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Flocke-Elsa

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Fleisch ist mir nicht Wurst - Über die Wertschätzung unseres Essens und die Liebe meines Vaters zu seinem Beruf (ISBN: 9783959673693)

    Bewertung zu "Fleisch ist mir nicht Wurst - Über die Wertschätzung unseres Essens und die Liebe meines Vaters zu seinem Beruf" von Klaus Reichert

    Fleisch ist mir nicht Wurst - Über die Wertschätzung unseres Essens und die Liebe meines Vaters zu seinem Beruf
    Flocke-Elsavor 25 Tagen
    Hält nicht was es verspricht.

    Zusammenfassung:

    Normalerweise mache ich das nicht, doch hier finde ich es schon angebracht einmal den Unterschied zwischen Buchversprechen und Realität aufzuzeigen.

    Was sagt der Buchrücken, worum es geht:

    Metzgersohn der dritten Generation Klaus Reichert berichtet in diesem Buch über mehr Wertschätzung von Fleisch und Wurst. Denn wenn wir Fleisch essen wollen, müssen dafür Tiere sterben. Doch immer mehr Menschen kaufen abgepacktes, billig Fleisch im Supermarkt anstelle zum Fleischer ihres Vertrauens zu gehen. Warum? Ganz einfach, so müssen sie sich nicht mehr mit dem auseinandersetzen, was zuvor mit dem Tier, dass mittlerweile unkenntlich ist, geschehen ist. Und wenn wir doch mal ein schlechtes Gewissen haben, kaufen wir eben schnell die veganen Fleisch Imitationen.

    Worum geht es in dem Buch wirklich:

    Die Biografie über Willi Reichert, seine Familiengeschichte und seine beiden Söhne. Wie wurde das Familienunternehmen gegründet und wie hat es sich über die Jahre weiterentwickelt. Wie sieht es aktuell aus?

    Und zum Schluss noch ein kurzer Exkurs in die Welt von Gesellschaft, Konsum und den Wahn um Fleisch und seine Alternativen.

    Meine Meinung:

    Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch. Es hält in keiner Weise, was es verspricht.

    Kommen wir erstmal zum ersten Teil des Buches, der Biografie von Willi Reichert und der Familiengeschichte der Reicherts.

    Betrachtet man es unabhängig des Versprechens, dass das Buch uns macht, ist die Geschichte der Familie Reichert sehr interessant geschildert. Hierbei hat mir besonders gefallen, die Beziehungen zu den Angestellten und den Arbeitsalltag in der Metzgerei zu erfahren. Außerdem fand ich es auch schön zu lesen, dass sich das Unternehmen mit jeder neuen Generation weiterentwickelt hat und so auf dem Markt weiter bestehen konnte.  

    Unabhängig davon, wird in dem Buchuntertitel jedoch gesagt „… und der Liebe meines Vaters zu seinem Beruf“. Dazu kann ich nur sagen, vielleicht ist es an mir vorbei gegangen, aber das Einzige, was die Liebe von Willi Reichert an Liebe zu seinem Beruf zeigt ist, dass er ihn vor alles andere stellt. Durch diese Priorisierung seines Berufs, bricht später die Familie auseinander und seinen Kindern wird die elterliche Liebe verwehrt, welche sie sich wünschen. Ansonsten wird nicht einmal von ihm über seinen Beruf und wie er dazu steht gesprochen. Ganz zu schweigen von Wertschätzung gegenüber den Tieren. Hier fällt mir einzig ein Kommentar ein, der hieß „Wenn wir die Tiere nicht töten, sie würden es ohne Zögern mit uns machen“.

    Kommen wir zum großen angepriesenen Teil über die Wertschätzung der Tiere, den Konsum und das Verhalten der Gesellschaft in Bezug auf Fleisch und Alternativen dazu. Dieser nimmt gerade mal 2 Kapitel am Ende des Buches ein. Also rund 40 von 180 Seiten. Und das ist mir deutlich zu wenig.

    Außerdem hätte ich mir auch mehr von der Einstellung Familie zur Wertschätzung der Tiere gewünscht. Wie denkt ein Metzger über das Töten der Tiere? Hat er nur eine bestimmte Anzahl an Tieren, die er schlachtet? Und damit auch nur eine bestimmte Menge an Fleisch, die er zum Verkauf anbietet? Wie häufig essen sie selbst Fleisch?

    Leider wurde hierhingehend sehr wenig angebracht. Einzig die Anekdote, dass sie sich sonntags immer zum gleichen Mittagessen (mit Fleisch) treffen, lässt den Leser eine Ahnung des Fleischkonsums der Familie bekommen. Wie hoch er allerdings über den Rest der Woche ist, wird nicht erwähnt.

    Was für mich jedoch von einer geringen Wertschätzung des Tierlebens zeugt, ist die Erläuterung der „Berge von Fleisch und Wurst, die im Schaufenster und der Theke ausliegen“. Wenn eine solche Menge zubereitet und verkauft wird, kann es sich nicht um ausgewählte Tiere oder begrenzte Mengen halten.

    Vielleicht liege ich in diesem Punkt auch stark daneben und die Familie hat sehr wohl darauf geachtet, dass jedes Schwein abends liebevoll zu Bett gebracht wird und schöne Jahre verlebt hat. Doch so, wie es mi in diesem Buch vermittelt wird, habe ich keinesfalls das Gefühl, das der Familie eine hohe Wertschätzung der Tiere oder des Fleisches anhaftet.

    Was mir ebenfalls sehr stark missfallen ist, ist die Tatsache, dass Klaus Reichert zwar der Sohn eines Metzgers ist, jedoch niemals selbst einer war. Entgegen dem was einem suggeriert wird, ist er Journalist. Meine Erwartung die Ansicht eines Metzgers zu der aktuellen Situation zu erfahren wurde also ebenfalls nicht erfüllt. Schade.

    Um aber auch ein gutes Haar an der Sache zu lassen kann man jedoch sagen, dass er die Recherchearbeiten für die letzten zwei Kapitel des Buches wirklich gut gemacht hat. Diese haben mir unglaublich gut gefallen und ich hätte gerne mehr davon gelesen.

    In diesen wenigen Seiten, wurde aufgedeckt, wer hinter all dem Fleischkonsum und Boom steckt, wieso vieles gepushed wird und schlimmer scheint, als es eigentlich ist und welche Ziele diese Unternehmen, die unsere Gesellschaft derart manipulieren verfolgen. Das dieser ganze Wahn um Fleisch und die Alternativen viel weniger gravierend ist als die Gesellschaft (und Presse) es oft darstellt. Natürlich sterben Tiere dafür, dass wir Fleisch essen können und das ist schrecklich. Besonders die Umstände in der Massentierhaltung und das Billigfleisch sind ein Problem der aktuellen Generation. Doch es ist ok (richtiges) Fleisch zu essen, solange man nicht die Augen davor verschließt, was man dort isst und was andere Leute (Metzger) und die Tiere bedeuten. Das eine Wertschätzung dieser Konsumgüter und Berufe stattfindet und nicht einfach nur das schlechte Gewissen mit veganen Alternativen beruhigt wird.

