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Christian1977

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Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Ein Hund kam in die Küche (ISBN: 9783701182862)

Bewertung zu "Ein Hund kam in die Küche" von Sepp Mall

Ein Hund kam in die Küche
Christian1977vor 5 Tagen
Kurzmeinung: Zutiefst bewegender Roman über einen Südtiroler Jungen. Sprachlich mit viel Feingefühl und wichtigen Themen wie Heimat und Trauer. Großartig
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Cover des Buches Echtzeitalter (ISBN: 9783498003173)

Bewertung zu "Echtzeitalter" von Tonio Schachinger

Echtzeitalter
Christian1977vor 10 Tagen
Kurzmeinung: Unterhaltsam und teils intensiv, aber nicht besonders originell. Zu oft wie Pepe Nietnagel in modern. Als Buchpreissieger überraschend. 3,5
Kommentare: 2
Cover des Buches Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit (ISBN: 9783630876351)

Bewertung zu "Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit" von Karl Ove Knausgård

Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit
Christian1977vor 16 Tagen
Kurzmeinung: Überraschend zärtlich, überzeugende Figuren bis in die kleinste Nebenrolle, hervorragend erzählt. Ein literarisches Meisterwerk.
Kommentare: 1
Cover des Buches Mein Herz ist eine Krähe (ISBN: 9783257072617)

Bewertung zu "Mein Herz ist eine Krähe" von Lina Nordquist

Mein Herz ist eine Krähe
Christian1977vor einem Monat
Kurzmeinung: Nur in Ansätzen überzeugendes Romandebüt über mehrere Generationen einer Familie in den Wäldern Schwedens.
Geteiltes Leid ist doppeltes Leid

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts flieht Unni gemeinsam mit ihrem Mann Armod und Söhnchen Roar zu Fuß von Norwegen nach Schweden. Die Frau, eine junge Heilerin, soll offenbar wegen eines tödlichen Behandlungsfehlers eingesperrt werden, doch ihr gelingt die Flucht. In den Wäldern Schwedens findet sie mit ihrer Familie ein neues Zuhause, genannt "Frieden". Ein zynischer Name, denn tatsächlich stellt sich der gewünschte Frieden nie ein. Mehr als 70 Jahre später existiert das Haus noch immer, mittlerweile leben dort Kåra und ihre Schwiegermutter Bricken. Gemeinsam sind sie dabei, Roars Beerdigung zu planen. Doch nach und nach scheinen die Geister der Vergangenheit auch nach Kåra zu greifen...

"Mein Herz ist eine Krähe" ist der Debütroman der schwedischen Parlaments-Abgeordneten Lina Nordquist, der kürzlich in der deutschen Übersetzung von Stefan Pluschkat bei Diogenes erschienen ist. Während Nordquist sprachlich durchaus die richtigen Töne trifft, kann der Roman inhaltlich selten überzeugen. Umso überraschender, dass er in Schweden zum "Buch des Jahres" gekürt wurde.

Nordquist teilt "Mein Herz ist eine Krähe" konsequent in die beiden oben geschilderten Erzählstränge. Dies gelingt ihr anfangs gut, denn die beiden Ich-Erzählerinnen Unni und Kåra unterscheiden sich deutlich voneinander. Während der Leserschaft mit Unni eine vermeintlich starke Frauenfigur präsentiert wird, die sofort die Empathie der Leser:innen auf sich zieht, ist Kåra eher eine Art Antiheldin. Die modernere Frau sitzt eigentlich die ganze Zeit über in der Küche und äußert sich despektierlich über Roars Frau Bricken, wobei aber nicht klar wird, was genau ihre Abneigung speist. Offenbar hatte Kåra ein Verhältnis mit dem deutlich älteren Roar. Alles also nur Eifersucht?

Ganz anders hingegen der Unni-Strang. In der Darstellung der ärmlichen Verhältnisse, die die Familie mehr als einmal an den Rand ihrer Existenz führt, erinnert der Roman in seinen stärksten Momenten mehrfach an die Schwesterglocken-Trilogie des begnadeten Erzählers Lars Mytting, ohne allerdings deren Tiefe zu erreichen. Denn Nordquist meint es grundsätzlich nicht gut mit Unni. Hungersnot reiht sich an Hungersnot, drastischen Gewaltszenen gegen Frau und Kinder folgen Tod und weitere unzählbare Unglücke. Kurzum: Unni und den Leser:innen bleibt nichts erspart. Irgendwann im letzten Drittel des Buches beklagt sie sich endlich einmal: "Es nahm kein Ende. Um nicht zu zerbersten, schlang ich mir die Arme um den Leib." Und man mag das nur allzu gern unterschreiben, auch wenn die Wirkung auf Unni und die Leserschaft eine andere ist. Denn während die Protagonistin all die Tragik und Gewalt nicht mehr aushält und darunter leidet, stumpft man als Leser:in eher ab. In der Summe ist das einfach zu viel des Schlechten. Oder auch "Geteiltes Leid ist doppeltes Leid". Ad absurdum führt Nordquist zudem das Bild der "starken Frau" Unni. Denn letztlich ist sie selten in der Lage dazu, ihrer Familie die Mutter zu sein, die diese eigentlich benötigt. In den entscheidenden Situationen scheitert sie oder ist auf die Hilfe von Armod oder des mittlerweile knapp elfjährigen Roar angewiesen.

