GrueneRonja

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    Cover des Buches Der Lehrling des Feldschers (ISBN: 9783751905497)

    Bewertung zu "Der Lehrling des Feldschers" von Greg Walters

    Der Lehrling des Feldschers
    GrueneRonjavor 20 Stunden
    historisch und phantastisch

    „Ohne das Beherrschen dieser Sprache bleibst du ein Quacksalber und wirst niemals ein schwarzer Feldscher, weil dir sämtliche Werke der Altvorderen verborgen bleiben werden. Ich kann dir viel beibringen, aber Weisheit kann man nur mit der Hilfe von Büchern erlangen […]“ (S. 159)


    „Bildung wird überschätzt. Ich habe mal einen Lehrer gefressen, danach war ich auch nicht schlauer. Da hätte ich auch einen Schweinehirten nehmen können.“ (S. 221)


    Der Lehrling des Feldschers ist der erste Teil der Feldscher-Chroniken und ein historischer Roman mit phantastischen Elementen. 

    1618, Zu Beginn des 30jährigen Krieges, ist ein roter Komet am Himmel zu sehen. Es wird behauptet, dass dieser Komet die Ursache für den Dämonenbefall im Deutschen Reich sei. „Nun ja: Beide Seiten, sowohl Union als auch Liga, wollen die Kraft der Dämonen für sich nutzen. Es gibt ein geheimes Ritual, das es uns Feldscheren erlaubt, sie tagsüber in Menschen fahren zu lassen. Dadurch verstärken sich die Kräfte dieser Kämpfer um ein Vielfaches.“ (S. 94)

    Gustav verliert im 25. Kriegsjahr seine Familie an plündernde Soldaten. Die letzten Worte seines Vaters bringen ihn zu den Schweden der Liga, wo er auf den Feldscher Martin trifft. Dieser nimmt ihn kurzerhand in die Lehre.


    Gustav ist 18 Jahre alt und arbeitete in der Köhlerei seines Vaters, die er später mal übernehmen sollte. Doch als rebellischer Jüngling wollte er sich lieber der Armee der Union anschließen. Als er nach dem Angriff auf seine Familie das Lager der Schweden erreicht, ist er voller Schmerz und Wut, und hilflos wie ein kleiner Junge. Diese Unbeholfenheit legt er auch während des gesamten Geschehens nicht ab. Obwohl seine Lehre bei dem Wundarzt Martin vielseitig und anstrengend ist, ist Gustav überaus froh eine Bestimmung für sein Leben gefunden zu haben. Seine Offenheit gegenüber neuen Charakteren wirkt naiv, doch beweist er nicht nur Einfühlungsvermögen sondern auch eine Geistesschärfe, die ihm vermutlich niemand zugetraut hat. 


    Neben Gustavs Ausbildung gibt es noch zahlreiche andere Themen, die in diesem Buch angesprochen werden. Zuerst natürlich der religiöse Konflikt zwischen der katholischen Liga und protestantischen Union, in den sich die Dämonen mehr oder minder einmischen. Das Schicksal der Bevölkerung, welche unter den marodierenden Soldaten leidet, wird sichtbar.Verborgen bleiben dagegen die Interessen der Kriegsparteien, die nicht auf dem Schlachtfeld kämpfen. Zum Schluss kommt noch die moralische Frage der Dämonen auf, die dem Ganzen eine interessante Richtung gibt.


    Der Lehrling des Feldschers ist durch seine Genre-Mischung vielschichtig und unterhaltsam. Besonders fällt die geschichtliche Einordnung in ein bekanntes deutsches Geschehen auf. Die Vermischung mit phantastischen Elementen ist subtil, sodass die Existenz von Dämonen in dieser Zeit durchaus denkbar ist. 

    Verschiedene Erzählstränge, die die Spannung aufrecht erhalten, fließen in die Handlung ein. Alle werden durch einen allwissenden Erzähler dargestellt. Diese Stränge bleiben hier unerwähnt, um nicht zu viel von der Geschichter zu verraten.

    Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist, ist das Wort „Pinkeln“. Es gibt bestimmt unauffälligere Wörter, um den Druck der Blase in einer unpassenden Situation kund zu tun. Es wirkt in den Buch plump und unpassend, da der Feldscher auf die äußere Wirkung und die Bildung seines Lehrlings besonders achtet und dann „pinkeln“ geht.


    Insgesamt ist das Buch thematisch erwachsener als Die Farbseher-Saga oder die Bestien-Chroniken, ohne den unterschwelligen Humor des Autors zu verlieren. Die Protagonisten sind unterhaltsam. Bei den vielen Themen bleiben am Ende offene Fragen, doch die nächsten beiden Teile der Feldscher-Chroniken sind bereits in Planung.

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    Cover des Buches Percy Jackson - Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane (Percy Jackson) (ISBN: 9783551318602)

    Bewertung zu "Percy Jackson - Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane (Percy Jackson)" von Rick Riordan

    Percy Jackson - Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane (Percy Jackson)
    GrueneRonjavor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ein typischer Percy Jackson, mit viel Humor und Spaß. Sadie und Percy geben eine gewaltige Kombination ab. Bitte mehr davon.
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    Cover des Buches Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1) (ISBN: 9783551584151)

    Bewertung zu "Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)" von Elizabeth Lim

    Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
    GrueneRonjavor 5 Tagen
    Märchenhaft, oder nicht?

    „Ein Flickenteppich aus dichten grauen Wolken trieb über den Himmel. Sie waren so eng aneinandergenäht, dass ich kaum das Licht dahinter sehen konnte.“ (S. 26)



    Maia ist die Tochter eines Schneidermeisters und hatte drei Brüder: Finlei, der Mutige, Sendo, der Poet und Kento, der Träumer. „Und dann war da noch ich – Maia. Die folgsame Tochter.“ (S. 13) Nach einem langandauernden Krieg, der Maia die zwei ältesten Brüder genommen und den dritten gebrochen zurück gebracht hat, erscheint ein Gesandter des Königs. „Die Anweisungen seiner Kaiserlichen Majestät waren eindeutig […]. Ich soll den Meisterschneider der Tamarin-Familie in den Sommerpalast bringen. Ein Mädchen kann kein Meister werden.“ (S. 31) Um ihre Familie beisammen zu halten und die Ehre wieder herzustellen, bleibt Maia nichts anderes übrig, als in den Palast zu fahren, verkleidet als ihr Bruder Kento. Im Sommerpalast muss Maia sich gegen 11 weitere Schneidermeister behaupten. Natürlich geht es nicht mit fairen Dingen zu und sie kämpft mit ihren Überzeugungen.


    Schon als Kind faszinierte Maia die Kunst der Schneiderei und sie hat viel gelernt, um einmal des Kaisers Schneiderin zu werden. Als ihre Mutter gestorben ist, lag danach der Zusammenhalt der Familie in ihren Händen. „Du wirst die Nähte unserer Familie zusammenhalten, Maia. Kein anderer Schneider auf der Welt kann das.“ (S. 13) Diese Aufgabe hat sie sehr ernst genommen und während des langen Krieges den Laden ihres Baba allein geführt, da dieser sich in der Trauer verloren hat. Ihr war sofort klar, dass er nicht an den Hof des Kaisers gehen kann, um sein Schneider zu werden. Sie stürzt sich bereitwillig in das Abenteuer, wohl weißlich, dass es ihr Tod bedeutet, sollte sie enttarnt werden. Maias Charakter besteht bis dahin aus der Loyalität und Liebe zu ihrer Familie, ihrem Können im Schneiderhandwerk und dass sie ein folgsames Mädchen ist, das versteckt in den Schatten agiert. Im Sommerpalast wird sie vor viele Herausforderungen gestellt, die ihre Ansichten und Einstellungen herausfordern.

    Vor allem der Hofmagus Edan findet Gefallen an ihrem Versteckspiel, das er von Anfang an durchschaut hat. Sein Handeln ist verwirrend und sein Charakter schwer einzuschätzen. Von allen Personen am Hof, seien es die anderen Schneider, die Adeligen oder die Angestellten, ist Edan der mysteriöseste und spannendste.

