Daniela-Walch

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Mit dem Wind Kurs ParadiesB07PVCV5MG

    Bewertung zu "Mit dem Wind Kurs Paradies" von Julia Drosten

    Mit dem Wind Kurs Paradies
    Daniela-Walchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Liebesgeschichte und ein historischer Roman; bei Julia Drosten funktioniert das gut in dieser Mischung.
    Historischer Roman, freundliche Protas, interessante Story

    Eine Liebesgeschichte und ein historischer Roman; bei Julia Drosten funktioniert das gut in dieser Mischung. Man kann gar nicht richtig sagen, was von beiden im Vordergrund steht, so sehr verzahnt sich alles miteinander.

    Die Geschichte spielt 1786 bis 1788, beginnt in Tübingen, Amsterdam und dann geht es nach Kapstadt und Galle. De Groot soll für die Ostindien-Niederländische Kompanie VOC Fälle von Zimtschmuggel untersuchen. Die VOC hat nämlich das Handelsmonopol auf den guten Zimt von Ceylon, aber Schmuggelware gelangt in immer größeren Mengen auf den Markt.

    Zu den Charakteren:
    Hannes Hiller ist ein fleißiger und mutiger junger Mann, der sich in einer Alkohollaune für fünf Jahre beim Regiment verpflichtet wird. Er ist arbeitsam und integer und kann sein Mundwerk nicht halten, wenn er Unrecht sieht.

    Bethari ist de Groots Tochter, Studentin der Malerei und von aufbrausendem Temperament. Wie Hannes verkörpert sie das Aufkommen der Ideen von Demokratie und Gerechtigkeit. Dass ihr Vater einen Sklaven in seinen Diensten hat, Rufus, ist ihr unbegreiflich. Sie sieht ihn als gleichgestellten Menschen.

    Wir erforschen die Epoche der Aufklärung. Dabei stellten wir fest, dass sich die Welt des 18. Jahrhunderts hinsichtlich des Alltagslebens und der technischen Errungenschaften zwar stark von der des 19. Jahrhunderts unterscheidet, dass aber in jener Zeit die geistigen Grundlagen für die Französische Revolution und die Entwicklung moderner Demokratien gelegt wurden. (HP Julia Drosten, s.u.)

    Man konnte nicht anders, als beide ins Herz zu schließen und auf ein Happy End zu fiebern.

    Mit Betharis Vater de Groot hat der Roman seinen ambivalenten Charakter. Für seine Tochter tut er alles und er ist ihr sehr vertraut, andererseits ist er unlauteren Geschäften nicht abgeneigt und findet nichts dabei, einen Sklaven zu haben. Seine Hintergrundgeschichte wird, zumindest teilweise, enthüllt, das hat mir gut gefallen. Auch das Ehepaar von Hügel wurde so charakterisiert, es gefällt mir, wenn hier innerhalb der Geschichte noch andere Geschichte "lauern", die es auch wert wären, erzählt zu werden!


    Tempo und Stil der Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen. Wie Waren wie Zimt früher gehandelt wurden, was die VOC war, wie Landesherzoge Regimenter ausgehoben wurden - und was das alles für den einfachen Zimmermann, den einfachen Soldaten, bedeutete, das wurde hier wirklich gut beschrieben. Ein Anhang mit einer zusammenfassenden Historie rundet den historischen Teil ab.


    Die Szenen wurden auch sehr anschaulich geschildert, aber ganz in die Geschichte integriert. Man merkt, dass Julia Drosten und ihr Mann vorher ausgiebige Recherche betreiben samt Reisen zu den Schauplätzen.

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    Cover des Buches In Ewigkeit9783746706955

    Bewertung zu "In Ewigkeit" von Ian Cushing

    In Ewigkeit
    Daniela-Walchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich bin ein großer Fan dieser Kurzgeschichte. Sie ist sprachlich und stilistisch gelungen, ist dicht, packend und tiefgründig.
    Dicht und stilistisch gelungen

    Ich bin ein großer Fan dieser Kurzgeschichte. Sie ist sprachlich und stilistisch gelungen, ist dicht, packend und tiefgründig. Sie ist introvertiert, das heißt, dass das innere Erlebnis im Mittelpunkt steht. Und diese Geschichte ist stimmungsübertragend, sie schafft es, den Leser wie in einem Sog mitzuziehen, die Stimmung, die im Buch herrscht, zu übertragen. Für mich ist es eine Geschichte fürs Leben, steht in einer Linie mit den Klassikern.

    In Ewigkeit ist der Nachfolger von Fünf Minuten - ein Tagebuch, eigentlich eher eine erweiterte Version. Denn im ersten Teil erfahren wir, was sich nach den Ereignissen von Fünf Minuten - ein Tagebuch zutrug und nach einer Überleitung ist dann im zweiten Teil das besagte Tagebuch zu finden.



    Oft genug wurde bereits umfassender, fundierter und intelligenter über den Sinn des Lebens nachgedacht, spekuliert, philosophiert, aber ich habe für mich herausgefunden, dass der Sinn ausschließlich darin bestehen kann, zu verstehen und zu akzeptieren, dass der Tod uns unweigerlich erwartet und dennoch nicht aufzuhören, seinen Träumen und Leidenschaften zu folgen!