Ähnlich repetitiv entwickelt sich der Kåra-Strang. Neben den Lästereien blickt sie in einzelnen Episoden auf ihr Leben zurück. So erfährt man über die psychischen Probleme der zweiten Ich-Erzählerin, über ihre schwere Kindheit und die Verfehlungen ihrer Eltern. Dennoch will sich so etwas wie Empathie für Kåra nie einstellen. Zu gewalttätig gegenüber Mensch und Tier und unsympathisch zeigt sich der Charakter. Mit zunehmender Dauer entpuppt sich das Konstrukt der beiden Ich-Erzählerinnen zudem als einschränkende Falle. Denn die interessanteste Figur ist Roar, gleichzeitig das verbindende Element der beiden Erzählebenen. Seine Sichtweise auf all die Ereignisse bleibt jedoch ein Rätsel, so dass wir ihn ständig nur aus Sicht der beiden Erzählerinnen als liebenswerten Jungen, liebenden Ehemann, ehebrechenden Potenzprotz und sabbernden Demenzkranken präsentiert bekommen. Ohnehin wirken die Figuren viel zu statisch und lassen kaum Entwicklung erkennen.

Auf der Handlungsebene weist der Roman etliche Logik- respektive Konstruktionsfehler auf. So versucht der mittlerweile auf einen Gehwagen angewiesene Roar mal eben, behende ein Baumhaus zu erklimmen. Und Unni versucht ihre zweitgeborene Tochter Amalie ausgerechnet damit zu beruhigen, dass die in den Wäldern vergessene heißgeliebte Puppe natürlich durch eine andere ersetzt wird, falls diese bei den sich nähernden Waldbränden zu Schaden kommen sollte...

Entgegenzusetzen hat Nordquist den inhaltlichen Schwächen eigentlich nur ihre Sprache. Insbesondere in den atmosphärischen Beschreibungen der Wälder, aber auch des Lebens in vergangenen Zeiten gelingen ihr durchaus bemerkenswerte Bilder. Und wenn man es sich kurz vor dem Ende der 450 Seiten schon in einer Mischung aus Langeweile und Ärger bequem gemacht hat, gibt es ihn plötzlich doch noch, diesen inhaltlichen Aha-Moment, der lange im Gedächtnis bleiben wird. Dieser eine Moment, in dem Unni endlich ihre viel beschworene Stärke zeigen darf und der selbst die ewig lästernde Kåra sprachlos macht.

Insgesamt ist "Mein Herz ist eine Krähe" ein Roman, der sprachlich zwar über weite Strecken überzeugt, auf der Handlungsebene hingegen ein Ärgernis ist. Mit dem gelungenen Twist im Finale schafft es Lina Nordquist zumindest, dass man das Buch in besserer Erinnerung behält als es eigentlich ist.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Aus unseren Feuern (ISBN: 9783985680818)

Bewertung zu "Aus unseren Feuern" von Domenico Müllensiefen

Aus unseren Feuern
Christian1977vor einem Monat
Kurzmeinung: Gelungener Debütroman über die Leipziger Nachwende-Generation. Berührend und derb, traurig und komisch. Etwas dialoglastig.
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Cover des Buches Endstation Malma (ISBN: 9783423283533)

Bewertung zu "Endstation Malma" von Alex Schulman

Endstation Malma
Christian1977vor einem Monat
Kurzmeinung: Berührender und spannender Generationen-Roman mit völlig unbefriedigendem Ende.
Halt auf freier Strecke

Als die achtjährige Harriet mit ihrem Vater im Zug sitzt, weiß sie noch nicht genau, wohin sie diese Reise führen wird. Während ihr Vater seine große Kamera dabei hat, trägt das Mädchen in ihrem Rucksack ihre Malsachen - und eine Urne. Ebenfalls im Zug sitzt Oskar mit seiner Ehefrau. Die beiden hatten sich einst auf einer anderen Zugfahrt kennengelernt, doch mittlerweile herrscht zwischen ihnen nur noch Schweigen. Und dann ist da noch Yana, die ohne Begleitung reist und gedankenverloren in ihrem Fotoalbum blättert. Sie alle haben ein gemeinsames Reiseziel: Malma, ein kleiner Ort, an dem man sich wundert, dass hier überhaupt noch ein Zug hält. Ein Ort, der für jede:n einzelne:n von ihnen eine ganz besondere Bedeutung hat...


