FranzysBuchsalon

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    Cover des Buches Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit9783442480623

    Bewertung zu "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth

    Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
    FranzysBuchsalonvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Leider ein absoluter Reinfall. Die Story hätte man auf 10 Seiten schreiben können, statt auf über 500
    Leider ein absoluter Reinfall

    Buchinfo

    Spoilergefahr - Teil 2 der Reihe
    Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris bestimmen, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt …(Quelle: Lesejury)


    Anfang

    Als ich aufwache, liegt mir sein Name auf der Zunge.
    Will.
    Bevor ich die Augen aufschlage, sehe ich ihn wieder auf dem Gehweg zusammensinken.Tot.
    Ich habe ihn getötet.


    Meine Meinung

    In dieser Rezension lässt sich der Inhalt gut und schnell zusammenfassen. Es gibt nämlich keinen. Also natürlich passiert was, aber der eigentliche Inhalt (der auf 506 Seiten verteilt wurde), hätte auch auf 10 Seiten erzählt werden können.


    Teil 2 knüpft absolut nahtlos an den ersten Band an. Das ist gut für die, die die Trilogie hintereinander weglesen. Durch die fehlenden Rückblenden oder eingestreuten Erwähnungen aus dem ersten Teil, wird es Lesern etwas schwerer gemacht, die zwischen den Büchern eine Pause einlegen. Das ist jetzt nicht dramatisch, aber der ein oder andere könnte sich ärgern oder den Anschluss verpassen.


    Das Einzige was wie ein Mantra immer und immer wiederholt wird, ist die Tatsache, das Tris Will erschossen hat. Selbstvorwürfe und Zweifel ziehen sich durch das komplette Buch und - wenn ich ehrlich bin - nerven auch ziemlich. Natürlich ist das eine richtig miese Situation für Tris und ich kann auch verstehen, dass sie daran zu knabbern hat, aber Will war ferngesteuert, hat in dem Sinn nicht mehr existiert und hätte sie erschossen, wenn er dazu gekommen wäre. Es war also absolute Notwehr und hätte sich nicht abwenden lassen. Das hätte sich nicht so künstlich aufgebauscht durch das Buch ziehen müssen.


    Und wo wir gerade beim Thema künstlich aufbauschen sind...Tris und Four sind so ätzend. Was als (Teenie)Romanze in Teil 1 begann, entwickelt sich jetzt zu einer absoluten Kindergartengeschichte. Denn statt zusammenzuhalten, was Paare in solch einer Situation tun würden, zerfleischen sie sich gegenseitig und vergiften ihre Beziehung. Sie belügen sich, verheimlichen Dinge vor dem anderen und gehen ihren eigenen Weg, anstatt einen gemeinsamen zu finden. Natürlich kann so etwas vorkommen und nicht jede Beziehung hält einer Belastungsprobe stand, aber wenn man vereinbart, dass man sich die Wahrheit sagt und sich im selben Atemzug gegenseitig anlügt, kann man es auch lassen. Bei der Frage, warum man Geheimnisse hat, heißt es dann, dass man nicht alles erzählen kann, weil der andere dies auch nicht tut. Der begründet es dann aber ebenso und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Solche Reaktionen sind möglicherweise für den ein oder anderen Leser zwischen 11 und 13 Jahren zu verstehen, aber definitiv nicht für Menschen mit Logik und Weitsicht.


    Betrachtet man sich Tris und die Dinge, die ihr zugestoßen sind, fragt man sich unwillkürlich wie es dieses Mädchen eigentlich noch schafft aufrecht zu stehen. Sie erleidet diverse Verletzungen, kann aber trotzdem noch rumrennen und springen. Ihre Eltern wurden ermordet und sie hat einen Freund erschossen, aber psychisch hat sie keinerlei Probleme. Die Beziehung zu ihrer großen Liebe Four geht (hausgemacht) den Bach runter, aber dann denkt man eben etwas egoistischer und dann klappt auch das. Und das alles mit zarten 16 Jahren. Natürlich leisten Menschen große Dinge, wenn sie es müssen, aber zumindest ein kleiner Zusammenbruch hätte die ganze Sache einfach realistischer gemacht.


