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Gila63

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    Cover des Buches Von Rosen und Krähen (Weltenherz-Chroniken 1) (ISBN: B095QVW5CL)

    Bewertung zu "Von Rosen und Krähen (Weltenherz-Chroniken 1)" von Annika L. Schüttler

    Von Rosen und Krähen (Weltenherz-Chroniken 1)
    Gila63vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tolle Grunidee, doch es gibt zu viele Unklarheiten und offene Fragen
    Eine tolle Idee, aber zu viele Unklarheiten

    Vor langer Zeit sorgten acht Monde dafür, dass Lhargos eine sichere Welt war, doch nach und nach sind bis auf zwei Monde, alle verblasst. Als der König stirbt und seine Tochter Salais ihr Erbe antritt, wird sie mit einem furchtbaren Geheimnis konfrontiert. Nicht ihr Vater hat das Land regiert, sondern Ascher, ein Talisk. Er will die Macht über die Welt und Salais ist nur eine Marionette für ihn, die sich seinem Willen beugen muss. Ihre einzige Hoffnung auf Rettung ist der Widerstand, der sich gegen die Talisk gebildet hat. Doch Ascher ist ihnen immer einen Schritt voraus. Er jagt seine Schatten unheilbringend über die Dörfer, auf der Suche nach den Unantastbaren. Von den Menschen und ihrem Hab und Gut, bleibt nur Asche zurück.


    Weit entfernt von Lhargos ahnt unterdessen Maira, die nach dem Tod ihrer Mutter alleine lebt, nicht, dass die Welt am Abgrund steht. Doch dann rettet ein geheimnissvoller Mann sie vor dem Sturz von einer Brücke und in ihrem Haus tauchen plötzlich immer wieder Visitenkarten auf, deren Herkunft sie sich nicht erklären kann. Als in der Nähe eine Frau tot aufgefunden wird, die ebenfalls so eine Karte in ihrer Hand hält, spürt Maira, dass es einen Zusammenhang gibt. Was jedoch alles auf dem Spiel steht, ahnt sie nicht.


     


    Das Cover ist sehr schön und hat mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext weckte meine neugierig auf dieses Buch.


    Zu Beginn hatte ich Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, denn der Plot beginnt schon ziemlich blutig und brutal. Doch mit der Zeit wurde es etwas besser und ich hatte das Gefühl, in die Handlung hineingezogen zu werden. Ich war gespannt darauf, zu erfahren, wie die Autorin diese tolle Idee umsetzen würde.  


    Doch meine Euphorie ließ leider schnell nach, denn irgendwie wurde ich mit den Protagonisten nicht warm. 


    Es fiel mir schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen und es fehlte mir an Tiefe. So konnte ich die Reaktionen von Dallas zum Beispiel nicht richtig nachvollziehen. Einerseits gehorcht er Ascher nur, weil er Salais schützen will, doch als er in einem Dorf einen Mann misshandelt, vermittelt er mir das Gefühl, böse und brutal zu sein, weil es ihm Spaß macht.


    Zu den Hauptprotagonisten gehört auch Maira, die nichts von dieser magischen Welt und ihrer Bestimmung ahnt.


    Ich muss keine detaillierten Beschreibungen der Figuren haben und natürlich ist es schön, wenn ein Autor seinen Lesern genügend Raum für die eigene Fantasie lässt, aber hier waren es mir einfach zu wenig Informationen. 


    Besonders bei Maira ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich so gut wie nichts von ihr weiß und kein Bild von ihr vor Augen habe. 


    Sehr sympathisch hingegen waren mir Ran und Iven, die Widerstandskämpfer. Sie verbindet nicht nur der Wunsch nach einer besseren Welt, sondern auch eine tiefe Liebe. Die beiden waren meine Lieblingsprotagonisten und ihre Liebesgeschichte hat die Autorin wunderbar in den Plot eingearbeitet.


    Aber auch die Gefühle, die sich zwischen Maira und Traun entwickeln, hat die Autorin sehr ausdrucksvoll beschrieben.




    Es gab jedoch einfach zu viele Unklarheiten, die mich die Stirn runzeln ließen. Warum haben die Schatten zum Beispiel Salais beherrscht, aber ihren Vater und alle anderen Generationen vor ihm scheinbar nicht?! 


    Irgendwie hatte ich teilweise das Gefühl, den zweiten Teil einer Reihe zu lesen, in dem der Kontext bereits bekannt ist.


    Gestört haben mich auch die vielen Rechtschreibfehler über die ich immer wieder gestolpert bin und die den Lesefluss ziemlich behindert haben.


    Laut der Autorin handelt es sich um eine Triologie und der zweite Teil ist als Prequel geplant. Mir persönlich hätte es in der chronologisch richtigen Reihenfolge wahrscheinlich besser gefallen.




    Die Grundidee der Geschichte ist wirklich toll und auch die düstere, unheimliche und mystische Atmosphäre hat die Autorin gekonnt eingefangen.


    Deshalb gibt es gute 3 Sterne ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für Fans düsterer Fantasy-Storys

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    Cover des Buches Wirbelwind an Kapitän (ISBN: 9783952390665)

    Bewertung zu "Wirbelwind an Kapitän" von Cassandra Negra

    Wirbelwind an Kapitän
    Gila63vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Liebesgeschichte in Zeiten von Corona
    Eine Liebesgeschichte in Zeiten von Corona

    Zitat: "Ja, der Virus hat viel Leid über die Menschen gebracht, aber es hat uns auch die Hoffnung geschenkt, dass die Welt danach eine sein wird, in der es wieder um Liebe und Nächstenliebe geht..."