"Endstation Malma" ist der neue Roman des schwedischen Erfolgsautoren Alex Schulman, der in der deutschen Übersetzung von Hanna Granz jetzt bei dtv erschienen ist. Auf dem deutschsprachigen Buchmarkt sorgte Schulman vor allem mit "Die Überlebenden" für Furore und erfreut sich seitdem einer treuen Leserschaft. Sein neues Werk ist über weite Strecken ebenso lesenswert, krankt aber leider an derselben Schwäche - einem überkonstruierten und unglaubwürdigen Ende. Doch während man bei "Die Überlebenden" noch mit einem Kopfschütteln darüber hinwegsehen konnte, entpuppt sich das Finale von "Endstation Malma" als regelrechtes Ärgernis.


Wie schreibt man eine Rezension, in der man über den absoluten Schwachpunkt des Romans gar nicht viel sagen kann, weil man künftigen Leser:innen ansonsten damit die Freude respektive den Ärger verderben würde? Und wie bewertet man ein Buch, das einen über gut 250 Seiten absolut gefangen nimmt, um mit einer Schlussvolte alles auf den Kopf zu stellen? Ein schwieriges Unterfangen...


Zunächst einmal fällt "Endstation Malma" durch seine wunderbare Sprache, vor allem aber die hervorragende Komposition des Textes auf. Auf der sprachlichen Ebene kommen nicht nur Zugfreund:innen auf ihre Kosten. Sehr gelungen, wie Schulman einerseits poetische Beschreibungen der vorbeirauschenden Landschaften mit knallhartem Realismus paart, wenn die Bahn mal wieder auf freier Strecke zum Halt kommt. Brillant gar, wie es dem Autoren gelingt, Schritt für Schritt das Verhältnis der Figuren zueinander und das Rätsel über die Zugfahrt aufzudecken. Da ist höchste Aufmerksamkeit der Leserschaft erforderlich. 


Gemein haben alle Figuren auf jeden Fall, dass sie in ihrem Leben mindestens einmal zutiefst verletzt wurden und noch immer darunter leiden. Dabei gelingt Schulman eine der vielleicht traurigsten Szenen der Gegenwartsliteratur. Fast schmerzhaft ist es, wenn man als Leser:in gemeinsam mit der kleinen Harriet den Eltern im Nebenraum zuhört und dabei erfährt, dass niemand von ihnen bei der geplanten Trennung Harriet "behalten" möchte. Tatsächlich wirkt das Kind hier wie ein unerwünschter Gegenstand.


Ohnehin ist Harriet die Schlüsselfigur des Romans. Sie ist es letztlich, die die Fäden zwischen den Figuren zusammenhält und sie ist es auch, die den Verlauf des Romans am stärksten beeinflusst. In einer späteren Episode lernt man diese Harriet als junge Frau und gleichzeitig als hochinteressante und hochkomplexe Romanfigur kennen. Eine Frau voller Intensität und Emotionen, die ihren Mitmenschen alles abverlangt, aber auch so viel gibt. In einer besonders bemerkenswerten Szene sitzt diese Harriet gemeinsam mit ihrem neuen Freund auf dem Balkon  und rührt diesen zu Tränen, als sie ihn über seine Kindheit reflektieren lässt. Es ist die wohl stärkste Szene des gesamten Romans und lässt sie nur noch intensiver werden, wenn man weiß, dass es hier auch um die Kindheitserlebnisse Alex Schulmans geht, die dieser wie schon bei "Die Überlebenden" gekonnt in die Romanhandlung einbindet.


Mit zunehmender Dauer des Romans schleichen sich Szenen unnötiger Härte ein, die in ihrer Explizität die Handlung des Romans nicht voranbringen und in erster Linie wohl schocken sollen. Da beißt ein Kind dem anderen eine Brustwarze ab, was in seinen Details kaum zu ertragen ist. Ein weiteres Kind tritt versehentlich auf den Kopf eines Kaninchens und tötet es damit. Und ein Mädchen wirft in einem Zirkus einem Affen den Ball mit voller Wucht an den Kopf, so dass auch dieses Tier stirbt. Wer Mitleid mit Tieren hat, wie beispielsweise Büchner-Preisträger Clemens J. Setz, sollte bei dieser Lektüre also vorsichtig sein.


