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Dauerleserin

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    Cover des Buches Mord am Watzmann (ISBN: 9783710402982)

    Bewertung zu "Mord am Watzmann" von Felix Leibrock

    Mord am Watzmann
    Dauerleserinvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Lesenswertes Debut einer neuen Krimireihe!
    Von Wechten und Bergschamanen

    Die Winekes, ein Ehepaar aus Lübeck, verbringen seit Jahren ihren Urlaub in Berchtesgaden, weswegen es auch niemanden überrascht, dass sie auch ihre Silberhochzeit auf dem Watzmann feiern wollen. Doch beim Wandern ändert sich schlagartig das Wetter, und das Ehepaar stürzt ab. Beide versterben noch am Ort des Geschehens. 

    Simon Perlinger, der als Polzeibergführer arbeitet, fragt sich, ob es sich bei dem Absturz um Mord oder um einen tragischen Unfall handelt. Er muss undercover ermitteln, weil der Fall nicht in seinen eigenen Zuständigkeit liegt, ihn aber trotzdem nicht mehr loslässt. Es gibt mehrere Verdächtige. Und zusätzlich tauchen auch die Geister aus Simons eigener Vergangenheit wieder auf und lassen ihn nicht mehr los. Und was haben Wechten und Bergschamanen mit dem Ganzen zu tun?

    Cover und Schreibstil:

    Was mir sofort aufgefallen ist, ist der farbige (giftgrüne!) Buchschnitt, sehr cool. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es zudem eine kleine Schwarz-Weiß-Zeichnung (Berge). Dies alles macht das Buch hochwertig. 

    Das Cover von „Mord am Watzmann“ an sich hat mir allerdings nicht 100%ig gefallen. Es ist in Schwarz-Weiß gehalten, und man sieht im Hintergrund die Bergkulisse, aber irgendwie ist das Cover meiner Meinung nach viel zu unscheinbar für diesen Krimi …

    Die Personenliste zu Beginn des Buches habe ich nur überflogen. Eigentlich mag ich solche Listen nämlich ist, weil sie für mich suggerieren, dass das Buch so eine Liste nötig hat, weil es ein Personen-Kuddelmuddel gibt. Dies war bei diesem Krimi allerdings tatsächlich nicht der Fall, was die Liste obsolet macht.

    Die Kapitellänge ist gleichzeitig super und süchtig machend (“schnell noch ein Kapitel“). Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es mir gefällt oder nicht: Eigentlich am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Art Cliffhanger gibt. Man könnte meinen, dass dies ein bisschen zu viel des Guten ist, andererseits hat dies dazu beigetragen, dass die Spannung durchweg aufrechterhalten wird. Macht euch einfach selbst ein Bild davon!

    Fazit und Leseempfehlung:

    Das Ehepaar Wineke kam mir von Anfang an höchst merkwürdig vor: immer am gleichen Ort Urlaub machen? Mir war klar, dass Er und Sie auf jeden Fall jeder für sich irgendein düsteres Geheimnis haben. Aber dann waren sie auch schon tot. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob der Tod der beiden nun tatsächlich ein Mord war oder auch nur ein unglücklicher Unfall. Es gibt jede Menge mögliche Täter, und erst am Ende des Buches bekommt man überhaupt eine Ahnung, was dem Ehepaar Wineke tatsächlich passiert ist. 

    Die Ermittlungen sind für Simon sehr belastend. Er ermittelt ja quasi privat, weil er eigentlich nicht zuständig ist, was alles noch komplizierter macht. Was Simon als Ermittler an sich betrifft, weiß ich noch immer nicht so ganz, was ich von ihm halten soll. Er ist ziemlich eigenwillig und beim Ermitteln hartnäckig, gibt nicht so schnell auf. Andererseits wirkt er auf mich ein wenig anstrengend …

    Das Ende des Buches war überraschend und spannend, und es hat mir gut gefallen.

    Und: Das Leseerlebnis mit „Mord am Watzmann“ wird noch dadurch erhöht, dass man in diesem Krimi ganz nebenbei Vieles über die Arbeit der Bergpolizei und über Lawinen in den Bergen erfährt. Man spürt deutlich die Expertise des Autors. Und: Wer schon mal in den Bergen war, kann sich die Stimmung dort anhand der Schilderungen gut vorstellen

    Dieser Krimi ist das sehr gelungene Debut einer Berchtesgaden Krimi-Reihe. Ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt!

    Ich gebe „Mord am Watzmann“ vier Sterne und empfehle diesen Krimi sehr dringend allen Alpenkrimi-Fans, aber auch allen, die Krimis mögen, die einen auch persönlich berühren.