    Um das bisschen Inhalt auf über 500 Seiten strecken zu können, lässt die Autorin die Charaktere sinnlos durch die Seiten rennen. Eigentlich sind alle ständig in Bewegung. Tris und Four spielen ein munteres Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen, indem sie sich jeder Fraktion mindestens einmal anschließen um dann ganz am Ende doch ihr eigenes Süppchen zu kochen. Das ist unlogisch, anstrengend und nervig.


    Fazit

    Nachdem mir Band 1 schon nicht soooo gut gefallen hat, bin ich mit wenigen Erwartungen an die Fortsetzung herangegangen. Allerdings wurden auch die nicht erfüllt und das Buch war - für mein Empfinden - schlechter als gedacht.
    Die Handlung ist unlogisch und kaum vorhanden, die Protagonisten benehmen sich wie Dummköpfe und durch diverse Reisen und Fraktionswechsel werden künstlich über 500 Seiten erschaffen.

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    Cover des Buches Palace of Pleasure: Jude (Club der Milliardäre 4)9783903130494

    Bewertung zu "Palace of Pleasure: Jude (Club der Milliardäre 4)" von Bobbie Kitt

    Palace of Pleasure: Jude (Club der Milliardäre 4)
    FranzysBuchsalonvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Die Anziehung zwischen Jamie und Jude prickelt durch die ganze Geschichte und ist ziemlich heiß!
    Sehr prickelnde Erotik

    Buchinfo
    Seit ein Skandal seine Karriere als Baseballprofi beendet hat, hält sich Jude Myers aus dem Rampenlicht fern – und nach Möglichkeit auch von hübschen Frauen. Seine Devise lautet: Keine Dates und keine Affären außerhalb des Pleasure Clubs, da dieser für seine Diskretion bekannt ist. Als die Tochter seines verstorbenen Bruders eine Freundin einlädt, den Sommer auf dem gemeinsamen Familienanwesen zu verbringen, gerät sein Grundsatz allerdings ins Wanken. Die achtzehn Jahre jüngere Jamie ist mörderisch sexy, gefährlich vorlaut und sie weiß mit ihren Reizen zu spielen.

    Jude setzt alles daran, nicht noch mal für negatives Aufsehen zu sorgen und Jamie zu widerstehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Besonders, wenn man eine lange Zeit als der größte Playboy Texas' galt und die süße Draufgängerin keinen Hehl daraus macht, dass ihr Ziel das Bett in seinem Schlafzimmer ist ...(Quelle: Lesejury)


    Anfang

    Das Leben steckt voller Überraschungen. Einige sind angenehm, andere weniger schön, und ab und zu passiert dir etwas, das gleichzeitig supercool und bedauernswert ist.


    Meine Meinung

    Zwischendurch lese ich gerne mal den ein oder anderen (guten) erotischen Roman. Bei manchen Büchern brauche ich noch eine Geschichte drum rum, bei anderen will ich aber eigentlich nur die Sexszenen lesen. Am besten ist es natürlich, wenn die Geschichte so gut ist, dass der Sex fast in den Hintergrund rückt, einen beim Lesen aber umhaut, wenn er dann kommt. Dieses Buch ist von allem irgendwie ein bisschen und dann doch wieder nicht.


    Als Jamie von ihrer besten Freundin Rebecca mit zu sich nach Hause genommen wird, kann sie gar nicht glauben, dass da tatsächlich Jude Myers vor ihr steht - und er auch noch Bex' Onkel ist. Schnell ist jedem klar, dass Jamie auf ihn abfährt (nur Rebecca interessanterweise nicht), denn mit ihren plumpen Kommentaren lässt sie keine Zweifel aufkomnmen. Das ist auch tatsächlich etwas, was mich gestört hat. Jamie spricht oft sehr unüberlegt einfach das aus, was ihr auf der Zunge liegt. Bei dem, was sie Jude so entgegenwirft, wirkt sie oftmals einfach notgeil und leicht dümmlich. Es gab die ein oder andere Stelle, bei der ich mir vor lauter Fremdscham am liebsten die Augen zugehalten hätte.


    Dass sie auf Jude abfährt, kann ich aber tatsächlich verstehen. Er ist heiß und mysteriös - außerdem mit seinen Ende 30 auch mehr in meinem Alter als in ihrem - schlagfertig und durch seine "Ich will dich nicht"-Haltung natürlich doppelt und dreifach interessant.


