ChrischiD

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    Cover des Buches John Sinclair Classics - Folge 289783838779089

    Bewertung zu "John Sinclair Classics - Folge 28" von Jason Dark

    John Sinclair Classics - Folge 28
    ChrischiDvor 16 Tagen
    Ohne Ziel?

    Die Biker-Gang „Brothers of Bloodshed“ ist in und um Scalford nicht nur berühmt-berüchtigt, sondern vor allem gefürchtet. Als einige der Gang-Mitglieder in einer Höhle mit jahrhundertealter Geschichte auf ein sorgsam verstecktes wie gehütetes Geheimnis stoßen, ahnt noch niemand was Scalford und seine Bewohner erwartet. Dagegen war das Treiben der „Brothers“ bisher fast schon lächerlich, Angst, Schrecken und Grauen haben gerade erst begonnen…

    Zugegeben, die Biker sind an und für sich schon ganz schön angsteinflößend und mit dem Wissen aus dem Einstieg in das Hörspiel – einige hundert Jahre vor den aktuellen Ereignissen – ergibt sich natürlich ein recht klares Bild was den Hörer noch erwarten wird in dieser Folge. Nichtsdestotrotz lassen die Geschehnisse rund um das uralte Geheimnis sich ein wenig Zeit. Sicherlich entsteht dadurch ein gewisses Maß an Spannung, die gesamte Grausamkeit muss sich ebenfalls erst einmal entfalten, ein bisschen enttäuscht ist man schlussendlich dann aber doch. Das erwartete, fulminante Finale, entpuppt sich als Aufbäumen mit anschließender Verpuffung. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut.

    Überhaupt scheint in dieser Folge niemand so recht zu wissen wohin die Reise überhaupt gehen soll. Vieles entwickelt sich im luftleeren Raum und ist wenig greifbar. Trotzdem schafft es John Sinclair in gewohnter Manier immer wieder den Hörer für sich einzunehmen, was in weiten Teilen natürlich auch an seinem unnachahmlichen wie unerschütterlichen Sarkasmus liegt. So gesehen ist der Unterhaltungswert durchaus vollumfänglich gegeben. Ein bisschen mutet „Die Geisterhöhle“ wie eine Zwischensequenz an, aber vielleicht tut man ihr auch Unrecht und muss einfach mehrfach und genau(er) hinhören. Trotz aller Kritik alles in allem dann doch eine interessante wie kurzweilige Folge.

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    Cover des Buches Gespenster-Krimi 13: Das Erbe der Blutbestie9783945757604

    Bewertung zu "Gespenster-Krimi 13: Das Erbe der Blutbestie" von A. F. Morland

    Gespenster-Krimi 13: Das Erbe der Blutbestie
    ChrischiDvor 16 Tagen
    Projekt Dury

    Auftritt Nr. 3 für die sogenannte Blutbestie, oder – wie es in Geheimdienstkreisen inzwischen heißt – ‘Projekt Dury’. Wurde etwa ein noch unkontrollierbareres Monster erschaffen? Und wenn ja, welchem Zweck soll es dienen?

    Anders als in den vorherigen beiden Folgen zum Thema, liegt der Fokus diesmal nicht einzig auf dem Geschöpf und seiner uneindämmbaren Zerstörungswut. Nichtsdestotrotz ist es unabdingbar einige Vorkenntnisse zu besitzen, da das Geschehen ansonsten recht undurchsichtig erscheint. Dennoch darf man trotz intensiverer Auseinandersetzung mit Charakteren und Erzählung keine allzu tiefgründige Geschichte erwarten.

    Vielmehr bleibt es relativ eintönig und auf einer Linie. Es gibt zwar das ein oder andere Überraschungsmoment, in weiten Teilen allerdings siegt die Vorhersehbarkeit. Sicherlich ist beim direkten Vergleich der Unterschied sofort hörbar, stellt sich aber doch die Frage, ob dies den Gesamteindruck besser macht. Man ist hin- und hergerissen ob der Beurteilung, doch schlussendlich handelt es sich um eine solide Darstellung, die auf das ein oder andere vorherige Element zurückgreift.

    Es mag weniger blutrünstig zugehen, die Dialoge werden umfangreicher und auch ansonsten bietet das Geschehen einiges an Potential. Vollkommen ausgeschöpft wird dies jedoch nicht, so dass der Hörer nicht unbedingt zufrieden aus der Geschichte herausgeht.

