Filip2806

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    Cover des Buches River of Violence (ISBN: 9783423230155)

    Bewertung zu "River of Violence" von Tess Sharpe

    River of Violence
    Filip2806vor 2 Stunden
    Kurzmeinung: Ein grandioser emotionaler Werdegang einer starken Frau in harten Bedingungen
    Familie oder Freiheit?

    Möchte man ein Drogen- und Waffenimperium übernehmen? Die Protagonistin Harley McKenna steht nämlich vor dieser schweren Entscheidung. Ihr Vater Duke ist der gefährlichste Mann in der Gegend. Zurzeit arbeitet Harley für ihn, unterstützt seine Arbeiten und soll irgendwann die Nachfolgerin sein. Doch das Problem ist, dass Harley das alles einfach nicht möchte. Gleichzeitig wird die die größte Konkurrenz im Drogengeschäft, die Springfield Familie, zur Plage. Welchem Ziel soll Harley nachgehen? Familie oder doch die Freiheit?

    Dieser Thriller verläuft auf zwei Handlungsebenen. Neben dem Konflikt zwischen den McKennas und Springfields springen wir zeitlich in die Vergangenheit und lernen immer mehr Harley kennen. Wir erfahren, wie sie zu dem wurde, was sie nun ist. Ihre ersten Morde, die erste Liebe und vergangene familiäre Konflikte rücken somit in den Mittelpunkt. Schnell merkt man, dass Harleys Werdegang kein Kinderspiel war. Das Überleben stand für sie täglich an der Tagesordnung. Dadurch erhält man ein gutes Gesamtbild der Protagonistin. So weist Harley einfach eine starke Frauenrolle auf.  Die weiteren Charaktere sind recht distanziert und man erfährt recht wenig über sie. Dennoch wuchs mir Harleys Onkel ans Herz, da er trotz einiger Macken, eine fürsorgliche Person darstellt. Die Geschichte ist im Allgemeinen sehr brutal und blutig ist. Aber was erwartet man halt von einem imperialischen Drogenbaron?

    Die Autorin Tess Sharpe überzeugt mit einer realistischen Geschichte mit authentischen Beschreibungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie in der Gegend aufgewachsen ist. Der Schreibstil war flüssig und ich bin durch die Seiten geflogen. Mich hat nun im Ganzen irgendwie gestört, dass durch die Rückblenden der Konflikt der beiden Familien untergangen ist. Ich empfand eher, dass die Entwicklung von Harley im Fokus stand. Nicht falsch verstehen, ich empfand die Entwicklung grandios, aber wer hier den Konflikt der beiden Familie als Hauptaspekt sieht, der kann eventuell enttäuscht werden.

    Schlussendlich kann ich sagen: Für mich stellt die Autorin im Thriller „River of Violence“ eine starke Protagonistin in den Mittelpunkt. Das Buch beschreibt ihren schweren Werdegang zu der Person, die nun sie mal jetzt ist, einfach hervorragend. Nebenbei sorgen blutige Szenen und der Konflikt für eine gute Spannung.

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    Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)

    Bewertung zu "American Spy" von Lauren Wilkinson

    American Spy
    Filip2806vor 18 Stunden
    Kurzmeinung: Die Handlung ein Flop, die Message Top!
    Handlung Flop, Message Top

    Kann man nach einer erfolgreichen Spionagekarriere weiterhin ein friedliches Leben führen? Die Protagonistin Marie Mitchell wird in einer Nacht im Schlaf von einem bewaffneten Mann überrascht und kann nur knapp entkommen. Sie merkt, dass sie in den USA nicht mehr sicher ist. Ab dem Jahre 1986 arbeitete nämlich die Protagonistin als Geheimagentin beim FBI. Leider kann sie nicht hautnah bei den spannendsten Fällen dabei sein, da ihre Aufgaben hauptsächlich Papierkram sind. Doch dann erhält sie das Angebot, den Präsidenten von Burkina Faso auszuspionieren. Für Marie ändert sich alles. Sie rückt selber in das Fadenkreuz des Geheimdienstes. Eine neue Sicht auf den Kalten Krieg wird offenbart.