    Wichtig zu erwähnen finde ich hier auch noch einmal, dass Fleisch ein Luxusartikel ist, der heute jedoch für jeden zugänglich ist. (Eine für mich wirklich unglaubliche Erkenntnis, die ich aus diesem Buch mitnehmen durfte. Danke dafür!) Aus dem Grund des früheren Verzichts und der heutigen erschwinglichen Preise, ist er daher für viele Menschen ein unbewusstes Zeichen von Wohlstand, dem sie sich hingeben. Heute können wir jeden Tag Fleisch essen, also tun wir es auch. Und ich denke genau an diesem Punkt müssen wir ansetzen. Das Fleisch wieder etwas „besonderes“ ist, nicht billig. Das wir zum Metzger gehen und uns ein, zwei Stücken richtig gutes Fleisch für die Woche besorgen. Für 8€ anstelle von 5€. Das wir diese wenigsten Stücken Fleisch dann wertschätzen und genießen. Ich denke, so können wir dem Konsumwahn und der Massentierhaltung zumindest nach und nach einen Riegel vorschieben.

    Fazit:

    Auch wenn ich in diesem Buch nicht ganz das bekommen habe, was es versprochen hat, hat es mir in den wenigen (letzten) Seiten doch neue Denkanstöße gegeben.

    Alles in allem, ein Buch was man mal lesen kann, aber nicht muss.

    Ich für mich kann sagen, dass ich mich in Zukunft auf jeden Fall noch mal auf die Suche nach einem Metzger/Fleischer meines Vertrauens machen werde, um richtiges Fleisch von glücklichen Tieren zu kaufen. Außerdem möchte ich meinen Konsum mehr unter die Lupe nehmen, Fleisch als einen Luxusartikel begreifen und das Prinzip „Sonntagsbraten“ wieder ins Leben rufen.

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    Cover des Buches Der Serienmörder in mir (ISBN: 9783000655128)

    Bewertung zu "Der Serienmörder in mir" von Christine Engels

    Der Serienmörder in mir
    Flocke-Elsavor einem Monat
    Leider reine Zeitverschwendung

    Zusammenfassung:

    Kurz und knapp gesagt, geht es um die „Biografie“ eines Serienmörders. Wie ist er dazu geworden? Wie kommt er zu seinen Opfern? Was denkt/fühlt er während seiner Morde?

    Meine Meinung:

    Ich fand dieses Buch schlecht. So hart es klingen mag, doch ich glaube ich kann nichts Positives in diesem Buch benennen.

    Gehen wir aber mal ein paar gravierende Punkte ab.

    Die Perspektiven bzw. Perspektivwechsel in diesem Buch. Ich habe selten etwas so Undurchdachtes erlebt. Mal wird aus der Ich-Perspektive geschrieben, mal aus der Er-Perspektive mal aus der Sicht von Kai, mal aus Samaels Sicht und mal aus der Sicht einer ganz anderen Person in diesem Buch. Und jetzt könnte man ja meinen, gut, wenn aus Samaels Sicht geschrieben wird, dann ist es „Ich“, wenn über das Geschehen mit Kai gesprochen wird ist es „Er“. Nope. Fehlanzeige. Die Perspektiven werden bunt durcheinander gewürfelt, wie es gerade passt. Teilweise sogar innerhalb eines Kapitels ohne ersichtlichen Grund.

    Zuletzt hatte ich sogar noch die Vermutung, dass die „Ich“ Perspektive vielleicht eingenommen wird, sobald eine der Persönlichkeiten in Mordlust oder ähnliches gerät. Aber auch diese Idee hielt dem ganzen leider nicht stand.

    Von der Perspektive dann zu den verschiedenen Persönlichkeiten und wie der Schreibstil sich dahingehend ändert, um Charaktereigenschaften hervorzuheben. Ach ne, Entschuldigung. Das gab es ja gar nicht. Jede Person, jede Perspektive und jede noch so übergeordnete Erzählung wurde in genau dem gleichen Stil geschrieben. Ein Einheitsbrei für alle. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin unterschiedlich detaillierte Stile für die unterschiedlichen Charaktere entwirft und diese in der Ich-Perspektive dann benutzt. So hätte man gut einen Unterschied zwischen den gefühlsbetonteren, lebensbejahenden Charakteren wie der Polizistenfamilie und den kalten, berechnenden Charakteren wie Kai und Samael machen können.

    Was ich außerdem in einem Buch mit dieser Beschreibung erwartet habe sind zumindest Gefühle oder Gedanken, die der Mörder während seiner Morde hat. Leider wurde ich auch hier auf ganzer Linie enttäuscht. Während der Morde gab es einzig und allein kurze Abhandlungen darüber, dass jemand ermordet wurde, jedoch in keinem Moment ein Gefühl oder einen Gedanken, der dem Mörder durch den Kopf geht. Selbst wenn man sagen würde, ein Mörder mit einer solchen Persönlichkeit hat keine Gefühle bei der Sache, würde es doch zumindest Gedanken geben, wie er dabei hat. Unser Täter hier scheinbar jedoch nicht. Der sieht alles einfach nur als eine Abhandlung von Geschehnissen, ohne Randinformationen oder irgendetwas.

    Dann kommen noch etliche textliche sowie auch inhaltliche Fehler hinzu, die nicht dazu beitragen, dieses Buch in irgendeiner Weise zum Genuss zu machen. Im Großen und Ganzen also ein glatter Flop.

    Der einzige kleine Lichtblick in diesem ganzen Grau ist meiner Meinung nach dem letzten Absatz, in dem geschrieben steht, dass dieses Buch an Kaja gegeben werden soll. Ausschließlich Sie und diese letzte Erklärung sind dieses kleine Korn, was dem Buch einen Hauch Authentizität gibt. Denn genau unter der dort dargestellten Voraussetzung, dass ein schizophrener Serienmörder mit dissoziative Identitätsstörung, ohne einen Funken Talent ein Buch zu schreiben versucht, in dem er einfach nur aufschreibt was passiert, könnte dieses Buch so möglich sein, wie es vor mir liegt. Doch ehrlich gesagt, ist es selbst dann für mich nicht besonders realistisch.

