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Fina

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens (ISBN: 9783833242748)

    Bewertung zu "Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens" von Theodora Goss

    Das unheilvolle Geheimnis des faszinierenden Mädchens
    Finavor 11 Stunden
    Kurzmeinung: Für mich ist die Trilogie mit jedem Band etwas schwächer geworden. Dennoch eine tolle Grundidee und liebenswerte Athena-Club-Mädchen.
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    Cover des Buches Der Hexenzirkel Ihrer Majestät. Das begabte Kind (ISBN: 9783426528792)

    Bewertung zu "Der Hexenzirkel Ihrer Majestät. Das begabte Kind" von Juno Dawson

    Der Hexenzirkel Ihrer Majestät. Das begabte Kind
    Finavor 4 Tagen
    Kurzmeinung: ⭐4,5. Eine spannend erzählte moderne Hexengeschichte mit reifen Figuren, viel Tiefgang und einer rasanten Handlung mit krassen Wendungen.
    Wenn ihr Hexengeschichten mögt, lest dieses Buch!

    Gestaltung:

    Ich habe mich direkt in der Vorschau in dieses Buch verliebt. Hexengeschichten zu gestalten ist gar nicht so einfach, da sie meist ein düsteres Kleid bekommen, aber sich natürlich auch von anderen Geschichten dieser Art abheben sollen. Das hat der Knaur Verlag hier ganz wunderbar hinbekommen. Das Royal Blue des Covers passt perfekt zu dem adeligen Hintergrund des Hexenzirkels. So wirkt das Cover schlicht, hat aber das gewisse Etwas. Die goldene, folierte Schrift setzt dem ganzen im wahrsten Sinne des Wortes noch die Krone auf, ein zauberhaftes Detail. Kleinigkeiten, wie eine Landkarte vorne im Buch und ein Glossar hinten, geben der Ausgabe das besondere Etwas.

    Bei dieser Reihe bin ich mal heilfroh, dass der Verlag sich gegen die Originalcover entschieden hat. Ich finde die englische Ausgabe mit dem Knallbonbon-pinken Cover ehrlich gesagt nicht ansprechend und auch unpassend für die Geschichte. Es spiegelt zwar den modernen Touch der Geschichte wider, aber auf eine eher unästhetische Weise. Da bin ich mit unserem deutschen Cover doch sehr viel glücklicher.


    Darum geht's:

    Die Freundinnen Niamh, Helena, Elle und Leonie versuchen sich von dem schrecklichen Krieg der Hexen zu erholen - jede auf ihre eigene Weise. Während Leonie sich ganz ihrem eigenen Zirkel in London widmet, ist Helena in den Tätigkeiten als Hohepriesterin des Hexenzirkels Ihrer Majestät (= HIM) vertieft. Niamh kann nach dem Tod ihres Mannes keine neuen Gefühle zulassen und Elle entdeckt die ersten magischen Kräfte bei ihrer Tochter Holly. Die Ruhe wird je gestört, als die Orakel das Eintreffen von Leviathan vorhersehen, der die Welt in Schutt und Asche legen wird. Er wird in der Gestalt eines Kindes kommen, und dieses scheint gerade entdeckt worden zu sein...


    Idee/ Umsetzung:

    Ich bin ohne große Erwartungen in diese Geschichte gestartet. Aus dem englischsprachigen Raum hatte ich schon mal etwas davon gehört, aber es war kein riesiges Hype Buch, wie es bei manch anderer Reihe der Fall ist. Es klang interessant, dass Juno Dawson eine Hexengeschichte modern erzählen wollte. Ich habe dabei insbesondere an das Setting in unserer heutigen Zeit gedacht.


