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Dolores999

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Wie ich fälschte, log und Gutes tat (ISBN: 9783492315074)

    Bewertung zu "Wie ich fälschte, log und Gutes tat" von Thomas Klupp

    Wie ich fälschte, log und Gutes tat
    Dolores999vor einem Monat
    Kurzmeinung: Fesselnd, unterhaltsam, sprachlich erfrischend
    Fesselnd, sprachlich erfrischend

    Es ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass ich neben der Arbeit ein Buch an einem Tag gelesen habe. Bis diesem hier war es wieder der Fall.

    Ich will damit nicht sagen, dass Klupps Roman für alle Ewigkeit hohe Literatur ist. Allerdings gelingt es  dem Autor, einen glaubwürdigen, sympathischen Protagonisten zu erschaffen, der seine gute Not in dem guten Elternhaus hat und durch Tricks versucht, sich durch die Jugend zu lavieren.

    Natürlich schreien da meine Eltern "Das ist nicht die Jugend von heute" - (vgl. auch andere Rezensionen) - nee, die sind noch krasser, da muss ich nur in nächster Nähe suchen, und wir sind nicht einkommens- oder bildungsfern.

    Sehr spritzig und flott fand ich auch den Stil.

    Und, ein besonderer Leckerbissen war für mich, dass es ENDLICH mal nicht um Basket- oder Fussball geht (wenn in dt. Unterhaltung überahupt mal Sport eine Rolle spielt", sonder um Tennis, einem mentalen Einzelsport. Der Sport passt zu Benedikt Jäger, und der Name passt wiederum hervorragend zur Figur. 



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    Cover des Buches Neue Irre - Wir behandeln die Falschen (ISBN: 9783466372683)

    Bewertung zu "Neue Irre - Wir behandeln die Falschen" von Manfred Lütz

    Neue Irre - Wir behandeln die Falschen
    Dolores999vor einem Monat
    Kurzmeinung: Aufschlussreich
    Aufschlussreich

    „Neue Irre – wir behandeln die Falschen“ bietet eine gute Übersicht über „wirkliche“ psychische Erkrankungen, Entstehung, Diagnose und Therapie.

    Das Kern-Anliegen des Buches scheint zu sein, mit volkstümlichen, laienhaften Fehldiagnosen aufzuräumen, die da beispielsweise lauten, Trump sein ein Psychopath. Auf diesen Punkt wird in der Einleitung kurz eingegangen, aber nicht mehr in der Zusammenfassung, wo das Thema noch mal aufgeriffen und abgerundet hätte werden müssen, schließlich ist es der große Aufmacher des Buches. Dass die vielen „Fehldiagnose“ (unbeliebte, populistische) Politiker oder Promis diffamiert, wird nicht thematisiert. Stellenweise scheint es darum zu gehen, zu zeigen, dass die Normalen den „Außergewöhnlichen“ das Leben schwer machen, sie in eine Schablone zwängen wollen.

    Nun, ich tue mir allein mit der Bezeichnung „Außergewöhnliche“ für psychisch Kranke schwer, weil es fast wie eine Auszeichnung, wie etwas Erstrebenswertes zu sein, sich die richtige Diagnose „schizophren“ oder „paranoid“ zu verdienen. Das kann aber natürlich nicht Ziel einer funktionierenden Gesellschaft sein, die ein Allgemeinmaß braucht, um funktionieren zu können.

    Lütz tut viel, im psych. Kranke von dem Stigma „Verrückt“ zu befreien, und das ist gut. Nach der Lektüre versteht man die Krankheitsbilder besser. Dennoch gibt viele Punkte, die man eingehend diskutieren könnte.

    Noch eine Anmerkung: Der Autor schreibt, er würde ironisch schreiben. Das ist an sich schön – aber in einer der Ironie völlig entwöhnten Gesellschaft in einem aufklärenden Sachbuch damit zu kommen, ist sehr gewagt. Teilweise fand ich es unangebracht bzw. missverständlich.

    Sprache und Stil sind sehr eingängig und leicht verständlich, auch für komplette Laien wie mich. Teilweise. Ist. Die. Syntax. Jedoch. Ein wenig. Zu einfach, denn statt Kommata werden vor Konjunktionen, die klassischerweise einen Nebensatz einleiten, ein Punkt gesetzt. So beginnen Sätze reihenweise mit „Und“, „aber“, „dennoch“, was auf mich sehr nervend wirkt, so, als würde man beim Lesen ständig stolpern.

