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GrueneRonja

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    Cover des Buches Die schwarze Maske (ISBN: 9783764532109)

    Bewertung zu "Die schwarze Maske" von Eyal Kless

    Die schwarze Maske
    GrueneRonjavor 7 Tagen
    unbefriedigendes Ende

    „»Du wolltest uns in die Knie schießen, nicht in den Kopf?« Galinak strahlte sie an. »Oh, V, das muss Liebe sein.«“ (S.601)


    Band zwei der Puzzler-Dilogie schließt direkt an den ersten Teil, Das schwarze Mal, an. Funkelauge klärt über die letzten Ereignisse auf und wird direkt auf eine neue Mission geschickt. Wie sollte es auch anders sein, begeben sich Funkelauge und der Troll Galinak auf die Suche nach Vincha.

    Gleichzeitig wird die Schläferin Peach geweckt und auf eine Mission geschickt. Als sie das letzte Mal wach war, existierte Tarakan noch in all seiner Pracht und sie war eine angesehene Obermajorin. Von der Großen Katastrophe ist sie verschont geblieben, denn ihr Bewusstsein wurde in das Künstliche Bewusstsein Adam geladen, in dem auch Rafik lebt. Auf ihrer Suche nach einem bestimmten Mädchen, lernt Peach die neue Welt genau kennen. Und was sie sieht, beunruhigt sie.


    Der Klappentext klingt unglaublich spannend und fesselnd und mal wieder frage ich mich, ob der Verfasser das Buch überhaupt gelesen hat. Weder ist Rafik „die größte Bedrohung seiner Welt“ , noch hat Funkelauge ihn bekämpft und seine neue Reise schickt ihn nicht in die Stadt der Türme, „wo schweres Geschütz und eine große Portion Glück vonnöten sein werden, um zu überleben.“

    Mit Funkelauge besteht jedes Abenteuer hauptsächlich aus Glück. Sein größtes ist Galinak an seiner Seite zu haben, der ihm mehr als einmal das Leben rettet. Auch wenn die beiden wie ein altes Ehepaar wirken, kommt der Weltuntergangshumor nicht zu kurz. Da er bereits im ersten Teil Vincha gefunden hat, und sie gewisse Verhaltensmuster aufweist, denen sie nicht entkommen kann, nutzt Funkelauge sein Wissen, um sie aufzuspüren. Auch in diesem Teil ist ihr erstes Aufeinandertreffen ziemlich wild. Doch Vincha hat eine Schwachstelle, die Funkelauge ausnutzen kann und so machen sie sich gemeinsam auf, um die geheime Mission zu erfüllen.

    Peach ist eine ausgebildete Kämpferin im Körper einer kleinen, etwas älteren Frau. Ihre Reise durch diese für sie neue Welt öffnet ihr häufig die Augen über Tarakan. Obwohl sie vor allem die Zerstörung wahr nimmt, begegnen ihr auch einige Wunder, die sie staunen lassen. Trotzdem verliert sie ihren Auftrag nicht aus den Augen.


    Es ist ein Rennen gegen die Zeit, Gut gegen Böse, Künstliches Bewusstsein gegen einen einfachen Mann. Das Ende der Reise und somit das Treffen der beiden Auftragsgruppen ist spektakulär und der Beginn vom tatsächlichen Ende. Dieses hat mich unbefriedigt zurück gelassen. 

    Über 1300 Seiten habe ich Funkelauge begleitet; nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seinen jugendlichen Obszönitäten, ist mir seine Art ans Herz gewachsen. Vincha und Galinak, sowie alle anderen fluchenden Menschen in dieser Welt, haben mich mit ihrer authentischen Art sehr unterhalten. „Versuch, mich nicht für rostig zu verkaufen […]“ (S. 342) 

    Ihre Reisen durch die zerstörte Welt waren aufregend, die Kämpfe heiter und das Geplänkel zwischen den Protagonisten amüsant. Meine Erwartungen für den Endkampf waren gigantisch, wenn auch nicht sehr spezifisch. Ich wusste nicht genau, womit ich rechnen sollte und das hat die Spannung gesteigert. Dann kam die letzte Seite und ich habe den Rest gesucht. Das sollte es gewesen sein? Es war zwar kein offenes Ende, denn alle Erzählstränge haben zu einem Schluss gefunden, trotzdem fehlt mir etwas.


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    Cover des Buches Die fremde Küste (ISBN: 9783453359994)

    Bewertung zu "Die fremde Küste" von Virginia Baily

    Die fremde Küste
    GrueneRonjavor 16 Tagen
    Eine Protagonistin, die um jeden Preis dazugehören möchte

    „Menschen schaffen und bewahren Geheimnisse aus vielerlei Gründen, seien sie nun gut oder schlecht. Um sich und andere zu schützen, aber auch um Missstände zu vertuschen. Was immer der Grund dafür sein mag, das Ergebnis ist dasselbe. Wer mit einem Geheimnis lebt, lebt mit Einschränkungen.“ (S.77)


    Liliana ist 14 Jahre alt, als ihr Bruder Stefano wegen seiner politischen Ansichten, die nicht mit denen des Staates übereinstimmen, nach Libyen auswandert. Zu dieser Zeit hat Mussolini bereits die Macht in Italien übernommen und die Braunhemden streifen durch die Dörfer und Städte. Der Faschismus regiert in Italien und übernimmt auch die politische Erziehung von Liliana.

    Neben dem Faschismus beherrscht auch der Glaube der Kirche die Menschen und Liliana ist es gewohnt, Sonntags in die Kirche zu gehen und in der Woche Rosenkränze mit ihrer Mutter zu beten. Als sie endlich zu ihrem Bruder nach Libyen reisen darf, ist sie eine gottestreue Jungfaschistin, mit einer großen Abenteuerlust und romantischen Vorstellungen für ihr weiteres Leben.

    Mit siebzehn Jahren ist es schwierig, eine eigene, gefestigte Meinung zu haben. Liliana wirkt daher wie ein Fähnchen im Wind. Sie will gefallen und dazugehören, was man ihr nicht übel nehmen kann. Daher fühlt sie sich auch geehrt, als der Oberst der Luftwaffe Ugo ihr seine Aufmerksamkeit schenkt. „Es ist zwar nie laut ausgesprochen worden, aber dadurch, dass sie sich in Rom aus ihrem Kostüm hat wickeln lassen, dadurch, dass sie heute zur Verabredung aufgetaucht ist und sich von ihm auf der Rückbank hat beanspruchen, küssen und begrapschen lassen, dadurch hat sie in etwas eingewilligt.“ (S.213)

    Obwohl ihr Bauchgefühl sie vor dem Oberst warnt, ist sie ihm verfallen, fast schon hörig, und so hat sie keine andere Wahl als ihm ihre Jungfräulichkeit zu opfern. Sie kann sich ihm nicht widersetzen, weder geistig noch körperlich, und so legt sie sich eine geeignete Ausrede zurecht, um das sündige Verhalten vor sich und Gott zu rechtfertigen. „Egal, welche Bedenken sie hat, egal, wie sündig das ist, was sie tut, wie scheinbar verderbt, alles dient einem geheimen, aber edlen Zweck. Sie tut das Richtige.“ (S. 273)

    Wenn Ugo sie nicht wie einen Hund zu sich ruft, soll Liliana der Frau ihres Bruders die italienische Lebensweise vermitteln. Farida ist in Lilianas Augen eine Wilde, doch ändert sich das je mehr sie die Frau kennen lernt.


    Parallel zu der Geschichte der jungen Liliana, erfährt die Liliana im Mai 1980 durch Zufall von einem Mordversuch an einem Abramo Cattaneo al-Arufti in Rom. Kurzentschlossen reist sie aus London nach Rom in das Krankenhaus, um ihre verlorene Familie wieder zu finden.


    Inwiefern der geschichtliche Hintergrund von Die fremde Küste historisch korrekt ist, kann ich nicht beurteilen. Die Zeitsprünge im Erzählgeschehen waren anfangs abrupt und durcheinander bringend, wurden im Verlauf der Geschichte aber geordneter. Trotzdem konnte ich mit Liliana nicht warm werden, weder mit der etwas älteren Signora Jones, noch mit der jungen Faschistin. Sie wirkt in ihrer Jugend schwankend, unsicher und schwach, was sie im Alter nicht losgeworden ist. Signora Jones hat vieles aus ihrer Zeit in Libyen verdrängt und kann sich nicht mehr richtig erinnern. Es fühlt sich für sie an wie ein Traum, den sie nicht richtig greifen kann. Diese Unsicherheit und Zweifel, dazu die Zeitsprünge, haben mich völlig durcheinander gebracht und ich war am Ende froh, diese Reise hinter mir lassen zu können.

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    Cover des Buches Eduschée - Erbarmungslose Welt: Roman (ISBN: B01N4GO1T7)

    Bewertung zu "Eduschée - Erbarmungslose Welt: Roman" von Timothy Dawson

    Eduschée - Erbarmungslose Welt: Roman
    GrueneRonjavor 22 Tagen
    schöne Erzählweise

    „Ihr Blick suchte das brennende Wirtshaus, und als sich die Flammen in ihren Augen spiegelten, flüsterte sie: »Die Welt ist erbarmungslos.«

    Zacharias löste die Umarmung und sagte. »Willkommen auf Eduschée.«

    Marla sah zu ihm auf. »Eduschée?« Ihre Stimme war heiser.

    »Der alte Name unserer Welt.«

    »Was … was bedeutet er?«

    »Genau das, was du gesagt hast, Marla: erbarmungslose Welt.«“ (S.51)


    Eduschée ist in viele einzelne Geschichten unterteilt, die von Zwischenspielen unterbrochen werden. In diesen Zwischenspielen erfährt man die Geschichte des Foltermeisters des irren Königs. Dieser hat schon mit 15 Jahren die Stelle beim König angetreten. „Als ich am Rand des Grabs stehe, denke ich an morgen. Ich werde – wie es Brauch ist – in die Fußstapfen meines Vaters treten. Er hatte das Amt des Foltermeisters schon von seinem Vater übernommen, und der von seinem.“ (S. 56)

    In der Welt von Eduschée holt die Wächterin die Seelen am Ende ihres Lebens. Jeder tritt vor sie und muss sich für seine Taten rechtfertigen, weswegen sie in den vielen Teilen des Buches eine wichtige Rolle spielt.


    Zacharias ist ein Söldner, ein Mörder und ein Halsabschneider. „Es gibt eine Sage aus der Zeit der Dämmerung, die besagt, dass es Scharfrichter gab, harte, gerechte Männer, die Menschen enthaupten und wieder zum Leben erwecken konnten, wenn der Enthauptete reinen Herzens war.“ (S.22) Als das Wirtshaus, in dem er die Nacht verbringen wollte, angegriffen wird, kämpft er um sein Leben.

    Drei Kräuterhexen finden das abgebrannte Wirtshaus und spüren Magie in der Luft. Um dem Wirker dieser Magie nicht über den Weg zu laufen, nächtigen sie im Wald.

    Ein einsamer Wanderer entdeckt diese Frauen an einem Feuer im Wald. Weil er sich vor ihnen fürchtet, macht er einen Umweg und gerät an einen Irrwicht, der sich nur von einer Geschichte besänftigen lässt.

    Diese zufällig wirkenden Begegnungen und damit verbundenen Geschichten ziehen sich durch das ganze Buch. Die Begebenheiten um Marla und Zacharias scheinen dabei eher nebensächlich, und doch verbinden sie alles miteinander und runden die einzelnen Geschichten ab.


    Die Erzählweise von Eduschée gefällt mir sehr gut, denn sie gibt Möglichkeiten für viele weitere Abenteuer. Laut der Danksagung des Autors am Ende des Buches ist die Weiterführung der einzelnen Geschichten nicht völlig ausgeschlossen. Ich hoffe sehr, daß er irgendwann nach Eduschée zurückfindet, denn so erbarmungslos diese Welt auch scheint, ist sie doch einen Besuch wert. Sicher vom Lieblingsleseplatz aus, natürlich.

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    Cover des Buches DIE FAHRT DER STEAMPUNK QUEEN (ISBN: 9783957652386)

    Bewertung zu "DIE FAHRT DER STEAMPUNK QUEEN" von Marianne Labisch

    DIE FAHRT DER STEAMPUNK QUEEN
    GrueneRonjavor einem Monat
    Mir fehlt der Antrieb

    Ich habe dieses Buch als eBook bei einer Leserunde bei lovelybooks gewonnen, wo es zu jeder Episode einen Austausch mit anderen Lesern und den Autoren gab.

    „Die Person, der das Schiff gehört, stirbt und niemanden scheint das groß zu interessieren.“ (S. 145)

    Die Fahrt der Steampunk Queen ist eine Kurzgeschichtensammlung, die zu einer zusammenhängenden Geschichte wird. In der gebundenen Ausgabe dieses Buches finden sich farbige Illustrationen zu den einzelnen Episoden. So gibt es zu Beginn einen Reiseplan, der stimmig ins Konzept passt und Ich kann mir gut vorstellen, wie jeder Reisegast diesen Plan bei Betreten der Steampunk Queen in die Hand gedrückt bekommt.

    Die anderen Bilder untermalten die einzelnen Kurgeschichten, passen aber farblich nicht so gut in das Buch. Wie beim Cover, fehlen mir die typischen Steampunk-Farben. Einige wenige Bilder sind stimmig, doch die meisten sind zu knallig und wirken nach einer Geschichte wie ein Fremdkörper. Am Ende des Buches gibt es eine bildhafte Auflistung der Besatzungsmitglieder und Passagiere.

    „Ich glaube nicht, dass so etwas wie die Seele existiert […]. Sie ist nichts weiter als ein Konstrukt, erdacht von jenen, deren Arroganz sie dazu verleitet hat, sich selbst mehr Bedeutung beizumessen, als ihnen gebührt.“ (S. 95)

    Zwölf Autoren, Dreizehn Geschichten, und das einzige, was sie wirklich verbindet ist der Ort des Geschehens: der Dampfer Steampunk Queen. Gleich in der ersten Geschichte von Gerd Scherm: Die Vorgeschichte zur Fahrt der Steampunk Queen erfährt der Leser, wie das Schiff zu dem Namen gekommen ist, „das nach Wunsch von Lord Summer Steampunk Queen heißen sollte.“ (S.12) Dabei kommt die Frage auf, warum ein Brigadier der britischen Armee und Lord zu Beginn des 20. Jahrhunderts sein Schiff „Steampunk“ nennen sollte, da dies doch die Bezeichnung des Genres der Kurzgeschichten ist und „Punk“ eher abwertend genutzt wurde. Im Mittelalter hat sich auch niemand als „mittelalterlicher Priester“ bezeichnet, sondern einfach als Priester.

    Obwohl es dampfbetriebene Maschinen und Wunderwerke gibt, sind sie nicht so alltäglich wie in anderen Geschichten aus diesem Genre. Sie fallen wie Fremdkörper auf und werden von anderen Menschen seltsam begutachtet. Besonders steampunkig ist keine Geschichte und mit ihren fabelhaften Wesen wie Elfen, Vampire und Geister erinnern sie eher an das Fantasy-Genre. Hinzu kommen die gleichen historischen Ereignisse (Aufstände der italienischen Faschisten) und politischen Richtungen (Kommunisten), wie sie in unserer Welt existieren, was der Illusion einer dampfbetriebene, besseren Welt den Antrieb nimmt. 

    Die Passagiere und Besatzungsmitglieder sind so unterschiedlich, wie sie zahlreich sind. Unter ihnen Archäologen, Ermittler, Vampire, einedampfbetriebener Androiden, eine schwarze Sängerin, Erfinder und Menschen mit magischen Begabungen, ein Heizer mit einem Splitter im Kopf, der das Flüstern der Maschinen hört, und eine Frau, die gedanklich Maschinen reparieren kann.

    Neben dem Ort des Geschehens, finden sich zuweilen kleine Anspielungen auf andere Geschehnisse, die die Kurzgeschichten verbinden. So hat der Androide die Vermutung, jemand wäre in seine Kabine eingebrochen, während ein paar Geschichten später ein Passagier genau dies in seinem Wahn tut. Obwohl bereits zu Beginn eine Leiche erwähnt wird, fragt man sich bis zur Vorletzten Episode, wie es dazu gekommen und was aus dem Mörder geworden ist.

    Vielleicht liegt es an meinen Erwartungen, denn der Text in der Leserunde ließ auf Ermittlungen und Abenteuer schließen.

    „Kommt mit auf die Reise der Steampunk Queen, einem Schaufelraddampfer auf Jungfernfahrt. Eine illustre Gesellschaft hat sich gefunden, aber es gibt auch Reisende der zweiten und dritten Klasse. Noch bevor die Fahrt beginnt, gibt es eine Tote und bei der wird es nicht bleiben. Immer wieder verschwinden Menschen spurlos. Was hat es wohl damit auf sich?“ (https://www.lovelybooks.de/autor/Marianne-Labisch/DIE-FAHRT-DER-STEAMPUNK-QUEEN-2928721538-w/leserunde/3133138302/3133142276/#thread)

    Marianne Labischs: Das Tagebuch der Laura März ist eine Zusammenfassung der Ereignisse auf der Steampunk Queen und sucht die Lösung der vielen Vermissten und Toten. Gerd Scherms: Der Bericht des Kapitäns beendet die Jungfernfahrt. Beide Geschichten haben mir von der Idee her gut gefallen,  jedoch erscheint die Erzählweise der letzten Episode wie ein schnelles Abarbeiten der Geschehnisse. Diese Wirkung hatte schon die Einführung in das Buch vom gleichen Autor: Die Vorgeschichte zur Fahrt der Steampunk Queen. Dort hatte ich den Eindruck eines Referats vor einer Schulklasse, in der alle Fakten möglichst kompakt vorgetragen werden, wobei der Vorträger nervös ist und besonders schnell redet.

    Ein paar Geschichten haben mich auf Grund ihrer Melancholie (Christian Künne: Thalassas salzige Tränen), des alles durchdringenden Wahns (Sascha Dinse: Eidolon) oder des überraschenden Endes (Arno Endler: Das Scheitern des Erfinders) angesprochen. Die Mehrzahl jedoch war nicht sehr fesselnd, spannungsgeladen oder überragend. Insgesamt hat mir Die Fahrt der Steampunk Queen nicht gefallen und ich habe das Ende herbeigesehnt.


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    Cover des Buches Nashira (ISBN: 9783453314269)

    Bewertung zu "Nashira" von Licia Troisi

    Nashira
    GrueneRonjavor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Klappentext romantisiert die Beziehung unnötig.
    leider zu langatmig und unspannend

    „Sie hatte Angst, aber in die Angst mischte sich eine eigentümliche Erregung. In diesen Himmel zu schauen, bedeutete Freiheit, eine Freiheit, die, nach dem Willen der Priesterinnen, niemandem außer ihnen selbst vergönnt sein sollte.“ (S. 250)

    In Nashira gibt es zwei Rassen: die Talariten und die Femtiten. Erstere herrschen über die zweiten, welche schon seit Jahrhunderten versklavt sind. Talitha gehört nicht nur zu den Talariten, sondern ist auch eine Grafentochter und somit behütet und mit allen erdenklichen Privilegien aufgewachsen. Saiph ist ihr Sklave, mit dem sie trotzdem eine Freundschaft pflegt. Er folgt ihr überall hin, auch in das Kloster, das ganz oben im Talareth von Messe liegt.

    Jede Stadt wird von einem überaus groß gewachsenen Baum überschattet, den Talarethen, denn sie produzieren Atemluft und sichern so das Überleben aller Lebewesen, die unter ihren Kronen wohnen. Selbst die Wege zwischen den großen Städten und verschiedenen Reichen sind mit sogenannten Baumpfaden verbunden, die durch kleinere Talarethe mit Atemluft versorgt werden.

    Die Welt von Nashira ist grausam, egal ob man zu den Sklaven oder der Herrscherrasse gehört. Macht, Gewalt und Intrigen beherrschen alle, insbesondere die Priesterinnen. Jeder ist sich selbst der Nächste, was vor allem für die Talariten gilt.

    Als zweite Tochter eines Grafen aus der Stadt Messe, kann Talitha sich ihre Berufung aussuchen und möchte in der Garde dienen. Ihre Schwester Lebitha hat sich vor Jahren den Priesterinnen angeschlossen und soll einmal dem Kloster vorstehen, um die Macht des Grafen in Messe zu erweitern. Doch dann verstirbt sie überraschend und ihr Vater entscheidet, daß Talitha Lebithas Stelle einnehmen soll. Im Wipfel des Talareth entdeckt Talitha ein furchtbares Geheimnis, das sie zur Flucht aus dem Kloster und mit Saiph an ihrer Seite einer gefährlichen Reise durch Nashira zwingt.

    Zu Beginn hat Talitha einen netten Eindruck gemacht: sie ist mit Saiph mehr befreundet, als daß sie Herrin und Sklave sind und scheint einen starken Willen zu haben. Außer gegenüber ihrem Vater, dem sie einfach nichts entgegen zu setzen hat. Doch im Laufe der Geschichte wirkt sie verwöhnt, übereifrig und gedankenlos. Wenn sie Saiph nicht an ihrer Seite hätte, wäre sie vermutlich nicht mal aus dem Kloster entkommen.

    Saiph dagegen wirkte anfangs ein wenig rebellisch und wie ein treu ergebener Diener, wie es im Klappentext heißt. Doch ist er vor allem ein Sklave, der macht, was ihm gesagt wird. Zwar widerspricht er durchaus Talitha und bremst sie in ihren Unternehmungen aus, doch ist seine oberste Priorität den Kopf einzuziehen.

    Anders als der romantische Klappentext vermuten lässt, ist in dem Buch keine Spur von Romantik zu finden. Dafür ist die Welt von Nashira zu grausam und die Geschehnisse zu gewalttätig. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte langatmig, fast langweilig, unterbrochen von kurzen Szenen, in denen sich die Ereignisse überschlagen. Grundsätzlich ist die gesamte Welt spannend und unterhaltsam, die Umsetzung leider nicht und so werde ich den zweiten Teil nicht lesen. Ich habe schon viele Bücher von der Autorin verschlugen und habe mich sehr auf eine neue Welt gefreut. Leider wurde ich mit diesem Buch enttäuscht.

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    Cover des Buches Für immer und ein Wort (ISBN: 9783764507633)

    Bewertung zu "Für immer und ein Wort" von Anne Sanders

    Für immer und ein Wort
    GrueneRonjavor 2 Monaten
    Schweigsam trifft Quasselstrippe, oder so

    „Niemand nannte sie Anna außer ihrer Mutter, vorzugsweise dann, wenn die Tochter wieder mal nicht den Ansprüchen genügte, was meistens der Fall war, und das auch heute noch.“ (S. 63)


    Annie St. James ist 35 Jahre alt und seit kurzem geschieden. Zwei Jahre lang hatte sie gehofft, Finley würde zu ihr zurückkehren. Stattdessen hat er eine andere geheiratet und Annie ist wider besseren Wissens zu seiner Hochzeit gefahren. Begleitet hat sie ihre beste Freundin Hoola, die nach der Hochzeit alles tut, um Annie auf andere Gedanken zu bringen. So machen sie eine Wanderung durch das Dartmoor, in dem Annie ein geheimes Notizbuch aus einer Letterbox in den Rucksack rutscht. Der Inhalt des Notizbuches berührt Annies Herz und sie beschließt, den Verfasser zu suchen.


    Jack Edwards ist 38 Jahre alt und seit kurzem geschieden. Drei Jahre lang hat er sich um seinen sterbenden Bruder gekümmert und seine Familie vernachlässigt. Nun wird seine Exfrau mit seiner Tochter zu einem anderen Mann ziehen, und Jack den letzten Halt rauben. Plötzlich steht eine fremde Frau vor ihm, drückt ihm ein Notizbuch in die Hand, und stellt sein Leben auf den Kopf.


    Für immer und ein Wort ist ein Liebesroman über zweite Chancen und Neuanfänge. Es geht in erster Linie nicht um die Liebe zwischen zwei Menschen, die sich kennen lernen, sondern vor allem um die Liebe zu sich selbst und den seinen: Eltern, Geschwister oder Kinder. Dabei fließen Textpassagen aus dem Notizbuch mit ein und lockern die zwei Erzählstränge etwas auf.

    Obwohl die Lebensumstände der beiden Protagonisten sehr ähnlich sind, sind sie sehr gegensätzliche Charaktere. Jack überlegt, bevor er spricht, während Annie sich manchmal um den Verstand redet. Denn in diesem Buch geht es vor allem um Worte, gesagte und ungesagte.

    Daher ist es auch traurig, daß der Genderstern in eine wörtliche Rede Einzug gehalten hat, ist die Sprechweise mit der künstlichen Pause alles andere als angenehm für die Ohren, oder der Stern angenehm für das Auge. Gerade bei einer groß geschwungenen Rede wäre ein „Kolleginnen und Kollegen, Künstlerinnen und Künstler“ passender und realistischer gewesen.


    Wer Lust auf leichte Unterhaltung mit verschiedensten Charakteren und die üblichen Liebesromane voller obszöner Sexszenen satt hat, sollte zu Für immer und ein Wort greifen und sich nach Dartmoor, Cambridge und London entführen lassen.

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    Cover des Buches Das schwarze Mal (ISBN: 9783764532086)

    Bewertung zu "Das schwarze Mal" von Eyal Kless

    Das schwarze Mal
    GrueneRonjavor 2 Monaten
    Spannender Auftakt

    Die Stadt der Türme ist ein Ort voller Rätsel. Hier kämpfen Gilden, die über Magie gebieten, gegen Cyborg-Banditen, welche nach Artefakten einer untergegangenen Zivilisation suchen. Jene Schätze befinden sich im Inneren der Stadt der Türme, das von Monstern bevölkert, von Fallen gespickt und voll verschlossener Türen ist. Und genau hier kämpft ein Junge ums Überleben: Rafik ist der einzige Mensch, der die Rätsel der Stadt der Türme knacken kann. Denn er ist ein Puzzler, an dessen Fingern sich wie Schlüssel geheimnisvolle Tätowierungen befinden. Doch was Rafik im unheimlichen Herzen der Stadt der Türme findet, verändert den Jungen – und seine ganze Welt.

    „Nur im Tal findest du Frieden, als wärst du endlich da, wo du hingehörst. Selbst wenn es dich am Ende umbringt.“ (S. 323)

    Ein einfacher Schreiber der Historikergilde, der Ich-Erzähler, ist auf der Jagd nach einer Frau, die den Puzzler gekannt hat. In der Stadt der Türme kommt er Vincha so nah wie nie zuvor, doch scheint sie Ärger geradezu anzulocken.

    „Vielleicht hatte die Große Katastrophe eigentlich zum Ziel gehabt, reinen Tisch zu machen und der Menschheit einen Neuanfang zu ermöglichen, aber wir hatten es geschafft, sogar unsere eigene Vernichtung zu verbocken.“ (S. 11)

    „Ich wurde nach den Schrecken der Großen Säuberung geboren. Damals machte man Jagd auf Menschen mit Tätowierungen, […] und brachte sie zur Strecke.“ (S. 14)

    „Sein Name war Rafik […]. Er stammte aus einem der Hinderwald-Dörfer, du weißt schon, wo die Leute wohnen, die diesem komischen Propheten anhängen, der jede Technologie ablehnt.“ (S. 78)

    Rafik ist ein 9-jähriger Junge, der im Tiefland in einem Dorf wohnt, welches den Wiedergeborenen Propheten anbetet. Dieser lehrt, daß Menschen sich nicht mit tarakanischen Technologien verschmelzen sollen und daß Tätowierungen eine Strafe des Propheten sind. Als die ersten Male auf Rafiks Hand erscheinen, bekommen seine Eltern Panik und verscherbeln ihn kurzerhand an einen Händler in der nächstgelegenen Stadt.

    „Jetzt hör auf zu weinen und bereue, für was auch immer Gott und der Wiedergeborene Prophet dich bestraft haben […].“ (S. 103)

    „Vier der Männer waren auffallend groß; bei zweien sah ich Tarakanische Modifikationen an Armen, Oberkörper und Schultern. Man nannte solche Leute Trolle. Ein Troll, dem ein geschickter Technikus die richtigen Tarakanischen Apparate eingebaut hatte, war eine beeindruckende Erscheinung, ein tödlicher Krieger mit übermenschlichen Fähigkeiten.“ (S. 20)

    Die Tarakaner wurden in der Großen Katastrophe ausgelöscht, und mit ihnen ihr Wissen. Doch gibt es sogenannte Knoten, die voll mit ihrer Technologie und einigen Errungenschaften sind, die nicht nur wertvoll und nützlich sind, sondern auch regelmäßig in den Knoten aufgefüllt werden. Daher gibt es Tiefenexpeditionen von Trollen, die diese Knoten plündern. Doch die Knoten können nur von Puzzlern geöffnet werden. Sie werden an ihren Markierungen an den Händen erkannt. So gelangt Rafik in eine Welt, die seinem Glauben an den Wiedergeborenen Propheten komplett widerspricht.

    Das Schwarze Mal ist der Beginn der Puzzler-Reihe und erzählt zwei Geschichten parallel.

    Zum einen gibt es den Ich-Erzähler, der auf der Suche nach der Wahrheit über Vincha und den Puzzler ist. Er ist ein recht junger Mann, der ein Ziel vor Augen hat und alles dafür tut, um es zu erreichen.

    Obwohl ich ihn von Beginn sympathisch fand, da er seine Nase lieber in Romane steckte als zu arbeiten, störte mich seine vulgäre Ausdrucksweise. Später habe ich bemerkt, daß er nicht der einzige ist, da die Trolle mindestens genauso vulgär sind. Für einen Jugendroman ist das eine fragwürdige Ausdrucksweise.

    Obwohl die Trolle allgemein viel Fluchen, wurde das böse F-Wort durch „Rost“ ersetzt, was mir wiederum gefallen hat. 

    Der andere Erzählstrang ist Rafiks Geschichte, der als 9-jähriger Dorfjunge unschuldig ist und seinem Leben entrissen wird. „Er wurde von einem zum anderen weitergereicht wie eine Ware, ganz gleich, was er selbst sich wünschte oder was er dabei empfand.“ (S. 253)

    Bis zum Ende haben mich beide Geschichten gefesselt und so habe ich den Übergang des einen Erzählstrangs in den anderen kaum wahrgenommen. Das Schwarze Mal endet mit einem Cliffhanger und ich bin schon gespannt, wie es mit dem Erzähler, Vincha und Rafik weitergeht.

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    Cover des Buches Die Herren der Grünen Insel (ISBN: 9783734101403)

    Bewertung zu "Die Herren der Grünen Insel" von Kiera Brennan

    Die Herren der Grünen Insel
    GrueneRonjavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: „[…] - Lieder von Helden und Siegern und listigen Frauen.“ (S. 905)
    „[…] - Lieder von Helden und Siegern und listigen Frauen.“ (S. 905)

    „[…] - Lieder von Helden und Siegern und listigen Frauen.“ (S. 905)

    Irland in 1166 ist weder grün noch sonnig. Eher gleicht es einem grauen, tristen Inselchen mit ebenso grauen und tristen Menschen. Doch gerade einige von diesen Menschen spielen in Kiera Brennans Irland-Saga eine wichtige Rolle in den kommenden Jahren.


    Alles beginnt mit Ascall von Toora, denn „[…] er war sechs Jahre alt, als er zum ersten Mal tötete.“ (S. 9) Er ist der Großkönig von Toora und der gefürchteste Krieger auf der gesamten Insel. Die Geschichten um ihn sind ebenso grausam wie blutig. Eine Demütigung vergisst er so schnell nicht, weswegen er Caitlín O`Bjolan ihrer Familie raubt. Doch der Hochkönig Ruari O`Connor, dem Ascall die Treue geschworen hat, möchte keinen weiteren Krieg riskieren und zwingt ihn dazu, Caitlín zu seiner Frau zu machen. 

    Ruari regiert über alle Großkönigreiche der Insel, die erst kürzlich Frieden gefunden hat. Der Verlierer war Dairmait MacMurchada, der ehemalige König von Leinster, und seine Niederlage lastet schwer auf seiner Familie.

    Pól, ein gerissener Händler aus Dublin, verscherzt es sich mit dem Hochkönig Ruari und erhält ein Verbot mit Waffen zu handeln. Weil er dies nicht hinnehmen möchte, verbündet er sich mit Dairmait und spinnt einen üblen Plan, der Irland mit Blut und Asche überziehen soll.


    Um die oben genannten Personen entwickelt sich eine umfangreiche Geschichte um Familien, Krieg und Intrigen. Es geht um starke Männer, die ihre Familien schützen müssen, mächtige Männer, die ihr Land beherrschen wollen, um schwache Männer, die über sich hinaus wachsen oder dem Druck erliegen, und um Frauen, die alles Nötige tun, um zu überleben. 

    Die Irland-Saga beginnt im Jahr 1166 und endet 1172, und verändern nicht nur Irland, sondern auch seine Menschen. Er lässt Verlierer zu Gewinnern, Krieger zu Bauern, Töchter zu Königinnen und Könige zu Menschen werden. 


    Im Einband des Taschenbuches steht „Für Game of Thrones-Fans!“ von Closer. Die Herren der Grünen Insel ist eher ein Einsteigerbuch für alle, die Das Lied von Eis und Feuer einmal lesen wollen. Es bereitet auf einen langen Zeitraum des Geschehens vor und trainiert, Familiennamen auseinander zu halten.

    Für die, die den Epos schon gelesen haben, wird es ein leichtes sein, mit den vielen verschiedenen Namen und Familien zurecht zu kommen. Für Anfänger auf diesem Gebiet gibt es im Anhang eine Namensliste inklusive der Lautschreibweise, wie man die Namen ausspricht. Andernfalls bleibt Aoife bis zum Ende ein Zungenbrecher.


    Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil Der Thron der Wölfe und kann den ersten allen empfehlen, die umfangreiche historische Romane mögen.


    „So viele Iren sind durch Normannenhand gefallen, aber das Tor zur Andernwelt ist nicht aus dickem Holz oder kaltem Stein. Es ist nur ein zarter Schleier, und ich werde alles dafür tun, dass er durchsichtig bleibt, dass die Menschen dahinter Irlands Größe sehen – die unbezwingbaren Helden, die mutigen Frauen, die weisen Druiden. Nein, niemals soll vergessen sein, wer sie waren, was sie taten, was sie glaubten. Und die Erinnerung an diese Menschen wird jene stark machen, die sich den Normannen nicht unterworfen haben, die das Joch der Fremden abzuschüttel gedenken, die in den nächsten Jahren um Érius Freiheit kämpfen und das alte Irland wiederauferstehen lassen werden.“ (S. 946)

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    Cover des Buches Der Lehrling des Feldschers II (ISBN: 9783753443270)

    Bewertung zu "Der Lehrling des Feldschers II" von Greg Walters

    Der Lehrling des Feldschers II
    GrueneRonjavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragende Mischung aus Geschichte und Fantasy
    Toller zweiter Teil

    „Eine Rose und ein Dämon. Ich habe es vom ersten Tag an geahnt […].“ (S. 219)


    Der zweite Band der Feldscher-Chroniken schließt fast unmittelbar an den vorherigen an. Anikes Verrat wiegt schwer auf Gustavs Seele, denn er liebt und vermisst sie, obwohl er auch sauer auf sie ist. Sie hat ihn nicht nur als Feldscher verraten, sondern auch als Freund verletzt.

    Währenddessen verfolgt Anike mit dem Preis für ihren Verrat ihr einziges Ziel, was sie von Beginn an antreibt: die Rettung ihres Vaters. Dieses Vorhaben führt sie zurück nach Deutschland und wieder mitten ins Kriegsgeschehen hinein.

    Gustav und seine Dämonin Mela verbindet seit Anikes Weggang eine Freundschaft, die vorher in diesem Umfang nicht da gewesen ist. Er vertraut sich ihr an und ihre Bindung festigt sich. Er hat sich von einem naiven Jüngling zu einem Feldscher-Lehrling mit einer kleinen Portion Selbstvertrauen entwickelt und ist merklich gewachsen. Besonders im Umgang mit ungewöhnlichen Situationen vertraut er mehr seinem Instinkt und Wissen.


    Der Lehrling des Feldschers 2 ist ebenso unterhaltsam und spannend, wie der erste Teil. Noch immer weiß die Mischung aus tatsächlich geschehener Geschichte und Fantasie-Elementen zu gefallen. Darüber hinaus werden mehr Informationen über die Dämonen ins Geschehen eingestreut und lassen durchscheinen, daß sie nicht zufällig auf der Erde sind.

    Am 01.September erscheint voraussichtlich der dritte Band der Chroniken.

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    Cover des Buches Das Vermächtnis der Âlaburg (ISBN: 9783947515585)

    Bewertung zu "Das Vermächtnis der Âlaburg" von Greg Walters

    Das Vermächtnis der Âlaburg
    GrueneRonjavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und spannend, ich habe nichts anderes erwartet.
    „Mach, was ich sage, Zwerg, wenn du nach Hause willst.“ (S.129)

    Das Vermächtnis der Âlaburg schließt direkt an den fünften Teil, Der Orden der Âlaburg, mit einer Flucht aus der Nebelfeste an. Leik, Morlâ, Drena, Gerald und Ûlyer folgen der Dunkelfee Maika, die einen Weg zu einem anderen Portal nach Razuklan kennt. Dabei müssen sie nicht nur gegen unterschiedliche Gefahren und Naturphänomene ankommen, sondern auch vor den Schergen des Seelenmeisters davon laufen. Obwohl der Verlust von Filixx schwer auf ihnen lastet, lenken sich die Freunde mit Humor von der scheinbaren Ausweglosigkeit ab.


    Um in die Geschichte hinein zu finden, habe ich diesmal bis etwa zur Hälfte des Buches gebraucht. Gerade der Humor der drei männlichen Freunde erschien mir obszöner als in den vergangenen Teilen, vor allem bei Morlâ, und hat es mir schwerer gemacht, die Gesellschaft der Gruppe zu genießen. Doch sobald sie zu dem geheimnisvollen Labyrinth gekommen sind, hat mich die Spannung gefesselt. Ûlyer scheint mehr aufzutauen und aus sich herauszukommen, was mich sehr freut. Er ist immer noch der starke, stille Ork, doch blitzt sein Charme öfter hervor.

    Der letzte Teil der Farbseher-Saga, Die Erben der Âlaburg, wird mit hohen Erwartungen kämpfen müssen, denn Razuklan und Dendokan steht ein Krieg bevor, der alles zerstören könnte.

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