    Die Dauerleserin


     


     

     


     

     

     

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    Cover des Buches Das Watt und der Tod (ISBN: 9783740811433)

    Bewertung zu "Das Watt und der Tod" von Markus Rahaus

    Das Watt und der Tod
    Dauerleserinvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Nordseekrimi mit Lokalkolorit und Tiefgang!
    Von Viren und Maulwürfen im sonst so ruhigen Cuxland

     „Das Watt und der Tod“ ist der dritte Fall mit dem den Kommissaren Arne Olofsen und Martin Greiner. In Cuxhaven liegt im Hafenbecken ein gesunkener Kutter. Als der Kutter geborgen wird, findet die Polizei darin eine männliche Leiche. Schnell schnellt sich heraus, dass das Ganze etwas mit tödlichen Viren zu tun hat. Es gibt einen weiteren Toten und der Verdacht kommt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt. Die Ermittlungen beschränken sich nicht nur auf Cuxhaven, es wird international, und verschiedene Geheimdienste sind involviert. Und zudem gibt es wohl einen Maulwurf im Umfeld der Ermittler. Olofsen und Greiner haben nicht viel Zeit.

    Cover und Schreibstil

    Das Cover ist von der Aufmachung her typisch für den Emons Verlag und in einem wunderschönen Blau gehalten. Das Motiv verbreitet eine düstere Stimmung, weckt aber auch das Interesse des Betrachters. Weil mir nicht ganz klar ist, was da genau auf dem Cover abgebildet ist, habe ich mich schlau gemacht: Es handelt sich um ein sogenanntes Semaphor, einem Windanzeiger (die Windrichtung und die Windstärke werden angezeigt), das nach seiner Rekonstruktion seit einigen Jahren in Bremerhaven steht. 

    Der Schreibstil des Autors ist ansprechend und flüssig. Einige wenige Längen habe ich leider gespürt. Die Einteilung der Kapitel anhand von Tagen bzw. Tagesabschnitten ist ansprechend und unterstreicht die Dynamik und den Zeitdruck bei den Ermittlungen.

     „Das Watt und der Tod“ lebt auch von seinem Ermittlungsteam. Das Team der Polizei in Cuxhaven muss sich gegen die übergeordnete Konkurrenz von außerhalb durchsetzen, was die Ermittler aber noch mehr zusammenschweißt. 

    Fazit und Leseempfehlung

    Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht. Das ist aber auch nicht zwingend erforderlich, denn „Das Watt und der Tod“ ist ein in sich abgeschlossener Fall. Markus Rahaus hat einen vielschichtigen, nervenaufreibenden Krimi geschrieben, der einen beim Lesen (und auch danach) nicht mehr loslässt.

    Der Autor macht sich die Stimmung an der Nordsee zu Nutze, die Nordsee war allgegenwärtig, zumal ja auch einige Passagen am bzw. auch im Wasser spielen. 

    Ich empfehle „Das Watt und der Tod“ natürlich zunächst einmal allen, die die Vorgängerbände kennen, aber auch allen, die Krimis mit einem (natur-) wissenschaftlichen Hintergrund interessieren. Wer sich durch die bereits erwähnten Längen kämpft wird mit einem komplexen Fall belohnt, der Urängste adressiert und einen nach einem aufreibenden Ende einfach nur fassungslos zurücklässt. Obwohl „Das Watt und der Tod“ an der Nordsee spielt und es sich laut Untertitel um einen „Küsten Krimi“ handelt, ist das Buch allerdings nichts für einen chilligen Nachmittag im Strandkorb.

    4 Sterne von mir.

    Die Dauerleserin

     

     

     

     


     


     

     

     

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    Cover des Buches Professionelles Schreibcoaching: Konzept, Methoden, Praxis (ISBN: 9783746922881)

    Bewertung zu "Professionelles Schreibcoaching: Konzept, Methoden, Praxis" von Anke Fröchling

    Professionelles Schreibcoaching: Konzept, Methoden, Praxis
    Dauerleserinvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Super Buch - genau, was ich gerade gebraucht habe
    Professionelles Schreibcoaching: Schreibst du noch oder coachst du schon?

    Anke Fröchling zeigt in ihrem Buch „Professionelles Schreibcoaching“, was sie darunter versteht und wie sie es selbst als Schreibcoach in der Praxis umsetzt.

    Cover und Schreibstil:

    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Es zeigt eine Hand mit einem Stift in der Hand, weitere Stifte und einen Teil einer Tastatur. Dies alles ein wenig verschwommen, was bei mir die Neugier auf das Buch erhöht hat. Unter dem eigentlichen Titel stehen drei Begriffe als Untertitel: Konzept, Methoden/Praxis, was im Wesentlichen auch der Inhalt des Buches ist. Alles in allem wirkt das Cover, auch durch die dezente Farbgebung, professionell und einladend.

    Das Buch ist gut strukturiert aufgebaut. In zahlreichen Kapiteln wird man in die Welt des Schreibcoachings eingeführt. Nach einer eher theoretischen Beleuchtung des Themas mit einem kurzen Abriss zur geschichtlichen Entwicklung des Schreibcoachings als Disziplin und der Vorstellung benachbarter Disziplinen, wird das Buch schnell sehr praktisch. Im Praxisteil findet man auch viele Fragebögen, die für das Coaching anderer aber auch zur Selbstreflexion gut geeignet scheinen.

