DominicsBücherWelt

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    Cover des Buches Joyland9783453437951

    Bewertung zu "Joyland" von Stephen King

    Joyland
    DominicsBücherWeltvor einem Monat
    Kurzmeinung: Stephen King von einer ruhigeren Seite. Ohne den gewohnten Horror aber sehr interessant
    Ein ruhiger Stephen King Roman, trotzdem sehr lesenswert


     Inhalt: Devin Jones, ein Student in seinem ersten Jahr an der UNH im Jahr 1973, arbeitet nebenher in der Mensa und geht mit Wendy Keegan aus. Als seine Freundin beschließt nach Boston zu gehen um dort zu arbeiten, entschließt er sich ein Jobangebot im Freizeitpark „Joyland“ in Heavens Bay anzunehmen. In Joyland erlebt Devin nicht nur einen abwechslungsreichen Sommer und lernt interessante Menschen kennen, sondern kommt auch noch einem ungeklärten Mordfall auf die Spur. Zusammen mit Arbeitskollegen aus dem Freizeitpark fängt Devin an nach den Hintergründen des Mordfalls zu recherchieren. Ob er dem Mörder auf die Spur kommt, müsst ihr selbst lesen…

     Ich muss sagen, dass mich Joyland nicht von Anfang begeistert hat. Wie man es von Stephen King durchaus gewohnt ist nimmt er sich viel Zeit um seine Geschichte zu erzählen. Aber bei Joyland hätte ich mir zu Beginn schon noch etwas mehr Spannung gewünscht. Trotzdem konnte mich das Buch durch seine Sprache und die Beschreibungen des Autors für sich einnehmen. Eine kleine Kostprobe gefällig? Bitte schön:

     „Wir leben in einer traurigen Welt, einer Welt voller Kriege, Grausamkeiten und sinnloser Tragödien. Jedes menschliche Wesen bekommt seine Portion Unglück und schlaflose Nächte serviert. Diejenigen unter ihnen, die das noch nicht wissen, werden es noch lernen. Angesichts solcher traurigen, aber unabweislichen Tatsachen des menschlichen Daseins ist ihnen in diesem Sommer ein unbezahlbares Geschenk gemacht worden: Sie sind hier um Spaß zu verkaufen.“ (aus „Joyland“ von Stephen King S.66)

     Mit seinem Schreibstil hat mich Stephen King sofort gefangen genommen von der Atmosphäre und ich habe mich an meine eigene Studienzeit erinnert. Devin Jones, aus dessen Sicht das Buch erzählt wird, war mir dabei von Anfang an sympathisch. Im weiteren Verlauf hat man beim Lesen das Gefühl mit Devine in Joyland unterwegs zu sein und mit ihm den Alltag als Mitarbeiter eines Freizeitparks zu erleben. Durch die tolle Atmosphäre die sich entwickelt, hat man das Gefühl den Jahrmarkt direkt vor sich zu sehen und in die fröhlichen Gesichter der Kinder zu blicken, wenn sie mit Devin im Kostüm des Howie The Happy Hound durch den Park tanzen.

     Ein typischer Horrorroman, wie es von Dennis Scheck auf dem Klappentext des Buches bezeichnet wird, ist Joyland für mich aber nicht. Das Buch ist ein toller Roman über das Erwachsenwerden mit einem spannenden Kriminalfall. Im letzten Drittel des Buches nimmt aber die Spannung noch zu und es kommt zu einem packenden Showdown, in dem Stephen King auf ein paar für ihn typische Stilelemente zurückgreift, die mich absolut begeistert haben. Insgesamt hat mich „Joyland“ gut unterhalten, ohne an die großen Horrorklassiker des Autors heranzukommen.  

     Fazit: „Joyland“ war für mich nach einiger Zeit wieder der erste Roman von Stephen King den ich gelesen habe und hat mir einige schöne Lesestunden bereitet. Stephen King versetzt den Leser mit seinem Schreibstil in ein Amerika der 70 Jahre und schaffte es vor den Augen des Lesers den Freizeitpark lebendig werden zu lassen. Die großen Gruseleffekte findet man hier nicht, dafür aber einen spannenden Kriminalroman aus der Feder des Meister des Horror, mit einem packenden Finale. 

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    Cover des Buches ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends9783740731250

    Bewertung zu "... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends" von Victoria Suffrage

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte, die trotz der angesprochenen schweren Themen mit einem lockeren Schreibstil flüssig zu lesen ist
    Eine tiefgehende Berührende Geschichte

    Klappentext: Demenz, Alter, Verlust ... mit ihrem Buch nimmt sich die Autorin Victoria Suffrage schwieriger Themen an. Dennoch besticht das Buch durch seine Leichtigkeit und einen tiefsinnigen Humor. Mit dem Witwer Paul und dem Altenpfleger Alex zeichnet sie liebevolle Figuren, authentisch und nah.

    "Melde gehorsamst, ich bin blöd, Herr Oberlajtnant." ... meint Paul, knapp an die achtzig, mit Sonnenschein im Herzen und manchmal auch im Kopf. Obwohl das Leben ein Arschloch ist. Muss ja weitergehen, irgendwie. Seine Frau Lissy ist gestorben, wartet auf ihn "nachm Regenbogen um sechs Uhr abends". Und die 43-jährige Tochter schreit. Fast immer. Besonders, wenn Nuschi nicht da ist, das Katzenviech.
    Könnte er aushalten, gäbe es nicht die teuflische Nachbarin. Oder ist sie der siebenköpfige Drache? Wenigstens ist da Alex, sein Winnetou und Altenpfleger mit Hingabe und Humor.
    Dann ist Nuschi weg und es bleiben nur noch zwei Tage, bis Alex für immer gehen will.
    Paul und Alex machen sich auf. Mit einer Kühltasche. Eine Abschiedsreise nach Prag zur Moldau?
    Unterwegs lernen sie einen Tschechen kennen, den falschen "Gott".
    Wird es die letzte Reise sein? Weiß Vojtech die Antwort auf alle Fragen, und welches Geheimnis bedrückt Alex?