    Wir befinden uns im Jahr 2020. Die Welt leidet seit Monaten unter dem Corona Virus und der nächste Lockdown steht kurz bevor. Die Autorin Soey lebt in Berlin, ist glücklich verheiratet mit Christian und freut sich auf ihr erstes Kind. Doch dann ändert sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Sie erleidet eine Fehlgeburt und versinkt in eine Depression. Zurück bleibt nur Schmerz, Trauer und das Gefühl etwas Wertvolles verloren zu haben. Christian kommt nicht mehr an sie heran und irgendwann merkt Soey, dass ihr Mann sich verändert hat und sich immer mehr von ihr entfernt. Plötzlich steht sie vor den Scherben ihre Ehe und trennt sich von ihrem Mann.
    Im weit entfernten Wien infiziert sich zur gleichen Zeit der Arzt Sebastian mit dem Covid-19-Virus und muss in Quarantäne. In der letzten Zeit bestand sein Leben nur aus Arbeit, doch plötzlich hat er viel Zeit zum Nachdenken. Er spürt, dass er sich nach seinen gescheiterten Ehen wieder nach Nähe und Zärtlichkeit sehnt. Kurzentschlossen meldet er sich bei einem Online-Partnerportal namens „ForeverLove“ an.
    Das erste Date verläuft nicht so wie erhofft, doch dann erhält er eine Mail von Soey, die als "Wirbelwind" ebenfalls ihrer Einsamkeit entfliehen will. Ihre Art zu schreiben berührt ihn sofort und je länger sie sich gegenseitig schreiben, desto mehr spüren sie, dass da etwas zwischen ihnen ist, dass sich nicht beschreiben lässt.
    Doch in Zeiten von Corona ist alles anders. Wie kann sich eine Liebesgeschichte entwickeln, wenn eine Pandemie dafür sorgt, dass die Menschen Abstand halten und sich isolieren müssen?!

    Es handelt sich bei dem Buch um eine hochwertige Hartcover-Ausgabe mit einem Schutzumschlag. Das Format ist klein und der Seitenrand etwas breiter als gewohnt. Dadurch sind die 306 Seiten schnell gelesen. Das Cover ist wunderschön und zeigt ein Segelboot auf dem Wasser, mit einem traumhaften Lichtspiel im Hintergrund.
    Nachdem ich Cassandra Negra bereits von ihrem Roman "Keine Sternschnuppen für Sara?" kenne, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk. Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Die Sprache und der Ausdruck haben mich bereits bei ihrem letzten Buch begeistert. Er ist flüssig und lebendig und macht das Lesen zum Vergnügen.
    Die Kapitel flogen nur so dahin und innerhalb weniger Stunden war ich bereits am Ende der Geschichte angekommen.
    Im Fokus steht die Liebesgeschichte von Sebastian und Soey, die authentisch und wie aus dem Leben gegriffen ist. Angereichert ist sie mit vielen kleinen Gedichten und Weisheiten, die sich wunderbar in die Geschichte einfügen.

    Schon seit vielen Jahren lernen sich immer mehr Menschen über Dating-Apps kennen, doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Es ist gar nicht so einfach, bei der großen Anzahl an Dating-Vorschlägen, den oder die Richtige zu entdecken. Doch Sebastian findet Soey und diese antwortet mit  "Wirbelwind an Kapitän".
    Ein wenig hat mich die Geschichte an "E-Mail für Dich" erinnert, aber der Hintergrund dieses kennenlernens ist, aufgrund der aktuellen Situation, eine völlig andere.
    Sebastian und Soey begegnet sich erst am Ende des Plots. Allerdings war mir die Geschichte etwas zu komprimiert und das Kennenlernen der Beiden ging mir zu schnell. Sie sind keine Teenager mehr und es war mir, in ihren E-Mails und Telefonaten, etwas zu schnell die Rede von Gefühlen, Sehnsucht und Liebe.
    Was ich richtig gut fand, ist die Nähe der Geschichte zu unserer jetzigen Gegenwart. 

    Cassandra Negra hat es geschafft, die aktuelle Situation, (ohne dabei politische Äußerungen zu verwenden), in eine schöne Liebesgeschichte zu verpacken, die tiefgründig ist und zum Nachdenken anregt.
    Dafür gibt es von mir 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Die Reise des Königs (ISBN: 9783753404677)

    Bewertung zu "Die Reise des Königs" von Jan Nöbel

    Die Reise des Königs
    Gila63vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Fantasyreihe für Jung und Alt
    Eine wunderschöne Fantasyreihe für Jung und Alt

    Gemeinsam mit dem König machen sich die vier Freunde weiter auf die Suche nach den Königskindern.
    Die Gruppe ist mittlerweile in der Zwergenmine angekommen, doch bevor sie weiterziehen können, muss  jeder eine Laterne anfertigen. Während sich der König sogleich an die Arbeit macht, werden die Talente der vier Kinder von den Zwergen gefördert. Basco darf im Archiv viel über die Geschichte und Sprache der Zwerge lernen, Koro wird in Kalligraphie unterrichtet. Fea lernt nicht nur, sich für andere unsichtbar zu machen und Dietriche besser zu nutzen, sondern findet auch eine neue Freundin. Jindari erhält währenddessen, beim Schmied Unterricht im  Kämpfen. Während die Kinder sich in der Zwergenmine wohl fühlen, ist ihnen ihr Verfolger Fineas immer noch auf den Fersen. Er hat sein Ziel, den König zu töten nicht aufgegeben und schreckt auch nicht davor zurück, einen Pakt mit einem Dämon einzugehen.

    Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Teil der Reihe an und um die Geschichte zu verstehen, ist es erforderlich die Bücher der Reihe nachzulesen.
    Das Cover ist wieder wunderschön und passt perfekt zu Band eins.
    Ich habe schnell wieder in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil von Jan Nöbel ist sehr flüssig und angenehm zu. Er versteht es, gekonnt mit Wörtern zu spielen, ein wunderschönes Worldbilding in den Köpfen der Leser zu kreieren und ihnen trotzdem genug Raum für die eigene Phantasie zu lassen.
    Doch es ist ihm nicht nur gelungen, eine fantastische Welt, sondern auch interessante Charaktere zu erschaffen. Nicht nur die vier Kinder sind sehr individuell und facettenreich gestaltet, auch die Königskinder und die Zwerge sind sehr unterschiedlich und lebendig beschrieben und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf eine sehr authentisch Art und Weise weiter. Vor allem die Kinder wachsen an ihren gemeinsamen Erfahrungen. Der König bleibt wie schon im ersten Teil sehr geheimnisvoll und ist schwer einzuschätzen. Alle Figuren haben ihre Eigenarten und vor allem die Zwerge sind sehr gewissenhaft und sorgfältig, wenn es um ihre Arbeit geht. Sehr gelacht habe ich über die Erfindung des „Kleines-Feuerstein-Gerät-Das-Funken-Macht-Die-Einen-Docht-Entzünden“.
    Die Handlung ist wie schon im ersten Band sehr komplex und die vielen unterschiedlichen Perspektiven machten es mir teilweise nicht leicht, den Überblick zu behalten. Aber der Autor hat alles sehr geschickt miteinander verflochten und so habe ich den Faden nicht verloren.

