Doscho

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Smart Magic (ISBN: 9783453534292)

    Bewertung zu "Smart Magic" von Christoph Hardebusch

    Smart Magic
    Doschovor 8 Tagen
    Rezension "Smart Magic"

    Der Berliner Teenager Tom führt ein hartes Leben als Waisenkind, als er eines Tages durch ein Portal in das Gräsermeer gelangt und dort einen Kampf gegen die bösen Magatai führen muss.

     

    „Smart Magic“ ist ein klassischer Fantasyroman, klassischer geht es eigentlich nicht. Ein Teenager wird aus der realen Welt in eine Fantasywelt gerissen und kämpft dort gegen die Bösen. Es ist auch keineswegs schlecht, dass Christoph Hardebusch dieses Thema aufgreift. Das Grundproblem des Romans ist, dass konsequent sehr langatmig und langweilig erzählt wird und nahezu keine Spannung aufkommt. Die Thematik wird auch mit keinerlei neuartigem Kniff versehen, sondern trocken und nach Schema F runtererzählt.

    Der beste Teil des Romans ist noch sein Anfang, der in Berlin spielt. Er erzählt von Toms Leben im Waisenhaus, von den Schikanen des Leiters und den kleinkriminellen Aktivitäten. Als dramatische Charakterstudie würde das sogar einigermaßen gut funktionieren. Aber im Kontext von „Smart Magic“ heißt das: Ein Fantasyroman ist lediglich an der Stelle, an der es gar keine Fantasy gibt, gut. Ab dem Teil, in dem der Roman in der Fantasywelt spielt, verfällt er in das absolut klassischste Fantasyschema überhaupt: Es kommt zum Kampf zwischen Gut und Böse, die Guten gewinnen.

     

    Das ist also zusammengefasst viel zu wenig, um den Roman tragen zu können. Hier wäre mehr tatsächlich auch mehr gewesen, so bleibt dieser Roman einer, der mir in seinem simplen Strickmuster schlicht zu langweilig ist.

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    Cover des Buches Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (ISBN: 9783548288376)

    Bewertung zu "Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf
    Doschovor 23 Tagen
    Rezension "Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf"

    Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl reist mit seiner Familie zu einem Zunftreffen der Henker nach München. Doch angesichts einer Reihe seltsamer Mädchenmorde gerät dieses Treffen schnell in den Hintergrund.

     

    Bei dem Roman „Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf“ handelt es sich um den bereits siebten Band der Henkerstochter-Serie, jedoch benötigt man keinerlei Vorwissen, um die Handlung verstehen zu können. Der Fokus liegt hier trotz sauberer Recherchearbeit klar auf dem kriminalistischen Aspekt, der jedoch der Zeit angemessen ist. Die Liebe des Autors zu seiner Heimatstadt München merkt man auch im Nachwort des Romans, in dem Stadttouren auf den Spuren des Romans beschrieben sind – eine sehr schöne Idee!

    Besonders gefallen hat mir, dass jede Figur – nicht nur diejenigen der Familie Kuisl – sinnvoll in die Handlung eingebunden wurden. Bei keiner Figur hatte ich den Eindruck, dass sie überflüssig wäre, im Gegenteil, jede Person hat ihre Probleme und Aufgaben, die gleichzeitig mit dem Hauptstrang existieren, um dann am Ende des Romans nach und nach aufgelöst zu werden. So bleibt das Buch immer spannend und man will immer weiterlesen.

    Die Auflösung des Romans kam für mich auch unerwartet und überraschend, ist aber in sich stimmig und scheint nicht aus der Luft gegriffen. Zudem ist auch schön, dass dadurch die Handlung in sich abgeschlossen endet.

     

    So kann ich hier nur eine Empfehlung für alle aussprechen, die einen gut gemachten, spannenden Krimi vor historischem Hintergrund lesen möchten.

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    Cover des Buches Chrysaor: Roman (ISBN: B07ZJ5TWMF)

    Bewertung zu "Chrysaor: Roman" von James A. Sullivan

    Chrysaor: Roman
    Doschovor einem Monat
    Rezension "Chrysaor"

    In James A. Sullivans Roman „Chrysaor“ geht es um den Piloten Chris Mesaidon, der zusammen mit seiner Crew zum Planeten Chrysaor reist, um dort eine Anlage einer antiken Kultur zu erkunden.

