Destiny48

  • Mitglied seit 18.08.2019
  • 2 Freunde
  • 25 Bücher
  • 12 Rezensionen
  • 21 Bewertungen (Ø 3.76)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne6
  • 4 Sterne9
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cover des Buches Alles richtig gemacht (ISBN: 9783328606673)

    Bewertung zu "Alles richtig gemacht" von Gregor Sander

    Alles richtig gemacht
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine gute Idee mit einer leider enttäuschenden Umsetzung. Die tolle Atmosphäre kann leider den Rest nicht mehr retten.
    Rezension zu "Alles richtig gemacht" von Gregor Sander

    Grundlegendes

    Genre: Historischer Gesellschaftsroman

    Seitenzahl: 239

    Kapitellänge: lang

    Reihe/Band: Einzelband


    Zum Autor 

    Gregor Sander stammt ursprünglich aus Schwerin, lebt jedoch mittlerweile in Berlin. „Alles richtig gemacht“ ist nicht sein erster Roman und sicher auch nicht der letzte. Diesen Herbst kommt sogar die Verfilmung zu einem seiner Werke, „Was gewesen wäre“, in die Kinos. Er ist als freier Autor tätig und konnte bereits 2007 sein Romandebut auf den Markt bringen.


    Zum Inhalt

    Der Anwalt Thomas hadert mit seinem Leben. Seine Frau Stephanie hat ihn mitsamt ihrer beiden Kinder Miriam und Nina verlassen, und das ohne einen Grund zu nennen. Seine Kanzlei verwickelt ihn in einen moralisch fragwürdigen Fall und sein bester Freund Daniel taucht völlig überraschend nach Jahren wieder auf. Doch nicht nur die Gegenwart hält einige Probleme für ihn bereit, auch Rückblenden in seine Vergangenheit erzählen eine schwermütige Geschichte über das Leben zu DDR Zeiten und darüber hinaus, über Freundschaft, Liebe, Betrug und eine ungewisse Zukunft. Stellt sich hier nicht jedem die Frage, ob er wirklich alles richtig gemacht hat in seinem Leben?


    Meine Meinung

    Der Klappentext ist spannend zu lesen, hat aber leider kaum etwas mit dem Buch zu tun. Die dort erwähnten Punkte werden nur beiläufig erwähnt, anstatt eine wirkliche Geschichte zu ergeben. Das Cover finde ich in Ordnung, auch wenn es nichts besonderes ist. Die goldene Schrift hebt sich schön vom schwarzen Hintergrund ab und stellt dem Leser schon vor dem Lesen die Frage: Alles richtig gemacht? 


    Es gibt über den Roman einige positive Dinge zu berichten. Der Schreibstil liest sich recht flüssig und gut. Manchmal auch ein wenig verwirrend, doch die Beschreibungen sind ausführlich und lassen den Leser schön in die Geschichte eintauchen. Die Atmosphäre ist ebenfalls immer spürbar, wodurch der Roman ein fast schon nostalgisches Gefühl weckt und auf jeden Fall einen schönen Ausflug in die deutsche Geschichte bietet, wenngleich auch viele weniger schöne Ereignisse thematisiert werden. Diese eher bedrückende Stimmung bringt Sander hervorragend rüber, lockert sie aber auch hin und wieder mit seinem leicht humorvollen Stil etwas auf. Die Balance zwischen Komik und Tragik ist ein Spagat, der dem Autor erstaunlich gut gelingt. Die Charaktere sind interessant gewählt und harmonieren gut zusammen. Das Setting trägt viel zur Stimmung des Buches bei und passt ebenfalls perfekt. Letztlich waren auch die vielen ostdeutschen Begriffe und die Dialekte der Figuren ein großer Pluspunkt, der einen noch weiter in diesen geschichtlichen Exkurs eintauchen lässt. Die Idee an sich hat mich auch fasziniert: Immerhin sollte es um Entscheidungen gehen, die man im Leben trifft, sowie vor allem die Frage nach dem, was durch eine andere Entscheidung hätte passieren können.


    Leider sind mir aber auch viele negative Dinge aufgefallen. Die Umsetzung seiner durchaus brauchbaren Idee ist Sander leider nicht gelungen. Die eigentliche Frage nach dem, was vielleicht hätte sein können und ob man wirklich alles richtig gemacht hat, wird nie direkt Thema im Roman, obwohl es das Hauptkonzept hätte sein sollen. So entsteht einfach eine recht verworrene Lebensgeschichte von Thomas, die auch kaum Spannung aufzubieten hat. Durchgehend plätschert die Geschichte vor sich hin, baut aber nie wirklich Spannung auf und lässt die etwas über 200 Seiten sehr viel langwieriger erscheinen. Dazu tragen auch die recht langen Kapitel bei, von welchen es insgesamt nur 16 Stück gibt. Es ist fast ohne wirkliche Leerzeilen geschrieben und der Fließtext wird nur hin und wieder von einfachen Zeilenumbrüchen getrennt, was Leseunterbrechungen eher schwer gestaltet und alles in die Länge zieht. Weiterhin ist die Story an sich sehr verworren und nicht wirklich als solche zu bezeichnen, jedenfalls stimmt die Handlung eher nicht mit dem Klappentext überein. Laut diesem soll das Mysterium von Thomas verschwundener Frau aufgeklärt werden, während Daniel im selben Moment wiederauftaucht. Die angedeutete Verbindung zwischen den beiden Vorfällen bleibt aber aus. Die Protagonisten selbst haben wenig Tiefe und verhalten sich an manchen Stellen nicht wirklich nach dem wenigen Charakter, den sie erhalten haben. Es fühlt sich durchgehend wie eine oberflächliche Erzählung von Thomas über sein Leben an. Die Zeitsprünge machen es manchmal schwer, der Geschichte zu folgen. Vergangene Zeit ist kaum einzuschätzen und gegen Ende wird es richtig verwirrend und undurchsichtig, wann was wo spielt. Das Ende selbst ist leider ebenfalls misslungen. Fragen bleiben offen oder werden flach und sinnlos aufgelöst. Es gibt keine Spannung und nur noch Verwirrung, ebenso wie ein recht unlogisches Ende an sich, das mehr oder weniger offen bleibt.


    Insgesamt kann der Roman also zwar ein gutes Setting und ein nostalgisches und zugleich beklemmendes Gefühl hervorrufen, ist jedoch schlecht umgesetzt worden. Aus der Idee hätte man sicher sehr viel mehr machen können, und so fühlt es sich irgendwie enttäuschend und unfertig an, bis zum Ende zu lesen. Meine Bewertung fällt also nicht allzu positiv aus:



     

    Schreibstil       4/5

    Figuren            2/5

    Story               1/5

    Spannung        1/5



     

    Gesamt           2,0/5

    Kommentare: 1
    2
    Teilen
    Cover des Buches Finde mich. Jetzt (ISBN: 9783492061711)

    Bewertung zu "Finde mich. Jetzt" von Kathinka Engel

    Finde mich. Jetzt
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht besonders originell und spannend, dafür aber herausragend geschrieben und sicher ein paar Stunden Lesezeit wert. Ein gutes Debüt.
    Rezension zu "Finde mich. Jetzt" von Kathinka Engel

    Grundlegendes

    Genre: Romantik

    Seitenzahl: 399

    Kapitellänge: normal

    Reihe/Band: Band 1 von 3


    Zur Autorin

    Kathinka Engel ist schon immer literaturbegeistert unterwegs gewesen. Ob als Literaturwissenschaftsstudentin, bei der Arbeit für eine Literaturagentur oder als Übersetzerin und Lektorin – man merkt ihr ihre Liebe zum Lesen und Schreiben nicht nur durch ihre Laufbahn an, sondern auch in ihrem Debutroman „Finde mich. Jetzt“, der Auftakt einer dreiteiligen Reihe ist.


