CelinaS

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Belmonte (ISBN: 9783492062015)

    Bewertung zu "Belmonte" von Antonia Riepp

    Belmonte
    CelinaSvor 3 Monaten
    Perfekt für eine literarische Reise nach Italien

    Zugegebenermaßen hab ich ein bisschen gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Zu Beginn fand ich es verwirrend, wie die Frauen der Familie Farina zusammengehören und auch der Ablauf der Geschehnisse war verwirrend für mich. Das war vor allem auf die Zeitsprünge zwischen der Gegenwart und dem Italien der 40er Jahre zurückzuführen.
    Als ich dann aber in die Geschichte hineingefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich habe richtiggehend mit Teresa, Simonas Urgroßmutter, gelitten, die einiges mitmachen musste in ihrem Leben und deren Schicksal lange ein Geheimnis bleibt.

    Für mich das Beste an diesem Buch war, dass es nicht so vorhersehbar war, wie ich dachte. Spoilern will ich hier nichts, aber normalerweise haben die Bücher über große Familiengeheimnisse doch einen recht ähnlichen Plot. Auch wenn es hier tatsächlich vergleichbar losging, endete Belmonte doch anders als erwartet.

    Gut gefallen an Belmonte haben mir auch die Einblicke in Francas Leben in Deutschland als Gastarbeiterin. Ich hatte tatsächlich noch kein Buch gelesen, in dem diese Perspektive eingenommen wurde. Und ich fand es gut beschrieben, wie Franca mit Heimweh zu kämpfen hat und welchen Widerständen sie begegnet, weil sie Italienerin ist.
    Franca wird zudem nicht als Heilige dargestellt. Häufig ist es ja so, dass Großmütter nichts falsch machen können und quasi Engel sind. Auch Franca wirkt zunächst wie die perfekte Oma. Im Laufe des Buchs wird aus ihr aber ein normaler Mensch, der Macken hat und Fehler macht.

    Eines der schönsten Dinge an Belmonte ist meiner Meinung nach das Cover. Die Farben und auch das Motiv selbst finde ich sehr schön. Ich finde, dass das selbstbewusste Auftreten der Frau auf dem Cover sehr passend ist für ein Buch, in dem die drei weiblichen Hauptpersonen alle versuchen, ein möglichst glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.

    Belmonte ist das perfekte Buch, um einen literarischen Urlaub in Italien zu verbringen. Es spricht aber auch einige ernste Themen an und lässt einen zudem miträtseln. Ich kann es wirklich nur empfehlen!

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    Cover des Buches Periode ist politisch (ISBN: 9783641254261)

    Bewertung zu "Periode ist politisch" von Franka Frei

    Periode ist politisch
    CelinaSvor 3 Monaten
    Cover des Buches Kissing Chloe Brown (ISBN: 9783548062846)

    Bewertung zu "Kissing Chloe Brown" von Talia Hibbert

    Kissing Chloe Brown
    CelinaSvor 3 Monaten
    Süßes und romantisches #OwnVoices-Buch

    Es sagt schon einiges über den Literaturbetrieb aus, wenn ich sage, dass mir als erstes an diesem Buch die Schwarze Frau auf dem Cover aufgefallen ist. Eine Schwarze Person (oder auch eine PoC) auf einem Buchcover ist so selten, dass es wirklich heraussticht. Ein absoluter Pluspunkt für mich, als ich mich über das Buch informierte, war, dass es own voice bezüglich zweier Dinge ist: wie Chloe ist die Autorin Talia Hibbert Schwarz und wie Chloe leidet sie unter chronischen Schmerzen.

    Tatsächlich gibt es für mich bei Kissing Chloe Brown nur einen Kritikpunkt: der Schreibstil. Zum größten Teil war das Buch witzig und schlagfertig geschrieben. Stellenweise war es aber ein bisschen holprig zu lesen und ich hatte das Gefühl, dass da vielleicht etwas lost in translation ging.

