Christiane_Wieczorek

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Veilchensturm (ISBN: 9783752646689)

    Bewertung zu "Veilchensturm" von Kim Leopold

    Veilchensturm
    Christiane_Wieczorekvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Wenn Musik auf Liebe trifft und die Liebe diese Musik fließen lässt, dann kann dies nur eine Melodie ergeben, die der Seele gut tut.
    Ein absolutes Herzensbuch

    Maddox Madness ist ein Star. Er spielt seine Violine wie kein anderer. Er eröffnet ein Sommercamp um benachteiligten Kindern die Möglichkeit einer musikalischen Ausbildung zu vermitteln. Violet, die nach einigen Tiefschlägen nicht weiß wo Sie steht, geschweige denn wo es hingehen soll, bewirbt sich für einen Job im Camp. Als die beiden erneut aufeinander treffen beginnt eine Geschichte die sich um Vertrauen, Schmerz, die dunklen Tage im Leben, bedingungslose Liebe und Freundschaft dreht.


     Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, angenehm, emotional, feinfühlig aber auch witzig und spannend. Dies macht aus der Geschichte ein Wechselbad der Gefühle, was einen komplett in seinen Bann zieht. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Maddox und Violet in der Ich-Perspektive erzählt. Dies gewährt einem einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der beiden. Zu Begin eines jeden Kapitels steht eine Schlagzeile die entweder einen Einblick in das Kapitel erlaubt. oder aber eine Szene aus dem vorangegangenen Kapitel aufgreift. Es ist der letzte Teil der „How to be Happy“ Reihe der Autorin. Man kann Ihn aber wunderbar losgelöst von den anderen Teilen lesen. 

     

    Zuerst haben wir da Maddox. Er ist ein herzensguter Mann, der viel Feingefühl besitzt und jedem helfen möchte. Er hat viel erleiden müssen und zerbricht fast daran. Er spielt viele Rollen, doch auf einmal ist da dieses Verlangen die Masken fallen zu lassen. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen und war mir von Beginn an sympathisch.

     

    Dann ist da noch Violet. Sie ist eher quirlig, ein wenig schusselig bzw. tollpatschig. Sie ist ebenfalls Herzensgut und ein totaler Familienmensch. Sie ist ab und an ein wenig kindlich naiv und weiß noch nicht wo es hingehen soll. Sie hat ebenfalls viel durchgemacht, aber anders als Maddox. Auch bei Ihr konnte ich nicht anders, als Sie direkt ins Herz zu schließen.

     

    Die Nebencharaktere sind alle sehr gut Ausgearbeitet und Runden die Geschichte um Maddox und Violet ab. Sie verpassen dem ganzen quasi den letzten Schliff. 

     

    Maddox und Violet sind wie Schatten und Licht. Sie ziehen sich von der ersten Begegnung an, an wie zwei Magnete. Was als Sommerflirt und ein bisschen Spaß beginnt wird zu etwas ernstem, womit beide zu Begin nicht gerechnet haben. Violet, die selbst viel durchgemacht hat und dadurch jetzt im Camp gelandet ist, ist das Licht und hilft Maddox durch seine dunkelsten Stunden. Doch auch Maddox hilft Violet, denn er erdet Sie, er gibt Ihr das was Sie braucht. Nämlich Wertschätzung und jemanden der Ihr zuhört und Sie liebt. Dieses Buch hat eine Trigger Warnung. Ich bitte Euch die Warnung ernst zu nehmen, denn die Themen die in diesem Buch angesprochen und die Abgründe die erreicht werden sind nicht ohne. Aber die Autorin hat es geschafft diese ganzen ernsten und zum Teil auch sehr schlimmen Themen so zu verpacken, dass man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat daran zu ersticken oder es einem zu viel wird. Dieses Buch veranschaulicht was mit einem Menschen passieren kann, wenn er schlimmes erleidet und das vielleicht auch über Jahre hinweg. Doch es zeigt auch, dass es einen Ausweg geben kann. Es zeigt was Freundschaft und Liebe bedeuten und wie das Selbsteingeständnis von Schwäche und der Mut nach Hilfe zu fragen bewirken kann. 

    Fazit: Dieses Buch ist eine tolle Geschichte die ebenso locker lustig wie auch tiefgründig oder auch mal deprimierend ist. Ich finde dieses Buch gehört in jedes Bücherregal und ich werde bestimmt erneut Maddox und Violet im Sommercamp in den Hamptons besuchen.

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    Cover des Buches Venice Connection (ISBN: B086368CRV)

    Bewertung zu "Venice Connection" von Reni Kieffer

    Venice Connection
    Christiane_Wieczorekvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Reise in die Welt von Socialmedia und deren Abgründe. Was ist wenn vitual life auf real life trifft?
    Ein toller Kurzroman zu einem wichtigen Thema

    Radulf oder auch Rad führt ein einsames und seiner Meinung nach auch ein sehr langweiliges Leben. Freunde hat er nur virtuell. Irgendwann kommt er sich von seinen „Freunden“ so missachtet vor, dass er sich eine Lüge ausdenkt um sich interessanter zu machen. Als dann auch noch ein Mädchen ins Spiel kommt, beschließt er nach LA zu reisen und Sie kennen zulernen. Hier trifft Real Life auf Social Media Life und alles ist so ganz anders als er es dachte. 