    Fazit:

    Ich kann dieses Buch keinem empfehlen und möchte sogar davon abraten es zu lesen. Man kann seine Zeit deutlich schöner verschwenden. Und ich hoffe wirklich inständig, dass es keinen zweiten Teil geben wird.

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    Cover des Buches Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1) (ISBN: B07ZTNR1F3)

    Bewertung zu "Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)" von Piper Rayne

    Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
    Flocke-Elsavor 2 Monaten
    Leider eine Enttäuschung

    Zusammenfassung:

    Als Holly den ersten Tag als Rektorin an der Highschool antritt hätte sie nie damit gerechnet, dass sie ihn hier antrifft. Austin Bailey, ihren One-Night-Stand vom Wochenende. Ihrem ersten Wochenende in der neuen Stadt. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird diese eine Nacht schon bald zum großen Stadtgespräch, denn die größte Klatschwebsite aus Lake Starlight berichtet mit eindeutigen Fotos darüber. Und so ist Holly gezwungen sich nicht nur als neue Rektorin zu beweisen, sondern darüber hinaus noch mit dem Klatsch über ihr One-Night-Stand, den heißen Coach und ihrem verräterischen Herz zurecht zu kommen.

    Meine Meinung:

    Ich bin leider ziemlich enttäuscht.

    Dies ist bereits mein viertes oder fünftes Buch des Autorinnen Duo’s und ich habe bisher nur wirklich gute Geschichten mit tollen Protagonisten und einem klasse Humor gelesen. „Lessons from a One-Night-Stand“ hat hier im Gegensatz zu seinen Vorgängern leider auf ganzer Linie versagt.

    Holly war eine sehr durchschnittliche Hauptprotagonistin. Ja, sie war auf ihre Art und Weise stark und ist durchaus souverän mit den Situationen umgegangen. Das hat mich tatsächlich an ihr beeindruckt. Dennoch konnte sie mich nicht gänzlich von sich überzeugen.

    Austin Bailey…. Er war schon irgendwie ein Schnittchen. Vielleicht ist das aber auch einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass er sich um seine Familie kümmert und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Das macht einen Mann an sich schon sexy oder? Aber auch bei ihm fehlte mir das gewisse Etwas.

    Beide Charaktere hatten ihre Träume und Ziele und haben diese mal mehr und mal weniger verfolgt. Was mir bei beiden dahingehend jedoch gefehlt hat, war ihre Leidenschaft. Ich hätte zu keinem Zeitpunkt meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass sie diese Träume auch ernst meinen geschweige denn ihre Ziele jemals erreichen werden.

    Wer mir hingegen als Charakter sehr gefallen hat war Grandma Dori. Sie war lustig, weise und irgendwie einfach genau so, wie eine Oma sein soll. Sie würde ich wirklich gerne mal persönlich treffen.

    An allen Ecken und Enden gemangelt, hat es auch am Humor in diesem Buch. Ich kann mich vielleicht an ein zwei Situationen erinnern, an denen ich mehr als Schmunzeln musste. Doch lauthals loslachen, wie es mir oft in den anderen Büchern passiert ist, musste ich hier bei weitem nicht. Versteht mich nicht falsch, natürlich war auch diese Story mit kleinen Späßen angereichert, doch richtig erreicht hat es mich nicht.

    Bedauerlicherweise muss ich gestehen, dass genau dieser Humor des Autorinnen Duo’s mich immer wieder zu ihren Büchern greifen lässt. Ich hoffe in den folgenden Büchern werde ich davon wieder mehr finden können.

    Abschließend noch ein paar Worte zu dem Geschehen des Romans allgemein. In den Grundzügen war es eine schöne Geschichte, die einem zeigt, dass Träume sich ändern und wahrwerden können. Diese Botschaft des Buchs fand ich sehr schön. Ganz besonders hat mir dahingehend auch gefallen, dass Austin so für seine Familie eingestanden hat. Doch all das hat, so traurig es klingt, es nicht geschafft dem Buch Tiefe zu verleihen oder mehr daraus zu machen. Und so blieb das ganze meiner Meinung nach sehr oberflächlich.

    Fazit:

    Ich denke, ich werde dieses Buch als kleinen Ausrutscher der Autorinnen abstempeln. Für mich bisher traurigerweise das schlechteste Buch. Dennoch freue ich mich auf die nächsten Bücher und vor allem auch, auf die Geschichten der anderen Geschwister des Bailey-Clan. Hier sehe ich noch ein großes Potential. Warten wir es ab…

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    Cover des Buches Die Göttin & der Daimon (Die Chroniken von Philian 1) (ISBN: B07NTVS86P)

    Bewertung zu "Die Göttin & der Daimon (Die Chroniken von Philian 1)" von Emilia Lynn Morgenstern

    Die Göttin & der Daimon (Die Chroniken von Philian 1)
    Flocke-Elsavor 3 Monaten
    Guter Start für die Reihe

    Zusammenfassung:

    Dolos, der Daimon der Täuschung und des Betrugs, hat nur ein Ziel, an Zahurs Schöpferkraft zu gelangen. Deshalb sucht er einen Weg, wie er Prometheus, dem Hüter der Schöpferkraft, diese Fähigkeit stehlen kann.

    Doch Prometheus bekommt dies mit und tut alles, um die Schöpferkraft vor dem mächtigsten Daimon zu beschützen. So kommt es, dass er seine Schöpferkraft in einem neu erschaffenen Gefäß versteckt – Aletheia der Göttin der Wahrheit.

    Allerdings liegt auf Aletheia seit dem Tag ihrer Erschaffung eine Bestimmung, die sie erfüllen muss. Sie muss den Daimon der Täuschung und des Betrugs aufhalten. Und so werden Dolos und Aletheia Schicksale unumgänglich miteinander verwoben und sie werden ungewollt zu Todesfeinden. Denn nur einer der beiden kann überleben.

    Meine Meinung:

    Puh, das war ein harter Brocken. Und ich bin mir tatsächlich noch etwas unsicher, wie ich zu diesem Buch stehe. Ich probiere einfach mal von vorne anzufangen. Am besten mit den Charakteren.

    Da hätten wir zum einen Aletheia. Sie ist die Göttin der Wahrheit und Prometheus Gefäß für die Schöpferkraft. Ihre Aufgabe ist es, den Daimon aufzuhalten. Doch um dies überhaupt erst zu können, muss sie erstmal viel über die Welt, ihre Fähigkeiten und die anderen Götter lernen. Und ich sag euch, das war nicht nur für sie ein ganzschönes Stück harte Arbeit, denn es gibt so einige Götter.