    Davon einmal abgesehen, liebe ich dieses Buch! Ich habe selber keine chronische Erkrankung und kenne auch niemanden mit einer solchen. Für mich war es daher interessant, darüber zu lesen und einen Einblick zu bekommen, wie anstrengend das Leben damit ist.
    Gut beschrieben fand ich die Mechanismen, die Chloe entwickelt hat, um zu verhindern, dass sie von anderen Menschen und deren Umgang mit ihrer Krankheit nicht verletzt wird. Bei Chloe manifestiert sich das vor allem in der (Selbst-)Ironie, die sie richtiggehend austeilt.
    Ein weiteres wichtiges Thema, das dieses Buch anspricht, ist ein Mann als Opfer einer missbräuchlichen Beziehung. Wenn man über missbräuchliche Beziehungen bespricht, sind noch immer fast ausschließlich die Frauen die Opfer. Hier ist das anders und es zeigt sich auch im Buch, dass Red weiterhin mit den Folgen dieser Beziehung zu kämpfen hat.

    Gut fand ich auch, wie Chloe und Red miteinander umgehen. Während sie sich besser kennenlernen, merken sie auch beide, dass sie etwas verarbeiten, das sie erlebt haben. Wenn Erinnerungen daran hervorgerufen werden, geht die andere Person damit rücksichts- und verständnisvoll um.
    Und die Sexszenen! Steamy and well-written fasst die sehr gut zusammen.

    Kissing Chloe Brown ist ein wirklich gutes Buch, das ich schon allein wegen Chloe empfehlen würde. Nicht nur, dass sie sehr sympathisch und schlagfertig ist. Mit ihrer chronischen Krankheit bietet dieses Buch die Möglichkeit, marginalisierte Stimmen zu hören,
    Hibbert hat in einem Interview gesagt, dass sie sich in ihren Büchern mit der Frage auseinandersetzt, welche Menschen ein Happy End „verdienen“. Und sind wir einmal ehrlich: wenn es nach den Liebesromanen geht, die bisher Bestseller wurden, sind das weiße, heterosexuelle, able-bodied cis Menschen.

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    Cover des Buches Das kleine Café in Kopenhagen (ISBN: 9783499275531)

    Bewertung zu "Das kleine Café in Kopenhagen" von Julie Caplin

    Das kleine Café in Kopenhagen
    CelinaSvor 9 Monaten
    Cover des Buches Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit (ISBN: 9783961610693)

    Bewertung zu "Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit" von Charlotte Roth

    Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit
    CelinaSvor 9 Monaten
    Enttäuschendes Buch

    Ich will direkt mal damit anfangen, dass für mich nicht Michale Ende das Verlockende an diesem Buch war, sondern die Tatsache dass es sich um eine Romanbiografie handelt. Die liebe ich einfach und ich mag es sehr, auf diesem Wege Menschen ganz neu oder überhaupt erst kennenzulernen.

    Das erste Mal in Berührung gekommen bin ich mit einer Geschichte von Michael Ende nicht als Buch, sondern im Fernsehen: Momo als Zeichentrickserie auf KiKA. Ich habe grad beim Googeln festgestellt, dass die erste Episode 2003 ausgestrahlt wurde. Wir (also meine Schwestern und ich) dürften nicht lange danach angefangen haben, die Serie hin und wieder zu sehen und ich weiß vor allem, dass ich die grauen Herren sehr verstörend fand. Das erste „Zusammentreffen“ mit Michael Ende war also kein positives.
    Auch als ich einige Jahre später "Die unendliche Geschichte" als Buch geschenkt bekam, änderte sich daran nichts, denn die Geschichte sagte mir nicht zu.
    Ein bisschen hoffte ich, durch "Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit" Zugang zu Endes Büchern zu finden.

    Kleiner Spoiler: das war nicht der Fall. Normalerweise fange ich bei Romanbiografien irgendwann an, mit der Person zu sympathisieren, mit ihr mitzufühlen und „verliebe“ mich quasi ein kleines bisschen in sie und ihr Werk. Doch hier passierte das nicht. Auf mich wirkte der berühmte Autor vor allem sehr egoistisch. Vielleicht muss man das als Künstler sein und es wird auch deutlich, wie sehr er seine beiden Ehefrauen liebt. Dennoch fand ich es oft nahezu unerträglich, dass er genau merkt, wie schlecht er seine erste Frau, Ingeborg Hoffmann, teilweise behandelt (nicht körperlich, aber durch Nachlässigkeit und Betrug) und doch nichts an seinem Verhalten ändert.