    Auf den Inhalt will ich jetzt gar nicht weiter eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde. Allerdings hat mir die Geschichte um die zwei wirklich gut gefallen. Erwartet hatte ich mehr Sex und weniger Story, bekommen habe ich gar nicht mal so viel Sex  (aber der ist dann wirklich sehr heiß geschrieben) und eine Story, die zwar nicht herausragend, aber trotzdem spannend war.


    Was mich wirklich genervt hat war, dass ständig irgendeine Person im Buch gezwinkert hat. Das war anstrengend und hat auch gar nicht immer gepasst. Das waren dann Szenen, bei der ich innerlich oft die Augen gerollt und geschnaubt habe. Allerdings war das auch das einzige richtig große Manko (und Jamies Plumpheit manchmal).


    Fazit
    Auch wenn die Geschichte neben dem Sex nicht herausragend war, war sie doch spannend genug, dass ich dieses Buch verschlungen habe. Die Sexzenen (und die erotischen Szenen, in denen es nicht zum eigentlichen Akt kam) sind unglaublich heiß und die Anziehung zwischen Jamie und Jude prickelt während des Lesens durch die Zeilen auf den Leser über. Die anderen Teile der Reihe werde ich mir definitiv auch mal ansehen!


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    Cover des Buches Kleiner Löwe, großer Mut9783845837598

    Bewertung zu "Kleiner Löwe, großer Mut" von Tom Belz

    Kleiner Löwe, großer Mut
    FranzysBuchsalonvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch zu den Themen Mut, Selbstbestimmung und Hilfe. Egal ob es nur zur Information oder zur eigenen Verarbeitung dient - klasse!
    Ein Handicap bedeutet noch lange keine Schwäche!

    Buchinfo
    Ich bin ein Löwe, also brüll ich!


    Tobe ist ein ganz gewöhnlicher kleiner Löwe. Er hat eine blonde Löwenmähne, spitze Löwenzähne und drei starke Löwenbeine. Ein Bein hat Tobe nämlich verloren. Trotzdem will er weiterhin all die Dinge machen, die Löwenkinder so lieben: um die Wette brüllen, Fangen spielen und Wasserbomben machen. Doch seine Freunde behandeln ihn plötzlich ganz anders. Also beschließt er, allen zu beweisen, dass er immer noch ein mutiger kleiner Löwe ist. Gemeinsam mit seinem besten Freund macht er sich auf den Weg, um den höchsten Berg zu erklimmen ...(Quelle: Lesejury)


    Anfang

    Tobe ist ein ganz gewöhnlicher kleiner Löwe. Er hat eine blonde Löwenmähne, spitze Löwenzähne und drei starke Löwenbeine. Ein Bein hat Tobe nämlich verloren. Das passiert Löwen genauso wie Menschen.


    Meine Meinung

    Nachdem Tobe von einem Krokodil sein rechtes Vorderbein "geklaut" bekommen hat, möchte er sich nun endlich wieder ins Leben stürzen und all die Dinge machen, die kleine Löwenjungs eben so machen. Das ist ja ganz normal. Doch leider sehen das nicht alle so und während die anderen Löwen ihn lieber schonen wollen, anstatt mit ihm um die Wette zu brüllen, die Geparden nicht mit ihm rennen wollen, damit er nicht fällt oder die Affen ein Blätterdach bauen, damit er nicht in der Sonne "verbruzelt", gibt es einen Freund, der ihn ganz normal behandelt und an ihn glaubt. Der Büffel. Zusammen mit ihm macht sich Tobe auf den Weg den höchsten Berg zu besteigen.

    „Alle behandeln mich, als ob ich jemand anderes wäre. Dabei bin ich doch immer noch ich“, erzählt Tobe dem Büffel.
    Der Büffel sieht ihm eine ganze Weile fest in die Augen.
    Endlich antwortet er: „Das sehe ich.“


    Dieses Buch ist eine ganz wundervolle Möglichkeit Kindern zu erklären, dass ein Handicap einen Menschen (und auch Tiere) nicht zwangsläufig schwächer machen muss. Einfühlsam und kindgerecht wird in dieser Geschichte gezeigt, dass man niemanden wie ein rohes Ei behandeln muss, nur weil er "anders" ist - das wollen nämlich tatsächlich auch die wenigsten.


    Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr gut dazu geeignet Kindern zu zeigen, dass man sich behinderten Menschen gegenüber auch ganz normal verhalten sollte und statt zu vorsichtig zu sein lieber Mut machen und helfen muss, wenn diese auch wirklich benötigt wird. Aber ebenso gut kann man es auch nutzen, wenn ein Kind selbst betroffen ist, da hier auch Tobes Wut auf die anderen, die ja eigentlich nur helfen wollen (aber dadurch alles schlimmer machen) sehr gut gezeigt wird. So hilft es vielleicht beide Seiten zu verstehen.


    Die schönen großen Illustrationen sind nicht nur toll anzusehen, sondern helfen auch pädagogisch gut um mit den Kindern das Gelesene zu vertiefen und zu verfestigen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen dieses Buch auch in der Kita mal vorzulesen um die Themen Handicap und Behinderung aber auch Mut, Selbstbestimmung und angenommene Hilfe zu bearbeiten.


    Fazit
    Ein tolles Buch über Behinderung, Mut und Selbstbestimmung, aber auch über Hilfe und Freundschaft, das sowohl zur Information, aber auch zur eigenen Verarbeitung genutzt werden kann. Die Themen sind sehr kindgerecht gestaltet worden und auch die tollen Illustrationen laden zum Nachbearbeiten und Entdecken ein.
    Dieses Buch werde ich mir sicherlich noch in der Printversion besorgen und irgendwann in der Kita vorlesen. (Vor)Leseempfehlung!


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    Cover des Buches Die Bestimmung9783570309360

    Bewertung zu "Die Bestimmung" von Veronica Roth

    Die Bestimmung
    FranzysBuchsalonvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ich habe mir mehr davon versprochen
    Ich habe mir mehr davon versprochen

    Buchinfo
    Was ist deine Bestimmung? Wo gehörst du hin? Was, wenn deine Wahl den Tod bedeuten könnte? Beatrice muss sich entscheiden ...

    Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und Ferox – die Furchtlosen. In fünf Fraktionen wurde die Welt nach dem letzten großen Krieg aufgeteilt, und für eine davon muss sich Beatrice entscheiden. Doch der geheime Eignungstest, den sie wie alle Sechzehnjährigen durchläuft, zeigt ein gefährliches Ergebnis: Sie ist eine Unbestimmte – und Unbestimmte gelten als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice sucht Schutz bei den wagemutigen Ferox, stellt sich der harten Aufnahmeprüfung. Und gerät ausgerechnet hier ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben bedroht, sondern auch das all derer, die sie liebt …(Quelle: Lesejury)

    Anfang
    In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel. Er befindet sich hinter einer Schiebetür im Flur des oberen Stockwerks. Meine Fraktion gestattet es mir, jeweils am zweiten Tag eines jeden dritten Monats davorzustehen, immer dann, wenn meine Mutter mir die Haare schneidet.

    Meine Meinung
    Beatrice steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag und somit auch vor einer Entscheidung, die ihr Leben verändern wird. Sie muss eine der fünf Fraktionen wählen, in der sie dann zukünftig leben wird. Um es den Jugendlichen leichter zu machen, werden Tests durchgeführt, deren Auswertung deutlich macht, zu welcher Fraktion die Menschen passen. Bei Beatrice kommt allerdings das schlimmste raus, was hätte passieren können: Sie ist eine Unbestimmte und kann keiner der Fraktionen klar zugeteilt werden. Unbestimmte sind gefährlich für die Gesellschaft und so kann sie mit niemandem darüber reden und muss ihre Entscheidung ganz alleine treffen.

    Bevor ich die Bücher gelesen habe, habe ich den ersten Film gesehen. Beides hatte einen so starken Hype erlebt, dass man ja gar nicht dran vorbeigekommen ist. Nachdem der Film mich etwas unbefriedigt zurückgelassen haben, wollte ich unbedingt die Bücher lesen. Oftmals sind diese besser und enthalten noch einige Hintergrundinformationen, die gar nicht alle in die Filme gepackt werden können. Hier war das leider nicht so. Das kann man nun natürlich positiv auslegen und sagen, dass die Filmemacher einen guten Job geleistet haben. Oder aber negativ, dass das Buch nicht genug hergibt, was man für einen Film kürzen muss.

