GAIA

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    Cover des Buches Deckname Offenes Ohr9783752898682

    Bewertung zu "Deckname Offenes Ohr" von Daniel Dombrovsky

    Deckname Offenes Ohr
    GAIAvor 21 Stunden
    Kurzmeinung: Leider nicht die erwarteten Kurzgeschichten, sondern eher monotone Schilderungen von Tagesabläufen junger Leute.
    Kurzgeschichten erwartet, etwas ganz anderes bekommen

    Daniel Dombrovsky versammelt in diesem Band zehn Alltagsschilderungen von jungen Autoren in einem Altersbereich größtenteils zwischen 20 bis 25 Jahren. Die Autoren beschreiben dabei tatsächlich schlicht ihren Alltag. Im Sinne von: einen Tag lang folgt man dem Autor/der Autorin auf Schritt und Tritt, bekommt mit, mit welchen Pflegeprodukten Haare, Haut und was auch immer bearbeitet werden, welche App als erstes geöffnet, wie der Weg durch den Wohnort (meistens Berlin) gemeistert wird.

    Erwartet hatte ich mit der Beschreibung auf dem Buch "10 Kurzgeschichten" eigentlich auch genau das, Kurzgeschichten. Geschichten mit einem Spannungsbogen. Witzig, traurig, mitreißend, abwechslungsreich. Dies sind Beschreibungen, die ich häufig bei vergleichbaren Kurzgeschichtensammlungen zu einem vorgegebenen Thema wahrgenommen habe. Hier überwiegt leider die Monotonie. Die Tagesabläufe ähneln sich nun einmal, das liegt in der Natur der Sache. Da sich alle Beteiligten in einem ähnlichen Altersbereich bewegen, entsteht hier kaum Varianz. Mitunter werden unglaublich belanglose Situationen geschildert. Darf man alles machen, nur bitte benennt es dann auch so!

    Gerade die Einzelheiten, die nicht geschildert wurden, hätten mich am Leben der AutorInnen besonders interessiert. Der tiefere Blick hinein ins Leben. Leider schloss scheinbar der Einreichungsaufruf aber genau das aus. So lässt es sich mit diesen Texten auch schwer einschätzen, was die AutorInnen literarisch auf dem Kasten haben. Allein der Beitrag von "fakemaggy" hebt sich von der Masse ab. Sie bietet einen kreativen, poetischen, tiefsinnigen Text, der sicher noch nicht voll ausgereift ist, jedoch aufzeigt, wohin es in den nächsten Jahren mit der Autorin gehen könnte. Sie ließ sich beim Schreiben scheinbar als Einzige nicht so stark in das enge Korsett der Themenvorgabe zwängen, wagt hier mehr. Punkten konnte auch Leonard Stöckl durch den klug gewählten Schlusspunkt seiner Tagesbeschreibung. Sehr gern hätte ich mehr von den beiden Genannten gelesen.

    Insgesamt ist dies für mich eigentlich ein "zwei-Sterne-Buch", da mir jedoch die grafische Gestaltung des Buches sehr gut gefällt und ich den AutorInnen mehr zutraue, als sie hier haben zeigen können, entscheide ich mich für die drei Sterne und hoffe auf zukünftig interessantere Geschichtensammlungen von "DOMBRO editoria". Die aktuell vorliegende Sammlung würde ich jedoch Kurzgeschichten-Fans nicht weiterempfehlen.

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    Cover des Buches Die beste meiner Welten9783442314621

    Bewertung zu "Die beste meiner Welten" von Elan Mastai

    Die beste meiner Welten
    GAIAvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Immer wieder überraschende Umsetzung der Grundidee zum Schmetterlingseffekt.
    Überraschend gut mit der Zeit

    Elan Mastai setzt seine Idee von verschiedenen Versionen der Welt variiert durch einen kleinen Eingriff sehr gut um. Das Interessante: Er schickt seinen Protagonisten nicht aus "unserer" Welt in eine andere - bessere oder schlechtere, je nach dem - sondern lässt ihn in einer futuristisch-utopischen Heile-Welt starten und begleitet ihn in vermeintlich schlechtere, rückständigere Welten. Diese sind Variationen der uns bekannten.

    Stilistisch wirkt der Roman zunächst etwas wirr. Zusammenfassende Kapitel, die eingestreut werden, Wechsel in der Zeitform, etc. Bis man sich daran gewöhnt hat, bzw. weiß, warum der Autor diese Stilmittel gewählt hat, vergeht etwas Zeit beim Lesen. Man sollte das Buch nicht genervt weglegen, denn gerade in der zweiten Hälfte entfaltet es seine Vielschichtigkeit. Auch der zu Beginn nervige Protagonist, welcher zunächst als Ich-Erzähler ständig mit seinen Unzulänglichkeiten und seinem Verlierer-Dasein kokettiert, bekommt zunehmend Tiefe und entwickelt sich zu einem interessanten Charakter.

