Die-wein

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    Cover des Buches Nur ein Tag (ISBN: 9783596197781)

    Bewertung zu "Nur ein Tag" von Gayle Forman

    Nur ein Tag
    Die-weinvor 3 Monaten
    Eine herzzerreißende Geschichte, in der ich mich selber wiedergefunden habe.

    "Nur ein Tag" ist so ein Buch, das sich schon jahrelang in meinem Stapel ungelesener Bücher befand, das ich irgendwann dann mal an jemanden verliehen hatte und Jahre später in ziemlich schlechtem Zustand wieder zurückbekam und an das ich mich schließlich gar nicht mehr so recht heranwagte, da ich in der Zwischenzeit schon soviel über das Buch gelesen hatte, in Netzwerken oder bei anderen Bloggern.

    Vor dem letzten Urlaub packte ich es spontan mit ins Reisegepäck, da es zu einer Challenge-Aufgabe passte und war im Nachhinein so glücklich, dass ich ausgerechnet dieses Buch mitgenommen hatte. Wenn ich heute das Cover anschaue, muss ich jedesmal an diesen traumhaften Urlaub zurückdenken, sehe die Handlung wieder glasklar vor mir und erinnere mich an die Charaktere.

    Allyson, aus deren Sicht dieser erste Teil beschrieben ist, wirkte anfangs auf mich sehr zurückhaltend sowie brav und ich tat mich schwer mit ihrer durchorganisierten Reise. Das klang eher schon anstrengend statt erholsam. Als ich jedoch weiterlas und die Eltern kennenlernte, erklärte sich so manches von selber. Nach ihrer Rückkehr konnte man ganz gut verfolgen, wie sie ihr Leben umkrempelte und sich dadurch nach und nach stark veränderte, was sie mir unheimlich sympathisch schließlich machte.

    Das Buch ist unterteilt in zwei Teile. Der erste Teil beschreibt besagten Tag, an dem sie Willem kennenlernt und mit ihm nach Paris reist und im zweiten Teil wird das darauffolgende Jahr in ihrer Heimat beschrieben. Als ich anfing zu lesen, tat ich mich wirklich schwer reinzukommen, da ich die Charaktere erstmal seltsam fand und die ganzen Beschreibungen über diesen einen gemeinsamen Tag in Paris, zogen sich unheimlich. Zwischendurch überlegte ich wirklich die Geschichte abzubrechen, aber ich hatte dann vorneweg etwas das Ende des ersten Teils überflogen und hatte bereits eine klitzekleine Vorahnung, was ihre Rückreise in die Staaten betraf.

    Der zweite Teil des Romans konnte mich nach dem schwierigen Einstieg absolut mitreißen, sodass ich mit Allyson regelrecht mitgelitten habe und natürlich wahnsinnig gespannt war, ob sie tatsächlich Willem eines Tages wiedersehen würde. Dazu muss ich sagen, dass ich als Jugendliche in einer beinahe ähnlichen Situation war, auch wenn damals keine so große Distanz dazwischen stand und ich auch nicht extra nach Paris reisen musste, aber ich konnte mich da doch sehr wiederfinden in der gesamten Handlung.


    Mein Fazit:

    Eine herzzerreißende Geschichte, in der ich mich teilweise selber wiedergefunden habe. Ich konnte absolut nachvollziehen, was die Protagonistin Allyson da durchlebte und habe gemeinsam mit ihr auf ein Wiedersehen hinzugefiebert. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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    Cover des Buches Acqua alta (ISBN: 9783257231755)

    Bewertung zu "Acqua alta" von Donna Leon

    Acqua alta
    Die-weinvor 4 Monaten
    Ruhig erzählter, spannender Krimi

    Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder zu einem Krimi von Donna Leon gegriffen. So lange schon hatte ich mir vorgenommen, die Reihe weiterzulesen, aber da ich diesen Fall bereits als Verfilmung kannte, schob ich dies immer wieder auf. Dabei ist mir hier einmal mehr bewusst geworden, dass die Bücher viel tiefere Einblicke gewähren auf den sympathischen Commissario sowie seine Familie und natürlich auch in die Stadt Venedig.


