Frank1

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    Cover des Buches Barbartos - Der Kult9783751916615

    Bewertung zu "Barbartos - Der Kult" von Nicole Kohlstock

    Barbartos - Der Kult
    Frank1vor einem Tag
    Kurzmeinung: Diese ungewöhnliche Urban-Fantasy-Story überrascht mit großem Detailreichtum, wirkt durch diesen aber auch etwas behäbig.
    Der Augur

    Klappentext:

    Auftakt einer Trilogie in vier Bänden

    Lueg, September 1987

    In einem hübschen, idyllisch gelegenen Dorf, in dem sich wie üblich alle Einwohner hassen, gibt es einen satanischen Kult. Für diesen hat die stotternde Kultpriesterin irrtümlich den falschen Dämon versklavt. Anstelle des blutrünstigen Bartos – „dem Schrecklichen“ – ist der gutmütige, vegetarisch lebende Barbartos genötigt, sich mit den irrsinnigen Kultmitgliedern und ihren Tier- und Menschenopfern herumzuplagen.

    Außerdem kommen in dieser Geschichte vor:

    Ein ordensflüchtiger Mönch, der seine Sexualität entdeckt.

    Ein rachsüchtiger Puppenmacher. Eine besonders doofe Taube und andere lustige Tiere.


    Rezension:

    Seit dem Ende seiner Schulzeit lebte Karl im Kloster. Als er dieses wegen einer Frau verlässt, nur um festzustellen, dass diese ihn gar nicht liebt, traut er sich nicht zurück. Wohin nun? Zu seiner Mutter will er nicht. Bleibt nur der Vater, den seine Mutter mit ihm verließ, als Karl noch klein war. Beim Zusammentreffen muss er allerdings feststellen, dass er den Mann eigentlich überhaupt nicht näher kennenlernen möchte. Trotzdem zwingen ihn die Umstände, vorübergehend zu bleiben. Selbst dem weltfernen Karl fällt schnell auf, dass in diesem Dorf einiges nicht stimmt.

    Schon der Titel von Nicole Kohlstocks Urban-Fantasy-Geschichte bedarf wahrscheinlich einer Erklärung. Bei „Barbartos“ handelt es sich eigentlich um eine Trilogie, deren 1. Teil allerdings so umfangreich ausgefallen ist, dass er in 2 Bände geteilt werden musste. Alleine dieser 1. Band des 1. Teils umfasst in der Taschenbuchausgabe schon 456 Seiten, Band 2 sogar 568. Genau hier liegt auch das in meinen Augen größte Problem des Werkes. Aber dazu später.

    Neben dem ‚entlaufenen‘ Mönch ist der eher menschenfreundlich veranlagte Dämon und Titelheld Barbartos der 2. Protagonist der Reihe. Dass diese einen eher augenzwinkernden Ansatz verfolgt, dürfte bis hierhin schon klar geworden sein. Auch dass zur Mitte des 1. Teils noch nicht klar ist, wohin alles führt, wird wohl kaum überraschen. In diese verrückte Dämonen-Geschichte hat die Autorin schon zu diesem frühen Stand der Handlung einige interessante und gute Ideen eingebracht, die durchaus geeignet erscheinen, eine ‚etwas andere‘, für das Genre ungewohnte Story zu erzählen. Ein Problem liegt meiner Meinung nach allerdings in der epischen Ausbreitung dieser Ideen. Nach meinem Geschmack ist auf diesen 456 Seiten zu wenig passiert, zu wenig wirkliche Handlung enthalten. Szenen, die in einer derartigen Story eigentlich funktionieren dürften, werden teilweise zu ausführlich erzählt, unwichtige Details zu detailliert ausgebreitet. Nach meiner Ansicht täte hier eine Komprimierung gut.

    Die Autorin erzählt ihre Geschichte in der 3. Person Präsens. Speziell diese eher selten bei derartigen Stoffen benutzte Zeitform fällt beim Lesen ins Auge. Trotzdem wirkt sie nach kurzer Gewöhnung stimmig.