Meisterlich gelingt es Schulman wiederum, die Erzählung voranzutreiben. "Endstation Malma" fliegt von Cliffhanger zu Cliffhanger. Nun mag man dem Schweden vorwerfen, dass er es damit übertreibt, doch wenn jemand dieses Spiel mit den Leser:innen so gut beherrscht, ist es durchaus legitim, dieses Mittel auch anzuwenden. "Endstation Malma" wirkt dadurch manchmal sogar wie ein Kriminalroman, allerdings wie ein besonders spannender und anspruchsvoller.


Insgesamt also mit Ausnahme der Grausamkeiten ein hervorragender Roman, knappe fünf Sterne, Leseempfehlung. Könnte man meinen, wäre da nicht das vollkommen in den Sand gesetzte Finale. Dieses führt nämlich nahezu die komplette vorangegangene Handlung ad absurdum. Ja, eigentlich könnte man die gesamte Zugfahrt aus der Handlung streichen. Schulman setzt nämlich abermals auf den Überraschungseffekt, diesmal aber in mehrfacher Hinsicht. Da werden zwei Geheimnisse aufgedeckt, die die Leser:innen aber eigentlich überhaupt nicht tangierten. Es kommt zu dramatischen, völlig unglaubwürdigen Handlungen. Und, was fast das Schlimmste ist: Schulman führt seine Figuren vor, der Umgang mit ihnen ist nahezu schäbig. Während einige sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden, eine Figur plötzlich das Böse überhaupt verkörpert, muss ein anderer Charakter das ganze Schlamassel ausbaden. In jeder Hinsicht bedauerlich!


So ist "Endstation Malma" insgesamt ein über weite Strecken hervorragender Generationen-Roman, der sehr gut komponiert und erzählt wird. Das Finale ist allerdings so unrund, dass ich nur eine begrenzte Leseempfehlung aussprechen kann. Oder man schlägt den Roman einfach nach 270 Seiten begeistert zu, erspart sich den Ärger - und nimmt sich einen Halt auf freier Strecke, ohne in Malma anzukommen.


3,5/5

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Cover des Buches Der Horla | Schmuckausgabe des Grusel-Klassikers von Guy de Maupassant mit fantastischen Illustrationen (ISBN: 9783150114568)

Bewertung zu "Der Horla | Schmuckausgabe des Grusel-Klassikers von Guy de Maupassant mit fantastischen Illustrationen" von Guy de Maupassant

Der Horla | Schmuckausgabe des Grusel-Klassikers von Guy de Maupassant mit fantastischen Illustrationen
Christian1977vor 2 Monaten
Kurzmeinung: Kurze Schauergeschichte mit sprachlicher Wucht und herausragenden Illustrationen
Wahnsinn im Prachtkleid

"Wie schön es heute war!" Kann man einem Buch, noch dazu einer klassischen Schauergeschichte wirklich trauen, wenn sie so beginnt? Natürlich nicht! Und so überrascht es nicht, dass auch "Der Horla" von Guy de Maupassant (1850 - 1893) sich nicht auf die Schönheit dieses ersten Satzes verlässt, sondern die Leserschaft Stück für Stück und anfangs beinahe unmerklich in den Wahnsinn seines namenlosen Ich-Erzählers hineinzieht und sie bis zum drastischen Finale auch nicht mehr loslassen wird. Unverkennbar schön sind allerdings die Illustrationen der italienischen Zwillingsschwestern Anna und Elena Balbusso, die diese Ausgabe zu einem bibliophilen Augenschmaus machen. Oder kurz gesagt zum Wahnsinn im Prachtkleid.

Erschienen ist die Schmuckausgabe des Horla in der deutschen Übersetzung von Ernst Sander kürzlich bei Reclam. Für den Verlag ist es nach dem ebenfalls herausragend anzusehenden "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde bereits die zweite Zusammenarbeit mit den Mailänder Künstlerinnen. Es bleibt zu wünschen, dass es nicht die letzte sein wird. Denn abermals machen die Balbusso-Zwillinge mit ihrem unverwechselbaren Stil aus der Lektüre ein Erlebnis. Besonders gut gelingt es ihnen, den geistigen Verfall des Protagonisten, seine Ängste und Depressionen darzustellen. Anders als bei Dorian Gray ist das Grauen bei de Maupassant nämlich eindeutig intrinsich motiviert. Da sehen wir den Protagonisten in dunkler Kleidung gesenkten Hauptes an einem düsteren See vorbeischleichen, während ein trauriges Frauengesicht am Himmel zweifelnd auf ihn herabblickt. In einem späteren Zustand seines Wahnsinns wirkt er wie in einer Zwangsjacke an einen Stuhl gefesselt. Hervorragend auch der von Augen durchsetzte lila Schmetterling, der gar an das Cover eines Psychedelic Rock-Albums aus den 1970er-Jahren erinnert. Mit immenser Kreativität und unglaublicher Vielfalt werten die Illustrationen der Balbussos das Buch auf.