     

    Inhalt: Paul, ein fast achtzigjähriger Wittwer, lebt zusammen mit seiner schwerstbehinderten Tochter Ela und hat es seit dem Tod seiner geliebten Frau Lissy nicht leicht. Für etwas Abwechslung und vor allem Unterstützung in der Pflege der Tochter sorgt der überaus engagierte Pfleger Alex. Alex unterstützt Paul auch gegen den Hausdrachen in Person der Nachbarin, Frau Schneider, die immer vorbeikommt, um sich über die Lautstärke der schreienden Tochter zu beschweren. Als auch noch die Katze Nuschi stirbt, ohne die Ela nicht schlafen kann, beschließen Paul und Alex nach Prag zu fahren. Das hatten sich Paul und Lissy immer gewünscht und jetzt wird es Nuschis letzte Reise. Wird es auch für Paul die letzte Reise? Welche Abenteuer erleben die beiden dabei und welches Geheimnis hat Alex? All das könnt ihr in diesem wunderbar berührenden Buch lesen.

     

    Ich habe es bereits gelesen und meine Meinung dazu erfährt ihr hier:

     

    Das Cover ist recht einfach gehalten und wäre mir in der Buchhandlung wahrscheinlich eher nicht aufgefallen, zumal die Geschichte vom Genre eher untypisch für mich ist. Ich bin aber sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte „also nachm Regenbogen um halb sechs“ zu lesen, da mir sonst eine tolle, sehr berührende Geschichte entgangen wäre. Die Geschichte wird aus der Sicht des Ich-Erzählers Paul erzählt und wirkt zu Beginn wie die Tagebucherzählung von Paul. Er erzählt über seinen Alltag, sein Leben mit der Tochter Ella, um die er sich rührend kümmert, auch wenn er manchmal sauer wird, weil sie wieder schreit, was ihm meist sofort wieder leid tut, da sie ja nichts dafür kann. Aber Paul hat Angst vor der Nachbarin, die mit dem Besen gegen die Decke hämmert oder auch nach oben kommt um über den Lärm zu schimpfen. Dabei will Paul doch nur ein ruhiges Leben mit seiner Tochter. Wenn er es nicht mehr aushält redet er mit seiner verstorbenen Frau oder findet Unterstützung durch den Pfleger Alex, der sich über seine Pflichten hinweg nicht nur um Ella, sondern auch um Paul kümmert. Einziger Lichtblick für Ella ist die Katze Nuschi, die die schwerstbehinderte Frau beruhigen kann, wenn sie schreit. Die Erzählung und die Dialoge zwischen Paul und Alex stecken trotz aller inhaltlicher Schwermut voller Hoffnung und Leben, dass man sich der Stimmung als Leser kaum entziehen kann. So folgt man Seite für Seite einer Geschichte voller Hoffnung, Liebe und erlebt aber auch wieviel Unverständnis und Gleichgültigkeit für das Schicksal einzelner eine Gesellschaft in Person der Nachbarin Frau Schneider einer Familie entgegengebracht wird, mit der es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat.

     

    „Sie sind der Teufel, kann ich noch sagen, bevor ich Alex an meiner Seite spüre. Er legt seinen Arm um meine Schulter und drückt mich leicht. „Sie sehen jetzt zu, dass Sie hier vom Acker kommen und nehmen Nachhilfeunterricht in Sachen Benehmen!“ Alex Stimme klingt energisch und streng, und ich sehe, wie die Hörner auf dem Kopf der Schneider immer kleiner werden. Vor Alex hat sogar der Teufel Angst.“ (Zitat aus „nachm Regenbogen um halb sechs“ von Victoria Suffrage, S.25)

     

    Schon früh bekommt der Leser eine Ahnung, dass auch Alex sein Päckchen zu tragen hat, ohne ganz genau zu wissen, was seine Geschichte ist. Und so brechen Paul und Alex auf zu einer Reise nach Prag, um Paul einen Herzenswunsch zu erfüllen und erleben viele Abenteuer um eine tote Katze und einen falschen Gott. Der Autorin gelingt es mit einem leichten Erzählstil, viel Witz und Sinn für die Leichtigkeit des Lebens eine wichtige Botschaft zu transportieren. Ohne zu viele Worte zu machen, lässt die Autorin dabei Bilder im Kopf des Lesers entstehen und greift Themen wie Altersdemenz, Pflege und Tod auf, ohne den Leser damit zu überfordern. Für mich steht die Geschichte auch als Sinnbild für Lebenslust, Freude und Leichtigkeit ohne dabei die Ernsthaftigkeit der Themen zu beschönigen. Die Charaktere wirken authentisch und ich konnte sie mir bildhaft vorstellen. So bin ich mit Paul und Alex im Auto nach Prag gereist, habe mit ihnen gelacht und getrauert und mehr als einmal beim Lesen innegehalten, um über die Geschichte und meine eigenen Erlebnisse im Leben nachzudenken.

     

    Fazit: „Nachm Regenbogen um halb sechs“ ist eine tiefgehende, berührende Geschichte und ein Statement für Menschlichkeit. Mit einem leichten Erzählstil bringt die Autorin ihre Botschaft auf den Punkt und berührt den Leser. Für mich ein lesenswertes Buch, das von mir eine absolute Leseempfehlung, wünsche euch berührende, ergreifende Lesestunden

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    Cover des Buches Monster muss man töten9783947221103

    Bewertung zu "Monster muss man töten" von Marvin Buchecker

    Monster muss man töten
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein anspruchsvoller Thriller mit viel Spannung
    Ein spannendes, ungewöhnliches Thrillerdebüt

    Klappentext: „Am Anfang war ich alleine. Bis du erschienst und Blut fordertest.“

    Ein brutaler Mörder in einer friedlichen Gemeinde im Münsterland.

    Beauftragt, diesen schnellstens zu fassen, begibt sich die Profilerin Tanja Wilkes auf die Suche.

    Doch der Täter ist nicht alleine. Er hat einen Begleiter, ein Monster, und diesem Monster muss sich Tanja stellen – nicht ahnend dass sie das nächste Opfer sein könnte.