    Ich habe mich sehr auf diesen Thriller gefreut, da er dem Spionagegenre zugeordnet werden kann. Leider konnte ich nach paar Kapiteln vorausahnen, dass es sich bei diesem Buch, um keinen Thriller handelt. Es waren einfach zu wenige „Thrillelemente“ vorhanden. So hat mich auch die Erzählweise des Buches gestört, da es in einer „Erzählform“ dargestellt wird. Die Protagonistin erzählt nach und nach ihren Söhnen über ihr geheimnisvolle Leben als Geheimagentin. Auch wenn die Handlung aus der Ich-Perspektive geschildert wird, konnte ich keinerlei Bindung zu der Protagonistin aufbauen. Außerdem waren viele Handlungen und Entscheidungen für mich unlogisch. Viele Fragen blieben mir bis zum Ende auch offen.

    Deswegen kann ich auch sagen, dass „American Spy“ für mich eher ein Familiendrama darstellt anstatt eines Thrillers. Ich hatte das Gefühl, dass die Protagonistin mit ihren Schilderungen eher ein Trauma verarbeitet. Außerdem kritisiert die Protagonistin das Denksystem in der USA gut, da sie sich äußert, dass Randgruppen nur eine kleine Chance auf einen Erfolg in ihrem Leben haben.

    Ich kann nur sagen, dass „American Fly“ kein actionreicher Thriller ist und der Begriff des Thrillers hier fehl am Platz ist. Auch wenn die Handlung für mich eher ein Flop ist, finde ich die Botschaft die hinter diesem Werk steht, sehr wichtig.

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    Cover des Buches Der Letzte seiner Art (ISBN: 9783404180233)

    Bewertung zu "Der Letzte seiner Art" von Andreas Eschbach

    Der Letzte seiner Art
    Filip2806vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Hast du ein Gehemnis? Ein interessanter Sci-Fi Thriller
    Hast du ein Geheimnis?

    Kann man dauerhaft mit einem Geheimnis leben?


    Duane Fitzgerald hat ein großes Geheimnis. Er hat nicht nur dieses Geheimnis, nein, er ist dieses Geheimnis. Nun wohnt er in einem kleinen abseits gelegenen Dorf in Irland und beschäftigt sich in Ruhe und Frieden mit philosophischen Werken. Schnell merkt er, dass ihn jemand entdeckt hat und ihm bereits auf der Spur ist. Aber was hat der Protagonist zu verbergen? Duane hat man übermenschliche Kräfte versprochen. Leider ist es den Wissenschaftlern und dem Militär die Operation nicht gelungen und somit wurde er zum Invaliden. Es ist ein Fehlversuch eines geheimen militärischen Experiments. Ein fehlgeschlagener Cyborg.


    Das Buch gehört zu den ruhigen Thrillerbücher, da Blutvergießen und Brutalität fehl am Platz sind. Dem Autor gelingt es einen detailreichen biomodifizierten Protagonisten in die Handlung setzen, der trotz einer Modifizierung seines Daseins noch Emotionen und Fürsorge verspürt. Es war sehr interessant zu lesen, wie der Autor diese Figur ausführlich beschreibt, wodurch man sich ihn als Leser bildlich exzellent vorstellen kann. Ein Beispiel dazu wäre, die Anfangsszene, indem Duane merkt, dass etwas schief an seinem Körper ist. Wir begleiten ihm auf der Suche nach einer Lösung. Fragen kommen auf: Wer verfolgt ihn? Warum wurde seine Ruhe gebrochen? Dabei nehmen wir die Ich-Perspektive ein, wodurch man hautnah am Protagonisten ist. Dadurch entsteht eine gute Spannung. Jedoch verfiel mir die Spannung ab der Mitte, da mir der Verlauf der Handlung absehbar war. Somit wirkte die Geschichte ab der Mitte dann auch recht oberflächlich. Zum Schluss konnten das emotionale Ende sowie die erkennbare psychische Entwicklung von Duane überzeugen.