    Die Archäologin Brett Lynch und ihre Partnerin Flavia Petrelli kannte ich bereits aus Band 1 der Reihe (Venezianisches Finale) und konnte mich noch gut an die beiden außergewöhnlichen Frauen erinnern. In diesem Fall beginnt die Geschichte damit, dass Brett Lynch brutal zusammengeschlagen und anschließend bedroht wird. Sie war nach Venedig zurückgekehrt um mit dem Museumsdirektor über einige Fälschungen zu reden, doch bevor es dazu kommt, wird auch dieser ermordet. Brunettis Vorgesetzter Patta sieht anfangs nicht, die Dringlichkeit der Aufklärung und geht von einem einfachen Raubüberfall aus, der nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, aber nachdem wenig später ein Anruf des Bürgermeisters eingeht, möchte er, dass Brunetti das Ganze so schnell wie möglich aufklärt.


    Was mir bei diesem Band besonders gut gefiel, war die merkwürdige Stimmung in der Stadt, während das Hochwasser immer weiter stieg. Irgendwie schien es niemanden zu stören und jeder arrangierte sich damit, versuchte das Beste daraus zu machen und ohne die gewohnten Massen von Touristen, die man sonst so von Venedig kennt, fand ich Venedig wesentlich interessanter und liebenswerter.


    Es dauerte etwas, bis ich richtig in die Geschichte gefunden hatte, da ich die Erklärungen zu den Ausgrabungen sowie über die einzelnen Fundstücke bzw. Fälschungen fast schon etwas ausufernd fand, aber nach und nach baute sich eine unheimliche Spannung auf und man ahnte, in welche Gefahr sich die beiden Frauen sowie Brunetti mit ihren Nachforschungen begaben.


    Mein Fazit:


    Mal wieder ein ruhig erzählter Kriminalfall von Donna Leon, der mich absolut begeistern und fesseln konnte. Ich sollte mit dem Lesen des nächsten Bandes nicht wieder jahrelang warten, da ich die Charaktere mittlerweile sehr ins Herz geschlossen habe und finde, besser als mit dieser Krimi-Reihe kann man Venedig kaum kennenlernen.

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    Cover des Buches Nächstes Jahr am selben Tag (ISBN: 9783423740258)

    Bewertung zu "Nächstes Jahr am selben Tag" von Colleen Hoover

    Nächstes Jahr am selben Tag
    Die-weinvor 5 Monaten
    Hinterließ bei mir einen merkwürdigen Beigeschmack ...

    "Nächstes Jahr am selben Tag" habe ich bereits vor längerer Zeit in einer Leserunde gelesen, aber bisher nicht rezensiert, da ich meine Gefühle beim Lesen dieser Geschichte nur schwer in Worte fassen konnte. Das Cover sprach mich kaum an, aber ich mag ja das gemeinsame Lesen sehr und als die Wahl auf dieses Buch fiel, wollte ich unbedingt mitlesen.


    Fallon hatte ich aufgrund ihrer tragischen Geschichte sowie der schwierigen Beziehung zu ihrem Vater sofort ins Herz geschlossen. Aufgrund eines Brandes ist ihr Körper mit Narben gezeichnet, und obwohl sie immer von einer Schauspiel-Karriere träumte, glaubt sie mittlerweile selbst nicht mehr daran. Auch ihr Vater versucht ihr das immer wieder schonungslos klar zu machen und weiß nicht so recht, wie er seit dem Unfall mit ihr umgehen soll.


    Mit Benton James Kessler konnte ich mich nur schwer anfreunden. Einerseits mochte ich seine lässige, ungezwungene Art, fand es großartig, wie er Fallon stets auf andere Gedanken brachte, andererseits erschien er mir von Anfang an zwiespältig. Spätestens seit der Auseinandersetzung mit seinem Bruder, konnte ich erahnen, was der Hintergrund des Ganzen war.


