Dekanda

  • Mitglied seit 20.03.2018
  • 71 Freunde
  • 197 Bücher
  • 108 Rezensionen
  • 171 Bewertungen (Ø 4.32)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne85
  • 4 Sterne62
  • 3 Sterne18
  • 2 Sterne6
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)

    Bewertung zu "Die Zeuginnen" von Margaret Atwood

    Die Zeuginnen
    Dekandavor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Spannende und raffiniert erzählte Fortsetzung, die das Leben in Gilead aus drei Perspektiven -den Zeuginnen- näher beleuchtet. Lesenswert!
    Lesenswert, nicht nur für Fans von "Report der Magd"

    Die Autorin hat mit diesem Werk nach 35 Jahren das Kultbuch "Report der Magd" fortgesetzt. Anders als der Vorgänger liegt hier der Fokus auf drei ineinander verwobene Geschichten, die inhaltlichlich und plotmäßig viel zu bieten haben.
    Das philosophische und ikonische des 1. Teils fällt eher weg, womit das Buch auch für diejenigen interessant wird, die Gilead an sich interessant fanden, aber vom "Report der Magd" selbst angeödet waren.


    Erzählt wird die Geschichte aus drei Ich-Perspektiven. Zwei Zeugenaussagen und einem persönlichen Bericht Tante Lydias. Jeder hat hat einen anderen Stil und Sprache, was sehr authentisch wirkt. Sie umfassen unterschiedliche Zeiträume und erzählen auch unterschiedlich. 


    Das Leben in Gilead und auch wie es entstand wird plastisch dargestellt. Viele Fragen, die sich im ersten Teil stellten, werden hier ganz natürlich im Rahmen der Story beleuchtet - das sich ein paar Lücken im Weltenbau auftun, war für mich nicht weiter tragisch, da die Protagonisten, sowie ihre Empfindungen und Motive sehr gut dargestellt werden.


    Am Anfang des Buches ist nicht klar, wer genau die drei Frauen sind und wie sie zusammenhängen und in welcher Zeit sie sich begegnet sind. Jedoch finden sich im Text viele Hinweise, die erst zum Ende des Buches ihre Bedeutung bekommen. Zum Schluss setzen sich die Handlungsstränge zu einem großen Bild zusammen.
    Ich empfand den ganzen Aufbau als sehr raffiniert gestrickt und spannend.




    Fazit: 5 von 5 Sternchen, auch wenn es von der Art her ein gänzlich anderes Buch ist als "Report der Magd".

    Kommentare: 2
    7
    Teilen
    Cover des Buches New Earth Project (ISBN: 9783961291700)

    Bewertung zu "New Earth Project" von David Moitet

    New Earth Project
    Dekandavor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Eine spannende, aber auch sehr schlichte Geschichte mit jugendlichen Protagonisten - mit Umwelt und gesellschaftspolitischen Themen.
    Wichtige Themen in etwas naiver Story

    "New Earth Project" spielt in 105 Jahren, nachdem der Meeresspiegel um 20 m anstiegen ist. Die Reichen leben in geschützten Kuppeln, die Armen in überfluteten Hochhausslums - und eine Lotterie verspricht als Gewinn eine Weltraumreise zu einem neuen Planeten. Im Rahmen dieses Settings treffen Orion, der Reichensohn, und Isis, die Armentochter, aufeinander - die Instalove-Liebesgeschichte mit einigen Klischees und der sehr interessante Hintergrundplot nehmen ihren teilweise naiven Lauf. 

    Die Geschichte  bedient wichtige gesellschaftliche und umwelttechnische Fragen. Wie könnte eine Welt und deren Lösungen aussehen, in der 30 % der Landfläche unbewohnbar geworden sind und einige Priviligierte trotzdem ein schönes Leben führen wollen. Das entworfene Setting ist sehr interessant, ungeheuerlich und spannend. 

    Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen. DIe großen Buchstaben lassen einen über die Seiten fliegen. Erzählt wird die Geschichte mit zwei unterschiedlichen Erzählarten: Zum einen von Isis in der Ich-Perspektive und Präsens, zum anderen von einem ominpräsenten Erzähler in der Vergangenheit, der sich an unterschiedliche Protagonisten heftet und somit die Hintergründe deutlicher beleuchtet.  
    Die Handlung selbst ist sehr schlicht, ohne große Raffinesse oder Verwicklungen. Nach einer fast 100-seitigen Einführung, wo eher wenig geschieht, passiert dann der Plot sehr schnell. Dem männlichen Hauptprotagonisten stellen sich auf Grund seiner Position und durch ein wenig Wissen, nur geringe Hindernisse in den Weg - bzw., die lassen sich schnell und ohne Probleme überwinden und er muss sich nicht mit Rückschlägen oder Umdenken auseinandersetzen. Ich empfinde dies insegsamt als schade, da ich Jugendlichen zutraue verschlungeneren Wegen zu folgen.

    Die beiden Hauptprotagonisten sind auf ihre Art sympathisch. Leider folgen sie und die Nebenfiguren gängigen Klischees, in ihren Persönlichkeiten (die reiche Zicke; der skrupelose Boss; der nachdenkliche Reiche; das sozial engagierte, schöne Mädchen) und der Konstellation (der unglücklich verliebte beste Freund) Zwischentöne gibt es wenig. Da das Setting so gut getroffen ist, hätte ich mir auch bei den Charakteren mehr Realismus gewünscht. Die entstandenen Gefühle zwischen den beiden  waren ... nun... plötzlich da und dann auch noch storytreibend. Schade, ich hätte mir da mehr Entwicklung gewünscht.

    Was mich sehr gestört hat, war das typische Rollenklischee-Muster: ein Junge, dessen sich entwickelnde Männlichkeit herausgestellt wird, handelt aktiv, um hilflos gewordenes Mädchen (dessen sich entwickelnde Weiblichkeit natürlich nicht erwähnt wird, weil ist ja nichts positiv belegtes) zu retten. Sie ist (natürlich) super hübsch und sozial engagiert, was seine Gefühle erweckt. Zum Glück ist sie wenigstens intelligent, aber nicht intelligent genug, um am Ende erstmal die Schule zu beenden und sich nicht von seinen Gnaden abhängig zu machen.
    Es ist sehr schade, solche Muster schon in einem Jugendbuch derart manifestiert zu lesen


    -------ab hier Spoiler ----

    Obwohl die Geschichte gut zu lesen und spannend war, empfand ich sie auch als naiv. Schon im Prolog wusste ich - da ich mich mit Generationenraumschiffen schon mal auseinandergesetzt habe - dass dies so nicht möglich sein kann. Wie kann es sein, dass die ganze Welt mit unzähligen Wissenschaftlern sich so täuschen ließ - niemand nachrechnete oder wenigstens mal nachdachte? 

    Die Reichen verlieren alles und alles wird konfisziert ... aber Orion behält das Imperium seines Vaters? Seltsam. Es wirkte nur wie ein erhobener Zeigefinger gegenüber Miranda. Für mich überflüssig.

    Auch die Lösungen am Ende waren sehr naiv. Die Hälfte der Roboter verschrotten, um Arbeitsplätze am Band zu schaffen. Als ob die Automatisierungstechnik und Fortschritt der Feind wären. Echt jetzt? Während gerade Wissen über Gemüseanbau offenbart wurde ... und es in der Welt so viel zu tun gäbe?

    ----- Spoiler Ende ----


    Fazit: An sich ein spannend zu lesendes Buch mit ein paar Schwächen. 4 von 5 Sternen.



    Kommentare: 4
    8
    Teilen
    Cover des Buches Tempel des Leids: Die unglaublich wahre Lebensgeschichte des Tristo Berlinger (ISBN: B08BWZW2PD)

    Bewertung zu "Tempel des Leids: Die unglaublich wahre Lebensgeschichte des Tristo Berlinger" von Lew Marschall

    Tempel des Leids: Die unglaublich wahre Lebensgeschichte des Tristo Berlinger
    Dekandavor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Viele spannende und kreative Ideen, die aber derart verdichtet dargestellt werden, dass sie mich nicht erreicht haben.
    Würde ich gerne als Epos lesen

    "Tempel des Leids" dreht sich auf wenigen Seiten um das gesamte, sehr bewegte Leben von Tristo Berlinger. Es verflechtet zwei Handlungsebenen, die eines namenlosen Klons, der um seine Rechte kämpft, und die des von ihm nacherzählten Tagebuchs des Titelhelden. 