    Insgesamt funktioniert die Idee und verspricht eine interessante weitere Geschichte. Leider trübt die zu ausführliche Erzählart den Genuss doch etwas, weshalb das Buch bei mir etwas gemischte Gefühle hinterlässt. Es bleibt abzuwarten, wie sich das im weiteren Verlauf der Trilogie beziehungsweise deren 1. Teils entwickelt.


    Fazit:

    Diese ungewöhnliche Urban-Fantasy-Story überrascht mit großem Detailreichtum, wirkt durch diesen aber auch etwas behäbig.


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    Cover des Buches Die Totenbändiger - Band 7: LeichenfundeB088R5QXWS

    Bewertung zu "Die Totenbändiger - Band 7: Leichenfunde" von Nadine Erdmann

    Die Totenbändiger - Band 7: Leichenfunde
    Frank1vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Dieser 7. Band bereitet hauptsächlich auf das Staffelfinale vor.
    Das Lagerhaus

    Klappentext:

    Wer steckt hinter den Morden? Was ist passiert und zu welchem Zweck? Den Hunts kommt ein ungeheuerlicher Verdacht. Gleichzeitig rückt die Abstimmung über den Sitz für die Totenbändiger im Stadtrat immer näher und Cornelius Carlton bringt sich in Position …


    Rezension:

    Der Mordverdacht, der auf Mitgliedern der Hunt-Familie lastet, erschwert einiges. Carlton nutzt die Chance, die Schwäche seiner Gegner auszunutzen. Oder steckt er sogar hinter allem? Cam sieht sich zunehmend im Brennpunkt des Geschehens.

    Im 7. Band ihrer Fantasy-Reihe „Die Totenbändiger“ lässt Nadine Erdmann die Spannung an allen Fronten steigen, um auf das Staffelfinale in Band 8 vorzubereiten. Der Fokus liegt diesmal auf den wachsenden Unstimmigkeiten zwischen den Hunts einerseits und Vater und Sohn Carlton andererseits. Allerdings wird auch das Verhältnis zwischen letzteren zunehmend thematisiert. Wenn man bedenkt, dass mit dem Ende der 1. Staffel im folgenden Band das Rätsel um Cams Vergangenheit (zumindest weitgehend) geklärt werden soll, verwundert es etwas, dass dieses Thema diesmal kaum eine Rolle spielt. Dafür werden allerdings schon Fährten für Staffel 2 gelegt.

    Zu Stil und Erzählart der Autorin muss mittlerweile wohl nichts mehr gesagt werden. Beides ist Fans der Reihe ohnehin mittlerweile vertraut. So kann man momentan nur dem (hoffentlich) großen Knall zum Staffelhöhepunkt entgegenfiebern.


    Fazit:

    Dieser 7. Band bereitet hauptsächlich auf das Staffelfinale vor.


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    Cover des Buches Bäntheim hatte genug9783960870104

    Bewertung zu "Bäntheim hatte genug" von Monika Detering

    Bäntheim hatte genug
    Frank1vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Eine humorvolle Kurzgeschichte, der leider eine wirkliche Auflösung fehlt.
    Wie du mir, so ich dir

    Klappentext:

    Eine Kurzgeschichte mit pikanter Überraschung für Zwischendurch

    Wenn ein verheirateter Münsteraner fremd liebt, muss er sich nicht wundern, wenn seine pfiffige Gattin das Gleiche tut. Nur wenn beide ziemlich clever sind – Geliebte und Frau –, dann erlebt er die Schlappe seines Lebens.


    Rezension:

    Herr Bäntheim hat eine Geliebte. Doch eines Tages ist die extra für diese gemietete Wohnung leer. Als er heimkommt, wartet jedoch eine noch größere Überraschung auf ihn.

