Eggi1972

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Mädchen für alles9783492054997

    Bewertung zu "Mädchen für alles" von Charlotte Roche

    Mädchen für alles
    Eggi1972vor 9 Monaten
    Na ja

    Mädchen für alles, ich muss gestehen bei diesem Roman hatte ich am Anfang so meine Probleme.
    Charlotte Roche hat doch eine relativ grobe Art Dinge zu beschreiben. Auch was das zwischenmenschliche betrifft. Egal ob dies nun Christines eigene Familie ist oder ob es nun ihr Mann oder sogar Ihr Kind ist, alles - so kommt es einem vor - ist ihr zuviel.
    Sie ist einfach mit allem überfordert. Sie möchte liebend gerne ihre Serien sehen oder einfach nur im Bett liegen. Doch dann kommt Marie ins Haus. Marie soll Christine im Haushalt unterstützen. Marie steckt Christine auch ein wenig mit Ihrer Lebensfreude an, es macht auf einmal Spaß morgens wieder aufzustehen und sich schön zu machen oder zu kochen etc.
    Man könnte fast meinen, Christine hat sich in Marie ein wenig verliebt. Und irgendwie gewinnt dadurch das Buch auch an Fahrt.
    Wie gesagt, ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit diesem Buch, mit dem Schreibstil von Charlotte Roche. Aber je mehr man sich mit diesem Buch befasst, desto mehr denkt man über dieses Buch auch nach. Es war für mich nicht unbedingt ein Roman, den ich schnell lesen konnte, aber es ist ein Roman, der einem auf eine unbestimmte, nicht zu beschreibende Art und Weise, auch noch Tage später beschäftigt. Das liegt vielleicht auch einfach daran, dass man Christine immer besser versteht, warum sie so über ihre Ehe denkt, oder auch über ihr Kind und ihre Eltern.
    Für mich war dieser Roman nach den ersten 50 Seiten, ein Roman, der mich auf der einen Seite abgestoßen hat, aber auch in einer besonderen Art und Weise angezogen hat. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass jeder von uns einen Teil Christine in sich hat, mit ihren Ängsten und Nöten.
    Wahrscheinlich auch deswegen habe ich mir mit dem Schreiben der Rezension noch ein wenig Zeit gelassen. Dieses Buch wirkt durch das Ende noch ein wenig nach und ich finde gerade so etwas ist es doch, was einen Roman dann doch noch interessant macht, wenn man sich dabei erwischt über bestimmte Dinge doch noch ein wenig nachzudenken.
    Vielleicht sollte man einfach mal in die Stadt gehen und ein wenig in diesem Buch blättern und lesen. Aber macht es nicht so wie manche Menschen und lest erst das Ende, sondern lasst euch von Frau Roche führen, um das Ende einfach besser verstehen zu können.

    Literaturlounge

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    Cover des Buches Hendlmord9783499228629