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    Cover des Buches Mydworth - Mord beim Maskenball9783732573202

    Bewertung zu "Mydworth - Mord beim Maskenball" von Matthew Costello

    Mydworth - Mord beim Maskenball
    ChrischiDvor 16 Tagen
    Hand in Hand

    Sir Harrys Tante, Lady Lavinia, weiß wie eine ordentliche Party auszusehen hat. Kein Wunder, dass ihrem jährlichen Maskenball regelrecht entgegengefiebert wird. Als jedoch einer der Gäste tot aufgefunden wird, dämpft dies verständlicherweise die Stimmung. Obwohl vieles auf eine natürliche Todesursache hindeutet, keimen vereinzelte Zweifel auf, so dass Lavinia kurzerhand ihren Neffen und dessen Frau Kat bittet, diskrete Nachforschungen anzustellen.

    Mydworth Manor – da wo in der ersten Folge alles begann. Jedoch ist die leicht frostige Stimmung, die zu Anfang zwischen Harrys Tante und seiner amerikanischen Ehefrau herrschte, inzwischen glücklicherweise verschwunden. Der Maskenball erscheint wie das klassische ‘Who is Who’, ‘sehen und gesehen werden’ trotz Maskierung, eine Herausforderung, aber nicht unmöglich. Doch wieso sollte einer der Anwesenden einen anderen ermorden? Welche Motivation steckt hinter der Tat oder handelt es sich doch um einen unglücklichen Unfall?

    In gewohnter Manier arbeiten Harry und Kat Hand in Hand. Großartige Absprachen sind kaum notwendig, sie sind ein solch eingespieltes Team, da erkennt jeder seinen Einsatz blind. Entsprechend lässig kann der Leser sich zurücklehnen und der Darbietung folgen, schließlich weiß man um die Qualitäten und das Können der beiden Charaktere. Natürlich sind auch sie nicht vor falschen Fährten gefeit und mitunter muss mit reinen Vermutungen und Theorien gearbeitet werden. Schlussendlich kommt es aber immer noch auf das Ergebnis an und dahingehend ist man mehr als sicher, dass dieses sich sehen lassen kann.

    Sicherlich versucht der Leser sich hier und da auch an eigenen Theorien, zugegebenermaßen kann es allerdings auch ungemein entspannend sein, das Treiben rein von außen zu betrachten. Gleichwohl gestaltet sich dies nicht weniger spannend oder kurzweilig, es handelt sich ausschließlich einmal um einen anderen Blickwinkel. Natürlich ist die Handhabung dabei jedem selbst überlassen, diverse Möglichkeiten sind gegeben.

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    Cover des Buches Brennnesselgrab: Kriminalroman (Ein Fall für Wolf Nowak 3)B084Q5VVM9

    Bewertung zu "Brennnesselgrab: Kriminalroman (Ein Fall für Wolf Nowak 3)" von Anni Bürkl

    Brennnesselgrab: Kriminalroman (Ein Fall für Wolf Nowak 3)
    ChrischiDvor 16 Tagen
    Der Einfluss der Vergangenheit

    Es scheint als sei Wolf Nowaks Freundin Toni, seitdem sie sich wiedergefunden haben, jedes Mal in einen seiner Fälle verstrickt, in welcher Form auch immer. Diesmal handelt es sich sogar genaugenommen um zwei Fälle, denn die ‘frische’ Leiche wurde just an derselben Stelle vergraben wo sich bereits Knochen einer vor langer Zeit umgekommenen Person befanden. Zufall?

    Es sind mehrere Handlungsstränge, die Leser wie Protagonisten in Atem halten. Vor allem aber ist Konzentration gefragt, denn es wird immer mal wieder in der Zeit vor- und zurückgesprungen. Zwar jedes Mal mit Ankündigung, nichtsdestotrotz ist es ein leichtes sich in den Gegebenheiten und somit den Faden zu verlieren. Hin und wieder stellt man sich gar die Frage, ob bewusst Verwirrung gestiftet wird, um den Leser nicht zu schnell auf die richtige Fährte zu bringen.

