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FranziskaBuecherlein

  • Mitglied seit 22.07.2020
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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Das also ist mein Leben (ISBN: 9783453267510)

    Bewertung zu "Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky

    Das also ist mein Leben
    FranziskaBuecherleinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch sollte in jedem Bücherregal stehen. Ich liebe es - selbst nach dem dritten Mal lesen.
    Ein Buch, das mich noch immer zum Nachdenken und Fühlen anregt.

    Charlie ist fünfzehn und sein erstes Jahr an der Highschool beginnt. Es wird das Jahr, in dem er begreift, was es heißt am Leben zu sein und Teil des Lebens zu sein.


    Ohne dass es hier einen großartigen Plot gibt, wird der Leser in die Gedankenwelt von Charlie eingesaugt. Der Fünfzehnjährige betreibt einen regen Briefkontakt mit einer Person, deren Namen wir nie erfahren. Er erzählt von seinen Erlebnissen, wie seinem ersten Date, den ersten Kuss oder wie er die ersten Freundschaften schließt, auf eine Weise, die einen zum Staunen bringt. Charlie sieht die Welt anders, wie die meisten anderen. Er beschreibt sich selbst als komisch und Außenseiter und bereits zu Beginn merkt man, dass hier mehr dahinter stecken muss.

    Mit der Zeit verändert sich Charlie und beginnt zu wachsen. Über die normalen Probleme, vor denen Jugendliche eben so stehen, und die Art und Weise, wie Charlie sie sieht und zu bewältigen versucht, kann man manchmal einfach nur schmunzeln.

    Der Schreibstil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Teils kurze Sätze, viele Kommas - auch an Stellen, an denen keine sein sollten, teils sehr lange Aneinanderreihungen. Im Verlauf werden die Sätze normaler und ausgereifter und ich konnte den Zusammenhang zwischen der Satzbildung und der Gefühlswelt Charlies erkennen. 


    Dieses Buch wimmelt von "Quote"-reifen Sätzen, welche mir tief unter die Haut gingen. Hier einige meiner Liebsten:

    • "Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann."
    • "Wir nehmen die Liebe an, von der wir glauben, dass wir sie verdienen, Charlie." 
    • "Dann wandte ich mich ab und ging auf mein Zimmer und schloss die Tür und legte mir das Kissen auf den Kopf und ließ die Stille alles wieder dorthin räumen, wo es hingehörte." 


    Als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, habe ich aus ausgelesen, geschlossen, Minuten vor mich hingestarrt, es dann wieder geöffnet und sofort noch einmal begonnen zu lesen. 

    Ich empfehle es absolut jeden. 

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    Cover des Buches Das Lied des Achill (ISBN: 9783961610822)

    Bewertung zu "Das Lied des Achill" von Madeline Miller

    Das Lied des Achill
    FranziskaBuecherleinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich liebe dieses Buch.
    Ein Buch, das die Gefühlswelt aus den Fugen geraten lässt.

    Achill ist Sohn der Meeresgöttin Thetis, der vor Stärke, Anmut und Schönheit trotzt. Patroklos ist ein unbeholfener Prinz, der in jungen Jahren von seinem Vater verstoßen wird. Durch Zufall kreuzen sich die Wege der Jungen bereits im Kindesalter und mit den Jahren die hereinziehen, wachsen die Zwei immer enger zusammen, bis eine tiefgründige Liebe entsteht. Ein Schatten in Form eines Krieges scheint die Männer zu entzweien und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe.


    Madeline Miller erzählt die Geschichte des Großen Achilles und seinen Heldentaten. Der Plottwist ihrer Erzählung: es wird aus der Sicht des Patroklos geschildert, womit er hiermit eine Hintergrundgeschichte bekommt, die perfekt Sinn ergibt. Durch die Freundschaft der Beiden und der Liebe zueinander, verleiht es dem Krieg um Troja fast ein wenig mehr Menschlichkeit und Sinn. 

    Wir erleben außerdem die menschliche Seite des Halbgottes Achilles, welchen man für unnahbar, tollkühn und gefühllos halten könnte - durch Patroklos´ Augen wird uns der Werdegang des Kriegers geschildert. Wie er als Kind zu einem Jungen heranwächst, der nicht weiß, wie er mit seinem Erbe umgehen soll und weiter zu einem Mann, welcher versucht sich den Herausforderungen zu stellen, welche mit seinem Namen einhergehen.


    Der Schreibstil ist fließend und gut zu lesen. Immer wieder erhält man Einsichten in die Gefühlswelt des Patroklos und mit welchen Augen er Achilles sieht. Das tiefgründige Gefühl der Jungen zueinander, welches Miller schafft mit ihren Worten zu vermitteln, hat mich zeitweise das Buch schließen lassen, um die Wucht zu mildern. 

    Ich fand es schlichtweg spannend, die Geschichte der Beiden zu verfolgen und bewundere die tiefe Verbundenheit, die zwischen den Jungen herrscht. 


    Dieses Buch ist für jeden Menschen gemacht, der sich nicht vor Emotionen fürchtet und seine Gefühlswelt aus den Fugen heben möchte. 

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    Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)

    Bewertung zu "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

    Die Bücherdiebin
    FranziskaBuecherleinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich gebe nicht leichtfertig fünf Sterne an ein Buch her, doch dieses Meisterwerk hat es redlich verdient!
    Auch der Tod hat ein Herz.

    Zum Inhalt: die Geschichte spielt in Deutschland, 1939. Die Nazis verbreiten Angst und Schrecken, Juden werden vertrieben und in Konzentrationslager verbannt und Mittendrin Liesel. Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt sie ihr erstes Buch und leutet damit die Ära der Bücherdiebin ein. Die Wörter geben ihr den Halt, um die Grausamkeiten und den Untergang ihrer Welt zu ertragen - und sie überlebt. 


    Die Geschichte wird aus der Perspektive des Todes erzählt. Der Tod erlebt die Welt in Farben, erst danach folgen für ihn die Menschen. Zumindest versucht er die Welt so zu sehen.  Doch dann lernt er Liesel kennen, die ihn so unter die Haut geht, dass er sie weiter beobachten wird und uns schließlich ihre Geschichte erzählt - er nimmt sie nicht mit sich, ihre Zeit ist noch nicht gekommen. 

    Immer wieder gibt der Tod Einblicke in seine Welt und was er alles auf sich nehmen muss. Wie sehr er darunter leidet, Menschen mit sich nehmen zu müssen und wie sehr ihm die Umstände in Zeiten des Krieges zusetzen. Das Trauerspiel des Todes verleitet zum Nachdenken und bringt einen dazu über den Sinn des Lebens zu grübeln. 

    Markus Zusak schreibt über eine tief berührende Geschichte und schafft es gleichzeitig, sie in Farben zu umgarnen und unglaublich lebensfroh, sowie lebendig zu erzählen. Die Charaktere sind mir bereits nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen und ließen mich nicht mehr los. Außerdem bewies er ein Feingefühl darin, die damaligen extremen Umstände Nahe zu bringen und den Leser gleichzeitig nicht in Angst und Schrecken zu versetzten. 

    Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, wobei die kurzen, abgehackten Sätze den Lesefluss nicht beeinträchtigen, sondern eher zur allgemeinen Atmosphäre beigetragen haben. Ich liebe die detaillierte Beschreibung, die der Tod über Menschen und deren Leben einfließen lässt, und wie einfühlsam die Geschichte dadurch wird. 


    Ich glaube, man kann meine volle Begeisterung heraushören. Dieses Buch ist unglaublich und gehört meiner Meinung nach in jedes Regal. 

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