    Viele grau hinterlegte, sehr hilfreiche Merkkästen und gute Schaubilder runden das Buch ab. Am Ende des Buches findet man sogar noch eine kurze Zusammenfassung und eine interessante Liste mit weiterführender Literatur. Was mir ehrlicher Weise bei diesem Buch jedoch ein wenig gefehlt hat, und was man eigentlich auch bei einem Ratgeber dieser Art erwarten würde, ist ein Schlagwortregister.

    Fazit und Leseempfehlung:

    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, weil es ziemlich genau das war, was ich gerade gebraucht und gesucht habe. Ich habe nun einen sehr guten Überblick, wie Schreibcoaching funktionieren kann. Ich interessiere mich dafür, weil ich nicht nur Bücher rezensiere, sondern ab und zu auch Bücher korrigiere. Das Korrigieren beschränkt sich jedoch meistens nur auf eine reine Fehlerkorrektur und Anmerkungen zum Inhalt. Gerne würde ich den Autoren, denen ich zur Seite stehe, auch darüber hinaus helfen. Aber nicht nur in diesem Kontext ist das Buch hilfreich, auch wenn man wie ich selbst schreibt (ich habe einen eigenen Bücherblog), ist das Buch sehr hilfreich. Bei der nächsten Krise, die ja nicht immer gleich eine Schreibblockade sein muss, werde ich sicherlich zu diesem Buch greifen und mich inspirieren lassen.

    Man merkt quasi auf jeder Seite des Buches, wie sehr die Autorin ihre Tätigkeit als Schreibcoach liebt. In „Professionelles Schreibcoaching“ schafft sie es, auf knapp 300 Seiten viele Aspekte des Schreibcoachings darzustellen und zu erklären. Dies alles sehr strukturiert und damit auch übersichtlich und ohne den erhobenen Zeigefinger, was mir bei Ratgebern immer sehr wichtig ist.

    Neben dem theoretischen Input findet man im Buch auch einige Fallbeispiele aus der Praxis der Autorin.

    Ich empfehle „Professionelles Schreibcoaching“ allen, die sich für das Schreibcoaching, ob nun für sich selbst oder auch für andere, interessieren. Das Buch kann auch bei der Entscheidung helfen, ob man sich eine Tätigkeit im Bereich Schreibcoaching vorstellen kann. Und es ist ein gutes Nachschlagewerk für alle bereits aktiven Schreibcoaches, wobei hier wie bereits erwähnt ein Schlagwortregister hilfreich wäre. 4 Sterne von mir. 

    Die Dauerleserin

     

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    Cover des Buches Das doppelte Grab (ISBN: 9783740812379)

    Bewertung zu "Das doppelte Grab" von Margarete von Schwarzkopf

    Das doppelte Grab
    Dauerleserinvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Meiner Meinung nach ein anspruchsvolles Buch mit einigen diskussionswürdigen Schwächen, aber unbedingt lesenswert!
    Von Grabendolchen und dunklen Geheimnissen

    „Das doppelte Grab“ ist bereits der 5. Fall für die Kunsthistorikerin und Hobbyermittlerin Anna Bentorp. Sie hat das Haus ihrer verstorbenen Tante in Köln geerbt und will es nun sanieren lassen und anschließend verkaufen. Doch schnell stellt sich heraus, dass im Keller des alten Hauses etwas nicht stimmt. Die Handwerker finden dort nämlich zwei Skelette und andere merkwürdige Dinge wie ein altes Schwert und alte Münzen. Eine alte Übersetzung aus dem Mittelalter spielt auch noch eine Rolle. Anna Bentorp ermittelt und begibt sich dabei zunehmend selbst in Gefahr. Denn ein Mörder ist den Ermittelnden immer ein bisschen voraus, und er kennt keine Skrupel.

    Cover und Schreibstil:

    Das Cover von „Das doppelte Grab“, das einen Kellerraum mit Tür oder auch eine Tür, die in den Keller führt, zeigt, ist düster und geheimnisvoll und macht neugierig auf das Buch. 

    Margarete von Schwarzkopf schreibt flüssig und ansprechend. Man merkt am Ausdruck, dass sie akademisch vorbelastet ist, so dass das Buch interessant, aber auch anspruchsvoll geschrieben ist. Auch der Humor kommt neben der spannenden Handlung nicht zu kurz. 

    Etwas Besonderes an dem Buch ist, dass die Handlung in zwei Zeitebenen spielt: im Mittelalter und in der Gegenwart. Die Passagen, die im Mittelalter spielen, fand ich persönlich teilweise ein wenig anstrengend, was aber unbedingt auch daran liegt, dass ich eigentlich keine historischen Romane lese. Am Ende werden die beiden Zeitebenen jedoch überaus geschickt zusammengeführt, das entschädigt für Einiges.