    Daher glaube ich, ist der Auftakt für Neueinsteiger in das große Universum mit Göttern und Daimonen ist diesem Buch schon heftig. Man hat eine ganze Menge zu lese, lernen und zu verstehen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass etwas mehr Vorwissen ganz hilfreich wäre. Nichtsdestotrotz wurde alles sehr gut erklärt und mit einem umfangreichen Glossar (welches ich zu meiner Schande erst völlig übersehen habe und was mir dadurch den Einstieg nochmal erschwert hat) ergänzt.

    Zurück zu Aletheia. Da sie eine der Hauptcharaktere ist, sind auch die Kapitel überwiegend aus ihrer Sicht. Und hier beginnt mein größter Zwiespalt. Einerseits fand ich Aletheia zu beginn richtig doof. Sie hat mich einfach nur genervt und ich konnte auch nicht im Geringsten nachvollziehen, wieso sie handelt wie sie handelt. Mit der Zeit wurde sie mir dann aber nach und nach sympathischer und ich konnte sogar eine kleine Bindung zu ihr aufbauen.

    Andererseits, wenn ich das ganze mal reflektiert betrachte würde ich sagen, dass es für mich vermutlich einfach schwierig war, zu akzeptieren, dass sie noch genauso wenig wusste, wie ich zu dem Zeitpunkt und sie so wie ich noch einiges über diese Welt lernen muss.

    Dann ist da noch Dolos, unser zweiter Hauptprotagonist. Ihn fand ich von Anfang an unheimlich interessant. Er ist in seinem Tun unglaublich undurchsichtig und bringt einen so dazu, ständig zu rätseln, was hinter all dem steckt. Bis jetzt habe ich immer noch keinen blassen Schimmer, was seine wirklichen Ziele sind und worauf das alles hinauslaufen wird in den Folgebänden.

    Und dann haben wir da auch noch Ate, die Göttin der Verblendung. Eigentlich ist sie keine von den „Guten“ in diesem Buch, dennoch ist sie glaube ich mein Lieblingscharakter. Eigentlich komisch, aber ich mag sie einfach. Sie ist für mich ein perfekt ausgearbeiteter Charakter. Sie hat meist gut nachvollziehbare Gründe und bleibt ihren Prinzipien treu. Außerdem hat sie auch irgendwie die gewisse Bad Ass Haltung , die ich mir manchmal bei Aletheia erhoffe. Ich glaube durch ihre Intrigen und ständigen in-die-Geschehnisse-Pfuschereien nimmt die Geschichte immer wieder unerwartete Wendungen und wird so richtig spannend. Von ihr wünsche ich mir in Zukunft definitiv noch mehr.

    Als nächstes noch ein bisschen was zur Geschichte an sich. Ich würde sagen, der erste Teil war ein guter Start für die Reihe. Die Geschichte ist in ihren Grundzügen sehr gut, hat aber ihre Längen, dadurch das man erst einmal in das ganze Universum eingeführt werden muss. Außerdem wird durch die Lehrjahre von Aletheia ein Großteil des Buches eingenommen, indem es nicht direkt um den Konflikt zwischen Dolos und ihr geht, was ich sehr schade finde.

    Die Idee hinter Aletheia und Dolos finde ich hingegen wirklich gut. Ihre Schicksale hängen unweigerlich miteinander zusammen und so kann schlussendlich nur einer überleben… oder? Ich glaube ehrlich gesagt nein. Ich kann noch nicht genau sagen wieso, aber mein Gefühl sagt mir, da kommt noch was ganz Großes auf mich zu. Ok, vielleicht war es auch die liebe Emilia, die mich gecatched hat mit den Worten: „Das findest du erst am Ende des vierten Teils raus“ – Danke dafür! :D Jetzt hänge ich an deinem Harken.

    Wie auch immer.  Ich denke, hier ist definitiv noch Potenzial nach oben und ich hoffe, dass es in den nächsten Bänden richtig zur Sache geht. Auch wenn ich mir noch nicht vorstellen kann, was da in 3 Bänden noch so alles passieren kann oder soll, bin ich sehr gespannt wie es weiter geht. Ich habe da ja so meine eigenen Theorien.

    Fazit:

    Die Geschichte hatte definitiv ihre Längen und war durch das umfangreiche Universum, meine Startschwierigkeiten und meine anfängliche Abneigung gegen Aletheia teilweise wirklich ein harter Brocken. Ich könnte mir vorstellen, dass man es hier tatsächlich mit etwas Vorwissen leichter hat und somit mehr Spaß an dem Buch haben wird, ohne wie ich ständig ins Glossar wechseln zu müssen. Dennoch kann ich es jedem nur ans Herz legen, der Lust auf dieses Genre und die Thematik hat. Ihr findet hier eine sehr gut durchdachte, verwobene Geschichte mit tollen Charakteren und gutem Schreibstil.

    Außerdem kann ich jedem nur empfehlen, bei Emilia‘s Leserunde zu diesem Buch vorbei zu schauen. Sie ist eine großartige Autorin und steht einem gerne bei all den Fragen, die einem während des Lesens kommen (und bei mir waren es sehr sehr viele) zur Seite. Dafür ein riesen großes Dankeschön von mir!

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    Cover des Buches Wrong Number, Right Guy (ISBN: 9783548063218)

    Bewertung zu "Wrong Number, Right Guy" von Teagan Hunter

    Wrong Number, Right Guy
    Flocke-Elsavor 4 Monaten
    Eine seltene Perle, die ich nicht erwartet hätte!

    Zusammenfassung:

    Als Delia von einer unbekannten Nummer eine Nachricht bekommt, beschließt sie kurzerhand zu antworten. Das ist sicher wieder ihr Bruder, der erneut seine Handynummer gewechselt hat, ohne sie zu informieren. Doch als die Nachrichten auf einmal immer seltsamer werden, kommen ihr Zweifel. Als dann noch unerwartet ihr Telefon mit der unbekannten Nummer auf dem Display klingelt, nimmt sie kurzerhand ab… und stößt prompt auf den charmanten Nerd, Zach.  Doch damit nicht genug, in den folgenden Tagen und Wochen, beginnen die beiden sich immer wieder zu schreiben und heftig miteinander zu flirten. Und schnell wird Delia klar, der Fremde, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat, beherrscht schon lange nicht mehr nur ihren Handychat.

    Meine Meinung:

    Manchmal findet man Bücher, bei denen man sich so denkt „Oh die klingen ja ganz gut, das ist bestimmt was Schönes für Zwischendurch“. Dann kauft man sie und bekommt genau das. Ein nettes Buch, das nicht weiter Eindruck hinterlässt, einen aber gut unterhält.

    Und dann gibt es Bücher wie „Wrong number, right guy“, die nehmen diese Vorstellung, knüllen sie zusammen und katapultieren sie dann schnurstracks in den Papierkorb – und das habe ich definitiv nicht erwartet!

