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CorniHolmes

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Cover des Buches Der Waldbuchclub in der Schule (ISBN: 9783855815883)

Bewertung zu "Der Waldbuchclub in der Schule" von Annie Silvestro

CorniHolmesvor einem Tag
Kurzmeinung: Auch diese wunderschön illustrierte Bilderbuchgeschichte vom Waldbuchclub hat mir ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Eine warmherzige und lustige Geschichte mit wunderschönen Illustrationen!

Jeden Samstag treffen sich Hase Hoppel und seine tierischen Freunde vor der Bibliothek und sind meistens vor der Bibliothekarin da. Sie können es kaum erwarten, ihre ausgeliehenen Bücher zurückzugeben und sich neue auszusuchen. In der Bibliothek gibt es einfach so viel zu erleben! Nicht nur spannende Geschichten warten darauf entdeckt zu werden, es gibt auch andere tolle Dinge wie Hörspiele und Puzzles. Und es ist ein wunderbarer Ort, um andere Leseratten kennenzulernen. So wie das Menschenmädchen Josie, die genauso verrückt nach Büchern ist wie der Waldbuchclub und sehr schnell ihre Freundin wird. Eines Tages wirkt Josie ziemlich bedrückt. Als sie Hoppel und den anderen erzählt, dass morgen ihr erster Tag an ihrer neuen Schule ist und sie Angst davor hat, keine neuen Freunde zu finden, möchte Hoppel ihr unbedingt helfen. Abends im Bett hat er eine zündende Idee: Er wird Josie einfach zur Schule begleiten, er ist schließlich ihr Freund. Am nächsten Morgen macht er sich auf den Weg und es dauert nicht lange und der Rest des Clubs schließt sich ihm an. Stachelschwein, Bär, Maus, Waschbär, Vogel, Frosch und Maulwurf – alle wollen sie Josie unterstützen. Als sie an der Schule ankommen, können sie ihre Freundin jedoch nirgends finden. Eine turbulente Suche quer durch die Schule beginnt. Die neun Freunde sind ganz begeistert von dem, was es in der Schule alles zu entdecken gibt und nach und nach wird jeder von ihnen von etwas anderem abgelenkt. Eichhörnchen bleibt in der Turnhalle beim Basketballspiel hängen, Vogel möchte im Musikzimmer mitzwitschern, Bär und Maus bleiben schmatzend in der Cafeteria sitzen - am Ende ist nur noch Hoppel übrig. Doch dann kommt er an der Schulbibliothek vorbei…Ob der Waldbuchclub Josie wohl noch finden wird?

Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung von „Der Waldbuchclub“, allerdings können die Bände problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.
Da ich den ersten Band so geliebt habe, habe ich mich auf den zweiten Teil sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht! Der Vorgänger hat mir zwar ein bisschen besser gefallen, aber auch der Nachfolger ist ein ganz entzückendes Bilderbuch und begeistert von der ersten Seite an.

In sanften und einfachen Worten erzählt Annie Silvestro von Hase Hoppel und seinen Freunden und ihrem neuen großen Abenteuer. Dabei vereint sie gekonnt die Themen Freundschaft, Aufregung am Schulanfang und die Liebe zu Büchern und zeigt uns, das sowohl Schulen als auch Bibliotheken wunderbare Orte zum Lernen, Entdecken und Spaß haben sowie zum Finden von neuen Freunden sind. Es ist einfach wieder herrlich zu sehen, wie sehr die buchverrückten Tiere des Waldbuchclubs das Lesen lieben und wie sie zusammen in einträchtiger Runde in Büchern schmökern. Auch dieser Band wird junge Kinder hoffentlich dazu anregen, die bunte Welt der Literatur kennenzulernen zu wollen und ausgiebig in einer Bücherei zu stöbern.

Wie das Cover und der Titel aber schon deutlich machen, verschlägt es unsere tierische Held*innen dieses Mal nicht nur in die Bibliothek, sondern auch in die Schule. Ihre abenteuerliche Suche nach Josie ist genauso hinreißend wie ihre Begeisterung für Geschichten und wird die Unsicherheit vor dem ersten Schultag und etwas Neuem ganz bestimmt lindern.

Absolut bezaubernd sind auch wieder die Illustrationen von Tatjana Mai-Wyss. Ihre farbenfrohen Bilder sind liebevoll und atmosphärisch gezeichnet und stecken voller kleiner Details. Sie laden zum Verweilen und Schmunzeln ein und runden das (Vor-)Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „Der Waldbuchclub in der Schule“ ist eine warmherzige und lustige Tiergeschichte ab 3 Jahren, die die Freundschaft und das Lesen feiert und Kindern die Angst vor dem ersten Schultag nimmt. Fantasievoll, ermutigend, einfach zauberhaft! Ein wunderschön illustriertes Wohlfühlbilderbuch für alle Tierliebhaber*innen, Bücherfans und Schulanfänger. Mir hat auch dieser Band ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert, ich kann ihn nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Cover des Buches Fest im Sattel (ISBN: 9783770408665)

Bewertung zu "Fest im Sattel" von Faith Erin Hicks

CorniHolmesvor 3 Tagen
Kurzmeinung: Ein wundervoller Wohlfühlcomic und so viel mehr als nur eine schöne Pferdegeschichte!
Ein wunderschöner Comic - Nicht nur für Pferdefans!