     

    Es ist ein Kurzroman mit knapp 180 Seiten und die Geschichte wird aus Radulfs Sicht erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, und angenehm zu lesen. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt, welche sich noch einmal in Wochentage aufgliedern. 

     

    Radulf hat viel durchgemacht im leben und zieht sich deshalb sehr in sein Schneckenhaus zurück. Er kommt kaum raus außer um zu arbeiten. Sein Leben spielt sich hauptsächlich virtuell ab und er fühlt sich immer übersehen und uninteressant. Das hat es mir am Anfang etwas schwer gemacht mit Ihm warm zu werden. 

     

    Die beiden anderen Charaktere, die einen größeren Anteil an der Geschichte haben, sind Lea und Alex, welche beide auf Ihre Art sehr Lebensfroh und ganz anders sind als Rad. Beide Charaktere sind genau wie Radulf sehr gut ausgearbeitet und in Teilen sehr vielschichtig. 

     

    Die Autorin thematisiert in diesem Buch gekonnt ein Thema welches in den letzten Jahren durch Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Nämlich die Selbstdarstellung auf diesen Plattformen, die Wahrnehmung dessen, was wir dort sehen und wie wir uns davon beeinflussen lassen. Ja es ist ein Thema welches mittlerweile vermehrt aufgegriffen wird und man könnte jetzt auch damit um die Ecke kommen, dass jemand wie Radulf, der sich eh schon sehr zurück zieht für so etwas vielleicht anfälliger ist. Aber nein darum geht es nicht. Die Autorin veranschaulicht hier wie sehr uns Social Media beeinflussen kann. Wie gerne wir über das Ziel hinausschießen bei unserer eigenen Selbstdarstellung oder wie schnell wir auch davon enttäuscht sind, wenn es nicht so läuft wie wir uns das wünschen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mich dieses Buch noch einmal zum Nachdenken gebracht hat, was meinen Umgang mit Social Media betrifft und ich finde so etwas macht ein gutes Buch aus. Denn wer hat sich im Netz nicht schon mal ein wenig interessanter dargestellt oder war enttäuscht, wenn er nicht die entsprechende Aufmerksamkeit bekommen hat. Das Buch ist Tiefgründig genug um einen wirklich zum Nachdenken anzuregen und behandelt am Rande ein paar weitere wichtige Themen. Für mich hätte es an einigen Stellen noch ein wenig Tiefgründiger sein können oder auch auf die anderen Themen etwas mehr eingehen können. Das Ende war für meinen Geschmack ein wenig abrupt. Deshalb erhält es von mir nur 4 von 5 Sternen. Alles in allem ist es aber ein Buch zu einem sehr wichtigen Thema und es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Ich werde es bestimmt noch einmal lesen um mit Alex, Lea, Rad und den anderen Venice unsicher zu machen. 

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    Cover des Buches Dreamteam süßsauer (ISBN: 9783967140873)

    Bewertung zu "Dreamteam süßsauer" von Birgit Gruber

    Dreamteam süßsauer
    Christiane_Wieczorekvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein lustiger Krimi für zwischendurch. Lasst euch begeistern und lacht euch kaputt bei Aktion Zuckerpuppe.
    Ein lustiger Krimi für Zwischendurch

    Kati ist geschockt. Nina, Katis beste Freundin soll Ihre Chefin ermordet haben und zu allem Überfluss, war es auch noch Katis Freund Lars, der Nina verhaftet hat. Aber warum sollte Nina Ihre Chefin ermorden? Irgendetwas konnte da nicht stimmen, dass war Kati klar und Nina im Stich lassen, dass ging schon Mal gar nicht. Wenn Lars nichts unternimmt, dann muss Kati halt wieder ermitteln. Aber wer kommt als Täter in Frage?


     Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, angenehm und witzig. Ich kam schnell in die Geschichte rein und habe mich auch direkt wohlgefühlt. Die Autorin hat während der Geschichte auch immer wieder Hintergrundinformationen zu Bayreuth eingestreut, die die Geschichte noch reeller haben wirken lassen. Es ist der fünfte Band der Reihe, den man aber wunderbar auch unabhängig von den anderen Bänden lesen kann. 

     

    Kati ist quirlig, etwas vorlaut und vor allem ab und an ganz schön starrsinnig. Das alles aber auf eine Liebenswürdige und ab und an auch schusselige Art und Weise. Vor allem anderen ist Sie aber ein herzensguter Mensch, dem Ihre Freunde über alles gehen. 

     

    Dann gibt es noch Nina. Nina, die beste Freundin von Kati, ist sehr aufgedreht, eher unbeständig und ein wenig verrückt. Sie ist trotz allem was um Sie herum passiert sehr stark und versucht immer Ihre gute Laune zu wahren. 

     

    Lars, der Hauptkommissar und Katis Freund kommt eher ein wenig grummelig rüber. Dies ist jedoch eher nur seine Art, Kati die sich mal wieder in seinen Fall einmischt gegenüberzutreten und Ihr ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Am Ende hört er nämlich doch ganz gerne auf Sie. 