    Allzu umfangreich ist der dritte Band rund um Wolf Nowak und seine Ermittlung wahrlich nicht, aber doch vollgepackt mit spannenden Ereignissen und zuweilen taktischem Kalkül. Sicherlich wird der Tathergang wie auch wichtige Nebenaspekte im weiteren Verlauf immer deutlicher sichtbar, auf unerwartete Überraschungen sollte man aber dennoch auch weiterhin gefasst sein. Denn wenn man eines sicher weiß, dann ist es das, dass bei Nowak mitnichten alles seinen gewohnten oder stringenten Gang geht.

    Interessante Charaktere, zuweilen nicht unbedingt nachvollziehbare Aktionen, unglaublich viel Lesevergnügen und noch ein bisschen mehr bietet „Brennnesselgrab“. Vor allem aber wird Hoffnung auf wenigstens einen weiteren Band geschürt, womöglich einen, der noch enger mit der Vergangenheit verbunden ist als der aktuell vorliegende..

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    Cover des Buches Die Entscheidung9783837136289

    Bewertung zu "Die Entscheidung" von Charlotte Link

    Die Entscheidung
    ChrischiDvor einem Monat
    Durchwachsen

    Charlotte Link bringt in „Die Entscheidung“ wieder einmal die unterschiedlichsten Charaktere zusammen, die mitunter zu polarisieren wissen, sich gleichzeitig aber auch zurückziehen können und weniger Präsenz zeigen. Dennoch ist es für den Hörer nicht unbedingt leicht die Figuren und ihre Eigenschaften in Gänze zu erfassen, da diverse Handlungsstränge in die jeweiligen Entwicklungen einspielen und ein immer größeres Netz spinnen. Mit Sicherheit heißt das Zauberwort Konzentration, denn davon benötigt man einiges, um der Lage Herr zu werden und sämtliche Querverbindungen zu ziehen. Nichtsdestotrotz gelingt dies zuweilen nur mühsam oder leider auch gar nicht. Es scheint als wäre das Geschehen so enorm in sich verstrickt, dass selbst die Autorin nicht immer den Überblick behalten kann.

    Sicherlich wird im Zusammenspiel von inhaltlicher Darstellung und brisanter Thematik ein gewisses Maß an Spannung erzeugt, allerdings nicht kontinuierlich, so dass die Kurve entsprechend regelmäßig absackt. Dadurch ergeben sich mitunter langwierige Passagen, trotz dessen, dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt, bei der man meinen könnte, ebenjene Sequenzen würden entfallen. Es ergibt sich ein ähnliches Wechselspiel wie bereits beim Erfassen der Protagonisten, denn zeitweilig hält die Autorin Überraschungsmomente bereit, die den Hörer regelrecht umhauen.

    Friederike Kempter versucht die vorherrschende Atmosphäre einzufangen und dem Hörer zu vermitteln. Dies klappt auf Grund der zuvor genannten Widrigkeiten nur bedingt, eine gewisse Basis allerdings kann sie erschaffen. Sie bildet gewissermaßen den Ruhepol zum ansonsten scheinbar unstrukturierten und somit unruhigen Geschehen. Man spürt deutlich die eigene Interpretation der Sprecherin, die den Hörer jedoch nicht in eine bestimmte Richtung lenkt, sondern eher eine Möglichkeit aufzeigt, der jedoch eigene Theorien entgegengestellt werden können.

    Es sind fast 12 Stunden lauter Höhen und Tiefen, in vielerlei Hinsicht. Positive wie negative Seiten der „Entscheidung“ halten sich inhaltlich und stilistisch in etwa die Waage, so dass man guten Gewissens auf ein solides Werk der Autorin blicken, ihm aber nur eine mittelmäßige Bewertung geben kann.

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    Cover des Buches Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor9783734847226

    Bewertung zu "Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor" von Ruth Rahlff

    Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor
    ChrischiDvor einem Monat
    Verwunschener Garten

    Ruby steht kurz vor dem nächsten Umzug, der sie sogar auf einen anderen Kontinent bringen soll. Schon lange ist sie die ständige Veränderung leid, die auf Grund der Arbeit ihrer Eltern unabdingbar scheint. Umso mehr freut sie sich, wenigstens die Sommerferien bei ihrem Onkel Leo zu verbringen und somit Redmoor Garden ausführlich erkunden zu können. Auch wenn noch vieles verwildert und gerade erst wieder im Aufbau ist, ziehen die geheimnisvollen Orte sie magisch an. Als Ruby eines Tages einen Ästling entdeckt, ist es vollends um sie geschehen. Doch nach und nach verhalten die im Garten heimischen Eulen sich immer aggressiver und greifen sogar Menschen an. Wer oder was ist so tief in ihren Lebensbereich eingedrungen, dass sie diesen mit allen Mitteln verteidigen?