    Ach ja, und es geht um Zeitreise. Hier wichtig zu benennen ist, dass Mastai verschiedene populärwissenschaftliche  Konzepte von Zeitreise beschreibt und auf ihre Standfestigkeit überprüft. Originelle eigene Ideen zu möglichen Arten der Zeitreise hält der Autor auch gleich parat.

    Insgesamt ein lesenwerter Roman für Fans von Geschichten über alternative Realitäten, die mal was Neues lesen wollen.

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    Cover des Buches Ich bleibe hier9783257071214

    Bewertung zu "Ich bleibe hier" von Marco Balzano

    Ich bleibe hier
    GAIAvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Mittelmäßiger Roman über einen interessanten Aspekt südtiroler Geschichte, leider psychologisch nicht tiefgründig genug.
    Mittelmäßiger Roman über einen interessanten Aspekt südtiroler Geschichte

    In seinem Roman lässt Marco Balzano die Südtirolerin Trina ihre Geschichte als Text an ihre Tochter schreiben. Sie erzählt nicht nur von Jugendfreundinnen und dem Kennenlernen des späteren Ehemannes, sondern auch den Auswirkungen der Machergreifung der Faschisten in Italien, die Zugehörigkeit zu diesem "fremden" Land als auch die Veränderungen des Lebens durch den Zweiten Weltkrieg.

    Besonders letztere werden emotional spannend erzählt. Der titelgebende Kampf um den durch einen geplanten Staudamm im Wasser zu verschwinden drohenden Heimatort Graun, wird scheinbar eher zur Nebensache. Diese Teile der Geschichte zum Beginn und zum Ende, werden recht nüchtern rekapitulierend geschildert. Dadurch verlor ich mit Fortschreiten des Romans immer mehr das Interesse an dem Plot. Es wird stark langweilig zum Ende hin. Die eigentlich interessante Historie des Ortes geht dabei eher unter, genauso wie letztendlich der Ort, aber das wissen wir ja schon vorher. Letztendlich bekommt man den Eindruck, dass das historische Kapitel um die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg im so bezeichneten Teil des Buches "Auf der Flucht" einfach (wie immer) den Hauptpunkt des Buches ausmacht. Und das finde ich schade. Eine "universelle Parabel darüber, was uns Menschen ausmacht und wofür wir einstehen müssen", wie im Klappentext behauptet, kann ich leider nicht in diesem Roman erkennen.


    Insgesamt handelt es sich um einen mittelmäßigen Roman, dessen Figuren dem Leser leider zu fern bleiben, bzw. nur "auf der Flucht" ein wenig näher kommen. Immerhin, das Buch lässt sich zügig lesen und man hat ein wenig mehr über den durch Bilder bekannten "Kirchturm mitten im See" erfahren. Es hätte nur mehr Tiefe gebraucht, um dies dem Leser auch emotional näher zu bringen.

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    Cover des Buches Ein Engel an meiner Tafel9783406639562

    Bewertung zu "Ein Engel an meiner Tafel" von Janet Frame

    Ein Engel an meiner Tafel
    GAIAvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Leider weniger "Lebensgeschichte" als vielmehr "Ein Ausschnitt von 15 Jahren". Poetisch, aber auch verworren.
    Ausschnitt eines (potentiell) interessanten Autorinnenlebens

    In der vorliegenden Autobiografie schreibt Janet Frame, neuseeländische Autorin (1924 bis 2004), über eine Zeit in ihrem Leben zwischen den Lebensjahren 20 und 35. Hauptsächlich geht es um ihre "Schizophrenie" sowie ihre Anfänge als Autorin.

    Wer also eine vollständige Autobiografie erwartet, wird hier leider enttäuscht. Über die Kinderheit erfährt der Leser nur andeutungsweise ein paar wenige Einzelheiten, die früher Zwanziger werden sehr verworren geschildert, erst zum Ende hin bekommt das Buch eine Struktur. Sprachlich zeigt sich die Autorin durchaus poetisch, ihr Faible für Lyrik scheint durch. Inhaltlich war für mich vor allem der Aspekt der falsch diagnostizierten Schizophrenie und die darauffolgenden Klinikaufenthalte interessant. Und zwar nicht im Sinne der bereits zuhauf existierenden Psychiatrie-Horrorgeschichten von vor mehreren Jahrzehnten, sondern vielmehr weil die Autorin ehrlich zugibt, die Diagnose aktive genutzt zu haben und nicht vorhandene schizophrenietypische Symptome simuliert zu haben, um Aufmerksamkeit zunächst von Ärzten und später von Mitgliedern der Literaturbranche zu bekommen. Leider betont sie, abgesehen von dieser Offenbarung, ihre Opferrolle im Psychiatriesystem.