    Obwohl es bereits der 5. Band der Reihe ist, muss man die Vorgängerbände nicht unbedingt kennen, um in die Handlung reinzukommen.

    Fazit und Leseempfehlung:

    Das Buch war für mich von Anfang an ziemlich voraussehbar: ein altes Haus, irgend etwas stimmt da nicht … Das macht an sich nichts, denn es kommt ja darauf an, was die/der einzelne Autor/in aus dieser Ausgangssituation macht.

    Nicht bei allen Krimis rückt die Hauptprotagonistin so in den Vordergrund wie in „Das doppelte Grab“, weswegen ich auf sie extra eingehen möchte:

    Anna Bentorp, die "Miss Marple" von Köln?

    Auf dem Buchrücken des Buches befindet sich ein Zitat vom Bücher-Magazin, das Anna Bentorp als „norddeutsche Miss Marple“ bezeichnet. Das sind wirklich ziemlich große Schuhe, und wer Miss Marple kennt (mit Kennen meine ich nicht die schlimmen neueren Verfilmungen, sondern tatsächlich die Bücher), wird mir zustimmen, dass mögliche Ähnlichkeiten nur an den Haaren herbeigezogen sind. 

    Was bleibt also? Am Anfang hat mir Anna Bentorp als Ermittlerin, aber auch als Person auf jeden Fall ziemlich gut gefallen, weil ich grundsätzlich Ermittelnde mag, die sich von der Masse abheben. Dieser gute Eindruck bröckelte jedoch mit der Zeit. Diese ganzen unlogischen Entscheidungen, ihre „Männergeschichten“, die nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben, das Hin und Her mit ihrer Mutter – am Ende ging mir das alles nur noch auf die Nerven. Irgendwie kann man die Eigenschaft „schrullig“ und damit liebenswert auch überstrapazieren …

    Zurück zur Handlung an sich. Hier hat mich Margarete von Schwarzkopf letztendlich damit überzeugt, wie geschickt sie in diesen beiden völlig verschiedenen Zeitebenen schreibt. Bei den Passagen, die im Mittelalter spielen, hat man deutlich die hohe Sachkenntnis der Autorin durchscheinen sehen.

    Das Buch ist meiner Meinung sehr interessant, denn man erfährt auch viel über das Mittelalter und alte Gegenstände, und damit auch lesenswert. „Das doppelte Grab“ weist aber auch Schwächen auf, die die Lesenden mehr oder weniger stören könnten. 

    „Das doppelte Grab“ ist ein Krimi, der meiner Meinung nach ein hohes Polarisierungspotenzial besitzt - für mich ist das eigentlich ein eindeutiges Qualitätsmerkmal. Wäre da nicht dieses vermeintliche Durcheinander, das sich durch die vielen verschiedenen Personen im Verlauf der Handlung immer mehr zu einem veritablen Chaos entwickelt.

    Ich bin eine Vielleserin, drei bis vier Bücher pro Woche sind keine Seltenheit, aber die Vielzahl an Personen hat mich ziemlich geflashed. Somit war für mich der Chillfaktor beim Lesen von „Das doppelte Grab“ deutlich getrübt. 

    Aufgrund des wirklich herausragenden Schreibstils von Margarete von Schwarzkopf und der beschriebenen geschickten und anspruchsvollen Verknüpfung der beiden sehr verschiedenen Zeitebenen vergebe ich dennoch vier Sterne. „Das doppelte Grab“ empfehle ich allen Kennern und Fans der Reihe mit Anna Bentorp, aber auch allen, die anspruchsvolle Krimis mit einem wissenschaftlichen Hintergrund mögen.

    Die Dauerleserin

     

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    Cover des Buches Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller (ISBN: B09J5C5WBJ)

    Bewertung zu "Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller" von Patrick Burow

    Entführt: Ein Cold-Case-Team Thriller
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Thriller, der einen nachhaltig berührt!
    Grausamkeit und späte Rache

    „Entführt“ ist der zweite Fall für das Cold-Case Team aus Hamburg. Julia und Alexander Rosenthal erleben den Alptraum aller Eltern: Ihr minderjähriger Sohn Finn verschwindet in einem Vergnügungspark an der Ostsee quasi vor ihren Augen und taucht nicht wieder auf. Die Polizei beendet irgendwann die Suche, und nach drei Jahren wendet sich das Ehepaar an das Cold-Case-Team mit der Bitte, den Fall neu aufzurollen. Das Team nimmt die Ermittlungen auf und gerät dabei ermittlungstechnisch, aber auch emotional an seine Grenzen.