     

    Es gibt noch einige Nebencharaktere, die gut ausgearbeitet sind und zum Gelingen der Geschichte beitragen. 

     

    Die Autorin schafft es eine Mordermittlung mit viel Witz zu gestalten. Gerade zum Ende hin musste ich, dass ein oder andere Mal Lachen unter anderem bei Aktion „Zuckerpuppe“ (lasst euch überraschen). Kati, die gerne mal vorschnell handelt ohne über die Konsequenzen nachzudenken, schafft es immer wieder sich in komische Situationen zu manövrieren, aus denen Sie meist mit viel Witz und Charme herauskommt. Für mich war es ein schöner Krimi für zwischendurch, bei dem ich oft Lachen musste, bei dem mir aber ein wenig die Spannung gefehlt hat. Die Wendungen die das Buch nimmt, sind interessant und lenken immer wieder davon ab, wenn man meint eine Idee zu haben wer der Täter ist aber eine wirkliche Spannung hat sich bei mir nicht aufgebaut. Die Lösung des Falls und vor allem das „Warum“, waren am Ende sehr überraschend, was bedeutet, dass die Autorin einen immer wieder aufs Eis führt.  Auch wenn mir persönlich die Spannung gefehlt hat, finde ich, es ist ein schöner Krimi den es sich lohnt zu lesen. 

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    Cover des Buches Vergessene Gräber (ISBN: 9783404180936)

    Bewertung zu "Vergessene Gräber" von Leo Born

    Vergessene Gräber
    Christiane_Wieczorekvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein spannender Thriller mit vielen Verstrickungen und Wendungen.
    „Die beste Art sich zu rächen ist: Nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten.“ Mark Aurel

    Mara Billinsky und Ihr Kollege Jan Rosen sind ratlos. Eine Mordserie belastet Sie sehr, Sie finden einfach keine Spur zum Täter. Das Einzige was die Opfer scheinbar gemeinsam haben, ist, dass Sie jung, erfolgreich und schön sind. Mehr aber auch nicht. Selbst die Symbole und ein weiteres Opfer, was aber nicht zu den anderen passt, helfen nicht die richtige Spur zu finden. Doch so ungewöhnlich Mara Billinsky ist, so unkonventionell sind auch Ihre Ermittlungsmethoden und ohne es zu ahnen, begibt Sie sich mitten in einen tödlichen Rachefeldzug und bringt sich am Ende noch selbst in Gefahr.

     

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig, spannend, fesselnd und sehr detailliert. Das Buch ist in vier Teile und mehrere Kapitel unterteilt. Die Kapitel sind Teilweise sehr kurz und springen zwischen Handlungsorten und Personen hin und her. Anfangs war dies ein wenig gewöhnungsbedürftig, ich konnte mich aber schnell daran gewöhnen und war mitten im Fall und somit in Frankfurt angelangt. Es ist der fünfte Teil der Reihe ‚Ein Fall für Mara Billinsky‘ er lässt sich aber auch wunderbar unabhängig von den anderen Teilen lesen. 

     

    Mara Billinsky und Ihr Kollege Jan Rosen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Mara, die Stur, unkonventionell, und zu weilen etwas vorschnell und impulsiv in Ihren Handlungen ist, gleicht nicht einer typischen Kommissarin. Mit Ihren schwarzen Klamotten, langen schwarzen Haaren, den Piercings, Ihren Doc Martens und der abgetragenen Bikerjacke gleicht Sie eher einer Rockerbraut oder einem Punk. Jan Rosen dagegen ist eher ruhig, zurückgezogen, sehr überlegt und konventionell. Mit beiden Charakteren bin ich von Beginn an sehr gut klargekommen und gerade die Interaktion zwischen den beiden hat mich sehr fasziniert. Jedoch muss ich sagen, dass die Obsession die Rosen stellenweise an den Tag gelegt hat, hat es mir ab und an ein wenig schwer gemacht nicht mit den Augen zu rollen.   

     

    Es gibt in diesem Buch viele Charaktere, die zum einen gleich und doch auch völlig Unterschiedlich sind. Sie sind alle gut ausgearbeitet und perfekt aufeinander abgestimmt, so dass die Story von den Charakteren und deren Handlungen gut getragen wird. 

     

    Das Buch hat mich zu Teilen sehr gefesselt, es gab aber auch stellen, die sich für mich ein wenig gezogen haben. Diese wurden aber durch die Spannung und dadurch, dass man nicht einmal Ansatzweise bis zum Ende eine Ahnung hatte wer der Täter ist wett gemacht. Der Thriller ist auch gut zu lesen, wenn man nicht sonderlich hart gesotten ist. Es gibt hier keine übermäßig detaillierten Beschreibungen der Morde oder der Leichen. Dafür gibt es umso mehr Verstrickungen und Wendungen von denen der Thriller lebt. Oft genug habe ich gedacht, jetzt weiß ich wo die Reise hingeht und dann war ich am Ende doch noch verwirrter. Ich kann euch leider nicht allzu viel verraten ohne zu spoilern. Es sei nur so viel gesagt es geht um die Verstrickungen ehemaliger Bürger der Sowjetunion und deren Verbindungen zur Unterwelt sowie ein ‚Pominalnij stol‘, eine russische Gedenkfeier. Aber wie das Ganze mit der Mordserie zusammenhängt und wie Mara und Rosen den Fall aufklären, müsst Ihr selbst herausfinden. Ich wünsche euch die gleichen spannenden und fesselnden Lesestunden die ich auch mit diesem Buch hatte. Es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