    Zum Inhalt

    Tamsin hasst ihr Leben in der perfekten Kleinstadt. Bei ihrer perfekten Familie mit ihrem perfekten Freund – Exfreund. Sein Fehltritt ist unverzeihlich und doch auch das Beste, was passieren konnte. Denn durch ihn und den Tod ihres geliebten Großvaters fasst sie endlich den Mut, nach Californien zu ziehen. An der Universität in Pearley lebt sie ihre Liebe zur Literatur endlich auch im Studium aus und verbringt Zeit mit ihrem besten Freund Sam. Doch auch Rhys hat ein neues Kapitel in seinem Leben begonnen. Nach sechs Jahren unschuldiger Haft im Jugendgefängnis kommt er endlich frei und erhält eine zweite Chance. Eine Wohnung, einen Job, einen Mitbewohner und Freund – doch er lebt in ständigem Zweifel, ob er all das wirklich verdient hat. Erst recht als Tamsin in sein Leben tritt und ihrer beider Gefühle nach mehr als nur Freundschaft schreien, fragt er sich, ob er jemals wieder vertrauen kann und ob all das Glück in seinem Leben von Dauer sein kann, wo doch ein letztes Geheimnis quälend auf seiner Seele lastet…


    Meine Meinung

    Der Klappentext ist wirklich gelungen, und auch das Cover finde ich wunderschön. Die Farben, die Schrift, einfach das Gesamtbild scheint stimmig. Alle drei Bände der Reihe ergeben übrigens ein Unendlichkeitszeichen, weshalb ich das Design noch besser finde. Ich hatte wirklich Spaß mit dem Roman und konnte damit einige herzzerreißende Stunden füllen. 


    Insgesamt gibt es viel Positives zu sagen. Die Kapitel sind allesamt in einer schönen Länge gehalten von durchschnittlich 6-8 Seiten, sodass auch Leseunterbrechungen einfach möglich sind. Die beiden Perspektiven gefallen mir dabei auch gut, da jedes neue Kapitel zwischen Tamsin und Rhys wechselt und so beide Seiten immer gut beleuchtet werden. Die Protagonisten sind recht sympathisch und charakterlich verständlich aufgebaut. Man hat vor allem bei Rhys das Gefühl, dass mehr unter der Oberfläche wartet, entdeckt zu werden. Die beiden geben ein schönes Paar ab und sind gut beschrieben, ebenso wie ihre Empfindungen und Gedanken. Es gibt auch einige Nebenfiguren, die ebenfalls einen gewissen Charakter besitzen und die Geschichte etwas auflockern. Vor allem Tamsins zwei Freunde Sam und Zelda sorgen immer wieder für ein paar schöne Momente, aber auch Rhys bester Freund Malik und seine Sozialarbeiterin Amy verbreiten positive Stimmung.

    Die Handlung im Allgemeinen ist soweit logisch und gut überschaubar. Durch die bereits erwähnten wechselnden Perspektiven erhält man hier auch kontinuierlich Einblicke in die Gefühlswelten beider Hauptfiguren, was ihre Taten und Reaktionen noch verständlicher macht. Insgesamt ist die Story sehr typisch und etwas klischeehaft, allerdings trotzdem schön zu lesen und eine gute Möglichkeit, sich ein paar Stunden Lesevergnügen zu sichern. Das liegt vor allem an der tollen Umsetzung der eigentlich einfachen Idee einer Lovestory, wobei besonders der Schreibstil großen Anteil am Erfolg des Buches haben dürfte. Man kann sich mit den Charakteren identifizieren, sie verstehen und fühlt sich wohl in der kleinen Welt von Pearley. Es ist ein durchgehend flüssig geschriebener Roman, der sich schnell und gut lesen lässt und dessen Autorin immer wieder passende Formulierungen findet, ohne sich ständig zu wiederholen – wenngleich es natürlich einige wiederkehrende Gedanken und Aussagen gibt, die aber in einem Roman nichts außergewöhnliches sind.

    Das Setting ist gut gewählt, wenngleich die Geschichte an sich überall spielen könnte. Die eher kleine Stadt macht allerdings viele Szenen etwas schöner und lässt auch die kleine „Familie“ im Café einen schönen Rückzugsort finden, der nicht zu überlaufen ist und doch mehr oder weniger zentral. Das Ende ist nicht allzu überraschend aber doch gut gelungen, ohne hier zu viel verraten zu wollen. Eine kleine Wendung gibt es aber schon, die man vielleicht nicht sofort kommen sieht.


    Natürlich gibt es auch einige eher negative Elemente zu erwähnen. Die Idee an sich ist zum einen natürlich nichts neues, da es bereits tausende Lovestorys mit ähnlichem Ablauf gibt. So sind die Probleme, die sich Rhys und Tamsin in den Weg stellen, wenig überraschend und recht vorhersehbar. Manchmal finde ich die Reaktionen der Protagonisten etwas seltsam und unpassend, außerdem fehlen mir manchmal noch einige klärende Gespräche, um manche Dinge wieder ins Lot zu bringen, die plötzlich von allein wieder gut zu sein scheinen. Allgemein kommen mir die Figuren auch – bis auf Rhys – zu positiv vor, jedenfalls an manchen Stellen. So sympathisch diese lebensfrohe Einstellung auch sein mag hätte ich mir doch manchmal auch stärkere Gefühlsausbrüche und längere Zweifel oder ähnliches gewünscht, oder mehr Fragen zu bestimmten Dingen, die für die jeweilige Situation zu oberflächlich erklärt wurden ( Zum Beispiel würde ich an Sams Stelle nach allem was war nicht einfach kommen und Tamsin ohne eine Erklärung mein Auto leihen). Letztlich hat mir auch die Spannung gefehlt, da alles wie bereits gesagt sehr vorhersehbar war und die eine Person, welche kurzzeitig für Spannung gesorgt hat, leider einfach im weiteren Verlauf unerwähnt blieb und nicht nochmal aufgetaucht ist. 


    Insgesamt ist es ein schöner Roman, der sich schnell und leicht lesen lässt und trotz kaum Spannung viel Spaß macht. Das eine oder andere Mal musst ich doch auch schmunzeln. Leider keine fünf Sterne bin ich doch der Ansicht, dass Potenzial in Kathinka Engel steckt und bin sehr auf die weiteren Werke der Reihe gespannt:



     

    Schreibstil       5/5

    Figuren            4/5

    Story               4/5

    Spannung        2/5



     

    Gesamt           3,75/5

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Oliver Bain und die Siegel Merlins (ISBN: 9783743174832)

    Bewertung zu "Oliver Bain und die Siegel Merlins" von Kian Talyn

    Oliver Bain und die Siegel Merlins
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schlecht geschrieben, katastrophale Rechtschreibung/Grammatik, unglaubwürdige Charaktere und vorhersehbare und unlogische Handlung.
    Oliver Bain und die Siegel Merlins - Rezension

    Grundlegendes

    Genre: Urban Fantasy

    Kapitellänge: akkurat


    Zum Autor

    Kian Talyn ist ein Selfpublishing Autor, der weitere Bücher im Fantasy Genre nach seinen ersten Veröffentlichungen plant.