     

    Bei der Kurzbeschreibung von „Chrysaor“ dachte ich zuerst an einen Science Fiction-Roman, bei dem Exploration im Vordergrund steht, quasi ein Planet mit einer Kultur, die entdeckt werden soll. Leider stimmt das so jedoch nicht.

    Denn bei diesem Buch steht etwas völlig anderes im Vordergrund und das sind Kämpfe. Ob Chris flieht, versucht, auf den titelgebenden Planeten zu landen oder dann später in der Anlage: Er und seine Truppe werden konsequent praktisch ununterbrochen beschossen. Um Exploration geht es also gar nicht. Selbst Leuten, denen Kampfszenen mehr liegen als mir, könnte es hier zu viel werden.

    Ein Charakter der Truppe hebt sich jedoch in positiver Art und Weise hervor. Hierbei handelt es sich um Darae, die sich gegen ihren Mann erhebt, um Rache zu üben. Die Szenen, in der ihre Denkweise als starke und kluge Frau, die sich nicht unterdrücken lässt, beschrieben werden, sind – leider! – die für mich einzig Guten dieses Romans gewesen.

     

    So war „Chrysaor“ für mich, der mit kriegerischen Romanen eher wenig anfangen kann, nichts. Die tolle Beschreibung von Darae war für mich jedoch ein Lichtblick, auf den ich mich während des Lesens gefreut habe und von dem ich gerne mehr gelesen hätte.

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    Cover des Buches Land im Sturm (ISBN: 9783404179732)

    Bewertung zu "Land im Sturm" von Ulf Schiewe

    Land im Sturm
    Doschovor 2 Monaten
    Rezension "Land im Sturm"

    „Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.

     

    Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.

    Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.

    Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.

     

    So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.

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    Cover des Buches Thursday Next: Der Fall Jane Eyre (ISBN: 9783423212939)

    Bewertung zu "Thursday Next: Der Fall Jane Eyre" von Jasper Fforde

    Thursday Next: Der Fall Jane Eyre
    Doschovor 3 Monaten
    Rezension "Der Fall Jane Eyre"

    Jane Eyre wurde aus ihrem eigenen Roman entführt – dies ist, kurz gesagt, die Haupthandlung des Romans „Der Fall Jane Eyre“, der erste Band der Thursday Next-Reihe von Jasper Fforde.

     

    Von der Thursday Next-Reihe hatte ich schon viel Gutes gehört, von daher war ich auf „Der Fall Jane Eyre“ schon sehr gespannt. Leider bin ich mit diesem Buch im Endeffekt aus mehreren Gründen nicht warm geworden.

    Zunächst mal hatte ich den Eindruck, dass das Buch mehr aus Nebenhandlungen, als allem anderen besteht. Knapp 380 Seiten sind eigentlich für einen Roman gar nicht mal so viel, dennoch hatte ich den Eindruck, er hätte erheblich kürzer sein können. Thursday Next kann scheinbar keine zwei Schritte machen, ohne dass irgendetwas passiert, was mehr oder minder kurios ist und wohl einfach nur da ist, um für einen komischen Effekt zu sorgen.

    Womit ich beim nächsten Punkt wäre. Humor ist natürlich immer eine große Geschmackssache. Ich formuliere es mal so: Man merkt es Jasper Fforde an, dass er um jeden Preis witzig sein will. Und vermutlich wäre er das auch, würde ich seinen Humor verstehen. Das Problem ist: Man müsste sich am Besten durch eine Bibliothek voller ausgewählter Klassiker der Weltliteratur lesen, um die zahlreichen Anspielungen, Witze und Seitenhiebe auf diese Klassiker zu verstehen. Manchmal hatte ich hier den Eindruck, die Witze sind eher Chiffren, über die wirklich nur eingefleischte Kenner des entsprechenden Werkes schmunzeln können.

     

    So kam Thursday Next überhaupt nicht bei mir an. Zwar kommt während des Buches immer wieder durch, dass Fforde zwar einerseits sein Handwerk offenbar versteht, andererseits hatte ich oftmals Mühe, ihm zu folgen und wurde dadurch mehr und mehr genervt. Schade, die Reihe hat ihre Zielgruppe und ihre Fans, zu denen ich aufgrund einiger Empfehlungen auch gehören wollte. Es hat wohl nicht sollen sein.