    Story: Die Geschichte beginnt 1994 und in den darauffolgenden Kapiteln wird schnell klar, dass dieser Teil der Story die Vergangenheit bzw. Kindheit einer Hauptperson darstellt ohne bis zum Schluss ganz genau zu wissen, um wen es sich dabei handelt. Im weiteren Verlauf erfahren wir immer mehr über die schwere Kindheit der Figur. In wechselnden Kapiteln erlebt der Leser dann die Profilerin Tanja Wilkes die den Kommissar Samt bei der Aufklärung eines Mordes helfen soll. Die Leiche ist so entstellt, dass der Leser erst im Verlauf des Buches die Identität des Opfers und die Hintergründe der Tat sogar fast erst zum Schluss erfährt. Dabei enden die Kapitel fast immer mit einem Cliffhanger, der so spannend ist, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.


    Protagonisten: Alle Protagonisten werden im Verlauf des Buches detailliert und gut beschrieben, sodass man bald das Gefühl hat sie wirklich zu kennen. Die Profilerin Tanja Wilkes ist eine starke, zielstrebige Persönlichkeit, die sich in einer Männerwelt durchzusetzen weiß und auch vor Konkurrenz und Konfrontationen nicht zurückschreckt. Aber auch Raphael, ein Heilerziehungspfleger wird sehr bildlich dargestellt und immer wieder werden auch Details aus seiner Vergangenheit dargestellt. Dadurch hat der Leser ein tolles Bild von den Protagonisten und die Handlung wird noch spannender. Dies trifft auch auf die anderen Protagonisten zu. Kommissar Samt spielt teilweise trotz der Leitung der Ermittlung neben Wilkes fast eine untergeordnete Rolle und fällt vor allem durch seine negative Einstellung zu Frauen im Polizeidienst auf. Jeder Charakter wirkt durch individuelle Charakterzüge sehr gut vorstellbar und real. Dadurch sind sie auch in Dialogen sehr gut unterscheidbar und mir hat es großen Spaß gemacht den Charakteren durch die Handlung zu folgen.

    Stil: Die Sprache ist sehr flüssig und spannend. Besonders die Beschreibungen der Charaktere lassen im Kopf des Lesers Bilder entstehen und man taucht in die Story so ein, das man fast das Gefühl hat mit dabei zu sein und die Personen kennenzulernen und zu beobachten. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verwirren am Anfang den Leser etwas, aber Marvin Buchecker gelingt es mit seinem Schreibstil eine so spannende und dichte Handlung zu entwickeln, dass man dem Verlauf der Geschichte noch folgen kann.

    Der Umfang von knapp 230 Seiten und die spannende Handlung führen dazu, dass man meiner Meinung viel zu schnell zum Ende kommt.

    Cover: Auf dem dunklen und eher düster wirkenden Cover ist ein Mann in einem weißen Hemd abgebildet, der von hinten von einer Gestalt angefallen wird. Die Gestalt, ein Monster, wirkt als würde sie aus dem Schatten heraustreten und dessen Zunge nähert sich dem Gesicht des Mannes. Dabei wirken das Gesicht und die ganze Haltung des Mannes auf mich handlungsunfähig und verängstigt.

    Fazit: Ein spannendes, durchaus ungewöhnliches Thrillerdebüt bei dem ich hoffe, dass der Autor möglichst schnell das nächste Buch nachlegt. Marvin Buchecker hat in mir auf jeden Fall einen Leser hinzugewonnen. Bitte mehr davon. Trotz der gelungenen Spannung und abwechslungsreichen Story gibt es für mich einen kleinen Kritikpunkt. Die unterschiedlichen Personen und die Zeitsprünge machen es einem teilweise schwerer der Handlung zu folgen und man muss immer wieder mal zurückblättern um wirklich alle Zusammenhänge zu verstehen und die Personen richtig zuzuordnen. Gerade am Anfang gerät dadurch der gelungene Lesefluss etwas ins Stocken. Wenn man sich aber erst mal von der Handlung gefangen genommen gelassen hat entwickelt sich ein spannender, unterhaltsamer Thriller mit großartigen Charakteren. Mir hat das Buch großen Spaß bereitet. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.

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    Cover des Buches Der Kreidemann9783442489398

    Bewertung zu "Der Kreidemann" von C.J. Tudor

    Der Kreidemann
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Verwirrende Story mit zu vielen Charakteren über die man beim Lesen stolpert
    Konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen

    Cover: Das Cover auf dem ein Stück Kreide und eine Figur aus Schnur zu sehen ist passt einfach super zum Buch. Als ich das Cover gesehen habe wusste ich, dass ich das Buch lesen muss. Und das ist doch, was ein gelungenes Cover ausmacht, Interesse beim Leser wecken…

    Story: Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen, die zu verschiedenen Zeiten spielen, aus der Sicht von Eddie erzählt. Der erste Handlungsstrang spielt 1986 und handelt von den Erlebnissen des Erzählers und seiner Clique. Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte im Jahr 2016 aus der Sicht von Eddie. 1986 verändert der neue Lehrer, Mr. Halloran das Leben von Eddie, Fat Gav, Hoppo, Metal Mickey und Nicky, als er Fat Gav einen Eimer Kreide schenkt. Mr Halloran bringt auch die Clique auf die Idee sich mit Geheimbotschaften, die mit Kreide auf den Boden gemalt werden, zu kommunizieren. In der nächsten Zeit erlebt die Clique mehr oder weniger spannende Abenteuer bis es zu einem genauso tragischen, wie folgenschweren Unfall auf dem Jahrmarkt kommt. Auch hier trifft die Clique auf den Kreidemann und in der Folge passieren weitere schreckliche, wie tragische Ereignisse in der Kleinstadt, bis eine Leiche auftaucht. Dieser Handlungsstrang wird abwechselnd mit den Ereignissen aus dem Jahr 2016 erzählt. Eddie ist Lehrer geworden und erhält Besuch von seinem alten Freund Mickey. In der Folge tauchen die Kreidezeichnungen wieder auf und schnell wird klar, die Ereignisse von damals sind alles andere als geklärt…


    Protagonisten: Die Beschreibung der Protagonisten gehört für mich zu den Highlights des Buches. Trotz der Vielzahl der Charaktere, wirkt jeder Charakter individuell und authentisch. Jeder Charakter hat seine eigenen Merkmale und Wesenszüge und ist absolut passend dargestellt. Gerade in der Beschreibung der Clique im Jahr 19886 hat man als Leser schnell das Gefühl die Protagonisten zu kennen und ein Teil der Clique zu werden. Auch den Eddie aus dem Jahr 2016 hatte ich sehr plastisch vor Augen und auch die anderen Charaktere aus diesem Erzählstrang haben mir sehr gut gefallen.

