CorniHolmess avatar

CorniHolmes

  • Mitglied seit 25.07.2016
  • 195 Freunde
  • 1.738 Bücher
  • 1.542 Rezensionen
  • 1.714 Bewertungen (Ø 4,81)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne1.448
  • 4 Sterne219
  • 3 Sterne41
  • 2 Sterne5
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cover des Buches Mein Feuerpferd - Ruf der Mittsommernacht (ISBN: 9783570179031)

    Bewertung zu "Mein Feuerpferd - Ruf der Mittsommernacht" von Chantal Schreiber

    Mein Feuerpferd - Ruf der Mittsommernacht
    CorniHolmesvor einem Tag
    Cover des Buches Land of Stories: Das magische Land – Eine Schatztruhe klassischer Märchen (ISBN: 9783737359627)

    Bewertung zu "Land of Stories: Das magische Land – Eine Schatztruhe klassischer Märchen" von Chris Colfer

    Land of Stories: Das magische Land – Eine Schatztruhe klassischer Märchen
    CorniHolmesvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein zauberhafter Märchenbuchschatz mit einer wunderbaren Mischung aus bekannten und weniger bekannten Märchen.
    Ein großes Muss für alle Märchenliebhaber*innen und Land of Stories-Fans!

    Da die Land of Stories-Serie zu meinen Lieblingsbuchreihen gehört und ich Märchen über alles liebe, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr eine Märchensammlung von Chris Colfer erscheinen wird. Das Buch war natürlich ein absolutes Must-Have für mich!

    Als mein Exemplar bei mir eintraf und ich das Buch zum ersten Mal in natura bewundern durfte, war es augenblicklich um mich geschehen. Ich habe mich schon damals, beim erstmaligen Durchstöbern der Verlagsvorschau, sofort in die äußere Gestaltung verliebt, allerdings kommt die wahre Schönheit des Buches auf der Abbildung gar nicht richtig zur Geltung. Das Cover mit seinen funkelnden grünen Ornamenten und dem antik wirkenden Einband ist einfach nur der reinste Augenschmaus und ein echter Blickfang im Regal.
    Der Innenteil steht dem jedoch in nichts nach. Brandom Dorman, der bereits die vorherigen Bücher von Chris Colfer bebildert hat, hat auch dieses Werk des US-amerikanischen Autors wunderschön gestaltet und mit vielen bunten bezaubernden Illustrationen versehen, die einfach nur bestens zu den verschiedenen Erzählungen passen und die Herzen eines jeden Land of Stories- und Märchenfans höherschlagen lassen.
    Diese Prachtausgabe begeistert und beeindruckt allerdings nicht nur mit der Optik und der Aufmachung – auch die Geschichten ziehen einen sofort in ihren Bann und verzücken kleine und große Leser*innen.

    Für mich hat sich das Eintauchen in das Buch ein bisschen angefühlt wie nach Hause kommen. Da Märchen für mich Kindheit bedeuten und mir die meisten der hier enthaltenen Erzählungen bekannt waren, habe ich beim Durchschmökern ständig an früher denken müssen, an gemütliche Vorlesenachmittage zusammen mit meiner Mutter und meinen beiden jüngeren Geschwistern.
    Neben dem Stück Kindheit hat mir dieser Märchenband aber auch ein wunderbares Land of Stories-Feeling beschert. Wahrscheinlich hätte es mich gar nicht groß verwundert, wenn es mir auf einmal wie den Zwillingen Alex und Connor ergangen wäre und ich durch die Seiten des Buches in das magische Land gereist und selbst ein Teil davon geworden wäre. Wie gut, dass in dieser Ausgabe nicht nur märchenhafte Nacherzählungen enthalten sind, sondern auch ein Überlebensratgeber für Ausflüge in die Märchenwelt, äußerst unterhaltsam verfasst von Mutter Gans. Denn wer weiß, vielleicht ist dieses Buch ja wirklich ein magisches Portal, durch das man im Reich der Märchen gelangt…

    Was die Auswahl an Geschichten angeht, habe ich euch weiter oben ja schon berichtet, dass ich den größten Teil davon kannte wie beispielsweise „Cinderella“, „Schneewittchen“ und „Die Schöne und das Biest“. Diese Klassiker werden wohl den meisten bekannt sein. Etwas anders schaut es aber vermutlich mit den in Vergessenheit geratenen Märchen aus wie „Henny Penny“ oder „Die drei Böcke Brausewind“. Ich zumindest hatte von diesen Geschichten bisher noch nie was gehört. Fand ich super, mir hat es total viel Spaß gemacht, neue Märchen zu entdecken und kennenzulernen. Es handelt sich bei allen Titeln zwar um Nacherzählungen von Chris Colfer, allerdings weicht der Autor inhaltlich kaum von den Originalen ab.

    Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass Chris Colfer keine große Veränderungen vorgenommen hat wie zum Beispiel ein Perspektivwechsel oder Hintergrundwissen zu bestimmten Figuren einzubauen. Auf seinen großen Einfallsreichtum müssen wir aber natürlich dennoch nicht verzichten. So gibt es die bereits von mir erwähnten Überlebenstipps von Mutter Gans, die ganz klar zu meinen Highlights gehörten. Sie sind einfach so witzig geschrieben, ich habe das Schmunzeln beim Lesen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Die vielen Kinderreime, ebenfalls von Mutter Gans, fand ich aber gleichermaßen ausgesprochen amüsant und auch die Einleitung zu Beginn, die aus der Feder von der Guten Fee stammt, hat mir sehr viel Freude bereitet.

    Klasse fand ich auch, dass wir ganz hinten im Buch noch interessante Informationen über die Autor*innen der hier zusammengestellten Geschichten erhalten wie die Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen und Charles Perrault. Dieser Band enthält einen wirklich ganz tollen Mix aus unterschiedlichen Märchen, was ihn zu einer wahren Märchenschatztruhe macht, die definitiv nicht nur was für begeisterte Chris Colfer-Leser*innen ist.

    Fazit: Eine wundervolle Mischung aus klassischen und unbekannten Märchen, perfekt gewürzt mit herrlichen Land of Stories-Anspielungen.
    „Eine Schatztruhe klassischer Märchen“ von Chris Colfer ist ein zauberhafter und wertvoller Märchenbuchschatz, der in keiner guten Märchensammlung fehlen darf und ein großes Muss für alle Fans der Land of Stories-Serie ist. Ich kann dieses Schmuckstück nur wärmstens empfehlen, mich hat es vollkommen verzaubern können. Von mir gibt es nur zu gerne 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Daresh – Im Tal des Kalten Feuers (ISBN: 9783737342643)

    Bewertung zu "Daresh – Im Tal des Kalten Feuers" von Katja Brandis

    Daresh – Im Tal des Kalten Feuers
    CorniHolmesvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein richtig toller Folgeband, der mir sogar noch ein kleines bisschen gefallen hat als der 1. Teil. Freue mich schon riesig auf das Finale!
    Eine großartige Fortsetzung!

    Da mir der erste Band der Daresh-Trilogie total gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt lesen. Ich war so gespannt wie es wohl mit Rena, Rowan und Alix weitergehen wird!