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    Cover des Buches Der Teufel von Straßburg (ISBN: 9783961481446)

    Bewertung zu "Der Teufel von Straßburg" von Heidrun Hurst

    Der Teufel von Straßburg
    Doschovor 3 Monaten
    Rezension "Der Teufel von Straßburg"

    Im mittelalterlichen Straßburg treibt ein Kindermörder sein Unwesen. Die Oblatin Adelheid und der Henkerssohn Martin machen sich daran, dem Rätsel der Mordserie auf den Grund zu gehen und den Mörder zu stellen.

     

    Eigentlich hat „Der Teufel von Straßburg“ einen wirklich guten Ansatz: Historische Krimis machen sehr oft Spaß zu lesen und der Standeskonflikt der beiden Protagonisten, Adelheid und Martin, sorgen im Roman auch für reichlich Zündstoff.

    Auch die historische Einbettung weiß zu gefallen, auch wenn diese oft nur Beiwerk ist. Neben dem Leben als Nonne beziehungsweise dem Leben als Henker erfährt man auch vom Beginn der ersten Judenpogrome, die so tatsächlich Mitte des vierzehnten Jahrhunderts in Straßburg stattfanden.

    Gerade am kriminalistischen Aspekt merkt man jedoch, dass zahlreiches Potential verschenkt wurde. Zentral ist hierbei der Aspekt, dass bereits nach etwa der Hälfte des Romans klar sein sollte, wer der Mörder ist. Dazu kommt ein fast schon chronischer Unwillen Adelheids und Martins, dieser doch recht offensichtlichen Spur nachzugehen. Vor allem Adelheids Argument „Er ist nett, also kann er es eigentlich nicht sein.“ ist von einer Naivität, die auch bei einer Nonne ziemlich unangebracht und konstruiert erscheint.

    Und wie um ihre Leserinnen und Leser im letzten Atemzug des Romans noch zu verhöhnen, beweist Heidrun Hurst, dass sie tatsächlich überraschen kann – jedoch mit etwas, das Angesichts des absolut offensichtlichen Mörders eher trivial erscheint.

     

    Auch wenn es vielleicht nicht so klingt: Ich wollte das Buch mögen.  Der Ansatz ist ja der Richtige und es ist auch nicht so, als ob Heidrun Hurst keinerlei Spannung in einen historischen Hintergrund betten könnte. Aber hier wurde gerade im kriminalistischen Teil so viel liegen gelassen, dass es mich fast schon traurig gemacht hat. Das ist somit Durchschnittskost, mehr leider nicht.

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    Cover des Buches Shape Me (ISBN: 9783903296237)

    Bewertung zu "Shape Me" von Melanie Vogltanz

    Shape Me
    Doschovor 3 Monaten
    Rezension "Shape Me"

    Das Stehlen des eigenen Körpers ist etwas, das in der aktuellen Gesellschaft wohl relativ unwahrscheinlich bis unmöglich sein sollte. Doch genau das passiert Nena Jean im Roman „Shape Me“ von Melanie Vogltanz.

     

    Melanie Vogltanz schafft mit „Shape Me“ nicht nur dystopische Science Fiction. Es handelt sich vielmehr um ein Horrorszenario, in dem Fettleibigkeit ausgemerzt gehört und jedem Normkörper ein bestimmtes Kaloriensaldo zugeordnet wird. All dies wird erschreckend realistisch beschrieben, so dass dieser Roman im Endeffekt wohl einer der bedrückendsten ist, den ich in letzter Zeit gelesen habe.

    Die beiden Protagonistinnen, Tess und Nena, tragen ebenfalls zur düsteren Stimmung bei. Während Tess derart hart, arrogant und auf ihre Meinung fixiert ist, dass es einem schier die Sprache verschlägt, kann man bei Nena nichts anderes, als mitleiden.