    Die technischen Ideen, Konflikte, die gesellschaftlichen und moralischen Fragestellungen, sowie Handlungsstränge sind sehr faszinierend und hätten für ein Epos ausgereicht. Da der Autor im ersten Kapitel zeigt, wie unglaublich mitreißend, berührend und athmospärisch dicht er schreiben kann, würde ich dieses sofort lesen. Ebenso wie das Buch, welches bald herauskommt und detaillierter in dieser Welt handeln soll.

    Warum nur 3 Sterne, trotz meiner euphorischen Worte?
    Nach dem Einstieg, der mich packen konnte, hat mich das Buch leider sehr schnell wieder losgelassen. Die Geschichte geht in einen schnellen Zeitraffer über, der hauptsächlich zusammenfassend erzählt, statt zu zeigen oder darzustellen. In einigen Absätzen verfliegen Jahre, in denen sehr viel geschieht.

    Dadurch gingen mir beim Lesen der Erzähler und die Atmospähre verloren, außerdem blied der Protagonist Tristo Berlinger für mich so distanziert, wie eine Wachsfigur, die ich zwar vor mir sehe, aber kein Leben in sich trägt. Schade empfand ich es auch, dass hauptsächlich das Aushalten rein körperlichen Schmerzes dargestellt wurde, ohne dem Protagonisten gleichzeitig den Schmerz des Zwischenmenschlichen aushalten und leben zu lassen.

    Im Kontext einer grausamen Gesellschaft, die Klone diskriminiert, wurden viele Themen angeschnitten - zusätzlich wurde eine komplexe Welt mit technischen Neuerungen, Religionsverständnis, besonderen Regierungssystemen und Alienwesen/-artefakten/-Materialien eingeführt und der Ich-Erzähler kämpft um seine Freiheit.
    Auf 75 Seiten wurde so extrem viel angerissen, dass ich einiges nicht verstand oder kein Bild vor meinen Auge entstand. Außerdem wurden immer neue Fragen und Fakten in den Raum geworfen, ohne auf die Hintergründe einzugehen oder die Warums zu beantworten. Es gelang mir daher leider nicht in die Welt einzutauchen, obwohl ich es sehr gerne getan hätte.


    Fazit: 2,5 von 3 Sternchen, die ich gerne aufrunde.

    Kommentare: 1
    9
    Teilen
    Cover des Buches Der Omega im Turm: Burg der Wölfe (ISBN: B07YB847LF)

    Bewertung zu "Der Omega im Turm: Burg der Wölfe" von Jay Boss

    Der Omega im Turm: Burg der Wölfe
    Dekandavor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Spannende und humorvolle Liebesgeschichte in einem Omegaverse in einem mittelalterlichen Highland-Setting.
    Zwei liebenswerte Hauptprotagonisten

    Das Buch spielt in einem Omegaverse mit Wolfswandlern, ohne Menschen oder weiblichen Wesen. Es dreht sich um die Liebesgeschichte von Finn und Cael, die sich gegen Angreifer zur Wehr setzen müssen.

    Das athmosphärisch dicht beschriebene Setting befindet sich in den schottischen Highlands und lehnt sich an das frühere Clansystem dort an, nur das es hier eben Wolfsrudel mit ihren speziellen Regeln und Rangfolgen sind. Die Sitten in dieser kriegerischen Welt sind rau und besonders die Omegas, die als letzte in der Rangfolge stehen, leiden darunter.

    Die Geschichte wird aus der personalisierten Erzählperspektive, wechselweise von Finn und Cael, erzählt. Der Schreibsti ist flüssig und leicht zu lesen.

    Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten entfaltet sich langsam und nachvollziehbar. Ich hatte Freude die Entwicklung und Annäherung mitzuverfolgen. Insbesondere weil alles vor einem spannenden Plot um brutale Clankämpfe erzählt wird und die komplexen Regeln dieser Welt konsequent mit einflechtet.

    Finn und Cael sind zudem Charaktere mit Ecken und Kanten, die durch ihre Vergangenheit und durch ihr Umfeld geformt wurden. Sie entwickeln sich, während zwischen ihnen witzige Dialoge  sprießen. Auch die Nebencharaktere mit ihren Konflikten werden detailreich dargestellt. 

    Fazit: Wer ausdrucksstarke Liebesgeschichten, Wandlergeschichten und besonders das Omegaverse für sich entdeckt hat, wird die Geschichte wahrscheinlich lieben. 5 von 5 Sternchen.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Cover des Buches Prophezeiungen für Jedermann (ISBN: 9783492282178)

    Bewertung zu "Prophezeiungen für Jedermann" von Nicole Gozdek

    Prophezeiungen für Jedermann
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Welt und ein ungewöhnlicher Hauptprotagonist, der zu seiner Stärke findet. Wundervoll philosopisch und zum Nachdenken.
    Eine faszinierende Reise durch eine versponnene Welt

    "Prophezeiungen für Jedermann" dreht sich um Zacharias, der auf eine schicksalhafte Queste geschickt wird, die ihn und sein Umfeld für immer verändern wird.  Das Buch ist voller Anregungen zum Nachdenken, über das Leben, unsere Erwartungen daran und unsere Platz darin.
    Bis auf das Finale kommt die Geschichte eher leise daher, findet ihre Antworten in den kleinen Details. Die einzelnen Elemente der Geschichte sind wundervoll miteinander verwoben und bilden in ihrer Komplexität ein großes Ganzes.

    Die Autorin hat eine faszinierende Welt kreiert. Sie ist unserer ähnlich und doch so verschieden, dass es Freude macht die kleinen und großen Unterschiede zu entdecken. Diese Welt versucht die Perfektion in der Ordnung, glaubt so vieles in feste Grenzen verpacken zu können, ohne überhaupt genug davon zu wissen, um es zu verstehen. Die Questen für jedermann sind das gebändigte Chaos, welches wie ein begradigter Fluss, hin und wieder über sein Ufer tritt.

    Zacharias ist ein junger Mann, der am Anfang glaubt alles zu haben und zu wissen, wo sein Leben hinführen wird. Er hat sich, seine Wünsche, sein Andersein und seine Phobien selbst domestiziert, um in das perfekte Leben seiner Welt zu passen. In wenigen Büchern trägt ein eigentlich unsicherer, liebenswerter, zum Teil naiver und mitlaufender Charakter eine ganze Handlung. Hier gelingt es, er entwickelt sogar eine Symbolkraft, die mich beeindruckt hat.
    Insbesondere Zacharias Entwicklung ist faszinierend. Obwohl er so viel verliert, so viel einsteckt, findet er in sich selbst die Stärke an sich zu glauben und trotzdem noch zu vertrauen. Er überwindet seine Grenzen und auch die gedanklichen Einschränkungen, die von außen geschaffen werden.

    Das relativ offene Ende passt für mich zum philosphophischen Grundgedanken des Buches.


    Fazit: Ein wundervolles Buch, 5 von 5 Sternchen

    Kommentare: 8
    14
    Teilen
    Cover des Buches Blinde Wandlung (Deep Valley Verse 7) (ISBN: B086XGPR8D)

    Bewertung zu "Blinde Wandlung (Deep Valley Verse 7)" von Francisca Dwaine

    Blinde Wandlung (Deep Valley Verse 7)
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein blinder, junger Wandler bricht durch die Liebe zu einem Menschen aus seinem beengten Leben aus und entwickelt sich. Süße Geschichte.
    Hauptsächlich Liebesgeschichte

    "Blinde Wandlung" dreht sich um die Geschichte von Ivo und Ben, einem Wandler und einem Menschen. Trotz des Klappentextes, welcher einen alten Feind suggeriert, der ständig lauert, dreht sich das Buch größtenteils um die dialoglastige Liebesgeschichte der Hauptprotagonisten. Weitere Themen sind Ivos zunehmende Selbstständigkeit trotz Blindheit und die Emanzipation von seinem Bruder.