     

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    Cover des Buches Blutasche (ISBN: 9783732577293)

    Bewertung zu "Blutasche" von Sage Dawkins

    Blutasche
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Thriller zu den Abgründen der menschlichen Perversion.
    Guter Thriller, nichts für schwache Nerven

    In einem abgebrannten Cottage wird eine Tote Frau gefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin. Doch dann findet man in einem anderen Ort in England wieder eine Frauenleiche in einem abgerannten Haus. Auch hier gehen Feuerwehr und Ermittler zuerst von einem Unfall aus. Doch einer sieht, dass hier etwas nicht stimmt und leitet die Bilder an eine Ermittlerin der Sondereinheit des Yard weiter. Sie beginnt die Zusammenhänge zu erkennen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 

     

    Das Buch spielt an verschiedenen Orten in England. Zu Beginn sind mehrere Ermittlerteams involviert. Die Geschichte springt entsprechend zwischen den Orten, den Handlungen und den Teams hin und her. Die einzelnen Abschnitte in den Kapiteln sind jedoch immer so betitelt, dass man weiß wo man sich gerade befindet. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und auch fesselnd.  Es ist der dritte Stephen Lang - Thriller der Autorin und man hat immer wieder Verbindungen zu den ersten beiden Teilen, gerade zum ersten. Man kann den Thriller zwar unabhängig lesen, bei einigen Themen bin ich jedoch immer noch im Dunkeln geblieben was die Zusammenhänge anbelangt und werde wohl die ersten beiden Teile auch noch lesen. Man wurde zwar insoweit abgeholt, dass man die Zusammenhänge die für die Handlung relevant waren verstanden hat. Allerdings nicht bei denen, die in der Nebenhandlung mit angerissen wurden und bestimmte Charaktere betraf. 

     

    Es gibt zwei bis drei Hauptprotagonisten, die deutlich aus der Geschichte hervorstechen. 

     

    Zum einen Stephen Lang, der Chef-Ermittler der Sondereinheit. Er ist ein kompetenter Ermittler, der auf sein Team achtet und weiß wie er die Leute einsetzen muss. Privat ist er sich seiner Gefühle zu Jules nicht ganz sicher, die er von seinem ersten Fall her kennt. Er ist ein Arbeitstier und man erfährt nur wenig über sein Privatleben, was Ihn ein wenig undurchsichtig macht. Was nichts Schlechtes ist. 

     

    Dann gibt es noch Danica. Sie ist der IT-Nerd bzw. die Profilerin im Team. Sie ist noch sehr Jung und wächst trotzdem immer wieder über sich hinaus. Aufgrund des aktuellen und auch des vorangegangenen Falls kämpft Sie hier sehr mit Ihren Emotionen und zum Teil auch mit Ihrer Professionalität. Sie war mir wenn auch etwas eigensinnig von Beginn an Sympathisch.

     

    Dann gibt es noch Jules. Sie ist Professorin an der Exeter University einer der Schauplätze. Sie hat nur entfernt etwas mit dem Team und auch mit den Ermittlungen zu tun. Sie kennt jedoch das Team der Sondereinheit und hat schon einmal für Sie gearbeitet. Nun trifft Sie wieder auf Steven und sein Team und auch auf den Mörder. 

     

    Die Charaktere sind im allgemeinen alle sehr gut ausgearbeitet und man könnte hier bestimmt noch auf den ein oder anderen eingehen, der bei mir noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat wie Paul oder Mark, allerdings würde das nun wohl den Rahmen sprengen.

     

    Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichten der Protagonisten erzählt, was es mir zuweilen gerade in Teambesprechungen etwas schwierig gemacht hat, wenn man zwischen den Personen hin und her gesprungen ist. Das Buch hat stellen, die sehr spannend sind, aber auch Zwischensequenzen in denen es passend zur Handlung ein wenig vor sich hinplätschert. Aber weder die Sprünge zwischen den Personen noch die Wellenartige Spannung haben mich dazu gebracht, das Buch aus der Hand legen zu wollen. Man denkt sehr früh, dass man eine Ahnung hat wer der Mörder ist oder in welche Richtung es geht. Kurz vor Ende gibt es dann aber einen Pageturner und ich musste noch einmal alles neu sortieren und strukturieren, was ich mir vorher zurechtgelegt hatte. Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher welche Rolle Gabriel und seine Sicherheitsfirma gespielt haben. Welches einer der Punkte ist, wo man im Dunkeln bleibt, wenn man nicht den ersten Teil der Reihe gelesen hat. Die Autorin führt einen in Ihrem Thriller wirklich an die tiefsten Abgründe der menschlichen Perversion, Fetischen, Psychologie und dem Darkweb. Dieser Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete.