    Bewertung zu "Hendlmord" von Ida Ding

    Hendlmord
    Eggi1972vor 10 Monaten
    Hendlmord

    Tja, irgendwie ist es mittlerweile ja schon fast Tradition, dass ich immer mal wieder den ersten Roman erst nach dem zweiten oder dritten Band einer Serie bekomme - und ich dann doch noch ein wenig mehr über die Zusammenhänge von einem Buch erfahre.
    Vor ein paar Wochen hatte ich ja Ida Ding schon einmal rezensiert, damals mit der Jungfernfahrt. Nun habe ich den ersten Band von Ida Ding in der Hand mit dem Hendlmord, der in dem Roman Jungfernfahrt oft erwähnt wird.
    Ich wäre im Nachhinein sehr glücklich gewesen, wenn ich die Reihenfolge eingehalten hätte. Man lernt sehr viel über die Familie Halbritter, also wie Emil seine Amrei kennenlernt. Oder über die Seniorengruppe „Gemeinsam Dabeisein“ oder über das Verhältnis vom Polizisten Jäger und unserem leicht verpeilten Muck. Oder wie Muck Halbritter seine Sophie kennengelernt hat.
    Man lernt auch immer mit einem leichten Augenzwinkern die Gemeinde Pöcking am Starnberger-See kennen so wie sie Ida Ding sieht.
    Wie gesagt, alles mit einem leichten Augenzwinkern, man sollte nicht immer alles so ernst nehmen.
    Was man aber ernst nehmen sollte, ist die Problematik, die die Autorin thematisiert - die Gefahren des Drogenkonsums. Im Übrigen wird nicht nur der Hendlmann umgebracht. Nein! Die Hühner von Muck Halbritter sterben in ein und derselben Nacht, so dass man sich immer wieder fragt, ob vielleicht beides von ein und demselben Täter verursacht wurde.
    Mein Fazit bei diesem Buch ist einfach. Man kann das alles nicht nur gemütlich im Sommer lesen (dies war bei der Jungfernfahrt der Fall), sondern es geht auch einfach gemütlich bei erheblich kälteren Temperaturen und Tee im Herbst.
    Ida Ding kann einen einfach gut unterhalten. Man kann bei vielen Dingen einfach nur grinsen oder lachen, oder ein wenig die Stirn runzeln. Was ich sehr sympathisch bei den Romanen von Frau Ding finde, sind immer wieder die kleinen Zeichnungen am Rande, die einfach alles ein wenig auflockern. Was alles zu einer lockeren und gelösten Atmosphäre beim Lesen beiträgt.


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    Cover des Buches Was heißt hier Respekt!?9783423626101

    Bewertung zu "Was heißt hier Respekt!?" von Elke Reichart

    Was heißt hier Respekt!?
    Eggi1972vor 10 Monaten
    Respekt

    Tja was ist Respekt? Dies ist ja schon eine sehr wichtige Frage, die man sich eigentlich oft stellt. Viele von uns verwechseln das Wort Respekt mit Tolerieren.

    Respekt ist ein wichtiges, aber auch schwieriges, Thema in unserer heutigen Gesellschaft. Frau Reichart schafft es dieses wirklich nicht einfache Thema in einem gut zu lesenden Buch unterzubringen.

    Es sind knapp 190 Seiten, auf denen sie verschiedene Menschen interviewt, die ihr Verständnis von Respekt darlegen.

    Sie lässt Psychologen zu Wort kommen, die einem das Wort Respekt näher bringen. Interessant war sicherlich das Gespräch mit Philipp Lahm, welches man vielleicht als Aufhänger sehen könnte, da er als Weltmeister und Kapitän der Bayern aus München eine wichtige Persönlichkeit ist.

    Bewegender aber fand ich die Geschichte der Migrantin aus Armenien, die in Dachau lebt und mittlerweile Schulklassen durch die dortige KZ-Gedenkstätte führt. Es zeigt einen in der momentanen Zeit und Situation einen besonderen Blick auf den respektvollen Umgang miteinander. Sie sagt auch, dass man sich als Flüchtling den Respekt verdienen muss, und dass es einfach wichtig ist, die Sprache des Landes zu kennen. Der Respekt komme  irgendwann von selbst, wenn man versucht sich zu integrieren.

    Als kleiner Musikfan fand ich die Erklärung von Respekt im Hip-Hop und Rap auch wichtig. Ich denke, viele deutsche Musiker sollten es sich vielleicht einfach einmal durchlesen, dass Rap nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, dass man den anderen komplett nieder macht, sondern das man immer noch Respekt vor dem anderen hat.

    Wichtig fand ich auch den Bezug des Respekts innerhalb der Religionen – sprich, dass man sich auch dort den Respekt verdienen muss, und man auch ruhig zu seiner Religion stehen sollte. Was besonders für uns Christen wichtig sein sollte, da wir uns gelegentlich doch ein wenig kleiner machen als wir eigentlich sind, und dies merkt auch der Islam.

    Ein sehr wichtiges Thema, welches ich ein wenig zu kurz gekommen sehe, ist das Thema des Selbstrespektes. Wenn ich mir selbst keinen Respekt entgegenbringe, wie soll ich denn dann anderen Respekt entgegenbringen, oder auch erwarten können respektiert zu werden.