    Stil: Die Geschichte beginnt mit der spannenden und beklemmenden Beschreibung des Fundorts einer Leiche. Die Handlung verliert in der Folge an Tempo und wirkt nicht mehr so dicht, bis sie wieder etwas Fahrt aufnimmt und dann aber schnell zwischen den verschiedenen Zeitwechseln und Personen sehr verworren und undurchsichtig für mich wird. Unklar bleibt dabei für den Leser bis zum Schluss, was wirklich geschehen ist. Neben der Spannung auf die Auflösung dieser Frage lebt das Buch für mich von den interessanten und gut gezeichneten Charakteren. Etwas schwer tue ich mir mit der Beschreibung des Buches als Thriller. Das Buch hat definitiv seine spannenden Passagen, aber für einen Thriller fehlen mir lange Zeit doch etwas die ganz großen Spannungsmomente, die Spannung bleibt eher etwas im unterschwelligen durch die Frage, was wirklich geschehen sein mag. Für mich hat es eher Merkmale eines Krimis, da der Leser, zumindest ging es mir so, immer wieder nach dem wahren Täter sucht. Dafür schafft es die Autorin gut den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Die Auflösung konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Was mir gut gefällt am Stil der Autorin ist die Tatsache, dass die Teile aus dem Jahr 1986 in der Vergangenheit geschrieben sind und die aus dem Jahr 2016 im Präsens. Dadurch hat der Leser das Gefühl 2016 dabei zu sein und die Ereignisse im Jahr 1986 wirklich als Erinnerung zu erleben.

    Fazit: Ich hatte mich, seit ich das Cover entdeckt hatte, riesig auf das Buch gefreut und hatte relativ hohe Erwartungen. Vielleicht war auch das ein Grund für meine teilweise Enttäuschung. Das Buch ist definitiv nicht schlecht, aber es gehört nicht zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr. Trotz der Fragen, die die Handlung aufwirft, hat mir etwas die Spannung gefehlt und die vielen Charaktere und verschiedenen Spuren haben mich zeitweise verwirrt. Das Ende ist auf den ersten Blick spektakulär, für mich aber nicht ganz nachvollziehbar und konnte mich nur teilweise überzeugen. Trotz der Kritikpunkte ist das Buch für mich empfehlenswert, da mir die Grundidee mit den Kreidezeichnungen sehr gut gefallen hat und die Charaktere mich absolut überzeugt haben. 

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    Cover des Buches Die Lichtung9783548286365

    Bewertung zu "Die Lichtung" von Linus Geschke

    Die Lichtung
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch wie die 80er, wild, grenzenlos und voller Hoffnung, die aber schnell in der Realität ankommen
    Ein interessanter Einstieg in die Reihe

    Klappentext: Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt…

    Story: Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen, die in verschiedenen Zeitebenen spielen, erzählt. Der Journalist Jan Römer soll, in Vertretung für einen Kollegen, einen Bericht über einen über zwanzig Jahre alten Mordfall schreiben. Der Fall ist seine eigene Geschichte, er war ein Teil der Clique in deren Mitte der Mord geschehen ist und er hat die Geschichte bis heute nicht verarbeitet. In der Gegenwart hat Jan heute Frau und Kind und keinen Kontakt mehr zu den Freunden von damals. Gemeinsam mit seiner besten Freundin macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Schneller als gedacht kommen Sie dem Täter auf die Spur, wecken fast vergessene Erinnerungen, reißen bei den Beteiligten alte Wunden auf und bringen sich selbst und Jans Familie in Gefahr. 

    Protagonisten: Mütze war früher Journalistin und ist heute Privatier, die genauen Hinter-gründe bleiben für den Leser verborgen. Mütze ist eine Freundin wie man sie sich wünscht. Loyal, hilfsbereit, dabei hilft Sie Jan auch als es für sie gefährlich wird Jan ist Journalist mit Leib und Seele und er will die Geschichte von damals aufklären. Denn Sie ist seine eigene Geschichte. Verbissen und ehrgeizig kommt er der Lösung immer näher und schreckt auch nicht davor zurück die Zukunft mit seiner Familie aufs Spiel zu setzen. Die Beiden wirken sehr authentisch und der Leser fiebert schnell mit Jan und Mütze mit. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut beschrieben, gerade die Beschreibungen der Clique in den Achtzigern haben bei mir Erinnerung an meine eigene Jugendclique geweckt. Dadurch lässt Linus Geschke den Leser in die Geschichte eintauchen und mit den Protagonisten mitfiebern. 

    Stil: Am Anfang wirkt der Text etwas unnahbar und hat für mich etwas Berichtsartiges. Als der Autor in die Zeit des Mordfalls wechselt nimmt einen die Story von damals aber schnell ein und man fängt an mitzufiebern. Spätestens als Jan sich richtig in den Fall hineinverbeißt, er und Mütze gemeinsam ermitteln, lässt einen das Buch nicht mehr los. Man kann es erst wieder aus der Hand legen als der Mörder enttarnt ist und der Fall gelöst. Abgerundet wird die Geschichte mit dem Sound der 80er, der einem mit vielen Songtiteln bei der Beschreibung der Partys der Clique in Erinnerung gerufen werden. 