     

    Zum Inhalt

    Oliver Bain ist ein Waisenkind und lebt in einem Waisenhaus. Als er sein Zimmer mit Neuankömmling Caleb teilen soll, ist er alles andere als begeistert. Doch nicht nur eine bald schon entstehende Freundschaft zwischen den beiden verbindet die Jungen. Nachdem es eine Reihe übernatürlicher Ereignisse im Waisenhaus gibt, suchen sie zusammen mit Zoe, der Tochter des Heimleiters, nach den Gründen und kommen dabei einem uralten Familiengeheimnis ebenso wie einer mächtigen Bedrohung allumfassenden Ausmaßes auf die Spur. Merlins Siegel spielen eine entscheidende Rolle, genauso wie neue Hinweise zum Tod von Olivers Eltern vor vielen Jahren. Und was haben Olivers plötzlich aufkommende Zauberkräfte damit zu tun?


    Meine Meinung

    Der Klappentext liest sich spannend, das Cover zeigt die drei Hauptcharakter und ist soweit in Ordnung, weckt aber kein zu großes Interesse. Doch leider hat mich das Buch alles andere als begeistert, aber einige positive Dinge gibt es doch zu erwähnen. Fangen wir mit diesen an:


    Die Idee ist relativ interessant und hätte sicher einiges an Potenzial gehabt. Die magischen Bedrohungen und die erst nach und nach aufgedeckte Familiengeschichte von Oliver lassen hin und wieder etwas Spannung entstehen. 

    Außerdem finden viele faszinierende übernatürliche Kreaturen ein Zuhause im Buch. Vor allem weniger bekannte mythologische oder fantastische Wesen machen es doch immer wieder interessant und zeigen, dass Talyn auch wirklich gute Ideen hat. Die Kapitel sind teilweise etwas kürzer, teils länger, bewegen sich jedoch zumeist in einem angenehmen Bereich und machen so auch Unterbrechungen beim Lesen problemlos möglich.


    Leider haben mir aber viele Dinge nicht wirklich gefallen. Die Idee an sich mag gut sein, doch die Umsetzung lässt zu Wünschen übrig. Die Charaktere sind unstet und handeln zum einen oft gegen ihre eigentlichen Charakterzüge, zum anderen auch alles andere als ihrem Alter entsprechend. Da sie allesamt Kinder sind, sollte man auch beim Schreiben darauf Rücksicht nehmen, dass diese häufig überfordert sind und eher unüberlegt oder ängstlich handeln. Im vorliegenden Werk akzeptieren sie die Umstände jedoch sehr schnell und treffen viel zu „mutige“ Entscheidungen für ihr Alter.

    Auch ihre Charakterentwicklungen sind eher unglaubwürdig. Manchmal scheinen sie sich auch „rückzuentwickeln“ oder entwickeln sich zu schnell und gegen ihren eigentlichen Charakter. 

    Die Regeln der Magie sind nie wirklich erklärt worden und viele Stellen werden sehr unlogisch dargestellt. Handlungen haben zu verschiedenen Momenten verschiedene Auswirkungen, obwohl ihnen die selbe Magie zu Grunde liegt. Es fühlt sich alles eher zurechtgedreht an, um eigentliche schwachsinnige oder nicht in die Geschichte passende Entwicklungen einzubauen.

    Die gesamte Geschichte ist von erzwungenen Ereignisse durchzogen und häufig unglaubwürdig. Manchmal entwickelt sich die Geschichte zu schnell, dann zieht es sich wieder etwas hin. Außerdem kommen die Bösewichte nicht wirklich böse herüber, sondern eher selbst wie Kinder. Manche Szenen sind einfach nur unsinnig und haarsträubend. Die Beschreibungen sind oft nicht besonders gut formuliert und unzureichend. 

    Der Schreibstil ist durchgehend katastrophal. Der Autor beherrscht grundlegende Regeln der Rechtschreibung und Grammatik nicht, was den Lesefluss stark behindert. Ein gutes Lektorat oder überhaupt ein Lektorat hätte hier definitiv einiges retten können, selbst die Autokorrektur von Word hätte auf grobe Schlitzer hingewiesen.


    Insgesamt kann ich dieses Buch auf keinen Fall weiterempfehlen. Hätte man immerhin auf den Ausdruck und Schreibstil geachtet, wäre vielleicht ein Stern mehr möglich gewesen. Doch auch storytechnisch ist einfach nicht wirklich viel positives von einer guten Idee geblieben, weshalb meine Bewertung ein klares Abraten von diesem Werk bestätigt:



     

    Schreibstil       1/5

    Figuren            1/5

    Story                2/5

    Spannung        1/5



     

    Gesamt           1,25/5

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)

    Bewertung zu "»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«" von Martin Schörle

    »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zwei wirklich lesenswerte Stücke, die viel Lesevergnügen bereiten!
    Rezension zu den zwei Theaterstücken von Martin Schörle


    Grundlegendes

    Genre: Theaterstück/Drama/Komödie

    Seitenzahl: 117

    Szenenlänge: lang (jeweils eine Szene pro Stück)

    Band/Reihe: Einzelband

     

    Zum Autor

    Martin Schörle hat sich mit Veröffentlichung dieses Buches nun endlich seinen Wunsch erfüllt, seine beiden Stücke auf den Markt zu bringen. Eigentlich ist er Verwaltungsbeamter und nebenberuflich auch als Schauspieler tätig, nun aber kann er sich auch Autor nennen.

     

    Zum Inhalt

    Im ersten Theaterstück folgt man dem Monolog des Beamten Fredenbeck, der sich an Fasching allein in seinem Büro aufhält und von den Kollegen Abstand nimmt. Er verfängt sich in seltsamen Vergleichen, langen Erklärungen und verschiedenen Abschweifungen, während er seinen Realitätsbezug Stück für Stück zu verlieren scheint. Sein eigenes Leben zieht an ihm vorbei und bruchstückhafte Erzählungen schreibt er plötzlich anderen zu, um die Realität nicht wahrhaben zu müssen. Im zweiten Stück findet bald ein Klassentreffen statt. Carsten ruft deshalb nach zwanzig Jahren seine Jugendliebe, die sich im Zug auf dem Heimweg befindet, an. Die beiden tauschen sich über den Verlauf ihrer Leben aus, während Carsten noch immer Gefühle für sie hegt und versucht, sie zu einem Treffen zu überreden. Auch die anderen Passagiere im Zug lauschen dem Telefonat gespannt auf das Ende oder aber den Anfang der Geschichte der beiden.

     

    Meine Meinung

    Das Cover zeigt eine karikaturistische Zeichnung eines Beamten, was gut zu dem ersten Stück passt. Allerdings gibt es keine Bezug zum zweiten Stück, welches sich ebenfalls in dem Buch befindet, was aber nicht weiter dramatisch ist. Der Klappentext weckt Neugier für beide Werke und lässt bereits erahnen, dass es sich nicht um klassische Stücke handelt.