    Der namenslose Ich-Erzähler aus Fünf Minuten - ein Tagebuch kennen berichtet in diesem Buch (1. Teil), wie es ihm nach den Geschehnissen erging. Mit einem Campingbus reiste er durch die Lande, ließ sich treiben, und so langsam kam er mental zur Ruhe, überwand die Depression. Die letzten Kisten mit seinen Habseligkeiten stehen bei seinem besten Freund Mike und dessen Frau Karin, das ist der letzte Pol für ihn. Alle paar Wochen schaut er bei Mike und Karin vorbei. So auch jetzt. Sie trinken Bier, sie haben Spaß - und dann geschieht ein entsetzlicher Unfall.

    Der namenslose Ich-Erzähler merkt, dass die Ereignisse aus seiner Vergangenheit Konsequenzen haben und haben werden. Beklemmend ist es, manchmal auch bedrohlich, aber es gibt auch einen Lichtblick. Und man merkt, die Schrecken tragen wir immer in uns selber.

    Zum Inhalt des zweiten Teils, des Tagesbuchs, möchte ich euch die entsprechende Rezension von mir ans Herz legen, klickt hier:

    Die Geschichte ist in Form von Tagebucheinträgen in Ich-Form des Protagonisten verfasst, der namenslos bleibt. Das Tagebuch geht über gute zwei Jahre, von 2015 bis 2017. Der Schreiber berichtet von seiner Kindheit und seiner aktuellen Situation und reflektiert dabei sein Dasein. Wir kommen dem Protagonisten sehr nahe, er lässt uns hautnah an seinen Gefühlen teilhaben.
     
    Erst nach einiger Zeit beginnt sich eine Handlung zu entwickeln, genauer gesagt teilt der Tagebuchschreiber einige besondere Situationen mit uns, die ihn zu unerhörten Handlungen nötigen. Wie ihn diese Handlungen beschäftigen und schließlich verändern, wird sehr dicht, lesenswert und sehr genau beschrieben. Ich war innerlich bei ihm und konnte alles nachvollziehen, bis er dann zu weit ging. Oder vielleicht war es auch nur der logische Schritt? Entscheidet selbst.





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    Cover des Buches Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten9783981796711

    Bewertung zu "Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten" von Julia Bohndorf

    Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten
    Daniela-Walchvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr witzig und unterhaltsam, obwohl teilweise vorhersehbar
    Unterhaltsames KopfKino

    Zusammenfassung

    Für die Rentnerinnen Thea und Erna steht das 10-jährige Klassentreffen an. Da schon so viele gestorben sind, lautet die neue Devise: Mit Partner oder Enkel. Schwierig für die Rentnerinnen, da ihre Partner auch schon verstorben sind, Thea gar keine Enkel hat und Ernas Enkelkind in USA lebt. Da kommen beide unabhängig voneinander auf die glorreiche Idee, sich ein Enkelkind zu mieten. 



    Über den KopfKino-Verlag


    Der KopfKino-Verlag verlegt Novellen oder Kurzromane in Spielfilmlänge. Das Motto ist hierbei: Lesen und das Kopfkino anschalten. Die kurzen Romane eignen sich von ihrer Länge deshalb gut anstelle eines Fernsehabends oder um Wartezeiten bei Ärzten etc. zu verkürzen.


    Persönlicher Eindruck


    Ich hatte mich für einen humorigen Titel aus dem KopfKino-Verlag entschieden und erwartete, ehrlich gesagt, einen etwas längeren "Groschenroman". Meine Erwartungen wurden in dieser Hinsicht nicht erfüllt, die Novelle ist deutlich besser. 


    Stil und Sprache
    Trotz der Kürze war die Charakterzeichnung vorhanden, die beiden Omas und ihren geliehenen Enkel fand ich großartig. Der Plot natürlich übersichtlich, vermochte aber zu unterhalten. Das Thema an sich humorvoll umgesetzt, ich musste einige Mal laut lachen, aber auch mit einer menschlichen Wärme.


    Story und Charaktere
    Wir lernen zunächst die Rentnerin Thea kennen, ihre Schrullen und ihre Stärken. Theas Nachbarin Theresa, kurz Resa, ist knapp über zwanzig und mit ihren gefärbten Haaren und Treppenhauspartys eigentlich der Schreck aller Ruhesuchenden, dennoch freunden sich sie und Thea an. 

    Erna und ihr Gärtner haben eine freundschaftliche Beziehung und unterhalten sich auch schon mal bei Kaffee und Kuchen über die anstehenden Arbeiten. 

    Die Einladung zum Klassentreffen stürzt Thea in Zweifel, denn dieses Mal ist der Partner oder ein Enkel mitzubringen, damit es lebendiger wird, doch die verwitwete und kinderlose Thea hat weder das eine noch das andere. Auch Erna ist verwitwet und ihr Enkelkind lebt weit entfernt. 

    Als dann beide sich zufällig vor einer Umkleidekabine begegnen, in der sie gerade exakt das gleiche Kostüm für die Feier anprobiert haben, flammt eine uralte Feindschaft zwischen den beiden Rentnerinnen wieder auf. Sie komme mit ihrer Enkelin Resa, erklärt Thea urplötzlich, auch zu ihrem eigenen Erstaunen. Und diese sei Zahnärztin. Und ihr Enkel Anwalt, sagt Erna und denkt dabei an ihren Enkel Lasse. Kratzbürstig gehen die beiden Rentner auseinander - und müssen nun Nachbarin und Gärtner davon überzeugen, die Enkel zu spielen. 