    Ich bin von Beginn an sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Wir haben die vier Perspektiven der Freundinnen, die abwechselnd zu Wort kommen. Niamh nimmt allerdings mit Abstand die größte Erzählperspektive ein, was mir sehr gefallen hat. Meine Bedenken, dass ich durcheinanderkommen könnte, wurden schnell zerstreut, die Autorin schafft es sehr gut, die Leben der Freundinnen voneinander abzugrenzen. Da wird es mit einem etwas komplexeren Worldbuilding zu tun haben, gibt es einzelne Kapitel der Vergangenheit, in denen über den zurückliegenden Krieg der Hexen und die Entstehung des HIM berichtet wird. Das hilft sehr, alle Handlungsstränge gut mitverfolgen und nachvollziehen zu können, weshalb einige Hexen so handeln, wie sie handeln. Die Geschichte spielt hauptsächlich aber in unserer Zeit und ausschließlich in unserer Welt, wodurch das Setting sehr gut nachzuvollziehen ist.

    Zudem ist die Spannung in der Geschichte wirklich immer da. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Handlung stagniert. Es passiert immer etwas, ohne dass deshalb Emotionen zu kurz kommen oder etwas zu schnell abgehandelt wird. Diesen Spagat muss man erst mal schaffen...


    Worldbuilding:

    Ich bin begeistert davon, wie Juno Dawson es geschafft hat, dass ich mich, ganz Urban-Fantasy, in der Welt zurechtfinde und wohlfühle, aber gleichzeitig viele Besonderheiten entdecken kann. Das Magiesystem ist ein riesiger Pluspunkt der Geschichte. Wir haben es mit Hexen verschiedener Grade zu tun, je nachdem, wie ausprägt die Fähigkeiten sind. Neben Telepathie, Heilung und der Beeinflussung der Elemente gibt es auch Hexen, die mehrere Fähigkeiten beherrschen, so genannte Adept*innen. Die Autorin hat das Magiesystem übersichtlich gestaltet, sodass ich mich gut zurecht gefunden habe, und trotzdem viel Neues eingebracht. Kleine Besonderheiten, wie dass Nicht-magische Personen hier Profane genannt werden, haben das Leseerlebnis sehr plastisch gemacht. 

        

    Figuren:

    Das Herzstück der Geschichte sind die Freundinnen, die alle sehr unterschiedlich sind. Manchmal habe ich mich durch ihre Verbindung an Sex and the City mit Magie erinnert gefühlt. Nicht zuletzt auch durch das "reifere" Alter der Freundinnen, sie sind in den 30ern und nicht mehr 20, wie so häufig in Büchern. Das empfand ich als sehr erfrischend. Durch ihre Schwesternschaft im Zirkel haben sie eine ganz besondere Beziehung und Nähe zueinander, die ich sehr inspirierend fand. Obwohl sich alle an ganz verschiedenen Punkten im Leben befinden, sind sie doch bedingungslos für einander da, wenn es darauf ankommt. Doch die Geschichte zeigt auch, wie sich enge Bindungen zerschlagen können, es gibt hier nicht nur Schwarz oder Weiß. Die Autorin spielt mit den Sichtweisen und bindet sehr interessante Fragen zu Freundschaften ein, und wo deren Toleranzgrenzen sind.


    Die Geschichte ist in vielerlei Hinsicht modern, insbesondere in Bezug auf politische Fragen unserer aktuellen Gesellschaft, ganz unabhängig von den magischen Elementen der Geschichte. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, da das für mich eine Überraschung beim Lesen war. Es sei nur gesagt, dass Themen wie Feminismus, Rassismus und LGBTQIA+ hier in den Fokus gerückt werden.


    Ende:

    Das letzte Drittel inklusive des Endes war eine actionreiche Verfolgungsjagd, bei der ich kaum zu Atmen kam. Ich habe ohnehin die zweite Hälfte des Buches in einem Rutsch verschlungen, es zog mich permanent zu der Geschichte. Das letzte Kapitel hat dann nochmal alles getoppt und ich kann es nicht fassen, dass der 2. Band erst im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird - ich brauche ihn jetzt sofort!   