    Monika Detering ist mir in der booksnacks-Kurzgeschichtenreihe keine Unbekannte. Wenn ich mir meine bisherigen Rezensionen ihrer Stories ansehe, muss ich feststellen, dass meine bisherigen Bewertungen von 2 bis zu 4 Sternen reichen. Auch bei dieser fällt es mir nicht leicht, ein Urteil zu fällen. Wie bei der Autorin üblich, ist die Geschichte handwerklich gut verfasst. Allerdings bleiben bei der sehr kurzen Kurzgeschichte auch einige Fragen unbeantwortet. Wie hat die Frau des Protagonisten von der Geliebten erfahren? Wie sind sie in Kontakt gekommen? War der andere Mann (dessen Vorhandensein ja schon der Klappentext verrät) wirklich der Geliebte der Frau oder nur ein Mittel der Rache? Auch eine Kurzgeschichte kann und sollte in meinen Augen eine richtige Auflösung haben. Trotzdem hat das Lesen Spaß gemacht, was meiner Meinung nach 4 Sterne für berechtigt erscheinen lässt.


    Fazit:

    Eine humorvolle Kurzgeschichte, der leider eine wirkliche Auflösung fehlt.


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    Cover des Buches Das Erbe der Macht - Band 24: SchattenkriegB0888952KQ

    Bewertung zu "Das Erbe der Macht - Band 24: Schattenkrieg" von Andreas Suchanek

    Das Erbe der Macht - Band 24: Schattenkrieg
    Frank1vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein spannungsgeladene Staffelfinale, das sich allerdings nicht wie ein richtiger (Zwischen-)Abschluss anfühlt.
    Geburt eines Phönixʼ

    Klappentext:

    Das Finale der 2. Staffel.

    Die Vernichtung der Essenzstäbe sorgt überall auf der Welt für verletzte und tote Magier. Gleichzeitig leitet Merlin die Umsetzung eines lange gehegten Planes ein, in dem das Seelenmosaik eine tragende Rolle spielt.

    Die Monolith-Reisenden erhalten überraschende Neuigkeiten und müssen gemeinsam mit den letzten Kämpfern der Zuflucht das Böse aufhalten.


    Rezension:

    Die Mehrheit der Unsterblichen wurde von Merlin eingekerkert, viele Magier, die sich ihm nicht anschließen wollten, getötet. Die wenigen handlungsfähigen Magier und Unsterblichen stehen mit dem Rücken zur Wand. Während ihnen langsam die Ideen auszugehen drohen, scheint Merlins Mach übermächtig.

    Das ist es also, das Finale der 2. Staffel von Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“. Auch dieses hat – verglichen mit den normalen Folgen – wieder Überlänge. Dass es handlungsmäßig wieder rund geht, dürfte wohl keinen Fan der Reihe und ihres Autors wundern. Allerdings ist die Action-reiche Handlung diesmal auch mit einer gewissen Enttäuschung verbunden. So ganz wie ein Staffelfinale fühlt sich dieser Band nämlich nicht an. War nach dem Finale der 1. Staffel („Allmacht“) der Handlungsstrang um die Schattenfrau komplett abgeschlossen und spielten Bezüge zu diesem Thema in der aktuellen Staffel praktisch keine nennenswerte Rolle mehr, kann man Vergleichbares diesmal nicht sagen. Alles bleibt nach Band 24 völlig offen. Ein klarer Schnitt wäre in der immer unübersichtlicher werdenden Situation jedoch durchaus wünschenswert gewesen.

    Nach 24 Bänden muss zu Stil und Handlungsaufbau wohl nichts mehr gesagt werden. Trotz des vermissten Etappen-Abschlusses bleibt es weiterhin extrem fesselnd.


    Fazit:

    Ein spannungsgeladene Staffelfinale, das sich allerdings nicht wie ein richtiger (Zwischen-)Abschluss anfühlt.