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    Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)

    Bewertung zu "Tschick" von Wolfgang Herrndorf

    Tschick
    Dolores999vor einem Monat
    Kurzmeinung: mitreißend
    mitreißend

    rasant, geht unter die Haut.

    Logikfehler wie nur 1x zehn Liter "tanken" seien verziehen.

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    Cover des Buches Wer lügt, gewinnt; (ISBN: B001Z4C832)

    Bewertung zu "Wer lügt, gewinnt;" von Patricia Melo

    Wer lügt, gewinnt;
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: langweilig
    Langweilig

    Ich habe das Buch nur gelesen, weil wir im Urlaub kein anderes mehr dabei hatten. Die Idee mit den Schlangen fand ich faszinierend, aber das war's. Null Spannung, wenig Handlung, lauter passive Figuren, ach ja. Wie das Buch (gut, vor einigen Jahren, aber immerhin) den Deutschen Krimipreis gewinnen und wie sich der Spiegel in Lobhymnen ergießen konnte, ist mir ein Rätsel. Absolut nicht nachvollziehbar.

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    Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)

    Bewertung zu "Unorthodox" von Deborah Feldman

    Unorthodox
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Interessant, mitreißend
    Interessant

    Die Eröffnungsszene mit dem Vater, seinem Gelegenheitsjob und den Süßigkeiten ist großartig. Da ich schon sehr viel über orthodoxe Judentum wusste, haben mich die zwei oder drei darauffolgenden Kapitel gelangweitl, sodass ich das Buch erst nach einer Pause weiterlas. Dann aber hat es mich gepackt. Ich konnte die Abscheu gegenüber dieser schmuddeligen (wie sie selbst sagt) Welt gut nachvollziehen. Der gesamte Wahnwitz, die Enge, Lebens- und Leibesfeindlichkeit aller abhrahamitischen Religionen wurde mir erneut deutlich bewusst. Schade fand ich, dass der Ausbruch, also das Ende, etwas unspektakulär erzählt wird.

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    Cover des Buches Der Pfau (ISBN: 9783462048001)

    Bewertung zu "Der Pfau" von Isabel Bogdan

    Der Pfau
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Amüsant, intelligent, ästethisch
    Einfach herrlich - feinsinnig, humorvoll, ästhetisch

    Amüsant, intelligent, ästhetisch

    Die Geschichte an sich könnte, an heutigen Maßstäben gemessen, nicht unspektakulärer sein. Bogdan spielt aber so gekonnt mit den Wissensvorsprüngen bzw. der Unwissenheit der Figuren, dass einem dies erst später auffällt. Darüber hinaus begeistert und fesselt die feine Ironie, die durch die indirekte Rede (endlich jemand, der sie noch beherrscht!)  verstärkt wird.

    Ein wunderbares Buch!


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    Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783492308700)

    Bewertung zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

    Ein wenig Leben
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Muss man sich nicht antun
    Muss man sich nicht antun

    Das Buch ist für Masochisten geeignet.

    Die unzähligen 5-Sterne Rez. verwundern mich, weil ich nicht verstehe, wie man sich das antun kann.

    1. auf schriftstellerisch-handwerklicher (wie lange habt Ihr gebraucht, um die 4 auszeinander halten zu können und zu wissen, wer wer ist? Furchtbar.)

    2. auf sprachlicher (die dt. Übersetung gibt jedes unsinnigen US-amerikanischen Plusquamperfekt wieder. Das Ergebnis ist es grauenhaft holpernder Text.

    3. auf inhaltlicher Ebene.

    Warum steht nicht mal im Klappentext, dass es um Missbrauch geht? Das ist eine Frechheit, denn zumindest in diesem Fall wäre eine Triggerwarnung angebracht, Dann hätte ich das Buch nie gekauft.