    Schade, dass nicht ein größerer Zeitraum dieses interessanten Autorinnenlebens abgedeckt wird mit dem Buch. Hier muss man leider seine Neugier bei Wikipedia stillen.

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    Cover des Buches Ich bin viele9783453319202

    Bewertung zu "Ich bin viele" von Dennis E. Taylor

    Ich bin viele
    GAIAvor einem Monat
    Kurzmeinung: Kurzweiliger, spannender Space-Opera-Auftakt mit solider Hard Science Fiction und vielen "Kenner"-Anspielungen zum Schmunzeln.
    Spannende Hard Science Fiction

    In Dennis E. Taylors Auftakt für eine ganze Romanreihe dreht sich alles um Bob... Klingt erstmal plump, ist es aber gar nicht unbedingt. Bob wirkt wie ein Alter-Ego des Autors und kommt Anfang 30jährig auf einer SF-Convention durch einen Autounfall ums Leben. Glücklicherweise hat er kurz vorher einen Vertrag bei einer Kryonik-Firma unterschrieben, sodass er mehr als 100 Jahre später wieder "aufgetaut" werden und als eine Art "Künstliche Intelligenz mit Nerd-Persönlichkeit(en)" und mehrfach kopiert (dadurch auch unfreiwilligerweise mit verschiedenen Charakterzügen versehen) nun den Weltraum unsicher machen kann, um für die unvernünftigen Erdenbewohner neuen Wohnraum zu finden. Übrigens eine vollkommen falsche Überschrift des Klappentextes lautet: "Ein einzelner Mann steuert eine Raumschiffflotte"... Für diesen Blödsinn sollte es gleich einen Stern Abzug geben. Egal, für Bob wird DER Traum für jeden SF-Fan wahr.

    So erzählt Taylor seine mit größeren zeitlichen Sprüngen von mehreren Jahren gestaltete Geschichte auch: nämlich für Fans geschrieben. Überall strotzt es nur so vor Anspielungen auf verschiedenste mediale Auswüchse der Science Fiction. Das könnte man jetzt ganz kitschigen Fanservice nennen. Ist es auch, aber es macht Spaß! Der Plot bleibt stets über die 450 Seiten hinweg knackig und kurzweilig sowie abwechslungsreich. Die technischen Aspekte sind dabei nachvollziehbar und auch interessant zu lesen.

    Rundum ein gelungener Auftakt zu einer neuen SF-Romanreihe, der Lust auf mehr macht, wobei ich noch nicht abschätzen kann, ab welchem Band der Fanservice dann doch zu sehr auf die Nerven gehen wird ;)

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    Cover des Buches In Zeiten des abnehmenden Lichts9783498057862

    Bewertung zu "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge

    In Zeiten des abnehmenden Lichts
    GAIAvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein tiefgründiger, abwechslungsreicher, überhaupt nicht "Standard-" DDR-Roman, klug über vier Generationen hinweg erzählt.
    Große deutsche Literatur!

    Eugen Ruge erzählt (bekanntermaßen) in diesem Familienroman die Geschichte seiner eigenen Familie, fiktionalisiert und dabei unglaublich authentisch. Sehr klug verwebt Ruge dabei die in verschiedenen Jahren zwischen 1952 und 2001 spielenden Kapitel, welche - nicht immer aber häufig - aus jeweils einer anderen Figurenperspektive einer der handelnden Familienmitglieder erzählt werden. Dabei kommen wir häufiger zurück auf den 01. Oktober 1989 und gerade diese Kapitel sind die - von sowieso allen eindrucksvollen Kapiteln - die herausragendsten. Denn hier bekommt der Leser einen Einblick in verschiedene Facetten ein und derselben Szenerie. Ansichten zum weiteren Schicksal der DDR werden genauso beleuchtet wie persönliche Schicksale und Befindlichkeiten. Personen, die zunächst wenig Sympathie evozierten, bekommen eine unglaubliche Tiefe und werden in ihren Handlungen authentisch nachvollziehbar.