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    Cover des Buches Amazon Werbung für AutorenB087ZVXNRM

    Bewertung zu "Amazon Werbung für Autoren" von Alex Wagner

    Amazon Werbung für Autoren
    Frank1vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Neulingen in der Welt des Amazon Advertising dürfte dieser Ratgeber den Einstieg erheblich erleichtern.
    Zwischen ACOS und Reingewinn

    Klappentext:

    Das Werbe-Knowhow der Bestsellerautoren, das Insiderwissen sündteurer Online Kurse – jetzt im preisgünstigen Buchformat, maßgeschneidert für den deutschsprachigen Markt.

    Erprobte Strategien für Roman- und Sachbuchautoren, für Einsteiger und Fortgeschrittene.

    Alex Wagner hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre mit Hilfe von Amazon Werbung eine erfolgreiche Schriftstellerkarriere aufgebaut. Mit „Amazon Werbung für Autoren“ legt sie jetzt jenes Handbuch vor, das sie zum Beginn ihrer eigenen Laufbahn schmerzlich vermisst hat.


    Rezension:

    Ratgeber, wie man ein Buch schreibt, gibt es einige. Kommt dann noch ein gewisses Talent dazu, ist es kein allzu weiter Weg, bis das fertige Buch – egal ob als Taschenbuch und/oder eBook – veröffentlicht ist. Das ist heutzutage keine unüberwindbare Hürde. Aber was nützt das (hoffentlich) beste Werk, wenn die potenziellen Leser nicht darauf aufmerksam werden? Im unüberschaubar großen Sortiment der einschlägigen Online-Buchhändler – allen voran Amazon – ist das Buch ohne gezielte Suche kaum zu entdecken. Aber wer sucht schon nach dem unbekannten Buch eines (noch) unbekannten Autors?

    Genau hier setzt Alex Wagners Ratgeber an. Mit Amazon Advertising bietet Amazon selbst nämlich eine gezielte Werbemöglichkeit an. Nur ist diese einerseits relativ versteckt, andererseits mit ihren zahlreichen Möglichkeiten für den Anfänger ziemlich unübersichtlich. Die Autorin beschreibt in diesem Buch die unterschiedlichen Möglichkeiten Schritt für Schritt und geht auch auf die Problematik der Ermittlung des Erfolgs ein. Eine Werbung, die mehr kostet als sie einbringt, wäre ja schließlich auch nicht zielführend. Aber vielleicht helfen die Tipps aus der eigenen Erfahrung der Autorin dieses Buches ja, das eigene aus der Unsichtbarkeit zu befreien.


    Fazit:

    Neulingen in der Welt des Amazon Advertising dürfte dieser Ratgeber den Einstieg erheblich erleichtern.


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    Cover des Buches Nudel im Wind9783328600770

    Bewertung zu "Nudel im Wind" von Jürgen von der Lippe

    Nudel im Wind
    Frank1vor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ein parodistischer Blick hinter die Kulissen des TV-Showgeschäfts. Dass es dabei nicht immer ganz logisch zugeht, ist dem Genre geschuldet.
    Justus-Justice

    Klappentext:

    Neulich sagte meine Frau zu mir: «Warum schreibst Du nicht endlich mal was mit Niveau? Ich würde gerne mal eine welthaltige, vielschichtige Romanhandlung von Dir lesen, ein Panoptikum an Figuren, eine ausgebuffte Mischung aus Action und Reflexion, Gesellschaftskritik und psychologischem Tiefgang, vielleicht sogar auch eine raffiniert eingebaute Krimihandlung, meinetwegen gern auch mit ein bisschen geschmackvoll beschriebenem Sex gewürzt, mach doch, Du kannst das!»

    Der erste Sitcom-Roman der Weltliteratur!