    Redmoor Garden macht trotz seiner offensichtlichen Wildheit sofort den Eindruck eines verwunschenen Fleckchens Erde, das es unbedingt wert ist intensiv erkundet und beachtet zu werden. So erfreut sich der Leser an jeder bildhaften Darstellung, die ihm den Eindruck vermittelt inmitten dieses ganz besonderen Ortes zu stehen. Verständlich, dass auch Ruby sofort fasziniert ist und am liebsten jeden noch so kleinen Winkel inspizieren will. Dabei stehen ihr allerdings mitunter andere Personen, aber auch ihre eigenen Ängste im Weg, wodurch sich ein regelrechtes Abenteuer entspinnt, mit emotionalen Höhen und Tiefen und allem was dazu gehört.

    Immer wieder muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass Ruby noch ein Teenager ist, obwohl der ein oder andere Gedankengang zumindest darauf schließen lassen könnte, dass sie schon einiges erlebt hat. Auf der anderen Seite zeigt ihr Verhalten eindeutig naive und altersbedingte Züge, die nicht bei jedem gut ankommen, sie auch für den Leser nicht immer unbedingt sympathisch machen. An sich haben natürlich sämtliche Charaktere ihre Eigenheiten, wodurch man sie schnell diversen Lagern zuordnet, die sich zumeist auch bestätigen, vor allem im Hinblick auf den Störenfried, der die Eulen aufscheucht.

    Das Geschehen ist recht stringent aufgebaut, bietet aber hier und da trotzdem Platz für kleinere Überraschungen. So kann man mit „Eulennacht“ für ein paar Stunden einem mehr oder minder stressigen Alltag entfliehen, sich ein wenig treiben lassen, gleichzeitig aber auch nervenaufreibende Episoden erleben.

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    Cover des Buches West of Liberty9783570103012

    Bewertung zu "West of Liberty" von Thomas Engström

    West of Liberty
    ChrischiDvor einem Monat
    Ungenutztes Potential

    Ludwig Licht schlägt sich mehr schlecht als recht in Berlin durch, besitzt eine Bar und schuldet einer windigen Persönlichkeit eine nicht unerhebliche Summe. Da kommt der Auftrag der CIA – mit denen er bereits in Zeiten des Kalten Kriegs kooperierte – gerade recht, auch wenn Licht ahnt, dass vieles ungesagt und im Dunkeln bleibt. Im Grunde bleibt ihm aber sowieso keine Wahl, wie hoch die Gefahr auch immer sein mag, bestimmt lässt sich auch noch einiges Wissen aus dem damaligen, aktiven Agentendienst abrufen…

    „West of Liberty“ ist der Auftakt einer Thriller-Serie rund um den Ex-Agenten Ludwig Licht. Der Grundgedanke liest sich gut und lässt viel Raum für eigene Interpretationen, die Umsetzung jedoch gestaltet sich anders als erwartet und ernüchtert zunehmend. Startet das Geschehen noch ziemlich rasant, mit viel Elan und vollem Einsatz aller Seiten, wird das Tempo im weiteren Verlauf immer mehr gedrosselt, die Handlung somit fast schon künstlich in die Länge gezogen. Auch den Charakteren scheint relativ schnell die Luft auszugehen, bei denen der Leser ohnehin tiefgründige Einblicke vermisst. Sicherlich unterliegt einiges der Geheimhaltung, nichtsdestotrotz hätte ein bisschen mehr Persönlichkeit der ein oder anderen Figur keineswegs geschadet. Mitunter fragt man sich natürlich, ob es sich hier nicht vielleicht um eine Taktik des Autors handelt, der auf einen besonderen Kniff hinarbeitet, um den Leser grundlegend zu überraschen. Ob die Hoffnung sich jedoch erfüllen wird, steht in den Sternen.

    Die Adaption als Mini-Serie mit durchaus namhaften Schauspielern erscheint leider in ähnlichem Licht. Positiv anzusehen ist selbstverständlich die Nähe zur Buchvorlage wie auch das Einfinden der Darsteller in ihre jeweiligen Rollen. Dennoch können sie ihnen leider ebenfalls nicht die notwendige Tiefe geben, um zumindest im Nachhinein ein besseres Verständnis für die Ereignisse zu vermitteln. Die Geschichte an sich mag klug durchdacht und mit kleineren unvorhersehbaren Wendungen gespickt sein. Von der erwarteten packenden Erzählung und dem undurchsichtigen Netz eines Spionage-Thrillers ist man jedoch noch ein gutes Stück entfernt.

