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Gina_Grimpo

  • Mitglied seit 09.07.2020
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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Gnolle (ISBN: 9798649986908)

    Bewertung zu "Die Gnolle" von Olaf Raack

    Die Gnolle
    Gina_Grimpovor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Das Cover verrät es schon: dies ist mal eine andere Fantasy-Geschichte
    Viel Witz und Brutalität

    Schon das Cover lässt erahnen: hier wird es keine verzauberten Prinzessinnen, geheimnisvolle Schönlinge und ganz viel Romantik geben. Nein, in diesem Buch geht es zur Sache und zwar genau nach meinem Geschmack.

    Sieben Junggnolle müssen, um als vollwertige Mitglieder ihrer Gemeinschaft anerkannt zu werden, eine Prüfung bestehen. Die Prüfung lautet: das Erz für die Waffen, die ihnen als Erwachsene zustehen, selber beschaffen. So weit, so schlecht, denn bis zu den Erzmienen ist es nicht nur ein weiter, gefahrenvoller Weg, die größte Gefahr besteht durch die Menschen, die diese Mienen für sich beansprucht haben. Dass das nicht ohne Konflikte vonstatten geht, ist klar.

    Gnolle kannte ich vorher noch nicht, finde zwischen all den Elben, Zwergen und Hobbits mal eine gelungene Abwechslung im Fantasy-Genre. Die sieben Gnolle um ihren Anführer Gnaar sind sympathische Raufbolde, die kein Blatt vor den Mund nehmen und vor allem am Anfang macht das Lesen einfach einen Riesenspaß. Ich habe nicht über die Reise der Gnolle gelesen, ich bin mit ihnen gereist. Die kleinen und großen Abenteuer unterwegs, das ständige Gekabbel (vor allem Draag hat einige gute Sprüche raus, die mich oft zum Grinsen gebracht haben) und die anderen Wesen, denen die Gnolle unterwegs begegnen sind so toll beschrieben, dass ich zweitweise vergessen habe, dass ich eigentlich nur lese, so sehr war ich in meinem Kopfkino drin.

    Spätestens nach dem ersten Zusammentreffen mit den Menschen wird die Stimmung im Buch düsterer, die Szenen brutaler. Hier wird definitiv nichts geschönt, meinen Geschmack hat es absolut getroffen, aber Zartbesaitete könnte ihre Problemchen damit haben. 

    Die Gesellschaftskritik kommt auch nicht zu kurz, denn in dieser Geschichte werden die Perspektiven umgedreht. Zwar sind die Gnolle sehr weit entwickelte Hyänen, trotzdem wird alles aus tierischer Sicht erzählt und soviel kann ich wohl verraten: wir Menschen kommen dabei nicht allzu gut weg (zurecht).

    Die Spannungskurve ist zum Ende hin bei mir etwas abgeflacht, da die epische Schlacht mir dann doch etwas zu episch war, das letzte Drittel hätte ruhig etwas kürzer gehalten werden dürfen. Aber ich kann verstehen, wenn man sich gerade bei solchen Szenen als Autor ordentlich austoben will :-)

    Trotzdem, klare Leseempfehlung und tatsächlich mal was anderes.

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    Cover des Buches Epiphanie: Psycho-Horror (ISBN: B08PDKXY1K)

    Bewertung zu "Epiphanie: Psycho-Horror" von Nicole Siemer

    Epiphanie: Psycho-Horror
    Gina_Grimpovor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannender Psychothriller, der auch nach dem Ende noch nachhallt
    Wahn oder Wirklichkeit?

    Eddie Quinn wird beschuldigt, das Leben mehrerer Menschen auf dem Gewissen zu haben. Doch er weist jegliche Schuld von sich. Angeblich wird er seit früher Kindheit von einem unheimlichen Mann verfolgt, der all diese Taten begangen haben soll. Außer Eddie kann jedoch niemand diesen Mann sehen. Der Psychologe Dr. Meiners soll Eddie untersuchen, um seine Schuldfähigkeit zu klären. Und je mehr Zeit er mit dem junge Mann verbringt, desto mehr kommt ans Licht, dass niemand hätte erfahren sollen ...