    Rezension:

    Ein Autor hat die Idee für eine geniale neue Reality-Show. Gut für ihn. Jetzt müssen nur noch eine Produktionsfirma und ein Fernsehsender von der Genialität der Idee überzeugt werden, und schon kann es losgehen. Dumm nur, dass die Mitwirkenden auch ihre eigenen Vorstellungen haben. Aber schließlich ist das alles ja nur die Idee eines anderen Autors, der einen Roman über das TV-Business schreiben will. Wenn ihm nur seine Frau nicht ständig in den Roman hineinreden würde …

    Alles klar? Aber bei Jürgen von der Lippe weiß man ja, dass man manchmal etwas um die Ecke denken muss. So gibt es auch in diesem Buch 2 Ebenen, zum einen die, in der der Autor – er selbst – sein Buch schreibt und dieses vor den Ideen seiner Frau verteidigen muss, zum anderen die Story aus dem TV-Umfeld, wo Quote der einzige Richtwert ist. Letztere stellt den Hauptteil des Buches dar, während der Part um das Schreiben nur aus eingeschobenen kurzen Episoden besteht. Den Schwerpunkt bildet das Parodieren und Karikieren des Alltags hinter den TV-Kulissen. … wobei man nur hoffen kann, dass es in der Realität nicht ganz so verrückt abläuft. Als wirklich ‚normal‘ kann man wohle keinen der Charaktere bezeichnen.

    Zum Stil des Autors etwas zu sagen, kann ich mir wohl sparen. Jürgen von der Lippes Art, Geschichten zu erzählen, kennt wohl jeder aus diversen Fernseh- oder auch Bühnenauftritten. Denkt man sich das Ganze nun in Romanform, hat sicher jeder eine halbwegs gute Vorstellung von diesem Roman. Während dessen Hauptteil aus der Perspektive eines Beobachters, der wechselnden Prota- und Antagonisten folgt, erzählt wird, erfolgen die Einwürfe aus der Ich-Perspektive des Autors.


    Fazit:

    Ein parodistischer Blick hinter die Kulissen des TV-Showgeschäfts. Dass es dabei nicht immer ganz logisch zugeht, ist dem Genre geschuldet.


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    Cover des Buches Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep9783453320680

    Bewertung zu "Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep" von H.G. Parry

    Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
    Frank1vor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Urban Fantasy, die von außergewöhnlichen und überraschenden Ideen lebt.
    Interpretationen

    Klappentext:

    Vorsicht, Lesen ist gefährlich!

    Der liebenswert-chaotische Literaturprofessor Charley Sutherland hat eine einzigartige Gabe: Er kann literarische Figuren zum Leben erwecken. Das ist toll, wenn es sich dabei um Pu den Bären handelt, und kompliziert, wenn plötzlich der Hund der Baskervilles im Vorgarten sitzt. Aber als Charley versehentlich Uriah Heep, den Schurken aus Charles Dickensʼ Meisterwerk David Copperfield befreit, steht plötzlich das Schicksal der ganzen Welt auf dem Spiel …


    Rezension:

    Robert Sutherland ist ein seriöser Anwalt. Wenn mitten in der Nacht sein Telefon klingelt und die Nummer seines Bruders im Display steht, weiß er allerdings sofort, dass es weit weniger seriös zu werden droht. Sein Bruder Charley hat nämlich eine besondere Begabung: Wenn er sich in ein Buch vertieft, liest er manchmal die Charaktere heraus. Und die sind bei einem Professor für Literatur des viktorianischen Zeitalters mit einer Vorliebe für Dickens nicht immer nett. Oft braucht er dann die Hilfe Roberts, die Figuren in ihre Bücher zurückzuschicken. Als plötzlich noch ein anderer, weit weniger freundlicher Herausleser in Wellington tätig zu werden scheint, wird die Sache unübersichtlich.