    Ein Kleid aus Seide und Sternen ist in drei Abschnitte unterteilt: Die Prüfung, Die Reise und Der Schwur. Maia erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, wodurch vor allem ihre Eigenschaften durch ihre Handlungen betont werden. Andere Charaktere werden durch ihre Beobachtungen und Gespräche näher beleuchtet.

    Anfangs drängt sich der Vergleich mit Mulan förmlich auf. Das Land A‘Landi, in dem Maia lebt, erinnert mit seinem Herrschersystem und der Gewürzstraße an das alte China. Sie selbst verkleidet sich als Mann, um ihren Vater vor der Strafe des Kaisers zu schützen.

    Doch im Laufe der Geschichte, vor allem im zweiten Abschnitt Die Reise drängt sich eine ganz andere Ähnlichkeit auf. In dem Märchen Allerleirauh von den Gebrüder Grimm, geht es unter anderem um eine Prinzessin und ihre wunderbaren drei Kleider. „Eh ich Euren Wunsch erfülle, muß ich erst drei Kleider haben, eins so golden wie die Sonne, eins so silbern wie der Mond und eins so glänzend wie die Sterne […].“ (S. 229, Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Der Kinderbuch Verlag, DDR 1963) Die gewünschten Kleider in diesem Buch entspringen weniger einem Märchen, sondern kommen aus dem dortigen Glauben.

    Magie und Religion verflechten sich mit den Abenteuern eines Mädchens, das einen einfachen Traum hatte. „Ich will wissen, wie er aussieht, sodass ich eines Tages seine Schneiderin sein kann. Eine kaiserliche Schneiderin.“ (S. 17) Dabei übersteigt sie ihre Grenzen und wächst über sich hinaus. Obwohl alles sehr märchenhaft klingt, passt der englische Titel (The Blood of Stars) wesentlich besser zu der Reihe als Ein Kleid aus Seide und Sternen. Wenn man sofort wissen möchte, wie es weitergeht, kann man den zweiten Teil in Englisch lesen.




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    Cover des Buches Die Festung (Finsterzeit 2) (ISBN: 9783945362792)

    Bewertung zu "Die Festung (Finsterzeit 2)" von Sandra Toth

    Die Festung (Finsterzeit 2)
    GrueneRonjavor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Die Geschichte um den gesellscahftlichen Untergang wurde aus den Augen verloren und die Charaktere haben sehr stark nachgelassen.
    Schwacher zweiter Teil

    „Die Lebenssituation hier in der Festung war vergleichbar mit der kurz vor der Finsterzeit. Die Menschen mit geringerem Einkommen konnten kaum noch ihre Rechnungen bezahlen, während sich wenige andere in ihrem Reichtum suhlten.“ (S. 113)


    Die Festung ist der zweite Teil der Finsterzeit-Trilogie, in der es um eine Gruppe Menschen nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Gesellschaft geht.

    Aus dem friedlichen Dorf wandern Freiwillige nach Norden zur Festung. Sie wollen den Herrscher Friedrich stürzen, Thomas Familie befreien und Vorräte für den Winter beschaffen. Nachdem sie dort angekommen sind, werden sie von Friedrich gemäß ihres Standes in Obrigkeit und Arbeiter eingeteilt. Vor allem Lara hat Schwierigkeiten, sich dem Leben in der Festung anzupassen.


    Thomas hat den Freiwilligen ausführlich die veralteten und strengen Ansichten seines Großvaters nahe gebracht. Frauen sollen vor allem hübsch aussehen und ihren Männern zu Diensten sein. Als emanzipierte Frau kommt Lara mit dieser Einstellung nicht zurecht und fühlt sich von Thomas vernachlässigt und nicht mehr geliebt. Zum Glück gibt es aber den Pfleger Ben. „Es war einer dieser Momente, in denen seine tiefblauen Augen bis auf den Grund ihres Selbst zu blicken schienen […].“ (S. 167) Warum Lara sich nicht für ein paar Wochen zusammen reißen und den Erwartungen Friedrichs gerecht werden kann, ist unverständlich. Sie soll nicht die Festung revolutionieren, solange er noch anwesend ist, sondern die Gemeinschaft unterwandern. Da Lara sich nicht für einen begrenzten, absehbaren Zeitraum an ihre Aufgabe halten kann, wirkt sie schwach und nachlässig.