     

    Fazit:

    Juno Dawson hat mit dem ersten Band "Der Hexenzirkel Ihrer Majestät" den Grundstein für eine neue Lieblingsreihe von mir gelegt. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt, habe mich in die Hexenschwestern, in das Magiesystem, in die gesamte Welt verliebt. Ich weiß nicht, wie ich die Zeit bis zum 2. Band überbrücken soll, am liebsten würde ich sofort die gesamte Trilogie durchsuchten. Wenn ihr Hexengeschichten mögt und Lust auf eine moderne Interpretation habt, dann lest unbedingt dieses Buch!

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    Cover des Buches Harry Potter und die Kammer des Schreckens: MinaLima-Ausgabe (Harry Potter 2) (ISBN: 9783551558329)

    Bewertung zu "Harry Potter und die Kammer des Schreckens: MinaLima-Ausgabe (Harry Potter 2)" von Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Kammer des Schreckens: MinaLima-Ausgabe (Harry Potter 2)
    Finavor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Schmuckausgabe, die der Geschichte nochmal eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Band 2 ist mein absoluter Liebling.
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    Cover des Buches Das Imperium aus Gold (ISBN: 9783833242731)

    Bewertung zu "Das Imperium aus Gold" von S. A. Chakraborty

    Das Imperium aus Gold
    Finavor 10 Tagen
    Gelungener Abschluss einer epischen Trilogie

    Gestaltung:

    Mit dem dritten Band der "Daevabad-Trilogie" sind die Bücher nun vollständig erschienen und geben zusammen ein wunderbares Bild ab. Das orientalische Setting kommt auf jedem Cover der Reihe besonders gut zur Geltung. Beim dritten Band haben wir das Zusammenspiel aus dunklem Grün und Gelbgold, was ich sehr ästhetisch finde. Auch die Übersetzung der Titel ist dem Verlag sehr gut gelungen. Einzig die Tatsache, dass die Bücher so dick sind und als Broschuren erschienen sind, gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich habe es leider bei keinem der Bände geschafft, ihn ohne Leserillen zu lesen. Hardcover hätte ich hier besonders toll gefunden.

     

    Darum geht's:

    Für Daevabad ist der Krieg nicht gut ausgegangen, die Magie ist fort. Umso drängender müssen sich die Oberhäupter der Stadt um eine politische Neusortierung kümmern. Doch wie besänftigt man ein Volk, das Blutdurst, Rache und Vergeltung als einziges Ziel hat? Währenddessen widmen sich Nahri und Ali im Menschenreich ihren eigenen Dämonen, kommen aber gedanklich auch nicht von Daevabad los...  


    Idee/ Umsetzung:

    In diesem dritten Band geht es ebenso episch und wendungsreich weiter wie in den Vorgängern. Wir haben es wieder mit geteilten Perspektiven zu tun, was für viel Abwechslung sorgt. Einerseits konnte ich so die verschiedenen Gedankengänge und Gefühlslagen der Protagonisten sehr gut nachfühlen, andererseits haben wir auch mehrere Ortswechsel und demnach spannende Settings.


    Nach wie vor ist die große Stärke der Trilogie für mich die gesamte orientalische Welt rund um Daevabad, die S. A. Chakraborty hier erschaffen hat. Besonders in Band 1 wurde deutlich, wie detailliert und ausgeklügelt die Autorin das Worldbuilding kreiert hat, und das spürt man fortlaufend in jeder Szene. Ich kann besonders Fans von epischen Highfantasy Welten diese Reihe deswegen abermals sehr ans Herz legen. Ich bin da immer etwas zwiegespalten, weil mir manchmal zu ausladende Beschreibungen in Fantasy Werken zu langatmig vorkommen, aber in dieser Reihe war das glücklicherweise von Band zu Band immer weniger der Fall.