    Seitdem Rena, Rowan und Alix für Frieden innerhalb der Gilden von Daresh gesorgt haben, ist Rena ein Mitglied des Gildenrates und lebt gemeinsam mit Rowan in der Felsenburg. Anstatt aber ein glückliches Leben zu führen, fühlen sich die beiden ziemlich unwohl an ihrem neuen Wohnort und langweilen sich. Vor allem Rena ermüden die vielen langatmigen Besprechungen und Ratssitzungen. Doch dann taucht eines Tages ein Bote der Feuergilde auf und berichtet ihnen von dem Propheten des Phönix, der unter den Feuerleuten immer mehr Anhänger gewinnt. Für Rena steht sofort fest, dass sie schnellstmöglich handeln muss. Zusammen mit Rowan macht sie sich auf die Suche nach der Schwertkämpferin Alix, die seit ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer spurlos verschwunden ist. Nur mit ihrer Hilfe kann es ihnen gelingen, in das Hauptquartier des gefährlichen Propheten zu gelangen. Ob es den Freunden wohl erneut gelingen wird Daresh zu retten?

    Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Teil der Daresh-Trilogie. Meinem Empfinden nach ist es nicht zwingend erforderlich den ersten Band zu kennen, da dieser größtenteils abgeschlossen endet, ich würde allerdings dennoch davon abraten ohne Vorkenntnisse in die Fortsetzung einzutauchen. Die Lesefreude ist einfach deutlich höher, wenn man die Bände in ihrer chronologischen Reihenfolge liest.

    Ich habe mich an die Handlung aus dem Auftaktband noch sehr gut erinnern können, sodass ich problemlos in die Geschichte hineingefunden habe und meinen zweiten Aufenthalt in Daresh in vollen Zügen genießen konnte. Und genossen habe ich ihn, zweifellos. Mir hat dieser Band nur noch mal vor Augen geführt wie froh ich darüber bin, dass Katja Brandis ihre erste Fantasy-Serie überarbeitet hat und ich dank der Neuauflagen (die optisch deutlich gewonnen hat, wie ich finde) auf die Reihe aufmerksam geworden bin. Was wäre mir da sonst Schönes entgangen!

    Mich haben die Geschehnisse von Beginn an packen können. Die Handlung setzt einige Monate nach dem Ende des Vorgängers an und ich fand es spannend zu erfahren, wie es Rena und Rowan ergangen ist, nachdem sie für Frieden in Daresh gesorgt haben. Die zwei wohnen seitdem in der Felsenburg und sind leider nicht so wirklich glücklich mit ihrem derzeitigen Leben. Beide haben sich mit ihrem neuen Zuhause bisher nicht anfreunden können und empfinden ihren Alltag und ihre Positionen als ziemlich eintönig und ermüdend.

    Auch in ihrer Beziehung sieht es nicht gerade rosig aus. Die erste Verliebtheit ist nicht mehr da und Rena beginnt sich zunehmend zu fragen, ob ihre Liebe eigentlich eine Zukunft hat. Ich fand es schade zu sehen, dass Renas und Rowans Gefühle füreinander nicht mehr so stark sind wie früher, mochte diese Entwicklung aber dennoch gerne. Ich habe es nur als realistisch empfunden, dass zwischen den beiden nicht die ganze Zeit über alles super läuft und sie wahrscheinlich nicht bis an ihr Lebensende zusammenbleiben werden. In meinen Augen hat Katja Brandis diesen Part der Story überzeugend dargestellt, besonders Renas innerer Konflikt wird toll beschrieben.

    Auch sonst hat Katja Brandis handlungstechnisch vollkommen bei mir punkten können. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und kann mit zahlreichen Wendungen und spannungsreichen Szenen aufwarten, sodass man ordentlich ins Mitfiebern gerät und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Bei mir zumindest war es so, mich haben die Geschehnisse durchweg mitgerissen und gefesselt, vor allem Renas Kapitel habe ich ganz gebannt verfolgt.

    Rena ist erneut unsere Haupterzählerin, aus ihrer Sicht wird größtenteils alles in der dritten Person geschildert. Es gibt allerdings auch immer mal wieder kurze Passagen, die bei Rowan und Alix spielen, was mir richtig gut gefallen hat. Sehr cool fand ich auch, dass wir ein paar Einblicke in Alix’ Vergangenheit und Gefühlswelt erhalten und wir sie somit noch besser kennenlernen dürfen.

    In meinen Augen wurden unsere drei Protagonistin abermals gelungen ausgearbeitet und entwickeln sich glaubhaft weiter und auch die Nebenfiguren sind erneut authentisch gezeichnet. Ich mochte sämtliche Figuren wieder sehr. Ob alte Bekannte aus dem Vorgänger oder neue Gesichter, ob gut oder böse – alle besitzen sie ihre Besonderheiten und unterschiedlichen Eigenschaften, mit denen sie für lauter schöne Lesemomente sorgen.

    Was das Setting anbelangt, bin ich ebenfalls wieder ganz auf meine Kosten gekommen. Mit Daresh hat die Katja Brandis einfach eine einzigartige Welt erschaffen, voller Magie, genialer Ideen und außergewöhnlicher Orte. Mich hat es fasziniert zu sehen, was sich die Autorin mal wieder alles Kreatives hat einfallen lassen und da sie die Schauplätze wie gewohnt bildhaft und atmosphärisch beschreibt, gelingt es einem als Leser*in spielend leicht in die Kulisse einzutauchen. Sehr gefreut hat mich auch, dass es vorne im Buch wieder diese detailreiche doppelseitige Landkarte gibt, dank der man sich noch besser zurechtfinden und die Reise unserer Freunde prima mitverfolgen kann.

    Was genau wir mit Rena, Rowan und Alix und den weiteren Charakteren alles Aufregendes erleben werden und ob die zweite Rettungsmission unserer drei Held*innen erfolgreich sein wird, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet jedenfalls ein dramatisches und emotionales Abenteuer mit vielen Gefahren und Herausforderungen und einem neuen bösen Gegenspieler, den man überhaupt nicht einschätzen kann.

    Also für mich kam beim Lesen an keiner Stelle auf und da sich Katja Brandis’ wundervoller Schreibstil wie gewohnt angenehm flüssig für mich hat lesen lassen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch leider viel zu schnell wieder beendet.

    Auch dieser Band endet recht abgeschlossen, macht aber natürlich dennoch extrem neugierig auf den dritten Teil. Was für ein Glück, dass wir uns auf das Finale nicht allzu lange gedulden müssen. „Daresh – Das Land der flüsternden Seen“ soll voraussichtlich im Februar 2023 erscheinen und ich freue mich schon sehr drauf!

    Fazit: Katja Brandis beschert uns mit „Im Tal des Kalten Feuers“ ein weiteres fantastisches Abenteuer, welches seinem Vorgänger in nichts nachsteht und das mir sogar noch ein bisschen besser gefallen hat als das erste. Auch dieser Band steckt voller Spannung, Überraschungen, großer Gefühle und wunderbarer Freundschaften und lässt uns in eine ganz besondere magische Fantasywelt eintauchen. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, Rena, Rowan und Alix auf ihrer neuen Mission zu begleiten, daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Harry Potter und der Orden des Phönix (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (Harry Potter 5) (ISBN: 9783551559050)

    Bewertung zu "Harry Potter und der Orden des Phönix (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (Harry Potter 5)" von Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Orden des Phönix (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (Harry Potter 5)
    CorniHolmesvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Schmuckausgabe vom fünften Harry Potter-Band, bin total verliebt in diesen Buchschatz.
    Eine traumhaft schöne Schmuckausgabe!

    Für mich, als großer Harry Potter-Fan und leidenschaftliche Buchliebhaberin, sind die illustrierten Harry Potter-Prachtbände absolute Must-Haves. Dem fünften Teil habe ich daher ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Diesen Herbst wurden ich und alle anderen hibbelnden Fans schließlich endlich erlöst: Der fünfte und dickste Band „Der Orden des Phönix“ ist endlich als Schmuckausgabe erschienen und durfte pünktlich zu seiner Veröffentlichung bei mir einziehen.