    Am Ende blieb ich mit einigen offen Fragen zurück und sie lassen mich auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen.
    „Die Reise des Königs – Das Lächeln“ ist eine wunderschöne Geschichte, die nicht nur Kinder ab 12 Jahren, sondern auch Erwachsene in den Bann zieht. Dafür gibt es 5 Sterne

    Ich bedanke mich beim Autor für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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    Cover des Buches Spiel der Mächte (ISBN: 9783967411041)

    Bewertung zu "Spiel der Mächte" von Zara Kent

    Spiel der Mächte
    Gila63vor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Fortsetzung ganz nach meinem Geschmack!
    Eine Fortsetzung ganz nach meinem Geschmack

    "Spiel der Mächte: Seraphin" von Zara Kent




    Mia hat Vince verlassen und ist mit Michael in die Engeldimension gewechselt. Um nicht nachdenken zu müssen, den Schmerz nicht zu spüren und die Wut und die Magie nicht aufkommen zu lassen, stürzt Vince sich deshalb immer öfter in blutige Kämpfe gegen die Lykaner, Vampyre und Dämonen. Er lässt sich dabei nicht einmal von seinen Freunden aufhalten und es ist ihm völlig egal, ob er sich damit in Gefahr bringt. 


    Währenddessen schwebt Mia in der Engeldimension in einem Meer von Gefühlen. Michael versucht mit Meditationsübungen und einem Lösungstraining, ihre Emotionen und ihre Gefühle für Vince zu verdrängen, doch bei Mia blitzen immer wieder Erinnerungen auf. 


    Als mächtige Seraphin spürt sie instinktiv, dass sie ihr Innerstes vor Michael verbergen muss. Doch die Engel verfügen über genügend Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen und ihren Willen durchzusetzen. Als Mia endlich zurückkommt, steht sie völlig unter Michaels Bann und kann sich kaum noch an Vince und ihre gemeinsame Zeit erinnern. Vince will das jedoch nicht hinnehmen und beginnt um Mia zu kämpfen.




    Es handelt sich hierbei um den vierten Teil einer Reihe und es ist unbedingt notwendig, mit Teil 1 zu beginnen um die Handlung zu verstehen. 


    Ich war bereits von Teil 1 - 3 total begeistert und konnte es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen. Und was soll ich sagen?! Zara Kent hat meine Erwartungen wieder zu hundert Prozent erfüllt...sogar mehr als erfüllt! 


    Ich bin sehr schnell wieder in die Geschichte, die nahtlos an Teil 3 anknüpft, eingetaucht und wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.


    Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht, flüssig, lebendig und mir mittlerweile sehr vertraut.


    Mia ist eine Seraphin und die Auserwählte des Erzengels Michael. Um zu lernen mit ihren Kräften umzugehen und einen Krieg zwischen den Engeln und den Menschen zu  vermeiden, sie hat keine andere Wahl, als ihn in die Engeldimension zu begleiten. 


    Vince leidet schwer darunter, dass Mia fort ist und doch muss er als Nachfolger seines Vaters, die Welt vor den Schattenwesen schützen. Die Lage gerät immer mehr außer Kontrolle, denn Vince kämpft um Mia und ihre Seele und muss zusätzlich auch noch seine Magie in Schach halten.


    Wir verfolgen die Handlung wieder im Wechsel aus der  Perspektive von Vince und Mia und so konnte ich sehr gut mit beiden mitfühlen und mich in sie hineinversetzen.


    Auch wenn mir alle Charaktere mittlerweile ans Herz gewachsen sind, ist Vince immer noch mein Lieblingsprotagonist. Zara beschreibt die Figuren wunderbar lebendig, bildhaft und realistisch.


    Sie versteht es einfach, die Protagonisten durch ihre Handlungen sprechen zu lassen und bei mir für reichlich Kopfkino zu sorgen. Irgendwie glaube ich jedesmal nach ein paar Seiten, sie alle persönlich zu kennen und vor mir zu sehen.


    Der Spannungsbogen ist auf einem konstant hohen Level. Aber nein, das ist nicht richtig. Er ist nicht konstant....er steigt konstant! Bei jedem Band glaube ich, dass es nicht mehr zu toppen ist und doch gelingt es der Autorin immer wieder mich zu überraschen.


    Am Ende lässt sie mich mit einem richtig fiesen Cliffhanger zurück. Einerseits kann ich es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen, aber irgendwie habe ich auch Angst vor dem, was mich erwartet. 




    Wer eine Fantasyreihe sucht, die nervenaufreibend, fesselnd, packend und hoch emotional ist, der ist hier an der richtigen Adresse! 


    ich liebe diese Reihe einfach und sie gehört zu meinen Jahreshighlights 2021!   5 hochverdiente Sterne für dieses *Must-Read* ⭐⭐⭐⭐⭐+++++

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    Cover des Buches Der erste letzte Tag (ISBN: 9783426283868)

    Bewertung zu "Der erste letzte Tag" von Sebastian Fitzek

    Der erste letzte Tag
    Gila63vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Zitat "Die meisten Menschen haben viel zu viel Angst vor einem kurzen Leben. Dabei sollten sie mehr Angst vor einem schlechten haben."
    Ein Must-Read

    Ein "Must-Read"


    Zitat
    "Die meisten Menschen haben viel zu viel Angst vor einem kurzen Leben. Dabei sollten sie mehr Angst vor einem schlechten haben."