    Cover und Schreibstil

    Die Farbgebung des Covers gefällt mir gut, und sie hat einen hohen Wiedererkennungswert, denn auf den ersten Blick ähnelt es dem Cover des ersten Bandes („Schuld“) sehr. Die Motivwahl für das Cover von „Entführt“ hingegen finde ich nicht optimal. Das Cover zeigt ein Riesenrad, das zwar auch zu einem Vergnügungspark gehört, aber eben keine Geisterbahn. Diesbezüglich habe ich aber auch überlegt, dass es vllt schwierig gewesen wäre, eine Geisterbahn geschickt abzubilden?!? Davon abgesehen ist der hintere Buchdeckel noch viel unheimlicher als das Cover selbst …

    Patrick Burows Schreibstil hat mir abermals sehr gut gefallen. An manchen Stellen hatte ich allerdings den Eindruck, dass zu willkürlich Begriffe aus der Juristensprache eingebracht wurden, aber wenn man weiß, was der Autor beruflich macht, ist das nicht weiter verwunderlich, bzw. würde man auch nichts anderes erwarten. Durch die besondere Ausdrucksweise des Autors bekommt der Thriller, ob nun gewollt oder nicht, jedenfalls einen fast wissenschaftlichen Touch, was mir aber sehr gut gefällt. Bei aller „Juristerei“ schafft es der Autor dennoch, die Spannung konsequent aufzubauen. Es gibt immer wieder neue Wendungen, und ich habe auch keine unnötigen Längen wahrgenommen. Die kurzen Kapitel fördern das schnelle Verschlingen dieses Thrillers. Ich persönlich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Sollte man den Vorgängerband „Schuld“ vorab lesen?

    Ja, man sollte „Schuld“ unbedingt lesen, und zwar vor allem, weil es großen Spaß macht, das Cold-Case-Team kennenzulernen. Um gut in „Entführt“ reinzukommen, ist es aber nicht unbedingt erforderlich.

    DIE Besonderheit von „Entführt“: Das Team!

    Natürlich ist für jeden Krimi oder Thriller das Ermittlungsteam sehr wichtig. Aber beim Cold-Case-Team handelt es sich wirklich um ganz ein besonderes Team. Alle vier ErmittlerInnen sind auf irgendeine Art „ausrangiert“, beruflich aufs Abstellgleis geschickt, und müssen damit irgendwie klarkommen. Und alle vier haben ihre persönliche Geschichte und ihre Marotten, die sowohl im beruflichen als auch im privaten Rahmen aufeinanderprallen.

    Patrick Burow schafft es, die einzelnen Charaktere der Teammitglieder auf eine geradezu liebevolle Weise herauszuarbeiten, sodass man am Ende keine richtige Lieblingsperson hat, sondern alle vier irgendwie gleich gut findet. Genau wie das Team hasse ich inzwischen deren obersten Chef, Beesten, der andauernd versucht, das Team zu sabotieren.

    Fazit und Leseempfehlung

    Manche AutorInnen in diesem Genre versehen ihre Bücher mit sog. Trigger-Warnungen. Diese hätte ich mir für „Entführt“ auch gewünscht. Denn es werden Themen adressiert, die jeden, insbesondere aber diejenigen, die selbst Kinder haben, schockieren: Kindesentführung und Pädophilie. Für ihre Machenschaften bedienen sich die Täter des Darknets.

    Ich hoffe sehr, dass Patrick Burow für den Spannungsaufbau ein wenig übertrieben hat, denn wenn DAS unsere Realität ist, ist die ganze Story einfach nur schrecklich und zutiefst verstörend.

    Ich persönlich lese eigentlich keine Bücher, bei denen Kinder Opfer sind. „Entführt“ habe ich aus Sympathie für diesen herausragenden Autor der deutschsprachigen Thrillerlandschaft gelesen. Es war bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe.

    Trotz der äußerst schwierigen Thematik empfehle ich „Entführt“ sehr dringend allen Thriller-Fans, insbesondere denen, die sich für die Ermittlungsarbeit interessieren. Allzu empfindlich sollte man jedoch nicht sein, denn in diesem Thriller kommen etliche brutale und menschenverachtende Szenen vor. 

    Trotzdem: 5 Sterne von mir!

    Die Dauerleserin


     



     



     



     

     

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    Cover des Buches Die Todesbeigaben: Thriller (ISBN: 9783985950126)

    Bewertung zu "Die Todesbeigaben: Thriller" von Drea Summer

    Die Todesbeigaben: Thriller
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein unkonventioneller und lesenswerter Thriller, der Themen adressiert, die einen wirklich schocken
    Neulich in Döllersheim ...

    Ein junges Pärchen findet an einem sogenannten Lost Place in Österreich in einer alten Kirche eine weibliche Leiche. Sie verständigen die Polizei. Doch diese Leiche bleibt nicht die einzige. Ist hier ein Serienmörder unterwegs?

    Cover und Schreibstil

    „Die Todesbeigaben“ ist bereits der zweite Thriller, den ich von dieser Autorin gelesen habe. Das Cover des Buches ist nicht so düster wie bei „Totennektar“, aber nicht minder gruselig. Drea Summers Schreibstil überzeugt mich, denn sie schreibt flüssig und spannend. Die einzelnen Kapitel sind kurz und damit lesefreundlich. Durch den ständigen Perspektivenwechsel kommt keine Langeweile auf.