    Ich empfand diese Liebesgeschichte unheimlich tragisch und zugleich spannend zu lesen. Sie berührte mich stark und dennoch hinterließ sie am Ende einen seltsamen Beigeschmack. Und auch wenn ich bereits eine Vorstellung davon hatte, welches Geheimnis Ben versuchte vor Fallon zu verbergen, war ich am Ende doch schockiert und konnte das Ganze nur schwer nachvollziehen. Persönlich hätte ich mit so einem Geständnis auch überhaupt nicht umgehen können in solch einer schwierigen Situation.


    Mein Fazit:


    So großartig ich die Entstehung und den Verlauf dieser Liebesgeschichte auch empfand, so sehr bedrückte mich am Ende doch der merkwürdige Beigeschmack des Ganzen. Das Geheimnis, welches Ben versuchte vor Fallon zu verbergen, wäre für mich ein absolutes No-Go gewesen und keine Basis für eine langfristige, ernsthafte Beziehung. Das hat mit jugendlicher Trotzreaktion oder Unwissenheit wenig zu tun, und ich hätte damit nicht umgehen können.

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    Cover des Buches Nächte, in denen Sturm aufzieht (ISBN: 9783499275692)

    Bewertung zu "Nächte, in denen Sturm aufzieht" von Jojo Moyes

    Nächte, in denen Sturm aufzieht
    Die-weinvor 5 Monaten
    Mal etwas völlig anderes von Jojo Moyes!

    "Nächte, in denen Sturm aufzieht" wurde bereits 2008 unter dem Titel "Dem Himmel so nah" vom Verlag Page & Turner veröffentlicht und nun neu herausgegeben vom Rowohlt Verlag. Da ich bisher lediglich die Reihe über Louisa Clark (Lou) kannte, war ich anfangs überrascht, da der Schreibstil hier weniger locker daherkam und auch mit den Hauptcharakteren tat ich mich erstmal schwer. Dennoch schaffte es der Roman schnell, mich neugierig zu machen, auf das Geheimnis, das die Protagonistin Liza McCullen umgibt und ein klein wenig habe ich mich am Ende auch in den kleinen Küstenort Silver Bay verliebt.


    Dass Liza Mc Cullen versucht, sich vor ihrer eigenen Vergangenheit zu verstecken, war nicht schwer zu erkennen. Sie floh vor vielen Jahren regelrecht zu ihrer Tante nach Australien und gibt nur sehr wenig von sich preis. Auch ihre Tochter, die gerne mehr Freiheiten hätte, versucht sie vor jeglichen Gefahren zu beschützen, was immer wieder zu Streitigkeiten führt. Kathleen, Lizas Tante, betreibt eine kleine Pension in Silver Bay und hat eher selten Touristen zu Gast, denn außer geführten Wal- und Delphinsichtungsfahrten hat der Ort nur wenig zu bieten. Genau dies will der Engländer Mike Dormer ändern, denn er soll aus beruflichen Gründen Erkundigungen durchführen über den beschaulichen Ort. Auch wenn ich seine Absichten erschreckend fand, mochte ich seine ruhige Art auf Anhieb und fand es großartig, welche Entwicklung er im Laufe der Geschichte machte.


    Der Schreibstil ließ sich nicht ganz so zügig lesen, wie ich es von Jojo Moyes gewohnt war, aber ich fand die Themen Wale sowie Delphine, Tourismus fernab von der Masse und natürlich Zusammenhalt unter den Einwohnern unheimlich spannend. Was es mit Lizas Geheimnis auf sich hatte, ließ sich relativ schnell erahnen, aber trotzallem blieb es spannend bis zum Schluss, da man sich natürlich fragte, wie sie in Zukunft damit umgehen würde.


    Mein Fazit:


    Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich dieser Roman doch noch vollends überzeugen. Ich mochte die Charaktere, die ruhige Stimmung dieses beschaulichen Küstenörtchens und natürlich den Zusammenhalt unter den Einwohnern. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!