    Stück 1: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten

    Bereits der Titel hat mich hier neugierig auf das Theaterstück gemacht. Dieses ist ein langer Monolog des Beamten, der sehr wirr gestaltet ist. Viele Dinge sind auf den ersten Blick schwer verständlich, lösen sich jedoch teilweise im weiteren Verlauf auch auf. Allgemein ist der Schreibstil gewöhungsbedürftig, da man als Leser oft ebenso verwirrt ist, wie es scheinbar die Hauptfigur ist. Allerdings ist diese wirre Art der Erzählung stellenweise zu übertrieben, sodass es manchmal anstrengend ist, dem Geschehen zu folgen.

    Die Regieanweisungen sind klar und eindeutig formuliert, die Beschreibung der Szene und Fredenbecks ausführlich und gut. Des Öfteren wird im Monolog auch das Publikum direkt angesprochen, was einen als Zuschauer und auch als Leser besser in das Geschehen einbindet. Die Figur des Beamten ist faszinierend und besitzt doch einiges an Charakter, auch wenn dies nur unterschwellig vermittelt wird. Durch die bereits erwähnte Erzählweise kommen seine Verwirrtheit und die Angewohnheit, sich in Details zu verlieren, noch besser zur Geltung. Der Schreibstil ist also nicht einfach zu verfolgen, jedoch perfekt auf den Charakter abgestimmt. Eine direkte Handlung ist nicht ersichtlich, es werden eher Anekdoten erzählt und man erfährt einiges über Fredenbecks Leben. Erst am Ende gibt es eine kleine Wendung, die dem sonst eher komisch wirkenden Stück Dramatik verleiht. Es entsteht ein schmaler Grat zwischen „Slapstick und Tragik“, wie Schörle es so schön im Klappentext nennt, den er perfekt umgesetzt hat und durchweg authentisch dargestellt hat.

    Insgesamt ist es also nicht immer leicht zu lesen, obwohl es nur knappe 54 Seiten sind, da es anstrengend ist, den Erzählungen zu folgen. Bis auf einige übertriebene Wirrungen ist es jedoch ein lesenswertes Stück, das gleichermaßen lustig und ernst ist und einen nicht abzustreitenden Realismus aufweist.

    Meine Bewertung:

    Schreibstil:      4/5

    Figuren:          5/5

    Story:              3/5

    Spannung:       3/5

     

    Gesamt:          3,75/5

     

    Stück 2: Einladung zum Klassentreffen

    Dieses Stück unterscheidet sich sehr stark von dem Monolog des Beamten. Der Titel sagt noch nicht so viel aus, jedoch wird sehr schnell klar, worum es geht. Dieses Mal ist es in Form eines Dialoges, welcher über Telefon stattfindet und die Bühne daher in zwei Hälften teilt, geschrieben. Hin und wieder folgen kurze Anmerkungen von anderen Passagieren des Zuges, in dem sich die weibliche Hauptfigur befindet.

    Auch hier sind die Regieanweisungen klar und deutlich formuliert und sinnvoll. Das Bühnenbild ist kurz aber gut beschrieben. Der Schreibstil unterscheidet sich grundlegend vom wirren Monolog Fredenbecks: Hier überwiegen kurze Sätze und bis auf einige Rückblenden im Verlauf der Handlung ist das Gespräch der beiden Figuren strukturiert und leicht zu verfolgen. Die Figuren selbst haben jeweils kurze Hintergrundgeschichten erhalten, die sie sich gegenseitig erzählen. Es entstehen gewöhnliche Charaktere, mit denen sich der Zuschauer gut identifizieren kann. Die Handlung beschränkt sich auf das Telefonat und den Versuch Carstens, seine Angebetete zu einem Treffen zu überreden. Dazwischen gibt es, wie bereits erwähnt, kurze Rückblenden, die Teile ihres Lebens noch einmal genauer zeigen. Die Erzählweise wirkt allerdings stellenweise etwas langwierig, da häufig Dinge wiederholt werden. Dadurch fühlt es sich mehr wie ein echtes Telefonat an. Bis zum Ende möchte man, ebenso wie die anderen Fahrgäste im Zug, wissen, wie es mit den beiden Figuren wohl ausgehen wird und ob sie wieder zusammenkommen, was eine geringe Spannung erzeugt und aufrechterhält. Das Ende schließlich ist wenig überraschend und ebenso wie der Rest des Stückes ohne großartige Wendungen oder Enthüllungen.

    Es ist also insgesamt ein sehr einfach gehaltenes Stück, das zwar authentisch aber stellenweise leider etwas langweilig ist.

    Meine Bewertung:

    Schreibstil:      5/5

    Figuren:          4/5

    Story:              4/5

    Spannung:       3/5

     

    Gesamt:          4,0/5

     

    Bewertung des Buches gesamt: ([3,75+4,0]/2)=   3,875 (~4)

    Anmerkung: Leider muss ich mich bei Rezensionen an meine Standardkategorien halten, um alle Bücher gleich bewerten zu können. Allerdings hätten diese beiden Stücke definitiv einen Bonusstern verdient, den ich leider nirgends unterbringen kann :)


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Cover des Buches Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (ISBN: 9783734162121)

    Bewertung zu "Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter" von Christopher Paolini

    Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, packend, unglaublich - einer meiner absoluten Fantasy-Favoriten!
    Rezension zu Band 1 der Fantasy Tetralogie von Christopher Paolini

    Grundlegendes

    Genre: High Fantasy

    Seitenzahl: 608

    Kapitellänge: akkurat

    Reihe/Band: „Eragon“ - Band 1 von 4

     

    Zum Autor

    Christopher Paolini fing als begeisterter Fantasy-Leser und Tolkien-Fan sein eigenes Projekt an, die Welt von Alagaësia. Seit der Veröffentlichung im Verlag seiner Eltern wurde das Buch schnell zum Bestseller und absolutem Fantasy Klassiker, der schließlich bei RandomHouse erschien.

    Zum Inhalt

    Der junge Bauernsohn Eragon lebt in der magischen Welt von Alagaësia und findet eines Nachts auf der Jagd einen blauen Stein, der sich als Drachenei entpuppt. Er zieht die junge Saphira auf, die eine mentale Verbindung mit ihm – ihrem vorerst unfreiwilligen Reiter – hat. Er muss sich schließlich auf eine gefährliche Reise machen, auf der ihm der weise Brom die Kunst der Magie beibringt. Im Laufe der Geschichte wächst er über sich hinaus und muss lernen, sein neues Schicksal zu akzeptieren, da die Zukunft von ganz Alagaësia nun auf seinen und den Schultern seines Drachen liegt.

     

    Meine Meinung

    Ein imposanter Auftakt der Reihe um die Drachenreiter aus dem magischen Alagaësia. Der Klappentext und das wunderschöne Cover wecken sofort Interesse und die Hoffnungen, die man in das Fantasy Epos setzt, werden ganz und gar nicht enttäuscht, eher übertroffen.

     

    Die Idee ist relativ einfach und doch durch viele Rassen und innere sowie äußere Konflikte in eine weitreichende Geschichte verwoben, die sich Stück für Stück lüftet und einen ganz in diese neue Welt abtauchen lässt. Die Drachen sind imposant und großartig beschrieben, und an sich ist die Story um die Drachenreiter wirklich fesselnd.