    Es ist für mich eines der wichtigsten Bücher der letzten Monate, da es einem selbst sehr oft den Spiegel vor das Gesicht hält. Es zeigt immer wieder, wie man miteinander umgehen sollte, dass Tolerieren nicht ausreicht, sondern dass es wichtig ist respektvoll miteinander umzugehen - egal in welcher Situation.

    Und dass man vielleicht mal damit anfangen sollte, Respekt für sich selbst zu empfinden und man sich selbst akzeptiert, dann kommt alles andere (fast) von alleine.

    Es ist auch einer meiner Grundsätze jeden Menschen, egal welchen Alters Religion usw. so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte. Und ich denke, dann kommen wir vielleicht alle einen Schritt weiter.  Denn jeder von uns will mit Respekt behandelt werden.

    Literaturlounge


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    Cover des Buches Rosel von Melaten9783455370249

    Bewertung zu "Rosel von Melaten" von Nikolaus Heidelbach

    Rosel von Melaten
    Eggi1972vor einem Jahr
    Rosel von Melaten

    Rosel von Melaten, schwierig schwierig. Ich laufe nun schon seitdem ich dieses Kinderbuch gelesen habe rum und überlege, welche Empfehlung ich bei diesem Buch eigentlich ausspreche.
    Ist es ein Buch für Kinder wegen der Zeichnungen oder doch eher für Teenager also im Alter von 10 - 12 Jahren.
    Dieses Buch ist einfach schwierig. Es ist gespickt mit schönen Zeichnungen zu einem sehr schwierigen Thema, nämlich dem Tod, aber es ist auch eigentlich eine sehr schöne Liebesgeschichte.
    Gut, wer mich kennt, der weiß auch, dass ich jahrelang 8 -12 Jährigen bei den Pfadfindern Gruselgeschichten erzählt habe. Und auch die waren sicherlich nicht ohne, aber was macht man nicht alles am Lagerfeuer - Und es hat allen immer sehr gut gefallen.
    Irgendwie denke ich, dass es mit Rosel von Melaten ähnlich aussieht. Man ist zum einen geschockt, aber es gefällt auch Kindern weil es etwas weit ab ist von dem was man sonst erzählt oder gezeigt bekommt.
    Ich denke, dass dieses Buch besonders dann geeignet ist, wenn man gerade einen Todesfall in der Familie hatte, denn es zeigt einem Kind doch auf kindliche Art, dass alles nicht so schlimm ist und dass es vielleicht ein Leben nach dem Tod gibt.
    Aber man sollte sich nach dem Vorlesen Zeit nehmen, um mit dem Kind darüber zu reden. Und es vielleicht das erste Mal an einem Nachmittag vorlesen, um dem Kind Zeit zu geben, um das alles zu verarbeiten. Es ist eher keine Gute-Nacht-Geschichte.
    Aber durch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Rosel und Georg abspielt, ist es auch sehr anrührend und schön zu lesen.
    Also, ich würde sagen, erst selber lesen und dann entscheiden und vielleicht seine eigene Geschichte entwickeln mit den Bildern von Nikolaus Heidelbach.
    Ich würde mich auf alle Fälle freuen, mehr von diesem Autor zu lesen und zu genießen.  


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    Cover des Buches Oh... diese Philosophen9783570102534