    H. G. Parry geht mit ihrem Urban-Fantasy-Roman relativ ungewöhnliche Wege. Die Idee, einem Bücherfreund die Gabe zu verleihen, Figuren aus Büchern herauszulesen und so zum Leben zu erwecken, ist eine im Genre noch nicht allzu oft genutzte Ausgangslage. Interessant ist auch das Element, dass die Herausgelesenen nicht vollständig dem literarischen Original entsprechen, sondern von der Interpretation des jeweiligen Herauslesers charakterlich beeinflusst sind. Dass der Protagonist ein Professor für Literatur mit Fachgebiet viktorianisches Zeitalter ist, bietet der Autorin, die selbst Englische Literatur studiert hat, die Gelegenheit, auch literaturtheoretische Themen zumindest ansatzweise in einen Roman einfließen zu lassen. Vermutlich ist sie genau wie ihr Protagonist Dickens-Fan, denn die Mehrzahl der in der Geschichte auftretenden, aus Büchern herausgelesenen Charaktere entstammt Dickensʼ Werken. Auch relativ selten in Roman benutzt ist der Handlungsort Wellington.

    Erzählerisch geht die Autorin ebenfalls ungewöhnliche Wege. Nicht ihr eigentlicher Protagonist Charley, sondern dessen Bruder Robert tritt als Ich-Erzähler auf. Lediglich in Situationen, wo dieser nicht anwesend ist, wechselt sie zu einem Erzähler in die 3. Person.

    Diese ungewöhnliche Urban-Fantasy-Story kann überzeugen. Lediglich das Ende ist vielleicht etwas unglaubwürdig, auch wenn diese Einschätzung bei einer Geschichte über aus Büchern zum Leben erweckte Charaktere vielleicht etwas komisch klingt.


    Fazit:

    Eine ungewöhnliche Urban Fantasy, die von außergewöhnlichen und überraschenden Ideen lebt.


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    Cover des Buches Die Legende von Dörte: Ein nerdiger Fantasy-TripB08771L3L5

    Bewertung zu "Die Legende von Dörte: Ein nerdiger Fantasy-Trip" von Mary-Anne Raven

    Die Legende von Dörte: Ein nerdiger Fantasy-Trip
    Frank1vor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Die diesem Buche zugrundeliegende hervorragende Idee hält leider nicht bis zum Finale durch.
    Auch Helden müssen Wasser lassen

    Klappentext:

    „Was zum Teufel!“

    Dörte traut ihren Augen nicht, als sie plötzlich Hals über Kopf in eine mittelalterliche Fantasywelt katapultiert wird. So etwas gibt es doch nur in Geschichten und nicht im realen Leben. Irgendwie ist das alles auch nicht so lustig, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Schon bald muss sie erkennen, dass auch in einer Fantasywelt Menschen halt doch nur Menschen sind. Selbst ihr heißumschwärmter, schillernder Held entpuppt sich als hohle Mogelpackung. Dumm nur, dass sie ausgerechnet in seiner Nähe bleiben muss, um aus dem ganzen Schlamassel wieder herauszukommen.

    Ein amüsanter Fantasy-Trip mit vielen Anspielungen auf Filme, Serien, Spiele und andere schöne Klischees aus diesem Genre.


    Rezension:

    Nach einem Streit mit ihrer Mutter will die 18-jährige Dörte eigentlich nur bestellte Bücher im Buchladen abholen. Als sie dort allerdings eine Luxusausgabe ihres Lieblings-Comics auf dem Tisch liegen sieht, muss sie einen Blick hineinwerfen. … und steht plötzlich mitten in der Welt dieser Geschichte. Schnell stellt sie fest, dass hier nicht alles wie in den Hochglanzbildern des Buches ist. Der tapfere Held, in den sie verschossen ist, stellt sich als unfähiger Idiot heraus. Trotzdem muss Dörte in seiner Nähe bleiben, denn sie hofft, am Ende der Geschichte wieder in die reale Welt ‚zurückzufallen‘.