    Der Schreibstil ist flüssig und hervorragend zu lesen, die Sätze gut formuliert und stimmig. Die Kapitel sind unterschiedlich lang, jedoch niemals übertrieben. Es gibt teilweise auch Episoden aus Sicht anderer Charaktere als Eragon, deren Handlungsstränge sich des Öfteren kreuzen.

     

    Die Umsetzung ist ebenfalls sehr gelungen, da man sich als Leser hervorragend in die Welt hineinversetzen kann und wichtige Fragen beantwortet werden. Die Orte und Schauplätze sind wunderbar beschrieben, die Karte stimmig und gut überschaubar. Die Zeit, die während der Geschichte verstreicht, ist immer gut nachzuvollziehen und realistisch. Mir haben besonders die Kapitel über die Reise mit Brom gefallen, da hier auch Eragons innere Konflikte deutlich sichtbar wurden und man mit den Regeln der Magie vertraut gemacht wurde, ebenso wie mit vielen Teilen des Landes und seinen Gefahren.

    Es gibt eine spannende und logische Charakterentwicklung aller Hauptfiguren, die im Laufe des Buches über sich hinaus wachsen müssen. Man kann sich die Figuren wunderbar vorstellen, da es viele detailreiche Beschreibungen gibt. Außerdem fällt es zumeist leicht, die Gedankengänge der Charaktere nachzuvollziehen und man fiebert wirklich mit ihnen mit.

    Es bahnt sich natürlich auch eine kleine Lovestory an, die allerdings sinnvoll verbaut wird und auch nicht weiter stört. Es gibt verschiedene Rassen und Kulturen, die eindrucksvoll beschrieben werden und deren Geschichte auch größtenteils erklärt wird, um sie besser verstehen zu können. Falls jemand den Film gesehen hat, sein an dieser Stelle eines gesagt: Kennt man erst das Buch, ist der Film fürchterlich schlecht und hat kaum noch etwas mit dem Fantasy Epos zu tun.  

    Es gab im Buch auch viele Augenblicke, die Spannung aufbauen konnten und insgesamt das Spannungslevel immer in einem angenehmen Bereich hielten. Es wurde definitiv nicht langweilig und selbst etwas ausführlichere und ruhigere Episoden waren interessant geschrieben. Das Ende macht eindeutig Lust auf mehr und lässt einen gespannt auf die weiteren Entwicklungen Band 2 erwarten.

     

    Insgesamt bin ich wirklich begeistert und kann das Buch nur weiter empfehlen. Es gibt kaum etwas schlechtes zu sagen, zumindest fällt mir nichts ein, außer stellenweise langwierigen Episoden, die aber wie bereits erwähnt dennoch interessant zu lesen waren. Meine Bewertung fällt also wenig überraschend sehr gut aus:



    Schreibstil       5/5

    Figuren            5/5

    Story               5/5

    Spannung        4/5



    Gesamt           4,6/5


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Cover des Buches Zwölf Wasser - Zu den Anfängen (ISBN: 9783423215145)

    Bewertung zu "Zwölf Wasser - Zu den Anfängen" von E. L. Greiff

    Zwölf Wasser - Zu den Anfängen
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Idee mit einer wirklich gut durchdachten Welt - ein schönes Abenteuer für Fans von längeren Fantasyromanen :)
    Rezension zu Band 1 der Fantasy Triologie von E.L. Greiff

    Grundlegendes

    Genre: High Fantasy

    Seitenzahl: 594

    Kapitellänge: akkurat

    Reihe/Band: "Zwölf Wasser" - Band 1 von 3

     

    Zum Autor

    E.L. Greiff gelang mit der Reihe um die „Zwölf Wasser“ ein fantastisches Romandebut, nachdem er schon zahlreiche Jahre als Regisseur und in einer Werbeagentur tätig war. Mittlerweile wohnt er in den Niederlanden und hat sich ganz dem Autorendasein verschrieben.

    Zum Inhalt

    Auf einem fiktiven Kontinent, dessen Name leider nie genannt wird, beginnt die Geschichte drei unterschiedlicher Charaktere aus verschiedenen Regionen. Babu, der eigentlich ein Hirte sein sollte, findet seine Bestimmung in einem Wesen aus der alten Zeit, einem mächtigen Falken. Verbunden treten sie eine schwere Reise an, sinnend nach Rache und  voller Zorn. Zur selben Zeit warnen die Undae, die hohen Frauen, einige welsische Offiziere vor einer drohenden Gefahr: Die Wasserstände sinken, denn die magischen Quellen, die den ganzen Kontinent und vor allem die Menschen darauf am Leben erhalten, versiegen Stück für Stück. Drei von ihnen machen sich in Begleitung einiger Soldaten und Offiziere auf, um zur Handelsstadt Pram zu gelangen und um Unterstützung zu bitten: Sie wollen alle Quellen aufsuchen und die Ursache für den Wandel herausfinden. Doch alles soll anders kommen als gedacht, und das Schicksal von Babu scheint mit dem von Felt, einem Offizier, und der Unda Reva verwoben…

     

    Meine Meinung

    Der Klappentext ist zwar spannend, jedoch setzt die dort beschriebene Handlung erst nach über 100 Seiten ein, was den Einstieg der Geschichte sehr verwirrend erscheinen lässt. Das Cover ist sehr schön und trotzdem relativ schlicht. Trotz anfänglicher Verwirrung muss ich sagen, dass ich wirklich begeistert von „Zwölf Wasser“ bin. Es gibt viel Gutes über den ersten Band der Fantasy Trilogie zu sagen:

     

    Die einzelnen Kapitel bewegen sich immer in einem Rahmen von rund 10 Seiten, was es sehr angenehm zu lesen macht und das Buch nicht zu langatmig wirken lässt. Die Idee an sich ist sehr interessant und hat von Beginn an mein Interesse geweckt, da es nicht wie so oft üblich einen reinen gut-böse Konflikt zu geben scheint, sondern mehr hinter den versiegenden Quellen stecken könnte. Die Quellen an sich stehen alle für jeweils eine menschliche Eigenschaft, die mit ihnen von der Welt verschwinden würde, was ich als faszinierenden Gedanken ansehe. Auch die Umsetzung dieser Idee ist hervorragend gelungen. Der Schreibstil ist wirklich gut, wenngleich es stellenweise etwas verwirrend wird. Es ist durchgehend eine gewisse Spannung vorhanden, die manchmal zwar etwas nachlässt, dann aber schnell wieder aufgenommen wird.

     

    Man erhält stückchenweise Antworten auf seine Fragen als Leser, jedoch nie zu viel, um die Ereignisse wirklich vorhersehen zu können. Die Welt an sich ist auch großartig gestaltet, Greiff gibt hier auch den einzelnen Völkern Hintergrundgeschichten. Außerdem handeln die Konflikte, die größtenteils in der Vergangenheit stattfanden, aber dennoch umfangreich behandelt werden, nicht wie üblich von einer einfachen Herrschsucht des „Bösen“, sondern drehen sich teils auch um Ressourcen oder Land. Selbst der Eroberer, dem es um Macht geht, hat nachvollziehbare Gründe und ist eher in eine Grauzone zu rücken, als als böse angesehen zu werden. Die Entstehung des Landes wird ebenfalls auf gewisse Weise erklärt und die Welt hat viele magische Kreaturen zu bieten, die schön beschrieben werden.