    Livius will eigentlich heute noch von Neukölln nach Berlin fliegen, um seine Ehe zu retten, doch irgendwie geht alles schief. Nicht nur, dass der Inhalt seines Koffers gerade verstreut auf dem Förderband in den Magen des Fliegers verschwindet.. der Flug wird wegen eines drohenden  Schneesturms auch noch gestrichen und der letzte Mietwagen soll stolze 1200 Euro kosten. Dann muss er sich das Auto auch noch mit einer jungen Frau teilen, die ihm schon im Flieger unangenehm aufgefallen ist und zu der Livius normalerweise Abstand gehalten hätte. Unterschiedlicher wie die Beiden, können zwei Menschen kaum sein. Livius ist Deutsch- und Geschichtslehrer und, wie er selbst von sich behauptet, "normal spießig".
    Lea hingegen ist Journalistin, laut, schräg und hat sehr ungewöhnliche Ansichten.
    Doch auf ihrer gemeinsamen Fahrt schafft sie es, Livius zu einem ungewöhnlichen Experiment zu überreden. Für einen Artikel will sie einen Selbstversuch starten:
    Was geschieht, wenn zwei Menschen einen Tag verbringen, als wäre es ihr letzter.
    Und so beginnt die denkwürdigste Autofahrt, die Livius je hatte und die sein ganzes Leben verändern wird.


    Ich muss gestehen, dass ich ein totaler "Fitzek-Neuling" bin. Ich habe zwar "Passagier 23" im Regal stehen, aber mich bisher nicht getraut es zu lesen. (Ich möchte schließlich jedes Jahr in den Urlaub fliegen). Thriller sind also so gar nicht meins. Als ich das Cover dieses Buches zum ersten Mal gesehen habe, musste ich schon herzhaft lachen. Allein der Titel "Der erste letzte Tag - Kein Thriller" ist genial. Mit dem Namen Sebastian Fitzek assoziiere ich automatisch "Thriller".
    Doch der Klappentext zu diesem Buch hat mich sofort neugierig und nachdenklich gemacht. Was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass dieser Tag mein letzter ist?
    Die beiden Hauptprotagonisten Livius und Lea könnten nicht unterschiedlicher sein. Als Lea Livius "überredet" bei ihrem Experiment mitzumachen, ahnt dieser nicht, was ihn erwartet. Leben, als wäre es mein letzter Tag? Wie soll das gehen? Wenn Du jetzt glaubst, Lea meint damit, sich nochmal einen traumhaften Sonnenuntergang anzusehen und gut zu Essen, dann täuschst Du Dich. Ihre Vorstellung von ihrem letzten Tag ist eine völlig andere.
    Ich hatte keine Ahnung, was mich in dieser Story erwarten würde. "Der erste letzte Tag?" Ist es ein trauriger Tag, ist er lustig, bringt er mich zum Nachdenken, zum Weinen oder bringt er mich zum Lachen? Am Ende ist all das geschehen!
    So, wie die Beiden diesen Tag verbringen, würde das wahrscheinlich niemand tun. Ihre Handlungen entsprechen nicht der Realität, aber dass müssen sie auch gar nicht.
    Sebastian Fitzek übertreibt ziemlich, aber es ist schließlich auch ein Roman und keine wahre Geschichte.
    Ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen es Szenen gab, die mich zum grinsen oder schmunzeln animiert haben. Es gab auch schon Storys, die sehr emotional und traurig waren. Doch eine Geschichte, mich so richtig herzhaft zum Lachen gebracht hat und bei dem mir die Tränen liefen, weil es so emotional war, habe ich bisher nur selten gelesen.
    Mit seinem lebendigen und wortgewandten Schreibstil ist es dem Autor gelungen, einerseits eine unglaubliche Leichtigkeit zu vermitteln und andererseits die Geschichte mit unheimlich viel Tiefe zu füllen. Ein Roman, der gut durchdacht, dynamisch und temporeich ist, amüsant und gleichzeitig emotional, sowie witzig und dramatisch.


    Sehr gut haben mir auch die kleinen Illustrationen von Jörg Stollmann gefallen. (Natürlich auch die wunderschöne Zeichnung, die der Autor vom Illustrator gemacht hat) ;-)


    Am Ende ist die Botschaft, dass jeder Augenblick kostbar ist, auch wenn er nur einen Wimpernschlag dauert, ist bei mir angekommen!
    Ich hoffe, dass dies nicht der letzte Ausflug von Sebastian Fitzek in diesem Genre ist.
    Chapeau! Für mich ist dieses grandiose Buch eines meiner Jahreshighlights und ein "Must-Read".
    Von mir gibt es deshalb hochverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung! 


    Ich bedanke mich beim Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.

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    Cover des Buches Askeria: Die letzte Generation (ISBN: 9783964434555)

    Bewertung zu "Askeria: Die letzte Generation" von Juliet May

    Askeria: Die letzte Generation
    Gila63vor einem Monat
    Kurzmeinung: Nehmt euch die nötige Zeit und Ruhe um euch auf die Geschichte einzulassen
    Ein guter Start in eine sehr komplexe Fantasyreihe

    "Der Ursprung einer Angst kommt niemals aus den Dingen selbst, viel mehr, wie du dich ihnen entgegenstellst."


    Die vierzehnjährige Piara lebt auf dem Kontinent Mitaeria in einem kleinen Ort namens Clay in der Provinz Saetam.
    Lange vor ihrer Zeit gab es Krieg zwischen den Menschen und den Ceri. Bei ihnen handelt es sich um Wesen der Dunkelheit. Einer Rasse, die den Menschen ähnlich ist, aber über eine blau-gräuliche Haut verfügt, Augen die ihre Farbe je nach Stimmung ändern und verzweigte Hörner auf ihrem Kopf hat. Der Orden von Corasil hat diesen Kriegen damals ein Ende gesetzt und verbannte die Ceri auf den Kontinent Malluma, der im Gegensatz zu Mitaeria, in völliger Dunkelheit gehüllt ist. Als Dank müssen die Menschen sich den Lehren und Geboten des Ordens beugen. Sämtliche Dokumente, die auf die Ceri hinweisen, wurden vernichtet und mittlerweile weiß kaum noch jemand etwas über die Existenz dieses Volkes.
    Es gibt jedoch immer noch Forscher, die weiter recherchieren und den Orden kritisieren. Deshalb sind Inquisitoren ständig auf der Jagd nach Abtrünnigen, die weiter verbotene Magie wirken, wissenschaftliche Forschungen betreiben und nicht an die Güte des Gottes Coralis glauben.
    Seit dem Tod von Piaras Eltern, wird das junge Mädchen von ihren Brüdern Ineas und Souta groß gezogen. Sie leben in ständiger Angst davor, entdeckt zu werden, denn Piara ist mit einem Brandmal des verstoßennem Volkes gezeichnet. Sie hat als einzige in ihrer Familie Hörner. Warum das so ist weiß Piara nicht und von ihren Brüdern bekommt sie auf Fragen keine Antwort.
    Als die Inquisitoren des Ordens in Clay auftauchten, kann Souta im letzten Moment mit seiner Schwester fliehen. Ineas müssen sie schwer verletzt zurücklassen.
    Die beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, in der Piara sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht, nachdem Souta ihre Fragen nicht beantworten will. Nach und nach kommt sie dem Geheimnis ihrer Familie auf die Spur und erfährt, dass ihre Brüder sie vor einer Wahrheit beschützt haben, die sie als Kind nicht verkraftet hätte.