    Harry muss seine Sommerferien wie immer bei den schrecklichen Dursleys im Ligusterweg verbringen und wie in jedem Jahr ist seine Zeit bei seinem Onkel, seiner Tante und seinem Cousin einfach nur furchtbar und zieht sich wie Kaugummi. Dieses Mal jedoch ist Harry unruhiger als sonst. Warum hört er nichts über Lord Voldemort, der zurückkehrt ist? Weshalb berichten die Zeitungen und Nachrichten nicht darüber und warum erfährt er nichts von seinen Freunden Ron und Hermine? Doch dann werden Harry und sein Cousin Dudley von Dementoren angegriffen. Stecken die dunklen Mächte dahinter? Trotz dieses Vorfalls verschließt das Zaubereiministerium weiterhin die Augen vor der Wahrheit und bezeichnet Harry als Lügner. Auf Harry wartet ein sehr hartes Schuljahr. Dolores Umbridge, die neue Lehrerin in Verteidigung gegen die dunklen Künste, macht ihm das Leben zur Hölle und mischt sich im Auftrag des Ministeriums immer mehr in die Angelegenheiten von Hogwarts ein. Da sie zudem verhindert, dass die Schüler*innen lernen sich richtig zu verteidigen, beschließen Harry und seine Freunde dies selbst in die Hand zu nehmen. Ob sie gegen den dunklen Lord und seine Anhängerschaft wohl eine Chance haben? Wird der Orden des Phönix etwas gegen Voldemort ausrichten können?

    Auf die fünfte Harry-Potter-Schmuckausgabe mussten wir uns wirklich lange gedulden, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Allein schon das prächtige Cover und die Dicke und Schwere des Buches imponieren und machen mächtig Eindruck. Das, was in einen im Inneren erwartet, steht dem jedoch in nichts nach und zieht Jung und Alt von Beginn an völlig in seinen Bann.

    Auf die Handlung brauche ich vermutlich gar nicht groß eingehen. Ich gehe sehr davon aus, dass sie den meisten bekannt ist. „Der Orden des Phönix“ ist schließlich bereits 2003 erstmalig erschienen und wird auch heute noch von zahlreichen Leser*innen verschlungen und gefeiert. Mich begleitet die Story seit dem Tag, an dem sie zum ersten Mal auf Deutsch ist und es ist immer wieder aufs Neue das pure Vergnügen für mich in ihr zu versinken. Zuletzt bin ich nun also mit der prachtvoll bebilderten Schmuckausgabe in die Geschichte eingetaucht und es wird euch sicherlich nicht überraschen wenn ich nun sage, dass es mein bisher schönster Re-Read war.

    Illustriert wurde auch dieser Band von Jim Kay, da es sich bei „Der Orden des Phönix“ allerdings um den dicksten Teil der Reihe handelt, hat sich der britische Künstler diesmal Verstärkung geholt und mit dem Illustrator Neil Packer zusammengearbeitet. Gemeinsam haben die beiden ein wahres Kunstwerk aufs Papier gebracht, das seinem hohen Preis zweifellos gerecht wird und uns Leser*innen eine vertraute Geschichte auf eine völlig neue Art und Weise erleben lässt.

    Von der Innengestaltung könnte ich euch hier nun ohne Ende etwas vorschwärmen. Es gibt zahlreiche großflächige Bilder, die mal eine, manchmal auch zwei Seiten einnehmen und unglaublich fantasievoll sind; wir kommen in den Genuss von vielen kleinen Zeichnungen und hübschen Verzierungen und auch hinreißende Porträts dürfen wir bestaunen. Ich habe mich an den vielen traumhaften Bildern mal wieder gar nicht sattsehen können. Mit ihren liebevollen Details laden sie zum langen Verweilen und Betrachten ein und faszinieren und beeindrucken kleine und große Leser*innen. Sie untermalen die Stimmung der Geschichte rundum perfekt und machen das Lesen zu einem ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnis.
    Besonders gut gefallen hat mir die Balance zwischen dunkel und farbenfroh. Da die Handlung im fünften Band insgesamt finsterer ist als die in den Vorgängern, ist dementsprechend auch die Gestaltung sehr düster gehalten. Vor allem zum Ende hin gibt es mehrere schwarze Seiten, die die bedrohliche Atmosphäre der Erzählung wunderbar einfangen. Aber wie gesagt, es gibt auch bunte und teils unterhaltsame Illustrationen, die einen gelungenen Ausgleich zu den düsteren und unheimlichen Bildern schaffen und einen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. So musste ich zum Beispiel sehr über die Darstellung von Dolores Umbridge schmunzeln, die Zeichnung von ihr sieht einfach herrlich aus.

    Aufgrund des hohen Umfangs der Geschichte enthält allerdings nicht jede Seite eine Illustration. Es gibt öfters mal zwei aufeinander folgende Doppelseiten, die gar nicht bebildert sind, was angesichts der stattlichen Seitenzahl aber wirklich nur zu verständlich ist.
    Auch dass das Buch ordentlich was wiegt, ist klar. Bereits die vorherigen Harry Potter-Schmuckbände bringen ziemlich viel auf die Waage, der fünfte Band jedoch ist so schwer, dass man ihn mit einer Hand kaum heben kann. Dies ist der einzige Nachteil von den illustrierten Harry Potter-Büchern. So wunderschön sie sind, sie sind leider auch recht unhandlich. Ich werde deswegen aber keinen Stern abziehen, ich wollte es einfach nur mal erwähnt haben. Nein, ich bin total verliebt in dieses Buch, für mich hat es natürlich die volle Sternenzahl verdient.

    Fazit: Die Künstler Jim Kay und Neil Packer haben gemeinsam etwas absolut Großartiges vollbracht und mit der bisher umfangreichsten illustrierten Harry Potter-Schmuckausgabe ein wahres Meisterwerk geschaffen. Ich kann diese Ausgabe von „Harry Potter und der Orden des Phönix“ nur empfehlen! Sie verzaubert Jung und Alt mit atemberaubenden detailverliebten Bildern und lässt J.K. Rowlings magische Welt auf eine einzigartige Art und Weise lebendig werden. Ich hatte wahnsinnig viel Spaß beim Lesen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Disney Villains Graphic Novels: Cruella de Vil (ISBN: 9783551721167)

    Bewertung zu "Disney Villains Graphic Novels: Cruella de Vil" von Serena Valentino

    Disney Villains Graphic Novels: Cruella de Vil
    CorniHolmesvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tolle Graphic Novel über das traurige Leben der Bösewichtin aus "101 Dalmatiner". Ein großes Muss für alle Cruella-Fans!
    Eine tolle Graphic Novel über Cruella de Vil!

    Da Cruella de Vil zu meinen liebsten Disney-Schurken gehört, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich zum ersten Mal von der Disney Villains Graphic Novel „Cruella de Vil“ hörte. Normalerweise fallen Graphic Novels eher weniger in mein Beuteschema, aber da ich in der letzten Zeit total Lust auf dieses Genre habe und mich Cover und Klappentext direkt ansprachen, zögerte ich nicht lange und ließ den Comic bei mir einziehen.