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    Cover des Buches Der kleine Laden des Glücks (ISBN: 9783961484317)

    Bewertung zu "Der kleine Laden des Glücks" von Marie Bostwick

    Der kleine Laden des Glücks
    Die-weinvor 6 Monaten
    Genau die richtige Lektüre für die kalte Jahreszeit ...

    "Der kleine Laden des Glücks" ist eine warmherzige Geschichte, die mich zutiefst berührte. Um ehrlich zu sein, hatte ich aufgrund des Klappentextes eher eine leicht lesbare Lektüre für zwischendurch erwartet, und anfangs war es das auch, aber nach und nach wurde deutlich, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln würde, sodass es mir schwer fiel, das Buch zwischendurch zur Seite zu legen.


    Im Vordergrund steht Evelyn, die notgedrungen nach ihrer Scheidung eine neue Bleibe suchen muss. Sie landet dabei zufällig in New Bern und entdeckt bei einem Streifzug den kleinen Laden. Da dieser jedoch nur wenig Gewinn abwirft, muss Evelyn neue Wege finden um Kundschaft anzulocken. Sie beginnt Kurse zu geben, arbeitet beinahe rund um die Uhr und lernt dabei die die kontaktscheue Abigail, deren Nichte Liza sowie die arbeitslose Margot kennen. Die vier Damen könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch freunden sie sich miteinander an und helfen sich gegenseitig. Vor allem für Evelyn werden die neugewonnenen Freundinnen zu einer riesigen Stütze.


    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und man kann sich sowohl die verschiedenen Charaktere als auch das kleine Örtchen New Bern und den kleinen Laden sehr gut bildlich vorstellen. Mich hat dieses Buch sehr nachdenklich zurückgelassen, da es mich stark beschäftigte, was insbesondere Evelyn innerhalb eines Jahres alles stemmen musste. Gleichzeitig gab es auch immer wieder humorvolle Szenen und amüsante Gespräche. Vorallem über Abigail musste ich öfters schmunzeln, da sie weder jemand ist, der schnell Freundschaften schließt noch jemand, der anderen Leuten das Herz ausschüttet. Dennoch reißt sie sich ihrer Nichte zuliebe zusammen und zeigt sich von ihrer besten Seite. Teilweise wirkte das fast schon grotesk, aber man merkte deutliche eine Wandlung ihres Charakters und nachdem sie anfing von ihrer Vergangenheit zu berichten, konnte man ihre schwierige Art durchaus nachvollziehen.


    Mein Fazit:


    "Der kleine Laden des Glücks" ist ein wundervoller Wohlfühlroman voller Höhen und Tiefen. Mich konnte die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich freue mich, dass es bereits eine Fortsetzung dazu gibt. Genau die richtige Lektüre für die kalte Jahreszeit, bei einer Tasse Tee und einer kuscheligen Decke beziehungsweise einem selbstgenähten Quilt.

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    Cover des Buches Drei Schwestern am Meer (ISBN: 9783956497926)

    Bewertung zu "Drei Schwestern am Meer" von Anne Barns

    Drei Schwestern am Meer
    Die-weinvor 6 Monaten
    Ein Sommerroman mit Tiefgang ...

    Vor längerer Zeit habe ich von der Autorin Anne Barns bereits "Apfelkuchen am Meer" gelesen, welcher mir ganz gut gefiel, aber mich dennoch nicht so recht begeistern konnte. Vieles erschien mir da zu einfach lösbar und die enthaltene Love-Story war mir schlichtweg zu fad. Trotzdem wollte ich weitere Bücher der Autorin lesen und mit "Drei Schwestern am Meer" konnte sie mich nun definitiv überzeugen.


    Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein und pflegen ein sehr inniges, vertrautes Verhältnis miteinander. Im Vordergrund steht jedoch Rina, die eigentlich mit ihrem Lebenspartner ein paar erholsame Tage auf Rügen verbringen wollte, bevor dann alles ganz anders kam. Mir war sie sofort sympathisch, da sie herrlich bodenständig wirkte und auch in den schwierigsten Situationen ruhig sowie entspannte wirkte


    In allererster Linie, fand ich an dieser Geschichte die Beschreibungen Rügens großartig. Ich war selbst noch nicht dort, aber sowohl die Ostsee- als auch die Nordseeküste haben es mir einfach angetan und Anne Barns hat hier sogar die Stimmung am Strand sowie die beruhigende Wirkung perfekt eingefangen. Die anfangs locker wirkende Sommerlektüre entpuppte sich schließlich als emotionale, zu Herzen gehende Lektüre. Der einzige Punkt, der mich etwas störte, war die Vorhersehbarkeit, des Ganzen. Die genaueren Umstände konnte ich zwar nicht direkt erahnen, aber was es mit dem Gemälde im Haus der Großmutter auf sich hatte, war schnell klar.


    Mein Fazit:


    Eine zauberhafte Sommerlektüre, die mich emotional berührte und die auf jeden Fall Lust auf mehr Bücher der Autorin machte! Einmal mehr wurde mir bewusst, dass ich endlich meinen Erste Hilfe Kurs erneuern sollte und wie wichtig der Zusammenhalt unter Geschwistern ist.

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    Cover des Buches Ein Tag im Dezember (ISBN: 9783453422926)

    Bewertung zu "Ein Tag im Dezember" von Josie Silver

    Ein Tag im Dezember
    Die-weinvor 6 Monaten
    Mein Jahreshighlight!

    Obwohl das Lesen dieses Buches nun bereits längere Zeit zurückliegt, kann ich mich noch bestens daran erinnern, wie sehr mich diese Geschichte berührte. Über viele Jahre begleitet man hier die Hauptcharaktere durch ihr Schicksal, merkt, wie sehr diese zwei Menschen zusammengehören und fragt sich immer wieder, was man selbst in solch einer ausweglosen Situation tun würde.


    Laurie war mir auf Anhieb sympathisch und wenn man sie so über die vielen Jahre begleiten durfte, ist das am Ende der Geschichte beinahe so, als würde man eine gute Freundin für immer verlieren. Ich habe sie ins Herz geschlossen und mit ihr gelacht, gelitten und getrauert.


    "Ich weiß, wo die Grenze verläuft, und werde sie nie überschreiten. Manchmal kommt es mir allerdings vor, als sei die Grenze mit Kreide auf den Rasen gemalt. Man kann sie leicht wegreiben und neu ziehen, aber sie ist nie an genau demselben Platz wie zuvor." (Zitat S. 79)


    Da dieser Roman über einen so langen Zeitraum handelt, gibt es immer wieder große Zeitsprünge, was ich eigentlich überhaupt nicht mag, aber hier passte es perfekt und ich hatte auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen während der fehlenden Monate, da es auch immer wieder kurze Zusammenfassungen gab, in denen erzählt wurde, was während der Zeit vorgefallen war. Am Anfang jedes neuen Jahres gab es Neujahrsvorsätze, und wie im wahren Leben auch, machte die Realität dann oftmals einen gehörigen Strich durch die ganze gute Planung und schrieb die Geschichte mal eben kurzfristig um.


    Die Geschichte lässt sich leicht und flott lesen, sodass man die relativ hohe Seitenzahl hier kaum bemerkt. Ich mochte die Charaktere und obwohl man erahnen kann, wie das Ganze ausgehen könnte, bleibat es spannend bis zum Schluss. Und dieser war so ergreifend, dass ich am Ende tatsächlich traurig war, dass das Buch so schnell beendet war.


    Mein Fazit:


    Eine zauberhafte Liebesgeschichte, die ich mir auch als Verfilmung supergut vorstellen könnte. Man erlebt mit den Charakteren eine Achterbahnfahrt der Gefühle und würde wahrscheinlich ganz genauso selbst handeln, wenn man in solch einer verfahrenen Situation wäre. Für mich war diese Geschichte definitiv ein Lesehighlight 2019!