    Auch wenn es sich hier eher um einen Sci-Fi Thriller handelt, kann dieses Buch die pure Realität irgendwann darstellen. Duane als Protagonist hat mir aufgrund seiner Metamorphose gefallen. Im Ganzen ist das Werk, ein sehr intelligent geschriebenes Buch, das zeigt, dass nicht jeder Thriller voller Action sein muss.

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    Cover des Buches Das Spiel – Es geht um Dein Leben (ISBN: 9783328105572)

    Bewertung zu "Das Spiel – Es geht um Dein Leben" von Jan Beck

    Das Spiel – Es geht um Dein Leben
    Filip2806vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Tolles Konzept, spannende Handlung.
    Möchtest du mitspielen?

    Die Opfer wurden mit einem UV-Tattoo markiert. Die Jäger sind bereit.

    Mavie ahnt nichts. Auf einer Party wird Mavie auf ihr im Dunkeln leuchtendes Tattoo angesprochen, doch sie hält es für einen Scherz. Als sie doch den Skorpion auf ihrer Haut entdeckt, gerät Mavie in Panik. Sie ist sich dessen nicht bewusst, dass sie als Ziel für ein psychokrankes Spiel ausgewählt worden ist. Parallel dazu, übernehmen die beiden Ermittler Christian Brand und Inge Björk einen Fall, bei dem eine Joggerin im Wald brutal ermordet worden ist. Doch ist dies kein Einzelfall. Eine Mordserie beginnt. Um die Mordserie aufzuklären und den Täter zu finden, müssen die beiden Ermittler die Seiten wechseln und das tödliche Spiel mitspielen.

    Für mich war der Thriller „Das Spiel“ von Anfang an, ein spannender Thriller, der einen sehr interessanten Fall und Konzept beinhaltet. Durch die verschiedenen Perspektiven (Mavie, die Ermittler, die Spieler, einen Journalisten und viele weitere) wirkt die Handlung authentisch und lebendig. Jeder der Charaktere weist einen anderen Bezug zum „Spiel“ auf, und dies war auch eine maßgebliche Eigenschaft, die einen positiven Einfluss auf die Gesamthandlung hatte. Ich habe einfach jeden Handlungsstrang aufmerksam verfolgt. Des Weiteren sind mir einzelne Stellen im Buch aufgrund der Brutalität und der hohen Maße an Details sehr unter die Haut gegangen. Einfach toll!  Insbesondere Mavies Lebensgeschichte und ihr Trauma aus der Kinder-/Jugendzeit erwiesen sich als sehr interessant. Dennoch würde ich mir wünschen, dass bei einem Folgeband, die Beziehung zwischen den beiden Ermittlern Brand und Björn, näher beleuchtet wird, da diese recht ungewöhnlich entstanden ist. Deswegen wurde ich mit den Protagonisten auch nicht warm.

    Trotzdem konnte mich das Buch im Ganzen durch einen nachvollziehbaren Handlungsverlauf gut fesseln und durch ein blutiges und spektakuläres Ende mich überzeugen. Der Autor überzeugt mit einem flüssigen und spannenden Schreibstil. Abseits der Handlung empfand ich die Ortsangaben und die Zeitangaben als sehr hilfreich, da diese eine gute Orientierung darstellten.

    Schlussendlich kann ich nur sagen, dass „das Spiel“ trotz einer kleinen Schwäche ein toller Thriller ist, der die tiefsten menschlichen Abgründe gut thematisiert. Die verschiedenen Handlungsstränge sorgten für eine hohe Spannung und ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn ein weiterer Band folgen wird, indem Brand und Björk weiterhin zusammen ermitteln und man diese noch besser kennenlernen kann.

