Greenie_Apple

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    Cover des Buches Die wilde Braut des Duke (Historical Bride-Reihe 1) (ISBN: B08GSNX7FJ)

    Bewertung zu "Die wilde Braut des Duke (Historical Bride-Reihe 1)" von Loretta Chase

    Die wilde Braut des Duke (Historical Bride-Reihe 1)
    Greenie_Applevor 16 Tagen
    Die Braut, die sich (noch) nicht traut

    Lady Olympia Hightower wird vor dem Traualtar erwartet, um den Duke of Ashmont zu heiraten. Dabei weiß sie eigentlich gar nicht, was der an ihr findet, da sie bereits mehrfach zur langweiligsten Person gekürt wurde. Eine von Büchern besessene Brillenträgerin, die auch sonst nichts zu bieten hat, denn nur ihre Eltern würden von der Ehe profitieren. Und so flüchtet sie aus dem Fenster und sucht das Weite. Doch Olympia hat die Rechnung ohne den Trauzeugen gemacht, denn der Duke of Ripley, des Bräutigams bester Freund, hat sich in den Kopf gesetzt, sie unbedingt zurückzuholen, um die Hochzeit zu retten. Da die Braut aber auf keinen Fall zurück möchte, bietet Ripley, ganz Gentleman, ihr an, sie wenigstens auf ihrer Flucht zu begleiten, in der Hoffnung, sie doch noch zur Umkehr bewegen zu können. Da hat er allerdings die Rechnung ohne Olympia gemacht. Wird er sie am Ende doch noch überzeugen können?

    Besonders amüsant fand ich den Konflikt, in den Ripley immer wieder geriet. Einerseits möchte er unbedingt die Situation retten und seinem besten Freund einen Gefallen erweisen, andererseits findet er nach und nach mehr Gefallen an der heißblütigen Braut, die ihrerseits immer wieder am Zweifeln ist und ihrerseits nicht mehr weiß, ob der eigentliche Bräutigam der Richtige ist.

    Die Charaktere sind irgendwie herzerfrischend und sehr detailliert vorgestellt worden. Hier finde ich es mal wieder schade, dass auf dem Cover die beiden Protagonisten dargestellt sind, die jedoch mit den Beschreibungen eher wenig zu tun haben. Gerade die im Buch dargestellten Eigenschaften machen nämlich eigentlich einen großen Teil der Geschichte aus.

    Die ersten Seiten sind noch etwas zäh, aber je weiter man liest, desto flüssiger wird es und desto mehr möchte man endlich wissen, wie es weitergeht. Gelegentlich kam ich ins Schleudern wegen der ganzen auftauchenden Namen, da viele auch einfach anders genannt werden und hier oft zwischen Titel bzw. Familienstatus und dem eigentlichen Namen unterschieden wird. Einige Stellen sind etwas langatmig geraten, hier wiederholen sich die Überlegungen der Protagonisten ständig. Dennoch hatte ich viel Spaß an diesem Buch und wäre sehr auf eine Fortsetzung gespannt, da das Potential noch nicht erschöpft ist.

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    Cover des Buches Das Gift deiner Lügen (ISBN: 9783404179954)

    Bewertung zu "Das Gift deiner Lügen" von Jenny Blackhurst

    Das Gift deiner Lügen
    Greenie_Applevor 21 Tagen
    Die „Desperate Housewives“ von Severn Oaks

    Vor einem Jahr kam Erica Spencer bei einer Gartenparty ums Leben. Ein dummer Unfall, den die Polizei damals recht schnell zu den Akten legte. Oder vielleicht doch nicht? Plötzlich taucht ein Podcast auf, der behauptet, es sei Mord gewesen. Und der Täter jemand aus der engen Nachbarschaft. Nach und nach werden Details aufgedeckt, die die Bewohner von Seven Oaks in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Und über allen schwebt Erica, die ihre Kommentare zu den aktuellen Ereignissen abgibt…

    Das neue Buch von Jenny Blackhurst gilt als Psychothriller, aber dafür erinnert es wirklich zu sehr an die Serie „Desperate Housewives“. Eine Geschichte, die unterhaltsam ist, die einige ungeahnte Wendungen aufweist, die einen aber auch eher schmunzeln lässt anstatt richtige Spannung aufzubauen. Ich habe mittlerweile viele Bücher aus diesem Genre gelesen, ein Psychothriller ist es für mich leider nicht einmal ansatzweise.