    Die Komplexität der Geschichte ist groß, ich konnte aber mit einigen Notizen und ein bisschen Auffrischung zwischen den Bänden gut folgen.


    Da wir schon im ersten Band ausführlich in diese fantastische Welt aus 1001 Nacht eingeführt wurden, konnte sich die Autorin hier vermehrt dem Plot und den Figuren widmen. Es kristallisierte sich hier immer mehr auch ein politischer Fokus der Handlung heraus, der hier ebenfalls wieder eine tragende Rolle spielt. Wir haben es mit einigen Parteien zu tun, deren Fehden schon sehr viele Jahre andauern und bei denen es immer wieder zu tragischen Kriegen kommt. Um diese Machenschaften zu verstehen, braucht man besonders Band 2, da dort das meiste aufgedröselt wird. Hier erleben wir nun eher die Nachwehen und den Versuch, dauerhaft für Frieden sorgen zu können. Eine Mammutaufgabe für Daevabad.


    Figuren:

    Mich in diesem dritten Band von den Figuren verabschieden zu müssen, fiel mir schwerer als gedacht. Ich habe mich besonders in Nahri verliebt, die mir von der ersten Seite an sehr sympathisch war. Hier wurde nun auch nochmal deutlich, was für eine grandiose Entwicklung viele der Figuren vollzogen haben. Obwohl wir es "nur" mit drei Bänden zu tun haben, hat die Dicke der Bücher der Trilogie gut getan, um sehr viel Emotion und Charakterstärke zu transportieren. Zu einigen Handlungssträngen bzw. Erzählperspektiven hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren, aber natürlich muss die Autorin auch irgendwo Abstriche machen, sodass ich mich von den Figuren verabschieden konnte, ohne dass zu viele Fragen offen geblieben sind.


    Ende:

    Ich bin mit dem Ende der Trilogie sehr zufrieden und hätte mir kaum etwas anders gewünscht. Die Handlung allein ist schon sehr komplex, natürlich kann die Autorin hier nicht alles in Gänze und perfekt zu Ende erzählen. Eine Prise Offenheit am Ende gefällt mir meistens auch sehr gut, hier hat S. A. Chakraborty für mich einen sehr guten Mittelweg gefunden. Man könnte sicherlich die ein oder andere Erzählperspektive nochmal in einem Extra-Buch zu Wort kommen lassen, aber das ist für mich nicht von Nöten.


    Fazit:

    Wer Daevabad und den Zauber dieser orientalischen Welt bereits in Band 1 und 2 geliebt hat, der wird auch von diesem gelungenen Abschluss nicht enttäuscht werden. Es geht ebenso rasant wie emotional weiter mit Nahri, Ali und Co. Für Fans epischer Fantasy ist diese Trilogie ein absoluter Schatz, wenn ihr Lust auf ein ganz unverbrauchtes Setting aus 1001 Nacht und politische Machtspiele habt.

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    Cover des Buches Spicy Noodles – Der Geschmack des Feuers (ISBN: 9783404187799)

    Bewertung zu "Spicy Noodles – Der Geschmack des Feuers" von Marie Graßhoff

    Spicy Noodles – Der Geschmack des Feuers
    Finavor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Atmosphärisches, skurriles Buch, das Appetit auf Ramen macht und mit einer wendungsreichen Geschichte überzeugen kann. Shiro ist großartig! ...
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    Cover des Buches Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453321533)

    Bewertung zu "Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen" von Jennifer L. Armentrout

    Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen
    Finavor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Konnte mich leider nicht mehr so begeistern wie Band 1. Es passierte leider sehr wenig. Daher nach 180 Seiten abgebrochen.
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    Cover des Buches Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen (ISBN: 9783570314609)

    Bewertung zu "Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen" von Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
    Finavor 23 Tagen
    Kurzmeinung: 🌟Highlight🌟 Ein grandioser Abschluss einer extrem spannenden Trilogie rund um die Frage, welche Rolle Technik in unserem Leben spielt.
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    Cover des Buches It starts with us – Nur noch einmal und für immer (ISBN: 9783423283113)