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    Cover des Buches Hollow Kingdom (ISBN: 9783596705276)

    Bewertung zu "Hollow Kingdom" von Kira Jane Buxton

    Hollow Kingdom
    Filip2806vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Humorvolles Buch mit tiefgründigeren Themen
    Pets meet the Walking Dead

    Im Fantasy- und Endzeitroman „Hollow Kingdom“ steht die Welt vor dem Abgrund und ganz Seattle verwandelt sich ein Trümmerfeld, Menschen bringen sich gegenseitig um und das Fernsehprogramm fällt aus. Als dann noch Big Jim ein Auge aus dem Kopf springt und er aufgehört mit seinem Bloodhound Dennis spazieren zu gehen, merkt die Krähe S.T. das etwas nicht stimmt. Die Krähe S.T. beschließt mit Dennis die Ursache für die Katastrophe herauszufinden und begibt sich auf einen Marsch durch das zerstörte Seattle. Eine Reise beginnt…auf der Suche nach einem Medikament…

    „Pets meet The Walking Dead“? Das hörte sich auf jeden Fall interessant an. Man steigt als Leser sehr einfach in dieses Buch ein und macht sich vor allem mit der Hauptfigur, der Krähe namens S.T. bekannt. Diese erschien mir sehr außergewöhnlich, da sie auch geprägt durch Big Jim, eine schlichte umgangssprachliche Sprache mit Witz und Humor aufweist. Aus diesem Grund musste ich des Öfteren im Buch lachen. Die Reise durch das zerstörte Seattle war im trotz einigen langatmigen Situationen, sehr interessant. Dabei begegnet die Krähe mit Dennis vielen verschiedenen Tieren, die auf ihre Art und Weise speziell sind. Nebenbei kritisiert die Krähe mit tollen bildhaften Beschreibungen das menschliche Verhalten, was auf den ersten Blick sehr absurd erscheint. Schön fand ich, dass abseits der Haupthandlung einzelne Kapitel von weiteren Tieren (Pudel, Eisbär…) eingefügt worden sind, wodurch das Buch im Ganzen total locker und abwechslungsreich im Aufbau war. Trotz der Lockerheit vermittelt das Buch wichtige Botschaften an den Leser und bezieht sich auf gegenwärtige Problematiken der Gesellschaft wie das Konsumverhalten oder den leichtsinnigen Umgang mit den Medien.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich seit langem kein derartig humorvolles und lustiges Buch gelesen habe. Die Stimmung sowie der Stil sind locker und trotz dieser Lockerheit werden in diesem Buch tiefgründiger Themen wie echte Freundschaft oder Vertrauen aufgegriffen

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    Cover des Buches Die Nanny (ISBN: 9783764507176)

    Bewertung zu "Die Nanny" von Gilly Macmillan

    Die Nanny
    Filip2806vor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Tolles Familiendrama mit vielen Intrigen und guter Spannung
    Intrigen und co.

    „Sie ist die Tote im See. Sie ist die Frau an der Tür. Sie ist das Kindermädchen!“

    Im Roman „Die Nanny“ begegnen wir der Protagonistin Jocelyn (Jo), die im Luxus aufgewachsen ist. Wärme und Liebe erhielt Jo nur von ihrer Nanny. Als in einer Nacht, die Nanny namens Hannah spurlos verschwindet, bricht für die damals junge Jo die Welt zusammen.

    30 Jahre später kehrt Jo zurück nach England zu ihrer Mutter. Leider kann sie immer noch nicht behaupten, dass die Beziehung zu ihrer Mutter gut und vertraulich ist. Eines Tages taucht eine ältere Dame auf, die sich als Hannah, Jo’s alte Nanny vorstellt. Doch Jo’s Mutter (Virginia) glaubt der Frau nicht. Denn Virginia ist sich sicher, dass Hannah vor 30 Jahren ums Leben gekommen ist. Wem soll Jo glauben? Ist das wirklich Hannah oder doch nur eine Schwindlerin? Und wenn Hannah wirklich tot ist, woher weiß diese Frau alles über die Protagonistin? Will überhaupt Jo die Wahrheit erfahren? Denn manchmal lebt es sich leichter mit einer Lüge als mit der bitteren Wahrheit.