    Gleich vorweg: das einzige Manko dieses Buches ist dessen Kürze, ich war wirklich ruckzuck durch damit. Das liegt zum einen daran, dass Psychothriller genau mein Ding sind, zum anderen daran, dass auf Grund der Kürze wirklich nie Langeweile aufkommt. Man wird im Laufe der Geschichte immer tiefer in das Grauen hineingezogen und fragt sich irgendwann: was ist Wahn und was ist Wirklichkeit?

    Zu viel kann ich gar nicht verraten, ohne dass ich versehentlich spoilern würde, daher nur: eine Leseempfehlung für alle, die gerne in die Abgründe menschlicher Psyche blicken.

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    Cover des Buches Sanctum (ISBN: 9783426523391)

    Bewertung zu "Sanctum" von Markus Heitz

    Sanctum
    Gina_Grimpovor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannender Nachfolger, jedoch schwächer als der erste Teil und teils sehr überfrachtet
    Die Bestie mordet weiter

    Die Geschichte der Bestie geht weiter und wieder führen Jean und Eric in verschiedenen Jahrhunderten ihre Kämpfe aus. Doch der Reiz des ersten Bandes ging ein wenig verloren. In meinen Augen hat der Autor hier einfach zu tief in der Trickkiste gewühlt. Verschwörungen, die bis in den Vatikan reichen, Eric, der sich, ohne wirklich ernsthaft in Gefahr zu geraten, durch die Gegend meuchelt und seine Standorte schneller wechselt, als andere Leute ihre Unterwäsche, Wandelwesen (und zwar nicht nur Wölfe). Das alles ist zwar sehr unterhaltsam, aber bei knapp 600 Seiten stellt sich nach einer Weile das Gefühl der Übersättigung ein.
    Sehr gefallen hat mir wiederum die Idee der Seraphim. Und auch wie schon beim ersten Teil: die Kapitel um Jean haben besser funktioniert. Die Ausbildung der Seraphim, die Rekrutierung der jungen Frauen, Verfolgungsjagden durchs nächtliche Rom, das alles hat beim Lesen viel Spaß gemacht.
    Und wer es gerne blutig hat, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Der Autor spart nicht mit ausführlichen Beschreibungen, Körperteile fliegen in sämtliche Himmelsrichtungen und die Anzahl der Toten, die im Laufe des Buches zusammen kommen, kann sich sehen lassen. Für manche mag das ein Gemetzel sein, meinen Geschmack hat es getroffen.

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    Cover des Buches Ritus (ISBN: 9783426523384)

    Bewertung zu "Ritus" von Markus Heitz

    Ritus
    Gina_Grimpovor einem Monat
    Kurzmeinung: Viel Action, sehr blutig, Werwolf-Fans werden auf ihre Kosten kommen.
    Der Fluch der Bestie

    Wer den Film "Der Pakt der Wölfe" gesehen hat, wird sich hier wohlfühlen. Zumindest, wenn es um die Erzählungen um Jean Chastell und seine beiden Söhne im Frankreich des 18. Jahrhunderts geht. Diese Kapitel sind wahnsinnig spannend, die Bestie des Gévaudan so detailliert beschrieben, dass man sie förmlich vor sich sehen kann und das ganze Setting macht einfach Spaß.
    Die Kapitel über Eric sind ebenfalls gut lesbar, aber schwächer im Vergleich zu den Rückblenden. Die historischen Bezüge funktionieren einfach besser, die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde in meinen Augen gut eingefangen und wirkt sehr stimmig. Außerdem ist es wesentlich spannender, die Chastell-Männner bei ihren Streifzügen durch die Wälder zu begleiten, mit nichts weiter als ein paar Musketen bewaffnet. Erst im Laufe des Buches erfahren sie nach und nach, auf was für einen Kampf sie sich da eingelassen haben.
    Eric hingegen führt diesen Kampf schon länger, was zu mehr Action-Szenen führt, aber da Eric in diesem Buch so gut wie unzerstörbar rüberkommt, habe ich da nicht so richtig mitfiebern können.
    Einen Stern Abzug für die absolut überflüssigen Sex-Szenen. Diese sind teilweise ziemlich lächerlich, so dass man eigentlich nicht mehr machen kann, als kurz zu lachen und schnell weiterzublättern.
    Dafür macht das Werwolf-Thema umso mehr Spaß. Und bei diesem verflixten Cliffhanger am Ende bleibt einem nicht viel über, als schleunigst die Fortsetzung Sanctum zu lesen. Das hat der Autor gut hinbekommen, auch wenn ein Hinweis nett gewesen wäre. In der Ausgabe, die ich habe, wurde nirgends erwähnt, dass es nur der erste Teil ist und ich dachte erst, ich hätte eine Fehlausgabe erwischt, bei der das letzte Kapitel fehlt.