    Nach einigem Abwägen, Vergleichen und Reflektieren kommt man zu dem Schluss eine solide Leistung – Buch wie Film – vor sich zu haben, die auf der Bewertungsskala im mittleren Bereich anzusiedeln ist. Ausgewogen, aber mit deutlich Luft nach oben und einigem ungenutzten Potential.

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    Cover des Buches Die Magischen Sechs - Wendel Wispers unheimliche Puppe9783505142383

    Bewertung zu "Die Magischen Sechs - Wendel Wispers unheimliche Puppe" von Neil Patrick Harris

    Die Magischen Sechs - Wendel Wispers unheimliche Puppe
    ChrischiDvor einem Monat
    Gefährliche Verwirrung

    Unheimliche Puppen, überall in Mineral Wells, einer Invasion gleich. Die Magischen Sechs sind sich schnell einig, dass nicht nur ihr Auftauchen gruselig ist, sondern wieder einmal ein perfider Plan verfolgt wird. Unweigerlich stellt sich die Frage nach Initiator wie Opfer, vielleicht soll gar ganz Mineral Wells angegriffen werden? Nicht die einzige Herausforderung, der sich die Freunde stellen müssen. Denn Theo scheint immer häufiger gedanklich abwesend. Hat es etwas mit seiner Familie zu tun? Oder womöglich mit Emily, die ihm seit neuestem nicht mehr von der Seite weicht?

    Im dritten Abenteuer der jungen Zauberkünstler steht wieder ein anderes Mitglied ihrer kleinen Vereinigung im Vordergrund. Gleichzeitig werden aber auch Verbindungen zu und Ausmaße einer ganz ähnlichen Gruppierung in der Vergangenheit deutlicher. Somit ist es in jedem Fall ratsam die Reihe chronologisch zu verfolgen, da ansonsten wichtige Elemente und Hinweise verloren gehen können beziehungsweise dem Leser erst gar nicht bekannt sind.

    Schon früh ist man sich sicher, dass mit dem ominösen Bauchredner etwas ganz und gar nicht stimmt. Er lässt sich allerdings keineswegs leicht in die Karten gucken und vermag Protagonisten wie Leser zu täuschen und zu verwirren, so dass niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, von wem oder was nun wirklich die allseits spürbare Gefahr ausgeht. Es ist genauso gut möglich, dass jemand sehr geschickt im Untergrund agiert und die Fäden zieht, wie es ihm gerade passt. Immer wieder werden Theorien entwickelt und verworfen, Pläne geschmiedet und vereitelt, bis sich beinahe Frustration breit macht. Nichtsdestotrotz ist Aufgeben niemals eine Option, der Zusammenhalt wichtiger denn je.

    Natürlich spielt auch die Magie wieder eine wichtige Rolle. Einerseits mittels der bekannten wie beliebten Einschübe, innerhalb derer der Leser sich selbst an verschiedenen Tricks versuchen kann, andererseits innerhalb des Geschehens. Doch noch immer schafft man es partout nicht herauszufinden, ob der ein oder andere Charakter nicht vielleicht echte magische Fähigkeiten besitzt. Fragt sich, ob sich wohl in einem der kommenden Bände – schließlich stehen noch ein paar (Lebens)Geschichten aus – die Antwort verbirgt oder dies ein ewiges Geheimnis bleibt.

    Wieder einmal ein gelungener Mix aus Spannung, Witz und Zauberei, wenn auch das gewisse Etwas beziehungsweise der zündende Funke fehlt. Man fühlt sich trotz allem gut aufgehoben inmitten der jungen Magier und ist jedes Mal aufs Neue gespannt was es zu entdecken gibt und wer genauer in Augenschein genommen wird.