    Der Plot ist ein wenig vorhersehbar, für einen Kurzroman, der mich unterhalten soll, find ich das aber nicht schlimm. Nur schade fand ich, dass später, auf dem Klassentreffen, gefühlte 20 Namen und Personen auf mich einprasselten, die ich kaum auseinanderhalten konnte. Zum Trost sei gesagt, dass ich selten einen so anrührenden Schluß gelesen habe.


    Lesen oder nicht?


    Diese Novelle des KopfKino-Verlages hat mich überzeugt, und das Verlagskonzept auch: Ein Kurzroman in Spielfilmlänge, mit einem unterhaltsamen Plot, witzig und mit sympathischen Charaktere.

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    Cover des Buches A Fairy Tale: Die Suche nach dem blauen Herz9783743806108

    Bewertung zu "A Fairy Tale: Die Suche nach dem blauen Herz" von Anja Stephan

    A Fairy Tale: Die Suche nach dem blauen Herz
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mischung aus Urban-Fantasy, Liebe ohne Romantik, Abenteuer und Krimi - faszinierend und unglaublich liebenswürdig
    Das Buch bezaubert mit seinem Charme und führte zu einer positiven Stimmung.

    Zusammenfassung


    Halbelf Scott McKenzie und das Fräulein Gwendolyn von Cleve, ein Hochelf, kennen sich seit ihrer Schulzeit in den 1890ern. Aufgrund eines alten Friedenvertrages zwischen ihren verfeindeten Familien erklären sie sich bereit, einander zu heiraten. Das Fräulein von Cleve zieht bei ihrem Verlobten ein und sie versuchen, etwas steif, sich an die Gegenwart des anderen zu gewöhnen.

    Scott McKenzie beichtet dem Fräulein irgendwann, was das Problem an einer Hochzeit sein könnte: In den 1930ern, als er als Halbelf um sein Leben bangen musste, hat er sein Herz extrahiert, und es irgendwann verloren. Er ist noch fähig, Freundschaften aufzubauen, aber Liebe kann er nicht mehr empfinden.

    Damit des Fräuleins siebte Hochzeit nicht genauso ein Debakel wird die letzten sechs, gehen McKenzie und das Fräulein auf die Suche nach dem blauen Herz. Dabei hilft ihnen ein geheimnisvolles Bild, das das Fräulein von ihrem Ex-Ehemann Ephraim zur Restauration bekommen hat.

    Es geht um Liebe, Freundschaft und darum, das Glück zu finden.





    Persönlicher Eindruck


    Eine unglaublich großartige Geschichte, voller Charme und Stimmung.
    Der Schreibstil, die Protagonisten, die ganze Welt, die die Autorin entworfen hat, sie haben mich mitgerissen und begeistert.


    Handlung
    Zunächst dauerte etwas, bis ich mich eingenordet hatte und wusste, was der Hauptplot der Geschichte ist: die Suche nach dem blauen Herz. Das war allerdings umständehalber, Kindle hat den Namen nur bis zu "Fairy Tale" angezeigt und zeigt bei mir standardmäßig das Titelbild nicht an.

    Die Abenteuer, die der etwas biedere Antiquar McKenzie, seine flippige Verlobte, sein Lehrling Charles und dessen heimliche Freundin Bernadette auf der Suche nach dem blauen Herz bestehen müssen, sind sehr abwechslungsreich und spielen übrigens alle in Paris.

    Das geheimnisvolle Bild, das ihnen bei der Suche hilft, hat mir auch sehr gefallen. Scott ist Antiquar, hat also mit alten Büchern zu tun, und Gwendolyn mit Kunst und Gemälden; das gab dem Buch eine künstlerische Umrandung, die viel zur Stimmung des Buchs beitrug.

    Eine große Herausforderung stellt auch das Zusammenleben von Scott und Gwendolyn dar, wie er versucht, sich an ihre Unordentlichkeit zu gewöhnen und wie sie sich im Gegenzug erfreut sehr schnell an seine Kochkünste gewöhnt.

    Die Handlung war nicht vorherrsehbar, vor allem von der großen Wendung am Ende war ich total überrascht und hätte es so nie erwartet.

    Das Buch ist in sich abgeschlossen, auf der anderen Seite sind noch genügend offene Fragen und Nebenstränge übriggeblieben, die auf einen zweiten Band hoffen lassen.


    Weltenschöpfung
    Fantasy macht mir immer auch deshalb großen Spaß, weil ich gerne "fremdartige Welten" erkunde. Diesmal hat es mir besonderen Spaß gemacht, die Autorin versteht es meisterhaft, das phantastische in der Welt fast beiläufig einfließen zu lassen und etwas sehr eigenes zu kreieren. Damit konnte sie mich fesseln.

    Die Fähigkeiten der Hochelfen und Halbelfen, die lange Lebenserwartung, die Standesunterschiede zwischen beiden, Elementarzauber und Magie; das hat mir immer ein großes Aha entlockt und es hat einfach sehr sehr viel Spaß gemacht, es nach und nach zu entdecken.