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    Cover des Buches Nach oben führt auch ein Weg hinab (ISBN: 9783966983310)

    Bewertung zu "Nach oben führt auch ein Weg hinab" von April Wynter

    Nach oben führt auch ein Weg hinab
    Gina_Grimpovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roadtrip mit ebenso wunderbaren Charakteren
    Witzig und berührend zugleich

    Maddy lebt eigentlich in Köln bei ihrer Mutter, wird aber über die Ferien für sechs Wochen zu ihrem Vater nach Kanada geschickt, zu dem sie schon seit Jahren keinen wirklichen Kontakt mehr hat. Und dabei ist sie doch gerade dabei, ihre Followerzahl zu steigern, um als Influencerin durchzustarten. Ein wortkarger Vater und ein kränkelnder Großvater sind da nur hinderlich. Doch die kanadischen Rocky Mountains bieten die perfekte Landschaft für instataugliche Selfies und Maddy kann ihren Großvater zu einem Roadtrip überreden, während ihr Vater auf Geschäftsreise in Vancouver ist.
    Die Reise wird nicht nur für Maddy und Grandpa Stan zu einem unvergesslichen Erlebnis.

    Dieses Buch geht direkt ins Herz. Maddy wirkt am Anfang wie ein klischeehafter, selbstsüchtiger Teenager, der nur eines im Kopf hat: Likes sammeln und berühmt werden. Sie scheint ihre Freizeit nicht nach dem zu gestalten, was sie gerne möchte, sondern nach dem, was im Internet gut ankommen wird. Doch je mehr Zeit Maddy und Grandpa nicht nur in den Rocky Mountains sondern auch miteinander verbringen, je mehr Maddy anfängt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen, desto mehr wächst sie einem ans Herz. Man möchte die Augen verdrehen, wenn ihre größte Sorge auf dem Campingplatz die fehlende Steckdose für das Glätteisen ist und dennoch: auch wenn man Maddys Meinung nicht teilt - die Autorin schafft es, dass man trotzdem Verständnis für die junge Frau aufbringt. Man verurteilt nicht, man fühlt mit.
    Ich musste das Buch zwischenzeitlich weglegen. Nicht, weil es mir nicht mehr gefallen hat, sondern weil ich nicht wollte, dass es endet. Ich hatte mich gerade so an Maddy und Stan gewöhnt und dann sollte ich schon Abschied nehmen? Auf keinen Fall und natürlich habe ich dann doch wieder schnell zum Buch gegriffen, um weiter zu lesen. Die Geschichte ist nicht einfach nur Roadtrip oder nur Kritik an Social Media oder nur eine Erzählung über eine Reise zu sich selbst. Es ist das alles und noch viel mehr, ohne überfrachtet zu wirken.
    Die Liste meiner Jahreshighlights 2020 wurde um einen Titel erweitert.

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    Cover des Buches Portraits (ISBN: 9783740764999)

    Bewertung zu "Portraits" von Christian Sidjani

    Portraits
    Gina_Grimpovor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Erzählweise, die Schicht für Schicht den Horror dieser Geschichte enthüllt
    Wenn der Shoppingtrip zum Horrotrip wird

    Das Buch beinhaltetet mehrere Kapitel, die immer aus der Sicht einer jeweilig anderen Person erzählt werden. Diese Portraits haben scheinbar keine Gemeinsamkeiten und doch wird der heiße Sommertag in einem Hamburger Einkaufszentrum für sie alle zu einem Schicksalstag.