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    Cover des Buches Offline ist es nass, wenn's regnet (ISBN: 9783743203778)

    Bewertung zu "Offline ist es nass, wenn's regnet" von Jessi Kirby

    Offline ist es nass, wenn's regnet
    Die-weinvor 9 Monaten
    Eine sehr berührende Geschichte ...

    Um dieses Buch bin ich schon länger herumgeschlichen, da ich es mal irgendwo zufällig gesehen hatte und ich fand den Titel so genial, dass der mir seitdem ständig im Kopf rum spukte. Da ich jedoch sehr selten Jugendbücher lese, weil mir die Handlungen oftmals zu banal sind oder der Schreibstil meistens nicht mein Fall ist, habe ich mich etwas gescheut, dieses Buch zu kaufen. Letztenendes fand ich es in der örtlichen Bibliothek und habe es während eines verregneten Camping-Wochenendes verschlungen.


    Die Hauptprotagonistin Mari wirkte zu Beginn wahnsinnig unsympathisch auf mich und ich konnte nicht so recht nachvollziehen, warum der Kontakt damals zu ihrer Cousine abbrach, da sie sie ja offensichtlich sehr mochte. Wenn ich mir jedoch ab und zu so meine Timeline bei Facebook oder Instagram anschaue, dann finde ich dort auch immer wieder Beiträge von jugendlichen Bekannten, die sich in vielen Dingen ähneln zu Maris gestellten Posts und die nur auf viele "Likes" ausgerichtet sind. Mit dem Beginn der Wanderung machte die Protagonistin dann jedoch Stück für Stück eine so bemerkenswerte Wandlung durch, dass ich sie regelrecht bewunderte, für das was sie tat und ihren Mut. Ich muss gestehen, dass ich vom John Muir Trail, einem circa 340 km langen Fernwanderweg in der Sierra Nevada, zuvor noch nie etwas gehört hatte, aber das Thema Wandern auf längeren Streckenabschnitten fasziniert mich schon länger und irgendwann möchte ich das unbedingt selbst mal ausprobieren.


    Man könnte denken, dass das Buch sich eher schwierig lesen lassen würde, da es ja vordergründig um eine tagelange Wanderung geht, aber das war definitiv nicht der Fall, da es einen ernsthaften Hintergrund gibt, warum Mari das Ganze macht, obwohl sie dies vorher weder trainiert hat, noch selbst überhaupt auf die Idee gekommen wäre. Auf dem Weg begegnet sie schließlich noch anderen Jugendlichen, sodass es auch viele emotionale sowie tiefgründige Szenen gibt. Naja, und ganz ungefährlich ist dieser Wanderweg dann ja auch nicht. Die Autorin hat all dies sehr bildhaft, mit besonderem Augenmerk auf die Schönheit der Natur, die alltäglichen Kleinigkeiten und die wundervollen Augenblicke für die wir oftmals selber kein Gespür mehr haben, geschrieben. Zusätzlich sind die Kapitel mit vielen zauberhaften Zeichnungen, Zitaten und Hinweisen gespickt, sodass das Lesen niemals langweilig wird.


    Mein Fazit:


    "Offline ist es nass, wenn´s regnet" ist eine wundervolle Geschichte nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, die sich für die Themen Digital Detox sowie Wandern interessieren. Mich hat dieses Buch sehr berührt und da am Ende noch einige Fragen offen blieben, hoffe ich wirklich auf eine Fortsetzung. Unbedingt lesen oder verschenken an Jugendliche, die den Blick für´s Wesentliche etwas verloren haben!

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    Cover des Buches Wenn die Wellen leuchten (ISBN: 9783596297610)

    Bewertung zu "Wenn die Wellen leuchten" von Patricia Koelle

    Wenn die Wellen leuchten
    Die-weinvor 9 Monaten
    Großartiger Reihenauftakt

    Das Lesen dieses Romans liegt schon ein ganzes Weilchen zurück, aber die Handlung und die großartigen Beschreibungen der Nordseeinsel Amrum beschäftigen mich nach wie vor sehr. Ich habe das Buch gelesen bevor ich das erste Mal an der Nordsee war und wenige Tage später stand ich selber davor und bin seitdem begeistert von Norddeutschland.