    Cruella wächst in einem höchst wohlhabenden Haushalt auf, bekommt von ihrer Mutter aber von klein auf ein komplett falsches Bild von Liebe vermittelt. Das junge Mädchen erfährt kaum Zuneigung und Wärme vonseiten der Mutter, nur der Vater liebt seine Tochter und schenkt ihr Aufmerksamkeit. Doch dann stirbt der Vater und lässt Cruella alleine mit ihrer gefühlskalten Mutter zurück. Nun sind es nur noch ein paar der Angestellten und ihre beste Freundin Anita, die für sie da sind und sie so mögen wie sie ist. Im Verlauf ihre Lebens muss Cruella jedoch immer wieder schwere Verluste und Schicksalsschläge hinnehmen und verliert immer mehr ihren Lebensmut und ihr Herz.

    Da es sich hierbei um die gezeichnete Version des siebten Teils der Disney-Villains-Reihe handelt (Cruella, die Teufelin), wird vielen die Geschichte bereits bekannt sein. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Buch noch nicht kenne. Tatsächlich habe ich bisher noch zu keinem Band aus der Disney-Villains-Serie gegriffen, obwohl ich so ein großer Disney-Fan. Ich bin irgendwie einfach noch nicht dazu gekommen. Ich kann daher nun keinen Vergleich zwischen der Roman- und der Comicversion ziehen oder sagen, ob es vom Vorteil ist, wenn man das Buch vorher gelesen hat. Ich zumindest hatte keinerlei Verständnisschwierigkeiten, meiner Meinung nach ist die Graphic Novel völlig problemlos ohne Vorkenntnisse lesbar.

    Was ich dafür aber – sogar erst vor kurzem – gelesen habe, ist der Roman „Hello, wildes Herz“ von Maureen Johnson, bei welchem es sich ebenfalls um eine Vorgeschichte von Cruella de Vil handelt. Welcher Ausflug in Cruelles Leben mir mehr zugesagt hat? Puh, schwierig. Die Geschichten sind einfach so verschieden und besitzen beide ihren Charme. Also ich mag beide Interpretationen, allerdings würde ich dann doch sagen, dass mir die von Serena Valentino etwas besser gefallen hat.

    Mich hat die Story von den ersten Seiten an mitreißen und begeistern können. Zu Beginn werden wir in Cruellas Kindheit mitgenommen und erfahren, dass sie aus einer sehr vermögenden Familie stammt und sich um finanzielle Dinge keine Sorgen zu machen braucht. Es wird jedoch schon nach kurzer Zeit mehr als deutlich, dass man so etwas wie Herzenswärme und Geborgenheit im Hause de Vil kaum findet. Der Vater geht zwar sehr liebevoll mit seiner Tochter um und scheint eine Menge für sie zu empfinden, allerdings nimmt Cruella das so gut wie gar nicht wahr. Sie hat eine vollkommen falsche Vorstellung von Liebe, was der Mutter zuzuschreiben ist. Diese ist selten da und schenkt ihrer Tochter aus Ausgleich für ihre Abwesenheit teure luxuriöse Gegenstände. Mir tat der Vater daher richtig leid. Seine Geschenke kommen wirklich vom Herzen, aber Cruella weiß dies gar nicht zu würdigen, da es für sie ein Liebesbeweis ist, wenn man viel Geld für sie ausgibt.

    Auf die Mutter habe ich schnell einen regelrechten Hass entwickelt. Sie trägt eindeutig die meiste Schuld daran, dass aus diesem normalen Mädchen, welches wir am Anfang kennenlernen dürfen, die berühmte fiese Teufelin wurde. Cruella sehnt sich bis zum Schluss danach, von ihrer Mutter geliebt zu werden und gut genug für sie sein, kann es ihr aber nie recht machen. Sie wird von dieser selbstsüchtigen und eiskalten Frau ständig kritisiert und abgewiesen und immerzu allein gelassen. Dies mitanzusehen ist einfach nur traurig und zerreißt einem das Herz. Was mich aber noch mehr erschüttert hat, war Cruellas Verhalten gegenüber den Leuten, denen sie tatsächlich etwas bedeutet. Aufgrund ihrer fehlerhaften Wahrnehmung von Zuneigung, erkennt sie die Menschen gar nicht, die sie wirklich lieben und verstößt sie.

    Cruellas Leben ist einfach nur unglaublich tragisch, ich habe zutiefst mit ihr mitgelitten. Es gibt zwar immer mal wieder auch ein paar schöne und heitere Momente, aber insgesamt muss Cruella viele Rückschläge erleiden und erfährt eine Menge Unglück und Einsamkeit: Die ständige Abweisung ihrer Mutter, der Tod ihres Vaters, das Schicksal ihres Ehemannes...Es ist daher nicht verwunderlich, dass aus ihr schließlich die gemeine und boshafte Frau wurde, wie man sie aus „101 Dalmatiner“ kennt.

    Also in meinen Augen hat Serena Valentino eine sehr überzeugende Darstellung von Cruellas Wesensveränderung kreiert. Ich habe diesen allmählichen Wandel von der recht lebensfrohen jungen Frau, die Spaß hat und auch mal lachen kann, die aber immer mehr verwindet, zu dieser bösen teuflischen Diva als äußerst glaubhaft und realistisch empfunden.

    Auch die Illustrationen von Arielle Jovellanos sind großartig gelungen und geben Cruellas Charakterentwicklung hervorragend wieder. Cruella ändert sich nicht nur vom Wesen her – auch äußerlich wandelt sie sich, wie zum Beispiel ihre Miene, die immer verbissener und gehässiger wird, oder ihre Haare. Nach und nach ähnelt sie immer mehr der Figur aus dem Disneyklassiker und sieht am Ende schließlich wie die uns so vertraute Bösewichtin aus.

    Mir hat die gesamte Aufmachung der Graphic Novel unheimlich gut gefallen. Die durchgehend kolorierten Bilder schaffen mit ihrer ungewöhnlichen Farbgebung eine ganz besondere Atmosphäre und fangen die verschiedenen Gefühle der Figuren und Stimmungen der Geschichte bestens ein.

    Fazit: Mit ihrer Graphic Novel „Cruella de Vil“ geben uns Autorin Serena Valentino und Illustratorin Arielle Jovellanos einen authentischen, emotionalen und überaus spannenden Einblick in Cruellas Leben und zeigen uns, dass sich hinter der Bösartigkeit der herzlosen Schurkin aus „101 Dalmatiner“ in Wahrheit eine sehr traurige Geschichte verbirgt. Ich kann den Comic nur empfehlen, mich hat er sowohl von der Story als auch von der Gestaltung her gänzlich überzeugen können. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen und vergebe daher gerne 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Gregs Tagebuch 17 (ISBN: 9783833907500)

    Bewertung zu "Gregs Tagebuch 17" von Jeff Kinney

    Gregs Tagebuch 17
    CorniHolmesvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Auch der 17. Band hat mich hellauf begeistern und bestens unterhalten können. Diese Reihe ist einfach toll, ich liebe sie.
    Mal wieder ein wunderbares Greg-Abenteuer voller cooler Ideen, Chaos & Humor!

    Die Gregs Tagebücher sind stets absolute Must-Haves für mich. Ich liebe diese kultige Comicserie einfach und fiebere jedem neuen Band immer ganz ungeduldig entgegen. Auf das siebzehnte Abenteuer von Greg habe ich mich daher tierisch gefreut.