    Was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Ausarbeitung der Charaktere. Alle haben eine gewisse Tiefe und wirken dadurch greifbar und realistisch. Einzig und allein zu Tris konnte ich einfach keine Verbindung herstellen. Auch wenn das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, was für gewöhnlich mehr Nähe schafft, hatte ich immer eine gewisse Distanz zu ihr. Hätte man sie zwischenzeitlich gegen jemand anderen ausgetauscht, wäre das für mich auch kein Problem gewesen. Das macht es dann natürlich schwierig mit der Protagonistin zu fühlen.

    Ich konnte mir während des Lesens leider kein wirklich gutes Bild der politischen Situation und den Fraktionen machen. Mir fehlte einfach die Geschichte dahinter. Warum ist es dazu gekommen? Wer hat das so bestimmt? Warum ausgerechnet diese Fraktionen? Hat sich noch niemand dagegen aufgelehnt? Die ein oder andere Frage hat sich dann in den kommenden Bänden beantwortet, aber manche Dinge hätten auch direkt besser und umfangreicher erklärt werden können.

    Hätte ich den Film nicht gesehen, hätte ich mir die Umgebung und die Welt, in der Tris lebt, nicht so recht vorstellen können. Der Schreibstil der Autorin ist nicht so bildgewaltig wie bei anderen Schreiberlingen dieses Genres. Ich habe nichts gegen einen eher etwas zurückhaltenderen Schreibstil und muss auch nicht jedes Schräubchen bis ins kleinste Detail beschrieben bekommen haben, aber ein klein wenig mehr hätte es für mich dann doch sein dürfen.

    Wovon ich gerne etwas weniger gehabt hätte, sind die Gewalt und die Brutalität, die bei den Ferox an den Tag gelegt werden. Sie stehen für Mut und Tapferkeit, spinnen aber Intrigen, prügeln sich eigentlich ununterbrochen und schrecken nicht davor über Leichen zu gehen, wenn es um den eigenen Vorteil geht. Für mich hat so eine Gewaltbereitschaft nichts mit Mut und Tapferkeit zu tun. Auch kann ich mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen Jugendlichen vielleicht doch zu viel war und die ein oder anderen Eltern das sicherlich nicht gebilligt hätten, wenn sie es wissen würden.

    Fazit
    Ein Buch, das man gelesen haben kann, aber nicht muss. Wer die Geschichte noch nicht kennt, sie aber gerne lesen wollen würde, dem empfehle ich den Film. Das geht einfach wesentlich schneller und man bekommt nicht weniger Information als beim Lesen.

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    Cover des Buches Selection9783411811250

    Bewertung zu "Selection" von Kiera Cass

    Selection
    FranzysBuchsalonvor einem Monat
    Kurzmeinung: Typisches Jugendbuch mit Dreiecksbeziehung - mir hat es gefallen! :)
    Typisches Jugendbuch mit Dreiecksbeziehung - mir hat es gefallen!

    Buchinfo

    Die Chance deines Lebens?

    35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe? (Quelle: Lesejury)


    Anfang

    Meine Mutter war völlig ekstatisch, als wir den Brief bekamen. Für sie hatten sich damit all unsere Probleme auf einen Schlag gelöst. Es gab nur einen Haken an ihrem tollen Plan: mich.


    Meine Meinung

    America Singer lebt mit ihrer Familie im Königreich Illeá. Die Bewohner sind in acht unterschiedliche Kasten eingeteilt - während die königliche Familie der 1 angehört, zählen Obdachlose und Bettler zur 8. America ist eine 5. Armut und Hunger sind ihr nicht fremd, aber es gibt Menschen, denen es schlechter geht. Wie zum Beispiel ihrem heimlichen Freund Aspen. Er steht in der Kaste noch unter ihr, weswegen sie offiziell nicht mit ihm zusammen sein darf, da sie sonst auch runterrutschen würde.