    Ein sehr interessanter Klappentext hat mich dazu verleitet, dieses Buch zu lesen. Und ich wurde in keiner Weise enttäuscht. Das Buch hat mich von der ersten Seite an, an die Hand genommen und durch eine sehr fesselnde und interessante Story bis an ein grandioses und außergewöhnliches Ende geführt. Die Handlung wird aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert. Zum einen aus Jo’s und Virginias Sichtweise. Zum anderen aus der Perspektive des Detektives, der parallel zur hauptsächlichen Handlung den Fall um das Verschwinden der Nanny wiederaufnimmt. Dazu kommen spannende Rückblicke über das Leben der Nanny namens Hannah. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto spannender wird es. Nach und nach erfährt man immer mehr über die einzelnen Charaktere sowie die Vergangenheit, bevor die Nanny verschwunden ist. Schlag auf Schlag kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die die Protagonistin an jeglicher Wahrheit zweifeln lassen. Wem kann sie noch glauben? Ihre Tochter Ruby erschwert den ganzen Kampf um die Wahrheit zugleich auch. Und so konnte ich sagen, dass ich keiner Figur in irgendeiner Weise getraut habe und somit auch keine Bindung aufbauen konnte. Vielleicht war es das Ziel der Autorin, dass man keinem im Buch trauen sollte… Dies hat mir sehr gut gefallen.

    Für mich ist „Die Nanny“ ein toller Familienroman mit vielen Intrigen, der viele Thrillerelemente beinhaltet. Der Schauplatz und die Atmosphäre sind im Roman toll beschrieben worden. Blutig wird es auf jeden Fall nicht, aber spannend umso mehr. Ein tolles Lesevergnügen!

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    Cover des Buches Das Haus der finsteren Träume (ISBN: 9783453319950)

    Bewertung zu "Das Haus der finsteren Träume" von Shaun Hamill

    Das Haus der finsteren Träume
    Filip2806vor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Anders als erwartet. Eher zum negativen hin. Trotzdem steckt einen interessante Botschaft hinter dem Buch.
    Es kommt anders als erwartet

    Im Roman „Das Haus der finsteren Träume“ begleiten wir Noah, den jüngsten Sohn von Harry und Margarete Turner. Leider konnte Noah nicht mit seinem Vater aufwachsen, da dieser recht früh verstorben ist. Noah erzählt den Werdegang der Familie, wie z.B. sich Harry und Margarete kennengelernt haben oder der Aufbau des familiären Spukhauses, bis zum Zeitpunkt, als Noah jeden Abend an seinem Fenster ein Kratzen wahrnimmt. Er beschließt das Fenster zu öffnen und der Kreatur/dem Monster seine Stirn zu bieten. Aus Angst über Mut entsteht eine gewisse Freundschaft zwischen Noah und dem Monster. Doch dann lässt irgendwann Noah das Monster in die eigenen vier Wände…

    Die Geschichte beginnt mit den vergangenen Erzählungen recht träge. Der Werdegang und die Geschichte der Familie werden aus Noahs Sichtweise recht kindlich dargestellt, welche wegen dem Blick durch Noahs Augen sich teils interessant aber eher langatmig erwiesen. Anfangs ähnelte das Buch einem Familienroman anstatt einer Horrorstory. Das Monster taucht erst recht spät im Roman auf, und es wird nicht in der Art aufgegriffen, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch hatte ich das Gefühl, dass hier der Horrorfaktor nicht auf dem fiktiven Wesen gelegt worden ist. Hier rückten eher die persönlichen Probleme der einzelnen Familienmitglieder, als Horror in den Mittelpunkt. Jeder der Figuren hat mir einer gewissen Hürde zu kämpfen. Folglich konnte ich in diesen Szenen eine gewisse Horroratmosphäre verspüren. Den persönlichen Problemkampf bzw. die Ich-Findung empfand ich größtenteils interessant, aber auch sehr zäh. Dennoch finde ich gelungen, dass alle Charaktere eine wichtige Rolle im Roman spielen und das Schicksal jeder Figur in irgendeiner Weise mit den anderen Figuren verbunden ist. Das Ende stellte für mich eine große Enttäuschung dar, da es einfach nicht zu der Gesamtgeschichte passte, verwirrend war und mir die Tiefgründigkeit fehlte.