    Was den Schreibstil angeht, bin ich zwiegespalten. Einerseits war ich beeindruckt, wie gut die unterschiedlichen „Stimmen“ der Personen im Buch geschrieben sind und dass allein durch den Stil für mich deutlich wurde, wenn sich die Perspektive änderte. So ist das kindliche Denken Michaels gut von dem des jungen Mannes und das wiederum von dem des Mannes im mittleren Alter zu unterscheiden. Ingeborg Hoffmanns Perspektive ist eine Mischung aus Anspannung und nach außen verkörperter Gleichgültigkeit. Luise, Michaels Mutter, fließt über vor Liebe zu und Sorge um ihren Sohn.
    Andererseits gab es Passagen im Buch, die mich gelangweilt haben. Wo Dinge in die Länge gezogen wurden und ich mich richtiggehen zwingen musste, das Buch weiterzulesen.

    Ich kann nicht beurteilen, ob dieses Buch den Fans von Michael Endes Büchern gefallen würde. Ich kann aber sagen, dass es für mich als Fan von Romanbiografien nicht das Richtige war. Michael Ende wurde mir unsympathisch und es hat dafür gesorgt, dass ich noch viel weniger gewillt bin, seine Bücher zu lesen.

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    Cover des Buches Heimliche Versuchung (ISBN: 9783257070194)

    Bewertung zu "Heimliche Versuchung" von Donna Leon

    Heimliche Versuchung
    CelinaSvor 9 Monaten
    Cover des Buches Why I'm No Longer Talking to White People About Race (ISBN: 9781408870563)

    Bewertung zu "Why I'm No Longer Talking to White People About Race" von Reni Eddo-Lodge

    Why I'm No Longer Talking to White People About Race
    CelinaSvor 9 Monaten
    Cover des Buches Erzähl mir was Schönes (ISBN: 9783492503037)

    Bewertung zu "Erzähl mir was Schönes" von Lioba Werrelmann

    Erzähl mir was Schönes
    CelinaSvor 9 Monaten
    Freundschaft und Trauer

    In die Geschichte um Isabelle und Julia hineinzukommen war sehr einfach. Denn man steckt von Anfang mittendrin im Geschehen. Dem tut es auch kein Abbruch, dass Werrelmanns Schreibstil um einiges poetischer ist, als ich es gewohnt bin oder normalerweise mag. Besonders zu dem Teil des Buch nach Isabelles Tod passt der Schreibstil meiner Ansicht nach gut.
    Trauer ist zwar etwas sehr persönliches, aber dank des Schreibstils wird Julias Trauer um Isabelle nahezu greifbar und ich konnte sie sehr gut nachempfinden.
    Im Juli letzten Jahres ist mein Opa gestorben und in meinem unmittelbaren Umfeld ist auch Brustkrebs schon mehrmals vorgekommen. Deshalb war ich mir nicht sicher, ob und wie gut ich mit den Themen im Buch umgehen könnte. Über gut die Hälfte des Buch geht es aber gar nicht so sehr um die Gegenwart der beiden Frauen, sondern darum, wie sich ihre Freundschaft entwickelt hat und welche Hürden die beiden schon zu überwinden hatten. Die beiden Erzählstränge, also einmal die Vergangenheit der beiden und dann Julias Umgang mit Isabelles Tod, sind im Buch verwoben. Es geht also immer wieder weg von den für mich sehr emotionalen Themen und hin zu Themen, die ich besser vertragen konnte.
    Gut gefallen hat mir, wie Lioba Werrelmann es schafft, mit wenigen Worten die Menschen so zu skizzieren, dass ich sie oder ihn quasi vor mir sehen konnte. Und sie sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich fand auch schön, dass Erzähl mir was Schönes keinen Antagonisten hat. Die Personen im Buch machen, so wie jeder Mensch, Fehler und das sorgt für Konflikte. Aber es gibt Dinge und Erlebnisse, wie Isabelles Krebs, die das wieder ins Verhältnis rücken.
    Der Klappentext des Buches stellt in den Fokus, dass Julia irgendwie auf Isabelle zurückgreift, um mit der schlimmsten Trauer umzugehen. Das empfand ich nicht so. Für mich war Julia von den beiden Freundinnen von Beginn an die stärkere. Für mich ist die Botschaft des Buches eher, dass man freundlicher und nachsichtiger mit den Menschen, die man mag, umgehen sollte und dass man gerade bei ihnen öfter sagen sollte, was einen stört, sodass Probleme aus der Welt geschaffen werden können. Für mich war das Traurigste an diesem Buch nicht, dass Isabelle stirbt, sondern wie viele Chancen Julia und sie verpasst haben, um miteinader zu reden und sich zu sehen. Es ist für mich auch das Schlimmste am Tod meines Opas.
    Normalerweise schreibe ich hier ein kleines Fazit hin, eine Empfehlung. Hier kann ich euch keine geben. Erzähl mir was Schönes ist für mich eines der Bücher, das zur genau richtigen Zeit kam. Und es hat etwas in Worte gefasst, das ich nicht in Worte fassen kann.