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    Cover des Buches Das Geburtstagsfest (ISBN: 9783426306468)

    Bewertung zu "Das Geburtstagsfest" von Judith W. Taschler

    Das Geburtstagsfest
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Herbe Enttäuschung
    Herbe Enttäuschung

    Zur Geschichte: Rote Khmer Geschichte trifft auf Österreich. Zwei kambodschanische Flüchtlingskinder kommen zu einer österr. Familie nach "P." (ja, der Ort wird als einziger ganz geheimnsivoll nie genannt, haha). Der Junge heiratet seine Stief/ Pflegeschwester, die Frau verschwindet. Nach und nach wird mehr oder minder klar, war welche Rolle in dem Horrorregime gespielt hat. Dabei weiß man natürlich nicht so recht, ob die Erzähler zuverlässige Erz. sind, ob man ihnen also glauben darf. Man tut es, weil am Ende Ines Tevi einen Hinterhalt gesteht.


    Schon vor Jahren habe ich mich, auch auf einer Reise durch das Land, mit dem abscheulichen Thema befasst.  Auf diesem Gebiet habe ich also wenig Neues erfahren, eher ein paar Punkte vermisst, aber das soll keine Rolle spielen.


    Alle Figuren sind flach, in keine kann man sich hineinfühlen. Gut, kann man argumentieren, wenn man sich in Schlächter der Roten Khmer hineinfühlen will, braucht man danach eine Therapie. Stimmt. aber wenn man sich diese Erfahrung weder als Autor noch als Leser zutraut, hat man leider versagt. Noch dazu, wenn Kim sowohl in Kambodscha als auch in Österreich fast so blass bleibt wie Tevi, von der nur behauptet wird, dass sie selbstsüchtig (gewesen) sei. Ines ist ein Umriss, irgendwann erfährt man, dass sie blond ist, das ist alles. Ein Nichts. Kim hat unzählige Male roh, verroht gemordert  - er kommt nach Ö und alles ist gut. Ja, hier und da träumt er schleccht, aber hey, dass Tevi (SPOILER) das gemeinsame Kind abgetrieben hat, berührt ihn mehr. Wird zumindest behautet - "gezeigt" wird es nicht.


    Dann die Sprache. Die ist wirklich eine Zumutung. Nicht nur, dass die Autorin das Plusquamperfekt für gleichbedeutend mit dem Imperfekt zu halten scheint und es dementsprechend oft falsch verwendet (ca. 80% aller Fälle) - es scheint ihr auch noch zu gefallen. Oder warum sonst sucht man nicht elegantere Möglichkeiten, um die hässlichste Zeiten? Dazu passen, dass auch in Fällen, wo man Relativpronomen und Artiel "die die", "der der" etc.  doppeln müssten, nein, immer wenn sich die Möglichkeit für ein Rel.Pron. bietet, erscheint "welcher". oder "dieser". Es verdirbt einem die ohnehin schön dünne Lesefreude noch mehr. Noch etwas, weil ich mich schon ärgere. "Laufen" ist eine schnelle Gangart, bei der zeitweise beide Füße in der Luft sind. "Gehen" ist das, was die meisten Menschen im Alltag, tun, wenn sie sich ohne Räder fortbewegen. Auf dem Flüchtlingsmarsch zu "laufen" ist also schlichtweg Irrsin. Da humpelt man, schleppt sich weiter, was weiß ich, aber man läuft nicht.


    Die Auflösung, dass Ines Tevi belogen hat wirkt irgendwie deplaziert. Ja, das ist die Antwort, dass T und K nicht zsm. sind. Aber ging es jemals darum? Was war eigentlich das Anliegen des Romans? Dass Kim sich seiner - eigentlich - traumatisierenden Vgh stellen muss, anstatt die letzten 20, 30 Jahre wie bisher weiter damit leben zu können? Ist es dieser IMperativ zur Wahrheit, egal, wie weh sie tut? Mit Verlaub: Wenn Kim s. seiner Vgh mit allen Emotionen gesetllt hatte, wäre ER therapiebedürftig. Aber so fliegt er nach Kambodscha, trifft seinen Bruder und alles wird gut.




    Was ich haarsträubend schlecht an dem Roman finde sind vor allem zwei Punkte: Figurenentwicklung und Sprache.

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    Cover des Buches Schule der Lügen (ISBN: 9783833309977)

    Bewertung zu "Schule der Lügen" von Wolfram Fleischhauer

    Schule der Lügen
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltend, gepaart mit viel Wissen
    Fast perfekt!