    Zusammengefasst ist „Das Haus der finsteren Träume“ ein Roman, der ein guten Schreibstil und eine oft vorhandene düstere Atmosphäre aufweist. Es werden interessante gesellschaftliche Themen angesprochen. Dennoch konnte mich das Buch aufgrund des Anfangs und des Endes wenig überzeugen, da diese sich als langatmig und verwirrend beschreiben lassen. Außerdem habe ich mir beim Lesen des Klappentextes einen komplett anderen Handlungsverlauf vorgestellt.

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    Cover des Buches Der Würfelmörder (ISBN: 9783548062259)

    Bewertung zu "Der Würfelmörder" von Stefan Ahnhem

    Der Würfelmörder
    Filip2806vor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Sehr interessanter Serienmörder mit einem einzigartigen Konzept
    Ein Psychopath im Fokus

    Im Thriller „Der Serienmörder“ geht es um einen Serienmörder in Helsingborg, der seine Opfer anhand von Würfeln und Kriterien auswählt. Nun stellt sich die Frage an: „Wer wird das nächste Opfer sein?“. Der Kommissar Fabian Risk kann zwischen den Morden keinen Zusammenhang und kein Motiv erkennen. Der Mord im Flüchtlingsheim weist kein Motiv des Fremdenhasses auf. Der Mord im Einkaufszentrum war eine grausame Hinrichtung mit Augenzeugen. Doch, was ist es, wenn der Mörder nur den Drang zum Töten verspürt und kein Motiv hat? Kann man überhaupt einen derartigen Täter schnappen?

    Auch wenn ich die vorherigen Bänder um den Protagonisten/Ermittler Fabian Risk nicht gelesen habe, konnte ich gut in den Thriller einsteigen. Ab und zu wird ein Bezug zu den Vorbändern gezogen, was sich jedoch nicht als schlimm erweist. Der Thriller startet gut, die Spannung ist direkt vorhanden und die Charaktere werden gut eingeführt. Leider sorgen im Hauptteil verwirrende Zeit- und Handlungssprünge dafür, dass man ein wenig Zeit braucht, um den unstrukturierten Gesamtzusammenhang zwischen den Geschehnissen besser zu verstehen. So hat die Geschichte auch viele Handlungsstränge – Das Privatleben von Fabian, die Ermittlungen, einzelne Geschichten von Nebencharakteren (…). Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als Fabian Risk immer näher der Auflösung kommt. Mir hat die Geschichte insbesondere aus der Perspektive des „Würfelmörders“ gefallen, da man hautnah bei seiner Auswahl der nächsten Mordart und – ort mit dabei sein konnte. Der Serienmörder ist einfach ein kranker Psychopath. Im Thriller stehen Themen wie der Rechtsextremismus, die Pädophilie, Stalking und brutale Morde im Fokus. Deswegen sind an manchen Stellen starke Nerven erforderlich.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Konzept dieses Thrillers sehr interessant ist und ein einzigartiger Serienmörder kranke Spielchen spielt. Da am Ende viele Fragen offengeblieben sind, freue ich mich auf die Fortsetzung „Die Rückkehr des Würfelmörders“, um zu wissen, wie die Handlung sich weiterentwickeln wird. Dennoch sorgen sehr viele Handlungsstränge für keine erkennbare Struktur. Wer aber es kompliziert mag und ein aufmerksamer Leser ist, der ist hier Richtig und kann in eine tolle Thrillergeschichte eintauchen

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    Cover des Buches Der Behüter: Thriller (ISBN: 9783944676265)

    Bewertung zu "Der Behüter: Thriller" von Catherine Shepherd

    Der Behüter: Thriller
    Filip2806vor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Sie beweist, dass sie es drauf hat !
    Hat mich überzeugt!

