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CorniHolmes

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    Cover des Buches Mila und die geheime Schule 2. Schlafende Drachen weckt man nicht (ISBN: 9783751300179)

    Bewertung zu "Mila und die geheime Schule 2. Schlafende Drachen weckt man nicht" von Miriam Mann

    Mila und die geheime Schule 2. Schlafende Drachen weckt man nicht
    CorniHolmesvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Fortsetzung, konnte mich genauso verzaubern wie der Vorgänger. Ein großes Muss für alle Fabelwesen-Fans!
    Eine zauberhafte Fortsetzung!

    Da mir der erste Band von „Mila und die geheime Schule“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Milas zweites Abenteuer war ich tierisch gespannt!

    Mila hat sich wunderbar auf ihrer neuen Schule, Internat Burg Wiesenfels, eingelebt und kann es kaum erwarten endlich dort wohnen zu dürfen. Tja, kein Wunder, schließlich ist Burg Wiesenfels kein normales Internat, sondern ein magisches und zudem eine Schutzstation für die letzten Fabelwesen der Welt. Mila ist jedoch nicht die einzige neue Schülerin: Auch der Junge Adrik soll fortan in ihre Klasse gehen. Irgendetwas stimmt mit diesem Jungen aber nicht, Mila ist er richtig unheimlich. Als dann auch noch plötzlich sämtliche Fabeltiere krank werden und sie selbst sich ebenfalls überhaupt nicht gut fühlt, überkommt Mila sehr schnell der Verdacht, dass Adrik dahinterstecken könnte. Aber kann das wirklich sein? Mila muss der Sache schleunigst auf den Grund gehen.

    Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder relativ genau ein Jahr her ist, dass ich den Auftaktband gelesen habe, waren mir dessen Geschehnisse noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos nach Burg Wiesenfels zurückgefunden. Kurze Info an alle Neueinsteiger: Da der zweite Teil sehr auf den ersten aufbaut, rate ich dringend die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Ich bin mir nicht sicher ob man der Handlung in der Fortsetzung ohne Probleme folgen kann, wenn man ohne Vorwissen in sie eintaucht.

    Wie oben bereits erwähnt, konnte mich Miriam Mann mit dem Serienstart hellauf begeistern. Von der Fortsetzung habe ich mir dementsprechend natürlich ziemlich viel erhofft und um es kurz zu machen: Ich wurde nicht enttäuscht! Miriam Mann hat mich auch mit dem zweiten Teil auf ganzer Linie überzeugen können. In meinen Augen ist ihr mit „Schlafende Drachen weckt man nicht“ ein rundum gelungener Folgeband geglückt, der genauso wundervoll und fabelhaft ist wie der Vorgänger und große Lust auf mehr macht. Ich habe mich auch dieses Mal von den ersten Zeilen an pudelwohl beim Lesen gefühlt und das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell beendet.

    Die Handlung setzt ziemlich direkt an dem Ende von Band 1 an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Zu Beginn der Geschichte halten wir uns noch bei Mila zu Hause auf, allerdings wird es uns bereits im ersten Kapitel zurück nach Burg Wiesenfels verschlagen – Milas neuer Schule, auf der sie fortan sogar wohnen wird. Da ich Internatsgeschichten wahnsinnig gerne mag, habe ich mich diebisch über die Neuigkeit gefreut, dass Burg Wiesenfels künftig Milas neues Zuhause sein wird. Ich bin dann auch zum Glück ganz auf meine Kosten gekommen: Die Erzählung spielt ausschließlich auf Burg Wiesenfels und es kommt vom ersten Moment an ein herrliches Internatsfeeling auf.

    Das Setting konnte auf jeden Fall wieder vollends bei mir punkten. Mit Burg Wiesenfels hat Miriam Mann einfach eine einzigartige Kulisse erschaffen, voller Magie, Rätsel und außergewöhnlicher Fabelwesen. Dank der bildlichen Beschreibungen habe ich mir erneut alles ganz genau vorstellen können und die geheimnisvolle Atmosphäre konnte mich mal wieder komplett verzaubern.

    Auch die Charaktere haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Ob bekannte Gesichter oder neu eingeführte Personen – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Besonderheiten absolut perfekt.

    Da hätten wir zum Beispiel Mila, unsere Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir wieder alles in der Ich-Perspektive erfahren. Mit ihr hat die Autorin eine bezaubernde und starke Buchheldin skizziert; Mila ist mutig, aufgeweckt und sympathisch, man muss sie einfach gernhaben und da ihre Gefühls- und Gedankenwelt völlig authentisch dargestellt wird, gelingt es einem jederzeit spielend leicht sich in sie hineinzuversetzen.

    Neben Mila treiben noch viele weitere liebenswerte Figuren ihr Unwesen in dieser Reihe wie Freddie, den man meist in seiner Tiergestalt antrifft, oder Laila, Milas neue Freundin, mit der sie sich ein Zimmer im Internat teilen wird. Es gibt allerdings auch ein paar weniger freundliche Gestalten wie der grimmige Lehrer Herr Ritter. Und der neue Schüler Adrik macht zunächst irgendwie auch keinen so wirklich netten Eindruck. Irgendetwas ist komisch an ihm, er verbirgt etwas, nur was? Liegt es wirklich an ihm, dass plötzlich alle Fabeltiere krank werden?

    Was genau es hat mit Adrik auf sich hat, werde ich euch hier natürlich nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Auch sonst möchte ich zur Handlung eigentlich gar nicht mehr viel sagen. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass ihr beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten werdet und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mögt.

    Neben der Spannung kommen auch die Fantasyelemente nicht zu kurz – Fans von Fabelwesen werden definitiv nicht enttäuscht werden. Und neben diesen Dingen vermittelt die Erzählung dann auch noch wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, was mich sehr gefreut hat. So etwas darf für mich bei einem guten Kinderbuch einfach nicht fehlen.

    Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Wer schon ein geübter Leser ist, sollte bei dieser Reihe keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Schrift hat eine angenehme Größe und die Kapitel sind schön kurz. Es gibt zudem zahlreiche Illustrationen, die den Textfluss prima auflockern.

    Zu den wunderhübschen schwarz-weiß Zeichnungen von Simona M. Ceccarelli kann ich mich mal wieder nur verzückt äußern. Zu meiner großen Freude wird die Geschichte von sehr vielen Bildern begleitet und egal ob die kleineren Illustrationen oder die größeren – alle sind sie zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere Stimmung. 

    Zum Cover brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Sieht es nicht großartig aus? Die Simona M. Ceccarelli kann einfach so toll zeichnen. Ich liebe ihren Zeichenstil.

    Das Ende ist recht abgeschlossen, allerdings wird dennoch deutlich, dass es weitergehen wird. Auf der Verlagsseite habe ich gestern entdeckt, dass der dritte Band dort sogar schon für März 2022 angekündigt wird, yay! Auf mein Wiedersehen mit Mila und Co. freue ich mich schon sehr.

    Fazit: Ein fantastisches Schulabenteuer voller Überraschungen, Geheimnisse und zauberhafter Fabeltiermagie!

    Miriam Mann hat mit dem zweiten Teil ihrer „Mila und die geheime Schule“ - Serie eine wunderbare Fortsetzung aufs Papier gebracht, mit welcher sie mich genauso begeistern konnte wie mit dem Vorgänger. Wenn ihr gerne spannende und unterhaltsame Tierfantasy- und Schulgeschichten lesen solltet und Fans von Fabeltwesen seid, kann ich euch nur ans Herz legen Mila nach Burg Wiesenfels zu begleiten. Mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet in den zweiten Band einzutauchen, daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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    Cover des Buches Pages & Co. (ISBN: 9783961291540)

    Bewertung zu "Pages & Co." von Anna James

    Pages & Co.
    CorniHolmesvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Auch das dritte magische Abenteuer von Matilda und Co. konnte mich volllkommen verzaubern. Diese Reihe ist einfach nur großartig!
    Ein weiterer wunderbarer Folgeband voller Spannung, Fantasie & Magie!

    Da die ersten beiden Bände der Pages & Co - Reihe Jahreshighlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ganz sehnsüchtig ungeduldig entgegen gefiebert. Auf meine Rückkehr in die Welt der Buchwandler habe ich mich wahnsinnig gefreut!

    Die hinterhältigen Underwood-Geschwister haben es geschafft die British Underlibrary unter ihre Kontrolle zu bringen und bauen ihre Macht über die Buchwandler immer weiter aus. Matilda, ihre Familie und Oskar müssen ihre Widersacher unbedingt aufhalten. Gemeinsam mit Oskar macht sich Tilly nach Amerika auf, um dort nach den sagenumwobenen Archivaren zu suchen. Nur mit deren Hilfe können sie die Buchmagie schützen und das Buchwandeln retten. Zum Glück sind die beiden Kinder bei diesem gefährlichen Abenteuer aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern haben viele Verbündete an ihrer Seite. Ob es ihnen wohl gelingen wird die machthungrigen Underwood-Geschwister zu stoppen?

    Wie oben bereits erwähnt, konnten mich die beiden vorherigen Bände so richtig vom Hocker hauen. An „Matilda und das Rätsel der magischen Karte“ bin ich dementsprechend natürlich mit ziemlich hohen Erwartungen herangegangen...und wurde zum Glück nicht enttäuscht! Anna James ist es erneut mit Bravour geglückt mich restlos zu begeistern. Für mich ist auch der dritte Pages & Co-Band ein absolutes Highlight. Ich habe habe eine wundervolle Lesezeit mit dem Buch verbracht und es leider viel zu schnell beendet.