    Thomas spielt in diesem Teil eine zentrale Rolle, obwohl er meistens als Berater oder am Rande erwähnt wird. War er in Das Dorf der liebevolle Freund und hilfsbereite Dorfbewohner, ist er in diesem Teil in sich gekehrt, voller Geheimnisse und wirkt hinterhältig. Viktor ahnt schlimmes, weil er Thomas nicht einschätzen kann. Doch verlässt er sich da zu sehr auf seine Gefühle für Lara, seine Herzenstochter.


    Neben den charakterlichen Veränderungen, die hauptsächlich in Schwächen umschlagen, gibt es auch sprachlich und inhaltlich Defizite.

    Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind immer in Extremen beschrieben und die Autorin wird nicht müde, dies auch regelmäßig zu betonen: Lara und Viktor sind Herzenstochter und Herzensvater, Thomas und Lara sind Seelenverwandte und zwischen Walter und Viktors Frau ist eine „tiefgreifende Freundschaft“ (S. 88) nach nur wenigen Wochen entstanden. Dies wirkt nicht nur unglaubwürdig, es ist auch langweilig immer und immer wieder das gleiche zu lesen. 

    Genauso verhält es sich mit Floskeln von Friedrich. „Er machte eine kunstvolle Pause, die das große Kompliment wohl unterstreichen sollte“ (S. 116) ist ein Satz, der gleich zwei Mal mit sehr ähnlichem, wenn nicht sogar gleichem Wortlauf vorkommt. In beiden Fälle unterhält sich Friedrich mit Viktor.

    Friedrich ist ein sehr flacher Charakter, den alle auf der einen Seite zu durchschauen scheinen, auf der anderen ist er ein ungelöstes Rätsel. 


    Inhaltlich passiert nicht viel. Die Gruppe Freiwilliger unterwandert die Festungsgemeinschaft mit Fokus auf die Obrigkeit und die künstlich erzeugten Dramen zwischen Thomas und Lara. Währenddessen verhungert die Dorfgemeinschaft langsam aber absehbar. Dies geschieht über mehrere sehr kurze, nichts aussagende Kapitel, während die Obrigkeit im Überfluss schwelgt. Um diesen starken Kontrast besonders hervor zu heben, rechnet ein Charakter den Luxus in Mahlzeiten für die Dörfler um. „In Gedanken überschlug sie, wie viele der Dorfbewohner wohl die Orangen genießen würden […] und welche wohltuenden Salben sie aus den Kräutern anfertigen könnte […].“ (S. 59)


    Achtung! Spoiler zum Ende!

    Sowohl die Umstände von Viktors Angriff als auch Friedrichs Hochzeitsgeschenk an Lara und Thomas sind vorhersehbar. Gerade im letzten Abschnitt vermuten alle, dass Friedrich etwas Furchtbares plant (S288). Trotzdem muss die Situation eskalieren, damit der Held die Möglichkeit hat, alle zu retten. Abgedroschen.

    Spoiler Ende


    Ich war von den Umständen der Finsterzeit und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft angetan. Doch die Umsetzung mit Fokus auf die Liebesbeziehung zwischen Lara und Thomas hat mich enttäuscht. Der erste Teil war unterhaltsam und recht spannend, Die Festung ist dagegen vorhersehbar und langweilig und verdirbt die Lust auf den dritten Band, Die Stadt. Der Perspektivwechsel hat keine Abwechslung in die Geschichte gebracht, weil nur eine Person im Dorf geblieben ist und diese Kapitel besonders kurz und wenig informativ waren. Lara war entweder trotzig oder hat gejammert und Viktor war nur Mittel zum Zweck.

    Der Fokus auf den Überlebenskampf ist verloren gegangen und damit mein Interesse an der Reihe.