    Innerhalb dieser nicht mal 300 Seiten werden zudem so viele Themen angesprochen, dass es fast scheint, als wäre jeder Satz ein einziger Spoiler. Hier steckt – neben der zentralen Thematik – so viel Material zum Kopfschütteln, wütend sein und Nachdenken darin, dass man regelrecht auf eine emotionale Achterbahn geschickt wird.

     

    So bin ich von „Shape Me“ wirklich sehr begeistert. Auch wenn die Thematik schwierig ist und wahrscheinlich nichts für jedermann ist, kann ich den Roman wirklich jedem empfehlen, der auch die Einstellung hat, dass Literatur nicht immer Spaß machen und unterhalten muss. Volle Punktzahl und Hut ab vor diesem ganz starken Werk!

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    Cover des Buches Tanz unter Sternen (ISBN: 9783453409972)

    Bewertung zu "Tanz unter Sternen" von Titus Müller

    Tanz unter Sternen
    Doschovor 4 Monaten
    Rezension "Tanz unter Sternen"

    Die Revuetänzerin Nele Stern, Pastor Matheus Singvogel mit seiner Familie und der Brite Lyman Tundale – sie alle treffen im Berlin der 1910er Jahre aufeinander und reisen auf der schicksalsträchtigen Jungfernfahrt der Titanic mit. Ihr Leben und ihre Verbindungen werden in diesem Roman erzählt.

     

    Die Bücher des Autors Titus Müller machten für mich immer eine Mischung aus Liebesdramen und religiösen Fragen vor historischem Hintergrund aus. Das hat man hier zwar auch, aber auf eine Art und Weise, die mir persönlich eher weniger zusagte.

    Zunächst zum Historischen und damit dem für mich größten Aufreger des Buches. Damit man mich hier nicht falsch versteht: Man kann lang und breit über Sinn und Unsinn von Anhängen in Historischen Romanen diskutieren und im Grunde genommen finde ich es gut, wenn historische Fakten am Ende des Romans erklärt und dargestellt werden. Was ich jedoch absolut nicht haben kann, ist, wenn ich den Eindruck habe, dass nur dadurch der historische Roman zum historischen Roman wird. Das scheint mir hier der Fall zu sein, auch wenn bereits in den letzten Zügen des Romans historische Eckpunkte nach dem Untergang der Titanic angerissen werden. Die stolzen 30 Seiten Anhang bilden den historischen Kern dieses Romans. Provokant gesagt: Erst nach dem Ende des Romans wird dieser historisch.

    Denn der Hauptanteil des Romans bildet das Beziehungsgeflecht der Protagonistinnen und Protagonisten. Zwar wirkt dieses stellenweise doch recht konstruiert, dennoch hat Müller die Dramatik und die Gewissensbisse der einzelnen Charaktere recht gut herausgearbeitet. Höhepunkt des Romans ist natürlich dann auch der Untergang, bei dem sich recht deutlich zeigt, wer auf welcher Seite steht und wer welchen Charakter hat.

    Mit Matheus Singvogel, einem Pastor, sollte man eigentlich einen recht hohen Anteil an religiösen Situationen erwarten können, tatsächlich hatte ich jedoch überraschenderweise den Eindruck, dass dieser bei „Tanz unter Sternen“ recht gering ausgefallen ist. Zwar sind diese vorhanden, aber ich hatte den Eindruck, sie bleiben hinter den viel stärker hervortretenden Beziehungsdramen deutlich zurück.

     

    Es sollte also zusammenfassend klar sein, dass ich mit diesem Roman so meine Probleme hatte. Ich weiß, Titus Müller kann es besser, muss aber auch sagen, dass wohl meine Erwartungen an das Buch zu hoch waren – immerhin ist der Untergang der Titanic ja doch ein recht bekanntes Geschichtsthema. So bleibt gerade noch eine durchschnittliche Bewertung.

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    Cover des Buches Die Stadt der träumenden Kinder (ISBN: 9783404208906)

    Bewertung zu "Die Stadt der träumenden Kinder" von Robert Jackson Bennett

    Die Stadt der träumenden Kinder
    Doschovor 3 Monaten
    Rezension "Die Stadt der träumenden Kinder"

    In „Die Stadt der träumenden Kinder“, dem finalen Band der Trilogie „Die göttlichen Städte“ ist nun Sigrud je Harkvaldsson der Protagonist. Dieser will sich eigentlich nur an der Ermordung seiner Freundin Shara Komayd rächen. Doch damit geht das Abenteuer für ihn erst los.