    Mir gefällt an diesem Roman, dass er nicht den medialen "DDR-Einheitsbrei" der vergangenen 20 Jahre widerspiegelt, sondern durch den familiären Hintergrund eine große psychologische Tiefe erhält. Es werden Themen behandelt, die nicht schon bis über die Erträglichkeitsgrenze hinaus ausgeschlachtet wurden und man macht sich beim Lesen weniger bekannte Themen der Historie bewusst.

    Insgesamt ist dies - durch seine Form aber auch den Inhalt - ein sehr abwechslungsreicher, kluger, kurzweiliger (!) und auch spannender Familienroman, welcher es schafft über 50 Jahre Geschichte hinweg, das Interesse Lesers zu wecken. So gibt es schlussendlich eine dringende Leseempfehlung meinerseits für diesen großen - und zu Recht mit dem Deutschen Literaturpreis ausgezeichneten - deutschen Familienroman.

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    Cover des Buches Der Große Garten9783957577092

    Bewertung zu "Der Große Garten" von Lola Randl

    Der Große Garten
    GAIAvor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Stil ist leider nicht mein Fall. Bis zur Hälfte gequält und dann abgebrochen.
    Sex and the Country

    Wie kann man diesen Roman (eine Kategorisierung, die sicherlich generell bei diesem Werk ausgehebelt scheint) inhaltlich beschreiben? Radl schreibt ein Sachbuch über Gartentipps und das Leben als Städterin auf dem Dorf. Dieses ähnelt wohl sehr dem der Autorin, sodass man ihn als "autobiografisch" bezeichnen könnte.

    Formell wird der Roman in ultrakurzen Kapiteln von mitunter Halbseitenlänge erzählt. Insgesamt kommt das Buch damit auf - grob überschlagen, nicht nachgetählt - 360 Kapitel bei einer Seitenzahl von 306! Das ist nicht nur "mal was anderes" sondern vor allem anstrengend. Ständig springt die Autorin von Thema zu Thema ein flüssiges Lesen ergab sich für mich nicht. Und obwohl die Beiträge durchaus von Witz und Ironie gespickt sind, bleibt das Buch einfach langweilig. Ich bin bis Seite 155 insgesamt zehn Mal eingeschlafen und habe zweimal das Buch gänzlich weggelegt, um ein anderes Buch zur Abwechslung zu lesen. Die einzelnen Beiträge könnte ich mir gut als Kolumne in einer Großstadtzeitung vorstellen. Den Witz und die Würze haben sie, für ein zusammengewürfeltes Buch, taugen sie aber leider nicht. Hinzu kommt die sehr vereinfachte Sprache der Autorin. Ein Aussagesatz reiht sich an den nächsten. Manchmal hätte ich das Buch in die Ecke werfen wollen, wenn noch ein einziges Mal "Der Mann macht dies oder jenes.", "Der Liebhaber sagt das." usw. in Reihe gestanden hätte.

    Die Gartentipps bleiben dabei Allgemeinwissen und sind unzusammenhängend - wie der Rest des Buches - eingestreut. Nebenbei vögelt sich die Protagonistin durch die Schlafzimmer verschiedenster Männer dieses Lebensabschnitts. Einer davon: ein scheinbar sexsüchtiger Analytiker...hm.

    So bleibt für mich nach Abbruch der Lektüre auf der Hälfte die Frage zurück, ob dieses Buch nur die hier selbstironisch vorgeführten, sinnsuchenden Städter überzeugen kann. Mich kann es das leider nicht.

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    Cover des Buches Der Goldene Kompass9783551583406

    Bewertung zu "Der Goldene Kompass" von Philip Pullman

    Der Goldene Kompass
    GAIAvor einem Monat
    Kurzmeinung: Auch für Erwachsene ein spannendes Fantasy-Abenteuer.
    Na toll... jetzt möchte ich auch einen Daemon haben.

    Der erste Band dieser dreiteiligen Fantasy-Abenteuer-Saga spielt in einer Welt, welche zwar als "unserer sehr ähnlich" benannt wird, jedoch eher einem Steampunk-Universum um die Jahrhundertwende 1900 ähnelt. Lyra muss mit ihrem Daemon - einem tierischen Begleiter und Seelenfreund - viele Abenteuer bestehen und dafür weit in den Norden reisen. Die Freundschaft mit einem kräftigen Bären, lässt den geneigten leser sich nicht nur einen Daemon wünschen, sondern auch gleich noch einen tollen Eisbären mit dazu.

    Pullman schreibt eindeutig nicht nur für Kinder und Jugendliche. Sein Schreibstil, die Figuren sowie die Inhalte können definitiv auch Erwachsene in ihren Bann ziehen. Dieses Buch wollte ich kaum aus der Hand legen. Es ist von Beginn an spannend geschrieben und entführt die Fantasie der Leser bis zum Schluss in eine interessante Welt.