Victoria liebt Pferde und verbringt so viel Zeit wie möglich im Reitstall. An Wettkämpfen teilzunehmen bringt allerdings eine Menge Druck und Stress mit sich und bedeutet viel Training. Zudem ist der Reitsport ziemlich teuer. Ein eigenes Pferd könnte sich Victoria niemals leisten – im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Taylor, die sich um Geld keine Gedanken machen muss. Victoria möchte all das nicht mehr, sie will einfach nur noch mit Pferden zusammen sein und aus Spaß reiten, ganz ohne Turniere und die ständige Anspannung. Taylor, die das Ganze sehr ernst nimmt, zeigt dafür kein Verständnis. Es kommt zum Streit zwischen den beiden Mädchen und ihre Freundschaft geht in die Brüche. Victoria braucht daraufhin einen Neuanfang. Sie wechselt zum Edgewood-Hof, mit dem Ziel, sich nur noch auf die Pferde zu konzentrieren. Doch dann lernt sie in ihrem neuen Pferdestall das Trio Norrie, Hazel und Sam kennen und sie beginnt sich zu fragen, ob vielleicht doch beides geht: Pferde und Freunde.

Obwohl ich selbst nie geritten bin, lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne Pferdebücher. Und da ich in der letzten Zeit auch sehr gerne zu Graphic Novels greife, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich zum ersten Mal von „Fest im Sattel“ hörte. Es war mein erstes Werk von Faith Erin Hicks und sicherlich nicht mein letztes!

Schon das Cover und der Titel machen auf den ersten Blick deutlich, dass es sich hierbei um eine Pferdegeschichte handelt und genau das bekommt man auch. Dieser Comic wird allerdings nicht nur pferdeverrückte Leser*innen begeistern. Zwischen den Buchdeckeln steckt nämlich viel mehr als nur eine schöne Story rundum Pferde und den Reitsport. Es geht auch um zerbrochene und neue Freundschaften, um gemeinsame Interessen und Hobbys, Neuanfänge, Akzeptanz, Dazugehören und man selbst sein. Eben all das, was junge Heranwachsende bewegt und beschäftigt. Eine recht große Rolle spielt auch die fiktive Weltraumserie „Jenseits der Galaxis“ , für die unsere Hauptfiguren schwärmen. Sci-Fi-Fans werden hier daher auch auf ihre Kosten kommen.

Auch die Charaktere sind wunderbar getroffen und wirken lebendig und authentisch. Im Vordergrund steht Victoria, ihre Hintergrundgeschichte lernt man am besten kennen. Sehr gelungen dabei sind die kleinen Rückblicke auf ihre Vergangenheit, dank denen man ihr Handeln besser verstehen und nachvollziehen kann. Ich habe Victoria sehr schnell in mein Herz geschlossen, aber auch die weiteren Figuren mochte ich richtig gerne wie die extrovertierte Norrie, die zurückhaltende Hazel und den einfühlsamen Sam, den einzigen Jungen im Edgewood-Stall. Die Dynamik, die zwischen den Protagonist*innen entsteht, und ihre Entwicklungen sind einfach toll mitzuverfolgen. Man fühlt und fiebert mit ihnen mit und ihre teils witzigen Dialoge sorgen für so einige Schmunzelmomente.

Genauso überzeugend wie die Handlung ist auch die Innengestaltung. Die bunten Bilder von Faith Erin Hicks sind deutlich und so ausdrucksstark gezeichnet, dass viel Text gar nicht vonnöten ist und die Geschichte oft über mehrere Panels hinweg ganz ohne Sprechblasen erzählt wird. Für Lesemuffel ist „Fest im Sattel“ perfekt geeignet. Man fliegt dank des übersichtlichen Layouts nur so durch die Seiten und hat den Comic im Nu durchgelesen.

Das Ende ist recht abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für weitere Bände. Hinten im Buch gibt es dann noch ein Nachwort der Autorin, aus dem hervorgeht, dass sie sich für „Fest im Sattel“ von ihrer eigenen Zeit als Pferdemädchen hat inspirieren lassen.

Fazit: So viel mehr als nur ein typisches Pferdebuch! „Fest im Sattel“ ist eine charmante, unterhaltsame und vielschichtige Coming-of-Age-Geschichte für Pferdeliebhaber*innen und Science-Fiction-Fans und alle, die gerne Graphic Novels lesen. Ein wunderschöner Wohlfühlcomic ab 9 Jahren mit viel Herz, Humor und Tiefgang, der nicht nur Pferdefreund*innen Spaß macht. Ich bin begeistert von diesem Comic, ich kann ihn nur empfehlen, sowohl jungen als auch älteren Leser*innen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Cover des Buches Lakritz-Sommer (ISBN: 9783522186629)

Bewertung zu "Lakritz-Sommer" von Anna Beringer

CorniHolmesvor 6 Tagen
Kurzmeinung: Ein wundervolles Sommerferien-Abenteuer mit herrlichem Nordsee-Flair. Die perfekte Urlaubslektüre für den Sommer.
Ein wunderschönes Sommer-Wohlfühlbuch!

Nella lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrer großen Schwester Tilke und ihrem Opa Ocko an der Nordsee, auf ihrem alten Familienhof: Dem Sternenhof. Sie liebt ihr Zuhause, vor allem im Sommer. Waffelbacken mit der Familie, mit ihrem Pferd Amalie im Meer schwimmen, Wattwandern mit Opa – für Nella gibt es einfach nichts Schöneres. Doch dieses Jahr ist alles anders.  In der Scheune hat ihre Mutter ein Café eröffnet und die alte Mühle – Nellas Lieblingsort und geheimer Geheimraum – vermietet sie nun als Ferienhaus an Urlaubsgäste. Und dann hat sie auch noch überall Lakritz-Pflanzen aufgestellt. Nella kann Lakritz und dessen Geruch nicht ausstehen, genauso wenig wie die Vorstellung, dass in Zukunft ständig fremde Leute auf dem Hof herumlaufen und in ihrer geliebten Mühle schlafen werden. Auch die ersten Feriengäste kann sie zunächst nicht leiden. Bis auf den schüchternen und ängstlichen Kiran, mit dem sie sich schließlich doch noch recht schnell anfreundet. Seine aufbrausende Zwillingsschwester Tasha dagegen, die immer nur herummeckert, findet sie unausstehlich. Als andauernd ein seltsamer Mann auf dem Hof herumschleicht und die Gäste vergrault, ist Nella doch sehr froh über die gleichaltrigen Zwillinge. Gemeinsam mit ihnen setzt sie alles daran, herauszufinden, was der Mann im Schilde führt.                                                  

Eine alte Mühle, das weite blaue Meer, feine Sandstrände, Wattwanderungen, Lakritz, ein mysteriöser Mann – all das und noch mehr erwartet einen hier. Das wunderschöne Cover, das uns die Elsa Klever gezaubert hat, verspricht eindeutig nicht zu viel: Dieses Buch ist Sommerfeeling pur und macht sofort Lust auf Urlaub am Meer. Und auf Lakritz.