    Cover: Das Cover ist größtenteils in dunklen Farben gehalten und auch der gelbe Himmel wirkt eher bedrohlich. Der abgebildete Zaun wirkt wie eine Grenze über die der Protagonist gehen muss und ab da es kein Zurück mehr gibt. Andererseits könnte er auch die Grenze zwischen Jans Vergangenheit und seiner Gegenwart symbolisieren. Sehr passend zum Inhalt und macht zusammen mit dem Klappentext Lust auf das Buch.


    Fazit: Ein Buch wie die 80er, wild, grenzenlos und voller Hoffnung, die aber von einem auf den anderen Moment jäh zerstört werden kann. So wie es Jan und seine Clique erlebt haben. Spannend erzählt, mit tollen Charakteren aus denen neben Jan Römer vor allem Mütze heraussticht, die wunderbar in diesen Roman und zu Jan Römer als Partnerin passt. Das Buch ist ein Muss, auch wenn man nicht in den 80ern aufgewachsen ist. Lediglich der Einstieg fiel mir etwas schwer und die vielen Namen der Clique verbunden mit den Zeitsprüngen erschweren etwas den Lesefluss. von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und große Vorfreude auf Teil 2 der Reihe. 

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    Cover des Buches Die schwarze Dame9783442480265

    Bewertung zu "Die schwarze Dame" von Andreas Gruber

    Die schwarze Dame
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Auftakt zur Reihe, mit spannenden Charakteren in einer interessanten Stadt
    Ein interessanter Auftakt der Reihe

    Klappentext: Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft

    Story: Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart wird von einer Versicherung beauftragt seine Kollegin Alexandra Schelling zu finden. Sie ist vor kurzem in Prag verschwunden als Sie den Brand in einem Museum aufklären sollte, bei dem wertvolle Gemälde zerstört worden sein sollen. Handelt es sich dabei wirklich um die Originale? Hogart reist nach Prag und trifft neben dem König von Prag auf Ivona. Als er sie näher kennenlernt wird klar, dass sie selbst Privatdetektivin ist und in einer Mordserie ermittelt. Die Ermittlungen der Beiden missfallen nicht nur dem König von Prag. Für Hogart und Ivona stellt sich die Frage was  der Brand, das Verschwinden von Peters Kollegin und die Mordserie miteinander zu tun haben? Oder ist alles nur Zufall?  Die Beiden stoßen bei ihren Ermittlungen auf eine alte Sage, die Sage vom Golem. Was diese mit dem Fall zu tun hat und wer die „schwarze Dame“ ist, könnt ihr nur herausfinden, wenn ihr das Buch lest….

    Protagonisten: Peter Hogart als Ermittler hat mir gleich auf den ersten Seiten gut gefallen. Er hat seinen eigenen Stil und das Eine oder Andere ungewöhnliche Hobby. So hat er eine Vorliebe für alte Sachen und verbringt seine freien Wochenenden als Verkäufer auf dem Flohmarkt. Daneben gibt es Ivona, die in einem Pfahlbau am Wasser wohnt. Auch sonst ist die Privatdetektivin ein ungewöhnlicher und spannender Charakter. Den Nebencharakteren fehlt es im Gegensatz dazu noch etwas an Tiefe, dafür ziehen Peter Hogart und Ivona den Leser in ihren Bann und nehmen ihn mit auf eine interessante Schnitzeljagd.

    Stil: Neben spannenden Charakteren fällt einem die ausführliche Recherche des Autors sofort auf. Die Details mit denen Andreas Gruber Prag und seine düsteren Ecken beschreibt ist faszinierend und auch für Leser wie mich, die die Stadt noch nicht kennen, absolut fesselnd. Von der ersten Seite war ich von dem Buch eingenommen und gespannt darauf, wie Andreas Gruber die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen würde. Auch wenn der Plot die Eine oder Andere Schwäche aufweist und zwischen packenden Szenen immer wieder etwas langatmigere Passagen folgen, erkennt man schon in diesem frühen Werk des Autors das wahnsinnig gute Gespür für spannende Geschichten und einen bildhafte und fesselnden Schreibstil.



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    Cover: Eigentlich gefällt mir das Cover gut. Es ist düster, wirkt geheimnisvoll und gut gestaltet. Das Motiv passt für mich aber leider nicht ganz zum Inhalt. Trotzdem hat es bei mir direkt Interesse geweckt.

    Fazit: Insgesamt ein spannender Roman mit einem tollen Charakter und einer interessanten Beschreibung der Stadt Prag, die Lust auf einen Städteurlaub macht. Das ganze wird gemischt mit einer alten Legende und einer rätselhaften Mordserie. Insgesamt also alle Zutaten für einen fesselnden Thriller. Trotzdem bleibt für mich noch etwas Luft nach oben

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    Cover des Buches Rape VanB01MTAE67P

    Bewertung zu "Rape Van" von Tim Miller

    Rape Van
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Story mit spannenden Wendungen, die mehr Seiten verdient hätte um den Charakteren mehr Platz für die Entwicklung zu geben
    Eine Story mit überraschenden Wendungen

    Ich habe das Buch als Wanderbuch bei Recensio Online auf Facebook bekommen. Danke für die Bereitsstellung des Buches.

    Klappentext: Schon mal darüber nachgedacht, wie schnell man sein Gesicht verlieren kann? Ein tiefer Schnitt, ein heftiger Ruck – und schon baumelt es dir vom Kinn runter

      

    Story: Bridget und Andy fahren in einem so genannten Rape Van, also ein hinten komplett geschlossener Van durch das Land. Durch einen Zufall finden sie praktisch auf der Straße ihr nächstes Opfer. Als der Van eine Reifenpanne hat und sie auf Gus, Suzie und Maddie treffen meint es das Schicksal nicht nur gut mit Bridget, Andy und ihren unfreiwilligen Mitfahrern…

    Protagonisten: Die Protagonisten werden nur insoweit beschrieben, wie es für die Story notwendig ist. Für den einen oder anderen Leser mag das zu wenig sein, ich finde es passt zu dem Buch und die Charaktere entwickelten sich in meinem Kopf. Ich hatte bei allen Charakteren ein Bild vor Augen und besonders gelungen finde ich die Art der Dialoge. Tim Miller gibt für mich beim Lesen jedem Charakter eine eigene Art der Sprache, die einen gewissen Wiedererkennungswert geschaffen hat.