    Bewertung zu "It starts with us – Nur noch einmal und für immer" von Colleen Hoover

    It starts with us – Nur noch einmal und für immer
    Finavor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Die letzten Bücher von CoHo mochte ich nicht ganz so gerne, aber diese Fortsetzung hat alles: die großen Emotionen, Spannung und Humor. 💞
    Eine Fortsetzung, von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche

    Gestaltung:

    Die deutschen Cover von Colleen Hoovers Bestsellern werden neuerdings an die englischen Originalausgaben angelehnt, was ich an sich gut finde. Sie entsprechen nicht komplett dem typischen Romance-Klischee pastelliger Farbverläufe.

    Was ich allerdings als Fan der ersten Stunde nicht schön finde, ist, dass nun Covergestaltungen und sogar Formate komplett durcheinandergeworfen werden. Ich verstehe nicht, weshalb dieses Buch hier als Band 2 einer Reihe plötzlich als Hardcover erscheint, wo alle anderen Bücher der Autorin Taschenbücher und Klappenbroschuren sind. Aber der Verlag wird sich dabei ja sicherlich was gedacht haben...


    Darum geht's: 

    !!!Kann SPOILER zu Band 1 beinhalten!!!


    Lily versucht nach der Scheidung von Ryle wieder Fuß zu fassen und Töchterchen Emerson so behütet wie möglich großzuziehen. Doch ihre Begegnung mit Atlas geht ihr einfach nicht aus dem Kopf, sodass die beiden sich wieder treffen. Lily hadert mit ihren Gefühlen zu Atlas: Wie wird Ryle reagieren, wenn sie Atlas wieder in ihrem Leben hat? Wider aller Vernunft kommen sich Lily und Atlas näher und bekommen ihre wohlverdiente zweite Chance.


    Idee/ Umsetzung:

    Ich bin ehrlich, für mich hätte "Nur noch ein einziges Mal" keine Fortsetzung gebraucht. Ich fand dieses Buch 2017 sehr aufwühlend, spannend und hochemotional, weshalb es auch zu meinen Lieblingen der Autorin zählt. Nichtsdestotrotz war ich mit dem Ende sehr zufrieden. Durch Tiktok hat das Buch ("It ends with us") nochmal einen wahnsinnigen Hype erfahren, sodass die Autorin nun doch an die Geschichte anknüpfen wollte. Da ich ohnehin alles von Colleen Hoover lese, wollte ich natürlich auch dieses Buch lesen.


    Bei den letzten Werken der Autorin wurde ich meist mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, so gefielen mir "Layla" und "All das Ungesagte zwischen uns" nicht so gut. Bei "Summer of Hearts and Souls" und "Für immer ein Teil von dir" hat sie in meinen Augen wieder zu ihrer alten Stärke zurück gefunden.

    Glücklicherweise hatte ich bei "Nur noch einmal und für immer" das Gefühl, dass die Autorin vom Schreibstil her genau denselben Ton trifft wie beim ersten Band. Dazu gehört schon etwas, wenn zwischen den Büchern über fünf Jahre liegen. Obwohl ich mich nicht mehr detailliert an den Ausgang des ersten Bandes erinnern konnte, bin ich super in die Geschichte hineingekommen, auch Lily und Atlas waren mir direkt wieder vertraut. Das möchte ich gerne hervorheben, da ich wirklich viel lesen und mich dennoch in Zügen an die Handlung und die Protagonisten von 2017 erinnern konnte, was nicht so oft der Fall ist. Die Autorin schreibt im Vorwort, dass sie den Hauptfiguren etwas Leichtigkeit geben möchte, was sie in meinen Augen geschafft hat. Allerdings macht das die Geschichte nicht weniger tiefgründig und emotional.