Mit ihrem bildhaften und flüssigen Schreibstil entführt uns Anna Beringer in „Lakritz-Sommer“ an die Nordsee, wo sie uns ein aufregendes Ferienabenteuer vor idyllischer Kulisse erleben lässt. Dabei erzählt sie von neuen Freundschaften und Gemeinsamkeiten, von Zusammenhalt, Demenz und das Überwinden von Ängsten. Durch die anschaulichen Beschreibungen hat man direkt das Gefühl, selbst vor Ort zu sein, mit der salzigen Seeluft und dem Geruch nach Lakritz in der Nase und dem Rauschen der Wellen im Ohr.

Geschildert wird alles in personaler Erzählweise aus der Sicht von Nella. Obwohl Nella anfangs etwas missmutig und ablehnend wirkt, ist sie eine sehr sympathische Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Ihre Wut und Betrübnis, weil die Mutter ihre geliebte alte Mühle in ein Ferienhaus umgewandelt hat, ist nur zu verständlich und nachvollziehbar.

Trotz der schlechten Stimmung zu Beginn lädt die Handlung von den ersten Seiten an zum Wohlfühlen ein und keine Sorge, Nellas negative Einstellung ändert sich mit der Zeit auch noch. Sie wird lernen, dass Veränderungen nicht immer schlecht sind und es sich lohnt, Neues zuzulassen. Es ist richtig schön zu sehen, wie sich Nella und die gleichaltrigen Zwillinge Kiran und Tasha im Verlauf näherkommen und sie gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Sternenhof zu retten, wie Kiran während der Ferien an immer mehr Mut und Selbstbewusstsein gewinnt und Nella dank der Zwillinge besser mit der Demenzerkrankung ihres Opas klarkommt.

Das Ende ist abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für eine Fortsetzung. Hinten im Buch gibt es dann noch ein paar leckere Lakritz-Rezepte, mit denen man seinen Appetit auf diese beliebte Nascherei stillen kann.

Fazit: „Lakritz-Sommer“ ist eine atmosphärische Sommergeschichte über abenteuerliche Ferien an der Nordsee. Ein wundervolles Sommer-Wohlfühlbuch ab 10 Jahren und die perfekte Urlaubslektüre. Ich kann das Buch nur empfehlen, mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen! 

Cover des Buches Hat irgendjemand Oscar gesehen? (ISBN: 9783446279216)

Bewertung zu "Hat irgendjemand Oscar gesehen?" von Leslie Connor

CorniHolmesvor 8 Tagen
Kurzmeinung: Eine wundervolle un herzerwärmende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft.
Ein berührendes und vielschichtiges Buch voller Herz & Wärme

Die 11-jährige Aurora lebt mit ihren Eltern im ländlichen Maine in einem Haus direkt am Wald. Sie ist ein sehr lebhaftes, lautes und impulsives Kind, hat stets einen frechen Spruch auf Lager und muss immer in Bewegung sein. Sie mag Edelsteine, die Natur – und Oscar, ihren besten Freund, der im Nachbarhaus wohnt. Oscar ist ebenfalls elf Jahre alt, er liebt Vögel und Vertrautes und hat noch nie ein Wort mit Aurora gesprochen. Oscar spricht nicht und lebt komplett in seiner eigenen Welt. Die beiden Kinder könnten unterschiedlicher kaum sein, bilden aber ein perfektes Team und sind unzertrennlich. Zu Oscar hatte Aurora sofort einen besonderen Draht. Dank ihrer Beobachtungs- und Einfühlungsgabe kann sie Oscars Verhalten lesen und weiß immer, was er will, sie ist sein Sprachrohr und seine Beschützerin. Bisher waren sie immer in derselben Klasse, aber zu Beginn des sechsten Schuljahres werden sie in verschiedene Klassen eingeteilt. Trotz dieser Veränderung läuft erst einmal alles gut, doch dann ist Aurora eines Tages abgelenkt und achtet nicht darauf, dass Oscar in sein Klassenzimmer geht. Plötzlich ist Oscar spurlos verschwunden und Aurora beginnt sich große Vorwürfe zu machen. Hätte sie besser auf ihren Freund aufpassen müssen? Sie begibt sich sofort auf die Suche nach Oscar – und nicht nur sie: Es dauert nicht lange und der ganze Ort setzt alles daran, um den vermissten Jungen wiederzufinden.  

Da mir „Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)“ von Leslie Connor so gut gefallen hat, habe ich mich auf ihr neues Werk „Hat irgendjemand Oscar gesehen?“ sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht! Hinter dem schönen Cover mit dem etwas ungewöhnlichen Titel verbirgt sich eine ebenso eindrucksvolle Geschichte, die hält, was sie verspricht.