    Um ihrer Mutter einen Gefallen zu tun, nimmt sie am Casting teil, bei dem eine Frau für den Königssohn gefunden werden soll. Immerhin hat sie so ihre Ruhe und es ist absolut unwahrscheinlich, dass unter so vielen Mädchen ausgerechnet sie ausgesucht wird. Oder etwa nicht?


    Obwohl ich Formate wie "Der Bachelor" nicht gucke und wirklich verachte (warum lassen sich Menschen darauf ein, dass jemand neben einem selbst noch andere mögliche Partner datet?), muss ich gestehen, dass mir dieses Buch ziemlich gut gefallen hat. Vielleicht, weil Maxon hier nicht mit jeder Dame rummacht, wie es in dem TV-Format ja wohl des Öfteren vorkommt. Vielleicht auch, weil man einfach mitfiebert, wenn man einmal dabei ist. Solche Sachen haben ja irgendwie eine Sogwirkung, der man sich schlecht wieder entziehen kann.


    Die Protagonistin America mochte ich von Beginn an. Sie ist freundlich und liebevoll, denkt an die Menschen, die ihr nahestehen und riskiert etwas, auch wenn es schlimme Folgen haben könnte. Sehr gut gefallen hat mir auch ihre Entwicklung im Laufe des Buches. Obwohl sie sich selbst treu bleibt, lernt sie auch, wann man einfach mal den Mund halten und sich an Regeln halten muss.


    Aspen war mir von Beginn an irgendwie suspekt. Ich kann nicht mal richtig sagen woran es lag, aber ich bin nicht so richtig warm geworden mit ihm. Die Szene bei Americas Verabschiedung hat meinen Eindruck dann bestätigt.


    Maxon gefiel mir gut soweit. Eingesperrt in Konvention und Tradition kann er manchmal nicht so recht aus seiner Haut. Wie das bei einem Königssohn vermutlich so ist ^^


    Bei Selection handelt es sich um diese ganz typische Jugendbuch-Trilogie. Es gibt eine Dreiecksbeziehung, ein Ungleichgewicht innerhalb der Bevölkerung und ein Mädchen, was an allem etwas ändern will/soll. Kennt man so auch aus zum Beispiel Die Tribute von Panem, Das Reich der sieben Höfe oder Das Juwel. Da mir das aber ziemlich gut gefällt, hat mir auch dieses Buch gefallen!


    Fazit

    Wieder eine dieser typischen Jugendbuch-Trilogien mit Dreiecksbeziehungen und einer starken Protagonistin. Da mir solche Bücher aber gefallen, fand ich auch dieses ziemlich gut. Wer sich darauf einlassen kann findet hier eine schöne Geschichte, die sich schnell und flüssig lesen lässt und dafür sorgt, dass man auch die anderen Teile verschlingen will.

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    Cover des Buches Askeria9783964434555

    Bewertung zu "Askeria" von Juliet May

    Askeria
    FranzysBuchsalonvor einem Monat
    Kurzmeinung: abgebrochen...leider ziemlich öde
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    Cover des Buches Ich bin Circe9783961610686

    Bewertung zu "Ich bin Circe" von Madeline Miller

    Ich bin Circe
    FranzysBuchsalonvor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider ziemlich öde und langweilig, so dass ich es abgebrochen habe
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    Cover des Buches Grischa - Goldene Flammen9783551582850

    Bewertung zu "Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

    Grischa - Goldene Flammen
    FranzysBuchsalonvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Auftakt mit Luft nach oben
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    Cover des Buches Der Report der Magd9783827013842

    Bewertung zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

    Der Report der Magd
    FranzysBuchsalonvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nach 35% abgebrochen. Die Idee ist gut, die Erzählung jedoch langweilig.
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    Cover des Buches Vicious - Das Böse in uns9783596705030

    Bewertung zu "Vicious - Das Böse in uns" von V. E. Schwab

    Vicious - Das Böse in uns
    FranzysBuchsalonvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Mittelteil war ziemlich lange doch sehr schleppend und dröge... Das Ende hat mich aber wieder versöhnt ☺️
    Bösewicht ist nicht gleich Bösewicht...Manche muss man einfach lieben