    Delia ist für mich eine wundervolle Hauptprotagonistin gewesen. Sie war lustig, sie war stark, sie war eigen und vor allem war sie verrückt. Und genau das liebe ich an guten Buchcharakteren.

    Und Zach,… ich glaube er darf sich ab heute ganz oben mit in die Liste meiner Bookboyfriends eintragen. Er ist offen, er ist intelligent und unkompliziert. Dennoch hat er eine nerdige Seite, die ihn so unglaublich sympathisch macht, dass man nicht genug von ihm bekommen kann. Und wenn ihn das noch nicht zum Dahinschmelzen und unheimlich sexy macht, dann ganz sicher sein attraktiver Körper.

    Besonders gut fand ich, dass die Beziehung der beiden anfangs nur per SMS stattgefunden hat. Es war unheimlich lustig diese zu lesen und sie flirten zu sehen. In gewisser Weise habe ich mich selbst so gefühlt, als hätte ich gerade einen aufregenden Flirt mit jemand anderem. Sehr prickelnd. Doch auch der weitere Verlauf der Geschichte der beiden war facettenreich. Es war realistisch und ohne großes Drama. Dennoch konnte man die Verzweiflung und das Misstrauen spüren.

    Ich habe gelacht, ich habe (fast) geweint, ich war sauer und ich habe noch mehr gelacht. Für mich ein rundum gelungenes Buch.

    Fazit:

    Das Buch ist eine seltene Perle, die ich auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Ich bin jetzt schon großer Fan der Autorin und werde definitiv alle ihrer folgenden Bücher lesen und lieben, wenn sie so ulkig sind wie dieses Schätzchen!

    Eine absolute Buchempfehlung!

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    Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)

    Bewertung zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

    Das Dorf der toten Seelen
    Flocke-Elsavor 5 Monaten
    Nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Seite

    Zusammenfassung:

    Silvertjärn, ein abgelegener Ort mitten im Wald von Norrland. Dort, wo vor 60 Jahren, alle knapp 900 Einwohner des kleinen Ortes von einen Tag auf den anderen unter mysteriösen und bisher ungeklärten Umständen verschwunden sind. Nach all den Jahren, die seitdem vergangen sind, ist Margareta, die damals kurz vor diesem schrecklichen Ereignis aus der Stadt gezogen ist und bis heute nicht versteht, was sich dort zugetragen hat, gestorben. Nun hat ihre Enkelin Alice es sich zur Aufgabe gemacht, einen Dokumentarfilm über dieses Dorf zu produzieren und damit die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie will herausfinden, was damals geschehen ist und bricht mit ihrem Team zu dem verlassenen Ort auf. Dort angekommen geschehen schon bald ungewöhnliche Dinge. Ein heiseres Lachen, eine immer wieder plötzlich auftauchende Gestalten und schlussendlich ein Mord. Wer ist außer ihnen noch im einsamen Silvertjärn?

    Meine Meinung:

    Um das ganze direkt vorweg zu nehmen, das Buch war einfach der Shit! Richtig, richtig gut!

    Ich hatte am Anfang noch etwas Angst davor, dass es einen Einschlag von Horror in sich haben wird und es dadurch richtig gruselig wird. Und genau das hatte es schlussendlich auch. Aber das hat das ganze einfach nur nochmal besser gemacht.

    Dieses Buch hatte Nervenkitzel und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

    Das Schöne an einer solchen Geschichte, wie wir sie hier vorfinden ist ja einfach, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer für all diese Vorfälle verantwortlich ist. Ist es jemand aus den eigenen Reihen? Wem kann man noch vertrauen? Gibt es doch noch Überlebende aus der Zeit von damals beziehungsweise sind sie gar nicht tot, sondern damals nur abgehauen? Oder sind es doch übernatürliche Gestalten, die dort ihr Unwesen treiben? Die Autorin weiß es mit dieser Ungewissheit zu spielen und lässt so den Leser jedes Mitglied des Teams und sogar sein eigenes Urteilsvermögen in Frage stellen. Grandios!

    Die Charaktere in der Geschichte fand ich durchweg sehr durchdacht und spannend. Wobei ich zugeben muss, den Handlungsstrang und damit die Protagonisten der Gegenwart fand ich schon fast langweilig im Gegensatz zur Vergangenheit. Die Passagen der Vergangenheit haben mich regelrecht gepackt und wollten mich gar nicht mehr loslassen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Elsa weiter geht. Was damals wirklich passiert ist und ob es tatsächlich möglich ist, dass es noch Überlebende von damals gibt. Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn die Hautprotagonistin der Vergangenheit dann auch noch den eigenen Namen trägt, wer kann sich da schon auf die Gegenwart konzentrieren? Und so habe ich ständig gewartet, nur um wieder mehr über Silvertjärn vor 60 Jahren zu erfahren.

    Dennoch hatte auch die Gegenwart den ein oder anderen Leckerbissen in sich. Hier waren besonders viele der Schreck- und Gänsehautmomente untergebracht. Doch nicht nur das, auch das Misstrauen in die Teammitglieder und die Angst, was als nächstes passiert wurden ständig neu geschürt. Ich habe mich immer wieder selbst dabei erwischt, wie ich spekuliert habe, wer nun dahinterstecken könnte und wie das ganze in den Zusammenhang mit der Vergangenheit gebracht werden konnte.

    So, jetzt habe ich die ganze Zeit nur so geschwärmt von diesem Buch. Gibt es denn auch etwas „Schlechtes“ daran? Darüber musste ich tatsächlich erst einige Minuten nachdenken, um eine Antwort zu finden. Und tatsächlich gab es nur eine Kleinigkeit, die mir ganz weit hinten im Kopf geblieben ist. Die Handlungen der Protagonistin in der Gegenwart. Teilweise hat sie so bescheuert gehandelt, wie man es sonst nur aus typischen Horrorfilmen kennt. Man hört ein Geräusch, oh ja, laufen ich allein hin und gucke. Man hört Schritte, super, frage ich mal, ob da ein Einbrecher ist. Oder in ihrem Fall, ich sehe oder höre bestimmte Dinge, ok behalte ich es lieber für mich anstelle es den anderen zu sagen, denn die könnten mir ja nicht glauben, auch wenn sie selbst schon sowas hier im Dorf erlebt haben. Einfach nur bekloppt. Darüber konnte ich mich tatsächlich dann auch einige Stunden aufregen.

    Fazit:

    Das Dorf der toten Seelen ist in jeder Hinsicht ein richtig gutes Buch gewesen. Es war spannend, es war gruselig und es war unvorhersehbar. Definitiv ein Highlight für Thriller Fans!

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    Cover des Buches Drachendunkel. Die Legende von Illestia (ISBN: 9783551584212)

    Bewertung zu "Drachendunkel. Die Legende von Illestia" von Eyrisha Summers

    Drachendunkel. Die Legende von Illestia
    Flocke-Elsavor 5 Monaten
    Langatmig, zu leicht und wenig Spannung

    Zusammenfassung:

    Drachen kennt Ella nur aus Legenden vergangener Zeiten und glauben tut sie erst recht nicht an sie. Bis sie eines Tages einen Fremden im Wald trifft, mit glühenden Augen und von Dunkelheit umhüllt. Wenige Tage später kommt genau dieser Fremde in ihr Dorf und fordert ein Opfer für seine Hilfe gegen die Kälte und Hungersnot. Seine Auserwählte, Ella. Um ihre Familie zu beschützen, begibt sie sich in sein Schloss, zu ihm, Razul, dem letzten Weißdrachen des Landes. Doch was sie nicht ahnt, in ihm wütet eine Bestie, so unberechenbar wie das Wetter und sie will nur eins, ihr Blut.

    Meine Meinung:

    Ich denke, ich falle mal direkt mit der Tür ins Haus. Ich finde die Idee der Geschichte und das Setting richtig, richtig toll. Die Umsetzung hingegen hat mir dann doch eher weniger gefallen.

    Ella als Protagonistin hat mir zu Beginn sehr gefallen. Sie war wild, sie war selbstlos und sie war stark. Sie hat sich um ihre Familie gekümmert, hat es mit allem und jedem aufgenommen und nie aufgegeben. Diese Charaktereigenschaften waren sehr bemerkenswert an ihr. Umso trauriger wurde es, als ihr im Verlauf der weiteren Handlungen alles nur so in den Schoß gefallen ist. Hindernisse? Ach Quatsch! Die räumen sich schon von selbst aus dem Weg. Schade. Ich denke, Ella wäre auch gut mit diesen Problemen fertig geworden, wenn man sie gelassen hätte.

    Dann ist da auch noch Razul. Rückblickend kann ich mit ihm nicht wirklich viel anfangen. Er ist kein besonders starker oder überhaupt kein besonders herausragender Charakter gewesen.

    In ihrer Beziehung zueinander, ging es mir auch einfach zu schnell. Das sein Drachenherz „die Eine“ erkennt und sofort Gefühle für sie hat, kann ich gerade noch nachvollziehen. Aber das sie ganz plötzlich ohne zutun das gleiche für ihm empfindet, das war mir doch etwas weit hergeholt. Davon mal abgesehen, konnte ich die Gefühle der beiden selbst nicht fühlen. Hier hätte die Autorin gerne noch etwas tiefer gehen und ausführlicher werden können, um es mir zu vermitteln.

    So zog sich die Geschichte durch die Kapitel und plätscherte vor sich hin.

    Ganz besonders missfallen hat mir hier, dass teilweise ein ganzer Handlungsstrang über mehrere Kapitel aus Ellas Sicht beschrieben wurde, wie sie Razuls Emotionen spürt und daraufhin handelt, nur um im Anschluss, dass ganze nochmal aus der Sicht von Razul zu lesen. Wenn ich doch vorher schon seine Gefühle erläutert bekomme, wieso muss ich das ganze dann später nochmal lesen? Hier fand ich leider, dass es sinnlose Seiten waren, die man definitiv besser hätte nutzen können.

    Erst im letzten Viertel, wurde es dann tatsächlich nochmal spannender und die Geschichte nahm Fahrt auf. Die Auflösung des ganzen hat die Autorin dann wiederum sehr gut hinbekommen.

    Fazit:

    Leider muss ich sagen, dass das Buch mir weder groß im Gedächtnis geblieben ist noch habe ich eine richtig gute Zeit mit ihm verbringen dürfen.

    Mir war die Geschichte einfach zu langatmig, zu leicht und hatte zu wenig Spannung. Außerdem konnte ich die Emotionen der Charaktere selbst nicht nachempfinden.

    Ich denke für jemand im jüngeren Alter um die 14-16 Jahre ist dieses Buch besser geeignet. Hier sehe ich das Potenzial, eine nicht zu schwere, leicht nachvollziehbare Geschichte erzählt zu bekommen, die die Fantasie anregt und Spaß macht.

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    Cover des Buches Wenn die Nebel Feuer fangen (ISBN: B084T6D3T6)

    Bewertung zu "Wenn die Nebel Feuer fangen" von Anna Nigra

    Wenn die Nebel Feuer fangen
    Flocke-Elsavor 6 Monaten
    Ein ebenbürtiger Nachfolgeband

    ACHTUNG! Dies ist der dritte Teil der Cecilia-Reihe, Spoiler sind daher nicht ausgeschlossen.


    Zusammenfassung:

    Cecilia ist mit ihrer Familie aus Europa entkommen. Doch bei der Flucht wurde ihr Vater getötet. Sein Verlust macht Cecilia schwer zu schaffen. Doch nicht nur das, auch ihre Schwester wendet sich immer mehr von ihr ab, denn Marissa findet, dass Cecilias Hass auf Elias nicht gerechtfertigt ist. Doch wie kann sie Elias verzeihen und wieder vertrauen, wenn es doch seine Familie war, die ihr das angetan hat. Und während Elias alles versucht, um sie wieder für sich zu gewinnen, ist für Cecilia klar, es kann nie wieder so sein, wie es war.

    In der Zwischenzeit muss König Noran auf der anderen Seite des Ozeans mit seinen verletzten Gefühlen zurechtkommen. Ihm ist klar, er will Cecilia zurück. Und so kommt er zu dem Entschluss, dass er alles dafür tun wird, um dieses Ziel zu erreichen – und wird damit zur Gefahr für die ganze Welt.

     

    Meine Meinung:

     Ich muss zugeben, ich war erst skeptisch, als ich gehört habe, dass die Autorin das Buch ohne Verlag veröffentlichen möchte. Ich hatte etwas Angst, dass dem Ganzen der letzte Schliff, den normalerweise die Lektorin einbringen, fehlen würde. Doch weit gefehlt.

    Das Buch steht seinen Vorgängern in keiner Weise in Irgendetwas nach.

    Der Schreibstil der Autorin ist und bleibt einfach toll. Sie versteht es mit wenigen Worten, ihren Charakteren immer wieder neue Facetten zu verleihen und so neue Konflikte zu erschaffen oder auch aus der Welt zu schaffen.

    Ganz besonders hat sich dies in Cecilia und Elias wiedergespiegelt. Sie stehen irgendwie auf den gleichen Seiten und doch an ganz unterschiedlichen Stellen und geraten so immer wieder aneinander. Elias versucht immer wieder, ihr seine Liebe und Loyalität zu beweisen. Daran, dass er es ernst mit ihr meint, hatte ich tatsächlich in keiner Sekunde Zweifel. Sie hingegen hat sehr mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen, weswegen sie komplett dicht macht und alle Schuld auf ihn projiziert.  Doch eigentlich hat sie immer noch dieselben Gefühle für ihn wie vorher. Diesen inneren Kampf, den sie immer wieder mit sich austrägt, finde ich innerhalb der Geschichte sehr gut ausgestaltet. Ihre Handlungen sind für mich nachvollziehbar und selbst in den Momenten, wo sie dies nicht sind, kann ich sie trotzdem irgendwo einordnen.

    Das Highlight des Buches war für mich die Begegnung mit ihrem Vater. Nicht nur, dass er ihr meiner Meinung nach den wichtigsten Rat gegeben hat, sondern auch ihr Weg, diesen zu verstehen. Wirklich große klasse.

    Und ich habe definitiv Noran hassen gelernt. Ich weiß auch nicht. Der Typ der macht mich richtig sauer. Andererseits, auch wenn ich ihn wirklich nicht leiden kann, habe ich Angst davor, was mit ihm im letzten Teil passieren wird. Nicht mal seinetwegen, sondern vielmehr wegen der anderen und was es mit ihnen machen wird.

    Ich freue mich schon auf das große Finale.


    Fazit:

    Ein MUSS für jeden, der diese Reihe bisher genauso geliebt hat wie ich. Ein ebenbürtiger Nachfolgeband.

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    Cover des Buches Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal (ISBN: 9783473585670)

    Bewertung zu "Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal" von Stella Tack

    Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
    Flocke-Elsavor 6 Monaten
    Lässt auf eine 5-Sterne Dilogie hoffen

    Zusammenfassung:
    Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch.


    In jede Generation müssen 32 Spieler im Schach gegeneinander antreten, bis einer der Könige schachmatt gesetzt wurde. Selbst heute, obwohl die Anwesen längst Internate geworden sind, schlägt der Fluch wieder grausam zu.


    Alice ahnt von all dem nichts, als sie für ihre Sommerkurse nach Chesterfield geschickt wird. Hier lernt sie den charmanten Vincent kennen, der ihre Aufmerksamkeit fesselt. Er lässt sie alles um sich herum vergessen, doch wieso bekommt sie in seiner Gegenwart jedes Mal solche Kopfschmerzen und merkt, wie ihr Körper anfängt zu kribbeln?


    All das gerät jedoch in den Hintergrund, als sie eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald findet und ihr zur Hilfe eilt. Doch sie kann sie nicht retten. Und dann taucht auf einmal das Symbol einer Schachfigur auf ihrem Handgelenkt auf, und macht sie selbst zur Spielfigur in einem Spiel um Leben und Tot.

    Meine Meinung:
    Als ich mich für das Buch angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich dem 1. Dezember (dem Erscheinungstermin für Band zwei) so sehr entgegenfiebern werde, wie ich es jetzt tue.


    Das Setting und die Idee hinter der Geschichte finde ich beeindruckend. Tatsächlich habe ich bisher kein Buch gelesen, was im Entferntesten in diese Richtung geht. Definitiv dafür schon ein großes Lob an die Autorin.


    Die Handlungen der Charaktere waren teilweise vorher zu sehen, oftmals aber dennoch spannend. Daher war auch schon recht früh im Buch klar, wohin die Reise mit Alice, Vincent und Jackson gehen wird. Wenn ich auch zugeben muss, dass die Autorin mich doch zwischenzeitlich etwas an der Nase herumgeführt hat.


    Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat war, dass die Autorin es geschafft hat, mich nicht nur Sympathie, sondern auch immer weiter anwachsenden Hass für bestimmte Charaktere zu empfinden. Auch die Vielfalt der anderen Charaktere mit ihren Eigenschaften und ihren Bestimmungen haben der Geschichte sehr viel gegeben. Durch jeden neu eingeführten Spieler hat das Schachbrett mindestens zehn neue Facetten bekommen. So wurde die Geschichte auch mit jedem Kapitel ein kleines bisschen Tiefer.


    Genauso waren die Träume von Alice eine unheimliche Bereicherung für den Leser.


    Um das ganze jetzt aber nicht nur rosarot darzustellen, kommen wir mal zu ein paar Punkten, die mir nicht gefallen haben.


    In vielen Bereichen des Buches hat mir die Gefühlsebene der Charaktere gefehlt. Besondern bei Alice und Jackson hätte ich mir ein ums andere Mal mehr Emotionen gewünscht.


    Außerdem war es für mich teilweise sehr schwierig, mir alle Spieler, ihre Positionen, Namen und Beziehungen zueinander zu merken. Hier war ich tatsächlich froh, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe, ansonsten wäre ich definitiv nicht mehr richtig in die Geschichte reingekommen.

    Als Abschluss komme ich nun nochmal zum Ende… DAS ENDE! Ja, es ist ein gutes Ende an genau der richtigen Stelle, aber ich will doch jetzt nicht ernsthaft 8 Monate warten, bis ich lesen kann, wie das ganze Spiel ausgeht. Das ist wirklich eine Herausforderung. Zumal ich den Abschied auch jetzt, einige Tage später noch genauso tief in meinem Herzen spüre wie in dem Moment als ich ihn lesen musste. Auch hier habt mir ein bisschen die Gefühlsebene gefehlt, dennoch war es zerstörend.

    Fazit:
    Ich bin überzeugt davon, dass dies ein toller Zweiteiler wird und freue mich jetzt schon sehr auf das Finale im Dezember.

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    Cover des Buches Simply Clean für ein gesundes Zuhause (ISBN: 9783962571559)

    Bewertung zu "Simply Clean für ein gesundes Zuhause" von Becky Rapinchuk

    Simply Clean für ein gesundes Zuhause
    Flocke-Elsavor 7 Monaten
    Gut aber ein bisschen drüber

    Zusammenfassung:
    Muss ich mir über die Inhaltsstoffe meiner Reinigungsprodukte sorgen machen?


    Warum sind die Etiketten auf Putzmitteln voller Warnhinweise, wenn doch gleichzeitig mit „natürlichen“ Mitteln und „pflanzlichen“ Inhaltsstoffen geworben wird?


    Wie giftig sind diese Mittel wirklich und wie stark wirken sie sich auf unsere Gesundheit aus?


    Becky Rapinchuk geht diesen und vielen weiteren Fragen in ihrem Buch auf den Grund.


    Sie führt durch ein Detox Wochenende, um das Zuhause giftfrei zu bekommen. Erklärt, welche Inhaltsstoffe die schädlichsten sind und wieso und zeigt gesunde Alternativen auf, die jeder mit wenigen Zutaten selbstmachen kann.


    Ein Leitfaden rundum ein gesundes Zuhause.

    Meine Meinung:
    Ich finde es schwer dieses Buch zu bewerten. Im Großen und Ganzen ist es ein informatives und hilfreiches Buch. Es bringt neue Denkanstöße mit sich und geht über den Tellerrand hinaus. Außerdem zeigt es nicht nur die Probleme auf, sondern gibt einem direkt Lösungsansätze. Auf der anderen Seite hatte ich große Probleme damit, dieses Buch ernst zu nehmen und die Art und Weise, wie die Autorin von der „Gefahr“ spricht nachzuvollziehen.


    Aber fangen wir erstmal ganz am Anfang und mit dem Positiven an.


    Ich habe vor über einem Jahr angefangen mich damit zu beschäftigen auf möglichst natürliche, unverarbeitete Inhaltsstoffe in all meinen Lebensbereichen zu achten. Einhergehend mit dem momentanen Trend des Minimalismus und „Zero Waste“ Lifestyles habe ich also angefangen mein Leben ein bisschen umzukrempeln und aufzumöbeln. Dadurch kam ich auch auf den wunderbaren „Sauberkasten“ (kann ich jedem nur empfehlen!). Mit ihm habe ich dann meine ersten Versuche gemacht, aus Natron, Zitronensäure, Seife… eigene Putzmittel herzustellen. Und lasst es mich so sagen, es waren nicht alles die großen Erfolge wie ich sie mir erhofft hatte. Und so stand ich da, mit Mitteln, die nicht so funktionierten wie ich es brauchte, die das Geschirr nicht sauber machten und mit einer ganzen Menge Frust und Demotivation. Und so verlief sich das ganze auch erstmal im Sand.


    Als ich das Buch dann sah, kam die Hoffnung wieder auf, dass es vielleicht doch noch kein verlorenes Land wäre und ich damit noch mal die Chance ergreifen könnte.


    Was hat das Buch also für mich persönlich gebracht?
    1. Ich habe endlich eine Übersicht über Inhaltsstoffe, die gesundheitsschädlich sind und wieso. Bisher war das mit ewigem Googeln verbunden und eigentlich hatte man am Ende des Tages trotzdem keinen Plan davon.
    2. Ich habe neue und vor allem eine Vielzahl an verschiedenen Rezepten für verschiedene Reiniger, durch die ich mich durchprobieren kann. Hier kann ich mir nun die Produkte zusammenstellen, die ich wirklich benötige und habe Ausweichmöglichkeiten, falls doch ein Rezept nicht so funktioniert wie es soll.
    3. Ich habe eine Übersicht darüber, welche Reiniger für bestimmte Dinge NICHT funktionieren und wieso meine bisherigen Versuche schiefgelaufen sein könnten.
    4. Es hat mich vor allem wieder motiviert, mich eingängiger mit dem Thema zu beschäftigen und ich möchte (und werde) auch direkt loslegen bei mir zu Hause umzustrukturieren.


    Jetzt hat das Buch allerdings auch einige für mich schon recht schwerwiegende negative Punkte. Um es kurz zusammenzufassen, vieles was die Autorin schreibt ist mir „zu radikal“, „zu drüber“ und „zu realitätsfern“.
    Am meisten hat mich tatsächlich gestört, dass sie die meiste Zeit Wörter benutzt wie: „Giftstoffe“, (die Wohnung ist…) nicht sicher“ oder sogar „gefährlich“.


    Natürlich hat sie Recht damit, wenn sie sagt die Inhaltsstoffe der Putzmittel sind gesundheitsschädlich. Da bin ich voll bei ihr. Und wenn man diese Mittel trinken würde wären sie vermutlich auch giftig. Aber erstmal sollte man nicht davon ausgehen, dass jemand sich zum Frühstück einen leckeren Smoothie aus Glasreiniger, Bleichmittel und WC-Reiniger genehmigt. Außerdem verwendet sie diese Begriffe häufig im Zusammenhang mit „die Wohnung“ oder „das Haus“ sind so und so. Also meine Wohnung ist nicht perse giftig, denn sonst wäre ich vermutlich bereits tot. Und ich sterbe auch nicht jedes Mal, wenn ich mein Brot aus meiner Tupperbox esse. Und auch unter „gefährlich“ verstehe ich in erster Linie Dinge wie rumliegende Rasierklingen, zerbrochene Glasscherben oder ähnliches. Offensichtliche Gefahren, nicht die, die im Verborgenem liegen. Die es natürlich auch gibt und die es auch zu beachten gilt, keine Frage.


    Was ich damit sagen möchte ist, dass ich ihre Art, direkt alles wegzuschmeißen nicht realistisch und unterstützenswert finde. Ich persönlich finde, dass es keine nachhalte Art und Weise ist, sich von allen Dingen zu trennen, nur weil sie evtl. nicht die besten Inhaltsstoffe haben. Gerade wenn es nicht mehr um die Putzmittel, sondern um Farben, Tupperdosen, Matratzen oder ähnliches geht, ist mir ihr Ansatz zu radikal.

    Auch finde ich es übertrieben einen Luft-, einen Wasser- und einen Heizungsfilter für das ganze Haus zu haben, ständig die Hände zu waschen, alles zu desinfizieren und Schuhe usw. nur noch draußen an und aus zu ziehen.


    Ich bin der Meinung, dass nicht jeder Keim abgetötet werden muss, da dies ebenfalls nicht gut für unseren Körper ist.


    Dennoch ist ihr Gedanke dahinter, sich auch mit Schadstoffen als Gefahr auseinander zu setzen definitiv beachtenswert. Ich denke, wenn jeder hier seinen Teil dazu beitragt und anstelle der Chemiekeule nächstes Mal das selbstgemachte Putzmittel ausprobiert, können wir alle unseren Teil dazu beitragen die Umweltbelastung zu reduzieren und dabei unsere eigene Gesundheit noch zu unterstützen.

    Fazit:
    Ich finde die Herangehensweise der Autorin zu radikal. Dadurch war ich teilweise etwas am Augenrollen und empfand die Texte als zu lang und schwergängig.


    Ich glaube zwar weiterhin, dass die Abwesenheit von Keimen und Staub auf Dauer ebenfalls keinen gesunden Körper hervorbringen wird, dennoch werde ich aus ihren Rezepten einige selbst ausprobieren und über den ein oder anderen Bestandteil meiner Wohnung nochmal gründlich nachdenken.


    Besonders um auch einen Blick hinter die Kulissen und Inhaltsstoffe zu bekommen, finde ich das Buch aber sehr hilfreich.


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    Über mich

    • weiblich
    • 07.12.2019

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