    Ich wurde durch eine befreundete Bloggerin auf dieses Buch aufmerksam. Sie hat mich richtig neugierig auf die Geschichte gemacht und als mich auch der Klappentext ansprach, stand sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.
    "Askeria - Die letzte Generation“ ist Juliet May's Debüt-Roman und der erste Teil einer Fantasy-Reihe der 2019 erschienen ist.
    Bereits auf der ersten Seite wurde ich von der Autorin mitten ins Geschehen geworfen und habe Piara und ihren Bruder Souta auf der Flucht vor den Inquisitoren des Ordens begleitet.
    Die Spannung war für mich sofort greifbar.
    Juliet May erzählt die, sehr komplexe Geschichte, in mehreren Handlungssträngen. Es wechseln jedoch nicht nur die Sichtweisen, sondern sie springt auch immer wieder in die Vergangenheit, um den Leser nach und nach mit Hintergrundinformationen zu versorgen.
    Der Schreibstil und die Ausdrucksweise der Autorin waren für mich gewöhnungsbedürftig und ich musste etliche Sätze und Abschnitte nochmals lesen und konzentriert dabei bleiben, um die Handlung zu verstehen.
    Nehmt euch also auf jeden Fall die nötige Ruhe und die Zeit, um euch auf die Geschichte einzulassen.


    Die Charaktere sind facettenreich, detailliert und sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mich gut in Piara hineinversetzen und ihre Enttäuschung über das fehlende Vertrauen ihres Bruders verstehen. Bei Souta hat es etwas länger gedauert, bis ich mich mit ihm anfreunden konnte. Er verheimlicht seiner Schwester viel und erst nach und nach erfährt man die Gründe dafür.
    Neben Piara und Souta verfolgte ich die Geschichte auch aus der Perspektive von Rigoras. Er ist der Sohn eines Regenten aus der Provinz Fayon und es gibt eine besondere Verbindung zwischen ihm und Piara. Rigoras, den man meistens in Begleitung seines zahmen Wildschweins Truffel (eine tolle Idee!) sieht, ist mein Lieblingsprotagonist. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, der pflichtbewusst und hilfsbereit ist. Vermisst habe im Plot seinen Leibwächter Rad, der der beste Freund von Rigoras ist, aber leider nach einem kurzen Auftritt nicht wieder in Erscheinung tritt.


    Das imposante Worldbilding ist gut durchdacht und von der Autorin sehr detailliert und bildgewaltig beschrieben. Auch die Atmosphäre hat sie gekonnt eingefangen.
    Alles ist jedoch sehr miteinander verflochten. Die ständigen Wechsel der Perspektiven und die Zeitsprünge verwirrten mich oft etwas. Mir fehlte der rote Faden und ich habe zwischendurch den Überblick verloren.
    Es passierte mir teilweise auch zu wenig und dadurch kam, vor allem im mittleren Teil, kaum Spannung auf.
    Piara und Souta halten sich zum Beispiel lange in Ascot auf, ohne das groß etwas geschieht. Souta hält seine Schwester immer wieder hin und es gibt kaum Erklärungen. Auch in Myrefall zieht sich die Handlung sehr in die Länge.
    Erst im letzten Viertel des Buches fesselte mich die Geschichte wieder richtig und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los.


    Fazit
    "Askeria - Die letzte Generation" hat mich neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht. Ich bleibe mit vielen offenen Fragen zurück und deshalb bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.
    Für Band 1 gibt es 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 ☀️☀️☀️☀️ Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans.


    Ich bedanke mich bei Nova MD für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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    Cover des Buches Unser letzter Tag (ISBN: 9783948736149)

    Bewertung zu "Unser letzter Tag" von Stefan Suchanka

    Unser letzter Tag
    Gila63vor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Autor hat mich beim Lesen vergessen lassen, dass es kein Morgen geben wird.
    Ein absoluter Geheimtipp!

    Zitat:


    "Es ist doch egal, ob du es zu Ende bringen kannst. Die Entscheidung, sie ist es, die einen frei macht."


    Der letzte Tag der Menschheit ist angebrochen, das Armageddon steht bevor, denn um 20:12 Uhr wird ein Asteroid die Erde treffen. Doch wie verbringt man seine letzten Stunden?
    Sieben sehr unterschiedliche Menschen, die dennoch durch einen gemeinsamen Freund miteinander verbunden sind, müssen sich ihrer Vergangenheit und der Frage stellen, ob sie ihr Leben ändern wollen am letzten Tag ihres Lebens.
    Wie würdest du reagieren, wenn du wüsstest, dass du den nächsten Tag nicht mehr erlebst?!
    Ich denke, die meisten Menschen würden in Panik und in einem Schockzustand verfallen und nicht mehr klar denken können.
    Ich habe dabei schreiende Menschen vor Augen, die vor lauter Angst die Selbstbeherrschung verlieren und kopflos durch die Gegend rennen. Doch wer solche Erwartungen an das Buch hat, wird enttäuscht. "Unser letzter Tag" ist anders: tiefsinnig, nachdenklich und philosophisch.