    Handlung:

    Wir begegnen Lily und Atlas direkt wieder, sodass dieser Band nahtlos an den ersten anknüpft. Abwechselnd bekommen wir aus Lilys und Atlas' Perspektive geschildert, wie sie es ganz langsam angehen lassen wollen und dennoch unentwegt aneinander denken. Nach und nach wird der Kontakt immer mehr und die beiden beschließen, sich eine zweite Chance zu geben.


    Neben der erneuten Annäherung der beiden Protagonisten geht es auch in den jeweiligen Leben turbulent zu. Wir begleiten Lily in ihrer Mutterrolle, die sehr ungeschönt präsentiert wird. Lily ist nicht selten eine übernächtigte, überforderte junge Mutter, die weiter ihren Blumenladen leitet und auf Unterstützung in ihrem sozialen Umfeld angewiesen ist. Allein aufgrund dieses Themas ist dieser zweite Band wesentlich erwachsener und spricht derartige Themen sensibel, aber realitätsnah an. Natürlich treibt sie auch weiter die heikle Situation mit Ryle um, dem wir auch öfter in der Geschichte begegnen. Welche Schwierigkeiten sich nach einer Scheidung ergeben, wenn eine gemeinsame Tochter im Spiel ist, beschreibt die Autorin sehr eindrücklich. Hinzu kommt natürlich die besondere Situation, weshalb sich Lily und Ryle getrennt haben.

    In Atlas' Leben taucht wie aus dem Nichts seine Mutter auf, die ihm eine Kindheit aus der Hölle beschert hat und seit Jahren nichts hat von sich hören lassen. Doch es gibt einen ganz bestimmten Grund, weshalb sie ihn wieder aufsucht, den ich hier nicht verraten möchte.


    Obwohl die Geschichte Leichtigkeit verspricht, war sie für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Lily und Atlas haben einen wunderbaren Humor miteinander, der mich oft hat schmunzeln lassen. Doch die verzwickte Situation mit Ryle und die Geister aus Atlas' Vergangenheit geben der Geschichte viel Tiefgang, sodass ich auch ein, zwei Mal den Tränen nahe war. Insgesamt hat diese Geschichte alles, was eine facettenreiche Romance für mich ausmacht: die großen Gefühle, spannende Wendungen, und unfassbar sympathische Protagonisten. Obwohl ich keine Fortsetzung brauchte, bin ich doch sehr froh, diese Geschichte nicht verpasst zu haben. Ich hoffe sehr, dass die Autorin wieder mehr Geschichten mit diesem Wohlfühlfaktor schreibt.


    Fazit:

    Ich wusste es vorher nicht, aber Lily und Atlas haben diese zweite Chance gebraucht und verdient. Colleen Hoover hat mit diesem Buch eine tiefgreifende, emotionale Fortsetzung für zwei ihrer absolut besten Figuren geschrieben, die mich absolut fesseln konnte. Ich kann die Autorin wirklich nur jedem Romance Fans ans Herz legen, und diesen Zweiteiler ganz besonders.

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    Cover des Buches Spring Storm 1: Blühender Verrat (ISBN: 9783522507172)

    Bewertung zu "Spring Storm 1: Blühender Verrat" von Marie Graßhoff

    Spring Storm 1: Blühender Verrat
    Finavor einem Monat
    Kurzmeinung: ⭐3,5. Spannendes Dystopie-Setting! Ich mochte Cora nicht so gerne und fühle die Liebesgeschichte bisher nicht. Freue mich aber auf Band 2.
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    Cover des Buches Wie der Falke fliegt (ISBN: 9783426529478)

    Bewertung zu "Wie der Falke fliegt" von Maggie Stiefvater

    Wie der Falke fliegt
    Finavor einem Monat
    Kurzmeinung: Zwei Drittel haben sich sehr gezogen, bevor die Handlung an Fahrt aufnahm. Gute Story und Figuren, die Magie der "Raven Boys" fehlt leider.
    Leider ziemlich zäh...