    Die Idee hinter Mary-Anne Ravens Buch, klassische Clichés des Fantasy-Genres durch den Kakao zu ziehen, ist interessant. Damit, dass sich weibliche Protagonisten fast zwangsläufig in ‚den Helden‘ verlieben, gelingt ihr schon ein absolut gelungener Auftakt, indem genau dieses Handlungselement ins Gegenteil verkehrt wird. Die Protagonistin ‚entliebt‘ sich innerhalb weniger Minuten beziehungsweise Seiten von ihrem Comic-Helden. An dieser frühen Stelle der Handlung möchte man als Leser der Geschichte schon das Prädikat „Karikatur gelungen“ verleihen. Leider hält die Autorin dieses hohe Level jedoch nicht lange durch. Spätestens nachdem sich Dörte der Heldentruppe um Teyrnon angeschlossen hat, läuft die Handlung wie eine weitgehend ‚normale‘ (Urban-)Fantasy-Story weiter. Die Auseinandersetzung mit Genre-typischen Clichés beschränkt sich jetzt darauf, dass die Protagonistin darüber nachdenkt. Manche Handlungselemente tauchen nur kurz auf, um danach ins Buch-Nirvana zu entschwinden, wobei völlig unklar bleibt, ob das eventuell bewusst als karikiertes Cliché geplant ist.

    Der Stil der Autorin erweist sich als angenehm lesbar. Wäre es ihr gelungen, das Niveau des Anfangs komplett aufrechtzuerhalten, wäre dieses Buch zweifelsfrei als Highlight zu bezeichnen. So bietet es leider ‚nur‘ soliden Durchschnitt.


    Fazit:

    Die diesem Buche zugrundeliegende hervorragende Idee hält leider nicht bis zum Finale durch.


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    Cover des Buches Der schwarze See (Edition Barbara Büchner 1)B087366H3G

    Bewertung zu "Der schwarze See (Edition Barbara Büchner 1)" von Barbara Büchner

    Der schwarze See (Edition Barbara Büchner 1)
    Frank1vor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Diese potenziell eher düster angelegte Urban Fantasy kann mit neuen Ideen punkten ohne in Jugendbuch-Clichés abzurutschen.
    Uobs in Blauenswede

    Klappentext:

    Hüte dich vor Dingen, die Menschen waren
    und nicht mehr sind,
    vor Dingen, die Menschen sein wolle
    und keine sind,
    und vor Dingen, die wie Menschen aussehen
     und keine sind.

    Ein Stausee, auf dessen Grund sich Mysteriöses abspielt, monströse Kreaturen aus einer anderen Welt, die ein Städtchen bedrohen und fünf Jugendliche, die das verhindern wollen …Erfolgsautorin Barbara Büchner schuf mit „Der schwarze See“ einen düsteren Phantastikroman in lovecraftscher Tradition.


    Rezension:

    Die 16-jährige Birgit ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass sie zusammen mit ihrer Mutter 4 Wochen Urlaub bei deren Freundin in einem abgelegenen Kaff verbringen soll. Ein abgelegener Stausee ist nicht gerade das Traumurlaubsziel einer Punkerin wie sie. Die Erinnerung an den letzten gemeinsamen Besuch vor einigen Jahren ist alles andere als gut, zumal die Freundin ihrer Mutter einen äußerst nervigen Sohn hat. Am Ziel angekommen erfährt Birgit jedoch von mysteriösen Vorgängen, die sie zuerst als Spinnereien abtut. Doch es stellt sich heraus, dass mehr dahintersteckt – und Birgit steckt plötzlich mittendrin.

    Bei Barbara Büchners Roman handelt es sich um eine eher düstere Urban Fantasy mit jugendlichen Protagonisten. Das Buch stellt ein durchaus interessantes Jugend-Abenteuer rund um mysteriöse Vorkommnisse dar. Dabei gelingt es der Autorin, ihre Leser das eine oder andere Mal zu überraschen. Nicht ganz so überzeugen konnte mich dagegen das Ende mit dem ‚Männern in Schwarz‘.

    Neben der Protagonistin nehmen überwiegend andere Jugendliche ähnlichen Alters die Hauptrollen ein. Dass sich auch der Sohn der Freundin der Mutter als weitaus weniger nervig als von Birgit befürchtet herausstellt, dürfte bei einer Geschichte dieser Ausgangslage wohl keinen überraschen. Auf eine Romanze verzichtet die Autorin allerdings erfreulicherweise.

    Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus Sicht eines Beobachters in einer relativ einfach gehaltenen Sprache. Der Spannungsaufbau bis zum Finale hin funktioniert.

    Ein Hinweis am Rande: Das Aufstauen eines Stausees ist ein langwieriger Vorgang, bei dem der Wasserspiegel sehr langsam steigt. Dass jemand, der in ein zum Überfluten freigegebenes Haus zurückkehrt, überraschend von den Wassermassen erfasst werden könnte, wie die Protagonisten vermuten, wäre also nicht möglich.


    Fazit:

    Diese potenziell eher düster angelegte Urban Fantasy kann mit neuen Ideen punkten ohne in Jugendbuch-Clichés abzurutschen.


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    Cover des Buches HOLIDAY Reisebuch: frühlingsreisen9783834231604

    Bewertung zu "HOLIDAY Reisebuch: frühlingsreisen" von Thomas Kastning

    HOLIDAY Reisebuch: frühlingsreisen
    Frank1vor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Stimmungsvolle Schilderungen des erwachenden Frühjahrs. Die ‚Begleitinformationen‘ wären nicht nötig gewesen.
    Auf den Spuren des Frühlings

    Klappentext:

    Mit 40 km am Tag arbeitet sich der Frühling vom Süden Europas ab Mitte Februar in den Norden des Kontinents vor. Der Autor Thomas Kastning und der Fotograf Martin Christopher Welker reisen mit ihm mit – auf der Welle aus Blüten und Sonnenstrahlen, getragen von den Menschen, die überall den Frühling herbeisehnen. Zwischen dem Affenfelsen Gibraltars und den Kreidefelsen Rügens warten Bräuche, Spezialitäten, Geschichten, Natur und Städte im Frühjahrsglanz. So liefert das Frühlingsreisebuch konkrete Inspirationen und Informationen für Reisen zur schönsten Jahreszeit für alle Sonnen- und Geschichtenhungrigen, für Winterüberdrüssige, Natur- und Stadtbegeisterte.


    Rezension:

    Dass der Frühling jedes Jahre von Süd nach Nord fortschreitet, ist wohl jedem bewusst. Aber wer ist schon auf die Idee gekommen, dem Frühjahr in den äußersten Süden Europas entgegenzureisen und ihm dann beim Vorankommen zu begleiten? Genau das hat der Autor dieses Buches gemacht. Von Gibraltar beginnend folgt er der Jahreszeit über Spanien, Frankreich und der Schweiz bis nach Deutschland, wo die Reise nach einem kurzen Abstecher ins böhmische Bäderdreieck im Norden Rügens endet.

    Ich muss zugeben, dass ich nach dem Lesen des Klappentextes eigentlich etwas anderes erwartet hatte. Meine Erwartung ging dahin, die Reiseeindrücke quer durch Europa erzählt, die frühlingshafte Atmosphäre der unterschiedlichen Regionen geschildert zu bekommen. Das bekommt der Leser auch durchaus geboten, einen breiten Raum nehmen daneben aber auch touristische Informationen im Stil eines Reiseführers ein. Da werden auch Museen, Gaststätten und Hotels vorgestellt, Viele dieser Infos sind nicht jahreszeitlich speziell. Ein Museum kann man schließlich zu jeder Jahreszeit besuchen.

    Die Schilderungen der diversen Frühlingsstimmungen und die dazu gebotenen Bilder können überzeugen. Das macht (besonders nach dem langen Winter) Lust auf Natur und Sonnenschein. Den Rest halte ich dagegen überwiegend für verzichtbar. Den Raum hätte an in meinen Augen besser für weitere Stimmungsbilder verwenden können.


    Fazit:

    Stimmungsvolle Schilderungen des erwachenden Frühjahrs. Die ‚Begleitinformationen‘ wären nicht nötig gewesen.


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