Cubey

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    Cover des Buches Secret Game. Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz9783473401819

    Bewertung zu "Secret Game. Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz" von Stefanie Hasse

    Secret Game. Brichst du die Regeln, brech ich dein Herz
    Cubeyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte, deren Linie sich aber in den Belanglosigkeiten der High Society verliert und im Ende enttäuscht. 3,5 Sterne.
    Willkommen im Highsociety Kindergarten 2.0

    New York. Der Big Appel! Für Ivory steht ab hier die Welt offen. Gemeinsam mit ihren Eltern ist sie von Deutschland aus umgezogen und hat in New York ein Stipendium für die Eliteschule St. Mitchell ergattert. Jetzt stehen nur noch die Sommerferien zwischen ihr und dem letzten Schuljahr. Der Traum vom Leben in Amerika könnte perfekter nicht sein, als sich dann auch noch Heath in ihr Leben schleicht und die beiden gemeinsam die Sommerferien verbringen. Bis zum ersten Schultag, der ihre kleine Traumwelt in eine Horrorversion verwandelt.
    Heath wendet sich ab, ihre Mitschüler verhalten sich seltsam und da ist noch dieser Fremde, der sie ständig via Handy zu einem Spiel einlädt. Als Ivory endlich erfährt, was genau es mit diesem Spiel auf sich hat, ist es schon beinahe zu spät…
    Den obwohl Ivory es nicht wollte, steckt sie schon mitten drin…


    Uff, wo fang ich an?
    Ich habe mich eigentlich von dem Buch weitestgehend ferngehalten, da es für mich sehr nach “One of us is lying” klang und ich es eigentlich nicht so mit deutschen Nachmachen hatten. Schlussendlich habe ich dem Buch doch eine Chance gegeben.
    Und was soll ich sagen? Es ist eine Cola Light Version.


    Vom Klappentext her hatte ich einige Erwartung. Wenn nicht sogar hohe Erwartungen. Intrigen. Geheimnisse. Kein Entrinnen. Diese Klappentextschreiber wissen wie man einen rumkriegt.
    Was ich aber am Ende bekommen habe….


    Naja, fangen wir mal mit dem an, was mir an dem Buch gefallen hat.
    Es war, so ziemlich, durchweg interessant. Die ganze Zeit ist etwas passiert und sei es auch nur eine winzige Kleinigkeit gewesen.
    Auch die Gespräche wirkten auf mich sehr authentisch, teilweise sogar echt witzig. Stefanie Hasse weiß auf jeden fall wie man gute Gespräche schreibt und führt.
    Auch das Setting hat mir in weiten Teilen sehr gut gefallen! Die High Society von New York ist vielleicht nicht unbedingt mein bekanntestes Gebiet aber es hat recht gut funktioniert.

    Alles in allem war ich immer weiter angehalten das Buch weiter zu lesen. Der Schreibstil hat einen von Seite eins sehr gut aufgenommen und dann von Seite zu Seite, von Kapitel zu Kapitel weiter getragen, bis irgendwann die letzte Seite umgeblättert war und man das Buch zuklappen konnte.
    Die Spannung war konstant auf einem sehr guten Niveau und rückblickend hat mich das Lesen gut unterhalten. 


    Aber, wie Ivory ja auch selber lernen musste: es ist nicht alles Gold was glänzt.
    So auch hier. 

    Fangen wir mal beim Spiel selber an.
    Was im Klappentext als eine Art böse Bedrohung dargestellt wurde, stellt sich im Verlauf der Geschichte dann doch eher als Harmlos raus. Finde ich. Die Aufgaben beschränken sich hauptsächlich darauf irgendjemand wildfremdes zu küssen, mit ihm oder ihr rum zu machen und davon Bilder zu machen. Die krasseste Challenge die in der Geschichte vorkommt wird nicht einmal wirklich erfüllt.