    Da mir die Geschehnisse aus den beiden Vorgängern noch recht präsent waren, habe ohne Probleme in das Pages & Co - Universum zurückgefunden. Kurze Info an alle Neueinsteiger: Bei der Pages & Co - Serie ist es definitiv erforderlich die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da sie sehr aufeinander aufbauen. Um euch nicht zu spoilern und dem Geschehen mühelos folgen zu können, solltet ihr also unbedingt von Teil 1 an aufwärts lesen.

    Bei mir trat das ein, was schon bei Band 1 und 2 der Fall war: Einmal in die Geschichte  versunken und mit dem Schmökern begonnen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Die Handlung konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und der mitreißende Schreibstil von Anna James hat sich abermals flüssig und locker-leicht für mich lesen lassen. Sehr gefreut hat mich zudem, dass die Kapitel wieder so schön kurz sind. Für mich kam von Beginn ein superangenehmer und packender Lesefluss zustande, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

    Als Leser*in begleiten wir unsere Romanheldin Matilda, kurz Tilly, und ihren allerbesten Freund Oskar auch dieses Mal in die magische Buchwelt und dürfen lauter fantastische Orte und tolle Figuren kennenlernen. Am Anfang halten wir uns noch in England auf, genauer gesagt in der einmaligen Buchhandlung Pages & Co, die von Tillys Großeltern gefühlt wird, aber es wird uns schon sehr schnell in die Vereinigten Staaten verschlagen und kurz darauf geht es endlich mit dem Buchwandeln los. In diesem Band werden wir unter anderem in „Der Sommernachtstraum“ von William Shakespeare mitgenommen und auch einen kurzen Abstecher in die Baker Street 221B werden wir machen, was mich, als großer Sherlock Holmes-Fan, diebisch gefreut hat.

    Dank der bildhaften Beschreibungen hatte ich von sämtlichen Schauplätzen das reinste Kopfkino und die märchenhafte Atmosphäre konnte mich mal wieder vollkommen verzaubern. Besonders angetan war ich von der Buchhandlung Shakespeare's Sisters (die doppelseitige Illustration dazu sieht megacool aus!) und den Geschichtenwelt-Express habe ich richtig geliebt. Mit diesem hat sich die Autorin etwas unglaublich Tolles und Faszinierendes ausgedacht.

    Die Verknüpfung von realen und fiktiven Orten ist Anna James einfach rundum gelungen. Dank ersterem wird so einiges interessantes und teils historisches Wissen vermittelt und beim Eintauchen in die Bücherwelten kommt man mal wieder in den Genuss auf so einige berühmte literarische Persönlichkeiten treffen zu dürfen. Da hat es Anna James meiner Ansicht nach erneut vortrefflich geschafft, den Charme der namhaften Figuren beizubehalten und große Klassiker, die Kinder heutzutage vermutlich kaum noch kennen (leider), leicht und verständlich näherzubringen.

    Mit den Charakteren hat mich Anna James auf jeden Fall wieder vollends überzeugen können. Egal ob alte Bekannte oder neue Gesichter – alle wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu etwas ganz Besonderem.

    Unsere 12-jährige Hauptprotagonistin Tilly, aus deren Sicht wir wieder alles in der dritten Person erfahren, habe ich schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Tilly ist mutig, stark, clever und sympathisch – man muss sie einfach gernhaben und für ihre Tapferkeit und Stärke kann man sie nur bewundern.

    Oskar zählt ebenfalls zu meinen persönlichen Lieblingen. Er besitzt so eine herrlich humorvolle Art, ich habe musste an vielen Stellen wieder sehr über ihn schmunzeln.

    Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch die Darstellungsweise von William Shakespeare. Dieser wird unserem pfiffigen Duo bei ihrem Kampf gegen die fiesen Underwood-Geschwister eine große Hilfe sein, so viel sei schon mal verraten.

    Was genau Tilly und Oskar alles Aufregendes und Gefährliches erleben werden, möchte ich hier eigentlich gar nicht groß erzählen. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass euch dieser Band ein unvergessliches Abenteuer bescheren wird, voller Spannung, Überraschungen, Witz, Charme und Fantasie. Ich war die ganze Zeit über ganz gebannt am Lesen, habe so richtig mit unseren Protagonisten mitgefiebert und der beeindruckende Einfallsreichtum der Autorin konnte mich mal wieder in helle Begeisterung versetzen.

    Das Ende ist recht abgeschlossen und eigentlich war ich ja bis gerade eben der Annahme gewesen, dass es sich bei der Pages & Co - Reihe um eine Trilogie handelt. Allerdings habe ich eben entdeckt, dass im Englischen diese Woche ein vierter Band erscheinen wird, hurra! Über diese Info freue ich mich gerade wie Bolle. Hoffentlich, hoffentlich wird auch der vierte Teil ins Deutsche übertragen werden. Ich bin so gespannt wie es mit Tilly und Co. weitergehen wird!

    Und zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich euch unbedingt noch von der Gestaltung etwas vorschwärmen. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, ich finde es genauso wunderhübsch wie die Cover der zwei Vorgänger.

    Der Innenteil kann sich aber ebenfalls sehen lassen. Paola Escobar hat auch den dritten Band mit zahlreichen atmosphärischen schwarz-weiß Illustrationen versehen und egal ob die kleineren oder die ganzseitigen Bilder – alle Zeichnungen sind einfach nur zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere, geheimnisvolle Stimmung.

    Klasse fand ich auch wieder die kreative Spielerei mit der Schrift. So purzeln zum Beispiel auch dieses Mal einige Wörter langsam aus ihren Zeilen. Von dieser originellen Idee bin ich nach wie richtig begeistert.

    Fazit: Ein wunderbares Abenteuer voller Spannung, Fantasie und zauberhafter Buchmagie.

    Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und tja, was soll ich fragen, eindeutig zurecht! Mich hat Anna James auch mit dem dritten Band ihrer Pages & Co – Serie auf ganzer Linie überzeugen können. Die Geschichte, die Charaktere, die Aufmachung – ich bin einfach von allem völlig verzaubert. Wer diese Kinderbuchreihe ab 10 Jahren noch nicht kennt, hat echt etwas verpasst! Also ich finde sie einfach großartig und kann sie jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen. „Matilda und das Rätsel der magischen Karte“ erhält von mir 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Mein unverhoffter Pferdesommer (ISBN: 9783764152147)

    Bewertung zu "Mein unverhoffter Pferdesommer" von Mina Teichert

    Mein unverhoffter Pferdesommer
    CorniHolmesvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wunderschöner Pferderroman voller Humor, Herz, Abenteuer und Überraschungen!
    Spannend, lustig, herzerwärmend und einfach nur wunderschön!

    Da ich die Bücher von der Mina Teichert immer wahnsinnig gerne lese und vor allem ihre Pferderomane sehr liebe, habe ich mich auf „Mein unverhoffter Pferdesommer“ riesig gefreut. Das Buch musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

    Die 14-jährige Milli kann es zunächst gar nicht fassen, als eines Tages plötzlich ein großer Hannoveraner-Wallach vor ihrem Haus abgeliefert wird. Ausgerechnet sie, die nie was mit Pferden zu tun hatte und noch nie in einem Sattel saß, ist nun Besitzerin eines eigenen Pferdes. Warum nur hat die verstorbene Cousine ihrer Mutter gerade ihr, Milli, ihr Pferd Jupiter vererbt? Milli ist eine Balletttänzerin und kein Pferdemädchen. Ihre beste Freundin Anouk dagegen ist total begeistert von Millis Erbschaft. Nun ja, okay, vielleicht kann man es ja mal versuchen. Jupiter ist ja schon irgendwie ziemlich süß. Aber wohin mit ihm? Da den Mädchen und Millis Eltern nichts Besseres einfällt, wird Jupiter erst einmal in die Garage verfrachtet. Als kurz darauf dort eingebrochen und in Jupiters Sachen herumgewühlt wird, schrillen bei Milli sofort sämtliche Alarmglocken. Sie hat kurz vor dem Einbruch herausgefunden, dass Jupiter ein ehemaliges Polizeipferd ist und damals dabei geholfen hat, dass ein Juwelendieb hinter Gitter kommt. Ob es sich bei dem Einbrecher wohl um diesen Dieb handelt? Will er sich an Jupiter rächen?

    Nach über einem Jahr Wartezeit konnte ich mich diese Woche also endlich in das neue Sommer-Pferdeabenteuer aus der Feder von Mina Teichert stürzen und was soll ich sagen, ich bin begeistert! Bestseller-Autorin Mina Teichert hat mal wieder eine wunderbare Pferdegeschichte ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, die unterhaltsam und tiefgründig zugleich ist, durchweg mitreißt und die Herzen aller Pferdefans höherschlagen lässt.

    Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in das Buch. Der spritzige und lockere Schreibstil von Mina Teichert gefiel mir auch dieses Mal auf Anhieb – für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen.

    Die Handlung hatte mich ebenfalls sofort, ich habe mich von den ersten Seiten an rundum wohl in ihr gefühlt. Sie verströmt einfach so eine schöne sommerliche Leichtigkeit und Behaglichkeit und dank des tollen Humors kommt eine richtig gute, heitere Stimmung auf. So hat mich vor allem die beste Freundin unserer Hauptprotagonistin Milli an vielen Stellen bestens unterhalten. Anouk, wie ihr Name lautet, ist so herrlich fröhlich und witzig drauf, ich habe dieses Mädel einfach sofort in mein Herz geschlossen. Milli, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, war mir aber ebenfalls vom ersten Moment an sympathisch und auch sie hat mir mit ihrer humorvollen Art so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert.