    Aus unterschiedlichen Gründen befinden sie sich in diesem Zentrum und stellen alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten fest, dass etwas im Inneren des Gebäudes umgeht, was sich mit normalen Menschenverstand scheinbar nicht erklären lässt. Doch dann ist es bereits zu spät.

    Sehr gelungen fand ich, dass der Autor es geschafft hat, allen Portraits nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern dabei auch ihre eigene Erzählstimme zu geben. Eine große Schwierigkeit bei Büchern mit unterschiedlichen Erzählperspektiven, an denen viele Autoren auch scheitern. 

    Die Charaktere in dem Buch können unterschiedlicher nicht sein. Mit einigen konnte ich mich gut identifizieren und bin förmlich durch das Kapitel geflogen, andere konnten bei mir keine großen Emotionen erzeugen. 

    Alles hatten aber alle gemein: am Ende des Kapitels wollte man wissen, wie es weiter geht bzw. was es mit den Vorkommnissen auf sich hat. Trotzdem habe ich nach jedem Kapitel eine Lesepause eingelegt, da ich für mich festgestellt habe, dass ich mit dem Buch besser klar kommen, wenn ich die einzelnen Portraits auf mich wirken lasse.

    Sehr gelungen fand ich das Abschlusskapitel, wenn einem vermeintlichen Horrorszenario plötzlich eine Erklärung folgt, die erschreckend realistisch sein kann. Das ganze Buch über denkt man sich: sowas kann zum Glück nie in echt passieren. Am Ende kommt man dann eher zu der Erkenntnis: Oder doch?


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    Cover des Buches Der Engelsbaum (ISBN: 9783442481354)

    Bewertung zu "Der Engelsbaum" von Lucinda Riley

    Der Engelsbaum
    Gina_Grimpovor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Da hat mich das Cover tatsächlich mehr angesprochen, als der Inhalt. Auch sowas soll vorkommen.
    Außen besser als innen

    Der Klappentext hat mir wirklich gefallen. In Kürze: mehrere Jahrzehnte nach ihrem letzten Aufenthalt kehrt Greta, die an Gedächtnisverlust leidet, in ihr damaliges Zuhause Marchmont Hall zurück. Bei einem ihrer Spaziergänge entdeckt sie ein Kindergrab und muss feststellen, dass offenbar ihr eigener Sohn dort begraben liegt. Ein Sohn, an den sie sich nicht erinnert ...


    Das klang schon mal richtig spannend und ich lese auch liebend gerne Romane, deren Geschichte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg ausdehnt. So auch hier: wir lernen Greta im Alter von achtzehn Jahren kennen und begleiten sie, bis sie Ende 50 ist. Die Geschichte beginnt mit der "alten" Greta und wird in Rückblenden erzählt.

    Tja, so geheimnisvoll der Klappentext klang, umso größer die Enttäuschung, als das Geheimnis um das Kindergrab bereits nach etwa 150 Seiten enthüllt wird. Da liegen ja aber noch ein paar mehr Seiten vor uns.

    Und diese liest man dann irgendwie hilf- und orientierungslos, weil man nicht genau weiß, in welche Richtung sich das Ganze jetzt noch wenden soll.

    Einige Spannungsmomente gab es zwischendurch, aber im Grunde genommen liest man den Rest des Buches über mehrere Generationen naiver Frauen, die von einem selbstgemachten Leiden ins nächste taumeln, außer Fehlern nicht lernen (Ava vielleicht außen vor gelassen) und mit erstaunlicher Präzision immer wieder die gleichen Fehler begehen, die alle mit ein wenig mehr Kommunikation durchaus hätten vorab verhindert werden können.

    Pluspunkte gibt es für das wirklich gelungene Cover und die ersten 150 Seiten, in denen man wirklich noch wissen will, passieren wird.

    Irritierend fand ich auch, dass die Geschichte gefühlt von zwei unterschiedlichen Personen geschrieben zu sein schien. Manche Passagen waren wirklich super flüssig geschrieben (weswegen einem die über 600 Seiten dann teilweise doch weniger vorkamen), manche, vor allem Dialoge, dann aber wieder so ungelenk und abgehackt, dass es meinen Lesefluss stark unterbrochen hat. Vielleicht liegt's an der Übersetzung? Ich weiß es nicht.

    Abschließend ist zu sagen: es gibt in diesem Genre bessere Bücher, bessere Autor*innen und besser ausgedachte Familiengeheimisse.

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    Cover des Buches Die Melodie des Lebens (ISBN: B086WKNVSY)

    Bewertung zu "Die Melodie des Lebens" von Daniel Troha

    Die Melodie des Lebens
    Gina_Grimpovor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman über Freundschaft, Zusammenhalt und voll magischer Einfälle
    Eine magische Spieluhr und eine geheime Welt

    Timmy, Ben, Olivia und Vincent verbindet eine traurige Gemeinsamkeit. Sie alle sind todkrank und leben gemeinsam mit anderen Kindern in einer Einrichtung, die sich auf deren Behandlung spezialisiert hat.

    Getrieben von Abenteuerlust hadern sie nicht mit ihrem Schicksal, sondern nutzen die ihnen noch verbleibende Zeit für geheime Streifzüge durch das Haus.

    Bei einem dieser nächtlichen Ausflüge entdecken sie eine geheimnisvolle Spieluhr, die sie in die magische Welt Iridions bringt. Hier spüren die vier Freunde nichts von ihren körperlichen Schwächen, entdecken sogar, dass sie selber Magie wirken können. Doch Iridon ist in Gefahr und es liegt an den Freunden, nicht nur den Kampf gegen ihre Krankheiten aufzunehmen.


    Das Buch startet mit einem ordentlichen Erzähltempo, was sich im weiteren Verlauf der Geschichte zwar etwas entspannt, aber dennoch mit ordentlich Cliffhangern an den Kapitelenden aufwartet.

    Tatsächlich hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Zu Timmy und Co. konnte ich zuerst keine Bindung aufbauen, was aber auch daran liegen könnte, das wohl niemand gerne über Kinder liest, die bald sterben könnten. Mit Olivia fing es aber an und im Laufe des Buches konnte ich mich immer mehr mit den vier anfreunden und habe bei ihren unzähligen Abenteuern mitgefiebert. 

    Das Buch besteht aus zwei Erzählsträngen, der Sicht Timmys und einem zweiten, der ausschließlich in Iridion spielt. Ersteren fand ich über das gesamte Buch hinweg gelungener, vor allem die Sprünge zwischen "unserer" Welt und Iridion haben dem ganzen noch etwas Besonderes gegeben (wer das Buch kennt, weiß wohl, was ich meine. Will ja nicht Spoilern).

    Iridion ist eine Welt voller Gefahren, zeitgleich aber auch eine Fundgrube, für Leser*innen, die auf Fabelwesen stehen und sich für kleine Mini-Abenteuer innerhalb einer großen Geschichte begeistern können. Die Einwohner Iridions sind zwar teilweise bereits oft beschriebenen Wesen ähnlich, aber der Autor schafft es immer wieder, ihnen noch einen kleinen Twist und somit etwas völlig Neues zu geben. Vor allem der Grahn, so gruselig ich ihn auch fand, hat es mir sehr angefangen, da hat es nur wenige Sätze gebraucht und mein Kopfkino war im vollen Gange. 

    Im Übrigen wird hier teilweise nicht gerade zimperlich mit den Haupt- und Nebencharakteren umgegangen, weswegen ich den Roman tatsächlich auch, aber nicht nur in der Jugendfantasy einsortieren würde. Die Hauptcharaktere sind zwar noch Kinder/Jugendliche, die Thematik aber auch für Erwachsene ansprechend.


    Wer gerne Bücher liest, in der nicht Liebe sondern Freundschaft die Hauptrolle spielen und sich gerne mit magischen und fantastischen Ideen überraschen lässt, der ist mit diesem Buch gut beraten.

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    Cover des Buches Elfenbeinkrieg (ISBN: 9783746740423)

    Bewertung zu "Elfenbeinkrieg" von André Milewski

    Elfenbeinkrieg
    Gina_Grimpovor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Brutale Thematik schonungslos umgesetzt
    Spannend und nicht zimperlich

    Inhalt:

    Im Hamburger Hafen werden mehrere Leichen in einem Container gefunden. Unter den Toten ist auch der Kollege des BKA-Beamten Lukas Horn, der die Ermittlungen aufnimmt. Schnell führt die Spur in den Sudan und weist auf Elfenbeinschmuggel hin.

    Lukas reist nach Afrika und findet sich schneller gedacht inmitten von Geschehnissen, die seine gesamten Fähigkeiten erfordern. Es gibt weitere Opfer und die Täter machen weder vor Mensch noch vor Tier halt.

    Bewertung:

    Sehr spannend und temporeich. Das Buch hat nur knapp unter 300 Seiten, aber die sind gespickt mit Action und Verwicklungen, ohne das es zu hektisch wirkt. Der Autor nimmt keine Rücksicht auf geschönte Sprache oder nette Umschreibungen, für zartbesaitete also eher nicht zu empfehlen. 

    Die tatsächliche Ermittlungsarbeit rückt im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund. Als ehemaliger Elite-Soldat führt er öfter eine One-Man-Show auf, die zwar in meinen Augen nicht unbedingt realistisch ist, aber auf der anderen Seite dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr weg legen kann und viel zu schnell ausgelesen hat.

    Das, was man da liest, wird umso brutaler, wenn man sich bewusst macht, dass diese Geschichte zwar fiktiv ist, die Thematik um den Elfenbeinschmuggel und das erbarmungslose Vorgehen der Beteiligten jedoch nicht.


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    Cover des Buches Immuna X (ISBN: 9783751973335)

    Bewertung zu "Immuna X" von Eva Klocke

    Immuna X
    Gina_Grimpovor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Dystopie, die süchtig macht
    Endzeitspannung und Zombies

    Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann.

    Irgendwann in der Zukunft leben die Menschen in einer abgeschirmten Enklave. Die Welt draußen soll verseucht sein, eine Krankheit geht um sich und Infizierte verwandeln sich in eine Art Zombies, willenlose Wesen, die von der Gier nach Fleisch voran getrieben werden.

    Andrea wird am Tage ihres 18. Geburtstages aus dieser Enklave verbannt. In die feindliche Außenwelt, für einen Mord, den sie nicht begangen hat. Genau, wie ihr Bruder bereits sechs Jahre zuvor, der schon kurz nach der Tat die Volljährigkeit erreicht hat.

    Und hier kann ich eigentlich gar nicht mehr viel weiter erzählen, denn es passiert so unglaublich viel, aber jede weitere Beschreibung würde die Überraschung verderben. 

    Die Verbannung Andreas erfolgt relativ zu Beginn des Buches, überflüssig also zu erwähnen, dass es außerhalb der Enklave noch eine Welt gibt. Aber die hat es in sich. 

    Die Idee finde ich super, obwohl man einiges (Virus, Großteil der Menschheit ausgestorben, nichts ist, wie es scheint) natürlich schon kennt. Aber nicht in dieser Zusammensetzung. Mit jeder neuen Seite werden Fragen beantwortet und mindestens genauso viele Fragen aufgeworfen. Man rätselt mit, man fiebert mit, man bastelt an möglichen Erklärungen und Strategien, die nur wenige Kapitel später wieder zerschlagen werden. Kurzum: das Buch macht einfach Spaß, obwohl die Thematik alles andere als witzig ist. 

    Einziger Kritikpunkt (und der ist eigentlich keiner): das ist erst Teil 2, ich muss also warten. Und dabei bin ich doch so neugierig.

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