    Wo ist diese böse Bedrohung der St. Mitchell hin? Die Bedrohung, die den Schülern so eine Angst eingejagt hat und im vergangenen Jahr für Tote gesorgt hat?
    Auch diese seltsamen Traditionen in dieser gehobenen Gesellschaft finde ich recht fragwürdig. Ein Debütantinnenball, bei dem anscheinend jeder, egal ob jung oder alt, weiß was passiert, das aber niemanden juckt (obwohl minderjährige dabei sind). Oder die heißen Partys in den Penthousewohnungen, bei denen nachweislich mehrere Schülerinnen und Schüler der St. Mitchell dabei sind. Was aber anscheinend auch niemanden stört.
    Jeder rennt dort mit einem Handy rum, jeder fotografiert oder filmt alles und jeden auf dieser Party und es gilt schon als Schande, wenn man nicht von mindestens einem Paparazzi fotografiert wurde. Himmel! Sogar der Barkeeper sagt ausdrücklich, dass er gut dafür bezahlt wird, um ja niemanden zu sagen, dass er gerade dabei ist Minderjährige abzufüllen. Juckt. NIemanden. Keinen Lehrer. Keinen Erwachsenen. Kein Elternteil
    Niemanden.

    Erziehungsauftrag nicht erfüllt.
    Aber die Erwachsenen in der Geschichte ticken eh wirklich seltsam.
    Obwohl ich das auf so ziemlich alle Charaktere beziehen kann. Denn keiner benimmt sich wirklich seinem Alter entsprechend.
    Angefangen bei den Erwachsenen, die bei der bloßen Nennung des Spiels schon kalte Schweißausbrüche kriegen und sich auf den Teppichen zusammenrollen. Aber niemand will dieses Spiel gespielt haben. Aber jeder weiß das es noch stattfindet. Obwohl es verboten wurde weil sich das ganze zugespitzt hat.
    Womit wir zu der Elite, die sich um Ivory gescharrt hat kommen.
    Denn das war so ziemlich der größte Haufen an Klischees die mir seit langem untergekommen sind. Jeder erfüllt seinen Stereotyp mit einer solchen Inbrunst, dass ich irgendwann keine Lust mehr hatte mich über die Charaktere aufzuregen. Wir haben es mit dem 0815-Mischmasch an “High-Society-Sitcom”-Charakteren zu tun:
    Die Anführerin
    Der Sportler
    Die Mitläuferin, die immer an der Anführerin klebt
    Der Außenseiter, der nur Mittel zum Zweck ist
    Der Hotboy
    Ein farbloser Klecks neben dem anderen. Und nein, die Bücher-Szene ist da nicht gerade hilfreich, da es nur das Stereotyp unterstreicht. Die reichen, verzogenen Upperclass-Gören, die aber in Wahrheit gar nicht so sind und voll aufs Lesen abfahren, 96% der Geschichte aber nichts anderes als Jungs, Kleider, Gesehenwerden, Party, Gesehenwerden, Jungs, mit Jungs gesehenwerden, Kleider und am Pool liegen im Kopf haben.
    Ja, der äußere Schein kann trügen. Aber das Buch verkauft mir die Charaktere von anfang an nicht anders. Oberflächliche Zicken, die anderen gerne das Leben schwer machen. Und dann wird versucht, durch das Lesen eben diese Charaktere etwas handzahmer zu gestalten.
    Ivory sticht da wenigstens etwas raus. Ihr kommt ihre Rolle als Außenseiterin aus Deutschland daher ziemlich zugute und sie passt auch gut in das gesamt Setting, auch wenn sie sich meiner Meinung nach dann doch zu Leicht überzeugen lässt bei einigen Sachen. Wirklich zu leicht.

    Ich hatte ja vorhin das Setting erwähnt, welches mir eigentlich sehr gut gefallen hatte. Eigentlich. Den meine anfängliche Faszination hat schnell die Richtung gewechselt. Denn mit jeder Seite die ich umgeblättert habe, habe ich mich gefragt, was der eigentliche Sinn von New York war?
    Wirklich beigetragen hat die Stadt zur Geschichte selber nämlich gar nichts. Es ging einzig und alleine nur um die “gehobene Gesellschaft” die dort gezeigt werden sollte. Und ehrlich? Das hat mich schon echt herbe Enttäuscht. Denn schnell hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte Nebensache geworden war und sich alle Blicke auf die Gesellschaft richten sollte.
    Partys. Drogen. Kleider. Tanzen. Gesehen werden. Prunk. Prachtvoll. Villen. Größer. Schöner. Glänzender. Mehr Geld. Mehr Alkohol. Mehr Partys. Alles musste größer, strahlender, heller werden. Ich mochte die Beschreibungen, so ist es nicht. Doch wenn einem beim Denken im Nachhinein klar wird, dass man mehr als die Hälfte der Zeit nur damit verbracht hat, sich anhören zu müssen, wie die Upperclass sich so verhält… dann kann das schon sehr enttäuschen.
    Ich habe mich sehr auf das Setting New York gefreut. Das ich am Ende nur ins Gesicht gedrückt bekomme “GUCK MAL! DIE REICHEN UND SCHÖNEN!!” ist dann doch ein herber Schlag in die Magengrube. 