    Zu behaupten, das Buch hätte mich "von Anfang an" in seinen Bann gezogen, wäre gelogen, denn wenn Fleischhauer eins nicht kann, dann ist es Prologe schreiben. Alle, die ich bislang gelesen haben, sind extrem holprig mit vielen Rückblenden etc.

    Da ich ihn aber schon kenne, habe ich weiter gelesen und war rasch fasziniert. Grund dafür sind zum einen die überzeugenden Charaktere und deren Lebenswelt, die sehr lebendig geschildert werden. Zum anderen ist es natürlich die spannende Geschichte, die einen regelrechten Sog ausübt. Die Thematik fand ich ebenfalls sehr interessant, und die gelegentlichen erzählerischen Längen, die durch Erklärungen und Schilderungen entstanden, haben mich deswegen nicht gestört. Viele Hintergründe des NS-Zeit sind mir durch dieses Buch erst richtig bewusst geworden.

    Was ich nicht glaubhaft fand, und was mich gestört hat, ist der Wahn, mit der Edgar der "Inderin" folgt. Wegen einer einzigen Nacht? Eine derartige Besessenheit erscheint mir ein wenig krankhaft, unreif. nun ja, aber die Geschichte brauchte diesen Motor. Dass er am Ende alles hinwirft und nach Indien geht, war nicht das, was ich mir erhofft hätte, aber okay, aus der Figur heraus ist es schlüssig, wenngleich sehr egoistisch. Denn ja, es gibt eine Verantwortung den Mitmenschen, bes. der Familie gegenüber. Sowohl er als auch seine Mutter (wenn sie es denn ist, das bleibt ja unklar) haben ja bestens vom Geld der Familie gelebt. Hätten sie früh arbeiten müssen, wäre die Geschichte nie passiert. 

    Gut gefallen hat mir, wie wirr und abgehoben Leonie allein durch den Pathos ihrer Tagebucheinträge charakterisiert wurde. Sie ist beziehungsunfähig, will nur den schnellen Kick - wie passt es da, dass sie so an dem Kind hängt, das sie doch erheblich eingeschränkt hätte?

    Allerdings frage ich mich, woher er wissen will, dass Herold nicht sein Vater ist, dass Leonie dafür die Mutter ist. Vielleicht läuft er am Ende ja in die nächste Lüge. 

    Vielleicht ist die Suche, woher wir kommen, überhaupt nicht wichtig im Leben, sondern nur die, was wir daraus machen.

    Obwohl Fleischhauer einen großen Wortschatz einsetzt, liest sich der Roman wie eine schöne Landstraße mit vielen Schlaglöchern, die aus "welche" als Relativpronomen und das häufig fehlerhaft verwendetem Plusquamperfekt bestehen.

    Dennoch, weil fast allle anderen Autoren nicht an ihn und das Buch heranreichen, 5 Sterne (4.5)



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    Cover des Buches Nachsommer (ISBN: 9783866482609)

    Bewertung zu "Nachsommer" von Johan Bargum

    Nachsommer
    Dolores999vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht berauschend
    Ohne Nachhall

    Nachsommer ist eine merkwürdige Geschichte.
    Während des Lesens zieht sie einen durchaus in seinen Bann. Die vielen AUssparungen und groben Skizzierungen haben durchaus ihren Reiz und passen zu der völlig passiven Hauptfigur, die ihr Leben nicht in die Hand nehmen kann, sondern sich alles gefallen lässt. Sinnbild dafür ist, wie er sich als Erwachsener hinter dem Boot herziehen lässt. 

    Ich habe mich allerdings gefragt, was diese Geschichte erzählen soll. Dass es solche Menschen gibt? Gut, das kennt man ja. Man erfährt nicht, wie es in ihnen drin ausschaut, was sie antreibt - nichts. Mir kam der Gedanke, dass er traumatisiert sein müsse, aber wodurch?

    Auch eine Woche nach Ende weiß ich wenig damit anzufangen. Die Figuren sind leblos geworden, das Buch wirkt so leer wie die Hauptfigur. Beide ist ein schwacher Schatten, leblos, bald vergessen.


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