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    Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)

    Bewertung zu "Tagebuch eines Buchhändlers" von Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers
    GrueneRonjavor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Witzig und unterhaltsam. Der Humor ist schräg, aber es lohnt sich. Sehr interessant.
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    Cover des Buches Der Orden der Âlaburg (ISBN: 9783947515578)

    Bewertung zu "Der Orden der Âlaburg" von Greg Walters

    Der Orden der Âlaburg
    GrueneRonjavor 18 Tagen
    gelungener Auftakt für ein neues Kapitel

    „Wenn du loslässt, dann schmeiße ich das Hichkül weg und verrate dem Zwerg, was sich wirklich dahinter verbirgt.“ (S.139)


    Ich war überrascht und ein wenig erfreut, aber auch sehr skeptisch, als die Fortführung der Farbseher-Saga bekannt wurde. Gedanken habe ich mir vor allem um die Verbindung der neuen Teile mit den bis dahin abgeschlossenen gemacht. Werden die Boyd-Frauen auf magische Weise zurück kehren und alles in Schutt und Asche legen? Entpuppen sich die Vonynen als verrückte Sekte, oder der Kontinent Dendokan als Hirngespinst?


    Belustigt darüber, auf der ersten Seite auf Leiks Oberarmmuskeln zu treffen, habe ich mich ins Abenteuer gestürzt. Die vier Freunde sind allesamt älter geworden, teilweise erwachsener und weiser, außer Morlâ. Dieser hat seine Gwendolin geheiratet und zusammen leben sie in den Seenlanden der Elben und haben zwei putzige Zwillingstöchter. 

    Weitab von allen magiebegabten Territorien haben sich Leik und Drena ein beschauliches Leben aufgebaut.

    Während er die Farben der Magie vermisst, ist Leiks Frau froh keine Magie anwenden zu müssen.

    Ûlyėr ist immer noch der starke, stille Charakter, mit der Verantwortung für ein ganzes Volk. Mit seinem trockenen Humor bildet er einen starken Kontrast zu dem immer frotzelnden Zwerg.

    Magister Filixx ist an der Âlaburg geblieben und holt seine Freunde zurück an die Universität. Es soll ein Fest zu Ehren der Helden von Faln statt finden.

    So hat jeder auf seine Weise seinen Platz in der neuen Welt gefunden, doch haben sie sich gegenseitig aus den Augen verloren. Wenn sich die vier Freunde Leik, Ûlyėr, Filixx und Morlâ zum Fest des Ordens auf der Âlaburg wieder vereinen, lässt Ärger jedoch nicht lange auf sich warten.


    Der Orden der Âlaburg ist ein interessanter und spannender Auftakt für die kommenden Bücher. Wenn auch die Weiterentwicklung der Charaktere in den letzten 5 Jahren geringfügig ist, wirkt sie sich dennoch sichtbar auf die Entscheidungen der Freunde aus. Neben bekannten Figuren tauchen auch viele neue auf. Ob sie Freund oder Feind sind, wird sich zeigen. 

    Das Vermächtnis der Alaburg ist der sechste Teil der Farbseher-Saga und soll im Herbst diesen Jahres erscheinen.

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    Cover des Buches Werde unsterblich (ISBN: 9783981806540)

    Bewertung zu "Werde unsterblich" von Kraemer Frank

    Werde unsterblich
    GrueneRonjavor einem Monat
    Kurzmeinung: „Es wird so gut wie immer über, aber nicht mit Nationalisten gesprochen.“ (S. 72)
    lesenswert

    „Was Recht ist, bestimmen diejenigen, die die Macht dazu haben.“ (S.46)


    Wenn die Welt auf dem Kopf steht, hilft es mit logischen Argumenten alles ins rechte Licht zu rücken. Frank Kraemer schafft es in seinem Buch, seine Weltanschauung darzulegen und mit Fakten zu begründen. Wer hofft einen Hetzer zu finden, muss woanders suchen.


    Werde unsterblich besteht aus drei Teilen: Impulse, Außendarstellung und Weltanschauung. In diesen geht der Autor auf seine persönlichen Wege zur Unsterblichkeit, eine authentische Außendarstellung und seine Weltanschauung ein. Er benutzt von ihm veröffentlichte Blogbeiträge, gehaltene Reden und ergänzt diese durch neue Texte.

    Er kritisiert die heutige Politik und bietet Alternativen, weist auf Missstände hin und prangert die neuen Bedeutungen gewisser Worte an.