    Fazit und Leseempfehlung

    Eines vorweg: Den Lost Place, wo der Thriller beginnt (Döllersheim in Niederösterreich), gibt es wirklich. Als Lesende/r sollte man sich also unbedingt die Bilder von diesem Ort im Internet angucken!

    Ziemlich zeitig in „Die Todesbeigaben“ lernt man auch den mutmaßlichen Täter kennen, der in der Ich-Form von seiner Vergangenheit und von seinen Plänen erzählt. Somit ist das Buch ein Stückweit vorhersehbar, was allerdings nicht verhindert, dass man vom Ende dann doch geschockt ist.cDer Fall lebt u.a. auch von der besonderen, wenn auch etwas komplizierten Ermittlerin Susanne Kriegler vom LKA Wien. Ich fand sie sympathisch und war deswegen auch besonders berührt, als der Fall zunehmend auch Auswirkungen auf ihr Privatleben hatte.

    Was mich an dem Buch ein wenig gestört hat, ist das immer wieder aufblitzende gestörte Verhältnis zwischen der Ermittlerin und ihrer Tochter Lisa sowie die Art, mit der die Ermittlerin ihren Kollegen Alexander behandelt. Diese beiden Aspekte fand ich persönlich ziemlich anstrengend. Und auch die Vorgehensweise der Ermittlerin ist leider nicht immer professionell bzw. teilweise sogar höchst unrealistisch.

    Dennoch ist „Die Todesbeigaben“ für mich ein unkonventioneller und lesenswerter Thriller, der Themen adressiert, die einen wirklich schocken. Also nichts für Leute, die keine etwas brutaleren Szenen in einem Thriller mögen. Nicht umsonst gibt es für das Buch eine Triggerwarnung!

    Mich haben sowohl die Story an sich als auch die Schreibweise der Autorin fasziniert, weswegen ich auch gerne vier Sterne für „Die Todesbeigaben“ vergebe.

    Die Dauerleserin

     

     

     

     


     


     


     

     

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    Cover des Buches (Auto)mobile Disruption (ISBN: 9783754334645)

    Bewertung zu "(Auto)mobile Disruption" von Stefan Müller

    (Auto)mobile Disruption
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, auch für sogenannte "interessierte Laien"!
    In der Automobilindustrie und bei den Zulieferern tut sich was!

    Aber ist das auch genug? Was ist in den letzten Jahren passiert, und wie wird das Ganze voraussichtlich weitergehen? Wer könnte die Entwicklung forcieren, und wer bremst sie eher aus? Der Autor dieses inspirierenden Buches, Stefan Müller, ist vom Fach, denn er berät schon sehr lange die Automobilindustrie. Mit seinem Buch ist man gut über die aktuellen Entwicklungen in dieser für den Standort Deutschland so wichtigen Branche informiert.

    Cover, Schreibstil, etc.:

    Das Cover von „(Auto)Mobile Disruption“ ist ansprechend gestaltet, denn es strahlt eine gewisse Dynamik aus, passend zum Thema. Stefan Müllers Schreibstil ist trotz der anspruchsvollen Thematik auch für Laien gut verständlich. Ansprechend kurze und damit lesefreundliche Kapitel.

    Fazit und Leseempfehlung:

    Meine Tochter studiert seit kurzem Elektrotechnik und interessiert sich vor allem für alles, was mit dem autonomen Fahren zu tun hat. Deswegen ist das auch oft ein Thema bei uns. Durch „(Auto)Mobile Disruption“ ist mir nun einiges klarer geworden, auch wenn ich schon viel wusste. Der Autor schafft es, die Lesenden für das Thema zu begeistern, ohne zu indoktrinieren. Dies alles geschieht auch ohne den erhobenen Zeigefinger. Somit ist dieses Buch ist eine echte Bereicherung für alle, die sich für dieses hochaktuelle Thema interessieren. 

    Allerdings ist natürlich zu befürchten, dass die darin enthaltenen Informationen in Kürze veraltet sein werden. Aber dies ist ja normal heutzutage.

    Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung von „(Auto)Mobile Disruption“, die sicherlich notwendig sein wird, und vergebe gerne 5 Sterne.

    Die Dauerleserin

     

     

     

     

     

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    Cover des Buches Sicheres Englisch: Business Englisch: Telefon und E-Mail (ISBN: B09DKYFMVT)

    Bewertung zu "Sicheres Englisch: Business Englisch: Telefon und E-Mail" von Bettina Schropp

    Sicheres Englisch: Business Englisch: Telefon und E-Mail
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieses Buch gehört an (fast) jeden Arbeitsplatz!
    Dear Sir or Madam!