    Eigentlich wollte Greg eines Tages reich und berühmt werden, aber allmählich beginnt er sich zu fragen, ob das Leben eines Prominenten wirklich so toll ist wie er immer gedacht hat. Natürlich wäre es schon cool, von allen wie ein Star behandelt zu werden, allerdings kann das Ganze auch ziemlich nervig und anstrengend sein. Du hast so gut wie keine Privatsphäre mehr und weißt nie, wem du wirklich trauen kannst. Greg legt sein Vorhaben, selbst mal eine Berühmtheit zu werden, schließlich auf Eis und tüftelt eine neue Strategie aus. Er muss einfach nur mit jemand Bekannten verwandt oder befreundet sein. Dann könnte er all die Vorteile des Promi-Lebens genießen, ohne die vielen negativen Seiten. Da würde sein großer Bruder Roderick mit seiner Musikband doch eigentlich sehr gut passen. Greg beschließt daher kurzerhand, Roderick und den anderen Bandmitgliedern dabei zu helfen, echte Rockstars zu werden. Es zeigt sich nur schnell, dass dies gar nicht so leicht ist, vor allem wenn der Bandname „Folle Vindl“ lautet. An Ideen mangelt es ihnen zwar nicht, aber irgendwie hat keine von ihnen den gewünschten Erfolg. Ob Gregs Plan am Ende wohl noch aufgehen wird?

    Ich staune inzwischen immer wieder aufs Neue, dass bisher jeder Teil der Greg-Tagebuch-Serie ein Highlight für mich war. Die Reihe umfasst schließlich inzwischen stolze 17 Bände, da könnte man ja annehmen, dass mindestens ein Band dabei war, der mich nicht ganz so überzeugt hat. Mich hat aber wirklich noch kein Abenteuer von Greg enttäuschen können – auch das siebzehnte nicht. Zu den besten Bänden gehört es für mich zwar nicht, aber begeistern und bestens unterhalten konnte es mich dennoch, auf jeden Fall. Ich habe auch „Voll aufgedreht!“ förmlich verschlungen und mich dabei prächtig amüsiert.

    Geschildert wird wieder alles aus der Sicht von Greg, allerdings agiert er eine lange Zeit überwiegend im Hintergrund. Etwa die erste Hälfte des Buches nimmt er nur die Rolle des beobachtenden Erzählers ein, erst danach erscheint er selbst so richtig auf der Bildfläche und ist Teil der Geschehnisse. Mir persönlich hat es gut gefallen, dass Greg mal nicht die ganze Zeit über im Mittelpunkt steht und sein Anteil als handelnde Figur etwas geringer ausfällt als sonst. Ein kleines bisschen schade fand ich aber, dass der Rest der Familie Heffley so gut wie gar nicht dabei ist (außer Roderick) und wir auf Rupert sogar komplett verzichten müssen. Gestört hat es mich letztendlich jedoch nicht. Ich fand es auch mal sehr schön, dass Gregs großer Bruder Roderick im Vordergrund steht und wir endlich mehr über seine Musikband „Folle Vindl“ erfahren.

    Was genau wir alles mit Greg, Roderick und den anderen Bandmitgliedern erleben werden, werde ich euch hier nicht verraten, dass müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet jedenfalls auch in diesem Band eine turbulente, superwitzige und teils wunderbar überspitzt dargestellte Story, die an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt und ein echter Gute-Laune-Macher ist. Wobei es natürlich immer Geschmackssache ist. Der Witz in dieser Reihe wird bestimmt nicht jedermanns Sache sein. Bei der Hauptzielgruppe, sprich Kinder ab 10 Jahren, wird er aber garantiert richtig gut ankommen. Ich, als Erwachsene, liebe den Humor in den Gregs Tagebüchern aber ebenfalls sehr und bin auch in diesem Band mal wieder ganz auf meine Kosten gekommen. So haben mich zum Beispiel die Songtexte von Rodericks Band immerzu breit schmunzeln lassen. Meine Musik machen „Folle Vindl“ zwar eindeutig nicht, aber man muss den Jungs zweifellos zugute halten, dass sie äußerst kreativ sind, hihi.

    Toll finde ich auch immer, dass die Gregs Tagebücher nicht nur für die allerbeste Unterhaltung sorgen, sondern uns meist auch wertvolle Botschaften mitgeben. So wird uns dieses Mal unter anderem vor Augen geführt, dass reich und berühmt sein nicht nur Positives mit sich bringt, sondern auch Schattenseiten hat.

    Zu der Aufmachung kann ich mich ebenfalls wie gewohnt nur begeistert äußern. Ich finde es nach wie vor bemerkenswert, wie gut es dem Jeff Kinney stets gelingt, die Gregs Tagebücher mit seinen recht simplen Comicbildern lebendig werden zu lassen. Die zahlreichen witzigen Zeichnungen sind erneut großartig gelungen und ergeben zusammen mit dem Text ein stimmiges Gesamtpaket, das die perfekte Lektüre für Lesemuffel ist. Für lesefaule Kinder ist die Gregs-Tagebuch-Serie wirklich der reinste Leckerbissen, denen kann ich die Geschichten von Greg definitiv ganz besonders ans Herz legen.

    Fazit: Mit dem 12. Band seiner Gregs-Tagebuch-Reihe beschert uns der US-amerikanischen Autor Jeff Kinney einen weiteren überaus unterhaltsamen Comicroman, der voller Chaos, origineller Ideen und herrlich schrägem Humor steckt und einen von Anfang bis Ende fesselt. Ich kann „Voll aufgedreht!“ nur wärmstens empfehlen, dieses Buch rockt und macht einfach nur richtig gute Laune. Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf weitere Folgebände. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Luzifer junior (Band 12) - Zombie-Alarm (ISBN: 9783743213869)

    Bewertung zu "Luzifer junior (Band 12) - Zombie-Alarm" von Jochen Till

    Luzifer junior (Band 12) - Zombie-Alarm
    CorniHolmesvor 7 Tagen
    Ein weiterer toller Folgeband!

    Da ich ein großer Luzifer junior-Fan bin und der elfte Teil mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, habe ich dem Erscheinen von Band 12 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war so gespannt wie es wohl mit Luzie und Co. weitergehen wird!

    Am Internat Sankt Fidibus herrscht der reinste Zombie-Alarm. Schuldirektor Hasenfuß hat sich in einen echten Zombie verwandelt und infiziert nach und nach sämtliche Lehrer. Ehe es sich Luzie und seine Freunde versehen, wird die Schule von einer Horde untoter Pädagogen bevölkert und den Freunden bleibt nichts anderes übrig als sich schleunigst zu verstecken, damit sie nicht auch noch als dümmlich brabbelnde Zombies enden. Ihnen muss unbedingt etwas einfallen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten! Als sie erfahren, dass ihnen nur ein bestimmter Todesbengel helfen kann, setzen die Kinder sofort alles daran um ihn ausfindig zu machen. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass das gar nicht so leicht zu bewerkstelligen ist.

    Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei tatsächlich schon um das 12. Luzifer junior-Abenteuer. Solltet ihr die Serie noch nicht kennen, kann ich euch nur raten mit dem ersten Teil zu starten und die Bände in ihrer chronologischen Reihenfolge zu lesen. Ein Quereinstieg ist in meinen Augen zwar möglich, allerdings ist die Lesefreude um einiges höher, wenn man Luzie und seine Freunde von Band 1 an begleitet.