    Stefan Suchanka erzählt die Geschichte von sieben unterschiedlichen Menschen anhand der sieben Todsünden. Die zentrale Figur in der Story ist Ludwig und wir begleiten ihn, während er an seinem letzten Tag nochmal allen Freunden einen Besuch abstattet.
    Der Schreibstil des Autors ist fantastisch!
    Klar, fokussiert und eloquent führt er seine Leser durch die Zeilen. Er hat mich so schnell in den Bann gezogen, dass ich mich diesem Buch einfach nicht mehr entziehen konnte und es innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.


    Jedem Protagonisten ist zu Beginn ein Kapitel gewidmet, dass als Überschrift eine der sieben Todsünden hat. Nach und nach lerne ich die unterschiedlichen Persönlichkeiten kennen. Dabei hat der Autor sich auf das Wesentliche konzentriert und es gibt keine ausschweifende und bildgewaltige Beschreibungen. Dennoch sind die unterschiedlichen Charaktere authentisch und gut durchdacht. Durch die eingepflegten Rückblenden habe ich tiefgreifende Einblicke in das Leben jedes Beteiligten bekommen und konnte ihre Reaktionen und Emotionen gut nachvollziehen.
    Bis zum Schluss war für mich nicht ersichtlich, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln und wohin der Weg führen soll, denn alles ist sehr geschickt miteinander verflochten. Was für ihr Rolle spielt Ludwig? Und warum tauchen alle irgendwann in der Tankstelle auf? 


    Der Plot verfügt über einen subtilen Humor und hat einem einfühlsamen und melancholische Unterton.
    Die Konfrontation mit den sieben Todsünden gibt tiefe Einblicke in die eigene Psyche und hält uns einen Spiegel vor.
    Die Tatsache, dass ein Asteroid auf die Erde stürzt, spielt letztendlich gar keine Rolle mehr.
    Am Ende ist alles gesagt und dem Leser bleibt genügend Spielraum für eigene Interpretationen.
    Eigentlich habe ich am Ende einer Geschichte lieber ein Happy End, doch in diesem Fall passt der Abschluss perfekt zum Plot. 


    Fazit
    Der Autor hat es geschafft, ein Buch über den letzten Tag im Leben von sieben Menschen zu schreiben und den Leser dabei vergessen lassen, dass es kein Morgen geben wird.
    Ein Buch, das tiefsinnig, gut durchdacht und überraschend stark ist. Es regt zum Nachdenken an und ist für mich ein absoluter Geheimtipp!
    Von mir gibt es dafür hochverdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ bekommt!


    Ich bin durch den Kirschbuch Verlag auf dieses Buch aufmerksam geworden und durfte es während einer Leserunde auf Lovlybooks lesen.


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    #UnserletzterTag #StefanSuchanka #roman #satire 

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    Cover des Buches Das Amulett der Welten: Winternacht (ISBN: 9798731503921)

    Bewertung zu "Das Amulett der Welten: Winternacht" von Carmen Rebecca Engels

    Das Amulett der Welten: Winternacht
    Gila63vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein schöner Start in die Fantasyreihe und ein starkes Debüt!
    Ein schöner Start in die Fantasyreihe und ein starkes Debüt

    Schon seit sechs Jahren hat die 18-jährige Myra zu ihrer Großmutter Margarete keinen Kontakt mehr gehabt, als sie plötzlich von der Nachricht über ihren Selbstmord überrascht wird. Kurze Zeit später liegt das Schreiben einer Erbverwalterin in ihren Briefkasten.
    Obwohl ihre Mutter, die sie all die Jahre von ihrer Oma ferngehalten hat, versucht es ihr auszureden, nimmt sie das Erbe an. Doch ihre Großmutter hat ihr nicht nur das Haus hinterlassen, sondern auch ein Amulett, dass Myra in der Nacht auf magische Art durch den Brunnen in die Keltenzeit zieht.
    Zuerst glaubt sie, auf einem mittelalterlichen Event gelandet zu sein, denn sie kann nicht fassen, dass sie 2000 Jahre in der Zeit zurück gereist ist. Die Kräuterfrau Grainne und ihr Ziehsohn Aedan, machen aber scheinbar keine Scherze, als sie behaupten, dass das Amulett seit über 80 Jahren von einer blutrünstigen Druinenbruderschaft gesucht wird. Da es für Myra im Moment keinen Weg zurück in ihre Welt gibt und sie mit ihren kurzen Haaren und ihrer modernen Ausdrucksweise zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, findet sie erstmal bei Grainne und Aedan Unterschlupf.
    Ist sie, wie ihre Großmutter und Urgroßmutter nun die Trägerin des Amuletts der Welten und eine Verbinderin? Was verheimlichen Grainne und Aedan vor ihr? Und warum sieht sie Aedan nachts in ihren Träumen? Ehe Myra sich versieht, steckt sie mitten in einer uralten Fehde und muss eine Entscheidung treffen....


    Ich liebe Zeitreisen-Romane und als ich den Klappentext und die Leseprobe zum Buch gelesen hatte, wurde ich sofort neugierig auf die Geschichte.
    Durch den angenehmen, flüssigen und lebendigen Schreibstil der Autorin bin ich dann auch schnell in die Geschichte hineingezogen worden. Ich konnte kaum glauben, dass es sich hierbei um das Debüt von Carmen Rebecca Engels handelt, denn sie versteht es, gekonnt mit Wörtern zu spielen und das Lesen zum Vergnügen zu machen.
    Das Setting ist bildreich und anschaulich, sowie mit großer Sorgfalt und Genauigkeit dargestellt und in meinem Kopf entstanden die Schauplätze der Keltenzeit in wunderschönen Bildern.

    Myra hat ihre Oma Margarete zuletzt vor sechs Jahren gesehen, denn ihre Mutter hat den Kontakt immer verhindert und wollte ihr auch nie erklären, warum das so ist. Sogar das Erbe ihrer Großmutter soll sie ablehnen, doch nun ist Myra erwachsen und auf der Suche nach Antworten.
    Als sie von dem magischen Amulett in die Eisenzeit gezogen wird, ändert sich für die 18-Jährige plötzlich alles. Das Amulett lässt sie nicht zurück in ihre Welt. Deshalb muss sie sich bei der Kräuterfrau Grainne verstecken und bei ihr in die Lehre gehen, um nicht aufzufliegen und von der Druinenbruderschaft verschleppt zu werden. Nach und nach erfährt die junge Frau immer mehr über das Amulett und über ihre Bestimmung. Doch eigentlich will sie davon gar nichts wissen und einfach nur nach Hause zurück.