Schon die Art und Weise wie das Buch aufgebaut wird, ist außergewöhnlich. Beginnen tut die Handlung in der Jetzt-Zeit und springt im weiteren Verlauf immer wieder in der Vergangenheit hin und her. So wird von Aurora mal erzählt, wie sie in die erste Klasse kommt oder von dem Tag, an dem sie Oscar kennenlernt. Hauptsächlich ist es Aurora, die uns in der Ich-Perspektive von den Ereignissen berichtet, es gibt zwischendurch aber auch Kapitel, in denen ein allwissender Erzähler die Sicht von Oscar und einiger Stadtbewohner*innen schildert. Trotz der vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel wirkt der Roman nicht durcheinander oder zusammenhanglos, allerdings muss man sich an den Erzählstil erst einmal gewöhnen.                                                                                              

Mir hat der gesamte Aufbau der Handlung sehr gefallen. Durch die Rückblenden erhält man einen tollen Eindruck von der Entstehung der Freundschaft zwischen Aurora und Oscar und die verschiedenen Blickwinkel verleihen dem Ganzen mehr Spannung und Tiefe. Manchmal muss man jedoch auch ein wenig Geduld beim Lesen haben. Einiges wird sehr genau und für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben wie die Natur, das Softballspiel oder die Pausen in der Schule. Die Geschichte liest sich dadurch stellenweise etwas zäh und langatmig, vor allem jungen Leser*innen ab 10 Jahren könnte es bisweilen schwerfallen, am Ball zu bleiben.

Auch wenn das Buch ein paar Längen für mich hatte, habe ich es innerhalb kurzer Zeit gelesen. Die Suche nach Oscar lässt einen mitfiebern und auch Oscars Kapitel und seine Gedankengänge sind spannend und interessant. Sofern ich das beurteilen kann, wird das Denken eines autistischen Jungen sehr authentisch dargestellt. Einfühlsam und voller Wärme beschreibt die Autorin Oscars Charakter und seine Andersartigkeit sowie die besondere Verbindung, die er zu der gleichaltrigen Aurora hat. Aurora ist ebenfalls eine einzigartige Figur und wunderbar getroffen. Sie ist impulsiv, immer in Bewegung und wirkt auf andere zuweilen unbedarft und vorlaut. Sie sagt stets das, was sie denkt, trägt das Herz aber am rechten Fleck und schleicht sich sofort in die Herzen von uns Leser*innen.

Im Anhang gibt es noch ein paar Fotos und Anmerkungen der Autorin, wie der Roman entstanden ist. Vorne im Buch befindet sich wiederum eine detaillierte Landkarte des Schauplatzes, dank der man das Setting noch besser nachvollziehen kann.

Fazit: „Hat irgendjemand Oscar gesehen?“ ist eine herzerwärmende Wohlfühlgeschichte über Neurodiversität, Gemeinschaft und eine ganz besondere Freundschaft zwischen dem ruhigsten und dem lebhaftesten Kind. Berührend, humorvoll, vielschichtig. Ein wundervolles und wichtiges Buch, nicht nur für junge Leser*innen ab 10 Jahren. Mir hat auch mein zweites Werk von Leslie Connor sehr viel Freude bereitet, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Kurzmeinung: Ein neuer magischer Fall für Jannik, Peggory Jones und Co! Auch dieser Band ist einfach toll, mir hat er großen Spaß gemacht!
Eine weitere tolle, magisch schöne Fortsetzung!

Es ist Markttag in Kiesbach und wie gewohnt herrscht auf dem Dorfplatz ein buntes Treiben. Auch Jannik, Lulu und Pola schlendern von Stand von Stand und sind mal nicht in detektivischer Mission unterwegs. Dies ändert sich jedoch, als sich unvermittelt alle zu streiten beginnen und völlig grundlos üble Beleidigungen und Schimpfwörter an den Kopf werfen. Warum herrscht plötzlich so schlechte Stimmung? Ob es wohl an dem Schmuddelwetter liegt, dass sich nun schon seit Wochen in Kiesbach breitgemacht hat? Auf einmal kommt aber nicht nur Regen vom Himmel herunter, sondern auch bunte Lutscher. Es sind „Yollis sagenhafte Lollis“, die wahre Wunder bewirken. Die dicke Luft ist schlagartig verschwunden – genauso wie das Geld aus vielen Kassen. Anscheinend hat jemand den Tumult genutzt und die Marktverkäufer beklaut! Ob wohl diese neue Süßigkeitenfabrikantin Yolli hinter dem Ganzen steckt? Gemeinsam mit Geheimagent Peggory Jones und Leseratte Marianne nehmen Jannik, Lulu und Pola die Ermittlungen auf. Ein neues aufregendes Abenteuer beginnt...

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Reihe „Detektei für magisches Unwesen“ und es empfiehlt sich, die vorherigen Bände gelesen zu haben. Zwingend erforderlich ist es jedoch nicht, man kann der Handlung auch ohne Vorwissen folgen.

Nachdem mir die ersten beiden Bücher so viel Freude bereitet haben, war ich auf den neuen Band sehr gespannt. Im Nu war ich wieder mittendrin im Geschehen und einmal nach dem Buch gegriffen, habe ich es nicht mehr aus der Hand legen wollen.

Schon das farbenfrohe Cover verspricht eine fantasievolle und unterhaltsame Geschichte und genau das bekommt man auch. Lotte Schweizer hat uns mal wieder ein wunderbares Kinderbuch gezaubert, mit einer perfekten Mischung aus Fantasy, Krimi und Freundschaft.

Es dauert auch dieses Mal nicht lange und Jannik, Lulu und Pola stecken wieder mitten in einem neuen kniffligen Fabelfall, der zunächst äußerst rätselhaft erscheint. Wieso sind plötzlich alle in Kiesbach so schlecht gelaunt, wer ist für die Diebstähle verantwortlich und was hat es mit der Süßigkeitenfabrik auf sich, die vor kurzem eröffnet hat? Hängt das alles miteinander zusammen? Wie die drei Freunde, so möchte man natürlich auch als Leser*in unbedingt wissen, wer oder was hinter dem Ganzen steckt und fiebert und rätselt eifrig mit den Kindern mit. Unterstützt wird das Detektiv-Trio erneut von Geheimagent Peggory Jones und seiner Assistentin Leseratte Marianne – die zwei dürfen schließlich auf gar keinen Fall fehlen. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, diese ungewöhnliche Truppe bei ihren Ermittlungen zu begleiten, Langeweile kommt dabei garantiert nicht auf! Es erwarten einen 160 Seiten voller Spannung, Magie und Humor, vor allem letzteres kann sich dank der herrlich gezeichneten Charaktere mal wieder sehen lassen. Während in Kiesbach dicke Luft herrscht, ist bei uns Leser*innen definitiv durchweg gute Laune angesagt.

Neben der Lotte Schweizer hat auch die Alexandra Helm wie gewohnt einen tollen Job gemacht. Ihre liebevollen schwarz-weiß Illustrationen erwecken die Geschichte und deren Figuren auf bezaubernde Weise zum Leben und runden das Leseerlebnis gelungen ab.  

Fazit: „Detektei für magisches Unwesen – Aufruhr in der Bonbonfabrik“ ist eine magische Detektiv- und Freundschaftsgeschichte ab 8 Jahren, die den Vorgängern in nichts nachsteht und Lust auf mehr macht. Spannend, lustig und einfach hinreißend originell. Ich bin auch von diesem Band absolut begeistert, über ein weiteres Wiedersehen mit Peggory Jones und Co. würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Cover des Buches Nothing but Spies (ISBN: 9783551655837)

Bewertung zu "Nothing but Spies" von Mario Fesler

CorniHolmesvor 13 Tagen
Kurzmeinung: Eine tolle Geheimagentengeschichte mit jeder Menge Spannung, Witz und cooler Spionage-Gadgets. Freue mich schon sehr auf Band 2!
Eine richtig coole Agentenstory! Spannend, witzig, originell.

Seit die 15-jährige Celia vor einigen Jahren mit ihren Eltern von Berlin nach Trockenstedt gezogen ist, ist ihr Leben die pure Langeweile. In dieser öden Kleinstadt ist einfach nichts los, nie passiert etwas Aufregendes. Dies ändert sich jedoch, als Vincent mit seiner Familie in das Nachbarhaus einzieht. Celia ist sich sicher, dass mit den neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Vincent, der in ihre Klasse geht, ist einfach zu perfekt. Er ist höflich, gutaussehend, sportlich, beliebt – Celia ist schnell ziemlich genervt von seinem übertrieben freundlichen Gehabe und seinen ständigen Einschmeichelversuchen. Als sie Vincent einen Kaugummi klaut, der definitiv kein normaler Kaugummi ist, wird ihr schnell klar, dass auch hinter ihrem neuen Mitschüler etwas ganz anderes steckt: Vincent und seine Bilderbuchfamilie sind ein absoluter Fake. In Wahrheit sind sie Undercover-Agenten und in Trockenstedt auf der Suche nach dem mysteriösen Erfinder Hypnos. Als Celia hinter Vincents Geheimnis kommt, nutzt sie ihr Wissen und erpresst ihn: Wenn sie nicht bei seiner Mission mitmachen darf, lässt sie ihn auffliegen. Vincent bleibt nichts anderes übrig als auf ihre Forderung einzugehen. Die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln und geraten dabei öfters aneinander. Ob es dem ungleichen Duo wohl trotz allem gelingen wird, Hypnos ausfindig zu machen?

Da ich die Bücher von Mario Fesler sehr gerne mag, war ich direkt Feuer und Flamme, als ich von seinem neuen Roman „Nothing but Spies“ hörte. Ich war unheimlich gespannt, was mich wohl erwarten wird und ich wurde nicht enttäuscht! Hinter dem originellen Cover verbirgt sich eine ebenso einfallsreiche Geschichte, die definitiv hält, was sie verspricht.

Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und laden zum Rätseln ein. Wie Vincent, dem das erste Kapitel gewidmet ist, so hat man auch als Leser*in zunächst keine Ahnung, wer Vincent eigentlich ist, wo er sich befindet und was passiert ist. Die anfängliche Verwirrung legt sich recht schnell, allerdings wird einem der genaue Zusammenhang zwischen Anfang und Ende erst ganz zum Schluss klar.

Geschildert wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Celia und Vincent, was mit kleinen Bildchen gut kenntlich gemacht ist. Aber auch ohne die grafische Hilfe weiß man eigentlich immer sofort, wer gerade erzählt, da Celias Passagen in der Ich-Perspektive geschrieben sind und die von Vincent in der dritten Person. Mir haben die ständigen Sichtwechsel sehr gefallen. Sie bringen Abwechslung und Spannung ins Geschehen und ermöglichen es einem, beide Protagonisten besser kennenzulernen.

Die Figuren sind allesamt wunderbar getroffen und äußerst erfrischend. Celia ist genau so, wie man sich einen Teenager vorstellt: Aufmüpfig, übellaunig und ziemlich vorlaut. Mit ihrer frechen Art und großen Klappe bildet sie einen herrlichen Kontrast zu dem stets gechillten und freundlichen Vincent. Die Dialoge und Kabbeleien zwischen den beiden sind einfach köstlich und sorgen für einige Lacher und breite Schmunzler. Gleichzeitig ist es aber auch richtig schön mitzuverfolgen, wie sich die Beziehung der zwei im Verlauf verändert und sie sich immer besser verstehen.

Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen und fliegt dank des fesselnden und humorvollen Schreibstils nur so durch die Seiten. Ich habe die Geschichte nahezu in einem Rutsch gelesen und mich öfters prächtig amüsiert. Vor allem die Szene im Autohaus fand ich genial und superwitzig. Dass es stellenweise auch recht technisch zugeht hat mich nicht gestört, ich finde, dass Mario Fesler diesen Aspekt sehr gekonnt in die Handlung eingebunden hat, ohne dass es langatmig oder kompliziert wird.

Das Ende kommt erfreulicherweise ohne einen Cliffhanger aus und ist sogar sehr abgeschlossen, macht aber dennoch neugierig auf den nächsten Band. Leider heißt es da nur noch ein Weilchen warten, denn der zweite Teil wird voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr erscheinen.

                                                     


Fazit: „Nothing but Spies“ ist eine mitreißende und unterhaltsame Geheimagentenstory mit viel Action und Humor, tollen Charakteren und jeder Menge cooler
Spionage-Technik. Spannend, ein bisschen verrückt und voller Überraschungen. Ein gelungener Reihenauftakt, der für beste Unterhaltung sorgt und große
Lust auf mehr macht.
Mich hat Mario Fesler mit seinem neuen Jugendroman ab 11 Jahren absolut begeistern können. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Kurzmeinung: Es geht spannend und magisch weiter! Ein toller zweiter Band, hat mir sogar noch etwas besser gefallen als der erste.
Eine wundervolle und rundum gelungene Fortsetzung!

Seit die 10-jährige Kaya weiß, dass sie eine Avanoste ist und sich mithilfe eines besonderen Schmuckstücks jederzeit in einen Vogel verwandeln kann, hat sich ihr Leben komplett verändert. In dem Jungen Milan, der wie sie das Vogelwandler-Erbe in sich trägt, hat sie einen guten Freund gefunden und ihre magischen Fähigkeiten gehen mit einer großen Aufgabe einher: Zusammen mit Milan muss sich Kaya auf die Suche nach zwei weiteren Avanoste-Kindern machen: Eines aus dem Wiesen- und eines aus dem Wasser-Stamm. Denn nur mit ihnen haben sie eine Chance, den fiesen Anführer Xaver Steinadler zu entmachten. Die Aufgabe scheint zunächst unerfüllbar zu sein, schließlich setzen Avanoste alles daran, ihre Magie geheim zu halten. Als Kaya von einem Gesangswettbewerb erfährt, an dem mehrere Schule teilnehmen, hat sie eine Idee. Wie sie und Milan werden auch die anderen Avanoste-Kinder wunderschön singen können. Vielleicht können sie sie ja anhand ihrer Singstimmen ausfindig machen. Xaver Steinadler schreckt allerdings vor nichts zurück, um seine finsteren Pläne zu verwirklichen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

 

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der „Kaya Silberflügel“ – Reihe und es ist von Vorteil, den Vorgänger zu kennen, da die Bände aufeinander aufbauen.

Nachdem mir der Serienauftakt im vergangenen Jahr so viel Freude bereitet hat, war ich auf die Fortsetzung sehr gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Mir hat dieser Band sogar noch etwas besser gefallen als der vorherige, ich habe ihn als noch spannender empfunden.

Die Handlung setzt ziemlich direkt an den ersten Teil an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit Ich-Erzählerin Kaya und Milan begibt man sich bereits recht früh im Buch auf die Suche nach den anderen Avanoste-Kindern und taucht dabei noch tiefer in die faszinierende Welt der Vogelwandler ein. Es ist wieder toll zu sehen, wie die beiden Freunde im Verlauf noch enger zusammenwachsen und wie Kaya an immer mehr Mut und Selbstbewusstsein gewinnt. Kaya und Milan sind zwei starke und liebenswerte Hauptfiguren, die man sofort ins Herz schließt und auch die weiteren Charaktere – ob alte Bekannte oder neue Gesichter – werden so sympathisch beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss (bis auf Bösewicht Xaver Steinadler versteht sich).

Langeweile kommt auf den 368 Seiten garantiert nicht auf. Die Story ist durchweg fesselnd, abwechslungsreich und unterhaltsam und wunderbar magisch. Auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und der Glaube an sich selbst werden wieder gekonnt mit eingebunden und die vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen von Alina Brost unterstreichen die geheimnisvolle Atmosphäre der Geschichte und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und würde nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band greifen, um zu erfahren wie es weitergeht.

Fazit: Mit dem zweiten Band ihrer Kaya Silberflügel-Reihe ist der deutschen Autorin Nelly Möhle eine tolle Fortsetzung gelungen, in welcher sie ihre Leser*innen erneut in die zauberhafte Welt der Vogelwandler entführt. „Kaya Silberflügel – Auf verzauberten Schwingen“ ist ein aufregendes und fantasievolles Abenteuer voller Freundschaft, Geheimnisse, Spannung und Magie. Das ideale Lesefutter für alle Gestaltwandler-Fans ab 9 Jahren. Mir hat es erneut großen Spaß gemacht, Kaya und Co. zu begleiten, auf den dritten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen! 

Kurzmeinung: Ein wundervolles Finale, das einen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt. Echt schade, dass die Reihe nun vorbei ist.
Ein rundum gelungener Abschlussband einer wundervollen Reihe!

Tornadia Twist ist wieder da und schreckt vor nichts zurück, um das zu bekommen, was sie will. Als einzige Regenbogenschön ist es nun an der 10-jährigen Ria Regenbogen, die Wetterlande und die Erde zu beschützen. Zum Glück ist sie aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat die besten Freunde an ihrer Seite, die man sich nur wünschen kann. Um die fiese Sturmkönigin zu besiegen, muss Ria herausfinden, was ihre geheime magische Gabe ist und sie gegen ihre Erzfeindin einsetzen, ehe es zu spät ist. Ob es ihr zusammen mit ihren Freunden wohl gelingen wird, ihre Heimat und die Erde zu retten?

Dies ist der dritte und letzte Teil der „Ria Regenbogen“ – Reihe und es empfiehlt sich, die vorherigen Bände gelesen zu haben. Zwingend erforderlich ist es jedoch nicht. Da es anfangs eine kurze Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse gibt und sich vorne im Buch sowohl eine Vorstellung der wichtigsten Personen als auch eine detaillierte Landkarte vom Setting befindet, sollte man auch als Neueinsteiger gut in die Handlung hineinfinden.

Nachdem mich die beiden Vorgänger absolut begeistert zurückgelassen haben, war ich auf den finalen Band sehr gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich war sofort wieder mittendrin im Geschehen und einmal mit dem Lesen begonnen, wollte ich nicht mehr damit aufhören.

Laura Ellen Anderson versteht es einfach, ihre Leser*innen von den ersten Seiten an in den Bann zu ziehen und zu verzaubern. Sie entführt uns auch dieses Mal in die Wetterlande, eine unglaublich fantasievolle Welt, in der es wahnsinnig viel zu entdecken gibt: Nieselfieselsandwiches, pfützportierende Regenschöns, Sonnenblumenfinsternis, wundersame Orte wie den Tann der Temperaturen und die Trieftürme...Man kann über Laura Ellen Andersons Einfallsreichtum wirklich nur staunen, ihre Kreativität scheint keine Grenzen zu kennen. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle aber auch den Übersetzerinnen Katrin Segerer und Jennifer Michalski, die diese ganzen Wetter-Wortneuerschöpfungen so gekonnt für uns ins Deutsche übertragen haben.  

Langeweile kommt hier definitiv nicht auf! Es erwarten einen 304 Seiten voller rasanter Action, Spannung und Magie und auch zum Schmunzeln und fürs Herz gibt es erneut eine Menge. Es macht einfach wieder großen Spaß, Ria Regenbogen und ihre Freund*innen zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht und endet. Gleichzeitig möchte man aber auch nicht, dass es vorbei ist, schließlich heißt es mit diesem Band Abschied nehmen von lauter zauberhaften Charakteren.

Die Figuren – ob alte Bekannte oder neue Gesichter – sind erneut wunderbar getroffen und werden so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Ria ist eine großartige Protagonistin – mutig, liebenswert und entschlossen und überaus inspirierend. Sie denkt in keiner Sekunde ans Aufgeben, verliert nie den Glauben an sich selbst und zeigt uns, dass man gemeinsam so gut wie alles schaffen kann. In dieser Reihe steckt so viel mehr als man auf den ersten Blick denken mag! Es vermittelt auch viele wichtige Lebenslektionen über Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Selbstvertrauen, Güte und den Klimawandel.

Die zahlreichen entzückenden schwarz-weiß Illustrationen der Autorin erwecken Rias kunterbunte Welt zum Leben und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Sie verstärken die Sogwirkung der Handlung nur noch, sodass man eigentlich gar nicht anders kann, als das Buch nahezu in einem Rutsch zu lesen. 

 

                                                                                                                                                                                       Fazit: Ein rundum gelungenes Finale einer bezaubernden Trilogie!

„Ria Regenbogen und die Sturmkönigin“ ist ein magisches und farbenfrohes Abenteuer mit wertvollen Botschaften und einer starken Heldin, die man einfach lieben muss. Spannend, unterhaltsam und voller Herz, Humor und Wortwitz. Ein regenbogenbuntes Feuerwerk der Fantasie! Ich habe auch diesen Band begeistert verschlungen und mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen! 

Kurzmeinung: Mir hat auch dieser Band super viel Spaß gemacht. Ich hoffe sehr auf eine weitere Fortsetzung, diese Reihe ist einfach toll.
Ein herrlicher Lesespaß!

Annemie ist vor einigen Wochen mit ihren Eltern zu ihrer Oma Fritz in die Stadt gezogen, wovon sie anfangs nur wenig begeistert war. Mittlerweile findet sie es aber nicht mehr so schlimm, dass sie ihr geliebtes Zuhause an der Nordseeküste verlassen musste. In Leo hat sie einen tollen neuen Freund gefunden und das Wachsfigurenmuseum ihrer Oma ist überhaupt nicht so verstaubt wie Annemie anfangs gedacht hat. Bereits kurz nach ihrem Umzug hat sie von dem großen Familiengeheimnis der Wunderlichs erfahren: Ihre 163 Wachsfiguren können lebendig werden! Dazu benötigt ihre Oma ein magisches Glasauge, das sie hütet wie ihren Augapfel. Als sie die Wachsfigur von Pirat Schwarzbart erweckt, damit dieser für eine kurze Zeit auf das Glasauge aufpasst, passiert etwas Furchtbares: Jemand stiehlt das gläserne Auge! Annemie und Leo setzen sofort alles daran, um den Dieb zu entlarven. Ob es ihnen mit der Hilfe des Seeräubers wohl gelingen wird, das magische Glasauge wiederzufinden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Band der Reihe „Plötzlich wach!“. Es ist nicht zwingend erforderlich die vorherigen Bände zu kennen, allerdings empfiehlt es sich, mit dem ersten Buch zu starten.

Da mir die beiden Vorgänger so gut gefallen haben, habe ich mich auf den dritten Teil sehr gefreut. Und ich wurde erneut nicht enttäuscht! Schon das Cover mit diesem coolen Guckloch verspricht eine spaßige und fantasievolle Geschichte und genau das bekommt man auch.

Langeweile sucht man hier vergebens. Die Handlung ist von Beginn an aufregend und unterhaltsam und wird erneut mit viel Humor aus der Sicht von Annemie erzählt. Annemie ist ein sehr sympathisches und aufgewecktes Mädchen, das man sofort ins Herz schließt und auch die weiteren Charaktere werden so liebenswert beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Neben alten Bekannten trifft man auch auf ein paar neue Gesichter wie Blackbeard, der nach der Queen und Graf Dracula die nächste lebendig gewordene Wachsfigur ist, die für ordentlich Trubel sorgt. Gemeinsam mit dem Schwarzbart, Annemie und Leo begibt man sich als Leser*in auf die abenteuerliche Suche nach dem verschwundenen magischen Glasauge und während man eifrig mit ihnen mitfiebert, erfährt man nebenbei ein bisschen mehr über den Piratenkapitän, der heute als einer der bekanntesten Seeräuber Englands gilt. An Leo wird uns zudem wieder gezeigt, dass es vollkommen okay ist, vor etwas Angst zu haben, dass es sich aber auch lohnt, mutig zu sein und sich seinen Ängsten zu stellen.

Mit seiner großen Schrift, den kurzen Kapiteln und den vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen von Anne-Kathrin Behl ist auch dieser Band sehr gut zum Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten und würde nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band greifen. Soweit ich weiß, ist bisher noch keine weitere Fortsetzung angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass es mit der Reihe weitergehen wird.

Fazit: Maja von Vogel ist mit dem dritten Band ihrer „Plötzlich wach!“ - Reihe eine weitere tolle Fortsetzung gelungen, die den Vorgängern in nichts nachsteht und Lust auf mehr macht. „Mit Piraten über Planken wanken“ ist eine spannende, lustige und magische Geschichte voller Abenteuer und Freundschaft. Ein wunderbarer Lesespaß für Jung und Alt. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert, über ein weiteres Wiedersehen mit Annemie, Leo und Co. würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Kurzmeinung: Eine rundum gelungene Fortsetzung, genauso klasse wie der erste Band. Hab das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
Ein monstermäßig toller Lesespaß!

Man sollte meinen, dass es für den 13-jährigen Charly Hartnuss ein Klacks ist, seinen Schwarm Dailia um ein Date zu bitten. Er hat sich schließlich vergangenes Halloween mit den beiden Monsterjägern Béron und Epona auf Monsterjagd begeben und es mit einer Menge schauriger Wesen aufgenommen. Irgendwie bekommt er vor Dalia nur einfach nicht so richtig den Mund auf. Auf der Schulparty fasst er endlich den Mut und fragt sie nach einem Tanz, doch anstatt wie geplant mit ihr zu tanzen, landet er mit seiner strengen Deutschlehrerin Frau Schmidt-Habicht auf der Tanzfläche. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, taucht dann auch noch ein nilpferdähnliches Wesen in der Turnhalle auf. Wie kann das sein? Das Portal zur magischen Parallelwelt Anderlande öffnet sich doch eigentlich nur an Halloween. Auf einmal wimmelt es in Dunkelnest aber nur so vor magischen Kreaturen.  Und dann werden auch noch Charlys Eltern entführt! Ehe es sich Charly versieht, steckt auch schon mittendrin in einem neuen gefährlichen, haarsträubenden Abenteuer. Zum Glück ist er aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat seinen besten Freund Martin sowie Béron und Epona an seiner Seite...

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der Reihe „Mein geheimes Leben als Monsterjäger“. Man kann der Handlung sicherlich auch ohne Vorwissen folgen, allerdings ist die Lesefreude größer, wenn man mit dem vorherigen Band startet.

Nachdem mich Charlys erstes Abenteuer im vergangenen Jahr absolut begeistert zurückgelassen hat, war ich auf sein zweites sehr gespannt. Schnell war ich wieder mittendrin im Geschehen und einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich nicht mehr damit aufhören.

Iris Genez versteht es, ihre Leser*innen direkt in den Bann zu ziehen und durchgehend zu fesseln. Die Geschichte ist von Beginn an ereignisreich und unterhaltsam und wird erneut locker-lässig aus der Sicht von Charly erzählt.

Mit seiner humorvollen und authentischen Art schließt man den 13-jährigen sofort ins Herz und auch die weiteren Charaktere werden so sympathisch beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Man trifft auf einige alte Bekannte aus dem Vorgänger, lernt aber auch neue Gesichter und Monster kennen und wieder einmal kann man über den Ideenreichtum der Autorin nur staunen. Allein schon die Namen der Kreaturen, die sie sich dieses Mal ausgedacht hat, sind äußerst fantasievoll und genial wie die Frostfaucher oder der Teufelsschwanz. Hinten im Buch gibt es auch wieder ein mehrseitiges Glossar, das sogenannte Beastbook, in dem alle im Text erwähnten Monster nochmals aufgelistet und näher charakterisiert werden.

Ich kann euch versprechen: Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Es erwarten einen 224 Seiten voller Spannung, Witz, Magie und rasanter Action. Etwas gruselig wird es manchmal auch und wichtige Werte wie Freundschaft, Familie, Mut und Zusammenhalt sind ebenfalls Teil dieses tollen Gesamtpakets. Die lustigen schwarz-weiß Vignetten von Corinna Böckmann sowie die originellen Kapitelüberschriften verstärken die Sogwirkung der Handlung und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals an einem Riesenwurm hängen solltest“ ist ein spannendes, witziges und actiongeladenes Fantasyabenteuer mit Ghostbusters-Vibes, jeder Menge Monster und ein bisschen Grusel. Eine monsterstarke Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht und nach mehr verlangt. Das ideale Lesefutter für alle Monsterfans ab 10 Jahren. Mir hat auch dieser Band monstermäßig viel Spaß gemacht. Ich habe das Buch verschlungen und kann den dritten Teil kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

Über mich

Ich bin eine große Leseratte und liebe Kinder - und Jugendbücher! Ob Bilderbuch, Abenteuerroman, Fantasy -/Mädchen-/Jungenbücher, Teenieromanze oder Jugendkrimi - ich lese alles. :)

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Krimis und Thriller, Jugendbücher, Kinderbücher, Literatur, Unterhaltung

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