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    Cover des Buches Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus (ISBN: 9783499291715)

    Bewertung zu "Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus" von Brigitte Riebe

    Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
    CelinaSvor 9 Monaten
    Cover des Buches Geteilt durch zwei (ISBN: 9783548060491)

    Bewertung zu "Geteilt durch zwei" von Barbara Kunrath

    Geteilt durch zwei
    CelinaSvor 9 Monaten
    Spannendes Thema einfühlsam beschrieben

              Geteilt durch zwei beschreibt eine Thematik, mit der nur die wenigsten von uns Erfahrung haben werden: Trennung von Zwillingen bei der Adoption und damit einhergehend die Realisierung, dass im eigenen Leben immer ein großer und wichtiger Teil gefehlt hat. Aber Barbara Kunrath schreibt so, dass man sich dennoch gut in Nadja, aus deren Sicht ein Großteil der Geschichte erzählt ist, hineinversetzen kann.
    Besonders gut gefallen hat mir genau das. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und man kann im gesamten Verlauf die innere Zerrissenheit von Nadja förmlich greifen. Zunächst ist es das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas fehlt, später dann wenn es um ihre Schwester geht. Man fühlt auch immer ihre Frustration darüber, Pia zwar gefunden zu haben, aber dennoch keine rechten Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.
    Am Ende des Buches war ich in einem Zwiespalt, was die Erforschung Nadjas ihrer Vergangenheit angeht. Es wird deutlich, wie drängend sie wissen will, wer ihre Eltern sind. Aber die Wahrheit ist nicht unbedingt das, was sie sich vielleicht erhofft hat und durchaus auch für Schmerzen sorgen kann.
    Wie schon gesagt, wird meist aus Nadjas Sicht erzählt. Sie lernt man entsprechend auch sehr gut kennen, bei den anderen Personen im Buch ist das nicht unbedingt so. Pia beispielsweise wird oft nur im Kontrast zu ihrer Zwillingsschwester dargestellt, erst zum Ende hin auch als eigenständige Persönlichkeit. Auch über die Menschen um Nadja herum, die in der Gegenwart wichtig sind – Mann, Tochter, Eltern – lernt man kaum richtig kennen.
    Stellenweise hätte ich mehr erwünscht – mehr über die Familie, mehr über Nadjas Gegenwart und mehr über Pias Leben. Andererseits schreibt Kunrath so schön und einfühlsam, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Ganz sicher hat auch nicht geschadet, dass Geteilt durch zwei ein, zumindest solange man nicht drinsteckt, unglaublich spannendes Thema behandelt: die Entwicklung von Zwillingen, die in jungen Jahren getrennt wurden. Wen das interessiert und wer zudem gerne Familiengeheimnissen nachspürt, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

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    Über mich

    • 31.03.1997

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