    „Beim Thema Rassenunterschiede ist in gewissen Kreisen ein paradoxes Verhaltensmuster festzustellen. Einerseits wird die bunte Vielfalt gepriesen, die eine multikulturelle Gesellschaft ausmachen soll. Weist man jedoch auf tatsächlich bestehende Unterschiede zwischen Menschen unterschiedlicher Abstammung hin, wird mit einer angeblichen Diskriminierung die eben noch hochgepriesene Vielfalt negiert. Plötzlich sind alle Menschen gleich, und von Unterschieden will man nichts mehr wissen. Was diese Menschen anscheinend nicht verstehen: Ungleichheit ist die Grundvoraussetzung für Vielfalt.“ (S.15)

    „Wie sieht es dagegen in der angeblich bunten und vielfältigen multikulturellen Gesellschaft aus? Dort wird mit repressiven Maßnahmen in Form von Denk- und Sprechverboten die freie Rede unterdrückt, weil sich ständig irgendwer durch irgendwen beleidigt fühlt.“ (S.106)


    Dieses Buch ist nicht besonders dick, aber gehaltvoll. Dabei ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und lässt das Buch in einem Rutsch weg atmen. Wer in der heutigen Zeit politisch unsicher ist, sollte dieses Buch lesen. Wer meint, dass radikale Rechte dumme Proleten sind, sollte seinen Horizont erweitern und dieses Buch lesen.


    „Es wird so gut wie immer über, aber nicht mit Nationalisten gesprochen.“ (S. 72)

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    Cover des Buches Im Schatten des Fuchses (ISBN: 9783453272057)

    Bewertung zu "Im Schatten des Fuchses" von Julie Kagawa

    Im Schatten des Fuchses
    GrueneRonjavor einem Monat
    Kurzmeinung: Gute Idee, dahinplätschernde, sich wiederholende Umsetzung, spannendes Ende. Für den nächsten Teil reicht es bei mir nicht.
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    Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)

    Bewertung zu "1984" von George Orwell

    1984
    GrueneRonjavor einem Monat
    Kurzmeinung: Stellenweise etwas zäh, aber die Warnung dahiner zählt
    2+2=5

    „Das Ziel der Oberen ist, sich da zu behaupten, wo sie sind. Das der Mittelklasse, mit den Oberen den Platz zu tauschen. Das der Unteren, wenn sie überhaupt ein Ziel haben […] besteht darin, alle Unterschiede abzuschaffen und eine Gesellschaft ins Leben zu rufen, in der alle Menschen gleich sind. […] Dann werden sie [die Oberen] von den Angehörigen der Mittelklasse gestürzt, die die Unteren auf ihre Seite ziehen, in dem sie ihnen vormachen, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen.“ (S.185f.)


    Winston gehört der Äußeren Partei im Engsoz an und arbeitet im Ministerium für Wahrheit, Miniwahr im Neusprech genannt. Obwohl er äußerlich ein systemtreuer Parteiangehöriger ist, ist er innerlich zerrissen. Alles fing mit einem Tagebuch in einem Antiquitätenladen an, in dem er seine Gedanken zum Großen Bruder, der Partei und dem gesamten Leben in Ozeanien niederschreibt. Ihm ist bewusst, dass das das Ende seines Lebens bedeutet, denn die Gedankenpolizei ist überall.


    1984 ist ein berühmtes Buch, dass ohne Klappentext auskommt. Jeder kennt es irgendwie, hat schon einmal davon gehört und im Moment werden vermehrt Zitate von George Orwells Werk benutzt um auf Missstände aufmerksam zu machen.

    Der offensichtlichste Grund ist der Große Bruder, der in dem Buch alles überwacht und sowohl als Parteiführer als auch als gottähnlich gesehen wird. Er sieht alles, er weiß alles und nur durch seine Gnade geht es den Menschen so gut. Im Gegensatz zu unserer Gesellschaft, geschieht die Überwachung in 1984 nicht freiwillig. Die Menschen heutzutage sind ständig online, teilen alles und lassen sich freiwillig durch zahlreiche Apps überwachen, dass der Große Bruder seine Freude daran hätte.