    Es dauerte etwas bis ich mit den wechselnden Charakteren sowie den Zeitsprüngen klarkam, aber bereits nach wenigen Kapiteln schafften die außergewöhnlichen Charaktere es, mich mitzureißen und ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen. Rhea führt gemeinsam mit ihrer Mutter Filine ein recht beschauliches Leben auf der Insel und obwohl ich natürlich gespannt war, ob sie etwas über ihre Herkunft erfahren würde, fand ich die Kapitel über das Leben ihrer Mutter Filine fast schon spannender als Rheas Suche. Eine bemerkenswerte Frau, über die ich auch jetzt noch viel nachdenke.


    "Wenn die Wellen leuchten" war mein erstes Buch der Autorin Patricia Koelle, aber ich habe bereits den zweiten Band hier liegen und bin mehr als froh, dass es bereits viele weitere Romane von ihr gibt, die ich alle noch lesen kann. Ihre Beschreibungen des Lebens auf der Nordseeinsel, das Leben mit den Gezeiten, die Mentalität der Einwohner dort und natürlich das geheimnisvolle Leuchten der Wellen haben mich tief bewegt, sodass ich prima abschalten konnte bei dieser Geschichte.


    Mein Fazit:


    Patricia Koelle ist mit diesem Reihenauftakt eine wundervolle Geschichte gelungen, die Lust auf mehr macht. Mehr Meer, mehr Bücher der Autorin und mehr norddeutscher Gelassenheit im Leben! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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    Cover des Buches Glück ist meine Lieblingsfarbe (ISBN: 9783404178360)

    Bewertung zu "Glück ist meine Lieblingsfarbe" von Kristina Günak

    Glück ist meine Lieblingsfarbe
    Die-weinvor 9 Monaten
    Warmherzige Charaktere, die man direkt ins Herz schließt ...

    Von der Autorin hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, aber mit "Glück ist meine Lieblingsfarbe" hat sie mich so überrascht, dass ich nun unbedingt weitere Bücher von ihr lesen möchte.

    Die Hauptprotagonistin Juli habe ich mit ihrer zurückhaltenden Art, ihren Ängsten und Sorgen direkt ins Herz geschlossen. Nur allzu gut konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen, warum sie diese Auszeit brauchte und auf La Palma sozusagen mit spärlichem Gehalt in einer klitzekleinen Kellerwohnung lebte anstatt in Deutschland, in ihrem erlerntem Beruf. Ein Stück weit habe ich mich da fast schon selber wiedererkannt.

    Der Schreibstil ließ sich wunderbar lesen, war voller Leichtigkeit, mal humorvoll und dennoch auch teilweise tiefgründig mit sehr ernsten Themen. Besonders gut gefiel mir diese dörfliche Gemeinschaft, wo scheinbar jeder jeden bestens kannte und aufeinander aufpasste. Mich hat das unheimlich berührt, dass da immer jemand ein offenes Ohr für die Sorgen der anderen hatte und obwohl Juli noch nicht lange auf La Palma lebte, gehörte sie fest dazu.

    Die Handlung ist spannend bis zum Ende, da sich die anbahnende Beziehung zwischen Quinn und ihr schwierig gestaltet und beide ein schweres Päckchen mit sich herumtragen. Zugleich fragt man sich natürlich ständig, ob Juli ihre Zukunft in La Palma sieht oder wieder zurück nach Deutschland zu ihrer Familie kehren wird.

    Mein Fazit:

    Mich hat dieses Buch durch seine warmherzigen Charaktere und die ernsthafte Thematik bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Es machte einfach Spaß die Hauptprotagonistin ein Stückchen zu begleiten, in ihrer schwierigen Zeit, und ihre Entscheidungen zu verfolgen. Wobei ich mir ehrlich gesagt das Ende etwas anders ausgemalt hatte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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