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    Cover des Buches *innen - Frauengeschichten9783948574000

    Bewertung zu "*innen - Frauengeschichten" von Victoria Hohmann-Vierheller

    *innen - Frauengeschichten
    GAIAvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leider konnte mich keine Geschichte mitreißen, trotz hohem literarischen Niveau der Sammlung.
    Interessantes Thema für eine Anthologie

    In ihrem neuen Sammelband "*innen - Frauengeschichten" versammelt Victoria Hohmann-Vierheller mal wieder viele frische Autor*innenstimmen zu einem übergeordneten Thema. Hauptsächlich soll es im sterotype Rollenbilder gehen und vor allem das Hinterfragen dieser. Es werden 16 Texte mit gewohnt hoher literarischer Qualität versammelt.

    Leider konnte mich keiner der Texte richtig packen, Emotionen evozieren, neue Denkmuster schaffen, obwohl das gewählte Thema hochinteressant ist. Woran das im Genauen liegt, kann ich nicht richtig fassen. Im Vergleich dazu war ich von der Sammlung "Zerschlagen" komplett eingenommen und begeistert. Und obwohl es bei der vorliegenden Anthologie mitunter Überschneidungen in der Autor*innenliste gibt, konnten mich diesselben Autor*innen nicht erneut so mitnehmen wie in "Zerschlagen".

    Positiv hervorheben möchte ich wieder die grafische Gestaltung des Bandes sowie - jetzt neu - die gesammelten biografischen Angaben zu den beteiligten Autor*innen.

    Ich werde weiterhin dem Verlag treu bleiben und freue mich auf zukünftige Anthologien, auch wenn die aktuelle mich leider nicht so sehr berühren konnte. Wahrscheinlich ist meine Erwartungshaltung aufgrund der Begeisterung für "Zerschlagen" sehr, sehr hoch gewesen.

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    Cover des Buches Die Geschichte des Wassers9783442718313

    Bewertung zu "Die Geschichte des Wassers" von Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers
    GAIAvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte plätschert wie ein Bach so dahin. Enttäuscht ein wenig im Vergleich zum Vorgänger.
    Viel Kritik per Holzhammer-Methode, wenig Handlung und Spannung

    Im Nachfolgewerk zu "Die Geschichte der Bienen" folgt nun der Leser zwei Erzählsträngen, welche sich gleichwohl mit dem Thema Wasser beschäftigen. Diese sind im Jahr 2017 mit der Ende-60jährigen norwegischen Umweltaktivistin Signe und im Jahr 2041 mit dem Mitte-20jährigen Vater David angelegt. Erstere begibt sich samt Segelboot und Gletschereis nach Frankreich, der zweite ist mit seiner 5jährigen Tochter als Klimaflüchtling innerhalb von Frankreich Richtung Norden, Richtung Wasser, unterwegs.

    Leider entsteht bereits bei der Wahl der Zeiträume und der Reduzierung im Vergleich zum Vorgänger auf nur noch zwei Erzählstränge ein viel geringeres Spannungsfeld des Plots. Die Geschichte bleibt vorhersehbar, wobei dies auch bei "den Bienen" der Fall gewesen ist. Dort wusste man schon nach 20 Seiten, wie das Buch ausgehen wird. Trotzdem war damals der Weg das Ziel und die einzelnen Erzählstränge sehr spannend erzählt. Diesmal plätschert der Plot so dahin. Es entsteht leider wenig Spannung in der recht kargen Handlung. Dafür gibt es sehr viel Kritik am klimaschädlichen Lebenswandel unserer Generation mithilfe des Holzhammers vermittelt. Wenigstens ein bisschen Subtilität hätte dem buch gut getan. Spätestens wenn Signe nach einem kräftezehrenden Sturm auf ihrem Boot einen Schokoriegel findet und trotz Erschöpfung und Hunger die Energie aufbringt um zu bereuen, dass sie Schokolade mit Palmöl gekauft hat, wird es zu viel des Guten. Ab Seite eins wird die Kritik in Sachbuchmanier vermittelt. Sicherlich im Großen und Ganzen sinnvoll, dies darf aber auch subtiler geschehen.

    Letztendlich schwankte ich hier zwischen 2 und 3 Sternen, habe mich aufgrund des doch weniger Happy-End-mäßigen Endes als erwartet, für die 3 Sterne entschieden. Das Buch ist leider weniger intensiv als der Vorgänger, trotzdem liest er sich süffig runter.

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