lass ich Alice Hasters am besten selbst sprechen und füge hier ein Zitat aus dem Buch ein: 


    „Mehr Chancen, mehr Optionen, mehr Bilder müssen angeboten werden. Mehr Geschichten müssen erzählt werden. Und ganz wichtig: Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Herkünften, Geschlechtern und sexuellen Orientierungen müssen mitentscheiden. Es reicht nicht, BIPoC vor die Kamera zu stellen.“ (S.51)

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    Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442714971)

    Bewertung zu "Schuld" von Ferdinand von Schirach

    Schuld
    Buecherunserlebenvor einem Monat
    Schuld

    Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und erzählt in 15 Kurzgeschichten von seinen Fällen und setzt sich mit der frage auseinander: Wie sind Menschen zu solch schrecklichen Taten fähig?

    Auch ich musste mir während des Lesens diese Frage stellen und das Buch nach fast jeder Geschichten erstmal zur Seite legen. Diese Menschen, über die er schreibt haben schreckliches und unverzeihliches erlebt oder begangen. Die Kurzgeschichten sind sehr sachlich und minimalistisch, ohne viele Beschreibungen geschrieben. Doch grade Schirchas typische stumpfe Schreibweise macht dieses Buch zu etwas besonderem. Wer Krimis und/oder gerne über reale Ereignisse liest, sollte „Schuld“ auf jeden Fall mal zur Hand nehmen. Ich bin immer noch überrascht und geschockt, wie wenige der Straftäter die in diesem Buch vorkommen wirklich eine Strafe bekommen haben...😬👀📖

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    Über mich

    Seit ich mit ca. Acht Jahren Ronja Räubertochter gelesen habe bin ich dem lesen verfallen. Ich finde es gibt nichts schönes als mit einer Tasse Tee, und einem guten Buch vor dem Kamin zu sitzen.

    Lieblingsgenres

    Jugendbücher, Biografien, Sachbücher, Fantasy, Romane

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