    Charaktere
    Für Scott McKenzie konnte ich mich stark erwärmen. Er ist ein etwas biederer Antiquar und verfügt über sehr höfliche Umgangsformen. Er ist außerdem integer, freundlich, mutig, gelehrt. Im Umgang mit dem Fräulein von Cleve ist er immer höflich und respektvoll, so ganz anders als ihre vorherigen sechs Ehemänner.

    Gwendolyn von Cleve hat bisher auch nach 6 Ehen noch nicht ihr Glück gefunden. Sie hat zwei gute Freunde: die Muse Polly, eine Malerin, und Leonardo da Vinci, zur Zeit Honorarprofessor. Sie ist unordentlich, farbenfroh, detailverliebt und lebhaft.

    Zwischen Scott und Gwen entsteht eine tiefe Freundschaft. Und Freundschaft und Respekt als Basis einer Ehe, das ist eine gute Ausgangslage. Wir erleben aufkommende Liebe ohne Drama und Romantik, das ist sehr erfrischend.

    Die Szenen zwischen den beiden sind sehr lebendig beschrieben, was auch daran liegt, dass sie sehr unterschiedliche Charaktere sind, wie Feuer und Wasser. Gwen versucht sich z.B. mit Scott zu streiten, aber er lässt sich gar nicht provozieren und nimmt ihr den Wind aus den Segeln. Im Gegenzug animiert sie ihn dazu, seine Wohlfühlzone zu verlassen.


    Sprachstil
    Das Buch ist gut zu lesen, die Geschichte fließt und der Schreibstil paßt zur Geschichte. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Scott und Gwen erzählt. Der erste Wechsel hat mich überrascht, er war ohne Kennzeichnung von Scott auf Gwen übergewechselt. Danach hatte ich mich an die Wechsel gewöhnt.

    Scotts ausgesuchte Höflichkeit gegenüber seiner Verlobung hat einen besonderen altertümlichen Charme, sie siezen sich die meiste Zeit über und er nennt sie Fräulein.

    Eingestreut in die Kapitel sind literarische Zitate, z.B. von Orvid oder anderen Schriftstellern.

    Negativ sind mir die Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung aufgefallen, die über dem Durchschnitt liegen. Noch nicht so viel, dass es groß stört, aber so viel, dass ich einen weiteren Lektor empfehlen würde.






    (c) Diese Rezension (und viele weitere) findet ihr auch auf meinem Blog buchvogel.blogspot.de

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    Cover des Buches Mein Leben mit Anna von IKEA9783960871590

    Bewertung zu "Mein Leben mit Anna von IKEA" von Thomas Kowa

    Mein Leben mit Anna von IKEA
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dümmlicher Protagonist stolpert durchs Leben
    Abgebrochen

    Zusammenfassung


    Matthias Käfer arbeitet am Kundenschalter einer kleinen Bankfiliale und muss sich mit seinem unfreundlichen Chef rumärgern, obwohl er lieber in der Werbeabteilung arbeiten möchte. Als seine Waschmaschine kaputt geht, fährt er zu IKEA um eine neue zu kaufen. Dort trifft er die nette Kundenberaterin Anna. Durch ein Mißverständnis denkt er, dass die digitale Anna der Ikea-Homepage "seine" Anna sei. Doch die Treffen mit der realen Anna passen so gar nicht zum Chat mit der digitalen Anna. Als er dann auch noch von einer Frau auf Anabolika massiv angebaggert wird und sie aus Versehen ein gelbes Post-It von ihm bekommt, ist das Chaos um Matthias perfekt.



    Persönlicher Eindruck


    Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten und ich habe mich auf eine lustige Liebesgeschichte gefreut, außerdem mag ich IKEA. Dass der Protagonist sich in die digitale Anna verliebt, fand ich als Plot originell und habe lustige Szenenhumor erwartet. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem der Protagonist so dümmlich agiert und die Handlung dermaßen überzogen ist.

    Nach den ersten paar Seiten hab ich unterbrochen und ein anderes Buch gelesen. Dann hab ich weitergelesen bis ungefähr zur Hälfte, dann auch wieder ein anderes Buch dazwischengeschoben und den Rest dann nur noch überflogen. Die Seitenzahl ist ja auch nicht allzu dick, das war das einzig positive.

    Schon den Anfang des Buches fand ich blöd. Die Nachbarn des Protagonisten erzählen ihm, dass George Clooney gestorben ist und in ihrem Garten beigesetzt wird. Natürlich ist völlig klar, dass George Clooney irgendein Hase oder ein Hamster ist, aber unser Prota glaubt felsenfest, dass der echte George Clooney im Nachbargarten beerdigt wird, bis die Leichenschau ihm anderes offenbart. In tiefer Gefühlsaufwallung macht er daraufhin spontan der Nachbarstochter am Grab des Hamsters einen Heiratsantrag. Es tut mir Leid, aber ich habe selten etwas dämlicheres gelesen. Es soll wohl witzig sein, aber meinen Humor trifft es absolut nicht.