    Gestaltung:

    Ich finde die Neugestaltung der Maggie Stiefvater Bücher aus dem "Raven Boys" Universum im Knaur Verlag allesamt ganz schön, obwohl sie nicht zu meinen Lieblingscovern gehören. Die Motive sind von den englischen Originalcovern inspiriert und greifen die verträumten, mystischen Elemente der Bücher gut auf. "Wie der Falke fliegt" gefällt mir im Deutschen sogar etwas besser als im Englischen, da ich die Farbwahl des Orange sehr mag und hier noch deutlicher hervorsticht, dass die Flügel des Falken oben zum Wald werden. Ein wunderbares Detail, das äußerst gut zur Handlung passt.


    Darum geht's:

    Wir begleiten hier drei verschiedene Handlungsstränge.

    Ronan trauert seiner Zeit mit Gansey, Blue und natürlich Adam etwas hinterher. Sein Start mit Adam, nachdem dieser nach Harvard gegangen ist, könnte besser laufen. Zudem macht ihm das Träumen zu schaffen, da das Phänomen des Nachtschwarz die Träumer zu bedrohen scheint...

    Währenddessen sind Farooq-Lane und ein junger Visionär gemeinsam auf der Jagd nach Träumern, da diese die Menschheit bedrohen und ausgelöscht werden sollen. Die sogenannten Zeds werden mit Hilfe von Visionen aufgespürt und bis zum bitteren Ende gejagt...

    Zu guter Letzt begleiten wir Jordan Hennessy und ihre zahlreichen erträumten Kopien von sich selbst. Sie fälscht Kunstobjekte und verdient damit eine Menge Geld. Doch als die Lynch-Brüder ein Kunstobjekt haben, an dem auch Hennessy interessiert ist, treffen ihre beiden Welten aufeinander...


    Ich war von Beginn an sehr gespannt auf diese Spin-off Reihe, da Ronan bei den Raven Boys einer der interessantesten Charaktere für mich war. Nicht unbedingt der sympathischste, aber doch faszinierend. Er hat uns schon dort seine Träume offenbart und die Fähigkeit, Dinge aus seinen Träumen mit in die Wirklichkeit zu nehmen. Allein diese Idee für ein Fantasybuch zu nutzen, finde ich super kreativ und besonders. Hinzu kommt Maggie Stiefvaters unbändiges Talent, Realität und Mystik miteinander verschwimmen zu lassen, sodass auch wir Leser*innen manchmal nicht wissen, was wirklich und was Traum ist.


    Handlung:

    Diese Reihe beginnt kurz nach dem Ende der "Raven Boys" Reihe, sodass wir uns nicht mehr in Henrietta befinden und auch Gansey und Blue nur noch selten vorkommen, z. B. wenn sie Ronan eine Nachricht zukommen lassen oder kurz telefonieren. Auch allen Adam Fans möchte ich direkt vorweg sagen: Es gibt leider nicht so viel Ronan-Adam Interaktion, wie ich es mir gewünscht hätte. Anfangs besucht Ronan Adam in Harvard und wir begleiten sie ein paar Kapitel zusammen, aber danach wird der Fokus eher auf neue Charaktere gelegt. Das sollte man schon wissen, wenn man diese neue Trilogie beginnt, es sind halt einfach nicht die Raven Boys.


    Ich muss gestehen, dass ich mich sehr lange schwer getan habe, richtig in der Geschichte anzukommen. Den Schreibstil der Autorin habe ich direkt wieder sehr einladend und besonders erlebt, daran lag es nicht. Wobei ihrem Schreibstil auch eine gewisse Schwere und Melancholie innewohnt, weshalb ich oft das Gefühl habe, Stiefvaters Bücher etwas langsamer zu lesen.