    Ich fand Milli einfach klasse. Sie ist aufgeweckt, liebenswert und mutig und da sie jederzeit absolut authentisch wirkt, ist sie eine hervorragende Identifikationsfigur für die Zielgruppe. Ich zumindest habe Millis Verhalten jederzeit als glaubhaft empfunden und mich trotz des Altersunterschieds mühelos in sie hineinversetzen können. So habe ich es beispielsweise nur zu gut nachvollziehen können, dass sie ihre unerwartete Erbschaft zunächst etwas überfordert und sie Jupiter erst eigentlich gar nicht haben möchte. Ich selbst hätte ein eigenes Pferd mit 14 Jahren zwar ziemlich cool gefunden, aber da Milli nie groß was mit diesen Tieren am Hut hatte und neben dem Balletttraining, ihrem Mops Hugo und ihrem Instagram-Account eigentlich gar nicht keine Zeit für ein eigenes Pferd hat, habe ich es echt gut verstehen können, dass sich ihre Begeisterung im ersten Moment in Grenzen hält. Dies wird sich aber sehr schnell noch ändern, so viel sei schon mal verraten.

    Mit den weiteren Charakteren hat mich Mina Teichert ebenfalls überzeugen können. In meinen Augen wurden sie prima ausgearbeitet und machen einen völlig realistischen Eindruck. Liebgewonnen habe ich sie zwar nicht alle – Erik, Millis Schwarm, fand ich richtig blöde – aber egal ob Sympathieträger oder nicht: Allesamt tragen sie mit ihren verschiedenen Eigenschaften dazu bei, man eine großartige Zeit zwischen den Buchdeckeln verbringt.

    Auch mit der Darstellungsweise von Hannoveraner-Wallach Jupiter konnte die Erzählung komplett bei mir punkten. Da merkt man auf jeden Fall sehr, dass die Autorin Ahnung von Pferden hat und weiß wie sie ticken.

    Pferdenarren werden bei diesem Buch definitiv auf ihre Kosten kommen. Es ist einfach wundervoll mitzuverfolgen wie Milli und Jupiter sich allmählich immer näherkommen. Mir ist dabei richtig warm ums Herz geworden.

    Weniger pferdeverrückten Leser*innen kann ich das Buch allerdings ebenfalls nur ans Herz legen!

    „Mein unverhoffter Pferdesommer“ ist so viel mehr als nur eine Pferdegeschichte. Der Roman handelt auch noch von anderen wichtigen und aktuellen Themen wie Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt, das Verhalten in den sozialen Medien sowie dem Kämpfen für seine Ziele und Träume. Und da Jupiters Vergangenheit so einige Geheimnisse birgt, enthält die Story sogar noch leichte Krimi-Elemente. So sorgen zum Beispiel die Einträge aus dem Buch, welches bei Jupiters Sachen dabei war und die auch wir Leser*innen kennenlernen dürfen, für einen aufregenden Mitratespaß. Die Wechsel aus der eigentlichen Handlung und den Kapiteln aus dem Buch haben mir persönlich total gut gefallen. Ich war die ganze Zeit über am herumrätseln, wer wohl der mysteriöse Verfasser sein könnte. Das Rätsel wird am Schluss noch gelüftet, aber wer es ist, werde ich euch hier natürlich nicht erzählen, hehe.

    Enden tut das Abenteuer sehr abgeschlossen, sodass ich davon ausgehe, dass es sich auch bei „Mein unverhoffter Pferdesommer“ um einen Einzelband handelt. Mir hat das Ende unheimlich gut gefallen. Es rundet die Geschichte perfekt ab, sodass ich das Buch vollends zufrieden wieder zuklappen konnte.

    Fazit: Spannend, lustig, warmherzig. Ein wunderschöner Pferderoman voller Überraschungen und Abenteuer.

    Meine Vorfreude auf „Mein unverhoffter Pferdesommer“ war vollkommen gerechtfertigt: Mir hat das Buch zauberhafte Lesestunden bescheren können. Für mich war der neue Pferdeschmöker von Mina Teichert so ein richtiges Wohlfühlbuch. Die Geschichte steckt voller guter Ferienlaune und starker Pferdemomente und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und kann „Mein unverhoffter Pferdesommer“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!


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    Cover des Buches Unheimlich gefährlich – Survivalcamp mit Ruby Black (ISBN: 9783423763417)

    Bewertung zu "Unheimlich gefährlich – Survivalcamp mit Ruby Black" von Cally Stronk

    Unheimlich gefährlich – Survivalcamp mit Ruby Black
    CorniHolmesvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tolle Fortsetzung! Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen. Das Buch ist superwitzig und herrlich schräg und genial aufgemacht!
    Spannend, herrlich schräg und unheimlich witzig! Eine tolle Fortsetzung!

    Da mir „Unheimlich peinlich“ so gut gefallen hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass es diesen Sommer endlich mit Ruby Black weitergehen wird. Den zweiten Band musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

    Ruby freut sich riesig, als ihre Klassenlehrerin, die Hyäne, verkündigt, dass es demnächst auf Klassenfahrt gehen wird. Ihre Begeisterung erhält jedoch einen gewaltigen Dämpfer als sie erfährt, dass nicht der erhoffte Strand das Ziel des Ausflugs sein wird, sondern das Survivalcamp „Zur fröhlichen Wildsau“. Was, echt jetzt? Ein Camp mitten in der Wildnis, zusammen mit der fiesen Hyäne und das für eine Woche? Ruby ist entsetzt. Und dann wird sie ganzen Tage auch noch von ihrem Freund Ben getrennt sein. Rubys Panik wird immer größer. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt vor der Klassenreise auch noch eine neue Schülerin in die Klasse: Die hinterhältige Hilde – eine der Mobberinnen von Rubys alter Schule. Hilfe! Wie soll Ruby diese Klassenfahrt nur überleben?

    Da mich der erste Band hellauf begeistern konnte, habe ich mir von dem zweiten natürlich ziemlich viel erhofft...Vielleicht zu viel? Nein, zum Glück nicht! Die Wartezeit von über einem Jahr hat sich zweifellos gelohnt: Mir hat auch die Fortsetzung wundervolle Lesestunden bereiten können. In meinen Augen haben Cally Stronk und Constanze von Kitzing abermals eine fabelhafte Teamarbeit geleistet und mit „Unheimlich gefährlich“ einen rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Ich hatte erneut ungeheuer viel Freude dabei in die Welt der Ruby Black einzutauchen und musste sie für meinen Geschmack viel zu schnell wieder verlassen. Auf mein nächstes Wiedersehen mit Ruby und Co. freue ich mich schon sehr! Ja, ihr habt richtig gelesen, es wird weitergehen – hinten im Buch verraten uns die Autorin und die Illustratorin, dass sie bereits an dem dritten Teil arbeiten, yay!

    Aber zurück zu Band 2. Oder nein, wartet, ehe ich euch weiter berichte, warum mir dieser so gut gefallen hat, erst einmal eine kurze Info an alle Neulinge: Ich persönlich rate sehr, mit dem Serienstart, also „Unheimlich peinlich“ zu beginnen. Man kann dem Geschehen in der Fortsetzung meinem Empfinden nach zwar auch ohne Vorwissen gut folgen, aber da die Bände aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall besser und sinnvoller sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen.

    Da mir die Geschehnisse aus dem Vorgänger noch recht präsent waren, habe ich ohne Probleme in den zweiten Band hineingefunden und mich sofort pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt. Der humorvolle Schreibstil gefiel mir abermals auf Anhieb, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen, und unsere 11-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Ruby hat sich sofort wieder in mein Herz geschlichen. Mit ihr hat Cally Stronk eine zauberhafte Romanheldin erschaffen. Ruby ist lustig, liebenswert und so wunderbar authentisch. Man muss sie einfach gernhaben und dank der glaubhaften Darstellungsweise ihrer Gefühls- und Gedankenwelt gelingt es einem jederzeit spielend leicht sich in sie hineinversetzen.

    Mit den weiteren Charakteren hat mich Cally Stronk ebenfalls wieder vollends überzeugen können. Die meisten sind so schön überspitzt gezeichnet, es macht einfach nur diebisch viel Spaß Zeit mit diesen ausgefallenen Figuren zu verbringen. Da hätten wir zum Beispiel Rubys Klassenlehrerin, die immer nur die Hyäne genannt wird und die auch grafisch so dargestellt wird (würde ja echt gerne mal wissen, wie die Hyäne eigentlich wirklich ausschaut ;).

    Frau Hügel-Jäne wie ihr richtiger Name lautet, ist jedenfalls total durchgeknallt. Dass so jemand auf die Schüler losgelassen wird...Was bin ich froh, dass ich damals nicht so eine schreckliche Lehrerin hatte.

    Großartig fand ich auch wieder den ziemlich verpeilten Schulpsychologen Dr. Jammer (dieser Typ ist einfach spitze, hihi) und der Hausmeister hat mich ebenfalls bestens unterhalten.

    Köstlich amüsiert habe ich mich auch wieder über Rubys verrückte Familie. Ich liebe diesen schrulligen Haufen einfach. Leider ist der Auftritt der Familie Black dieses Mal nur recht kurz, was mich aber nicht gestört hat.

    Insgesamt bekommen wir es hauptsächlich mit bekannten Gesichtern aus dem Serienstart zu tun, was mich sehr gefreut hat, wir dürfen aber auch jemand Neues kennenlernen: Hilde. Wer den ersten Band kennt, wird sich vermutlich erinnern, dass Hilde zu den Mädchen gehörte, die Ruby an ihrer alten Schule fies gemobbt haben. Ihr könnt euch daher sicherlich denken, dass unsere Hauptfigur überhaupt nicht begeistert davon ist, dass die beste Freundin ihrer Erzfeindin nun in ihre neue Klasse geht. Sie hat nun Sorge, dass es alles wieder von vorne losgeht.