    Die Handlung geht in dem Stil weiter. Eine Verkettung blöder Umstände (Waschmaschine kaputt, Job steht auf der Kippe etc) trifft auf dummen Protagonisten. Nicht in dem Sinne, dass er minderintelligent ist, aber er denkt und handelt dämlich. Z.B. lädt er Anna zum Kaffee ein und erst morgens fällt ihm auf, dass er a) pleite ist und b) kein sauberes Geschirr hat. Die Torte organisiert er zwar, hat dann aber keine Zeit mehr, Geschirr zu spülen und serviert auf Sammler-Schallplatten. Da windet sich in mir alles in einer Mischung aus Fremdleiden und Angst, was ihm nun wieder blödes passiert.

    Es gibt viele irre Einfälle, die aber nur wegen des dumm agierenden Protas funktionieren, und witzig sein sollen, aber einfach meinen Humor nicht treffen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Buch seine Liebhaber finden wird, aber mein Fall war es eben nicht.

    Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und vom Schreibstil her recht gut zu lesen. Es gibt viele innere Monologe, die ich etwas ermüdend fand, da der Protagonist zwar seine Gefühle umschreibt, aber mich dabei nicht mitnehmen konnte.

    Ich hab dem Prota bei seinen Erlebnissen zwar immer die Daumen gedrückt und eine gewisse Grundsympathie war vorhanden, aber meistens hat er mich nur genervt. Anna fand ich sehr nett, aber auch sie blieb mir merkwürdig distanziert.



    Buchvogel-Rezension

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    Cover des Buches Star Trek - The Next Generation9783959811842

    Bewertung zu "Star Trek - The Next Generation" von Dayton Ward

    Star Trek - The Next Generation
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Guter ST-Roman, solider Durchschnitt in bewährter Dayton-Ward-Manier
    Lohnend

    Die Enterprise unter dem Kommando von Captain Picard ist wieder unterwegs auf einer Forschungsmission. In einem unerforschten Bereich des Alls findet die Enterprise ein treibendes, riesiges Raumschiff, dessen Minimalbesatzung im Kälteschlaf liegt. Als die Enterprise sich anschickt, die Besatzung aufzuwecken, kommt ein Raumschiff der Golvonek an und deklariert das Raumschiff als Kriegsbeute. Picard und seine Crew sind in den Konflikt zweier Mächte geraten.

    Es geht um Mut und Opferbereitschaft im Angesicht eines alles verschlingenden Krieges.


    Persönlicher Eindruck


    Die Star-Trek-Bücher von Dayton Ward sind immer gut geschrieben und dieser Band stellt keine Ausnahme dar. Der Konflikt zwischen den Golvonek, den Raqilan und der Pfeil des Schicksals, in den die Enterprise hineingerät, besticht mit unerwarteten Wendungen und interessanten Charakteren, allen voran der Captain der Pfeil des Schicksals, Jonis.

    Mit Jonis und seiner Besatzung fängt das Buch an, um dann aus der Perspektive der Enterprise-Crew personal erzählt zu werden.

    ST-TNG-Charaktere wie Picard, Crusher, Worf, Elfiki, Cruzen oder Konya werden in gewohnt guter Manier präsentiert, eine charakterliche Weiterentwicklung findet allerdings nicht statt. Ich hätte mir vielleicht eine ein wenig lebhaftere Charakterisierung gewünscht. Die Charaktere waren nicht gerade flach, aber dennoch einen Tick zu wenig präsent.

    Ein Schwerpunkt liegt auf T'Ryssa Chen. Die Halbvulkanierin präsentiert sich gefestigt und als erwiesenermaßen wertvolles Besatzungsmitglied und stellt ihren Mut und ihre gute Gesinnung unter Beweis. Besonders Spaß gemacht haben mir ihre verbalen Schlagabtausche mit Taurik.

    Picard manövrierte wie immer sich selbst und seine Crew souverän durch die Untiefen der schwierigen Situation - er ist ja auch der galaxisbeste Raumschiffcaptain. Die Situation, Kleinkind René und Missionen unter einen Hut zu bringen, wurde allerdings nur angeschnitten. Bisher scheint alles ganz gut zu funktionieren, was ich sehr schön findet.

    Die Zeitreise-Geschichte machte allen Beteiligten Kopfzerbrechen und die Behörde für Temporale Ermittlung wird wohl Überstunden machen müssen. In der Haut des armen Taurik möchte man auch nicht stecken.

    Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, kann man es auch alleinstehend lesen.


    (c) Buchvogel - Meine Rezension mit Bild und 3 Zitaten auf meinem Blog

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    Cover des Buches Umdrehungen9783743194809

    Bewertung zu "Umdrehungen" von Sonja Bethke-Jehle

    Umdrehungen
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Autorin hat mit Umdrehungen einen großartigen Gegenwartsroman vorgelegt.
    Wie man mit Schicksalsschlägen umgeht

    Zusammenfassung


    Ben und Zita sind erst kurze Zeit zusammen als Ben während seines Dienstes als Polizist angeschossen wird. Die Verletzung ist schwer und Ben querschnittsgelähmt. Auf das junge Paar kommen ganz neue Herausforderungen zu.

    Es geht auch darum, wie man als Paar zusammenhält und miteinander wächst. Um Beziehung,  um eigene Grenzen und wie man miteinander umgeht. Eine schöne, realistische Liebesgeschiche.