     Als Fazit kann ich nur sagen, dass es sich um einen guten Thriller handelt, den ich empfehlen kann. Ich werde die ersten beiden Teile der Reihe auch lesen, da ich zum einen gerne wissen möchte, was vorher passiert ist und weil ich gerne Thriller lese die in menschliche Abgründe führen. Allerdings bekommt das Buch von mir nur 4 Sterne, da ich die Springerei zwischen den einzelnen Personen, Orten und Handlungen anfangs sehr anstrengend fand und ich somit zuerst Probleme hatte in die Geschichte reinzukommen. 

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    Cover des Buches Winterküsse in Schweden (ISBN: 9783751702119)

    Bewertung zu "Winterküsse in Schweden" von Lina Hansson

    Winterküsse in Schweden
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein absoluter Wohlfühlroman der im winterlichen Stockholm spielt.
    Ein winterlicher Wohlfühlroman

    Habt Ihr schon einmal so ein schlimmes Jahr hinter euch gehabt, dass Ihr euch einfach nur nach einem Neuanfang sehnt? So geht es Malin. Malin, möchte einfach nur neu starten, ein neuer Job, eine neue Wohnung, dass alles soll es richten. Doch die Wohnung stellt sich als Bruchbude heraus, dass Verhältnis zu Ihrer Mutter wird noch angespannter und dann wird Sie fast noch von einem Weihnachtsbaum erschlagen. Der einzige Lichtblick ist der heiße Typ von Gegenüber und Ihre beste Freundin und deren Familie die Ihr in jeder Lebenslage zur Seite stehen. 

     

    Fangen wir mit dem Cover an. Eigentlich mag ich Personen auf dem Cover nicht. In diesem Fall finde ich es jedoch sehr passend und stimmig.

     

    Der Schreibstil ist leicht, flüssig und gefühlvoll. Ich habe dieses Buch sehr schnell durchgelesen, da ich gar nicht mehr aufhören konnte. Ich war bisher noch nicht selbst in Schweden und kenne es bisher nur von Fotos, Filmen und Erzählungen der Kollegen. Jedoch hatte ich zu jeder Zeit das Gefühl mich gerade selbst in Schweden, speziell in Stockholm zu befinden.

     

    Malin ist die Hauptprotagonistin und eine kleine Dramaqueen. Das fand ich zwar nicht immer so einfach, die anderen Charaktere haben dies aber immer wieder gut ausgeglichen und Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. 

     

    Dann gibt es noch Sven, den heißen Typen von gegenüber. Er ist einfach nur ein Herzensguter Mensch der für seine Freunde und auch für Malin, obwohl er Sie noch nicht lange kennt, alles tun würde.

     

    Zwei der Charaktere, die eher eine Nebenrolle einnehmen, haben es mir besonders angetan. Zum einen Malins Bruder Magnus, der immer sehr besonnen und ruhig ist, jedoch zum Tier wird, wenn er das Gefühl hat, dass jemand seiner kleinen Schwester nicht guttut. Und dann natürlich Jules, Malins beste Freundin, die immer hinter Malin steht und wohl am besten weiß wie Sie Malin wieder erdet, wenn Sie wieder ein wenig durchdreht. 

     

    Alle weiteren Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und gut aufeinander abgestimmt. Es passt alles sehr gut zusammen.

     

    Es ist ein Buch welches ich wirklich sehr gerne mochte und welches einem genau das richtige winterliche Gefühl vermittelt. Man reist durch dieses Buch in das winterliche Stockholm und fühlt sich dort direkt wohl. Obwohl dieses Buch an einigen Stellen auch ernster wird und Malin keine einfache Geschichte hinter sich hat ist es kein Buch welches jetzt sehr Tiefgründig ernstere Themen behandelt. Man kann es wunderbar zwischendurch lesen. Für mich ist es ein absolutes Wohlfühlbuch welches ich immer wieder lesen würde. Es hat genau an den richtigen Stellen die richtige Menge an Gefühl oder Witz. Man fühlt mit den Protagonisten mit und wünscht sich ab und an sich selbst mal einmischen zu können um alles in die richtigen Wege zu leiten.

     

    Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen, da einfach alles wunderbar gepasst hat und es ein Wohlfühlbuch für mich ist. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der gerne Liebesromane, Schweden oder beides mag. Ich werde es bestimmt noch einmal lesen.

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    Cover des Buches Wenn gestern unser morgen wäre (ISBN: 9783945362297)

    Bewertung zu "Wenn gestern unser morgen wäre" von Kristina Moninger

    Wenn gestern unser morgen wäre
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schöner Roman über die Verstrickungen des Lebens.
    Bist du glücklich?

    Bist du glücklich?

    Stehst du dir vielleicht nur selbst im Weg?

    Was wenn der Fehler kein Fehler war, sondern die erste richtige Entscheidung in deinem Leben? 

    Was wenn das Gegenteil einer falschen Entscheidung nicht unbedingt eine Richtige ist?


     Sara begeht innerhalb einer Woche jeden erdenklichen Fehler, den man nur begehen kann. Als Sie sich auf den Weg macht, um Schadensbegrenzung zu betreiben, läuft Sie vor das Auto von Matt. Als Sie am nächsten Tag im Krankenhaus aufwacht, hat Sie die Möglichkeit, die letzten 10 Tage noch einmal zu durchleben und sich anders zu Entscheiden. Doch waren Ihre Entscheidungen vorher alle falsch?