    Bewertung zu "Oh... diese Philosophen" von Helme Heine

    Oh... diese Philosophen
    Eggi1972vor einem Jahr
    Philosophen

    Philosophen und ich - passt das bzw. welche kenne ich eigentlich? Einige kenne ich dann doch, dies habe ich dann schnell beim Lesen festgestellt. Aber irgendwie kenne ich sie dann doch nicht so richtig, also bin ich total unvorbereitet in dieses Buch eingestiegen.
    Das erste was mir bei diesem Buch aufgefallen ist, waren die Zeichnungen von Helme Heine, die dieses Buch immer wieder auflockern.
    Auch schön ist die Aufteilung in Antike, das Katholische Zeitalter und die Neuzeit. Auch wird erklärt, was das besondere an der Philosophie des jeweiligen Zeitalters ist und dies immer wieder sehr sehr erheiternd, aber auch informativ.
    Über die einzelnen Philosophen gibt es immer ein Bild, welches den betreffenden Philosophen beschreibt, aber auch irgendwie lustig anzusehen ist.
    Des Weiteren gibt es immer wieder eine Beschreibung des Philosophen, zwischen eine und drei Seiten lang, wo einem schnell das wichtigste über den betreffenden Menschen erzählt wird.
    Alles in allem ist es ein schönes Geschenkbuch für Menschen, die Helme Heine mögen, und zwar nicht nur die Freunde Bücher aus Mullewapp, sondern auch die anderen Bücher des Autoren.
    Aber auch für Menschen, die einfach mal schnell etwas über Philosophen erfahren möchten. Man stellt dann doch sehr schnell fest, und dies sagt ja auch Helme Heine immer wieder, dass man die Werke der Philosophen in den wenigsten Fällen auch selbst gelesen hat, man denke nur an die drei Bücher des Kapitals von Marx, um nur ein Beispiel genannt zu haben.
    Es ist ein Buch voller Wissen, aber man vergisst das Lachen oder Schmunzeln nicht. Dieses Buch ist kurz und beschränkt sich auf kurze und wichtige Angaben über den Philosophen und macht einfach Lust auf mehr.



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    Cover des Buches Die steinerne Schlange9783426515655

    Bewertung zu "Die steinerne Schlange" von Iny Lorentz

    Die steinerne Schlange
    Eggi1972vor einem Jahr
    Die Steinerne Schlange

    Iny Lorentz ist eine Größe im Bereich der historischen Romane. Doch wer jetzt ein Szenario im Mittelalter erwartet wird überrascht.
    „Die steinerne Schlange“ spielt im germanischen Teil des römischen Reichs zur Zeit des Imperators Marcus Aurelius Severus Antoninus, genannt Caracalla. Er regierte in der Zeit von 211 bis 217. Im Jahr 213 n. Chr. unternahm er einen Feldzug gegen die Germanen, genauer gegen den Stamm der Alamannen, wie er später genannt wird. Soweit der historische Hintergrund in aller Kürze.
    Am Limes wurde Handel getrieben zwischen Römern und Germanen. Die Lebensweise muss auf beiden Seiten sehr unterschiedlich gewesen sein, was auch archäologische Funde belegen. Die Beschreibungen von Iny Lorentz sind sehr bildlich und beim Lesen bildet sich ein richtiges Panoramabild vor dem inneren Auge. Gut, bei genauer Betrachtung finden sich Elemente eines kleinen gallischen und auch schottischen Dorfs in meinem Phantasiebild. Man kann sich nun mal dem nicht entziehen, was man früher gelesen und gesehen hat.

    Wir befinden uns im Hinterland des rätischen Limes, der steinernen Schlage. Gerhild ist als Tochter des verstorbenen und Schwester des aktuellen Häuptlings ihres Stammes der Sueben nicht gerade das klassische Heimchen am Herd. Ganz im Gegenteil, sie weiß ganz genau was sie kann und was sie will. Dies bedeutet allerdings auch, dass sie mit sich selbst oft hadert. Auf der einen Seite steht das Rollenbild, dass sie unter die Befehle ihres Bruders ordnet, auf der anderen Seite ist da ihr Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass ihr Vater sie schon früh mit auf die Jagd nahm und zur Selbständigkeit erzogen hat. Dieser innere Zwiespalt ist vielen Hauptfiguren von Iny Lorentz gemein. Besonders schön spiegelt er sich hier aber auch in der Glaubenswelt der Germanen wieder. Auf der einen Seite beschäftigten sich die Frauen auch damals vornehmlich mit der Haushaltsführung, Männer kämpften und zogen nach Tod in der Schlacht in Walhalla ein. Was geschah eigentlich mit den Frauen, nach dem Tod? Auf der anderen Seite gab es aber auch die Schildmaiden Wotans, und auch Kriegerinnen, die in Sagas erwähnt werden. Es klingt fast schon modern. Wer stark genug war konnte sich durchsetzen – und Gerhild tut dies.
    Der Roman ist ausgesprochen spannend. Er hat mich so gefesselt, dass ich erst bei Einbruch der Dunkelheit gemerkt habe, dass ich praktisch den ganzen Tag im Germania Magna des 3. Jahrhunderts geweilt habe. Besonders die Landkarte ist sehr hilfreich bei der Orientierung, da ich die alten römischen Namen unserer heutigen Städte nicht alle kannte.
    Zu viel möchte ich nicht verraten. Ein wenig Liebe gibt es auch in dieser kriegerischen Zeit, und die Darstellung des L
    ebens der Germanen und die Entwicklung der Geschichte hat mich fasziniert. Kurz gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass vieles so gewesen sein könnte. Gerhild und ihr Stamm sind der Phantasie Iny Lorentz’ entsprungen – aber wer weiß, ob es solch eine starke Frau nicht vielleicht tatsächlich gegeben hat. Die Geschichte schreibt immer der Sieger, und die Römer haben selten ein gutes Haar an den Barbaren gelassen, diese wiederum schrieben nicht viel, daher freut es mich besonders, dass die „Steinerne Schlange“ hier einen Platz gefunden hat