    Fast jeder hat in seinem beruflichen Kontext mit Englisch sprechenden Gegenübern zu tun, sei es am Telefon oder schriftlich. Doch auch wenn man sein mageres Schulenglisch regelmäßig auffrischt, sei es durch Eigeninitiative oder durch tatsächliches Anwenden, fehlen einem, wenn man es dann wirklich mal braucht, einfach die Worte. Beim Schreiben von Emails hat man ja noch die Möglichkeit, schnell etwas nachzuschlagen, aber beim Telefonieren muss man spontan reagieren können. Hier schafft Bettina Schropp Abhilfe, denn sie hat ein nützliches, wenn auch kurzes Buch mit Phrasen bzw. Musterdialogen geschrieben, mit denen man sich für berufliche Situationen, in denen man Englisch sprechen muss, fitmachen kann. Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt: „Telefonieren“, „E-Mails schreiben“ und „Sätze für Telefon und E-Mail“.
     Am Ende jedes Abschnitts gibt es Übungen, um das Gelernte umzusetzen und am Ende des Buches gibt es einen Test zu allen Themen.

    Schreibstil und Cover

    Bettina Schropps Schreibstil gefällt mir sehr gut, und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. An einigen wenigen Stellen kam das Buch leider ein wenig belehrend daher, was sich aber vllt auch bei Büchern dieser Art nicht vermeiden lässt. Die eigentlich sehr sinnvollen Musterdialoge kommen etwas verkrampft daher. Das Cover des Buches hingegen gefällt mir leider nicht so gut. Es ist relativ schlicht gehalten, was natürlich erstmal ansprechend ist, aber das Piktogramm sieht ein wenig komisch aus. Allerdings gibt es einen gewissen Wiedererkennungswert, es gibt nämlich noch weitere Englischbücher dieser Autorin. 

    Man hätte auch schon selbst darauf kommen können und sich das beizeiten in der Nähe des Telefons bereitlegen können, aber das Beste an diesem Buch ist für mich das englische „Telephone alphabet“, das man eigentlich auswendig lernen müsste, zumindest die Buchstaben, die man braucht, um seinen Nachnamen ordentlich und vor allem auch flüssig buchstabieren zu können. Nichts ist nämlich schlimmer, als einen Namen beim Telefonieren nicht richtig zu verstehen.

    Fazit und Leseempfehlung

    "Sicheres Englisch: Business Englisch: Telefon und E-Mail"  darf vom Inhalt her gesehen eigentlich an keinem Arbeitsplatz fehlen. Herausfordernd finde ich persönlich jedoch den konkreten Anwendungskontext bei Telefonaten bzw. Gesprächen. Man kann ja nicht beim Sprechen sagen „Warten Sie mal kurz, ich muss mal schauen, was ich Ihnen antworten könnte“. Hier hilft nur, wenn man die wichtigen Phrasen auswendig lernt und sie immer wieder verwendet, um sie dann letztendlich zu verinnerlichen.

    Der Anwendungskontext des Buches zum Schreiben besserer E-Mails in Englisch hingegen ist um Einiges vielversprechender.

    Was könnte man an diesem Buch meiner Meinung nach noch verbessern bzw. ergänzen?

    Zunächst einmal finde ich eine deutsche Übersetzung der Phrasen höchst überflüssig, wenn das Buch den Anspruch haben will, zielgruppengerecht zu sein. Um die Erwartungen an den Buchtitel „Sichereres Englisch: Business Englisch“ zu erfüllen, wäre ein (alphabetisch sortiertes!) Glossar mit wichtigen Wörtern aus dem Bereich Wirtschaftsenglisch sinnvoll gewesen, weil man vllt auch komplexere Dinge ausdrücken möchte als in den Musterbeispielen. Außerdem fehlen mir Formulierungen für die Verabschiedung, mündlich und schriftlich, und – nicht peinliche – Beispiele für einen guten und verbindlichen Smalltalk.

    Was die mündliche Kommunikation betrifft, hätte ich mich über eine Audio-CD oder zumindest online hinterlegte Audiodateien gefreut. Alles in allem ist dieses Buch bzw. die Buchserie, es gibt wie bereits erwähnt noch andere Englischbücher der Autorin, ein guter Ansatz.
    Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch dringend allen, die beruflich mit Englisch zu tun haben.

    Die Dauerleserin


     

     

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    Cover des Buches Blinder Zorn und Blaue Zipfel (ISBN: 9783740811983)

    Bewertung zu "Blinder Zorn und Blaue Zipfel" von Birgit Ringlein

    Blinder Zorn und Blaue Zipfel
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein echter Genusskrimi - hat mir gut gefallen!
    Von Nordlichtern und Glitzerdingern

    Die Köchin und Hobby-Ermittlerin Dora Dotterweich ihren Job im Restaurant auf der Burg Lauenfels gekündigt und eröffnet mit ihrer Freundin Mona ein eigenes Restaurant, die Hexenküche. Doch schon kurz nach der Öffnung des kleinen, aber exquisiten Restaurants, liegt eines Morgens eine tote Frau auf dem Boden vor dem Restaurant. Wie sollte es anders sein: Dora beginnt sofort, zu ermitteln, was aber verschiedenen Personen vor Ort, u.a. auch der Polizei, nicht gefällt.