    Stil: Tim Miller benutzt eine direkte Sprache. Kurze Sätze in denen der Autor direkt zum Punkt kommt und in hohem Tempo durch die Geschichte führt. Wer die Festa Extrem Reihe kennt, weiß was ihn erwartet, allen anderen zeigt Tim Miller schnell was auf ihn zukommt. Keine ausführliche Figureneinführung, wenig Beschreibungen der Umgebung oder andere Nebenhandlungen. Dafür blutiger Horror aus dem es kein Entkommen gibt. Dabei ist es keinesfalls eine reine Abfolge von Gewaltszenen, der Autor schafft es auf wenigen Seiten eine gute Story zu schaffen, die den Leser fesselt. Gute Nerven sollte man bei diesem Werk aber besitzen, das Buch ist nichts für zartbesaitete Leser. Die Bücher aus der Extrem Reihe sind für Freunde des blutigen Horror und definitiv nicht für jeden Leser geeignet und so ist auch dieses Werk von Tim Miller. Blutig, schonungslos und direkt.

    Cover: Da es sich um ein Extrem Band handelt, ist das Cover blutig und man hat direkt eine Vorstellung was einen erwartet. Mir hat das Cover gefallen und es hat mein Interesse so sehr geweckt, dass ich es als erstes Buch aus der Extrem Reihe lesen wollte. Da auch das Cover nicht für jeden Leser geeignet ist, verzichte ich hier auf die detaillierte Beschreibung.

    Fazit: Für mich war es das erste Buch des Autors und ich habe danach gleich das nächste Buch von ihm gelesen. (Die Rezension dazu kommt natürlich auch demnächst hier…) Ich war direkt im Buch drin und konnte es kaum aus der Hand legen. Leider ist das Buch mit 152 Seiten so knapp, dass es viel zu schnell vorbei ist. Die Charaktere und auch die Handlung hätten für mich durchaus mehr Platz verdient und ich hoffe, dass es noch mal ein Tim Miller Buch geben wird mit mehr Seiten. Der Autor überrascht den Leser auch auf wenigen Seiten immer wieder mit Wendungen in der Handlung und Tim Miller hat ein Ende geschrieben, dass ich nicht erwartet hatte. Insgesamt ein Horror-Roman, der mich schockiert und gefesselt hat und den ich allen Freunden des blutigen Horror absolut empfehlen kann. 

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    Cover des Buches Tage des Zorns9782919800469

    Bewertung zu "Tage des Zorns" von Maximilian Seese

    Tage des Zorns
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannungsgeladene Story mit Tiefgang, die aber etwas Zeit braucht um sich zu entwickeln
    Ein Thriller mit Tiefgang

    Klappentext: Ein neuer rasanter Fall für Chief Gordon Grand.
    Ein Ritualmord erschüttert die friedlich wirkende Kleinstadt Clayton im Nordwesten Englands. Die örtlichen Behörden rufen den erfahrenen Mordermittler Gordon Grand zu Hilfe. Die Obduktion ergibt, dass das Opfer über Jahre hinweg gefangen gehalten, gefoltert und für brutale Experimente missbraucht wurde.
    Es dauert nicht lange, bis weitere Leichen auftauchen, die Handschrift eines soziopathischen Serienmörders ist unverkennbar. Sein Motiv bleibt lange unklar, doch dann stößt Grand in der Vergangenheit Claytons auf ein Geheimnis, das an Grausamkeit sogar die jüngste Mordserie in den Schatten stellt …

    Cover: Auf dem Cover ist eine Gestalt an einem See zu sehen. Es ist in dunklen Farben gehalten in dem auch der Himmel bedrohlich wirkt. Hinter der Person wird es aber heller. Auf den ersten Blick wäre mir das Cover wohl nicht aufgefallen, wenn man aber das Buch kennt merkt man, dass es super zum Inhalt passt.

    Story: Nach einem kurzen Prolog, der im Jahr 2003 spielt, wird der Leser in das Jahr 2016 versetzt, in dem Gordon Grand, Police Chief Superintendent des Department of Criminal Investigation, in die Kleinstadt Carlisle gerufen wird um einen Ritualmord aufzuklären. Die Stadt wird mit harter Hand vom Polizeichef regiert und Grand muss nicht nur die Leitung der Mordermittlung übernehmen, sondern auch helfen die aufgebrachte Bevölkerung zu beruhigen. Unterstützt wird er neben dem jungen Sergeant Eddie Johnson auch von der engagierte Pathologin Blyde.
    Bei seinen Ermittlungen kommt Grand den Geheimnissen der Stadtbewohner auf die Spur. Die Geschichte bleibt bis zur letzten Seite spannend und nimmt die Eine oder Andere Wendung bis zum Finale, das mich noch mal komplett überrascht hat.


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    Protagonisten: Die Protagonisten sind alle gut ausgearbeitet und haben ihre jeweiligen Eigenarten, die sie für den Leser gut unterscheidbar wirken lassen. Mit Grand fiebert der Leser im Laufe der Ermittlungen mit und auch die anderen Charaktere wirken sehr spannend. Dabei haben mich einige doch sehr überrascht in ihrer Entwicklung und Geschichte, die im Laufe des Buches für den Leser offenbart wird. Eine besondere Rolle spielt die ehrgeizige Journalistin Hendson, die für eine gute Story kein Risiko scheut. Zwischendurch war ich etwas ratlos, da ich ihre Gefühle und Absichten leider nicht immer nachvollziehen konnte. Trotzdem ein interessanter Charakter, der eine bedeutende Rolle in meiner Lieblingszene spielt: Hendson wird auf Anweisung des Chiefs als Verdächtige verhört. Sie überwältigt dabei einen Polizisten und bekommt dann einen Vortrag von einem Profiler, der die Ermittlungen unterstützt. Bradock, der Profiler, gefällt mir als Charakter an sich schon gut und die Szene mit Hendson ist einfach herrlich unterhaltsam. Wer wissen will, wie die Szene und das ganze Buch ausgeht, muss es lesen….