     

    Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen. Es ist genau an den richtigen Stellen emotional geschrieben, so dass man mit Sara und auch mit den anderen Protagonisten mitfühlen kann. 

     

    Sara ist mir am Anfang noch etwas steif und zu kühl vom Verhalten her. Vielleicht aber auch weil Sie versucht in die Rolle zu passen die Sie sich selbst auferlegt hat, um zu gefallen. Das war etwas, was ich zu Beginn etwas schwierig fand, jedoch wurde Sie mir ziemlich schnell sympathisch, da Sie immer mehr aus sich herauskam.

     

    Matt, der zweite Hauptcharakter, war mir von beginn an Sympathisch mit seiner offenen und lockeren Art, einfach nur in den Tag herein zu leben und das Leben zu genießen wie es kommt. Er ist das komplette Gegenteil von Sara. 

     

    Es gibt noch andere Charaktere, zu denen ich jetzt hier etwas schreiben könnte. Das würde jedoch den Rahmen sprengen. Ich mochte nicht jeden davon, jedoch war jeder sehr gut ausgearbeitet und wichtig für den Verlauf der Geschichte.
     

    Dass Buch ist meines Erachtens nach keines, welches man nur zwischendurch lesen sollte. Es spricht Themen an, die einen zum Nachdenken anregen. So war es zumindest bei mir. Vielleicht aber auch, da es Themen sind, die ich privat kenne und mich dementsprechend noch einmal auf eine andere Weise zum Nachdenken bringen. Die Kernaussage des Buches ist jedoch gut zusammengefasst, wenn man sich selbst das folgende fragt:

    Bin ich glücklich in meinem Leben? Mache ich das was ich möchte? Oder bin ich zu angepasst und mache nur was von mir erwartet wird? Alles in allem ein großartiges Buch, dass wichtige Themen gut verpackt in einer tollen Geschichte liefert. Einen kleinen Abzug gibt es für das Ende, welches mir etwas zu unrealistisch war. Das hätte man charmanter oder auch realistischer lösen können.

     

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    Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)

    Bewertung zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

    Alte weiße Männer
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist überraschend, differenziert und zeigt, dass auch Feminismus witzig sein kann.
    Überraschend, witzig differenziert

    Wer hat noch nicht von Ihm gehört?

    Dem so genannten „alten weißen Mann“ oder wie er in Amerika genannt wird „the angry white man“.

     

    Mit viel Intellekt, Selbstironie, Scharfsinn und äußerst pointiert geht Sophie Passmann in Ihrem Buch der These des alten weißen Mannes auf die Spur und beweist damit, dass Feminismus definitiv auch lustig sein kann.   

     

    Augenzwinkernd konfrontiert Sie Männer, die in einer gewissen Art und Weise Macht besitzen, mit dem Begriff des „alten weißen Mannes“. Der Großteil Ihrer Interviewpartner ist erstaunlich selbstreflektiert oder besitzt selbst vielleicht eine feministische Ader. Doch gibt es auch die Interviewpartner, die sich ahnungslos, bequem oder vom Thema gelangweilt geben oder sich durch den Feminismus schlichtweg nicht abgeholt fühlen. 

     

    Der Mann der typischerweise das Feindbild „alter weißer Mann“ verkörpert wurde nicht interviewt. Also der, der seine Stellung als gesellschaftliches Privileg ansieht und sich nicht vom Thron stoßen lassen will bzw. sich bedroht fühlt vom Wandel und dessen was eine kleine Gruppe gerade versucht sich zu erkämpfen. Aber gibt es diesen „alten weißen Mann“ überhaupt noch? Ja es gibt Ihn noch und es wird Ihn auch noch weitergeben. Ab und an zwar nur durch ein selbstgeschaffenes Feindbild oder eine zwischenmenschliche Wahrnehmung aber auch noch in Person.

     

    Sind wir mal ehrlich, jede Frau meiner Generation, die sich ein wenig mit Feminismus auseinandergesetzt hat, kommt um die These des „alten weißen Mannes“ nicht umhin. 

     

    Ich bin von meiner Mutter so erzogen worden, dass ich selbstbestimmt meinen Weg gehen und alles schaffen kann was ich möchte. 

    „Ein hübsches Gesicht hilft dir später halt nicht weiter.“ 

     

    Es ist jetzt nicht generell so, dass ich mich nicht auch hübsch mache, nicht ab und an die Aufmerksamkeit von Männern genieße oder mich nicht auch mal von einem Mann verteidigen lasse. Allerdings mag ich es nicht, wenn man mich bevormunden möchte, mir versucht klar zu machen, dass ich zu dem Thema nichts beitragen kann, weil ich eine Frau bin oder aber das was ich erreicht habe nur aufgrund der Gunst eines Mannes zustande gekommen ist. Ja alles schon vorgekommen und auch ich habe das alles schon erlebt und das nicht zu knapp. 