Dabei ist die kurze Erzählung Maupassants, die erstmals 1886 erschien, auch für sich stehend stark genug. In Tagebucheinträgen vom 8. Mai bis zum 10. September begleiten wir den Ich-Erzähler auf dessen körperlichem und geistigem Niedergang. Ständig hat er das Gefühl, dass eine unsichtbare Kraft sich seiner bemächtigt. Ein dämonisches Wesen, genannt der Horla, der sich nachts auf seine Brust hockt und dem Protagonisten nach und nach Antrieb und Willen raubt. Sprachlich gelingt es de Maupassant vortrefflich, dieses Grauen erlebbar zu machen. Auslassungen, Wiederholungen, Ausrufe und Fragen machen das gestörte Verhältnis der Hauptfigur zu sich selbst und seiner Umwelt deutlich. Bedenkt man, dass der französische Autor selbst an Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Ängsten litt, unterstreicht dies noch einmal die Tragik und Ernsthaftigkeit der gerade einmal knapp 80 Seiten umfassenden Novelle. 

Mit der neuen Schmuckausgabe von Guy de Maupassants "Der Horla" gelingt es Reclam vor allem dank der großartigen Illustrationen von Anna und Elena Balbusso einmal mehr, einen Klassiker der Weltliteratur in ansprechendem und bibliophilem Gewand wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Abgerundet wird die stimmige Ausgabe von einem informativen Nachwort des Übersetzers Ernst Sander (1898 - 1976).

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Cover des Buches Steglitz (ISBN: 9783552073593)

Bewertung zu "Steglitz" von Inès Bayard

Steglitz
Christian1977vor 2 Monaten
Kurzmeinung: Surrealer Trip einer einsamen Frau durch eine anonyme Großstadt
Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin

Leni Müller lebt mit ihrem Mann Ivan in Berlin-Steglitz. Es ist ein einsames Leben. Während der erfolgreiche Architekt einmal mehr einen lukrativen Auftrag für sich entscheidet, kapselt sich Leni ab. Ihre täglichen Einkäufe sind schon das Höchste der Gefühle. Als Ivan für ein Bauprojekt nach Rügen reisen muss, ist Leni plötzlich auf sich allein gestellt. Überfordert von der Welt scheint sie plötzlich Dinge zu sehen und zu hören, die gar nicht real sind. Und was will eigentlich dieser Kommissar Ziegler von ihr, der ihr auf Schritt und Tritt zu folgen scheint? Nach und nach drängen vergangene Dinge in Lenis Bewusstsein, die sie behutsam in Richtung Abgrund ziehen wollen...

"Steglitz" ist der neue Roman von Inès Bayard, der jetzt in der Übersetzung aus dem Französischen von Theresa Benkert bei Zsolnay erschienen ist. Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes seltsamer Roman. Zunächst einmal sticht von Beginn an die Sprache ins Auge. In kurzen, einfachen, fast technokratischen Sätzen zeichnet Bayard das Bild einer durchschnittlich-langweiligen Protagonistin, bei der nicht nur der Name Leni Müller absolutes Mittelmaß verkörpert. Leni ist eine folgsame Ehe- und Hausfrau. Die Einkäufe, für die sie Steglitz nie verlässt, sind ihre täglichen Höhepunkte. Liebe ist zwischen ihr und Ivan nicht zu spüren. Der abendliche Sex hat gar etwas Missbräuchliches. Auch die Beschreibungen des Umfeldes wirken spröde. Bayard verliert sich in der Aufzählung Berliner Straßennamen, die für diejenigen interessant sein mögen, die sich dort auskennen. Dennoch passt die Sprache sehr gut zum Inhalt und untermalt fast beiläufig die Berliner Winterlandschaft.

Mit zunehmender Dauer des Romans häufen sich die merkwürdigen Vorfälle und Begebenheiten. Das liegt auch an der Unzuverlässigkeit der Erzählstimme, die ganz nah bei Leni ist, auch wenn es sich nicht um eine Ich-Erzählerin handelt. Mit Ivans Abreise fällt Leni in eine Art psychisches Loch. Doch warum verspürt der Kioskverkäufer eine so große Wut auf sie, dass er Leni sogar körperlich attackiert? Und befragt der mysteriöse Kommissar Ziegler Leni tatsächlich nur aufgrund merkwürdiger Schüsse, die am Abend zuvor durch Steglitz schallten? Ständig tauchen irgendwelche geheimnisvollen Männer auf, die auf Leni bedrohlich wirken. Da ist der Mann, der behauptet ihr Vater zu sein, und kurz darauf im Park erschossen aufgefunden wird. Da ist ihr Bruder Émile, den sie zunächst gar nicht erkennt, der sie aber dann mir nichts dir nichts aus der Wohnung wirft, weil Ivan von Rügen mit einer anderen Frau zurückkommen möchte. Und da ist Ziegler, der ihr eines Abends seine Telefonnumer gibt und ihr Schutz verspricht, nur um bei einem darauffolgenden Gespräch überhaupt nichts mehr davon zu wissen.