    Ich, als großer Fan dieser teuflisch guten Reihe, habe erneut ohne Probleme in das Luzifer-junior-Universum zurückgefunden. Nach dem obligatorischen kurzen Abstecher in die Hölle zu Luzifer senior und dessen Angestellten Steve, befinden wir uns wieder auf der Erde im Internat Sankt Fidibus. Die Geschichte knüpft direkt an dem Ende von Band 11 an: Luzie und seine Freunde haben zu ihrem Entsetzen entdeckt, dass ihr Schuldirektor sich in einen waschechten und hochansteckenden Untoten verwandelt hat und setzen sofort alles daran, um weitere Zombie-Mutationen zu verhindern. Dass dieses Vorhaben nicht gelingen wird, verrät uns ja bereits der Klappentext. Was genau aber alles schieflaufen und wie das Ganze ausgehen wird, werde ich euch hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet jedenfalls mal wieder eine höchst unterhaltsame und turbulente Story mit jeder Menge Situationskomik und Gute-Laune-Garantie.

    Mir hat auch der 12. Teil tolle Lesestunden bereiten können, allerdings musste ich im Verlauf des Buches feststellen, dass ich diesmal nicht vollends auf meine Kosten gekommen bin. Ich persönlich habe diesen Band im Vergleich zu den Vorgängern als etwas schwächer empfunden, kann jedoch leider gar nicht sagen, woran genau es gelegen hat. Mich hat die Handlung trotz ihrer Wendungen und amüsanten Szenen irgendwie nicht so mitreißen können wie die vorherigen Bände. Aber wie gesagt, ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Jochen Till hat seiner Fantasie zweifellos mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine originelle Zombiegeschichte aufs Papier gebracht, gewürzt mit viel vertrauten Luzifer-junior-Humor und schrägen Ideen. So dürfen wir auch dieses Mal einige neue Abteilungen in der Unterwelt kennenlernen wie beispielsweise Abteilung 77, in welcher die Gehässigen Tanzlästerer sitzen, oder die Nummer 15, in der die Katastrophalen Lehrer landen.

    Auch mein heimlicher Star Cornibus, Luzies Hausdämon, ist natürlich erneut mit der Partie und hat mich mit seiner verfressenen und zuckersüßen Art bestens unterhalten. Aber auch die weiteren Charaktere, egal ob alte Bekannte oder neue Gesichter, sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Persönlichkeiten für eine richtig gute Stimmung und lauter vergnügliche Schmunzelmomente.

    Absolut grandios sind dann natürlich auch wieder die Illustrationen von Raimund Frey, in deren Genuss wir kommen dürfen. Er hat auch diesen Band mit zahlreichen schwarz-weiß Bildern versehen, die wie gewohnt superwitzig gezeichnet sind und vortrefflich zur Geschichte passen. Jochen Till und Raimund Frey sind wahrlich ein echtes Dreamteam, Text und Bild harmonieren bei den beiden einfach immer perfekt miteinander.

    Das Ende lässt uns dieses Mal erfreulicherweise nicht mit einem Cliffhanger zurück, weckt aber natürlich trotzdem eine große Vorfreude auf den nächsten Band. Diesen wird es zum Glück auch geben: Das 13. Luzifer-junior-Abenteuer soll voraussichtlich im März 2023 erscheinen und ich freue mich jetzt schon sehr drauf.

    Fazit: Mit dem 12. Teil ihrer Luzifer junior-Reihe bescheren uns Autor Jochen Till und Illustrator Raimund Frey ein cooles Zombie-Abenteuer voller Humor und Einfallsreichtum und mit vielen höllisch genialen Zeichnungen. Mir persönlich hat es für die volle Sternenzahl dieses Mal nicht gereicht, aber wärmstens empfehlen kann ich den 12. Band natürlich dennoch. Ich habe Luzie und seine Freunde nur zu gerne auf ihrer neuen spannenden Mission begleitet und ich freue mich schon riesig auf mein nächstes Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Die Duftakademie (1). Die Entdeckung der Talente (ISBN: 9783401605968)

    Bewertung zu "Die Duftakademie (1). Die Entdeckung der Talente" von Anna Ruhe

    Die Duftakademie (1). Die Entdeckung der Talente
    CorniHolmesvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Auch mit dem Auftakt ihrer neuen magischen Reihe hat mich Anna Ruhe völlig verzaubern können. Freue mich schon riesig auf Band 2!
    Ein großartiger Auftakt voller Spannung und Magie!

    Da ich „Die Duftapotheke“ über alles liebe, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel als ich hörte, dass dieses Jahr ein Spin-Off zur Duftapotheke-Serie erscheinen wird. Den ersten Band von „Die Duftakademie“ musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

    Endlich ist es so weit: Die langersehnte Einladung ist da! Ella Fredericks ist überglücklich. Sie darf an dem Sommercamp der Duftakademie teilnehmen. Für die Dreizehnjährige geht damit ein großer Traum in Erfüllung. Endlich wird sie Luzie Alvenstein wiedersehen und an deren Schule lernen, wie man mit den magischen Düften richtig umgeht. Ihre Begeisterung erhält jedoch gleich bei ihrer Ankunft einen kleinen Dämpfer. Die junge Schulleiterin ist nicht da und Ellas Mitschüler Raffael, den sie schon seit Jahren kennt, verhält sich ihr gegenüber total merkwürdig und distanziert. Dies gerät jedoch in den Hintergrund, als Ella und ihre beiden neuen Freunde Polly und Ben von einer mysteriösen Organisation erfahren, die sich „Die Gruppe“ nennt und deren Anführer nur ein Ziel verfolgt: Die Ausbildung der Sentifleurs verhindern.

    Ehe ich euch berichte, wie mir das Buch gefallen hat, kurze Info an alle Neueinsteiger: Meinem Empfinden nach lässt sich „Die Duftakademie“ ohne jegliche Vorkenntnisse lesen, allerdings würde ich persönlich davon abraten. Da auf einige Ereignisse aus „Die Duftapotheke“  Bezug genommen wird, ist die Lesefreude einfach deutlich höher, wenn man zuerst die Vorreihe liest und dann erst zum Spin-Off greift.

    Für mich war das Eintauchen in die Geschichte wie nach Hause kommen. Die Spin-Off-Reihe spielt zeitlich zwar ein paar Jahre nach „Die Duftapotheke“ und handelt größtenteils von neuen Charakteren, aber da von Anfang an dieses besondere Duftapotheke-Feeling aufkommt, fühlt man sich als Fan einfach dennoch von der ersten Seite an richtig heimisch zwischen den Buchdeckeln.

    Geschildert wird alles aus der Sicht von Ella in der Ich-Perspektive. Ella durften wir bereits als Nebenfigur im vierten Duftapotheke-Band kennenlernen, beim Turnier der Tausend Talente. Seitdem sind gute fünf Jahre vergangen und aus dem achtjährigen jungen Mädchen ist ein 13-jähriger Teenager geworden.

    Ich habe Ella direkt in mein Herz geschlossen. Sie ist so eine Protagonistin, die man als Leser*in einfach sofort gernhaben muss und in die man sich auch als Erwachsene problemlos hineinversetzen kann. Bei mir zumindest war es so. Da Ella recht schüchtern ist und viel an sich selbst zweifelt (Eigenschaften, die mir nur zu vertraut sind), habe ich mich trotz des Altersunterschieds wirklich gut mit ihr identifizieren und ihr Denken, Handeln und Fühlen jederzeit nachvollziehen können.