     

    Auf die Wirtschaft bezogen kann man jetzt vielleicht sagen, dass wir von den Männern lernen müssen zu kommunizieren und zu Netzwerken. Aber ist das die Lösung?

     

    Nein, dass sehe ich nicht so, oder nicht ausschließlich so. Ja wir müssen lernen aber auch die Männer können von uns lernen. 

     

    Die Diskussion ob Männer mit Macht freiwillig Ihre Privilegien teilen sollten und ob dies mit Kooperation oder mit einem gegenseitigen Kampf geschehen soll, wird wohl immer bestehen bleiben. 

    Das Buch stellt ein gutes Zwiegespräch mit vielen Punkten zum Nachdenken dar. Klar es bietet viele Thesen, ist nicht radikal oder Lösungsorientiert, aber es ist ein Schritt in eine Richtung, die wir Einschlagen können, wenn wir bereit sind aufeinander zuzugehen, uns Auszutauschen und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. 

     

    Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Beta Hearts (ISBN: 9783404209682)

    Bewertung zu "Beta Hearts" von Marie Graßhoff

    Beta Hearts
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein würdiges Ende der Trilogie, für mich aber der schwächste Teil der Reihe
    Ein würdiges Ende der Trilogie

    Wenn Ihr Teil eins und zwei noch nicht gelesen habt, dann könnte diese Rezension Spoiler enthalten. 

     

    Es ist ein absolut würdiges Ende für eine Tolle Reihe mit einem Ende, welches vielleicht mehr verspricht?

     

    Nach dem erneuten Rückschlag im Kampf gegen Kami taucht jedoch neue Hoffnung in Form einer Person auf, die darauf hoffen lässt Kami doch noch zu besiegen. Doch Andra glaubt nicht daran das der Kampf gegen Kami die richtige Lösung ist und strebt weiter danach eine friedliche Lösung zu finden. Zwischen Machtgier, Verrat, der Suche nach der Vergangenheit und in dem herrschenden Chaos, machen sich die Freunde Andra, Okien, Byth, Flover, Luke und Ellis erneut auf die Suche nach einer Lösung gegen Kami und stoßen dabei nicht nur von außen an Ihre Grenzen. 

     

    Auch der dritte Teil ließ sich durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil der Autorin wieder gut lesen und hat mich diesmal noch mehr in einen Strudel der Emotionen gezogen. Der Teil knüpft nahtlos an Teil zwei an, so dass man wieder direkt in der Handlung ist und sich nicht erst zurückdenken muss. Im Gegensatz zu Teil zwei spielt dieser Teil hauptsächlich an zwei Standorten, was das Ganze etwas ruhiger und nicht ganz so rasant macht. Was nicht bedeutet, dass die Handlung nicht spannend und zugleich fesselnd ist. Dieser Teil wird ebenfalls aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt.  

     

    Die Charaktere sind mir weiter ans Herz gewachsen und auch Ellis, der schon in Teil zwei eine größere Rolle hat, ist mir noch Sympathischer geworden. Gerade Andra und Okien gefallen mir besonders gut und sind mir noch mehr ans Herz gewachsen. 

     

    Das Buch ist diesmal nicht so Action geladen, dafür wird viel aus der Vergangenheit aufgearbeitet, was einem noch einmal einige Hintergründe erleuchtet. Die Tiefgründigkeit und auch der Bezug zu, zum Teil derzeit aktuellen Themen nimmt noch einmal an Fahrt auf und regt zum Nachdenken an. Die Beziehung zwischen Flover und Luke stärkt sich weiter und man kann mehr und mehr erkennen, was die beiden sich tatsächlich bedeuten. Ebenfalls ist in diesem Buch das Thema Machtmissbrauch und was passiert, wenn einem die Macht zu sehr zu Kopf steigt gut umgesetzt und aufgearbeitet. Etwa bei der Hälfte hat dieses Buch mir das Herz gebrochen und ich muss ehrlich sagen, dass ich in diesem Moment am liebsten beide Charaktere die daran Schuld waren mal gut durchgeschüttelt hätte. Das Ende kam mir dann etwas zu plötzlich und ging mir zu schnell. Um es jetzt einmal so auszudrücken, ohne zu Spoilern. Jedoch birgt der Epilog dann doch noch einen Pageturner und somit eine kleine Überraschung. Ob man hier von einem Happy End sprechen kann, weiß ich nicht. Ich würde sagen im Großen und Ganzen ja. Aber es gibt nicht für alle Charaktere auf persönlicher Ebene ein Happy End. Für mich ist es ein gelungenes Ende dieser Reihe, welche sich zu einem meiner Jahreshighlights entwickelt hat und das obwohl es gar nicht mein übliches Genre ist.

     

    Auch diesen Teil habe ich wieder Teilweise gehört und teilweise gelesen. Der Sprecher hat auch hier die Stimmungen und Emotionen gut rübergebracht und ich habe mich wie auch schon in den ersten beiden Teilen gut abgeholt und sehr wohl gefühlt. 