    Die Protagonisten, nämlich die engsten Freunde und Nachbarn Ericas, zählen nicht gerade zu den Sympathieträgern des Jahres. Die eine will eine perfekte Hausfrau sein, die nächsten die perfekten Eltern, Geschäftsleute, arme, vom Leben gebeutelte und sich hochgearbeitete Paare usw. Eigentlich bestehen sämtliche Bewohner nur aus Fassaden, die mit dem Verlauf des Buches bröckeln und einstürzen.

    Der Schreibstil ist recht flüssig, allerdings ist es zu Beginn wegen der vielen Personen schon recht anstrengend, sich zu orientieren. Insgesamt finde ich die Idee wirklich gut, aber teilweise zu langatmig und konfus.

    Fazit: Unter einem anderen Genre eine durchaus amüsante Lektüre.

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    Cover des Buches Love will find us: Für ewig und immer (ISBN: B08DJ678CL)

    Bewertung zu "Love will find us: Für ewig und immer" von Ben Bennett

    Love will find us: Für ewig und immer
    Greenie_Applevor einem Monat
    Was wäre, wenn…

    Penny Lane ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau. An ihrem 40. Geburtstag lässt sie, die ihre Eltern vor langer Zeit verloren und nie Zeit für Freunde hatte, ihr Leben Revue passieren, denn sie erhält nach einem Zusammenbruch eine Diagnose, die alles verändern wird. Wie wäre es verlaufen, wenn sie fünfzehn Jahre zuvor ihrer großen Liebe nach Paris gefolgt wäre? Da geschieht das Unfassbare - ein Riesenrad verspricht sie in die Vergangenheit reisen zu lassen, um diesen Fehler, wie es für Penny unwiederbringlich feststeht, zu korrigieren. Aber kann man wirklich alles einfach hinter sich lassen und nochmal neu beginnen?

    Die Geschichte von Penny auf der Suche nach dem wahren Glück finde ich wirklich wunderschön umgesetzt. Die Kapitel werden rückwärts gezählt und haben für mich die perfekte Länge, die bewirkt, dass man immer weiterlesen möchte. Die Zeitsprünge kann man gut nachvollziehen, da sie zu Beginn jeden Kapitels gekennzeichnet sind. Der Schreibstil gefällt mir gut, man erfährt viel über Pennys Innenleben und vor allem die Szenen, die in ihrem Elternhaus spielen, haben mich sehr berührt. Es gibt einige Wendungen, die nicht auf den ersten Blick zu erwarten waren und einen zunächst stutzen lassen und die Geschichte etwas unrealistisch erscheinen lassen, aber im Nachhinein völlig logisch und nachvollziehbar sind.

    Das Riesenrad passt perfekt auf das Cover, weil es eine große Rolle im Buch spielt. Mit Personen auf Covern habe ich allerdings meist so meine Probleme, da ich mir beim Lesen immer ein eigenes Bild der Protagonisten mache, das in den seltensten Fällen mit den Vorgaben übereinstimmt. Von der Beschreibung her wäre Jay wenigstens vom Aussehen her eigentlich eher gar nicht mein Fall, das habe ich im Laufe der Story aber ausblenden können. Hier liegt die Covervorgabe tatsächlich eher an meinen Erwartungen, Penny aber so gar nicht.

    Insgesamt auf jeden Fall eine Geschichte, die nachdenklich stimmt und den auf das eigene Leben lenkt - würde ich alles nochmal genauso machen? Macht mich das, was ich erreicht habe, wirklich glücklich? Was braucht man eigentlich, um wirklich glücklich zu sein? Und was würde ich opfern, um wieder neu zu beginnen oder andere dadurch zu retten?


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    Cover des Buches Last Wish: Wo die Liebe wartet (ISBN: B08C2R6CKG)

    Bewertung zu "Last Wish: Wo die Liebe wartet" von Karin Bell

    Last Wish: Wo die Liebe wartet
    Greenie_Applevor 2 Monaten
    Familienessen mit Folgen

    Luke hat seiner Familie den Rücken gekehrt, weil er als Musiker groß rauskommen will. Sein Vater ist wütend, weil Luke einmal die Farm übernehmen soll, statt sich mit brotloser Kunst abzugeben. Und auch seine große Liebe Charlotte versteht ihn nicht und lässt ihn ziehen. Als Lukes Mutter stirbt, hat er sich schon längst eine große Karriere erarbeitet – was aber außer seiner Mutter niemand weiß. Die versucht jetzt durch ihr Testament, die Familie wieder zu vereinen – mit fünf Familienessen, die sie vor ihrem Tod geplant hat. Werden dabei auch Charlotte und Luke wieder zueinander finden? Denn eigentlich haben sie nie aufgehört, einander zu lieben…

    Die Idee zu diesem Buch fand ich toll und war gespannt, ob Beckys Plan aufgeht. Die Figuren mochte ich sehr gern, selbst Lukes Vater hatte etwas an sich, das man gernhaben musste, denn ich konnte mir gut vorstellen, wie es in ihm aussah. Die Geschichte war gut und flüssig zu lesen. Besonders schön dabei waren die Einwürfe Beckys, die von oben auf die Situation herabschaute. An der ein oder anderen Stelle hätte das Buch ruhig etwas mehr Tiefgang vertragen, hier zogen mir die Ereignisse etwas zu schnell vorüber, vor allem der Schluss kam dann doch recht schnell und hätte noch mehr Potenzial gehabt. Einiges war mir zu einfach unkompliziert, nachdem die Situation anfangs so verfahren war. Zu gerne hätte ich den besonderen Song von Luke einmal wirklich gehört und da ich auch Countrymusik mag, bin ich mit der Atmosphäre des Buches verschmolzen.

    Für mich insgesamt trotz kleiner Mängel eine durchaus lohnende Geschichte, die auch zum Nachdenken über das eigene Leben anregen kann mit der Frage, ob man seinem Herzen oder den Wünschen der anderen folgen sollte.

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    Cover des Buches Einmal Cornwall und für immer (ISBN: B08G59TFM6)

    Bewertung zu "Einmal Cornwall und für immer" von Kerstin Sonntag

    Einmal Cornwall und für immer
    Greenie_Applevor 2 Monaten
    Wo das Herz zu Hause ist

    Um ihre Beziehung zu überdenken und in der Hoffnung, dass ihr Freund Nick sich wieder mehr Mühe gibt, nimmt Jonna eine Auszeit bei ihrer Freundin Liz, die vor Jahren nach Cornwall ausgewandert ist. Im Flugzeug lernt sie den charmanten Ryan Bennett kennen – allerdings steht diese Bekanntschaft von Anfang an unter keinem guten Stern. Sehr zum Bedauern Jonnas treffen sich Ryans und ihre Wege immer wieder. Doch während Jonna an Nicks Liebe festhalten will, schleicht sich Ryan immer mehr in ihr Herz – für wen soll sie sich entscheiden?

    Eine wunderbare kleine und kurzweilige Geschichte, die ans Herz geht. Zauberhafte, erfrischende und warmherzige Nebenfiguren wie die alte Mable oder Cassandra. Auch in Liz und Ryan habe ich mich sofort verliebt. Obwohl Ryan eigentlich schon wieder zu gut und schön für diese Welt war, kam er so sympathisch rüber, dass man ihn einfach mögen musste. Lediglich bei der Protagonistin selbst hatte ich etwas Startschwierigkeiten. Vielleicht lag es auch daran, dass Jonna teilweise von Ängsten und Zwängen begleitet wurde, deren Ursache nur am Rande Erwähnung fand. Da hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht.

    Insgesamt aber ein sehr schöner und flüssiger Schreibstil, bei dem die Seiten nur so dahinflogen. Und dies vor der Kulisse Cornwalls – ein nahezu perfekter Sommerroman!

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    Cover des Buches Die Saga von Vinland (ISBN: 9783426653883)

    Bewertung zu "Die Saga von Vinland" von Iny Lorentz

    Die Saga von Vinland
    Greenie_Applevor 2 Monaten
    Expedition ins Ungewisse

    Die Tochter des norwegischen Jarls Ulfar wird bei einem Überfall auf dessen Anwesen von ihrem ehemaligen Verlobten Jarl Eyvind entführt. Mit ihr, Sigrid, und einer großen Zahl Bauern und Krieger, die er um sich geschart hat, will er neues Land jenseits der bisher gekannten Regionen, auch Vinland genannt, erobern. Andreas und Ailmar, zwei Sachsen, die bei Jarl Ulfar zu Gast waren, werden von Eyvind als Sklaven mit in die neue Welt verschleppt. Zu dessen Pech verliebt sich Sigrid auch noch in Andreas, statt sich auf ihren Gemahl einzulassen, doch sie darf sich dies auf keinen Fall zu deutlich anmerken lassen. Gemeinsam mit der jungen Grönländerin Ingridur träumen Sigrid, Andreas und Ailmar von ihrer Freiheit, während Eyvind seinen Plan weiter verfolgt, in Vinland zu siedeln und die Ureinwohner dort zu bekriegen. Doch die Mission steht unter keinem guten Stern…

    Die Geschichte entführt uns in die Zeit der Wikinger und der ersten Entdeckungen des nordamerikanischen Kontinents. Leider gibt es keine genaue zeitliche Einordnung, allerdings wurden historische Figuren am Rande in die Story eingebettet, so dass man eine gewisse Orientierung bekam. Auch eine Karte wäre schön gewesen, um die Entfernungen noch besser abschätzen zu können. Iny Lorentz beschreibt in schillernden Farben sehr deutlich die damaligen Ständeunterschiede und die unterschiedlichen Lebenswelten der Nordmänner und der Indianer. Gerade die Darstellung dieser völlig im Widerspruch stehenden Kulturen war toll beschrieben. Einerseits die mittlerweile christianisierten Nordmänner mit ihren Bräuchen und Denkweisen, andererseits die der Ureinwohner, die sehr viel mehr mit der Natur verbunden waren und wie sie jeweils über den anderen gedacht und miteinander kommuniziert haben, fand ich sehr schön geschildert. Das Buch war keine Minute langweilig und man zitterte in den verschiedensten Situationen mit den Protagonisten. Dennoch hatte ich ein wenig Probleme, mich mit Sigrid und Andreas anzufreunden. Während sie immer als für eine Frau ungewöhnlich groß und zumindest bis auf den letzten Abschnitt eher kühl dargestellt wurde, war mir Andreas teilweise fast schon zu weich beschrieben. Vielleicht habe ich den Namen aber auch einfach mit eigenen Erinnerungen assoziiert. Auch das Cover fand ich eher unglücklich gewählt, da die abgebildete Frau in keinster Weise einer der Protagonistinnen ähnelte und auch nicht das eigentliche Thema des Buches repräsentierte, obwohl es sonst ansprechend gestaltet war.

    Aber selbst wenn immer wieder ähnliche Dinge geschahen, flogen für mich die Seiten nur so dahin, was auch an dem flüssigen Schreibstil und den oft sehr kurzen Kapiteln lag. Gleichzeitig wurden aber auch viele Szenen wiederholt, so dass man sich beispielsweise fragte, ob die Männer früher wirklich so viel mehr mit anderen Körperteilen dachten als heutzutage. Was mich gelegentlich ein wenig störte, waren Redewendungen oder Begriffe, die in dieser Form im Mittelalter noch gar nicht bekannt gewesen sein dürften, wie „den Bock zum Gärtner machen“. Dennoch habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt in dieser Welt zwischen den Gletschern Grönlands, den Weiten Islands, den Urwäldern Amerikas und der Geschichte, die sich darum spann.

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    Cover des Buches Es war einmal ein blauer Planet (ISBN: 9783328601067)

    Bewertung zu "Es war einmal ein blauer Planet" von François Lelord

    Es war einmal ein blauer Planet
    Greenie_Applevor 2 Monaten
    Ein erwachsener kleiner Prinz, aber ohne den gewissen Zauber

    Die Erde ist nach Klimakatastrophen und anderen Missständen durch einen endgültigen Krieg unbewohnbar geworden und die letzten Menschen haben sich auf dem Mars niedergelassen. Hier hat sich eine moderne Kolonie entwickelt, deren System aus menschlichen Führungspersonen, einer übergeordneten künstlichen Intelligenz, die zunehmend an Selbständigkeit gewinnt, und Menschen unterschiedlicher Kategorien besteht. Robin Normandie ist einer von ihnen – ein Neutrum, der keine besondere Fähigkeit hat. Dennoch wird er mit einer Raumkapsel zurück auf die Erde geschickt, wo er herausfinden soll, was mit dem Trupp, der vor ihm entsandt wurde, geschehen ist. Dort trifft Robin auf verschiedene Kulturen und fragt sich immer häufiger, was eigentlich Glück sei. 

    Die Idee des Buches finde ich spannend – Was geschieht, wenn wir die Uhr noch einmal auf Null setzen könnten? Lernen wir aus unseren Fehlern oder wiederholt sich alles? Was ist wahres Glück? Das, was ich mir erarbeitet habe? Einfach zufrieden zu sein? Oder doch etwas ganz anderes? Und wie könnte die Welt in der Zukunft aussehen? Sind wir vielleicht wirklich irgendwann gezwungen, uns nach einem alternativen Lebensraum umzusehen?

    Lelord entwirft eine futuristische, gleichzeitig archaische, vielschichtige und interessante Welt. Er philosophiert und zeigt mit aller Deutlichkeit auf, sich eine eigene Meinung zu bilden, auf sich selbst zu vertrauen, wachsam zu sein, auf sein Inneres zu hören und irgendwie auch, an Wunder zu glauben. Die Charaktere sind ebenfalls sehr differenziert und detailliert dargestellt, so dass die Unterschiede vor allem in den unterschiedlichen Klassen der Kolonie sehr deutlich werden. Das Cover ist wunderschön gestaltet. Dennoch hat mich das Buch nicht hundertprozentig mitgerissen. Normandie wirkte auf mich trotz seiner philosophischen Betrachtungsweisen zu seicht und farblos. Man hatte ein Gefühl, einen neuen „Kleinen Prinzen“ vor sich zu haben, aber leider vermisste ich den Zauber, der diesem für mich immer innewohnte.

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    Cover des Buches Die Liebe fällt nicht weit vom Strand (ISBN: 9783548062624)

    Bewertung zu "Die Liebe fällt nicht weit vom Strand" von Franziska Jebens

    Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
    Greenie_Applevor 2 Monaten
    Mitten rein ins Chaos und zur wahren Liebe

    Sophies größter Traum ist ein Foodtruck. Doch stattdessen studiert sie auf Wunsch ihres Vaters BWL, statt wie ihre verstorbene Mutter ihren Traum zu leben. Und auch ihr Freund Tim hält nicht viel von ihrer Idee, sich selbst zu verwirklichen. So landet Sophie bei einer Filmverleihfirma am Empfang, bis sie eines Tages unerwartet zur Produktmanagerin befördert wird. Von da an überschlagen sich die Ereignisse und sie findet sich bei Dreharbeiten in Dänemark wieder, die ihr Leben für immer verändern.

    Zu Beginn der Geschichte dachte ich erst, dass ich es mal wieder mit einer völlig durchgeknallten jungen Frau zu tun habe, die ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Und wegen der Kollegen, mit denen es Sophie zu tun hat, verstärkte sich dieser Eindruck auch immer mehr. Aber je länger ich gelesen habe, desto mehr wuchs sie mir ans Herz, denn irgendwie hat doch (fast) jeder irgendeinen kleinen oder großen Traum, der immer wieder die Freiheit sucht. Was mir manchmal ein bisschen zu viel war, war die Beschreibung des Bauchgrummelns. Man hatte den Eindruck, dass Sophies Magen nie Ruhe geben würde und wirklich extrem auf jede kleinste Veränderung anspricht. Ich weiß nicht, ob es das so massiv tatsächlich gibt. Dennoch passt es aber auch irgendwie zur Story, da es so sehr deutlich wurde, dass Sophie häufig auf ihr Bauchgefühl gehört hat. Ob das jetzt immer gut war, mag dahingestellt sein. Auf jeden Fall hat mir die Entwicklung gut gefallen und spätestens als dann noch Nick mit seinem tollen Haus in Dänemark, wo ich auch so gerne meine Urlaube verbringe, auftauchte, war es endgültig um mich geschehen.

    Sophies Freundin Sasha und ihr Kollege Claudio waren so herzerfrischend, jeder einzelne Charakter war mit viel Liebe und detailliert beschrieben. Schade, dass man von Sandrine nicht mehr erfahren hat, was sie zu bedrücken scheint.

    Für mich war alles dabei, was ein schöner Sommerroman braucht: Witz, eine tolle Kulisse, Zeit und Raum für Träume und vor allem Liebe!

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    Cover des Buches Der Tote auf Amrum (ISBN: 9782919808298)

    Bewertung zu "Der Tote auf Amrum" von Anna Johannsen

    Der Tote auf Amrum
    Greenie_Applevor 3 Monaten
    Sherry mit Folgen

    Bei dem Buch „Der Tote auf Amrum“ handelt es sich um den bereits sechsten Band der Inselkommissarin Lena Lorenzen von Anna Johannsen.

    Auf der Insel wird der reiche Immobilienbesitzer Marten Hilmer tot in seinem Haus aufgefunden – alles deutet darauf hin, dass er vergiftet wurde. Doch welches Motiv steckt dahinter? Hat Hilmer bei den Hauskäufen für Unmut gesorgt? Oder steckt eine seiner Verflossenen hinter dem Mord, denn an Suizid will niemand glauben.

    Die Hauptkommissarin Lena Lorenzen übernimmt den Fall und stößt dabei auf ein Geheimnis, das ihr Privatleben auf den Kopf stellt.

    Ein Krimi, der ohne Blutvergießen auskommt und stattdessen durch Recherchearbeit und das Zwischenmenschliche besticht. Insgesamt für mich eine schöne Mischung und auf jeden Fall eine Reihe, die ich weiter verfolgen werde. Mir kamen an einigen Stellen die Kommentare etwas übertrieben vor, als es um den stressigen Arbeitsalltag und ein mögliches Burnout ging, aber wahrscheinlich sieht man da nicht, was noch alles dranhängt. Wie bei Lehrern, die nachmittags angeblich frei haben. Das musste ich mir einfach immer wieder vergegenwärtigen und tat meiner Begeisterung für das Buch keinen Abbruch.

    Auch ohne die ersten fünf Teile zu kennen, kommt man gut in das Buch rein. Die Figuren finde ich sehr schön beschrieben, jede hat, wie bei Anna Johannsens neuer Reihe um Enna Andersen auch, ihre besonderen Eigenarten. Und auch wenn kein Blut fließt, war die Story für mich als Thrillerfan flüssig und spannend zu lesen.

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    Cover des Buches Siebzehn Jahre. Ohne mich. Mit dir. (ISBN: 9783966986489)

    Bewertung zu "Siebzehn Jahre. Ohne mich. Mit dir." von A.D. WiLK

    Siebzehn Jahre. Ohne mich. Mit dir.
    Greenie_Applevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte über die Liebe und das Finden zu sich selbst.
    Was ist Liebe?

    Das neue Buch von A. D. Wilk ist wieder einmal eine außergewöhnliche Geschichte. Eine Geschichte  über das Leben und eine ungewöhnliche Liebe. Darüber, was Liebe mit einem Menschen anstellen kann. Dass sie Mut braucht, süchtig machen kann, selbstlos und leicht sein, dass sie aber ebenso zerstören kann. Vor allem, wenn man sich selbst nicht genug liebt, es vielleicht nicht einmal wirklich merkt.

    Dieses Buch über die besondere Beziehung zwischen der Eventmanagerin Piya, die bereits mit 17 Mutter wurde und hauptsächlich für die Arbeit lebt und Bennet, dem Vater ihrer Tochter Livia, will man nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere, die die Autorin erschaffen hat, sind allesamt so wunderschön beschrieben, dass man sie direkt vor sich sieht und sich mitten in die Szenen hineinversetzt fühlt. Jede für sich ist etwas Besonderes und die Geschichte überrascht mit vielen Wendepunkten, die man so nicht unbedingt erwartet hätte und die einen, wie die Bücher von A. D. Wilk es sowieso immer tun, auch über das eigene Leben nachdenken lassen.

    In die aktuellen Kapitel sind kürzere, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen, eingestreut. Schön finde ich die Perspektivwechsel, da man so nachvollziehen kann, was die beiden Protagonisten jeweils über eine Situation denken und fühlen.

    Definitiv ein Buch, das einen zum Lachen, Mitleiden und Weinen bringen kann!

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    • weiblich
    • 06.05.1975

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