    Durch den Klappentext habe ich ein Buch erwartet, welches wesentlich mehr Spannungsmomente zu bieten hat. Auch die Problematiken der Wandler kommrn eher nur am Anfang und am Ende zum tragen. Die Liebesgeschichte ist einfühlsam und süß beschrieben, trotzdem fragte ich mich oft, wann es denn nun endlich losgeht mit dem Plot.
    Sehr interessant in der Geschichte ist die Beschreibung Ivos und wie er mit seiner Blindheit sein Leben meistert. Auf mich wirkte es, als hätte sich die Autorin sehr detailliert mit dieser Thematik auseinandergesetzt.  

    Der Schreibstil in der personalisierten Erzählperspektive ist einfach, flüssig und lässt sich gut lesen. Die Perspektiven wechseln zwischen Ivo und Ben. Insgesamt empfand ich die Nennung der Namen als so extrem oft, dass es mich manchmal gestört hat.
    In vielen Geschichten mangelt es an Kommunikation, entstehen Konflikte, weil nicht geredet wird. Dieses Buch ist das komplette Gegenteil. Die Protagonisten besprechen wirklich alles bis zur Erschöpfung, bevor ein Konflikt eskalieren kann, wird er angesprochen und ziemlich vernünftig geklärt. An sich toll und richtig schön, leider macht es das Buch auch etwas langatmig - durch die vielen langen, klärenden Dialoge und die mangelnde Eskalation.


    Fazit: Eine süße Liebesgeschichte mit wenig drumherum, 4 von 5 Sternchen.


    Kommentare: 2
    12
    Teilen
    Cover des Buches Der Kafir (ISBN: B088JJMDYH)

    Bewertung zu "Der Kafir" von Abigail Rook

    Der Kafir
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannender und in vielen Aspekten hochaktueller Thriller mit sympathischen Protagonisten. Vielschichtig und mit hervorragendem Schreibstil.
    Kommentare: 5
    Cover des Buches Tristan der Stecher: Beim Schwanz des heiligen Georg (ISBN: B088KQQWLW)

    Bewertung zu "Tristan der Stecher: Beim Schwanz des heiligen Georg" von A. Craig

    Tristan der Stecher: Beim Schwanz des heiligen Georg
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: In diesem Buch geht es um Sex. Zu meiner Freude sind diese vielfältigen Szenen gut beschrieben und in eine lustige Geschichte verpackt.
    Sex, Sex und ... mehr Sex.

    Tristan ist berühmt, bzw. nicht er, sondern nur ein riesiger, auf und absteigender Teil von ihm - vor dem geht allerdings jede Frau in die Knie.
    Allein, wenn eine von ihm hört, will sie ihn. Immer. Ohne Ausnahme. Er muss nicht mal etwas tun, da er seinen Bullenschwanz schon in der Tür hat und jede Frau beschwingt beglückt. 

    Das Buch insgesamt ist kurz und knackig, der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Neben der hauptsächlichen Zusammenfasssung oben gibt es sogar noch einen Plot und weitere Charaktere. Es werden auch lustige Dialoge in derber Sprache geführt, die mich zum Lachen brachten. Auch die vollkommen schamlose, von der Frau herbeigesehnte Sexualität hat mir sehr gefallen.

    Es mag kaum möglich sein, aber leider hat das kurze Buch es geschafft mich ein wenig zu langweilen. Denn die Anbahnung, die zu den verstreuten (normalo-)Sexszenen führte, war (nahezu) immer gleich. Es gab keinerlei Hürden für Tristan, er musste nicht mal den Finger rühren - er kam ... und vögelte.  Dabei hätte die Story selbst durchaus das Potential für mehr Abwechslung geboten.