Bayard gelingt es, diese Bedrohlichkeit unmittelbar auf die Leserschaft zu übertragen. Je surrealer die Handlung wird, desto gefährdeter scheint Leni. Und auch wenn überhaupt keine Emotionen oder gar Mitleid bei den Leser:innen mit ihr aufkommen, hat "Steglitz" etwas Faszinierendes, etwas Soghaftes. Erst im letzten Drittel des 180 Seiten kurzen Romans scheint zumindest klarer zu sein, wie es zu dieser über die Dauer doch mehr und mehr erkennbaren Traumatisierung der Hauptfigur kam. Das löst Bayard zwar nicht besonders elegant, weil sie Lenis Bruder Émile einfach erzählen lässt, sorgt aber für eine gewisse Befriedigung bei den Leser:innen. Im Finale wird "Steglitz" noch einmal bitterböse, bevor es tatsächlich noch zu einem runden Abschluss findet, was bei all den vorherigen Irrungen und Wirrungen überrascht. Zudem beweist Bayard hier ihre sprachliche Komik, bei deren Boshaftigkeit einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleiben kann.

Insgesamt ist "Steglitz" ein psychologischer Roman, der sich einerseits auf surreale Art und Weise mit dem Trauma einer Frau beschäftigt, andererseits ist es auch die Auseinandersetzung mit dem Leben in einer anonymen Großstadt. Das Buch wird sicherlich polarisieren, weil viele der geschilderten Situationen so unglaubwürdig sind, dass sie nicht ernst genommen werden können. Als Porträt einer schwer traumatisierten Frau auf der Suche nach Normalität habe ich "Steglitz" aber seltsam fasziniert und mit Interesse gelesen.

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Cover des Buches Das achte Haus (ISBN: 9783855351152)

Bewertung zu "Das achte Haus" von Linda Segtnan

Das achte Haus
Christian1977vor 2 Monaten
Kurzmeinung: Emotionale und sprachlich gelungene Aufarbeitung des Mordes an einem kleinen Mädchen. Schwächer in den privaten Ausführungen der Autorin.
Von der Besessenheit, einen Mordfall zu klären

Als der schwedischen Historikerin Linda Segtnan während ihrer Arbeit im Archiv zufällig ein Zeitungsausschnitt über den Mord an der neunjährigen Birgitta Sivander im Jahre 1948 im schwedischen Perstorp in die Hände fällt, ist ihr Interesse sofort geweckt. Wer war diese Birgitta und wieso konnte der Fall nie geklärt werden? Die hochschwangere Frau beginnt zu recherchieren, sichtet Materialien, besucht den Tatort und spricht mit damaligen Zeug:innen. Doch die Recherchen bringen Segtnan nicht nur an ihre körperlichen Grenzen. Ganz langsam scheinen sich auch in ihrem Bewusstsein die unterschiedlichen Zeitebenen aufzuheben, so dass die Autorin das Gefühl bekommt, unmittelbarer Teil der Ermittlungen Ende der 1940er-Jahre zu sein und eine besondere Verbindung zu Birgitta herzustellen. Über allem scheint die Angst vor dem Tod, der Vergänglichkeit zu schweben. Und so steigert sich Linda in eine Art Besessenheit hinein, um den Mordfall neu aufzurollen und endlich aufzuklären. Eine Besessenheit, die auch die Existenz ihrer eigenen Familie infrage stellt...

"Das achte Haus" ist das literarische Debüt der schwedischen Autorin Linda Segtnan, das jetzt in der deutschen Übersetzung von Kerstin Schöps im Schweizer Atrium Verlag erschienen ist. Der Verlag hat sich im Bereich der anspruchsvollen Spannungsliteratur beispielsweise durch die Veröffentlichungen von Mark Billingham oder den überragenden Genresprenger "Westwind" von Samantha Harvey einen Namen gemacht. "Das achte Haus" passt somit ganz hervorragend in sein Programm, denn Linda Segtnans Debüt schert sich weder um Genregrenzen, noch ist es in seiner Mischung aus True Crime und Autofiktion besonders gefällig. 2022 stand Segtnan damit auf der Short List des renommierten schwedischen Literaturpreises "Adlibrispriset" für den besten Debütroman. Dabei handelt es sich gar nicht um einen Roman.