    Stil: Schon der Prolog ist super spannend geschrieben. Mit kurzen, einfachen Sätzen geht der Autor gleich volles Tempo. Trotzdem kommt auch die Charakterbeschreibungen nicht zu kurz. Leider waren diese nicht immer nachvollziehbar. Der Autor greift für seine Story einige schwierige Themen, wie Religion, Fremdenfeindlichkeit und Organtransplantation auf, die er gut in die Story einbaut. Das Buch ist in einem angenehmen, sehr flüssigen Schreibstil geschrieben, der das Buch sehr kurzweilig macht und keine Langeweile aufkommen lässt.

    Fazit: Für mich war es das erste Buch des Autors und ich werde definitiv weitere Bücher des Autors lesen. In diesem Buch bekommt der Leser eine spannungsgeladene Story, die aber auch viel Tiefe besitzt. Nach dem Zeitsprung aus dem Prolog, habe ich etwas gebraucht um in die Geschichte zu finden, aber es lohnt sich absolut dran zu bleiben. Die Charaktere sind alle sehr anschaulich und auch wenn für mich nicht immer alle Handlungen der Protagonisten nachvollziehbar waren, haben sie mir insgesamt gut gefallen. Das Buch ist übrigens der zweite Teil aus der Grand Reihe (1.Teil: Was der Nebel verbirgt) und bekommt von mir

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    Cover des Buches Mörderinnen9783442393367

    Bewertung zu "Mörderinnen" von Veikko Bartel

    Mörderinnen
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein True Crime Roman der unter die Haut geht, fassungslos macht und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt
    Ein interessanter True Crime Roman

    Klappentext: Warum töten Menschen? Was lässt sie diese letzte Grenze überschreiten? In über 30 Tötungsdelikten hat Veikko Bartel schon vor Gericht verteidigt, in »Mörderinnen« erzählt er die vier spektakulärsten, anrührendsten, grausamsten Fälle: die Kindsmörderin, die Sadistin, die Gattenmörderin, die Giftmörderin. Eindrücklich schildert er die Hintergründe, die hasserfüllten Reaktionen der Öffentlichkeit und die biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Seine Erzählungen stellen die Frage nach Gerechtigkeit und zeigen mit jedem Fall: Die Realität ist spannender als jeder Krimi.

    Story: Veikko Bartel erzählt in seinem Buch „Mörderinnen“ vier spektakuläre Fälle aus seiner Zeit als Strafverteidiger. Alle haben eins gemeinsam, die Täter waren immer Frauen. Vier, sonst eigentlich unterschiedliche Geschichten, die dem Leser die Taten und die Gerichtsverhandlungen der Mandantinnen von Veikko Barthel erläutern. Das Buch beginnt, nach einer Einleitung, mit der Geschichte von Elvira P. „Der Kindsmörderin“. Eine Geschichte die den Leser im ersten Moment fassungslos macht, um ihm dann die ganze Tragödie, die hinter der grausamen Tat steckt, zu erzählen. Hertha F. – Die Gattenmörderin beschreibt eine Täterin, die sich so weit von der Realität entfernt hat, dass sie die ganze Tat aus ihrer Wahrnehmung ausgeschlossen hat. Die dritte Geschichte ist mit die anschaulichste, da sie die Vorgeschichte der Ermittlung, mit Dialogen und der Darstellung der Verhöre noch mehr zeigt, bis es zur Verurteilung von Gina S. – Die Sadistin kommt. Die letzte Geschichte über die Giftmörderin Natascha G. lässt Veikko Barthel auch nach Jahren nicht los, so dass er lange nach Abschluss des Falls noch mal auf Spurensuche geht.

    Protagonisten: In einem truecrime Buch, das mehr ein Sachbuch zu sein scheint, würde man eher weniger beschreibbare Protagonisten erwarten. In diesem Fall zeigt der Autor aber sehr stark die Personen hinter den Taten. Nicht nur der Strafverteidiger selbst, auch die Angeklagten und ihre Angehörigen werden anschaulich dargestellt, ohne dabei die Würde der betroffenen Personen, insbesondere der Opfer und ihre Angehörigen außer Acht zu lassen. Dabei versucht er durch Beschreibungen der Personen ein vollständiges Bild darzustellen. Gut finde ich, dass der Autor trotzem Dialekte oder Besonderheiten in der Sprache der handelnden Personen im Großen und Ganzen übergeht und damit den guten Lesefluss beibehält.

    Stil: Wie bereits erwähnt gelingt es Veikko Bartel die Geschichten in einem guten Lesefluss zu schreiben. Die Sprache ist trotz der komplexen juristischen Sachverhalte verständlich und anschaulich. An der richtigen Stelle werden die Geschichten durch wörtliche Rede der Ermittler oder Personen in den Verhandlungen aufgelockert und damit noch anschaulicher. Dadurch bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die Arbeit des Strafverteidigers, die Angeklagten und ihre Taten. Eine Ausnahme bildet dabei, meiner Meinung nach, die Einleitung, in der der Autor auf seine Arbeit, aber auch auf Grundzüge des Rechtssystems eingeht. Dies ist zwar anschaulich und gut gelungen, teilweise aber für einen Laien schwer verständlich. Trotzdem nicht minder interessant.


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    Fazit: Ein bewegendes, ergreifendes Buch, das gerade durch seine Realität nahe geht. Der Leser bekommt Einblicke, die er sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Aber nicht nur deswegen ist „Mörderinnen“ von Veikko Bartel ein lesenswertes Buch. Es zeigt einen schonungslosen Blick auf reale Fälle und auf das Leben von Menschen, die auf den ersten Blick Taten begangen haben, die den neutralen Leser fassungslos und sprachlos machen. Trotz der durch Fachsprache etwas schwerer verständlichen Einleitung gelingt dem Autor in dem vorliegenden Buch einen interessanten Einblick, dem sich der Leser kaum entziehen kann und ihn sprachlos zurücklässt. Denn trotz der Fachsprache zu Beginn will das Buch keine „wissenschaftlich, fundierte Abhandlung“ sein. Das Buch ist die „ureigene, subjektive Sicht auf Lebensgeschichten“ des Autors, wie er selbst im Vorwort schreibt. Dadurch zeigt der Strafverteidiger Taten, die so grausam sind, wie in kaum einem anderen Buch dieser Art.