    Myra ist eine sympathische Protagonistin. Sie vereint alles, was eine mutige junge Frau ausmacht und durchläuft bereits im ersten Teil der Reihe eine gewaltige Entwicklung. Sie muss sich in einer völlig fremden Welt zurechtzufinden und reagiert verständlicherweise zu Beginn oft etwas töricht und stur. Ihre "neudeutschen" Ausdrücke brachten mich so manches Mal zum Lachen, denn ich konnte mir die verständnislosen Blicke von Grainne, Aedan und auch von Fionn gut vorstellen.
    Nach und nach erfährt Myra, was für ein Geheimnis sich hinter dem Amulett verbirgt. Sie wird mutiger, überwindet ihre Ängste und setzt sich für die Dorfbewohner ein.
    Die Kräuterfrau Grainne ist eine besonnene und liebevolle Frau, die alles dafür tut, damit Myra nicht in Gefahr gerät. Sie bildet die junge Frau aus und die Informationen über die Kräuter und deren Wirksamkeit fand ich sehr interessiert.
    Aedan hingegen ist ein ziemlich mürrischer Geselle, der von Myra genervt ist. Doch nach und nach taut er auf und zeigt sogar so etwas wie Gefühle.
    Die Autorin hat die Charaktere sehr glaubwürdig und lebendig beschrieben und auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Fionn und Riona, Bébhinn und Tormod sind vielschichtig gestaltet und zu jeder Zeit greifbar. Sie fügen sich wunderbar in die Geschichte ein und runden sie perfekt ab. Toll finde ich, dass sich die Beziehungen zwischen den Protagonisten langsam entfalten und ich so die Entwicklung gut nachvollziehen kann.
    Die Spannung baut sich erst langsam auf, aber das ist, für mich, bei einem Mehrteiler völlig in Ordnung.
    Geheimnisse, Intrigen und unvorhersehbare Wendungen lassen die Spannung nach und nach kontinuierlich ansteigen. Je länger ich gelesen habe, desto mehr wurde ich von der Handlung mitgerissen und gefesselt. Es fiel mir immer schwerer, dass Buch zur Seite zu legen.


    Fazit
    Ich kann "Das Amulett der Welten: Winternacht" allen Fans von Zeitreise-Romanen nur empfehlen.
    Eine tolle Geschichte, der man anmerkt, wieviel Liebe und Zeit die Autorin in die Recherche gesteckt hat.
    Für dieses überraschend starke Debüt gibt es 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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    Cover des Buches Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe (Ghost Hunter Acadmey-Reihe 1) (ISBN: B092MJFRH3)

    Bewertung zu "Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe (Ghost Hunter Acadmey-Reihe 1)" von Sarah Short

    Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe (Ghost Hunter Acadmey-Reihe 1)
    Gila63vor einem Monat
    Kurzmeinung: Tolle Fantasy-Story!
    Eine tolle Fantasy-Story!

    "Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe"
    von Sarah Short
    (Ghost Hunter Acadmey-Reihe 1)

    Die 19-jährige Joelle lebt seit ihrem zehn Lebensjahr im Internet der Ghost Hunter Association in Paris. Dort wird sie darauf vorbereitet, als Geisterjägerin die Welt der Menschen vor den bösen Kräften der Hölle und des Jenseits zu schützen.
    Sie ist zwar eine Halbdämonin und stammt von einem ehemaligen Seraphim, einer der sechsflügeligen Engel ab, mit der Hölle will sie jedoch nichts zu tun haben. Das ändert sich auch nicht, als ihr dämonischer Vater Samuel sie auffordert zu ihm zu kommen.
    Doch dann taucht ihr Exfreund Gábor, nachdem er unter Luzifers Kommando in der Hölle gedient hat, plötzlich wieder in Paris auf und er weckt nicht nur schmerzliche Erinnerungen in Joelle, sondern sorgt auch dafür, dass ihr Herz heftig klopft. Doch hat diese Beziehung überhaupt eine Zukunft?
    Ehe Joelle sich versieht, steht sie zwischen den Fronten eines alten Kampfes und muss sich ihrem Trauma und ihren Gefühlen stellen.

    Nachdem ich bereits etliche Bücher von Sarah Short gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk.
    "Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe" ist im Prinzip die Vorgeschichte zu "Hekates Erbe", aber in sich abgeschlossen und kann deshalb unabhängig davon gelesen werden.
    Der Schreibstil von Sarah Short ist sehr dynamisch, wunderbar lebendig und flüssig und es fiel mir wirklich schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.
    Deshalb habe ich die 523 Seiten auch an einem Wochenende gelesen.
    Die Geschichte ist aus der Perspektive von Joelle geschrieben. So konnte ich ihre Gedanken und Emotionen gut nachvollziehen. Joelle lebt seit dem Tod ihrer Mutter in der Ghost Hunter Academy in Paris und ist fast mit der Schule fertig, als ihr dämonischer Vater Samuel sie in die Hölle beordert und verlangt, dass sie sich ihm anschließt. Joelle ist alles andere als begeistert, denn Samuel hat sich die ganzen Jahre nicht um sie gekümmert. Außerdem hält sie schon immer möglichst großen Abstand zu dämonischen Männern, denn sie schüren tiefsitzende Ängste in ihr.
    Doch dann lernt sie Gábor kennen und muss sich ihren Gefühlen stellen.
    Joelle ist sie eine starke Protagonistin und war mir sofort sympathisch. Sie wurde im Laufe der Geschichte immer mutiger und hat sich wunderbar weiterentwickelt.
    Neben Joelle und Gábor Farkas sind mir viele Protagonisten begegnet, die ich schon aus "Hekates Erbe" kenne. Zum Beispiel: Grigori, die Zwillinge Milan und Gyula, Tristan, Luc und Anouk. Aber auch auf Samuel, Bela Farkas und viele andere.
    Die Autorin hat die Protagonisten mit ihren Ängsten, Sorgen und ihren Emotionen lebendig und authentisch dargestellt und alle Charaktere sehr gut ausgearbeitet.
    Auch die Schauplätze in Paris und in der Hölle sind sehr bildhaft und detailliert beschrieben und sorgten für ausreichend Kopfkino.
    Es gibt zu Beginn einige ruhige Passagen, aber Sarah Short spart auch nicht mit actionreichen Szenen. Durch unvorhersehbare Wendungen nimmt die Handlung schnell Fahrt auf und lässt die Spannung stetig ansteigen. Von Kapitel zu Kapitel wurde ich mehr in die Geschichte hineingezogen.
    Fazit
    "Ghost Hunter Academy: Verborgenes Erbe" ist packend, fesselnd und mitreißend. Eine tolle Fantasy-Story, die alles vereint, was ein gutes Buch braucht. Mystik, Spannung, Drama, Intrigen und natürlich Gefühle.
    Von mir eine klare Empfehlung und 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐
    für Fans von Fantasy und Romantasy.