Vielmehr verknüft Segtnan auf überwiegend gelungene Art zwei Erzählstränge, die sich überraschenderweise stärker überschneiden als anfangs gedacht. Der Haupthandlungsstrang bezieht sich dabei auf den deutschen Untertitel des Buches "In Gedenken an ein Mädchen". Er ist der eindeutig stärkere Faden des Werks. Denn Segtnan gelingt dieses "Gedenken" an Birgitta Sivander auf ganz erstaunliche Weise. Sprachlich setzt sie auf eine gelungene Mischung aus klassischen Spannungsmotiven und fast unbändiger Empathie. Besonders eindrücklich und intensiv ist in diesem Zusammenhang die Szene, in der sich Vergangenheit und Gegenwart vereinen. Während Birgitta im Wald des Jahres 1948 um ihr Leben rennt, fühlt sich Linda Segtnan an selber Stelle schier zu Boden gedrückt von den überwältigenden Ereignissen 70 Jahre zuvor. Und von der Boshaftigkeit der Welt, in die Segtnan selbst in nicht allzu langer Zeit ein Mädchen setzen wird. 

Überhaupt lebt "Das achte Haus" von seiner gelungenen Konzeption. So wechselt die Perspektive beispielsweise im Mittelteil des Buches von zwei Mädchen zu zwei Jungen. Während zu Beginn Mordopfer Birgitta und Lindas neugeborene Tochter Vivianne im Fokus stehen, sind es kurz darauf plötzlich ein tatverdächtiger Junge und Segtnans erstgeborener Sohn Sam. Nur um im finalen Part eine weitere unvorhersehbare Volte zu schlagen.

Dennoch hat das Buch auch Schwächen. So nimmt beispielsweise das Privatleben der Autorin einen viel zu großen Rahmen ein. Dezidiert berichtet Segtnan über ihre Ängste und Empfindungen während der Schwangerschaft und der Geburt, umfangreich erzählt sie von den familiären Problemen mit ihrem Mann und ihrem Sohn. Das ist als emotionaler Unterbau der eigentlichen Geschichte durchaus verständlich und interessant, rückt aber das Gedenken an Birgitta in diesen Momenten viel zu stark in den Hintergrund. Hinzu kommt, dass nicht jeder literarische Kunstgriff sitzt. So wirkt es einigermaßen grotesk, wenn sich Linda in der Mitte des Buches plötzlich unmittelbar in die Mutter des beschuldigten Jungen verwandelt und in Ich-Perspektive von der damaligen Gerichtsverhandlung erzählt. Auch die esoterischen Momente und Spukgeschichten nehmen dem Text ein Stück seiner Ernsthaftigkeit.

Sieht man über diese Kritikpunkte hinweg und erwartet weder ein typisches "True Crime"-Buch noch einen Thriller, erhält man mit "Das achte Haus" aber eine lohnenswerte Lektüre, die gleichermaßen spannend wie bewegend ist. Es ist eine Lektüre, die mich zwar glücklicherweise nicht zu einem Besessenen werden ließ, aber durchaus dafür sorgte, dass mich der Mordfall Birgitta wahrlich mitgenommen hat. Insgesamt ist Linda Segtnan mit "Das achte Haus" und dem dazugehörigen Einsatz von Fotos, Zeitungsausschnitten und Karten das "Gedenken an ein Mädchen" sehr gelungen.

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Cover des Buches Die Legende vom heiligen Trinker (ISBN: 9783328110743)

Bewertung zu "Die Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth

Die Legende vom heiligen Trinker
Christian1977vor 2 Monaten
Kurzmeinung: Kurze, märchenhafte Erzählung in einfacher Sprache. Tragikomisch und berührend.
Bittersüßes Gebräu in giftgrünem Gewand

Paris, 1934: Andreas ist ein obdachloser Alkoholiker und lebt irgendwo unter den Brücken an der Seine. Als ein gut gekleideter Herr ihm begegnet, scheint sich das Glück auf seine Seite zu schlagen. Schließlich schenkt ihm der Mann 200 Francs und fordert sie nicht einmal zurück. Doch Andreas sieht sich als Ehrenmann und besteht auf die Rückzahlung. Der Herr lässt sich darauf ein, fordert Andreas aber auf, nicht ihm das Geld zurückzugeben, sondern es der Heiligen Thérèse von Lisieux in einer Pariser Kirche zu widmen. Kein Problem für den Ehrenmann Andreas - wäre da nicht der permanente Alkoholdurst... Doch auch wenn die 200 Francs schnell ausgegeben sind, scheint Andreas das Glück plötzlich gepachtet zu haben. Ein Wunder der kleinen Thérèse? Doch wie lange kann man sich auf Wunder verlassen?