    Die weiteren Charaktere haben mir ebenfalls überaus gut gefallen. Wir dürfen auf ein paar alte Bekannte aus der Vorgängerreihe treffen wie Raffael de Richemont, welcher ebenfalls damals beim Turnier der Tausend Talente dabei war und nun ein Schüler an der Duftakademie ist. Auch Luzie Alvenstein, unsere Heldin aus „Die Duftapotheke“ ist zu meiner großen Freude mit von der Partie. Sie ist inzwischen Anfang 20 und die Gründerin und Leiterin der Duftakademie. Ich fand es richtig interessant, eine ältere Version von ihr kennenzulernen und sie aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. Ein wenig schade ist nur, dass Luzie erst zum Schluss hin auftaucht und ihr Auftritt insgesamt ziemlich kurz ausfällt. Ich gehe allerdings sehr davon aus, dass sie in den weiteren Bänden eine größere Rolle einnehmen wird.

    Unter den neuen Gesichtern mochte ich Polly, Ellas schlagfertige Zimmernachbarin, und den Jungen Ben ganz besonders gerne. Ich fand es total schön mitzuverfolgen, wie sich Ella mit den beiden anfreunden wird, wie die drei zusammenhalten, einander vertrauen und zu einem unzertrennlichen Trio zusammenwachsen. Die Themen Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden auch hier ganz groß geschrieben. Zudem wird uns vor Augen geführt, wie wichtig es ist an sich selbst zu glauben und dass jeder von uns wundervoll und einzigartig ist so wie wir sind. Zwei ganz tolle und wertvolle Botschaften, wie ich finde.

    Settingmäßig hat das Buch gleichermaßen bei mir punkten können. Mit der Duftakademie hat die Anna Ruhe einfach mal wieder einen genialen Schauplatz erschaffen, ich war beim Lesen erneut immerzu am Staunen, auf was für kreative Ideen sie gekommen ist. Diese außergewöhnliche Schule, die mitten im Wald liegt, ist ein magischer und geheimnisvoller Ort, an dem es eine Menge zu entdecken gibt und man in lauter besonderen Fächern unterrichtet wird wie Duftherstellung und Sentifleurtraining. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht gemeinsam mit Ella die Duftakademie zu erkunden und in das aufregende Schulleben einzutauchen. Sehr cool fand ich auch die Behausungen der Schüler*innen. Die angehenden Duftapotheker leben entweder in Wohnwagen oder in Baumhäusern und gerade letzteres hat es mir angetan. Baumhäuser haben mich irgendwie schon immer fasziniert.

    Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Anna Ruhe nimmt sich zwar viel Zeit um uns die Charaktere vorzustellen und in ihre Welt der magischen Düfte einzuführen, sodass der Beginn recht ruhig ist, aber fesseln tut einen die Story dennoch vom ersten Moment an. Mich jedenfalls hat die Handlung durchweg packen und bestens unterhalten können, vor allem das letzte Drittel hat mich ordentlich mitfiebern lassen und in Atem gehalten. Und da sich der Schreibstil von Anna Ruhe wie gewohnt locker-leicht für mich hat lesen lassen und die Kapitel angenehm kurz sind, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte innerhalb kurzer Zeit beendet.

    Neben der Story kann ich mich auch zu der Gestaltung nur begeistert äußern. Claudia Carls, der wir auch dieses traumhafte Cover zu verdanken haben und die bereits die „Die Duftapotheke“ illustriert hat, hat auch diesen Band mit vielen stimmungsvollen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die die Atmosphäre der Erzählung perfekt einfangen und das Leseerlebnis nur noch schöner machen.

    Das Ende hat mich ebenfalls komplett zufriedenstellen können. Es ist stimmig und herzerwärmend und lässt einen mit großer Vorfreude auf den zweiten Teil zurück. Leider werden wir uns auf die Fortsetzung nur noch ein kleines bisschen gedulden müssen, da sie voraussichtlich erst im Herbst 2023 erscheinen wird. Auf meine Rückkehr an die Duftakademie freue ich mich schon sehr!

    Fazit: Ein absolutes Muss für alle Duftapotheke-Fans!

    Anna Ruhe hat mit „Die Duftakademie – Die Entdeckung der Talente“ einen rundum gelungenen Reihenauftakt aufs Papier gebracht, in welchem sie uns erneut in ihre zauberhafte Welt der Düfte entführt und auf ein spannendes und wunderbares Abenteuer voller Überraschungen, Geheimnisse und Magie mitnimmt. Ich kann das Buch nur empfehlen, mich hat es vollkommen verzaubern können. Ich habe Ella und ihre Freunde nur zu gerne auf ihren Erlebnissen begleitet und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Die magische Weihnachtsbäckerei (ISBN: 9783505150692)

    Bewertung zu "Die magische Weihnachtsbäckerei" von Anne Barns

    Die magische Weihnachtsbäckerei
    CorniHolmesvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein zauberhaftes & zuckersüßes Weihnachtsbuch voller Fantasie & Warmherzigkeit und mit vielen wunderschönen Bildern und leckeren Rezepten.
    Ein ganz zauberhaftes Weihnachtsbuch voller Wärme, Magie und Fantasie!

    Da mich das Mutter-Tochter-Gespann Anne Barns und Christin-Marie Below mit ihrer „Mirella Manusch“ - Reihe absolut begeistern konnte und ich Weihnachtsbücher über alles liebe, stand für mich natürlich sofort fest, dass ich auch ihr neues gemeinsames Kinderbuch „Die magische Weihnachtsbäckerei“ unbedingt lesen muss. Hinzu kam natürlich das wunderschöne Cover, in das ich mich sofort verliebt habe.

    Ich habe mir zum Glück auch nicht zu viel von dem Buch versprochen: Das Autorinnenduo hat mich auch dieses Mal vollkommen verzaubern können. Ihr könnt mir glauben, die äußere Gestaltung verspricht wahrlich nicht zu viel: Auch der Innenteil ist einfach nur hinreißend. Die Geschichte steckt voller herrlich winterlichem Weihnachtszauber und versetzt einen von den ersten Seiten an so richtig in Adventsstimmung. Sie ist herzerwärmend und unglaublich fantasievoll und nimmt uns Leser*innen auf eine ganz besondere magische Reise in die Weihnachtswelt mit. Mir hat es total viel Spaß gemacht das sympathische Geschwisterpaar Paul und Lena auf ihrem spannenden Weihnachtsabenteuer zu begleiten und gemeinsam mit ihnen lauter wundersame Dinge zu erleben und viele außergewöhnliche Wesen kennenzulernen. Ganz entzückt bin ich natürlich auch von den liebevollen farbigen Illustrationen von Florentine Prechtel, die einfach ideal zur Geschichte passen und ebenfalls eine wohlige Weihnachtsatmosphäre schaffen.

    Sehr gut gefallen hat mir auch, dass es hinten im Buch 24 leckere Weihnachtsrezepte gibt, die ganz einfach erklärt werden und für gemütliche Backstunden für die ganze Familie sorgen. Also ich kann das Buch nur empfehlen, sowohl zum Vor- als auch zum Selberlesen. Es erzählt eine zauberhafte Geschichte über Geschwisterliebe, Zusammenhalt und den Glauben an Weihnachten und ist einfach das perfekte Buch für die Adventszeit.

    Kommentieren0
    Teilen
    Cover des Buches Im Schatten des Fuchsmondes (ISBN: 9783401605418)

    Bewertung zu "Im Schatten des Fuchsmondes" von Antje Babendererde

    Im Schatten des Fuchsmondes
    CorniHolmesvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Auch mit ihrem zweiten Schottland-Roman hat mich Antje Babendererde vollkommen verzaubern können. Ihre Bücher sind einfach toll!
    Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Tiefgang und traumhaftem Setting

    Antje Babendererde gehört für mich schon seit langem zu den Autor*innen, von denen ich mir jedes neue Werk blind zulege. Ich liebe ihre Bücher einfach, mich hat es bisher noch kein Buch aus ihrer Feder enttäuschen können. Auf ihren neuen Jugendschmöker „Im Schatten des Fuchsmondes“ habe ich mich daher tierisch gefreut!