    Persönlicher Eindruck


    Diese Gesamtausgabe enthält alle drei Bände der Trilogie und bisher noch nicht veröffentliche Kurzgeschichen, die das Leseerlebnis abrunden. Die Autorin gibt im Vorwort zwei mögliche Lesereihenfolgen zur Auswahl (chronologisch nach Entstehung oder nach Handlung), diese Flexibilität hat mir besonders gut gefallen.

    Wir begleiten Ben und Zita von der Körperverletzung, die Ben in den Rollstuhl zwingt, über die ersten Monate als Querschnittsgelähmter, neuen Herausforderungen im Zusammenwohnen, Zitas Probleme bei der Berufswahl bis zum gefestigten Alltag zweier starker und sich liebender Persönlichkeiten.


    Handlung
    Zu Beginn stellt Zita ihren eigenen Bedürfnisse hinter Bens zurück. Ben will die Behinderung zunächst nicht akzeptieren und hat starke Schwierigkeiten damit. Doch langsam pendelt sich das Stimmungsbarometer wieder ein. Sonja Bethke-Jehle gibt uns einen gnadenlos ehrlichen Einblick in die Gefühlswelten der beiden. Ich konnte die Gefühle und Handlungen der beiden gut nachvollziehen und war wirklich überwältigt von dem Blick der Autorin auf das Geschehen.

    Wie das Paar dann wieder einen neuen Umgang miteinander lernt und weitere Krisen bewältigt (z.B. das in den Sand gesetzte Studium von Zita), ist authentisch und ehrlich beschrieben. Diese Paarbeziehung fand ich inspirierend. Sie reifen beide, und zwar miteinander. 

    Ebenso authentisch beschreibt das Buch die Auswirkungen einer Querschnittlähmung, das es eben nicht nur heißt, dass man nicht mehr laufen kann. Sondern es Auswirkungen auf den ganzen Körper hat. Verspannungen in den Schultern etwa, weil man alles mit den Armen machen muss. Oder Schwierigkeiten beim Urinieren und Sexualleben. Die gewohnten Abläufe funktionieren nicht mehr, man muss mehr aufpassen auf seinen Körper und andere Wege finden.

    Manche Themen schieen sich zu wiederholen, ich war hin und wieder irritiert und dachte, dass ich etwas schon gelesen hatte. 

    Nachdem das Paar sich an den Rollstuhl gewöhnt hat, nimmt auch das Thema "Kinderkriegen" einen großen Raum im Buch ein, über das sie viel nachdenken und diskutieren (können wir, wollen wir, sollen wir).


    Charaktere
    Ben und Zita sind sehr unterschiedliche Charaktere. Ben wird beschrieben als aktiver, starker und attraktiver Mann, ein unkomplizierter Kumpeltyp. Er ist Polizist im Außendienst und wegen seiner dunklen Hautfarbe (der Vater war aus Ghana) sehr auffällig. Zita dagegen stammt aus adeligem Haus und wird von Bens Freunden als arrogant, verwöhnt, oberflächlich und eine richtige Zicke angesehen. Sie sind noch nicht lange zusammen, als Ben im Dienst verletzt wird und querschnittsgelähmt ist.

    Ben ist verzweifelt ob seiner Verletzung und nicht nur seine Freunde, auch er selbst zweifelt an seiner Freundin. Wird Zita ihn verlassen, wenn klar wird, dass er nie mehr laufen wird? "Ihre Wohnung war perfekt und immer aufgeräumt und Zitas Klamotten waren immer makellos. Ben konnte sich nicht vorstellen, dass ein Rollstuhl in Zitas schönes Leben passte." Wie wird sie mit der Situation klarkommen? Doch Zita wächst an den Herausforderungen.


    Sprachstil
    Die Sprache ist leicht zu verstehen, das Buch liest sich flüßig. Vor jedem Kapitel steht, aus wessen Sicht gerade erzählt wird: Ben, Zita oder auch Roland, der beste Freund von Ben. Die Kurzgeschichten sind aus der Sicht weiterer Nebencharaktere erzählt, wie z.B. der Mutter von Zita.

    So lernen wir sowohl Ben als auch Zita sehr gut kennen und die Kurzgeschichten runden das Leseerlebnis ab. Faszinierend fand ich, wie die beiden sich selbst und den anderen jeweils sehen, die leichten Nuance-Unterschiede zwischen Innen- und Außenwahrnehmung hat die Autorin meisterhaft ausgearbeitet.


    emotionale Auswirkung
    Das Buch lässt einen beim Lesen atemlos zurück. Wir begleiten beide Protagonisten dabei, wie sie eine wirklich schwere Zeit meistern. Sich an den Rollstuhl zu gewöhnen und die neuen Einschränkungen zu akzeptieren, ist für Ben nicht leicht. Und er ist zu Beginn wütend, unfair, launisch ... und Zita fängt das alles auf, mit einer Freundlichkeit und Beharrlichkeit, die ihr die Umwelt nicht zugetraut hat. Daraus kann man auch viel für sich selber mitnehmen.






    Lesen oder nicht?