    Literaturlounge

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    Cover des Buches Blood on Snow - Der Auftrag9783550080777

    Bewertung zu "Blood on Snow - Der Auftrag" von Jo Nesbø

    Blood on Snow - Der Auftrag
    Eggi1972vor einem Jahr
    Der Auftrag

    Ich tu mir oft etwas schwer mit internationalen Bestsellern. Ich will ja nicht immer Mainstream haben, oder Autoren die jeder liest, weswegen solche Bücher auch immer wieder gerne bei mir ein wenig nach hinten geschoben werden.

    Aber dieser Jo Nesbø - was soll ich sagen, ich bin glücklich, dieses Buch gelesen zu haben! Aber mal schnell auf Anfang zurückspulen.

    Jo Nesbø erzählt in diesem Buch alles aus der Sicht eines Serienkillers. Er beschreibt wie Olav denkt, wie er sich auf die Morde vorbereitet und was er fühlt. Es wird geschildert, wie er sich in die Frau des Chefs verliebt und wie er denkt, dass er einen Ausweg für das Leben der Frau schafft.

    Nur ist es einfach so, dass der Liebhaber den Olav erschießt auch noch der Sohn seines Chefs ist. Also flieht er mit dieser Frau.

    Gut, soweit man kann sich vorstellen dass dies zu einigen verzwickten Situationen führt.

    Ich habe selten einen so ausgereiften Thriller gelesen, der mit wenigen Seiten so eine komplexe Story umreist. Es sind ja schließlich nur 186 Seiten, die man einfach mal so auf einem Rutsch mitnimmt. Was bedeutet, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann und das Essen und andere Kleinigkeiten immer mehr zur Nebensache geraten.

    Es ist für mich eines der Bücher des Jahres, weil alles anders ist als ich es sonst gewohnt bin.

    Mag es die Perspektive sein, aus der dieses Buch geschrieben wurde, oder die Verwirrungen, die es bei diesem Buch gibt, mit einem Ende was keiner wirklich vorhersehen will oder kann, da Olav für mich einfach ein sympathischer Killer ist – einfach ein Paradoxon

    Ich bin glücklich, dass ich dieses Buch lesen durfte und ich hoffe, dass der nächste Roman genauso gut ist wie „Der Auftrag“ Wobei, wie soll dies funktionieren?

    Ein Tipp für alle, die dieses Buch lesen wollen, stellt vor euch etwas zu trinken hin, schaltet das Telefon aus, vergesst nicht was zu essen und lest dieses Buch einfach in einen Rutsch durch. Ihr werdet es nicht bereuen.

    Literaturlounge

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    Cover des Buches Die Frau im Mond9783423137362

    Bewertung zu "Die Frau im Mond" von Milena Agus

    Die Frau im Mond
    Eggi1972vor einem Jahr
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    Cover des Buches Die Spur des Barolo9783423216036

    Bewertung zu "Die Spur des Barolo" von Paul Grote

    Die Spur des Barolo
    Eggi1972vor einem Jahr
    Wie wäre es mit einem Barolo ?

    Inhalt :

    Der zwölfte Band der Weinkrimi-Reihe
    Die fröhliche Weinreise ins Piemont endet im Desaster. Arnold Sturm, einer der sieben Düsseldorfer Weinfreunde, ist spurlos verschwunden. Und zwar, wie es aussieht, auf dem Rückflug von Turin. Wurde er entführt? Aber wie und warum? Und lebt er noch? Ehefrau Francesca will so rasch wie möglich Antworten auf diese Fragen, aber die Behörden erweisen sich als wenig kooperativ. Also nimmt die energische Italienerin die Sache selbst in die Hand und stellt, als Wein-Einkäuferin getarnt, Nachforschungen an.

    Rezension :

    Dies war ja nun mein erstes Buch, welches ich von Paul Grote gelesen habe und was soll ich sagen, es war eine wirklich gelungene Einführung in die Welt des Weines.
    Was mir sehr gut gefallen hat bei diesem Buch, war der Lerneffekt, den ich bei diesem Buch hatte. Herr Grote beschreibt sehr genau die Herstellung des Weines, die Lagen und die Fässer, also welche Auswirkungen die verschiedenen Holzsorten auf den Wein haben. Oder was auch die Bodenbeschaffungen für den Wein bedeuten.
    Dies alles webt er in einen Krimi ein, den man entspannt folgen kann. Es ist aber auch eine Geschichte über das Piemont und man muss schon ein wenig grinsen, wenn man z.B. darüber liest das die Piemont-Kirsche ja nicht aus dem Piemont kommt sondern es dann doch eher Piemont-Haselnuss heißen sollte.
    Aber dies nur mal so nebenbei erwähnt. Ich fand es sehr spannend wie Francesca sich immer weiter in Richtung Wein gebildet hat. Ich denke nur nicht, dass dies so schnell geht, wie in dem Buch beschrieben wurde. Ich schweife schon wieder ab, aber das Buch ist nun mal auch sehr vielschichtig.
    Herr Grote beschreibt auch die Problematiken in Italien, also die Verflechtungen von Wirtschaft mit Politik, Polizei etc.
    Sehr interessant war auch dieses ganze Thema rund um die Chinesen, wie sie mit Wein Geldwaschen usw. Es zeigt einige Probleme, mit denen Italien und andere Länder zu kämpfen haben und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch ein Problem in Deutschland darstellt.
    Francesca ist für mich sehr gut gezeichnet und man die Ängste, die sie treiben sehr gut nachvollziehen. Sie ist nicht überzeichnet oder zu stark, sondern man hat immer wieder Angst um sie.
    Auch wird in diesem Buch das Thema Familie sehr gut gezeigt. Was Familie für Italiener bedeutet, dass man zueinander steht und dem anderen, auch wenn man ihn nicht kennt, hilft.
    Der Weinkrimi, ist schnell zu lesen und hat einige interessante Spannungsbögen. Er ist in sich recht schlüssig und spannend erzählt.
    Was mir persönlich ein wenig zu kurz kam, ist die Tatsache, dass ich gerne mehr über die Chinaconnection erfahren hätte und weniger über den Wein, aber es ist nun mal ein Weinkrimi und nicht nur ein Krimi oder Wirtschaftsthriller.
    Ich kann auf alle Fälle Herrn Grote jedem ans Herz legen, der gerne Krimis liest und mehr über Wein erfahren will, oder in diesem Roman auch über das Piemont, welches ich doch gerne einmal besuchen würde. Es hat mich einfach neugierig gemacht und ich finde, dass ein Buch immer Neugier wecken sollte, mag es auf einen Landstrich sein oder auf einen Barolo am Abend mit seinen Freunden, oder vielleicht einer weiteren Folge der Weinkrimis. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt, welcher Wein als nächstes kredenzt wird. 

    Literaturlounge

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    Cover des Buches STRANGER THINGS: Das offizielle Begleitbuch – ein NETFLIX-Original9783328104636

    Bewertung zu "STRANGER THINGS: Das offizielle Begleitbuch – ein NETFLIX-Original" von Gina McIntyre

    STRANGER THINGS: Das offizielle Begleitbuch – ein NETFLIX-Original
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