    Das Thema Mobbing wird erneut mit Feingefühl von der Autorin behandelt und verleiht der Handlung eine genau richtige Portion an Ernst und Tiefgang. Das Buch ist definitiv nicht nur der reinste Gute-Laune-Macher – es regt auch zum Nachdenken an und vermittelt wichtige Werte wie Freundschaft, Verzeihen, Mut und Zusammenhalt. Zudem lehrt es auch einiges interessantes Survival-Wissen, welches sehr unterhaltsam von „Prof. Dr. Dr. Rubina Rosalinde Black“ erklärt wird, grins.

    Auch die Liebe spielt wieder eine große Rolle. Ruby ist nach wie unsterblich in Ben verliebt und inzwischen mit ihm zusammen. Ich fand die Romanze zwischen den beiden total süß und schön, mir hat sie immerzu ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

    Bezüglich der Klassenfahrt möchte ich eigentlich gar nicht so viel verraten. Stellt euch einfach mal auf lauter abgedrehte, turbulente und urkomische Szenen ein. Ich muss ja sagen, dass ich irgendwie sehr erleichtert darüber bin, dass ich damals keine Klassenreise in so ein merkwürdiges Wildnis-Survival-Camp gemacht habe. Stellenweise habe ich mit Ruby und ihre Mitschüler*innen schon ziemlich mitgelitten. Zugleich bin ich aus dem Schmunzeln aber auch gar nicht mehr herausgekommen. Und da die Spannung natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommt, bin ich auch ordentlich ins Mitfiebern geraten und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Und zu guter Letzt muss ich euch unbedingt noch von der Innenaufmachung etwas vorschwärmen. Constanze von Kitzing hat auch diesen Band mit zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die wie die Story unglaublich witzig sind und absolut perfekt zur Geschichte passen.

    Neben den Bildern sorgen auch die vielen coolen Handletterings und originellen Schriftspielereien und Kritzeleien für ein ganz besonderes Leseerlebnis. Die Gestaltung ist wirklich superkreativ, es gibt einfach ständig etwas Neues zu entdecken, sodass es nie langweilig wird und der Lesegenuss ein enorm abwechslungsreicher und spaßiger ist.

    Fazit: Spannend, einfühlsam, unheimlich lustig. Ein herrlich schräger Lesespaß!

    Auf mein Wiedersehen mit Ruby Black und Co. habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut – mich haben Cally Stronk und Constanze von Kitzing mit dem zweiten Band auf ganzer Linie überzeugen können. Auch „Unheimlich gefährlich“ enthält eine tolle Mischung aus skurrilem Humor und Ernsthaftigkeit und ist klasse geschrieben und genial aufgemacht. Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mir hat es tierisch viel Vergnügen bereitet Ruby und ihre Mitschüler*innen in das Wildnis-Survival-Camp „Zur fröhlichen Wildsau“ zu begleiten und ich kann jedem, egal ob Kindern ab 10 Jahren oder deutlich älteren Leser*innen, nur ans Herz legen, dies ebenfalls noch zu tun. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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    Cover des Buches Crave (ISBN: 9783423763356)

    Bewertung zu "Crave" von Tracy Wolff

    Crave
    CorniHolmesvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein absolutes Überraschungshighlight für mich, ich habe das Buch so richtig weggesuchtet!
    Ein echtes Highlight für mich!

    Obwohl Jugend-Fantasy nun schon seit einer ganzen Weile nicht mehr so in mein Beuteschema fällt wie früher und meine Vampirphase schon seit einiger Zeit vorbei ist, war ich bei „Crave“ sofort Feuer und Flamme. Irgendwie habe ich mich von dem Buch wie magisch angezogen gefühlt. Der Klappentext, das hübsche Cover – beides hat mich einfach direkt angesprochen. Ich zögerte daher auch gar nicht lange und ließ den Auftaktband der Katmere-Academy-Reihe bei mir einziehen.

    Als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen, zieht die 17-jährige Grace vom sonnig warmen Kalifornien ins eisig kalte Alaska, wo ihr Onkel mitten in der rauen Wildnis ein Internat leitet. Dass die Katmere-Academy keine normale Schule ist und es an ihr nicht mit rechten Dingen zugeht, wird Grace sehr schnell klar werden. Es passieren lauter mysteriöse Dinge und die Schüler verhalten sich ebenfalls ausgesprochen seltsam. Vor allem Jason Vega, der Graces Gefühle komplett durcheinander bringt, gibt ihr Rätsel auf. Irgendwie fühlt sich von der ersten Begegnung an zu ihm hingezogen. Sie kann seinem Bad Boy-Charme einfach nicht widerstehen und ignoriert die Warnungen, dass sie sich von ihm fernhalten soll. Die beiden kommen sich immer näher und schon sehr bald schwebt Grace in großer Gefahr...

    Da ich, wie oben bereits erwähnt, derzeit keine allzu große Fantasyleserin mehr bin und mich Vampirgeschichten nicht mehr so reizen wie in meiner Jugendzeit, bin ich an „Crave“ noch nicht einmal mit so dermaßen hohen Erwartungen herangegangen – trotz des großen Hypes. Ich habe mir natürlich schon recht viel von der Story erhofft, aber dass ich letztendlich zu denjenigen gehören würde, die dieses Buch feiern und lieben, hätte ich wirklich nicht gedacht.

    Für mich hat sich „Crave“ zu einem echten Überraschungshighlight entwickelt. Also ich würde sagen, dass es doch wohl eindeutig für das Buch spricht, dass ich es in weniger als drei Tagen verschlungen habe, oder? Und das bei einer stolzen Seitenzahl von fast 700.

    Einmal danach gegriffen und mit dem Lesen begonnen, habe ich einfach nicht mehr damit aufhören können. Die Handlung konnte mich von den ersten Zeiten an völlig in ihren Bann ziehen und bis zum Schluss in Atem halten und da sich der leichte und mitreißende Schreibstil von Tracy Wolff (bzw. dessen deutsche Übersetzung) angenehm flüssig für mich hat lesen lassen, flogen die Seiten bei mir nur so dahin. Tja, und so kam es schließlich, dass mein Lesevergnügen, ehe ich es mich versah, auch schon wieder vorbei war. Für meinen Geschmack habe ich das Buch viel zu schnell durchgesuchtet.

    Ich habe mich von Beginn an rundum wohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt. Das Setting fand ich einfach nur genial, mich konnte es sofort verzaubern. Die eisige Kälte Alaskas, die verschneite Landschaft, die Katmere-Academy – alles wird sehr bildhaft und stimmungsvoll beschrieben, sodass man durchweg das reinste Kopfkino hat und die frostigen Temperaturen richtiggehend spüren kann.

    Das winterliche Ambiente war ganz klar komplett meins und auch die düstere Atmosphäre, in die man von Anfang an eintaucht, fand ich klasse. Mit der Katmere-Academy hat Tracy Wolff zweifellos eine einzigartige Kulisse erschaffen, voller Magie, Geheimnisse und außergewöhnlicher Gestalten.

    Mit dem Stichpunkt Gestalten leite ich dann auch mal zu den Figuren über. Mit diesen hat mich die Autorin ebenfalls gänzlich überzeugen und begeistern können.

    Da hätten wir zum einen Grace, unsere 17-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Grace habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist sympathisch, witzig, ein wenig naiv, aber absolut authentisch und äußerst tough und mutig. Ich habe mich jederzeit problemlos in sie hineinversetzen können und ihre sarkastische Art und Weise, wie sie uns die Geschichte schildert, habe ich vom ersten Augenblick an geliebt.

    Jason mochte ich ebenfalls wahnsinnig gerne. Er ist zwar ein typischer Bad Boy, sprich anfangs ziemlich kalt und unnahbar, später total einfühlsam und warmherzig, aber ich fand das überhaupt nicht schlimm. Generell muss man sagen, dass sich die Autorin an so einigen Klischees bedient hat, aber mich hat das in keinster Weise gestört. Im Gegenteil, für mich gehören sie zu so einer Art von Story einfach dazu. Ich fand die Menge an Klischees genau richtig und habe es als vollkommen stimmig empfunden, wie sie sich ins Geschehen einfügen.

    Aber zurück zu Jason. Ich war seinem mysteriösem Charme einfach im Nu hoffnungsvoll verfallen und das Zusammenspiel zwischen ihm und Grace fand ich herrlich. Die Schlagabtäusche zwischen den beiden habe ich zutiefst genossen und die gefühlvollen Momente haben mir ebenfalls unheimlich gut gefallen. In puncto Liebesgeschichte wurde ich definitiv nicht enttäuscht, die Romantikerin in mir ist auf jeden Fall auf ihre Kosten gekommen. Die Lovestory zwischen Grace und Jason wird wundervoll beschrieben. Sie ist glaubhaft, emotional und ziemlich heiß und blutig. Eine rundum gelungene Vampirromanze eben, also ich bin begeistert.

    Neben Grace und Jason dürfen wir noch viele weitere tolle Personen kennenlernen wie Graces Cousine Macy, ihr Onkel Finn und den Jungen Flint. Allesamt wurden sie prima ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu etwas ganz Besonderem. Viele umgibt zudem so etwas faszinierend Geheimnisvolles, sodass man eine lange Zeit nicht weiß, wem man nun eigentlich trauen kann und wem nicht. Ich zumindest hatte eine ganze Weile keinen Plan und bin beim Lesen so richtig ins Mitfiebern und Herumrätseln geraten.

    Für mich kam wahrlich an keiner Stelle Langeweile auf. Die Handlung kann mit viel Spannung, Action, Drama und lauter überraschenden Wendungen aufwarten, sodass man gar nicht anders kann als die Seiten zu inhalieren.