    Die Autorin hat mit Umdrehungen einen großartigen Gegenwartsroman vorgelegt. Er ist sowohl Liebes- als auch Entwicklungsroman und zeigt auf, wie der Mensch mit Schicksalsschlägen (hier: eine Querschnittslähmung) umgeht und im Laufe seiner Entwicklung reift. Ein besonderer Augenmerk liegt auch darauf, wie sich gemeinsame Herausforderungen auf die Partnerschaft und die Kommunikation innerhalb der Partnerschaft auswirkt. Die Protagonisten finden im Lauf der Zeit einen Weg, Streitigkeiten zu minimieren und sich stattdessen ihrer Wertschätzung und Liebe zu versichern.
    Der Weg von Ben und Zita ist zwar individuell, dennoch kann man daraus einiges für das eigene Leben mitnehmen. Zudem ist das Buch auch stilistisch gut geschrieben und kann, trotz aller schwierigen Themen, auch unterhalten.
    Daher eine Leseempfehlung von mir.


    (c) Buchvogel. Rezension hier

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    Cover des Buches Mord unter Null9783000405808

    Bewertung zu "Mord unter Null" von Hugo B. Lauenthal

    Mord unter Null
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Lesen oder nicht ist weniger die Frage, denn die Kurzgeschichte ist erstens gut und zweitens schnell durchgelesen.
    kurzweiliges für die Wanne

    Zusammenfassung


    Die Ermittler suchen den Mörder eines Mannes, der tot im Wald gefunden wird. Er ist in der Nacht erfroren, der Mörder hat augenscheinlich zugeguckt. Ein lang zurückliegender Fall hat mit dem Mord zu tun.



    Persönlicher Eindruck


    Meine Tante hat mir dieses Buch geschenkt, weil ich hier im Blog in der Vorstellung gebeichtet habe, dass ich als Kind Bücher mit in die Dusche nehmen wollte, um weiter zu lesen. Obwohl dieser Wunsch lang hinter mir liegt und ich eher selten bade, habe ich mich total über dieses Wannenbuch gefreut.

    Das Besondere ist, dass das Buch wasserfest ist und man es mit in die Badewanne, den Baggersee oder unter die Dusche nehmen kann. Es ist nur eine Kurzgeschichte, d.h. in maximal 15 Minuten, so der Verlag, ist man damit fertig. Ich hab natürlich kürzer gebraucht, es sind ja nur 6 Seiten. Die Schrift ist zwar nicht groß, aber groß genug, dass man es ohne Brille lesen kann. Das Material ist ein Kunststoff, von dem das Wasser abperlt, erinnert an bisschen an Babybücher unf ist auch knautschbar.

    Die Kurzgeschichte selber war spannend, dramatisch und auch ein bisschen traurig. In kurzer Zeit wird der Fall dargeboten und auch aufgelöst, aber es liest sich wirklich leicht und gut. Kurzgeschichten sind ja schwierig zu schreiben, finde ich, und es ist dann gelungen, wenn es trotzdem interessant ist - was es war.


    Lesen oder nicht?


    Lesen oder nicht ist weniger die Frage, denn die Kurzgeschichte ist erstens gut und zweitens schnell durchgelesen. Die Frage ist kaufen oder nicht. Wenn eure Alltagsgewohnheiten hin und wieder Bäder vorsehen, bei denen ihr gerne etwas lesen würdet, dann sind die Wannenbücher perfekt. Auch perfekt zum Verschenken, evtl. in Kombination mit einem hübschen Badezusatz oder so, für eine Viertelstunde Entspannung.


    Mehr Rezensionen auf meinem Blog

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    Cover des Buches Vampirjägerin inkognito9783960870524

    Bewertung zu "Vampirjägerin inkognito" von Fiona Winter

    Vampirjägerin inkognito
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spritziger erster Band für Romantasy-Fans und solche, die es immer schon mal sein wollten
    Kurzweilig, das Buch hat mich überzeugt

    Zusammenfassung


    Amelie wird vom Bund kontaktiert. Das ist eine Vampirjäger-Organisation und sie möchte besonders einen Vampir erledigen: den sehr mächtigen, weil schon 400 Jahre alten Lucian. Diesen Part soll Amelie erledigen. Der Plan ist: während einer Morddämonenbeschwörung soll Amelie denn beschworenen Dämon auf Lucian hetzen. Im Gegenzug will der Bund ihr Informationen geben über Christopher, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist und ihr so nahe steht wie ein Bruder.
    Amelie läßt sich auf den Handel ein und versucht, Lucian zu finden und sein Vertrauen zu gewinnen. Das funktioniert tatsächlich und gemeinsam mit seinem Geschöpf Marcelle und einer weiteren Zauberin namens Serena reisen sie sehr umständlich nach Paris auf sein Anwesen.

    Jetzt dürfen die drei nur nicht merken, dass Amelie noch nie etwas mit Schwarzer Magie zu tun hatte und schon gar keinen Dämen beschworen hat. Sie versucht sich erstmal mithilfe eines Buches an einer Beschwörung eines harmlosen Dämons. Doch etwas geht schief, und sie kann das kleine, nervige Fellbündel namens Sassa nicht mehr zurückschicken. Und dann gerät sie auch noch in einen unerwarteten Gewissenskonflikt...




    Persönlicher Eindruck


    Dieser Fantasy-Liebesroman hat mir einfach Spaß gemacht, ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Nur den Titel fand ich nicht so gut, zu viel Anlehnung an die Twilight-Bände und damit irreführend.