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    Cover des Buches Der Mann, der seinem Gewissen folgte9783423281904

    Bewertung zu "Der Mann, der seinem Gewissen folgte" von Janet Lewis

    Der Mann, der seinem Gewissen folgte
    ChrischiDvor einem Monat
    Emotional

    So friedlich und harmonisch das Cover auf den ersten Blick auch daherkommen mag, der Inhalt ist es ganz und gar nicht, auch wenn man als Leser zunächst noch nicht ahnt worauf man sich hier eingelassen hat. Wahre Begebenheiten, strittige Justizfälle der Geschichte: Die Faszination der Autorin sowie der Versuch ein nachvollziehbares Bild zu erschaffen und mögliche Erklärungen zu finden, vermag den Leser von Beginn an zu fesseln.

    Obwohl man ziemlich weit zurückgehen muss in der Historie, gelingt es Janet Lewis mit Leichtigkeit die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und jedem zugänglich zu machen. Mit Pastor Sören Qvist lernt man eine Persönlichkeit kennen, die in ihrem Denken und Handeln womöglich nicht auf Anhieb verständlich ist, im weiteren Verlauf durchaus für Überraschungen sorgt, somit aber auch nach und nach greifbarer wird. Vor allem im Zusammenspiel mit anderen Charakteren zeichnen sich teils erhellende Erkenntnisse ab, die anfängliche Vermutungen und Theorien eventuell sogar noch einmal zerstreuen, so dass der Leser sich komplett neu aufstellen muss.

    Die Erzählung weckt zahlreiche Emotionen und berührt in hohem Maße, inhaltlich wie auch stilistisch. Man wird sich nach der Lektüre noch einige Zeit zurückerinnern an ein ganz wundervolles Werk, auch wenn mitunter wahrlich betrübliche Gedanken anklopfen. Es ist jedem zu empfehlen sich voll und ganz auf diese wahre Geschichte einzulassen, man wird staunen, zetern, hassen – und vieles mehr.

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    Cover des Buches Cherringham - Folge 3 & 49783785753651

    Bewertung zu "Cherringham - Folge 3 & 4" von Matthew Costello

    Cherringham - Folge 3 & 4
    ChrischiDvor einem Monat
    Cherringham ist Kult

    Egal ob in Serie oder Romanlänge, Print oder Digital, Buch oder Hörbuch, Cherringham sowie seine Hauptprotagonisten Sarah und Jack haben nicht nur bei Fans der ersten Stunde inzwischen Kultstatus erreicht. Jeder Neueinsteiger wird sofort dieses ganz eigene Flair spüren, dabei ist es fast schon unerheblich an welchem Punkt man einsteigt, denn Vorkenntnisse sind im Grunde nicht zwanghaft notwendig.

    Hinter diesem Hörbuch-Doppel verbergen sich die Fälle „Mord im Mondschein“ und „Die Nacht der Langfinger“, jeweils auf 3 CDs, großartig gelesen und interpretiert von Sabina Godec. In ruhiger und unaufgeregter Manier erzählt sie von weihnachtlichen Vorbereitungen oder einem Schatzfund. Es darf allerdings nicht fälschlicherweise ein Bild von Monotonie entstehen, vielmehr entwickelt sich das bereits vertraute Gefühl von Sicherheit. Denn natürlich geschehen innerhalb der Geschichten furchtbare Dinge, die man mitunter nicht zu nah an sich heranlassen sollte, um weiterhin den Überblick behalten zu können.

    Wer schon einmal oder gar mehrfach in Cherringham unterwegs war, weiß um das vorherrschende, zunächst meist eher gemächliche Tempo. Nichtsdestotrotz darf man sich nicht vertun und sogleich denken, dass auch inhaltlich kaum etwas geschieht, denn dies ist mitnichten der Fall. Die Handlungsstränge sind häufig komplexer als auf den ersten Blick ersichtlich, weshalb es nicht verkehrt ist konzentriert bei der Sache zu bleiben, um möglichst auch den kleinsten Hinweis zu erfassen. Dass man sich dadurch allerdings auch schnell in unbedeutenden Aspekten verlieren kann, muss dabei mehr oder weniger in Kauf genommen werden.

    Beide Fälle haben ihren ganz eigenen ‘Charme’ und lassen den Hörer eigene Theorien entfalten, obwohl sie so unterschiedlicher Natur sind. Zweifelsohne ist es immer sinnvoll sich auf seinen Instinkt zu verlassen und von vorschnellen Verdächtigungen abzusehen. Ein gesundes Misstrauen ist ebenfalls nicht verkehrt, sollte jedoch wiederum nicht über die Maßen ausarten, da sonst der Blick für das Wesentliche verloren gehen kann.

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