    Von mir gibt es für „Mörderinnen“ von Veikko Bartel eine absolute Leseempfehlung

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    Cover des Buches Crossend9783959576871

    Bewertung zu "Crossend" von Marvin Buchecker

    Crossend
    DominicsBücherWeltvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Horrorroman auf höchstem Niveau, bei dem sich der Autor zu seinem ersten Buch absolut weiterentwickelt hat
    Ein Horrorroman auf höchstem Niveau

    Klappentext: Wer sich ins Zentrum dieser Stadt begibt, kommt nicht mehr zurück, doch nur wer sich dorthin wagt, kann das Geheimnis entschlüsseln, das Crossend umgibt. In Crossend, wo Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind, bricht Chaos aus, als der Mönch Dante auftaucht. Ein Syndikat, das aus den ruchlosesten Verbrechern einer Stadt besteht, die das Schlechteste in ihren Bewohnern hervorbringt, soll ihm helfen, seinen gefährlichen Weg ins Zentrum zu meistern. Wird es Dante gelingen, sein Ziel zu erreichen und Crossends infernalisches Geheimnis zu lüften?


    Cover: Das Cover ist einfach nur genial und passt so gut zum Inhalt wie ich finde. Das fast komplett in rot und schwarz gehaltene Cover sieht aus, als würde darauf gerade die Hölle losbrechen und mittendrin eine Person, die der Hölle nicht entkommen kann. Dabei erschließt sich für den Leser der Zusammenhang mit dem Cover eigentlich erst spät, aber dann weiß man, dass es einfach genial passt.

    Story: Crossend wird regiert von der „Gesellschaft“, eine Gruppe brutaler Verbrecher die hemmungslos ihrer kriminellen Energie freien Lauf lassen. Selbst die Polizei ist machtlos gegen dieses Syndikat. Unter den Verbrechern lebt die Hauptperson der Geschichte, Chris. Als der Leser Chris zu Beginn der Geschichte kennenlernt, hat er bereits fünf Aufträge erledigt und er weiß, dass er nur noch wenige Aufträge erfüllen muss, bis er außerhalb der „Gesellschaft“ in Ruhe in Crossend leben kann. Als ein Mönch in Crossend auftaucht ahnt Chris noch nicht, dass der härteste Auftrag noch auf ihn und seinen ebenso skrupellosen Partner Sam Bones wartet. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Gesellschaft sollen sie den Mönch auf seiner Reise ins Zentrum der Stadt begleiten. Keiner kennt die Geheimnisse und Gefahren die dort lauern. Was wird passieren, wenn diese gelüftet werden? Die Story hält für den Leser die Eine oder Andere Überraschung bereit und ist voller Spannung, sodass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Dabei gibt es auch immer wieder brutale, blutige Szenen, die definitiv nicht für alle Leser geeignet sind. Diese sind aber auch so perfekt beschrieben, dass Horrorfans absolut auf ihre Kosten kommen.

    Protagonisten: Die Protagonisten, die der Leser in Crossend trifft, sind keine klassischen Sympathieträger. Ohne Skrupel werden hier Menschen die einem im Weg stehen ermordert, gefoltert und verletzt. Dazu passt die Sprache der Protagonisten untereinander. Derbe Sprüche, gegenseitige Anfeindungen und Beleidigungen sind nicht unüblich. Die Protagonisten sind anschaulich beschrieben und sehr glaubhaft. Jeder Charakter steht für sich und ist von den Anderen gut zu unterscheiden. Auch wenn Chris im Mittelpunkt zu stehen scheint lernt der Leser auch die anderen Charaktere sehr gut kennen. So wie dessen Partner Sam Bones, dessen Name eine ganz besondere Bedeutung hat, die schon viel über den Charakter verrät. Mehr möchte ich euch hier nicht verraten. Wie zu diesen Charakteren der Mönch Dante passt, muss der Leser selbst herausfinden…

    Stil: Der Schreibstil gefällt mir wieder mindestens genauso gut wie in Marvin Bucheckers Debüt „Monster muss man töten“, hat sich aber auch noch weiterentwickelt. In „Crossend“ ist die Sprache derb, brutal und ohne Tabus. Für mich passt der Stil perfekt in die Umgebung und zu den Charakteren in Crossend und für jeden Leser sollte klar sein was er hier bekommt. Nicht umsonst steht auf dem Cover „Redrum Hardcore“ und wer die Geschichten kennt, weiß, dass es sich dabei um Horrorthriller handelt, die nichts für schwache Nerven sind. Neben einem flüssigen Schreibstil und toll ausgearbeiteten Charakteren bekommt der Leser hier aber auch eine wirklich spannende und tiefgehende Geschichte. Besonders gut gefallen haben mir auch die „Chronistensplitter“. Das sind kurze Zwischenkapitel, die einzelne Charaktere oder besondere Begebenheiten aus der Stadt besonders beleuchten und so die Geschichte für den Leser noch anschaulicher machen.

    Fazit: Chapeau Marvin, du hast dich mit deinem zweiten Buch selbst übertroffen. Habe ich „Monster muss man töten“ schon gefeiert bin ich von „Crossend“ einfach überwältigt und begeistert. Ein Horrorroman auf allerhöchstem Niveau. Spannende Charaktere, eine tolle Sprache und eine tiefgreifende, spannende Story die man einfach gelesen haben muss, wenn man Horrorbücher mag. Am liebsten würde ich hier noch mehr Punkte vergeben, aber ich hatte mir selbst die Bewertung ausgedacht und bleibe auch dabei. Deshalb gibt es von mir eine absolut dringende LESEEMPFEHLUNG. Dieses Buch gehört für mich zu meinen absoluten Lesehighlights des Jahres

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