    Zum Inhalt: Amelie ist eine Zauberin (nicht zu verwechseln mit den Hexen, die keine übernatürlichen Fähigkeiten haben) die in unserer gewohnten Welt lebt, nur, dass es eben Vampire und Zauberer gibt. Charmant fand ich es etwa, wenn sie Zauberutensilien im Internet bestellt.

    Amelie ist die Erzählerin in Ich-Form, dadurch lernen wir ihren Charakter sehr gut kennen. Sie ist eine sehr sympathische Zauberin mit einem guten Herzen, aber etwas chaotisch und naiv.

    Auch Lucian fand ich sympathisch und seine gestelzte Ausdruckweise hat ihm ein besonderes Flair hinzugefügt.

    Die Geschichte wird humorvoll erzählt und ist leicht zu lesen. Besonders komisch fand ich die Geschichte um die mißglückte Dämonenbeschwörung. Und den kleinen Sassa einfach nur zuckersüß.

    Auch die Spannung kommt nicht so kurz; die Angriffe des Bundes etwa sind mitreißend erzählt.

    Das Tempo der Geschichte ist gerade richtig. Die Liebesgeschichte und die Geschichte um den Bund und den Auftrag wird nicht gleich aufgelöst, aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen.

    Die Liebesgeschichte selber traf auch meinen Geschmack, es waren einige romantische Stellen dabei und auch Stellen, bei denen es total zwischen den Protagonisten geknistert hat, haben total Laune gemacht beim Lesen.



    Lesen oder nicht?


    Ein toller erster Band für Fans des Romantasy. Es gibt Vampire, Zauberer, eine Verschwörung, Urban-Fantasy, eine packende Liebesgeschichte, Spannung und sympathische Charakter. Und ein niedlicher Dämon als i-Tüpfelchen


    Rezension auf meinem Blog hier

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    Cover des Buches Pilgrim - RebellionB06Y1ZWLQD

    Bewertung zu "Pilgrim - Rebellion" von Joshua Tree

    Pilgrim - Rebellion
    Daniela-Walchvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mehr - ich möchte mehr von den Pilgrim lesen!
    Fulminanter Auftakt

    Zusammenfassung


    Auf einem kleinen Felsen leben die Pilgrim ein ruhiges und geregeltes Leben und streben die geistige Verschmelzung im Nimbus an. Ungewöhnlich für die eher einzelgängerischen Pilgrim sind Magnus, Tomm, Felix, Tasha und Tzunai seit ihrer Kindheit eng befreundet.

    Magnus ist ein Prinz, der Sohn des Kaspan. Er ist außerdem ein guter Kämpfer in der körperlichen Disziplin, dem Hatnam, und herausragend in der Beherrschung des Hatori, der geistigen Diziplin.

    Doch seit neuestem hat Magnus ein Problem, wenn er ins Hatori eintritt: Die Weltenblume spricht ihn persönlich an. Das gilt als erstes Zeichen des beginnenden Wahnsinns. Doch es geschehen noch weitere seltsame Dinge und dann hat seine Schwester Marit mit ihm eine lange Unterhaltung, in der er beginnt, die Glaubensgrundsätze der Pilgrim, in Frage zu stellen. Was geschieht mit den Pilgrim, wenn sie 40 Jahre alt werden? Was möchte die Weltenblume ihm mitteilen?




    Persönlicher Eindruck


    Joshua Tree führt uns zu Beginn ausführlich in das Leben und die Kultur der Pilgrim ein und stellt die fünf Freunde vor. Dafür nimmt er sich viel Zeit, was mir gut gefallen hat. Die ruhige, meditative Lebensweise der Pilgrim überträgt sich so auch auf den Leser, ich konnte total in diese Kultur eintauchen.

    Dann jedoch legt der Autor nicht nur eine, sondern mindestens drei oder vier Schippen drauf; das Tempo der Erzählung wird rasanter, die Ereignisse überschlagen sich. Das Leben der fünf Pilgrim wird völlig auf den Kopf gestellt, auch ich als Leser musste mich erstmal an die Veränderungen gewöhnen.

    Der Autor geht in seiner Erzählung keine Kompromisse ein. Man merkt, er schreckt vor nichts zurück und würde seinen Protagonisten auch nichts ersparen. Das macht die Geschichte spannend, weil wirklich alles passieren kann.

    Die Protagonisten sind sympathisch und handeln nachvollziehbar. Ich mochte alle fünf von ihnen, vor allem Magnus.

    Der Sprachstil ist klar, es lässt sich flüßig lesen. Die Geschichte wird von einem Erzähler erzählt, vor allem, aber nicht nur, aus der Sicht von Magnus.

    Der Prolog verwirrte mich zunächst, ob ich nicht im falschen Genre, in der Sci-Fi, gelandet bin. Wie dieser Prolog mit dem Rest der Reihe zusammenhängt, darüber habe ich schon einige Vermutungen. Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Einstieg.


    Lesen oder nicht?


    Für diesen Auftakt einer 6-bändigen Fantasyreihe spreche ich einen Lesetipp aus. Freunde von gut geschriebener High-Fantasy und guten Abenteuergeschichten dürfte diese Geschichte ansprechen. Die Geschichte ist verdammt gut erzählt und bei allen irren Wendungen versuchen die Freunde, sich ihr Wesen zu bewahren.


    Buchvogel, der Bücherblog

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