     

    „Die Stadt der träumenden Kinder“ führt das Prinzip der Vorgänger konsequent fort – die gleiche Welt, stellenweise die gleichen Charaktere, aber eine völlig andere Erzählweise. Dieser Teil ist wohl der, den man am ersten mit klassischer Fantasy verbinden würde, aufgrund des Antagonisten sind auch leichte Horrorelemente enthalten.

    Gerade der Antagonist zeigt aber auch, dass klassische Fantasy zumindest bei Robert Jackson Bennett nicht ohne Klischees funktioniert: Ein Junge mit schwerer Kindheit will Macht bekommen, um die Welt zu einem aus seiner Sicht gerechteren und besseren Ort zu machen. Das ist nun nicht unbedingt neu. Allerdings entschädigt dafür das weitere Konzept des Antagonisten, dass ich dann doch als origineller bezeichnen würde.

     

    Als Fazit gilt weiterhin das, was ich schon beim Vorgänger gesagt habe: Es ist schwierig und ungerecht, diesen Band anders zu bewerten als seine Vorgänger, da ein Vergleich kaum möglich ist. Trotz des recht klassischen Konzepts gefiel mir persönlich der Band mit am besten, dennoch möchte ich der kompletten Reihe eine einheitliche Bewertung geben. Jeder Leser und jede Leserin wird hier eigene Präferenzen haben und soll selbst danach entscheiden. Die komplette Reihe würde ich jedoch uneingeschränkt empfehlen.

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    Cover des Buches Die Stadt der toten Klingen (ISBN: 9783404208715)

    Bewertung zu "Die Stadt der toten Klingen" von Robert Jackson Bennett

    Die Stadt der toten Klingen
    Doschovor 5 Monaten
    Rezension "Die Stadt der toten Klingen"

    Voortyashtan ist die Stadt der toten Klingen. Dorthin wird Turyin Mulagesh geschickt. Was eine Suche nach einer verschwundenen Geheimagentin hätte sein sollen, entpuppt sich bald als viel größeres Ereignis.

     

    „Die Stadt der toten Klingen“ ist der zweite Teil der Reihe „Die göttlichen Städte“. Dennoch ist es überraschend, wie wenig er mit dem ersten Teil zu tun hat. Eine Nebencharakterin des ersten Teils wird hier zur Protagonistin, während die Protagonistin des ersten Teils eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wenige Nebencharaktere aus dem ersten Teil trifft man hier wieder. Das war’s.

    Sonst würde ich Robert Jackson Bennett eher Respekt dafür zollen, etwas völlig anderes zu machen, das mit dem ersten Teil nahezu nicht vergleichbar ist. Ist der erste Teil eher eine Mischung aus Agententhriller und leichten Fantasyanleihen vor pseudohistorischem bzw. pseudokulturellem Hintergrund gewesen, würde ich diesen Teil eher als militärisch geprägte Fantasy bezeichnen.

    Und hier kommt etwas, was jede und jeder, der meine Rezensionen liest, wahrscheinlich erwarten wird: Militärisches mag ich nicht. Trotzdem handelt es sich hier um einen gut gemachten Fantasyroman, der auf demselben Niveau wie der Vorgängerband ist. Wer also etwas ähnliches erwartet, wird enttäuscht sein – was so ganz nebenbei auch dazu führt, dass man die beiden Bände wunderbar hintereinander lesen kann, ohne zu ermüden.

     

    Kann man dieses Buch also mit „Die Stadt der tausend Treppen“ vergleichen? Eigentlich nicht. Die Welt und einige Charaktere sind die gleichen, der Fokus und damit der Erzählstil sind grundverschieden. Aufgrund des starken militärisch geprägten Stils des Buches gefällt mir persönlich der erste Band besser, dennoch denke ich, dass ich diese subjektive Bewertung außen vor lasse und diesen Band gleich dem ersten bewege. Denn die Reihe bleibt weiterhin lesenswert und eine schlechtere Bewertung hat „Die Stadt der toten Klingen“ auch nicht verdient.

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