    Ich durfte die Story schon vorab als Testleserin lesen und bedanke mich bei Sarah für das Rezensionsexemplar!

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    Cover des Buches Was wir sehen, wenn wir lieben (ISBN: 9783499005657)

    Bewertung zu "Was wir sehen, wenn wir lieben" von Kristina Moninger

    Was wir sehen, wenn wir lieben
    Gila63vor einem Monat
    Kurzmeinung: Wow, ein wahrer Pageturner!
    Ein wahrer Pageturner!


    Als die 27-jährige Teresa nach einem Sturz im Krankenhaus erwacht, hat sie ihr Gedächtnis verloren und es sind fünf Jahre vergangen.
    Gerade noch wollte sie sich mit Henry, dem Schwarm ihrer Jugend verabreden, doch nun erkennt sie sich selbst nicht wieder.
    Teresa 2.0, wie sie die neue Variante ihrer selbst nun nennt, hat einen gutbezahlten Job in einer Galerie, besitzt eine Eigentumswohnung und hat die, von ihr geliebte Arbeit im Tattoostudio geschmissen. Zu allem Übel steht in ihrem Badezimmer ein nackter Mann und von Henry ist weit und breit nichts zu sehen.
    Sie versucht die verlorene Zeit aufzuarbeiten, doch merkwürdigerweise will ihr niemand so richtig dabei helfen.
    Wenigstens findet sie Henry schnell wieder, doch dieser ist alles andere als gut auf Teresa zu sprechen. Hat ihre Liebe überhaupt noch eine Chance?

    Als mir der Klappentext des Buches ins Auge sprang, war mir eigentlich sofort klar, dass ich es lesen möchte. Doch ich habe nicht damit gerechnet, dass all meine Erwartungen, die ich an die Geschichte hatte, übertroffen werden würden.
    Kristina Moninger hat einen wunderbar leichten und flüssigen Schreibstil und versteht es, Emotionen zu transportieren. Bereits nach wenigen Seiten hatte sie mich in den Bann gezogen und ich habe dieses Buch mit seinen 443 Seiten innerhalb von zwei Tagen gelesen. 

    Teresa habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine sympathische Protagonistin, die Ecken und Kanten hat, sehr authentisch ist und von Kristina sehr lebendig beschrieben wurde.
    Sie versucht zu verstehen, was in den letzten fünf Jahren passiert ist. Warum hat sie sich so verändert?
    Immer wieder treten kurze Fashbacks auf, die ihr kleine Einblicke in die Vergangenheit geben, doch die bringen sie nicht viel weiter.
    Die Teresa von früher lebt in einer WG mit ihrer chaotischen Schwester Sophie, trägt einen Pony, hat eine Leidenschaft für Tattoos und fährt einen alten orangeroten Golf.
    Teresa 2.0 besitzt eine Eigentumswohnung, ist in einem Buchclub, trägt nur noch gedeckte Farben und ist die Affäre von Lars.
    Es ist gar nicht so einfach, diese beiden Personen wieder zu einer zu vereinen, wenn man sich selbst nicht mehr erkennt.
    Und die Frage, die über allem schwebt....warum hat sie sich von Henry getrennt?
    Wir verfolgen die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven.
    Teresa begleiten wir in der Gegenwart und Henry lernen wir nach und nach durch Rückblenden in die Vergangenheit kennen, die die Autorin gekonnt eingepflochten hat. So bekam ich Einblicke in die Gedanken und Gefühle von beiden Hauptprotagonisten und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
    Henry ist der König des Nonsense-Wissens und schraubt gerne an alten Autos herum. Er ist liebenswert und sympathisch und hat mein Herz im Sturm erobert. Doch er ist auch feinfühlig und sensibel und hat Angst, von Teresa verletzt zu werden.
    Die Autorin hat die Beiden und auch alle anderen Charaktere wunderbar facettenreich, lebendig und detailliert beschrieben: Carla, die mich mit ihren Problemen mit der Autokorrektur ihres Handy so manches Mal zum Lachen gebracht hat. Ihre chaotische Schwester Sophie, die immer für sie da ist und ihre Eltern, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Auch Lars, dessen Affäre Teresa in den letzten fünf Jahren war und der so völlig anders ist, als ich ihn mir zu Beginn vorgestellt habe, hat mich begeistert. Alle Figuren fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
    Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an und ich konnte das Buch kaum noch zur Seite legen, denn ich wollte unbedingt wissen, was letztendlich der Grund für Teresas Verhalten war.
    Die Autorin hat den Spagat zwischen ernsten, emotionalen Themen und den lustigen und witzigen Situationen perfekt gemeistert und die Atmosphäre gekonnt eingefangen.

    Ich habe einen "Wohlfühlroman" erwartet und soviel mehr bekommen. Eine wunderschöne Geschichte mit Tiefgang in der es um Liebe, Freundschaft, Vertrauen und dem Zusammenhalt zwischen Geschwistern geht. Ein wahrer Pageturner! Chapeau!
    Es gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights 2021 und bekommt hochverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

    Ich bedanke mich bei Kristina Moninger und beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
    .
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    #Waswirsehenwennwirlieben #KristinaMoninger #rowohltverlag #lovelybooks #rezensionsexemplar

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