    Zu guter Letzt noch ein Punkt der mich wirklich enttäuscht hat.
    Ich lese solche Geschichten vorrangig mit dem Hintergedanken miträtseln zu können. Dieser Fakt ist aber nicht gegeben, wenn dem Leser wertvolle Hintergrundinformationen vorenthalten werden, die zur Lösung beitragen können. Wer der Spielleiter am Ende war hat mich nicht sonderlich überrascht. Die Gründe waren etwas mit dem ich nicht gerechnet habe, weil ich es nicht wissen konnte, weil mir diese Informationen schlichtweg vorenthalten wurden! Meine Vermutung bezüglich dem Spielleiter hat sich auch nur deswegen ergeben, weil es einfach in das gesamte Klischeebild der Geschichte passte.
    Dahingehend will ich aber nicht Spoilern, das darf gerne jeder für sich Erleben.


    Fazit:
    Alles in allem ist “Secret Game” ein gutes Buch. Es lässt sich sehr gut lesen und man kommt schnell in die Geschichte hinein. Doch sollte man mit nicht allzu hohen Erwartungen an das ganze herangehen, da der beste Punkt an dem Buch nicht gerade die “geheimnisvolle” Geschichte mit ihren “krassen Wendungen” ist.
    Wer einen Exkurs in die oberflächliche Highsociety New Yorks möchte ist hier gut bedient. Oder wer eine Cola-Light-Version von all den Highschool-Kriminalgeschichten haben möchte.

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    )}
    Cover des Buches The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman9783499002649

    Bewertung zu "The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman" von Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
    Cubeyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Nette Lektüre mit Humor und Witz. Ist mir dennoch zu oberflächlich und manchmal zu try-hard. Würde dennoch Band 2 lesen wollen! 3,5/5 Sterne
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    )}
    Cover des Buches Das Kind in mir will achtsam morden9783453424449

    Bewertung zu "Das Kind in mir will achtsam morden" von Karsten Dusse

    Das Kind in mir will achtsam morden
    Cubeyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Übersteigt Band 1 in seinem Humor bei weitem! Und auch hier sind die Tricks und Kniffe wieder mehr als gut gesetzt! Grandioser Lesespaß!
    Kommentare: 1
    )}
    Cover des Buches ONE OF US IS NEXT9783570165775

    Bewertung zu "ONE OF US IS NEXT" von Karen M. McManus

    ONE OF US IS NEXT
    Cubeyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wie gewohnt spannend mit einem unbeschreiblichen Twist am Ende, der mich wirklich mitgenommen hat!
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    )}
    Cover des Buches Daily Butterfly 119783963581359

    Bewertung zu "Daily Butterfly 11" von suu Morishita

    Daily Butterfly 11
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}
    Cover des Buches Daily Butterfly 109783963581342

    Bewertung zu "Daily Butterfly 10" von suu Morishita

    Daily Butterfly 10
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}
    Cover des Buches Daily Butterfly 099783963581335

    Bewertung zu "Daily Butterfly 09" von suu Morishita

    Daily Butterfly 09
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}
    Cover des Buches Daily Butterfly 089783963581328

    Bewertung zu "Daily Butterfly 08" von suu Morishita

    Daily Butterfly 08
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}
    Cover des Buches Daily Butterfly 079783963581311

    Bewertung zu "Daily Butterfly 07" von suu Morishita

    Daily Butterfly 07
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}
    Cover des Buches Last Game 049782889212460

    Bewertung zu "Last Game 04" von Shinobu Amano

    Last Game 04
    Cubeyvor 2 Monaten
    )}

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