     

    Allgemein sind die Beschreibungen sehr umfangreich und immer schön zu lesen, wodurch man eine gute Vorstellung des fantastischen Kontinents und seiner Bewohner erhält. Es gibt weiterhin verschiedene Sprachen, was eine Verständigung manchmal schwer macht. Trotz des Genres schafft es der Autor, dadurch und durch viele andere oben bereits erwähnte Dinge die Geschichte realistisch und möglich wirken zu lassen. Man kann sich ganz auf die Welt einlassen und findet sich zwischen beeindruckenden Legenden und mystischen Wesen wieder.

     

    Die Charaktere sind authentisch und charakterstark, haben ihre eigenen Geschichten und dadurch nachvollziehbare Handlungsweisen, die sich mit der Story weiterentwickeln. Sie wachsen in gewisser Weise über sich hinaus und gewinnen an Erfahrung und Erkenntnis, was sich jeweils charakterspezifisch auswirkt und lange aufgebaut wird. Im Anhang finden sich weitere kurze Erklärungen und Übersetzungen, da selbst Tage, Jahre und Währungen neue Begriffe erhalten haben, wodurch die Geschichte noch besser wirkt. Die Karte ist sehr übersichtlich und schön gezeichnet, man findet sich mit ihrer Hilfe schnell zurecht und kann den Weg der einzelnen Protagonisten hervorragend nachvollziehen.

     

    Natürlich gibt es auch einige kleinere negative Punkte. Die Beschreibungen sind zwar wirklich gelungen, jedoch an manchen Stellen ziemlich lang. Auch der Einstieg in die Geschichte zieht sich stark und lässt den Leser zuerst einmal mehrere hundert Seiten über seine Bedeutung im Unklaren. An manchen Punkten sinkt die Spannung wie bereits erwähnt ab, allerdings nie besonders lange. Außerdem scheint es ganz am Ende leider doch eher auf eine Art gut-böse Konflikt hinauszulaufen, der nur durch Legenden bestätigt scheint. Letztlich macht mir auch die Entwicklung um die Unda Reva zu schaffen, da ich nicht ganz nachvollziehen kann, weshalb ein einfacher Mensch letzten Endes mehr als diese magische hohe Frau zu wissen scheint. Es wird zwar teilweise etwas erklärt, allerdings sind einige Punkte dennoch etwas unlogisch für mich.

     

    Insgesamt bin ich aber wirklich sehr zufrieden mit diesem Einstieg in die Welt von Greiff und freue mich schon wahnsinnig auf Band 2, um zu sehen, wie die Geschichte wohl weitergeht. Hier also meine abschließende Bewertung:

     

    Schreibstil       4/5

    Figuren            4/5

    Story               5/5

    Spannung        4/5



    Gesamt           4,25/5

     


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Cover des Buches MARGA (ISBN: 9783748579717)

    Bewertung zu "MARGA" von Roger Hunter

    MARGA
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzer Krimi mit viel Luft nach oben.
    Rezension zum Romandebut von Roger Hunter

    Grundlegendes

    Genre: Krimi

    Seitenzahl: 122

    Kapitellänge: Kurz

    Band/Reihe: Einzelband

     

    Zum Autor

    Roger Hunter ist gebürtiger Berliner und hat nun mit seinen 63 Jahren endlich seinen Traum vom eigenen Buch verwirklicht. Mit „Marga“ startet er seine Karriere als Autor.

     

    Zum Inhalt

    In einem Nobelviertel Kölns wird die ältere Dame Marga eines Morgens erdrosselt. Sie lebte allein in ihrer Villa, nur einige Angestellte und die Nachbarn hatten hin und wieder Kontakt zu ihr. Die beiden Polizeibeamten x und x beginnen ihre Ermittlungen. Es gibt drei Verdächtige: Den Hausmeister des Opfers, den Gärtner der Nachbarn Wendt und die Nachbarn selbst. Zunehmend versteifen sich die Ermittler auf einen der drei Verdächtigenkreise und folgen kleinsten Indizien, um ihren Verdacht zu belegen. Doch liegen sie wirklich richtig?

     

    Meine Meinung

    Das Cover ist in Ordnung, zieht mich aber nicht unbedingt in seinen Bann. Der Klappentext liest sich soweit gut und weckt etwas Interesse für die Handlung. Der Schreibstil ist manchmal holprig, Hunter verläuft sich in zu langen Sätzen und das ganze Werk ist gespickt mit Grammatik-, Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Tippfehlern aller Arten, die manche Abschnitte sehr schwer lesbar machen und den Lesefluss jäh unterbrechen. Mir ist klar, dass es das erste Buch des Autors ist, doch solche Fehler sind definitiv vermeidbar durch ein gutes Lektorat und daher besonders ärgerlich.

    Allerdings ist das leider nicht der einzige Kritikpunkt an ‘Marga’. Die Idee ist nicht wirklich etwas unfassbar Neues, was bei Krimis natürlich schwer ist. Dennoch ist der Mord eher langweilig und sticht nicht wirklich hervor, ebenso wie die Ermittlungsarbeit. Die Umsetzung der sehr einfachen Idee ist ebenfalls eher schlecht als recht gelungen, abgesehen von den Fehlern im Text gibt es etliche weitere Unstimmigkeiten bei Charakteren, Handlung, Geschichte, etc. – also allem, was ein Buch eigentlich ausmacht.

    Dementsprechend hat auch die Story an sich viele Schwachstellen. Es klingt häufig im Buch nicht gerade nach guter Polizeiarbeit, was die beiden Protagonisten so leisten, und das Vorgehen der zwei Polizisten wäre rechtlich gesehen definitiv nicht vertretbar. Das Buch weist mehrere Logikfehler auf und auch die Handlungen der Figuren sind stellenweise nicht wirklich nachvollziehbar und authentisch. Zu viele Dinge scheinen einfach nur da zu sein, um die Story in die vom Autor gewünschte Richtung zu treiben oder die Handlung hinaus zu zögern, klingen aber nicht wirklich realistisch. Ich persönlich konnte mich jedenfalls trotz vieler Beschreibungen, die leider immer sehr diffus und langatmig waren, nicht auf diese Reise einlassen.

    Die Figuren an sich sind sehr flach, besitzen fast alle keine Geschichte oder Charaktertiefe und sind teils sehr klischeehaft, so etwa die verbissenen Polizisten ohne wirklichen Grund für ihre Annahmen und ohne Weitsicht, die genervte Staatsanwältin, die einfach nur einen Mörder anklagen will oder die reichen Schnösel, die alles als persönlichen Angriff werten und jeden Cent dreimal umdrehen. Weiterhin gibt es manche Aspekte, die zwar angesprochen aber dann nicht weiterverfolgt werden. So berichtet das Hausmädchen der toten vom ausländerfeindlichen Hausmeister, dessen Charakter am Ende plötzlich jedoch völlig anders beschrieben wurde, ohne ihre Beschreibungen nach vielen Jahren der Zusammenarbeit auch nur im Geringsten mit einzubeziehen.