    Der Fantasyanteil kommt natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Es dauert zwar ein bisschen, aber das Warten lohnt sich. Es treiben nicht nur Vampire an der Katmere-Academy ihr Unwesen, so viel sei schon mal verraten, sondern auch andere magische Wesen wie Drachen und Werwölfe.

    Auch der Humor kann sich sehen lassen. Von den amüsanten Wortgefechten zwischen Grace und Jason habe ich auch ja bereits berichtet. Die Dialoge zwischen unserer Romanheldin und ihrer Cousine Macy fand ich an vielen Stellen aber auch sehr unterhaltsam und die originellen Kapitelüberschriften haben mir ebenfalls immerzu breite Schmunzler entlockt.

    Sehr lustig fand ich auch, dass die Biss-Reihe von Stephanie Meyer kurz erwähnt wird. Da „Crave“ ein bisschen mit Twilight verglichen wird, fand ich diesen Gag irgendwie echt spitze. Ich persönlich finde allerdings nicht, dass man die beiden Reihen miteinander vergleichen kann. Ja, okay, so ein paar ganz leichte Parallelen sind vielleicht vorhanden und durch die Vampire kommen vermutlich bei jedem, der die Biss-Serie kennt, unweigerlich Twilight-Vibes auf, aber ich finde, dass Tracy Wolff mit ihren Katmere-Academy-Chroniken etwas komplett Eigenständiges geschaffen hat.

    Enden tut das Buch mit einem fiesen Cliffhanger, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Also ich hätte mich nach dem Beenden wirklich nur zu gerne umgehend auf den zweiten Band gestürzt. Da ich allerdings nicht so gerne auf Englisch lese, heißt es für mich nun ungeduldig hibbeln und warten - die deutsche Übersetzung von „Crush“ erscheint nämlich leider erst im März 2022, also erst in einem halben Jahr, seufz.

    Und zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich euch unbedingt noch kurz von der Karte etwas vorschwärmen, die sich vorne und hinten im Buch befindet und die die Katmere-Academy zeigt. Die Karte, Leute, sieht einfach umwerfend aus. Ich kann mich an ihr gar nicht sattsehen.

    Fazit: Fesselnd, humorvoll, blutig und romantisch. Ein brillanter Auftakt, der einfach nur süchtig macht.

    Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich „Crave“ so sehr umhauen würde, aber ja, es ist tatsächlich so, ich finde dieses Buch einfach großartig, für mich ist es ein echtes Highlight! Ich kann „Crave“ absolut empfehlen. Vor allem Vampirfans und Romantasyliebhaber*innen kann ich nur ans Herz legen in den ersten Band der Katmere-Academy-Chroniken einzutauchen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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    Cover des Buches Der Sommer, in dem meine Geschwister ihr Hirn wiederfanden (ISBN: 9783737342063)

    Bewertung zu "Der Sommer, in dem meine Geschwister ihr Hirn wiederfanden" von Alexandra Fischer-Hunold

    Der Sommer, in dem meine Geschwister ihr Hirn wiederfanden
    CorniHolmesvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein herrlich schräges Kinderbuch voller Abenteuer, Witz, Charme und guter Ferienlaune!
    Mitreißend und superlustig! Ein herrlicher Lesespaß!

    Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Alexandra Fischer-Hunold so gut gefallen haben, war ich augenblicklich Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Kinderbuch hörte. Der ulkige Titel hatte mich sofort und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest: Die Schmittke-Geschwister möchte ich unbedingt kennenlernen.

    Die Familie Schmittke ist superreich und lebt in einer riesigen prächtigen Villa. Während die Eltern und Chantels ältere Geschwister Mandy und Jerome ihr luxuriöses Leben über alles lieben und in vollen Zügen genießen, ist Chantel überhaupt nicht begeistert davon. Sie ist die Einzige, die am Boden geblieben ist und die alten Zeiten vermisst. Früher war das Leben einfach so viel schöner, als die Familie noch mit wenig Geld auf dem Schrottplatz gewohnt hat. Doch damit war es jäh vorbei, als der Papa mit seiner Firma stinkreich geworden ist. Anstatt lauter tolle Dinge mit ihren Geschwistern zu machen wie früher, muss sich Chantel nun mit Oberzicke Mandy und Vollidiot Jerome rumschlagen. Doch dann gehen die drei Geschwister während einer Kreuzfahrt auf der elterlichen Luxusyacht über Bord und landen bei der seltsamen Aussteiger-Familie Hansen auf einer kleinen Insel. Ein unglaubliches Abenteuer voller Überraschungen beginnt...

    Schon als ich mir damals den Klappentext durchlas, war ich mir völlig sicher, dass ich eine äußert spaßige Zeit mit dem neuen Kinderroman von Alexandra Fischer-Hunold verbringen werde. Hinzu kam natürlich noch der originelle Titel, den ich einfach so richtig feiere.

    Als ich dann schließlich nach dem Buch griff und mit dem Lesen begann, bestärkten bereits die ersten paar Seiten meine Vermutung.

    Mir hat schon der Beginn am laufenden Band breite Schmunzler entlockt. Die humorvolle Art und Weise wie uns unsere Hauptprotagonistin Chantel alles aus ihrer Perspektive schildert war eindeutig komplett meine (mich hat sie bestens unterhalten) und auch die Darstellung der Figuren konnte auf ganzer Linie bei mir punkten.

    Die Familie Schmittke wird einfach so schön überspitzt dargestellt und auch die Familie Hansen, bei der Chantel und ihre zwei Geschwister noch landen werden, wurde wunderbar überdreht skizziert. Wer meinen Lesegeschmack kennt, wird wissen, dass ich total auf ausgefallene Charaktere stehe. Solltet ihr diese Vorliebe mit mir teilen, werdet ihr von den ganzen schrulligen Gestalten, die in diesem Buch ihr Unwesen treiben, garantiert genauso hingerissen sein wie ich, daran habe ich keine Zweifel.

    Also mir haben sämtliche Figuren wirklich unheimlich gut gefallen. Und besonders toll fand ich, dass sie trotz ihrer Verrücktheiten erstaunlich lebensecht wirken.

    Da hätten wir zum Beispiel unsere Ich-Erzählerin Chantel, die eigentlich noch sehr normal wirkt, die für ihr Alter aber beeindruckend schlau und belesen ist und das auch sehr gerne zeigt. Ich mochte Chantel auf Anhieb und habe mich trotz des Altersunterschieds mühelos in sie hineinversetzen und ihr Fühlen und Denken nachvollziehen können. So habe ich es unter anderem vollkommen verstehen können, dass sie extrem genervt von ihren großen Geschwistern ist – die beiden machen echt nicht den hellsten Eindruck. Ich muss ja sagen, dass ich stellenweise fast schon ein bisschen schockiert darüber war, wie dämlich die beiden sind (sorry, ihr Zwei).

    Früher waren Jerome und Mandy jedoch anders – früher, ehe die Familie so stinkreich wurde.

    Aus Chantels Erzählungen erfahren wir, dass die drei Geschwister einst ein sehr inniges Verhältnis hatten und total schöne Sachen zusammen gemacht haben. Ich habe da richtig mit Chantel mitgefühlt – es wird mehr als deutlich wie sehr sie die früheren Zeiten und ihre alten Geschwister vermisst. Aber – so viel sei schon mal verraten: Mandy, Jerome und auch Chantel werden während ihres Aufenthalts auf der Insel noch eine bemerkenswerte Entwicklung durchmachen und sich über so einige Dinge bewusst werden. Dies mitzuverfolgen hat mich sehr gerührt und glücklich gemacht.

    Ehe es aber zu der Wandlung kommt, bescheren uns die Eigenarten von Jerome und Mandy zahlreiche urkomische Momente. Ich habe mich teils wirklich köstlich über die Social Media-süchtige Zicke Mandy und den Pommes frites-verehrenden Jerome amüsiert. Aber auch die Familie Hansen fand ich einfach großartig. Da ich jedoch nicht zu viel verraten möchte, werde ich hinsichtlich der Eigenheiten dieser fünfköpfigen Aussteiger-Familie nun mal lieber nicht näher ins Detail gehen. Ich finde irgendwie, dass man sie besser ohne viel Vorwissen kennenlernen sollte.

    Auch zu den weiteren Charakteren sage ich jetzt mal nichts weiter. Wovon ich euch aber unbedingt noch berichten muss, ist das Setting.

    Was die Schauplätze angeht, bin ich auf jeden Fall ganz auf meine Kosten gekommen. Besonders klasse fand ich natürlich die Insel, auf der wir uns auch die meiste Zeit über aufhalten. Die kleine, weit abgelegene Vulkaninsel auf dem Meer wird genial beschrieben und versprüht das reinste Abenteuer- und Sommerfeeling. Also mich hat beim Lesen voll die Entdeckerlust überkommen und das coole Baumhaus der Familie Hansen hätte ich mir nur zu gerne selbst mal angeschaut. Dieses habe ich mir ziemlich abgefahren vorgestellt.

    In meinen Augen hat Alexandra Fischer-Hunold mit „Der Sommer, in dem meine Geschwister ihr Hirn wiederfanden“ eine rundum gelungene Abenteuergeschichte aufs Papier gebracht voller guter Sommerlaune, Witz, Charme und Herz. Die Handlung kann mit viel Spannung und lauter Überraschungen aufwarten und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Sie ist mit viel Humor, Authentizität und Einfühlungsvermögen geschrieben und enthält neben dem hohen Unterhaltungswert auch nachdenklich stimmende Themen. Letzteres hat mir besonders gut gefallen: Das Buch beschert uns nicht nur ein amüsantes und spannendes Inselabenteuer, es besitzt auch Tiefgang und vermittelt viele schöne und wichtige Botschaften und Werte.

    Das Ende ist recht abgeschlossen, allerdings wird dennoch deutlich, dass es weitergehen wird. Zu meiner großen Freude wird der zweite Band hinten im Buch auch schon für das nächste Frühjahr angekündigt, yay. Den werde ich natürlich ebenfalls bei mir einziehen lassen. Ich bin schon so gespannt wie es mit der Familie Schmittke und den Hansens weitergehen wird.

    Fazit: Turbulent, tiefgründig, superwitzig. Ein herrlich schräges Lesevergnügen für Jung und Alt!

    Alexandra Fischer-Hunold hat mit „Der Sommer, in dem meine Geschwister ihr Hirn wiederfanden“ einen wundervollen Kinderroman ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, mit welchem ihr ein absolut stimmiger und gelungener Reihenauftakt geglückt ist. Die Handlung ist der reinste Gute-Laune-Macher und reißt einen durchweg mit, zugleich stimmt sie aber auch nachdenklich und berührt. Dieses Buch ist definitiv viel mehr als nur eine lustige Ferienabenteuergeschichte. Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit der Familie Schmittke und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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    Cover des Buches Akademie Fortuna - Eine Vision zur richtigen Zeit (ISBN: 9783505144400)

    Bewertung zu "Akademie Fortuna - Eine Vision zur richtigen Zeit" von Sarah M. Kempen

    Akademie Fortuna - Eine Vision zur richtigen Zeit
    CorniHolmesvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Konnte mich genauso verzaubern wie der erste Band, diese Reihe ist einfach toll!
    Eine wunderbare Fortsetzung!

    Da mir der Auftaktband der Akademie Fortuna-Serie so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf meine Rückkehr an die Akademie Fortuna habe ich mich diebisch gefreut!

    Sorry hat die große Prüfung erfolgreich gemeistert und somit alle an der Akademie Fortuna von ihren Wahrsagerfähigkeiten überzeugt. Ein ruhiges und entspanntes Schuljahr ist ihr jedoch nicht vergönnt. Ein alter Zwist zwischen den Wahrsagerfamilien spitzt sich immer weiter zu und dann wäre da natürlich noch Ben, der irgendwo von seinem eigenem Vater, dem finsteren Mal Chievous, gefangen gehalten wird. Sorry und ihre Freunde müssen ihren entführten Mitschüler unbedingt finden und retten! Ein gefährliches Abenteuer beginnt, welches so einige Überraschungen und eine unglaubliche Entdeckung bereithalten wird.

    Endlich konnte ich mich auf meinen sehnsüchtig erwarteten Folgeband stürzen und was soll ich sagen, ich habe mich eindeutig zurecht so sehr darauf gefreut: Mir hat der zweite Teil genauso gut gefallen wie der erste. In meinen Augen hat Sarah M. Kempen mit „Eine Vision zur richtigen Zeit“ eine fabelhafte Fortsetzung aufs Papier gebracht, die ihrem Vorgänger in nichts nachsteht und einen von Anfang bis Ende an die Seiten fesselt. Ich habe auch diesen Band regelrecht verschlungen und leider viel zu schnell beendet.

    Da mir die Geschehnisse aus dem Vorgänger noch sehr präsent waren, habe ich ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden. Kurze Info an alle Neulinge: Greift besser zuerst zum Serienstart ehe ihr in den Nachfolger eintaucht. Zu Beginn von Band 2 wird zwar alles wichtige kurz erklärt, aber da die Bände sehr aufeinander aufbauen, macht es eindeutig mehr Sinn wenn man sie in der chronologischen Reihenfolge liest.

    Die Handlung der Fortsetzung setzt kurz nach dem Ende des Auftaktbandes an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Mich konnte die Handlung von den ersten Zeilen an vollkommen in ihren Bann ziehen und da sich Sarah M. Kempens wunderschöner Schreibstil erneut superangenehm und leicht für mich hat lesen lassen, flogen die Seiten bei mir nur so dahin.

    Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Die Suche nach Ben wird unheimlich packend und spannend beschrieben, sodass man aus dem Mitfiebern und Mitbibbern gar nicht mehr herauskommt. Wo hält sein Vater ihn bloß gefangen? Werden die Hinweise, auf die Sorry und ihre Mitsuchenden stoßen werden, sie zu Bens Versteck führen können? Wird ihre Rettungsmission erfolgreich sein?

    Die Antworten auf diese Fragen werde ich euch hier natürlich nicht geben, hehe. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören könnt, da ich euch die aufregenden Szenen, überraschenden Wendungen und unglaublichen Enthüllungen so dermaßen in Atem halten.

    Neben der Spannung kommt natürlich auch der Humor nicht zu kurz. Manche Charaktere, die in dieser Reihe ihr Unwesen treiben, sind einfach so herrlich schrullig drauf und verzücken uns Leser*innen mit ihren lustigen Eigenarten. So habe ich mich beispielsweise über den Lehrer Mr. Gelatine köstlich amüsiert (sympathisch war mir dieser Typ allerdings nicht) und auch Nichtseherin und Hausmeistertochter Missy (die ganz klar zu meinen Lieblingen zählt) hat mich mit ihrer tollpatschigen und quirligen Art erneut bestens unterhalten. Genial fand ich auch Orbis Astra, eine Figur, die in diesem Band neu eingeführt wird. Orbis ist ein echt schräger Vogel, sag ich euch, mir hat er  zahlreiche Schmunzelmomente geliefert.  

    Mit den Figuren hat mich die Autorin auf jeden Fall wieder gänzlich überzeugen können. Sie wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und sind allesamt unvergleichlich. Ich finde die Figuren in dieser Reihe wirklich großartig. So natürlich auch unsere 12-jährige Hauptprotagonistin Sorry, aus deren Sicht wir abermals alles in der dritten Person erfahren. Sorry ist eine tolle und starke Buchheldin, sie ist mutig, liebenswert und authentisch, man muss sie als Leser*in einfach sofort ins Herz schließen muss.

    Neben vielen freundlichen Personen treffen wir allerdings auch auf ein paar weniger liebenswürdige Gesichter. So fand ich Estrella, eine Mitschülerin von Sorry, eine längere Zeit wieder ziemlich ätzend. Aber, so viel verrate ich euch nun schon mal: Es wird sich noch zeigen, dass Estrella auch recht nett und hilfsbereit sein kann. Sie wird ein wichtiger Bestandteil der Ben-Rettungsaktion sein und eine erstaunliche Entwicklung durchmachen.

    Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Vertrauen – all dies wird auch dieses Mal ganz groß geschrieben. Die Story vermittelt wirklich viele schöne und wichtige Werte, was mich wahnsinnig gefreut hat. So etwas darf für mich einfach bei keinem guten Kinderbuch fehlen.

    Was ebenfalls wieder komplett bei mir punkten konnte: Das Setting. Die Akademie Fortuna wird erneut richtig cool beschrieben – mit dieser Wahrsagerschule hat Sarah M. Kempen zweifellos eine außergewöhnliche Kulisse erschaffen. Generell ist die Welt in dieser Reihe einzigartig und so erfrischend anders, innovativ und einfallsreich. Sie sprudelt nur so vor Fantasie und steckt voller Geheimnisse, Intrigen und Wunder. Ich habe mich auch dieses Mal vom ersten Moment an pudelwohl in dieser wahrsagerstarken Welt gefühlt und freue mich jetzt schon sehr auf meine Rückkehr. Da auch dieser Band mit einigen ungeklärten Fragen endet, gehe ich sehr davon aus, dass wir uns über mindestens eine weitere Fortsetzung freuen dürfen. Hoffentlich müssen wir uns auf diese nicht allzu lange gedulden. Ich bin schon so gespannt wie es mit Sorry und Co. weitergehen wird!

    Was dann auf gar keinen Fall nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Gestaltung. Alica Räth hat auch diesen Band mit zahlreichen wunderhübschen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die perfekt zur Geschichte passen und eine ganz besondere, magische Atmosphäre schaffen. Von den Bildern hätte es für meinen Geschmack liebend gerne noch viele mehr geben können. Ich mag den Zeichenstil von der Alica Räth unglaublich gerne. Auch von dem Cover, das sie entworfen hat, bin ich ganz hin und weg. Ich finde es genauso umwerfend wie das vom vorherigen Band.

    Fazit: Sarah M. Kempen ist mit „Eine Vision zur richtigen Zeit“ ein rundum gelungener Folgeband geglückt, welcher mich genauso verzaubern konnte wie der Vorgänger. Auch die Fortsetzung erzählt eine fesselnde Schulgeschichte voller Spannung und Geheimnisse und sprüht nur so vor Witz, Charme und fantasievoller Wahrsagermagie. Ich hatte tierisch viel Freude beim Lesen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Sorry und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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    Cover des Buches Vom Esel, der keine Geschichte hatte (ISBN: 9783789148088)

    Bewertung zu "Vom Esel, der keine Geschichte hatte" von Stefanie Taschinski

    Vom Esel, der keine Geschichte hatte
    CorniHolmesvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Ein zauberhaftes und ganz besonderes Bilderbuch - poetisch, einfühlsam und wunderschön illustriert.
    Eine wundervolle Mutmachgeschichte - einzigartig und zauberhaft illustriert.