    Mich konnte die Storyline lange Zeit nicht wirklich abholen. Ronan habe ich weiterhin gerne begleitet, gemeinsam mit Declan und Matthew kommt er besonders im ersten Drittel viel vor und es ist schön, ihn noch intensiver kennenzulernen als bei den Raven Boys. Mit den anderen Handlungssträngen über die Traumjäger und Jordan Hennessy als Träumerin kam ich erst mal überhaupt nicht klar. Es wurde wenig erklärt, z. B. wie Farooq-Lane dazu kommt, Träumer zu jagen, welche Institution dahintersteckt und was das Ganze soll. Das wird erst nach und nach aufgeklärt. Ebenso habe ich Hennessys Rolle nicht so richtig verstanden, bis sie auf die Lynch-Brüder traf, diese Überschneidung fand ich sehr gelungen, sie kommt aber auch erst im letzten Drittel. Die Geschichte plätscherte sehr vor sich hin, manchmal verlor sich die Autorin für meinen Geschmack in zu vielen Details. Das Buch las sich für mich wie ein Auftakt mit angezogener Handbremse, es gibt viele spannende Ideen mit großem Potenzial, aber die werden alle erst zum Ende hin deutlich. Das hat meinen Lesespaß leider längere Zeit gedämpft, ab der Hälfte wurde es dann nach und nach spannender und konnte mich fesseln.


    Charaktere:

    Die Figuren der Geschichte harmonieren gut und können im weiteren Verlauf der Trilogie bestimmt tolle Entwicklungen vollziehen. Ich war Ronan definitiv am nächsten, wir lernen seine verletzliche Seiten und Ängste kennen, was mir gut gefallen hat. Insgesamt lernen wir die Familie Lynch nochmal viel detaillierter kennen, auch über ihre Eltern, Declan und Matthew erfahren wir Hintergrundinformationen und so manche unerwartete Überraschung. Mit Farooq-Lane bin ich leider bisher gar nicht warm geworden, ich fand sie ziemlich platt und die Abschnitte über sie und Parsifal sehr zäh. Sie ist natürlich auch gewissermaßen eine Gegenspielerin der Träumer, aber trotzdem waren da keinerlei Gefühle bei mir, weder positiver noch negativer Natur. Das war bei Hennessy schon anders, ihre Abschnitte habe ich im Verlauf immer mehr gemocht und am Ende kam ich ihr relativ nah. Ich hoffe, dass besonders Ronan und Hennessy auch im zweiten Band viel Raum bekommen. Insgesamt kann ich sagen, dass Maggie Stiefvater ein Händchen für moralisch graue Charaktere hat und diese hier sehr facettenreich darstellt.


    Ende:

    Das Ende hat nochmal einiges rausgerissen und ich kann gar nicht anders, als auch Band 2 lesen zu wollen. Die letzten 50 Seiten haben erst deutlich gemacht, was für super Verknüpfungen die Autorin zwischen den Handlungssträngen nutzen möchte, und einen übergreifender Plot für Band 2 und 3 kann man nun erahnen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich nicht alle spannenden Wendungen für die letzten Seiten aufhebt, sondern auch zwischendurch mehr Action sät. Ich wünsche mir hier in den Fortsetzungen eine etwas konstantere Spannungskurve.


    Fazit: 

    "Wie der Falke fliegt" entfaltet nur sehr gemächlich sein Potenzial, was für mich den ersten Teil des Buches sehr zäh gemacht hat. Auf spannende Wendungen und das Verstehen des großen Ganzen musste ich warten, aber das hat sich gelohnt. Fans der "Raven Boys" sollten nicht zu viel Präsenz der bekannten Figuren erwarten, Maggie Stiefvater erschafft hier eine ganz neue Charakterkonstellation und legt neue Schwerpunkte. Auf ihren wunderbar melancholischen Schreibstil müssen wir aber nicht verzichten.

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