    Gegen Ende des Buches gibt es auch eine Andeutung, die nie aufgeklärt oder weiter erwähnt wird, sowie unpassende vulgär geschriebene Szenen, die mit dem Stil des Buches und den Charakteren brechen. Das Ende an sich geht sehr schnell von statten und lässt einige Fragen offen, der Mord scheint eher schlecht durchdacht und die Ermittler einfach nur unfassbar schlecht in ihrem Job, ohne dabei jetzt näher auf das Ende und die eventuelle Aufklärung oder Nicht-Aufklärung durch die Polizei einzugehen.

    Natürlich gibt es auch ein paar, wenn auch leider sehr wenige, positive Dinge, die für das Buch sprechen. Trotz aller Negativpunkte hat Hunter ein einfaches aber interessantes Verbrechen konstruiert, dessen Aufklärung man aus mehreren Perspektiven beobachtet. So gibt es Kapitel aus der Sicht des Gärtners, Rückblenden zum Leben der Verstorbenen oder Passagen, bei denen man die beiden Polizisten begleitet. Auch wenn es nur kurze 122 Seiten sind, wird die Spannung durchgehend aufrechterhalten, da man als Leser selbst nicht weiß, wer der Mörder ist und weshalb. Man fiebert der Aufklärung des Verbrechens sichtlich entgegen, zieht hin und wieder eigene Schlüsse und hat – jedenfalls ging es mir so – einen eigenen Verdacht. Der Schreibstil ist an sich auch gut, lässt man die Fehler und die nur sporadisch auftretenden Schachtelsätze, die für Verwirrung sorgen, weg. Ich denke hier ist definitiv viel Luft nach oben, vor allem da es das erste Werk des Autors war.

    Insgesamt gibt es dieses Mal aber leider eine eher schlechte Bewertung, die sich aber hoffentlich bei den kommenden Büchern steil nach oben verbessert:

    Meine Bewertung:

    Schreibstil:      4/5

    Figuren:          1/5

    Story:              2/5

    Spannung:       1/5

     

    Gesamt:          2,0/5


    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Das Luna-Projekt (ISBN: 9783748144410)

    Bewertung zu "Das Luna-Projekt" von Stephanie Richel

    Das Luna-Projekt
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und interessant, jedoch mit vielen offenen Fragen und kleineren Logikfehlern. Alles in allem aber definitiv zu empfehlen.
    Rezension zu Stephanie Richels' Urban Fantasy Roman Debut

    Grundlegendes

    Genre: Urban Fantasy

    Seitenzahl: 472

    Kapitellänge: normal

    Reihe/Band: Band 1 einer voraussichtlichen Reihe um die „Liga Foundation“

     

    Zur Autorin

    Stephanie Richel wollte eigentlich Horrorautorin werden, doch letzten Endes wurden Urban Fantasy Stories daraus. Besonders die Idee der „Liga Foundation“ hat es ihr angetan. Ihr Romandebut „Das Luna Projekt“ erschien bei Books on Demand, wo voraussichtlich auch das nächste Werk 2020 erscheinen soll, welches in der selben Welt wie sein Vorgänger spielt.

    Zum Inhalt

    In Boston (Neuengland) findet Michael, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, ein neues Zuhause. Im dortigen Mutterhaus – einem Gebäude der Liga Foundation – arbeitet er bald schon mit seinen Kollegen, die ihn schnell in ihre „Familie“ aufnehmen, im Archiv und an seinem ersten eigenen Fall: Das Luna Projekt, das viele Jahre zuvor an Werwölfen (Wandler genannt) durchgeführt wurde, um sie zu Menschen zu machen, steht plötzlich wieder im Rampenlicht. Die ehemaligen Teilnehmer entwickeln seltsame Symptome und wandeln sich schließlich teilweise, wobei sie den Tod finden. Michael versucht vor allem Elizabeth, eine der Teilnehmerinnen, ebenso wie die anderen Überlebenden zu retten und hinter das Geheimnis des Projekts zu kommen. Zeitgleich sucht auch Alpha Amis nach einer Lösung, die ehemaligen Wandler zu schützen. Und ein seltsamer Norweger verfolgt die Pläne des mysteriösen Zirkels…

     

    Meine Meinung

    Der Klappentext ist wirklich gelungen, und auch das Cover finde ich ganz gut, wenn auch vielleicht etwas ausbaufähig. Allgemein hatte ich einige schöne Stunden mit dem Urban Fantasy Roman. Der Schreibstil liest sich gut und flüssig, wenn man vom letzten Kapitel einmal absieht.

     

    Es gibt einige erwähnenswerte positive Dinge zu sagen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven widergegeben, wobei zu Kapitelbeginn der oder die jeweiligen Protagonisten bereits klar werden. Diese sind soweit gut durchdacht und haben teilweise auch charakterliche Tiefe. Viele Nebenfiguren werden allerdings kaum näher betrachtet und bleiben daher leider schlecht im Gedächtnis. Vor allem Michael und Elizabeth kann man aber größtenteils gut verstehen, ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

    Es ist durchgehend eine gewisse Spannung vorhanden, da man als Leser nur sehr langsam einzelne Stücke erhält, die schließlich das große Rätsel um das Luna Projekt aufklären sollen. Außerdem schweben Elizabeth und die anderen Projektteilnehmer in Lebensgefahr, was einen noch stärker mit den Protas mitfiebern lässt. Die Handlung im Allgemeinen ist verständlich und gut strukturiert, man kann der Story leicht folgen und es bleibt immer Raum für eigene Vermutungen. Insgesamt ist also die Umsetzung des Projektes recht gelungen. Es gibt stellenweise Elemente eines Krimis und natürlich ein paar mehr oder minder verschwörungstheoretische Episoden, die dem Ganzen ein gewisses Flair verleihen.

    Das Setting ist gut gewählt, wenngleich die Geschichte an sich überall spielen könnte. Die Autorin bietet weiterhin auch eine etwas andere Betrachtung auf Werwölfe und vor allem deren Genetik, da für sie ein bestimmtes Gen ausschlaggebend ist, ob jemand Wandler oder Mensch ist. Allerdings sind die Wandler die einzigen Wesen, die wirklich explizit dargestellt werden, da auf ihnen das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt. Andere Kreaturen wie Vampire und Geister werden am Rande erwähnt, jedoch nicht näher erläutert. Das folgt vielleicht im nächsten Buch, welches übrigens in London spielen soll und so nur Gastauftritte einzelner Charaktere des ersten Teils zulässt. Da jedoch die meisten Protagonisten ein schönes und plausibles Ende bekommen haben, ist eine Fortführung ihrer Geschichte auch nicht zentral notwendig.

     

    Nun zu den eher negativen Dingen. Die Idee an sich ist leider nichts wirklich Neues, da es im Grunde um eine Organisation geht, die zwischen Menschen und magischen Wesen vermitteln soll. Auch die Auflösung um das Rätsel des Luna Projekts finde ich leider recht flach und eher fragwürdig. Allgemein bleiben viele Fragen offen und ungeklärt, und das letzte Kapitel weist noch ein paar kleinere Logikfehler auf, die allerdings nicht dramatisch sind. Die offenen Fragen jedoch sind definitiv ein Minuspunkt, da bestimmte Handlungsstränge angefangen aber nicht beendet wurden, was einem als Leser das Gefühl eines unvollständigen Buches gibt.