    Gemeinsam mit Gans, Hund und Schaf lebt Esel auf einem Bauernhof. Jeden Tag kommen die Tiere zusammen und haben etwas zu erzählen. Nur Esel, der steht immer abseits und hat nichts Spannendes zu berichten. Ihm will einfach nichts einfallen außer einem langweiligen I-A. Er ist eben nicht so schön wie Gans, nicht so klug wie der Hund und nicht so mutig wie das Schaf. Esel fasst daher eines Tages den Entschluss den Hof zu verlassen und in die weite Welt hinauszuziehen. Auf seinem Weg wird er neue Bekanntschaften schließen und wird dank ihnen große Stärken in sich entdecken – Stärken, die mit denen er im Leben nicht gerechnet hätte. Seine Reise wird ihm zudem ein echtes Abenteuer bescheren, von dem er erzählen kann. Ob Esel vielleicht zu seinen Freunden auf den Hof zurückkehren und ihnen von seinen unglaublichen Erlebnissen berichten soll?

    Kennt ihr das? Alle um einen herum sind in etwas richtig gut und können mit interessanten Geschichten aufwarten, nur man selbst besitzt irgendwie kein besonderes Talent, hat nichts Spannendes zu erzählen und fühlt sich daher ziemlich ausgeschlossen. In genau dieser Situation befindet sich der Esel zu Beginn dieses Buches. Da ich selbst wenig Selbstvertrauen besitze und mich ständig viel zu sehr mit anderen vergleiche, habe ich mich mit unserer Hauptfigur nur zu gut identifizieren können und richtig mit ihm mitgefühlt. Mir tat der Esel anfangs unheimlich gut. Er möchte so gerne bei dem Gespräch der Bauernhoftiere etwas Bedeutendes beitragen, doch anstatt ihm dabei zu helfen, geben ihm die anderen Tiere auch noch das Gefühl, dass er ein hoffnungsloser Fall ist und aus ihm nie etwas werden wird.
    Etwas Ähnliches werden ganz bestimmt schon viele erlebt haben, vor allem ruhige und schüchterne Menschen. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass sich eine Menge Leser*innen nur zu gut in dem Esel wiederfinden und sehr mit ihm mitfühlen werden.

    Mir hat die Art und Weise wie die Ausgangslage der Erzählung dargestellt wird, sehr gut gefallen. Mit viel Feingefühl und vollkommen kindgerecht beschreibt Stefanie Taschinski die Szene und die Gefühle des Esels, sodass die Handlung in keinster Weise zu schwer oder bedrückend wird.
    Der Esel steckt zudem den Kopf in den Sand und verkriecht sich in seiner Traurigkeit. Er möchte unbedingt eine Aufgabe finden, er möchte eine Geschichte erzählen können. Gemeinsam mit ihm verlassen wir den Bauernhof und begeben uns auf eine aufregende Reise in die weite Welt. Auf seinem Weg wird er nicht nur neue freundliche Tiere kennenlernen und ein spannendes Abenteuer erleben, wovon er berichten kann – er wird auch zu sich selbst finden und dank seiner neuen Bekanntschaften erkennen wie stark und mutig er ist.

    In meinen Augen hat Stefanie Taschinski mit „Vom Esel, der keine Geschichte hatte“ eine ganz zauberhafte Mutmachgeschichte aufs Papier gebracht. Die Erzählung wird mit viel Empathie und Herzenswärme erzählt, sie ist wunderschön poetisch geschrieben und abenteuerlich und tiefgründig zugleich. „Vom Esel, der keine Geschichte hatte“ ist wirklich ein besonderes Bilderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Vor allem Familien mit stillen und unsicheren Kindern kann ich nur empfehlen, es bei sich einziehen zu lassen.

    Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 4 Jahren und dem schließe ich mich an. Die Geschichte ist allerdings etwas komplexer – Kinder sollten auf jeden Fall viel Einfühlungsvermögen und eine hohe Auffassungsgabe besitzen. Mit der Hilfe der Vorleser*innen sollten junge Kids die Handlung und deren Message meiner Ansicht nach aber verstehen können und werden garantiert jede Menge Spaß dabei haben den Esel auf seiner Selbstfindungsreise zu begleiten.

    Zum Vorlesen bietet sich das Buch ideal an. Die Sätze sind sehr kurz und da wir es mit mehreren Figuren und viel wörtlicher Rede zu tun bekommen, lässt sich die Geschichte mit verstellten Stimmen prima vortragen. Ich selbst habe sie für mich alleine gelesen, gehe aber fest davon aus, dass sie für ein großartiges Vorleseerlebnis sorgen wird.

    Kommen wir nun zu der fantasievollen Aufmachung – diese ist wahrlich ungewöhnlich und einmalig. Bei der Textgestaltung wurde auf eine herrlich kreative Weise mit der Schrift gespielt: Es gibt verschiedene Schriftarten, zahlreiche Sätze befinden sich Sprechblasen, einige Textabschnitte sind Teil der Illustrationen und bei einer Doppelseite muss das Buch sogar gedreht werden. Kurz danach stoßen wir auch noch auf eine schwarze Seite mit weißer Schrift, die die Dunkelheit, in die wir uns mit dem Esel an dieser Stelle begeben, vortrefflich wiedergibt. Also ich bin total begeistert von diesen originellen grafischen Elementen.


    Zu den farbigen Illustrationen kann ich mich ebenfalls nur hellauf verzückt äußern. Julia Christians, die mir bereits aus anderen Werken bekannt war, hat die Geschichte mit vielen superniedlichen und traumhaft schönen Bildern versehen, die jederzeit perfekt mit dem Text harmonieren und eine bezaubernde Atmosphäre schaffen. Es ist einfach die reinste Freude die vielen Zeichnungen zu betrachten und gemeinsam mit ihnen und der einfallsreichen Textdarstellung den mutigen Esel auf seinem großem Abenteuer zu begleiten.

    Fazit: Eine wundervolle Mutmachgeschichte für Groß und Klein – poetisch, einfühlsam und einzigartig!
    Stefanie Taschinski und Julia Christians haben gemeinsam ein ganz besonderes Bilderbuch mit einer tollen und wichtigen Botschaft herausgebracht, mit welchem sie mich auf ganzer Linie überzeugen konnten. Die Geschichte ist so unglaublich süß und herzerwärmend, sie schenkt Mut und Hoffnung und sorgt dank der einfallsreichen Gestaltung für ein außergewöhnliches und sehr spaßiges (Vor-)Leseerlebnis. Auch von den vielen wunderhübschen Illustrationen von Julia Christians bin ich ganz verzaubert. Ich kann „Vom Esel, der keine Geschichte hatte“ nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Malvina Moorwood (Bd. 2) (ISBN: 9783649633945)

    Bewertung zu "Malvina Moorwood (Bd. 2)" von Christian Loeffelbein

    Malvina Moorwood (Bd. 2)
    CorniHolmesvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Ein neues spannendes Abenteuer mit Malvina und Tom voller Geheimnisse, Witz, Charme und Grusel!
    Eine tolle Fortsetzung!

    Da mir der erste Band der Malvina Moorwood-Serie so gut gefallen hat, habe ich mich auf den zweiten Teil diebisch gefreut. Das Buch musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

    Während der Bauarbeiten am Familienschloss wird ein sonderbares Skelett in einer Grube gefunden und sorgt für jede Menge Aufruhr. Malvinas Opa wird des Mordes verdächtigt und da diese Info bis zur Queen durchdringt, droht der Familie Moorwood das Ende ihrer königlichen Erbpracht. Oder anders ausgedrückt: Sie werden ihr Schloss verlieren. Das muss Malvina unbedingt verhindern! Gemeinsam mit ihrem besten Freund Tom versucht sie dem Mysterium des seltsamen Skeletts auf den Grund zu gehen. Ihr neuer Fall ist allerdings nicht ohne. Selbst die unerschrockene Malvina lässt eine unglaubliche Entdeckung nicht kalt und die vielen Rätsel sind sogar für Knobelliebhaber Tom eine Herausforderung. Ob die beiden Kinder ihren neuen Fall wohl erfolgreich lösen werden?

    Da mir die Handlung des Serienstarts noch sehr präsent war, habe ich problemlos in die Welt von Malvina Moorwood zurückgefunden. Meinem Empfinden nach kann man den Geschehnissen im zweiten Teil vermutlich auch ohne Vorwissen recht gut folgen. Die Bände bauen zwar aufeinander auf, erzählen aber in sich abgeschlossene Fälle. Ich persönlich kann allerdings dennoch nur raten, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Die Lesefreude ist dann definitiv um einiges höher.

    Wie oben bereits erwähnt, war ich von Malvinas erstem Abenteuer hellauf begeistert. Natürlich bin ich dementsprechend mit ziemlich hohen Erwartungen an ihren zweiten Fall herangegangen...Ein kleines bisschen zu hoch waren sie wohl anscheinend, denn vollends überzeugen konnte mich Christian Loeffelbein dieses Mal leider nicht. Mir hat die Fortsetzung sehr gut gefallen, ich habe eine tolle Zeit mit ihr verbracht, aber da es zwei Dinge gab, die mich ein wenig gestört haben, wurde das Buch letztendlich nicht das von mir erhoffte Lesehighlight.

    Dann komme ich als nächstes einfach mal zu den beiden Aspekten, die mir nicht ganz so zugesagt haben.

    Zuerst muss ich sagen, dass mir die Erzählweise stellenweise etwas zu sprunghaft war, vor allem zu Beginn. Ich habe zwar gut in die Geschichte hineingefunden, aber irgendwie wurden mir manche Abschnitte zu hektisch erzählt.

    Mein anderer Punkt bezieht sich auf unsere Ich-Erzählerin Malvina und ihren besten Freund Tom. Die beiden sind elf Jahre alt und mir persönlich haben sie sich in diesem Band etwas zu besonnen und clever gegeben. Sollte ihr Verhalten im Vorgänger genauso gewesen sein, habe ich es dort scheinbar nicht als störend empfunden. In diesem Band jedenfalls hat sich unser Duo für meinen Geschmack ein bisschen zu reif und scharfsinnig für ihr Alter benommen.