    Die 16-jährige Lia und ihre jüngere Schwester Kelsie verbringen ihre Ferien auf Badfearna, dem Landsitz ihrer Familie, welches inmitten der schottischen Highlands liegt. Während sich die Begeisterung von Kelsie ziemlich in Grenzen hält, freut sich Lia riesig auf den Sommer in Schottland. Sie liebt die raue Landschaft dieses Landes und die Tiere, die dort leben und verbringt immer so viel Zeit wie möglich draußen in der Natur. Auch auf ihr Wiedersehen mit Struan, dem Sohn des Verwalters und ihr langjähriger Schwarm, freut sie sich sehr. Doch dann begegnet sie dem mysteriösen Finn, der in der Nähe des Landguts herumstreift und einen zahmen Fuchs zum Freund hat. Wer ist dieser Junge? Und wieso fühlt sie sich nur so zu ihm hingezogen, obwohl er sich ihr gegenüber so unverschämt verhält? Ehe Lia es sich versieht, hat sie sich Hals über Kopf in Finn verliebt. Dieser trägt jedoch ein dunkles Geheimnis mit sich herum und es dauert nicht lange und die Schatten seiner Vergangenheit beginnen ihn einzuholen...

    Nachdem uns Antje Babendererde bereits in „Der Sommer der blauen Wünsche“ nach Schottland entführt hat, lässt uns die preisgekrönte deutsche Autorin in „Im Schatten des Fuchsmondes“ nun also erneut in die schottischen Highlands eintauchen und beschert uns einen vielschichtigen Jugendroman mit atemberaubender Kulisse und einer gelungenen Mischung aus unterhaltsam, tiefgründig, lehrreich und romantisch. Mit ihrem ersten (unabhängig lesbaren) Schottland-Schmöker hat mir Antje Babendererde im vergangenen Jahr einen meiner schönsten buchigen Schottland-Aufenthalte geschenkt und wie ich es mir schon gedacht habe, hat sie es auch dieses Mal geschafft mir dieses Land so richtig schmackhaft zu machen und mich von der ersten bis zur letzten Seite zu verzaubern.

    Ich hatte einen mühelosen Einstieg in die Geschichte. Bereits der geheimnisvolle Prolog hat mich völlig in seinen Bann ziehen können und da sich Antje Babenerderdes wundervoller Schreibstil wie sonst auch locker-leicht für mich hat lesen lassen, kam für mich von Anfang an ein angenehmer und fesselnder Lesefluss zustande.

    Auch mit der Erzählweise hat das Buch bei mir punkten können. Der größte Teil wird aus der Sicht von Lia in der Ich-Perspektive geschildert, es gibt aber auch einige Passagen, in denen Finn als personaler Erzähler zu Wort kommt. In meinen Augen sind die Perspektivwechsel hier ideal gewählt, da sie eine tolle Abwechslung miteinbringen und wir von beiden Hauptfiguren ein gutes Bild erhalten.

    Ich mochte sowohl Lia als auch Finn unheimlich gerne. Lia war mir mit ihrer freundlichen und naturverbundenen Art auf Anhieb sympathisch. Ihr Denken und Handeln habe ich zwar nicht immer so ganz nachvollziehen können, aber ich habe mich trotz allem gut in sie hineinversetzen können und im Verlauf des Buches fest in mein Herz geschlossen. Auch der Zugang zu Finn ist mir ohne Probleme geglückt. Tatsächlich habe ich mich ihm beim Lesen sogar etwas näher gefühlt als Lia, obwohl seine Erzählungen nicht in der Ich-Form geschrieben sind und er ein recht verschlossener Typ ist und sich zunächst ziemlich mysteriös gibt.

    Die Liebesgeschichte der beiden hat mir ebenfalls überaus gut gefallen. Sie ist gefühlvoll und zart und entwickelt sich vollkommen glaubhaft, mich hat sie sehr berührt.

    Was das Setting anbelangt, könnte ich hier nun endlos ins Schwärmen geraten. Antje Babendererde verwöhnt uns auch diesmal gleich zu Beginn mit herrlich atmosphärischen Beschreibungen von Schottlands malerischer Natur und Landschaft, sodass man alles bildlich vor Augen hat und sich spielend leicht in dieses faszinierende Land träumen kann. Also ich finde, man merkt wieder sehr, dass die Autorin selbst vor Ort war um eigene Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Wie ich es von ihr gewohnt bin, hat sie auch für diesen Roman umfangreich recherchiert und versorgt uns mit einer Menge Wissenswertem über geschichtliche Ereignisse, Sagen, Bräuche, Naturschutz und die Wildhüterei. Auch auf die aktuelle Lage geht Antje Babendererde ein wie auf die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona und dem Brexit. Ich könnte mir vorstellen, dass einige vielleicht nicht so begeistert davon sein werden, dass die Pandemie eine Rolle spielt. Wir haben schließlich schon im Alltag so viel damit zu tun, da brauchen manche vermutlich einfach Bücher, mit denen sie dem allen für eine Weile entfliehen können. Ich jedenfalls habe es als überhaupt nicht belastend empfunden.

    Was mir dafür aber sehr nahegegangen ist, ist Finns Vergangenheit, die erst Richtung Schluss vollständig ans Licht kommt. Aus Spoilergründen werde ich nun nicht näher ins Detail gehen, nur so viel noch: Die Geschichte befasst sich mit einem ziemlich schwierigen und wichtigen Thema. Wer auf bestimmte Themen sensibel reagiert, sollte sich vielleicht besser die Triggerwarnung hinten im Buch durchlesen. Ich habe sie mir nicht vorher angeschaut und obwohl ich mir irgendwann meinen Teil gedacht habe, hat mich die ernste Wende zum Ende hin doch etwas unerwartet und heftig getroffen. Trotz allem war „Im Schatten des Fuchsmondes“ aber eine echte Wohlfühllektüre für mich. Antje Babendererde behandelt das Ganze mit viel Feingefühl, sodass die Stimmung an keiner Stelle zu bedrückend und schwer wird.

    Auch sonst hat mich das Buch handlungstechnisch überzeugen können. Im Mittelteil hat es mir teilweise zwar ein klein wenig an Spannung gefehlt, aber gestört hat mich das nicht. Mich haben die Geschehnisse dennoch durchweg packen und fesseln können, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte und es innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe.

    Fazit: Auf das neue Jugendbuch von Antje Babendererde habe ich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Für mich war auch ihr zweiter Schottland-Roman ein richtiges Lesehighlight. „Im Schatten des Fuchsmondes“ ist eine wunderschöne emotionale Liebesgeschichte mit traumhaften Setting, authentischen Charakteren und Tiefgang, großartig erzählt und gewürzt mit vielen interessanten Informationen über die schottische Kultur, Wirtschaft, Tiere und Natur. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, sowohl Jugendlichen ab 14 Jahren als auch erwachsenen Leser*innen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen! 

    Kommentieren0
    Teilen

    Über mich

    Ich bin eine große Leseratte und liebe Kinder - und Jugendbücher! Ob Bilderbuch, Abenteuerroman, Fantasy -/Mädchen-/Jungenbücher, Teenieromanze oder Jugendkrimi - ich lese alles. :)

    Lieblingsgenres

    Krimis und Thriller, Romane, Jugendbücher, Kinderbücher

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Hol dir mehr von LovelyBooks