    Cover, Schreibstil, etc.:

    Mitten auf dem Cover von „Blinder Zorn und blaue Zipfel“ ist eine riesige Fleischgabel abgebildet, und das sieht ziemlich beeindruckend aus!

    Das Buch ist überwiegend im oberfränkischen Dialekt geschrieben. Für jemanden wie mich, die des Fränkischen nicht mächtig ist, kann es am Anfang ein wenig beschwerlich sein, aber nach ein paar Seiten hatte ich mich eingelesen.  Birgit Ringleins Schreibstil ist flüssig und gefällt mir sehr.

    Am Ende fast jeden Kapitels gibt es eines der ganz tollen Kochrezepte, von denen ich inzwischen schon drei nachgekocht habe und sie einfach nur super fand. Nicht umsonst also trägt „Blinder Zorn und blaue Zipfel“ den Untertitel „Ein fränkischer Genusskrimi“.

    Fazit und Leseempfehlung:

    Obwohl ich die beiden Vorgängerbände der Reihe mit Dora Dotterweich nicht kenne, kam ich wunderbar in „Blinder Zorn und blaue Zipfel“ hinein. Man muss also nicht unbedingt die beiden Vorgängerbände gelesen haben. Ich persönlich werde dies jedoch schnellstmöglich nachholen. 

    „Blinder Zorn und blaue Zipfel“ lebt eindeutig von seiner Hauptfigur Dora Dotterweich. Die ganze Handlung kreist förmlich um sie herum, aber auf so angenehme Weise, dass das Buch meiner Meinung nach keinerlei Längen hat.

    Ich empfehle „Blinder Zorn und blaue Zipfel“ sehr dringend allen, die eher unkonventionelle Ermittler*innen mögen und natürlich allen, die ohnehin gerne Frankenkrimis lesen. 

    Und nun: Baggmas! Von mir gibt es begeisterte 5 Sterne!

    Die Dauerleserin


     

     

     

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    Cover des Buches Labyrinth München (ISBN: 9783958893900)

    Bewertung zu "Labyrinth München" von Axel Schwab

    Labyrinth München
    Dauerleserinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Super Reiseführer - für alle München-Fans und für alle, die es werden wollen!
    So müssen moderne Reiseführer sein

    " Labyrinth München" ist ein detaillierter Reiseführer über München und Umgebung und ist ganz anders als die herkömmlichen Reiseführer. Denn was in anderen Reiseführern meist nur auf einer Seite mit Überschriften wie „Geheimtipps“ oder „Insidertipps“ quasi nebenbei erwähnt wird, ist bei bei Axel Schwab Programm. 

    München ist die Heimatstadt des Autors. Und so ist es auch kein Wunder, dass er sich 30 interessante Touren für München und Umgebung ausgedacht hat.Die Karten im Buchumschlag geben einen ersten groben Überblick. Dann kommen einige „BEST OFs“ mit z.B. den wichtigsten Museen und Restaurants. Danach folgen die 30 Touren, und am Ende des Buches findet man dann noch unter anderem einen Veranstaltungskalender

     Cover, Schreibstil, etc.:

    Das Cover von „Labyrinth München" gefällt mir von der Motivauswahl her eigentlich ganz gut. Allerdings ist das obere Foto ziemlich verschwommen, was mich ein wenig stört. Aber ich vermute, dass das vllt sogar mit Absicht ist?!? Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut, man merkt seine Begeisterung für München. Gut gefallen haben mir auch die kreativen Überschriften für die einzelnen Touren. Viele ansprechende Fotos und eingebundene Karten runden das Ganze ab. Ich persönlich mochte auch die blau hinterlegten Wissens- und Tipps-Kästchen, die im ganzen Buch verteilt sind, und bei den einen oder anderen Aha-Effekt hervorgerufen haben.

    Fazit und Leseempfehlung:

    Wie bereits erwähnt, hebt sich „Labyrinth München" deutlich von den herkömmlichen Reiseführern ab. Auch wenn man zufälliger Weise gerade nicht nach München reisen kann, macht es auch so Spaß, durch das Buch zu „flanieren“ und Pläne zu machen.

    Ich empfehle das Buch allen, die München auf eine besondere Art und Weise entdecken wollen, aber auch Einheimischen, die mal einen anderen Blick auf ihre Stadt haben wollen. Insbesondere die ansprechend gestaltete und gut durchdachte Doppelseite „Tourenkombinationen“ am Ende des Buches ist für Planungsfanatiker und für Leute, die es werden wollen, bestimmt eine wahre Freude. 5 Sterne von mir und vielen Dank für dieses wirklich gelungene Buch!

    Die Dauerleserin


     


     

     


     



     

     

     

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