    Ansonsten kann ich mich aber nur positiv zu dem Buch äußern. Wie der erste Teil, so beschert uns auch der zweite ein rasantes Detektivabenteuer voller Geheimnisse, Spaß und Grusel. Junge Spürnasen werden auch dieses Mal ganz auf ihre Kosten kommen und wer gerne in schaurige Erzählungen mit einem Hauch von Mystery eintaucht, wird garantiert ebenfalls begeistert sein. Also ich bin beim Lesen so richtig ins Mitfiebern und Miträtseln geraten und hatte eine lange Zeit keinen Schimmer wie die Auflösung lauten könnte. Der neue Fall von Malvina und Tom hat es wahrlich in sich und ist äußerst knifflig. Und etwas spooky, aber keine Sorge, zu gruselig wird die Geschichte nicht. In meinen Augen bleibt sie jederzeit kindgerecht. Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an.

    Neben dem eifrigen Mitraten und gelegentlichem Erschauern entlockt einem die Handlung auch des öfteren so einige breite Schmunzler. So sorgen beispielsweise die schrägen Eigenarten mancher Figuren erneut für die beste Unterhaltung. Klasse fand ich auch wieder das Zusammenspiel von Malvina und Tom. Die beiden sind einfach so schön verschieden, passen aber irgendwie dennoch prima zusammen. Auch wenn mich dieses Mal ihre Verhaltensweise nicht komplett überzeugen konnte, finde ich die beiden Freunde dennoch zauberhaft. Malvina ist so herrlich gewitzt und ausgefuchst und auch Tom ist ziemlich pfiffig drauf, wenn auch weniger vorlaut und etwas ruhiger als Malvina.

    Mit dem Setting konnte das Buch ebenfalls gänzlich bei mir punkten. Das englische Städtchen Moorwood wird erneut sehr atmosphärisch, geheimnisvoll und leicht düster beschrieben. So kommen wir zum Beispiel in den Genuss von sehr viel Nebel und wir statten einem unheimlichen Haus einen Besuch ab. Für die Halloween-Zeit kann ich die Malvina Moorwood-Serie eindeutig ganz besonders empfehlen. Die Kulisse lässt einfach das reinste Spukambiente aufkommen.

    Für eine wundervolle Atmosphäre sorgen dann natürlich auch wieder die zahlreichen schwarz-weiß-Illustrationen von Julia Christians. Mir haben ihre Bilder abermals richtig gut gefallen. Sie sind witzig, stimmungsvoll und harmonieren perfekt zum Geschehen im Text.

    Das Ende konnte mich ebenfalls zufriedenstellen. Bis auf meine genannten zwei negativen Kritikpunkte bin ich wirklich begeistert von Malvinas zweitem Fall und ich freue mich jetzt schon sehr auf ihren nächsten. Ein kleines Weilchen werde ich mich allerdings noch gedulden müssen, denn der dritte Band, der bereits hinten im Buch angekündigt wird, soll voraussichtlich erst Januar 2022 erscheinen.

    Fazit: Spannend, witzig und charmant – eine tolle Fortsetzung!

    Malvina Moorwood ist zurück und mit ihr ein neues packendes Abenteuer. Mir hat der zweite Band der Malvina Moorwood-Reihe richtig gut gefallen. Auch „Das Skelett im Schlossgarten“ lässt die Herzen aller Spürnasen und Knobelfreunde höherschlagen und steckt voller Komik und Grusel. Mir hat es erneut super viel Vergnügen bereitet Malvina und Tom auf ihren aufregenden Ermittlungen zu begleiten. Auf mein Wiedersehen mit diesem aufgeweckten Duo freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Die schönsten Geschichten für mutige Mädchen (ISBN: 9783845844817)

    Bewertung zu "Die schönsten Geschichten für mutige Mädchen" von Samantha Newman

    Die schönsten Geschichten für mutige Mädchen
    CorniHolmesvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Sammlung an Kurzgeschichten über starke und mutige Heldinnen. Traumhaft schön illustriert!
    15 wunderbare Kurzgeschichten über starke & mutige Heldinnen. Traumhaft schön illustriert!

    4,5 Sterne


    Ein Vorlesebuch ab 5 Jahren, welches von starken und mutigen Heldinnen aus bekannten und unbekannten Werken der Kinderliteratur handelt – diese Idee konnte mich einfach sofort in helle Begeisterung versetzen. Ich war nun äußerst gespannt, ob mir wohl auch die Umsetzung gefallen wird. Gerade bei den namhaften und von mir über alles geliebten Titeln wie „Alice im Wunderland“ oder „Heidi“ war ich ziemlich neugierig, wie die Fassungen wohl bei mir ankommen werden, schließlich handelt es sich bei diesen um sehr abgespeckte Versionen.

    Um es kurz zu machen: Ich bin richtig begeistert von dem Buch. Ich mag die vielfältige Mischung der Erzählungen total gerne und habe jede einzelne Geschichte sehr genossen. Dass die großen Klassiker wie „Alice im Wunderland“ oder „Der Zauberer von Oz“ stark gekürzt neu erzählt wurden, fand ich einerseits zwar irgendwie schon ein bisschen schade, aber da es sich hier um eine Sammlung an Kurzgeschichten für eine junge Zielgruppe handelt, hat mich dieser Aspekt letztendlich nicht gestört. Man darf die Adaptionen einfach nicht zu sehr mit den Originalen vergleichen. Dass die Neuerzählungen hier komprimierter und anders als sind die ursprünglichen Fassungen, ist logisch. Allerdings muss ich sagen, dass ich Samantha Newmans Neuerzählung von Hans Christian Andersens „Die kleine Meerjungfrau“ etwas ungewöhnlich fand. Da bin ich mir irgendwie bis jetzt nicht sicher, ob sie mir nun gefallen hat oder nicht. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich inhaltlich nun nicht näher ins Detail gehen, nur so viel noch: Das Ende ist ziemlich anders als das in im Originalmärchen. 


    Da ich sehr belesen in Märchen und Klassikern bin, waren mir viele der insgesamt 15 Geschichten bekannt. Ich habe aber auch viele neue kennenlernen dürfen wie zum Beispiel „Die Geschichte vom Bambussammler“, was mich überaus gefreut hat. Mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet in die ganzen Kurzerzählungen einzutauchen und beim Durchschmökern sowohl auf vertraute als auch auf neue Gesichter stoßen zu dürfen. 


    Klasse fand ich auch, dass wir an lauter verschiedene Orte mitgenommen werden: Russland, China, Rumänien, Neuseeland, das Weltall, Lewis Carrolls kurioses Wunderland, L. Frank Baums fantastische Welt von Oz – das Leseerlebnis wird durch die unterschiedlichen Länder, Kulturen und magischen Welten so schön abwechslungsreich und spannend gestaltet.

    Was mir ebenfalls ausgesprochen gut gefallen hat: Dieser Mix aus lehrreich und abenteuerlich. Sämtliche Geschichten vermitteln wichtige Botschaften und Werte und sind eine wunderbare Inspiration. Alle 15 Heldinnen, deren Abenteuer wir hier kennenlernen dürfen, sind fabelhafte Vorbilder, die uns mit ihrem selbstbewussten, aufmerksamen und ehrenhaften Verhalten zeigen, dass man mit ganz viel Mut, Stärke und Entschlossenheit eine Menge erreichen kann. Wenn man an seinen Zielen und Wünschen festhält und niemals aufgibt und stets freundlich und hilfsbereit ist, kann man ganz viel schaffen und erwirken. 


    Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 5 Jahren und dem schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter sollten den Erzählungen in meinen Augen ohne Probleme folgen und deren Aussagen verstehen können. Zum Vorlesen ist das Buch ideal geeignet. Die Geschichten besitzen eine perfekte Gutenachtgeschichten-Länge und da sie von zahlreichen Illustrationen begleitet werden, gibt es ganz viel Tolles zum Bestaunen und Betrachten. Und da die Texte absolut gelungen von Anna Taube ins Deutsche übertragen wurden, liest sich das Buch angenehm flüssig und leicht.  

    Wovon ich euch nun ohne Ende etwas vorschwärmen könnte, ist die Gestaltung. Bei diesem Sammelband ist definitiv nicht nur das Cover ein Augenschmaus – auch der Innenteil ist ein Traum. Khoa Le hat die 15 Geschichten mit vielen farbigen Illustrationen versehen, die allesamt einfach nur wunderschön sind und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Es gibt zahlreiche ganzseitige Bilder und viele kleine Zeichnungen und alle haben sie mir wahnsinnig gut gefallen. Ich muss  unbedingt noch recherchieren, was Khoa Le sonst noch so bebildert hat. Ich bin von ihrem Zeichenstil vollkommen verzaubert. 


    Fazit: Ein wundervoller Sammelband mit 15 inspirierenden Kurzerzählungen über starke Heldinnen!

    „Die schönsten Geschichten für mutige Mädchen“ von Samantha Newman ist ein ganz besonderes Vorlesebuch für Kinder ab 5 Jahren, in welchem wir die zauberhaften Abenteuer von 15 tollen Protagonistinnen aus bekannten und unbekannten Märchen, Klassikern und Sagen kennenlernen dürfen. Mir hat das Buch herrliche Lesestunden bescheren können. Ich mag die Mischung der Erzählungen richtig gerne und die Art und Weise wie die Geschichten neu erzählt wurden, konnte mich ebenfalls überzeugen. Meine Highlights waren jedoch die vielen fantastischen Illustrationen von Khoa Le. Diese sind einfach nur zum Träumen schön, ich bin total verliebt in sie.

    Ich kann das Buch sehr empfehlen und vergebe 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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