    Im Sommer wird ein Tote vor den Mülltonnen eines Krankenhauses gefunden. Die ErmittlerinLaura Kern nimmt den Fall auf und findet heraus, dass das Opfer vorher in der Klinik behandelt worden ist. Es existiert ein Überwachungsvideo, auf dem das Opfer einer unbekannten Person folgt. Die Protagonisten folgert daraus dass der Mann nicht zum letzten Mal zuschlägt. Kurz darauf verschwindet die nächste Patientin. Auffällig ist, dass beide Patientinnen von ihren Lebensgefährten misshandelt worden sind. Es scheint, als ob der Täter die Frauen aus der Gewalt der Lebensgefährten retten möchte. Komisch ist nur, dass er sie auch tötet. Eine Jagd nach einen Serienkiller beginnt...


    Mich hat der Thriller von Anfang an begeistert. Von Beginn an herrscht in diesem Buch eine großartige Spannung, wodurch man einfach sagen kann, dass die Autorin zu den Besten der Besten gehört. Der bildliche Schreibstil sorgt für eine großartige Atmosphäre, wodurch man an meisten Stellen im Buch Gänsehaut bekommt. Als Leser kann man von Beginn an gute Vermutungen aufstellen. Diese werden trotzdem aufgrund von Wendungen wieder entkräftet. Schritt für Schritt bekommt man immer mehr Informationen und kann sich nach und nach der Lösung nähern. So kann ich auch sagen, dass ich mit einem derartigem Ende nicht gerechnet habe. Laura Kern ist im Großen und Ganzen eine authentische und sympathische Ermittlerin, die trotz einer Zielstrebigkeit, eine liebevolle Art aufweist. So ist auch der Täter toll konstruiert worden.


    Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich „Der Behüter“ durch eine tolle Spannung, interessante Charaktere und einen bildhaften Schreibstil sehr gut überzeugen konnte. Die Autorin hat mal wieder gezeigt, was sie drauf hat.

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    Cover des Buches Nordseedämmerung (ISBN: 9783453424210)

    Bewertung zu "Nordseedämmerung" von Christian Kuhn

    Nordseedämmerung
    Filip2806vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Solider Auftakt. Tolle Atmosphäre
    Nordseefeeling pur

    Kann auf einer kleinen Insel im Wattenmeer die Zukunft eines Landes entschieden werden? Auf Juist macht der Bundespräsident der BRD Urlaub. Das Gerücht geht rum, dass ein Mörder auf ihn angesetzt worden ist. Dabei kommt Kriminalhauptkommissar Tobias Velten ins Spiel, da er aus Berlin nach Juist geschickt wird, um das Sicherheitsteam vor Ort zu unterstützen. Jedoch hat Tobias einen zweiten Auftrag. In den eigenen Reihen vom Bewachungsteam von Svenja Jenner soll es angeblich einen Spitzel geben, der eine große Gefahr darstellt. Tobias muss diesen schnell überführen, sonst kann es Todesopfer geben…

    Der Kriminalroman hat sehr spannend angefangen und mich auf den ersten Seiten gut überzeugen können. Die bildhafte Sprache und die fast permanente Sichtweise von Kriminalhauptkommissar Tobias Velten sorgten dafür, dass es Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Die Einsicht in die Gedankengänge und Sichtweisen von Tobias sorgten für eine gute Tiefgründigkeit im Protagonisten, da man auch sein persönliches Problem näher kennenlernen durfte. Die anderen Charaktere waren eher distanziert und weniger sympathisch. Die Handlung weist eine gute bis mittelmäßige Spannung im Hauptteil auf und die Ermittlungen sowie die Darstellung der Arbeit der Personenschützer waren detailliert und authentisch herausgearbeitet. Positiv hervorzuheben, wäre die Atmosphäre, da man beim Lesen ein regelrechtes „Nordseegefühl“ bekommt. Natürlich unterstützt das Cover die Atmosphäre auch. Schön fand ich, dass man so gesehen zwei Ermittlungen verfolgen kann. Bisher habe ich ein derartiges Handlungskonzept selten gelesen.

    Allgemein kann ich sagen, dass es ein solider Debüt-Kriminalroman ist, welcher eine tolle Atmosphäre und gründliche Recherchearbeit aufweist. Auch wenn mir die Spannung ein wenig zu kurz kam, ist es im Ganzen ein guter Auftakt.

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