     

    Insgesamt konnte mich das Werk trotzdem überzeugen. Auch wenn es leider keine fünf Sterne geworden sind, freue ich mich schon auf Band 2 und bin sicher, dass Stephanie Richel damit ein würdiges Folgewerk auf den Markt bringen wird.



    Schreibstil       4/5

    Figuren            3/5

    Story               3/5

    Spannung        4/5



    Gesamt           3,5/5


    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Der Schwarze Thron - Die Schwestern (ISBN: 9783764531447)

    Bewertung zu "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake

    Der Schwarze Thron - Die Schwestern
    Destiny48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein 450 Seiten langer Prolog für die eigentliche Geschichte mit zu vielen Unstimmigkeiten und offenen Fragen...
    Ein Prolog für die eigentliche Story mit etlichen Fehlern

    Grundlegendes

    Genre: Dark Fantasy/Romantasy

    Seitenzahl: 446

    Kapitellänge: akkurat

    Reihe/Band: "Der schwarze Thron" - Band 1 von 3

     

    Zur Autorin

    Kendare Blake hat in London Creative Writing studiert und sich schließlich für eine Karriere als Schriftstellerin entschieden. Sie hat mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht und ist New York Times Bestsellerautorin.

    Zum Inhalt

    Auf der mystischen Insel Fennbirn werden immer Drillinge von der Königin zur Welt gebracht. Diese Kinder werden mit etwa 6 Jahren getrennt und je nach ihren Gaben zu verschiedenen Familien gegeben. Die Giftmischerin Katharine, die Naturbegabte Arsinoe und die Elementwandlerin Mirabella sind die neueste Generation heranwachsender Königinnen, die von ihren Freunden und LehrerInnen der jeweiligen Fraktion jahrelang trainiert wurden, um sich auf das Beltanefest vorzubereiten: An ihrem 16. Geburtstag beginnt nämlich ein Jahr des Schreckens, in dem die drei Schwestern in einem Spiel auf Leben und Tod mit allen Mitteln um den Thron kämpfen sollen. Wer zuerst beide Widersacherinnen tötet, gewinnt die Krone und stärkt dadurch seine Fraktion.

     

    Meine Meinung

    Der Klappentext liest sich spannend, das Cover ist hervorragend gewählt und die Idee fühlt sich neu und interessant an. Doch leider hat mich das Buch nicht wirklich in seinen Bann ziehen können, wenngleich es sicher auch positive Dinge gibt. Fangen wir mit diesen an:

     

    Die Idee ist neu und faszinierend. Drei Schwestern, die sowohl ihren Fraktionen verpflichtet sind als auch für sich gegenseitig sicher gewisse Gefühle hegen. Ein tiefgreifender Konflikt zwischen Politik, Verpflichtungen und Moralvorstellungen baut sich hier auf, wo sie doch ihr Leben lang gegeneinander aufgehetzt wurden aber im Inneren doch Schwestern sind.

    Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, die Sätze gut formuliert und stimmig. Die Kapitel sind teilweise etwas kürzer, teils länger, bewegen sich jedoch zumeist zwischen 4 und 10 Seiten Länge, wodurch man gut unterbrechen kann und später weiter lesen kann. Jedes Kapitel beschreibt Geschehnisse eines speziellen Ortes, an dem sich eine der Schwestern gerade aufhält, was für eine relativ zeitgleiche Handlungsentwicklung sorgt.

     

    Leider haben mir aber viele Dinge nicht wirklich gefallen. Die Idee an sich mag gut sein, doch die Umsetzung lässt zu Wünschen übrig. Das gesamte Gesellschaftssystem, auf dem das Buch basiert, wurde eher schlecht durchdacht. Viele Fragen bleiben offen, Widersprüche tauchen auf. Es erscheint wirr und unlogisch, einfach weil viele Elemente nur für das Fortschreiten der Handlung hinzugedichtet scheinen, anstatt wirklich konsequenten Regeln zu folgen.

    Die Regeln der Magie in dieser Welt werden nie wirklich erklärt, so kann man auch mit vielen Begriffen bis zum Ende nicht viel anfangen, außer zu raten, wie es sich damit genau verhält.

    Dafür vertieft sich die Autorin bei anderen Beschreibungen viel zu sehr ins Detail, obwohl es unwichtig genug ist, um alles im nächsten Satz wieder vergessen zu haben. Personen werden teilweise hastig eingeführt und nur kurz und spärlich beschrieben.

    Es ist außerdem schwer, eine wirklich logische Charakterentwicklung festzustellen. Alle Figuren sind irgendwie flach und vollziehen erst am Ende eine plötzliche 180-Grad Drehung, ohne dass ihre Charakterzüge wirklich erklärt oder ihre Entwicklung wirklich dargestellt wurde. Es kommen oft unlogische Handlungen vor, die mir nicht recht zu den Charakteren zu passen scheinen.

    Auch die vergangene Zeit war für mich sehr schwer einzuschätzen. Es sind sogar in Kapiteln häufig Zeitsprünge vorhanden, die einen eher verwirren. Die Handlungsgeschwindigkeit ist immer unterschiedlich und kaum nachzuvollziehen in manchen Szenen.

    Weiterhin tauchen mehrere Lovestorys auf, die eher an schlechte Teenagerromane erinnern als an ein scheinbares "Dark Fantasy" Buch. Diese Lovestorys kommen teilweise aus dem Nichts und ergeben weder storytechnisch noch figurencharakterlich einen Sinn, oder sie sind stark vorhersehbar. Das halbe Buch handelte gefühlt von Liebeskummer und den Problemen verliebter Teenager, die sich eigentlich auf den nahenden Tod zweier Königinnen vorbereiten sollten anstatt über so etwas zu sinnieren.

    Es gab auch viele Augenblicke, die einfach willkürlich schienen und mehr wie erzwungene Situationen zum Spannungsaufbau wirkten, das jedoch nur extrem schwach schafften. Erst gegen Ende des Buches entwickelt sich tatsächlich eine Handlung, die annähernd an dem Klappentext orientiert ist und etwas Spannung aufbaut, jedoch definitiv nicht genug, um die vorigen 300 Seiten auszugleichen.

     

    Insgesamt bin ich leider nicht begeistert von diesem Einstieg in die Welt von Fennbirn, doch vielleicht können mich die Fortsetzungen ja positiv überraschen. Meine abschließende Bewertung sieht zumindest für Band 1 aber nicht so rosig aus:



    Schreibstil       4/5

    Figuren            2/5

    Story               3/5

    Spannung        2/5



    Gesamt           2,75/5

     


    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Mortal Engines - Krieg der Städte (ISBN: 9783596702121)

    Bewertung zu "Mortal Engines - Krieg der Städte" von Philip Reeve

    Mortal Engines - Krieg der Städte
    Destiny48vor einem Jahr

    Über mich

    Ich liebe Bücher und schreibe selbst an einigen Werken in den Genres Fantasy, Krimi/Thriller, Horror und Coming of Age Roman. Übrigens freue ich mich immer über engagierte Tesleser die mir helfen, meine Ideen zu verbessern und die Umsetzung auszuarbeiten. :)
    • weiblich

    Lieblingsgenres

    Comics, Science-Fiction, Humor, Jugendbücher, Krimis und Thriller, Romane, Fantasy, Gedichte und Dramen, Klassiker

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks