Forti

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Wir Tiere (ISBN: 9783442749553)

    Bewertung zu "Wir Tiere" von Justin Torres

    Wir Tiere
    Fortivor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Familiengeschichte. Schonungslos, brutal, aber auch liebevoll - schwierig, aber nicht unglücklich.
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    Cover des Buches Das geträumte Land (ISBN: 9783462047967)

    Bewertung zu "Das geträumte Land" von Imbolo Mbue

    Das geträumte Land
    Fortivor 7 Tagen
    USA – Land der Träume

    Die USA aus Sicht von Migranten. In den Medien hört man meist von Migranten aus anderen amerikanischen Ländern – hier in Imbolo Mbues Debüt "Das geträumte Land" wird aber von einer jungen Familie aus Kamerun berichtet, die sich ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in New York aufhält und dort im Land der Träume USA ihr Glück sucht. Wir erfahren, wie sie die USA vor und während der Weltfinanzkrise erleben.
    Ein Nebenschauplatz ist hierbei eine weiße privilegierte Familie, die die Weltfinanzkrise ebenfalls hautnah erlebt, da der Familienvater bei Lehman Brothers arbeitet. Die Lebenswirklichkeit der beiden Familien und auch wie sie jeweils aus der Krise herausgehen, bildet einen interessanten Kontrast.
    Trotz aller Sorgen, Nöte, Ängste wird das Buch nie pessimistisch – es bleibt immer die (sehr US-amerikanische) Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Dadurch liest sich das Buch flüssig und relativ unbeschwert.
    Trotzdem beschäftigten mich gegen Ende und auch nach der Lektüre Fragen über Schuld und über Gerechtigkeit, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

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    Cover des Buches Ein Sonntag mit Elena (ISBN: 9783446267954)

    Bewertung zu "Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda

    Ein Sonntag mit Elena
    Fortivor 12 Tagen
    Realistische, ruhige Familiengeschichte

    "Ein Sonntag mit Elena" von Fabio Geda ist ein Buch, das oft anders ist, als man erwarten könnte. Die Geschichte ist ruhig erzählt, ohne viel handfeste Handlung und spektakuläre Wendungen. Ungewöhnlich die lange entfremdete Tochter als Erzählerin der Geschichte ihres Vaters. Manches blieb etwas unscharf: der Sonntag mit Elena als Wendepunkt, das Zerwürfnis und das Wiederannähern von Vater und Tochter. Vielleicht ist das aber auch im wahren Leben manchmal einfach so unspektakulär.


    Das was ich geschrieben habe, hört sich vielleicht kritisch ab, aber das neue Buch von Fabio Geda ist eine gut geschriebene, nette, ruhige Familiengeschichte, die ich gerne gelesen habe. Kein Kitsch, keine Action, keine komplexe Handlung, sondern eine realistische, ruhige Beschreibung einer relativ normalen Familie.

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    Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257069587)

    Bewertung zu "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit
    Fortivor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Ein berührendes, schönes, gut geschriebenes Buch. Der Ich-Erzähler blieb mir dennoch etwas fremd, was aber nicht schlimm ist.
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    Cover des Buches Die Gabe (ISBN: 9783453319110)

    Bewertung zu "Die Gabe" von Naomi Alderman

    Die Gabe
    Fortivor 12 Tagen
    Umkehr der Geschlechterrollen

    Achtung: Spoiler!

    Ein interessantes Buch, das die Geschlechterrollen umkehrt. Ein Gedankenexperiment, das schlussendlich zu dem Ergebnis kommt, dass eine von Frauen regierte Welt auch nicht besser ist.

    Ist das nun pessimistisch oder ein Aufruf zu einem anderen Denken?
    Ist wahre Gleichberechtigung wirklich möglich oder wird es immer einen Geschlechterkampf geben?

    Vollständig hat mich das Buch nicht überzeugt. Ich hätte gerne mehr über die großen Entwicklungen erfahren. Stattdessen konzentriert sich das Buch auf vier Einzelschicksale. Über diese vier Personen hinaus erfährt man am meisten ausgerechnet über die Entwicklung in der Republik Moldau. Aber auch die Geschehnisse hier werden eher beiläufig berichtet. Das Buch endet dann, wenn es erst richtig loszugehen scheint.

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    Cover des Buches Altes Land - Roman (ISBN: 9783328103868)

    Bewertung zu "Altes Land - Roman" von Dörte Hansen

    Altes Land - Roman
    Fortivor einem Monat
    Zwischen Drama und Humor

    (Lektüre des Buches ohne vorher Klappentext/Zusammenfassungen/Rezensionen zu lesen)


    Ich war (positiv) überrascht von der Mischung zwischen Drama und Humor in diesem Buch. Ich fand es eine sehr gelungene Mischung und eine unterhaltsame, intelligente Lektüre.

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Das Nest (ISBN: 9783442486168)

    Bewertung zu "Das Nest" von Cynthia D'Aprix Sweeney

    Das Nest
    Fortivor einem Monat
    Geldgierige Geschwister

    Dieses Buch über die Probleme einer privilegierten weißen US-amerikanischen oberen Mittelschicht las sich für mich größtenteils surreal, was durch die gegenwärtigen Umstände (BLM und Corona), die die USA und die Welt in Atem halten, noch verstärkt wurde. Tatsächlich kann man das Buch vielleicht auch als Abbild der gesellschaftlichen Parallelwelten in den USA sehen.

    Bei allen vier Geschwistern schwankte ich zwischen Sympathie und (häufiger) Antipathie. Alle sind auf ihre Art unselbständig, leben finanziell auf Kosten anderer und warten auf das große Erbe. Eine Umkehrung des amerikanischen Traums? Das ganze Leben scheint sich hier nur um Geld zu drehen.

    Ist es nun eine Satire oder nicht? Manchmal klang da schon satirisches an, aber die meiste Zeit habe ich es als nicht-satirisch gelesen.

    Durch die vier ganz unterschiedlichen Geschwister ziemlich abwechslungsreich. Las sich gut und unterhaltsam – scheint halt nur aus einer ganz anderen Zeit/Realität zu stammen. 

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    Cover des Buches They called us Enemy (ISBN: 9783966580397)

    Bewertung zu "They called us Enemy" von George Takei

    They called us Enemy
    Fortivor einem Monat
    Kurzmeinung: Einfühlsame, persönliche Geschichte über ein Kapitel des Zweiten Weltkrieges, über das wenig gesprochen wird.
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    Cover des Buches flüchtig (ISBN: 9783552059726)

    Bewertung zu "flüchtig" von Hubert Achleitner

    flüchtig
    Fortivor 2 Monaten
    Anders als erwartet

    Hubert Achleitner, der mit "flüchtig" sein Roman-Debüt vorlegt, ist manchen auch als Liedermacher Hubert von Goisern bekannt. "Flüchtig" ist ein langsam erzählter Roadtrip, der immer wieder Abzweigungen nimmt. Für mich war das Buch ganz anders als der Begleittext vermuten lässt. So wird hier nicht stringent die Geschichte von Maria erzählt, sondern auch die einiger anderer Personen. Die Reise durch Europa treten Maria und Herwig getrennt an. Die Liebesgeschichte zwischen beiden wird in Rückblicken erzählt. Was die beiden aneinander fanden und finden wurde für mich immer rätselhafter. 

    Fast sämtliche Nebenpersonen werden ziemlich ausführlich beschrieben. Das hat seinen Reiz, da sie alle unterschiedlich sind. Es wird auch nie langweilig, aber so ganz rund fand ich den Roman nicht. Durch die Abschweifungen bleibt die eigentliche Handlung mit Maria und Herwig sehr überschaubar.

    Für mich war das Buch wie gesagt ganz anders als erwartet und blieb in der Gesamtgeschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Dennoch liest sich das Buch gut, flüssig und unterhaltsam. Ausgeschmückt ist der Roman immer wieder mit musikalischen Anspielungen.

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    Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)

    Bewertung zu "Vox" von Christina Dalcher

    Vox
    Fortivor 2 Monaten
    Lest lieber "Der Report der Magd"!

    Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist größtenteils krude, unrealistisch. Schade, das setting bzw die Idee der Geschichte hatte wirklich Potential, aber das beschriebene Szenario in einer dystopischen, US-amerikanischen Parallelwelt blieb irgendwie unscharf und die Geschichte der Hauptfigur Jean war für mich zu überzeichnet. Sowohl das auf einmal auftauchende Krankheitsbild als auch die genaue Therapie, die von den Protagonisten entwickelt werden soll, waren für mich nicht verständlich erklärt. 

    SPOILER *** Das Ende war zu verkürzt dargestellt. Dazu war das so kitschig, happy endig, dass es mir das Buch endgültig verleidet hat. *** SPOILER

    Davor schon kleine Ungenauigkeiten (erst ist der Tag des Käse-Einkaufs ungewöhnlich warm, später dann doch kalt).


    Ein Vergleich mit "Der Report der Magd" von M. Atwood drängt sich auf - immerhin wählt C. Dalcher ähnliche Motive: ein theokratisches, patriarchales System, das Frauen unterdrückt und ihnen ihre Sprache nimmt. Leider schneidet "Vox" gegenüber dem Report noch schlechter ab, als wenn ich es unabhängig bewerte. Der Report (sowohl Buch als auch Serie) ist mitreißende Literatur, die im Gedächtnis bleibt. "Vox" wird bei mir vermutlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

    Schade, da hat sich die Autorin hier leider etwas zu viel vorgenommen.


    Immerhin: trotz einiger holprigen Stellen liest das Buch sich ziemlich flüssig und schnell. 

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