     

    Beta Hearts ist für mich nicht der stärkste Teil der Reihe und liegt für mich sogar noch ein wenig hinter Neon Birds. An meinen Favoriten Cyber Trips kommt es nicht heran. Trotzdem bekommt dieses Buch 4,5 von 5 Sternen und ebenfalls eine Leseempfehlung. Ich habe alle drei Bücher jetzt direkt hintereinander gelesen/gehört und hatte schon lange nicht mehr so einen Bookhangover wie nach dieser Reihe. Was mache ich denn jetzt? Die Charaktere und die Welt der Neon Birds Trilogie wird mir definitiv fehlen.

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    Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)

    Bewertung zu "Neon Birds" von Marie Graßhoff

    Neon Birds
    Christiane_Wieczorekvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Auftakt für die Neon Birds Reihe
    Ein sehr guter Auftakt der Neon Birds Trilogie

    Die Geschichte spielt etwa 80 Jahre in der Zukunft. Ein Virus bestehend aus Nanobots gerät außer Kontrolle und wird von einer künstlichen Intelligenz namens Kami kontrolliert. Während der Großteil der Bevölkerung versucht die Cyborgs, die durch den Befall mit dem Virus entstehen in so genannten Sperrzonen weg zu sperren und zu bekämpfen, betet ein anderer Teil der Bevölkerung in Sekten organisiert, Kami als Gottheit an. In diesem durcheinander finden sich durch die Aneinanderreihung einiger Ereignisse vier Junge Menschen, die versuchen das Leben wie Sie es kennen zu beschützen und gegen Kami zu kämpfen.

     

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, fesselnd und bildgewaltig. Die Welt, die Sie mit Ihren Worten schafft, kam mir stellenweise so beängstigend real vor, dass ich das Gefühl bekam, selbst gerade durch die Häuserschluchten zu laufen oder aber in der Antarktis zum Unterricht durch den Schnee zu stapfen. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, so dass man sehr viel über die verschiedenen Hintergründe und die Gefühle der Protagonisten erfährt oder wie sie diverse Situationen wahrnehmen. Das verleiht dem Buch noch mehr Tiefe. 

     

    Es gibt in dem Buch vier Hauptcharaktere, Okien, Andra, Flover und Luke. Jeder Charakter trägt zum Gelingen der Geschichte bei. Alle sind so stimmig und gut ausgearbeitet, dass man mühelos zwischen ihnen hin und herspringen kann und sich direkt mit jedem verbunden fühlt. Ich habe Sie alle in mein Herz geschlossen auch wenn es mir Flover ab und an nicht ganz so leicht gemacht hat mit seinen düsteren Gedanken. Es gibt einige Nebencharaktere, die eine größere Rolle einnehmen. Auch diese sind nach ihrem Anteil an der Geschichte sehr gut ausgearbeitet und dargestellt. Die Personen, die hier in intelligenten Dialogen miteinander interagieren, sind einfach perfekt aufeinander abgestimmt, so dass sie einen gut durch die Geschichte tragen.

     

    Dieses Buch hat so viel Tiefe in viele Richtungen und auch wenn es Sci-Fi ist, ist doch in vielen Belangen immer noch ein Bezug zur Realität gegeben, was allerdings auch Angst machen kann. Da ich in einem Softwarekonzern arbeite weiß ich z.B., das künstliche Intelligenz mittlerweile schon weiter ist als es sich manchmal vermuten lässt. Neben Action geladenen Szenen gibt es auch immer wieder Szenen, die einen zum Nachdenken anregen, sind wir doch z.B. gar nicht so weit davon entfernt, dass sich unsere Umwelt immer stärker verändert und wir uns immer wieder an neue Begebenheiten anpassen müssen. Es gibt hier nicht wie in vielen Büchern typisch eine Liebesbeziehung, die nebenherläuft. Allerdings machen die Gefühle die Andra und Okien für einander entdecken neugierig wie es mit ihnen weitergeht. Was ich für das Buch an sich gut finde, was es allerdings im Hörbuch ein wenig schwierig gemacht hat, sind die Militärakten, Inteviews, etc. die immer wieder eingestreut sind. Diese sind im Buch wahrscheinlich interessant zu lesen und geben auch viele Informationen mit, im Hörbuch hat dies jedoch dazu geführt, dass ich durch die zum Teil nur aneinandergereihten Zahlen und Fakten (wie in Militärakten wahrscheinlich üblich) Probleme hatte alles nach zu vollziehen. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger und ich bin froh, dass ich direkt nahtlos weiterlesen, bzw. hören kann.  

     

    Der Sprecher, der dieses Buch für Lübbe Audio vertont hat, hat eine angenehme Stimme und hat das Buch sehr gut vorgelesen, so dass ich mich gut mitgenommen und wohl gefühlt habe. 

     

    Was ich zum Buch noch anmerken möchte ist, dass man hier nicht nur die Einblicke in Militärakten, etc. bekommt, sondern es enthält auch Charakterdarstellungen in Form von Bildern. Ich kannte die Bilder vorher nicht, sie haben aber gut mit meiner Vorstellung der Charaktere übereingestimmt. Was finde ich zeigt, wie gut die Beschreibungen im Buch sind

     

    Das Buch und das Hörbuch bekommen von mir 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Auch als Sci-Fi Neuling findet man sich in diesem Buch und der damit verbundenen Welt gut zurecht.

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