    Kommentare: 6
    14
    Teilen
    Cover des Buches Die Meisterin: Der Beginn (ISBN: 9783426226759)

    Bewertung zu "Die Meisterin: Der Beginn" von Markus Heitz

    Die Meisterin: Der Beginn
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannende Erzählstruktur und interessante Welt. Aber leider haben mich die Protas, deren Zusammenspiel und der Spannungsverlauf enttäuscht.
    Kommentieren0
    Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783442380299)

    Bewertung zu "BLACKOUT - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
    Dekandavor einem Monat
    Kurzmeinung: Europa ohne Strom - ein sehr breit aufgestelltes Katastrophenszenario. Das Besondere hier, ist für mich gleichzeitig die größte Schwäche.
    Sehr detailliert, dadurch teilweise langatmig

    Im gesamten Europa fällt mitten im kalten Winter der Strom aus. Die Tage vergehen, nach und nach brechen die Strukturen zusammen und die Menschen versinken im Chaos.
    In diesem Buch werden außergewöhnlich eindrucksvoll die Folgen eines Stromausfalls beschrieben. Ich war davon gleichermaßen geschockt über die Grausamkeit und bürokratische Abwicklung und berührt von der bröckelnden Solidarität der Menschen untereinander.

    Dieses Buch lässt mich sehr zwiespältig zurück. EInerseits ist die Idee und die epische Breite mit der dieses Szenario erzählt wird unglaublich beeindruckend. Zudem werden durch die Perspektive einer Verwaltungsbeamtin im Krisenmanagment die anlaufenden Hilfsmaßnahmen und Folgen sehr wissenschaftlich erklärt. Auch die Zusammenhänge des europäischen Stromnetzes  empfand ich als sehr faszinierend.
    Ich habe definitiv einiges gelernt und bin überrascht, wie schrecklich ein Stromausfall tatsächlich wäre. Wobei einige Dinge im Buch wohl nicht den Tatsachen entsprachen (z.B. die Wasserversorgung) und ob die Notstromaggregate der AKWs wirklich sooo schlecht gewartet werden, (hoffe und wage) ich zu bezweifeln.

    Der Schreibstil ist relativ sachlich gehalten, aber doch flüssig und schnell lesbar.


    Warum also nur drei Sterne?
    Dies lag hauptsächlich an der Umsetzung der Geschichte. Der Autor springt in personalisierter Perspektive von Schauplatz zu Schauplatz und von Person zu Person. Am Anfang sind es derart viele, dass ich den Überblick verlor. Auch wenn sich die Personenanzahl zum Ende hin verdichtet, blieben die Personen für mich kaum greifbar. Sie schienen in ihrer Persönlichkeit hauptsächlich Stereotypen zu entsprechen. Die Charakteresierung schien mir nahezu ohne Tiefe, womit ich nur wenig Anteil an ihrem Schicksal nahm.
    Zudem verliert sich das Buch zuweilen in Szenen, die kaum bis gar nicht zur Geschichte beitragen, außer um noch ein schrecklichen Punkt auf der Szenarienliste abzuhaken.

    Durch die vorhergenannten Punkte wirkte die Geschichte insgesamt zäh. Die Spannungskurve stieg für mich nur langsam an. Ich hatte erst ab Seite 400 das Gefühl mitgerissen zu werden. Erst auf Seite 700 fühlte ich mich bemüßigt das Ende nachzuschauen - was ich bei spannenden Büchern normalerweise schon nach den ersten Seiten tue. 

    Die vielen Informationen gaben mir das Gefühl, diese Buch unbedingt zu Ende lesen zu wollen, die Umsetzung schreckte mir zusehens ab ... mit diesem Zwiespalt hätte mich "Blackout" fast in eine Leseflaute getragen.


    Fazit: Sehr interessantes Szenario, es lohnt sich zu lesen. Aber mir fehlt es an Charakterzeichnung und verdichteter Handlung. 3 von 5 Sternen.


    Kommentare: 3
    11
    Teilen

    Über mich

    Fantasy und Sciencefiction - Fans, und natürlich auch alle anderen LeserInnen, sind auf meiner Autorenseite herzlich Willkommen. Ja, das hier ist Eigenwerbung - fühlt euch also umworben ;-)

    Lieblingsgenres

    Klassiker, Historische Romane, Krimis und Thriller, Fantasy, Science-Fiction

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks