Federfee

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Jamaica Inn9783458364580

    Bewertung zu "Jamaica Inn" von Daphne du Maurier

    Jamaica Inn
    Federfeevor 6 Stunden
    Kurzmeinung: Spannendes Abenteuer in der düsteren Atmosphäre von Cornwalls Mooren, gut ausgearbeitete Charaktere, bildhafte Landschaftsschilderungen
    Kommentare: 3
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    Cover des Buches Der Fahrer9783499000386

    Bewertung zu "Der Fahrer" von Andreas Winkelmann

    Der Fahrer
    Federfeevor 12 Stunden
    Kurzmeinung: Gute Ermittlungsarbeit und zunehmend spannend, aber: brutale Szenen, zerhackte Handlung, saloppe Sprache, Klischees bei Personen und Sprache
    Spannender Krimi/Thriller mit zu vielen Klischees und brutalen Szenen

    Es ist inzwischen in meinen Augen ein Klischee, die Handlung so zu gestalten, dass es einen allzu rätselhaften Prolog gibt, den man auch beim besten Willen und nach mehrmaligem Lesen nicht verstehen kann und wenn das Buch aus ist, hat man meistens keine Lust mehr, noch einmal ganz zum Anfang zu blättern.

    Zudem war er – ebenso wie der Anfang – ziemlich grausig, nahezu eklig. Und auch im Weiteren gab es einige brutale Szenen.  Allerdings kann man der Handlung eine gewisse Spannung nicht absprechen.

    Gut gefallen hat mir die Ermittlungsarbeit der Polizei, die Spurensuche, die Mischung aus akribischer Recherche, Zeugenbefragungen, Nachdenken und Kombinieren. Was aber den Lesefluss schrecklich störte: an der spannendsten Stelle bricht es oft ab (Cliffhanger mittendrin) und das auch noch in klischeehafter Sprache: 'Was sie sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.' Manchmal erfahren wir im nächsten Kapitel, was diese Wirkung hatte, manchmal lenkt ein anderer Erzählstrang ab: die Gedanken des unbekannten Mörders, der Instagram nutzt, um die Polizei zu narren.

    Überhaupt sieht es aus, als habe er es auf den Ermittlungsleiter Jens Kerner abgesehen, einen weinerlichen klischeehaften Typen, der keine Gefühle zeigen kann. Auch gibt es wieder mal eine unbeliebte Chefin, die unpopuläre Entscheidungen treffen muss.

    Wenn der Autor dann noch allzu bemüht ist, treffende Verben zu finden – er bellte ins Telefon (*wau-wau*), er polterte und viele Anglizismen verwendet, die in unserer Zeit im Umlauf sind, wie die ständig bemühten 'Fakes', dann ist mir das zu viel, was mich sprachlich stört.

    Zum Schluss wurde es sehr spannend – das muss man zugeben, weshalb das Buch auch sicher seine Leser finden wird – aber im Ganzen fand ich die Auflösung überhastet und nicht ganz schlüssig.

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    Cover des Buches Valerias letztes Gefecht9783423140072

    Bewertung zu "Valerias letztes Gefecht" von Marc Fitten

    Valerias letztes Gefecht
    Federfeevor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Verrückt, skurril, witzig, absurd, manchmal vulgär und derb, viel Sex u. Intrigen, Personen zu unglaubwürdig, Handlung zu unwahrscheinlich
    Kommentare: 3
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    Cover des Buches Schnecken9783957571649

    Bewertung zu "Schnecken" von Florian Werner

    Schnecken
    Federfeevor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Art Kulturgeschichte: Schnecken i.d. Lit., Sch. essen, Sex - wunderschön bebildert mit Zeichnungen und Gemälden.
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    Cover des Buches Die Hälfte der Sonne9783596035489

    Bewertung zu "Die Hälfte der Sonne" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Die Hälfte der Sonne
    Federfeevor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Erschütternder Roman, der das Grauen des Krieges und des Hungers in Biafra am Schicksal einzelner erhellt
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    Cover des Buches Frankenstein9783962817657

    Bewertung zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

    Frankenstein
    Federfeevor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Kein Horrorroman, zeitlos, mit SF-Elementen und ewigen Menschheitsfragen, z.B. der Rolle der Wissenschaft, etwas zu meolodramatisch
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    Cover des Buches Der unsichtbare Garten9783453292406

    Bewertung zu "Der unsichtbare Garten" von Karine Lambert

    Der unsichtbare Garten
    Federfeevor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Gehobene Unterhaltungsliteratur zum Thema 'Blindsein' – einiges etwas verkürzt, stilistisch oft hölzern
    Was soll werden, wenn du plötzlich erblindest?

    3,5 Sterne aufgerundet auf 4

    Ich bin sehr zwiegespalten, was dieses Buch anbetrifft. Einiges finde ich gut, anderes hat mich gestört. Mir persönlich hat das Buch nicht besonders gut gefallen, aber ich kann verstehen, wenn jemand es gerne gelesen hat.

    Es geht um Vincent und sein Leben. Er ist noch jung, gut aussehend, erfolgreich im Beruf als Tennislehrer und will gerade mit seiner Freundin zusammenziehen, da bricht die Katastrophe in Form einer schrecklichen Diagnose über ihn herein: er wird erblinden und zwar schnell.

    Was nun? Wie wird Vincent damit umgehen? Wie seine Eltern, die Verlobte, Freunde und Kollegen? Zweifellos ist nicht nur Vincent selbst betroffen, sondern auch seine Umwelt. Es ergeben sich viele Fragen, die auch den Leser beschäftigen:

    • Wärst du lieber taub oder blind?
    • Was ist schlimmer:  geburtsblind oder späteres Erblinden?
    • Wie sind die Hilfsangebote und Reaktionen der anderen Menschen einzuschätzen und zu beurteilen?
    • Wieviel Hilfe braucht man, wieviel kann man ertragen?
    "Was wird aus einem Menschen, wenn ihm das, was der eigenen Existenz Sinn verliehen hat, brutal entrissen wird?"

    Das klingt nach einem ernsten Buch mit viel Stoff zum Nachdenken. Allerdings scheiden sich die Beurteilungen der Leser bei den Reaktionen aller Beteiligten: Ist Vincent unvernünftig? Stur? Wollen seine Eltern ihn bevormunden? Ist die Mutter übergriffig? Wie ist die Reaktion seiner Verlobten zu beurteilen? Wird es Vincent gelingen, sich ein Leben als Blinder einzurichten? Kann ein Blinder eine Sehende lieben? Mit ihr eine Familie gründen?

    Etliche Reaktionen haben mich den Kopf schütteln lassen und im Ganzen ging mir alles zu schnell. Manches wird nur kurz angerissen und man hätte als Leser gerne mehr erfahren. Einiges fand ich unrealistisch und realitätsfern und der Garten, der den Titel gibt, kommt erst im letzten Drittel zum Tragen und entfaltet erst spät die im Klappentext beschriebene Wirkung.

    Was mir gefallen hat, sind eingeschobene Tagebuchseiten in Handschrifttype, deren Buchstaben mit fortschreitender Erblindung immer größer werden, aber auch Vincents Entwicklung spiegeln, angefangen von einer unrealistischen 'Bucket-List' (was willl ich noch alles tun und sehen?) bis hin zu Namen von Tomaten, die sein Interesse verdeutlichen, seine Leidenschaft für den Garten. Vincent findet eine tiefe Befriedigung bei all den Sinneseindrücken, die die Natur bietet und vermag das auch anderen Menschen zu vermitteln.

    Das Ende mag man als leicht kitschig ansehen, aber ich muss gestehen, dass es mir gefallen hat ;-) Es passt zum Roman.

    Was mir nicht gefallen hat, ist der oft einfache Satzbau, gleiche Satzanfänge, kurze Sätze, hölzerne, unnatürliche Dialoge. Mag sein, dass die Autorin das als Stilmittel einsetzt, vielleicht ist es ihre Art zu schreiben, eine, die den Leser aber auf Distanz hält.

    Erwähnt werden muss noch das wunderschön gestaltete Cover: stilisierte, bunte Pflanzen auf dem Hardcover, der Umschlag ein milchiges Weiß, was die Erblindung visuell deutlich macht.

    Wer gerne gehobene Unterhaltungsliteratur liest und sich an einem Hauch Kitsch nicht stört, der wird sich mit dem Buch gut unterhalten fühlen.

    Kommentare: 9
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    Cover des Buches Das Geräusch einer Schnecke beim Essen9783492307970

    Bewertung zu "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey

    Das Geräusch einer Schnecke beim Essen
    Federfeevor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Großartiges Buch - eigenwilliger Titel, Mischung aus Sachbuch über Schnecken, persönlicher Krankheitsgeschichte, philosophischen Gedanken
    Stilles, zartes Buch über Schnecken und das Ertragen einer Krankheit

    Schnecken? Igitt, schleimig, überfallen den Garten, treten oft in Massen auf, nackt oder mit Häuschen. Brauchen wir die?

    Nachdem ich gestern Abend mit dem Buch begonnen hatte, habe ich gleich heute Morgen die Schnecke mit Häuschen aus der geleerten Biotonne gerettet, die ich gestern zwar wahrgenommen, aber ignoriert hatte, nach dem Motto: Soll sie doch selbst sehen, wie sie da raus kommt. Jetzt schäme ich mich fast und das liegt an der liebevollen Beziehung zwischen einer kranken Journalistin zu einer Schnecke, die in diesem wunderbaren Buch geschildert wird.

    Elisabeth Tova Bailey hat sich bei einer Europareise infiziert (Virus? Bakterium?) und erkrankt schwer, wahrscheinlich an durch Zecken übertragener FSME, wie sich aber erst nach Jahren herausstellt. An den neurologischen Folgen leidet sie unvorstellbare 20 Jahre, eine Tragödie. Sie hat immer wieder Rückfälle und liegt monatelang pflegebedürftig im Bett. Doch das erzählt sie ohne wehleidig zu sein wie nebenbei und ohne Jammerei. Eine tapfere Frau! Aber dies ist ohnehin nicht Schwerpunkt des Buches.

    Was sie die schlimmste Zeit überstehen lässt und ihr Trost und Kraft gibt ist eine kleine Schnecke. Eine Freundin hat sie ihr an einem Veilchen im Topf mitgebracht. Elisabeth füttert sie, beobachtet sie und entdeckt Erstaunliches an der Lebensweise und dem Verhalten der Schnecke. Sie findet sogar Parallelen zwischen sich und diesem winzigen Tierchen. Zunehmend beschäftigt sie sich mit Mollusken, mit Literatur und Fachliteratur (zurück bis Darwin) und schafft es, dem Leser anschaulich und verständlich über das Leben der Schnecken zu berichten ohne zu langweilen.

    Dieses kleine Büchlein hat mir nicht nur Schnecken 'sympathisch' gemacht, sondern wieder einmal gezeigt, wie wir Menschen in unserer Überheblichkeit solchen Tieren ihren Wert absprechen. Es steckt mehr in ihnen als man denkt. Von nun an werde ich Schnecken mit anderen Augen sehen.

    Ein wunderbares Buch für Naturliebhaber und Leser von stillen Büchern.

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Schwarzer August9783462052695

    Bewertung zu "Schwarzer August" von Gil Ribeiro

    Schwarzer August
    Federfeevor einem Monat
    Kurzmeinung: Warmherziger unblutiger Krimi mit Asperger-Ermittler und Urlaubsambiente Algarve / Portugal
    Unblutiger Portugal-Krimi mit guter Mischung aus Ermittlung und Action

    Dies ist der 4. Band einer Reihe, die in einem verschlafenen Örtchen an der Algarve spielt, aber man muss die Bände davor nicht kennen, um sich gut zurechtzufinden. Alle Mitglieder des Polizeiteams werden gleich am Anfang gut in die Handlung eingebunden vorgestellt. Ein Fan der Reihe freut sich jedoch, sie alle wiederzulesen: Graciana Rosado, die so rasant Auto fährt und Pech in der Liebe hat, Carlos Esteves, der immer hungrig und heimlich in sie verliebt ist, vor allem aber den 'Alemão', den Deutschen Leander Lost, der als Austausch-Inspektor von Deutschland mehr oder weniger abgeschoben wurde und hier den Respekt und die Freundschaft seiner Kollegen gewinnt.

    Er ist es, der den Untertitel gibt – Lost in Fuseta – ein wenig doppeldeutig, aber doch passend, denn zuerst ist er ein wenig verloren an seinem neuen Wirkungsort. Der Grund: er ist Asperger, ein Mensch, der die Welt aus neurologischen Gründen anders sieht oder – wie es im Buch so treffend heißt: 'Leander Lost, diese einzigartige Mischung aus Begabung und Einschränkung' (84).

    In allen Bänden erfährt man eine Menge über die Besonderheiten des Asperger-Syndroms und das macht die Reihe so interessant. Natürlich wird auch jeder, der sich gerne angenehm ablenken lassen möchte, Freunde am portugiesischen Ambiente haben: die Landschaft, die Menschen, Essen und Trinken.

    Nicht unerwähnt bleiben soll allerdings auch, dass die Sprache ziemlich einfach gehalten ist und manche Personen, z.B. der aus Spanien stammende Inspektor Duarte, etwas klischeehaft dargestellt werden.

    Das tut dem Vergnügen an diesem unblutigen Krimi jedoch keinen Abbruch. Es beginnt zwar ein wenig langweilig, aber die Handlung nimmt zunehmend an Fahrt auf, es gibt waghalsige Action-Szenen und zwischendurch die eine oder andere gesellschaftskritische Anmerkung wie es auch überhaupt in diesem Fall um gesellschaftliche Missstände geht.

    Wer sich also gerne angenehm unterhalten lassen möchte, das mit ein bisschen Spannung und in schöner Urlaubsumgebung, für den ist dieser Krimi genau richtig.

    Kommentare: 4
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    Cover des Buches Der Schrecken verliert sich vor Ort9783847905295

    Bewertung zu "Der Schrecken verliert sich vor Ort" von Monika Held

    Der Schrecken verliert sich vor Ort
    Federfeevor einem Monat
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    Über mich

    Kein Tag ohne Buch, kein Tag ohne Lesen, am liebsten anspruchsvolle Romane, Krimis & Thriller, aber auch so manches Sachbuch. Lieblingsautoren momentan: John Steinbeck, Stefan Slupetzky, Margret Atwood, Markus Orths, Pascal Mercier
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    Sachbücher, Krimis und Thriller, Romane

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