Joseph Roths Erzählung "Die Legende vom heiligen Trinker" erschien erstmals 1939, kurz nach dem Tode des damals gerade einmal 44-jährigen österreichischen Schriftstellers. Es ist somit die letzte Veröffentlichtung Roths und nimmt nicht nur deshalb eine besondere Rolle im Werk des Autors ein. Gemeinsam mit seinen Romanen "Radetzkymarsch" und "Hiob" begründet auch diese Novelle Roths Rang als einen der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Nun ist sie in einer Neuauflage der Penguin Edition erschienen.


Mit der 2021 gestarteten Klassikerreihe in knallbunten Farbtönen wollte Penguin laut eigener Aussage "Farbe ins Bücherregal" bringen. Eine Aktion, die vollends aufgegangen ist. Denn mittlerweile konnte man mit Neuausgaben wie Melvilles "Bartleby, der Schreibgehilfe" oder Emily Brontës "Sturmhöhe" nicht nur herausragende Klassiker einer jüngeren Generation schmackhaft machen, sondern ganz nebenbei auch den German Brand Award 2022 gewinnen. 


Roths "Legende vom heiligen Trinker" erscheint wohl nicht von ungefähr in giftigem Grün. Denn nicht nur Andreas' Galle wird in der gerade einmal knapp 80 Seiten langen Erzählung über die Maßen gefordert, sondern auch die Leserschaft, der hier ein bittersüßes Gebräu präsentiert wird. 


Ins Auge sticht dabei nicht nur die Farbe des Buches, sondern auch die äußerst einfache, fast naive Sprache, mit der es Joseph Roth gelingt, von Beginn an Empathie für seinen Antihelden Andreas aufzubauen. Dabei ist "unser Andreas", wie es in der Erzählung liebevoll heißt, kein Kind von Traurigkeit. Nach und nach erfahren wir nämlich, was ihn an den Rand seiner Existenz geführt hat. Andreas hat einen Mann totgeschlagen, einen Rivalen im Kampf um eine Geliebte. Doch Roth und die Leser:innen verzeihen es ihm vollständig. Damit hat unser Andreas einen Bonus im Vergleich zu anderen Trinkern der Literatur. Hat Ole Jastrau aus Tom Kristensens wundervollen Roman "Absturz" jemals einen Menschen körperlich verletzt? Dazu war er gar nicht in der Lage. Dennoch war man von ihm permanent enttäuscht, fast wütend auf ihn. Unser Andreas hingegen kann sich alles erlauben.


Und so freut man sich mit ihm über das Glück, das ihn so plötzlich auf all seinen Wegen begegnet. Sei es das viele Bargeld, das er in einer gebraucht gekauften Geldbörse findet. Seien es die wohlmeinenden Menschen, die ihm immer wieder mit Geld aus der Patsche helfen, obwohl Andreas es genauso regelmäßig versäuft wie Ole Jastrau. Es ist ein Märchen. Oder sogar noch mehr, denn die häufigen Satzanfänge mit "Und" in Verbindung mit dem Wörtchen Legende und der allseits beliebten Thérèse von Lisieux machen aus der Erzählung fast etwas Biblisches. Auch die zahlreichen Wiederholungen erinnern durchaus daran.


Das ist von Roth ebenso klug konzipiert wie hintersinnig und mit feinem Humor hinterlegt. Doch ganz am Ende - man ahnt es früh - bleibt einem das Lachen im Halse stecken und Roth dekonstruiert die gesamte Legende mit einem einzigen bitteren allerletzten Satz. Das ist sehr berührend, besonders wenn man im Hinterkopf hat, dass dies die letzte Erzählung Roths und er dem Alkohol letztlich erlegen ist.


Garniert wird die Legende mit einem zwar informativen, aber nicht besonders originellen Nachwort, denn es handelt sich dabei lediglich um ein paar Auszüge der Roth-Biographie von Wilhelm von Sternburg aus dem Jahre 2009. Da die Penguin Edition aber von Beginn an eher auf ein hervorragend kuratiertes Programm in Verbindung mit einem frischen Design und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis setzte und das Nachwort dabei ein wenig vernachlässigte, ist es auch diesmal nichts, was besonders negativ ins Gewicht fallen würde.


Mit Roths "Legende vom heiligen Trinker" gelingt es der Penguin Edition abermals, einen sehr lesenswerten Klassiker der Weltliteratur in ansprechender Form und Aufmachung wieder ins Interesse einer breiten Leserschaft zu rücken. Mit der Figur seines Andreas hat Roth einen klassischen, aber dennoch liebenswerten Antihelden erschaffen, der lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Über mich

Ich lasse mich überraschen von dem, was mich hier erwartet. In meiner Bibliothek findet ihr alle Bücher, die ich ab 2020 gelesen habe.
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