    Buchinfo
    Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Allerdings nicht, um tot zu bleiben, sondern um mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder aufzuerstehen. Als junge, brillante Medizinstudenten wissen sie genau, was sie tun. Sie planen das Experiment minutiös ? und haben Erfolg: Beide kommen verwandelt wieder ins Leben zurück. Eli entwickelt eine erstaunliche Regenerationskraft und wird praktisch unsterblich, Victor kann kann anderen Schmerz zufügen oder nehmen.
    Was sie nicht unter Kontrolle haben, ist die Tragödie, die durch ihr Experiment ausgelöst wird. Denn Superkräfte allein machen keine Helden …(Quelle: Lesejury)

    Anfang
    Victor rückte die Schaufeln auf seiner Schulter zurecht und stieg vorsichtig über ein altes, halb eingesunkenes Grab. Sein Trenchcoat bauschte sich leicht und streifte hier und da einen Grabstein, während er über den Friedhof von Merit ging und dabei ein Lied summte.

    Meine Meinung
    Wir kennen (und lieben) sie doch alle - die Bösen Buben (und Mädchen) aus Filmen, Serien und Büchern, die irgendwie nicht so richtig abgrundtief böse sind. Die, die ziemlich cool sind und auch irgendwie sexy. Bei denen man zu jeder schlechten Tat eine plausible Erklärung und Ausrede findet, damit diese Person jetzt nicht in ein ganz so schlechtes Licht gerückt wird. Sicher habt ihr jetzt alle mindestens einen Charakter im Kopf ^^

    Victor Vale ist so ein Charakter. Pech mit seinen Eltern, Pech mit seinem Kumpel Eli und vom Leben irgendwie bestraft, nimmt der Leser ihm seine Taten nicht ganz so übel und entwickelt wider besseren Wissens eine Sympathie zu ihm - da bilde ich keine Ausnahme. Ich mochte Vic das komplette Buch über.

    "Hör mal, Sydney. Da gibt’s etwas, das du über Victor wissen solltest..."
    "Er ist kein schlechter Mensch", unterbrach sie ihn.
    "In diesem Spiel gibt es keine anständigen Menschen", erwiderte Mitch. Aber das war Sydney egal. Vermutlich war niemand ganz und gar gut.
    "Ich habe keine Angst vor Victor."
    "Ich weiß", sagte Mitch. Seine Stimme klang traurig.

    (Position 3422-3425)

    Zu Beginn war ich direkt in der Geschichte und wurde von ihr mitgerissen. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Durch Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart kann Spannung aufgebaut werden, da sich die Geschichte um Vic und Eli nur häppchenweise aufdröselt, wird bei kurzen Kapiteln dann aber doch nervig. Immer wenn man sich gerade so in den Schauplatz und die Zeit eingefunden hat, wird man auch schon wieder rausgerissen und kommt in eine neue Zeit.

    Eli rieb mit dem Daumen über die neue Haut an seiner Handfläche, aber Victor sprach als Erster, und zwar mit großer Eloquenz. "Heilige Scheiße."
    (Position 994-995)

    So wie mir diese Flashbacks bei kurzen Kapiteln auf den Keks gingen, so erging es mir auch mit dem Katz- und Mausspiel zwischen Vic und Eli. Dieses ewige Hin und Her gepaart mit den Zeitsprüngen zog sich beim Lesen einfach irre in die Länge, nahm der ganzen Sache die Spannung und ließ augenrollende Langeweile aufkommen.

    Während er weiter durch die Räume ging, schaute er sich aufmerksam um. Erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es gab, sich umzubringen, wie wenige davon jedoch eine Chance zum Überleben boten.
    (Position 1095-1096)

    Gerade als ich darüber nachdachte, ob ich es nicht vielleicht doch abbrechen sollte, bog ich in das letzte Drittel ein und wurde wieder mitgerissen. Das Ende und der Weg dahin haben mich für den sehr langatmigen Mittelteil entschädigt!

    Fazit
    Ein Buch, das mit dem Anfang und dem Ende definitiv bei mir punkten konnte. Der Mittelteil hat mich fast zum Abbruch bewegt, aber im Nachhinein bin ich froh, dass es nicht dazu kam!
    Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht wirklich. Ich habe ein bisschen die Angst, dass mir das meine Freude an der Geschichte nehmen könnte. Wenn die ersten Bewertungen und Rezensionen dazu geschrieben wurden, werde ich mir nochmal Gedanken darüber machen.

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