    Viel interessanter ist die Gesellschaftsordnung im englischen Sozialismus in 1984. Es gibt die Innere Partei, deren Angehörige viele Privilegien haben. Sie haben luxuriöse Wohnungen, Diener, Strom, warmes Wasser, echten Kaffee und andere Lebensmittel. Sie sind wenige und die Spitze der Regierung, unter dem Großen Bruder natürlich.

    Die Mitglieder der Äußeren Partei leben in baufälligen Häuserblocks, haben Mangel an so ziemlich allem und sind dankbar für ihr privilegiertes Leben. Sie arbeiten für die Partei, hauptsächlich in den Ministerien, und verehren den Großen Bruder.

    Diese beiden Gruppen machen ca. 15% der Gesamtbevölkerung in Ozeanien aus. Die restlichen 85% gehören dem Proles an. Sie sind die sogenannte Unterschicht, leben wie sie wollen, sind ungebildet und das ist auch gut so.

    Die Menschen werden durch einen ewig andauernden Krieg in Armut gehalten. Ozeanien ist entweder mit Ostasien oder Eurasien im Krieg und war es schon immer.


    „Denn sobald alle gleicherweise Muße und Sicherheit genossen, würde die große Masse der Menschen, die normalerweise durch die Armut abgestumpft war, sich heranbilden und selbstständig denken lernen. Und war es erst einmal so weit, so würden sie früher oder später dahinterkommen, dass die privilegierte Minderheit keine Funktion hatte, und würden sie beseitigen. Auf lange Sicht war daher eine hierarchisch geordnete Gesellschaft nur auf einer Grundlage von Armut und Unbildung möglich.“ (S. 174f.)


    Ein anderer wichtiger Punkt in Orwells 1984 ist die Neusprache, Neusprech genannt, die die bestehende Sprache auf ihren Kern reduziert und auf lange Sicht das Denken vereinfachen soll. Es gibt nur noch das Wort „gut“, welches mit „plusgut“ und „doppeplusgut“ gesteigert wird, und mit „ungut“ ins Gegenteil versetzt wird.

    In unserer Gesellschaft wird die bestehende Sprache nicht im wörtlichen Sinne eingeschränkt, doch durchläuft sie ebenfalls eine künstliche Veränderung. Die Hoffnung dieser Leute, die diese Änderungen vorantreiben, ist ebenfalls ein Umdenken in der Gesellschaft. Dies erzeugt in meinen Augen nur unnötige Konflikte. Wenn ein Umdenken stattgefunden hat, wird sich auch die Sprache ändern. Doch was im Moment mit unserer Sprache passiert, das unnötige politisieren jedes Wortes und somit Probleme hervorzuheben, wo keine sind, lenkt von den wahren Problemen in der Gesellschaft ab. Aber vielleicht ist das genau das Ziel des Großen Bruders, an den ich nach diesem Buch mehr als bisher glaube.


    1984 ist eine Warnung für alle Proles, die sie/wir jedoch nicht ganz zu verstehen scheinen. Es ist auch eine Anleitung für die Oberen und den Großen Bruder, wie man zu regieren hat. George Orwell hatte eine Weitsicht, die unserer Gesellschaft bist heute fehlt. Wir laufen sehenden Auges auf einen Abgrund zu und machen nichts dagegen. Es bringt, laut Orwell, sowieso nichts.


    „KRIEG BEDEUTET FRIEDEN

    FREIHEIT IST SKLAVEREI

    UNWISSENHEIT IST STÄRKE“ (S. 7)

    „ZWEI UND ZWEI IST FÜNF“ (S.254)

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    Cover des Buches jung, weiblich, rechts (ISBN: 9783944422770)

    Bewertung zu "jung, weiblich, rechts" von Brittany Pettibone

    jung, weiblich, rechts
    GrueneRonjavor einem Monat
    Deutscher Titel ist irreführend

    „The only opinions that should carry weight are the opinions of those we love, look up to and respect.“ (S. 16)


    Dieses Buch ist eine Aneinanderreihung von persönlichen Erfahrungen und ein Erklären dieser. Es bezieht sich nicht unbedingt nur auf Mädchen/ Frauen, sondern allgemein auf die Gesellschaft. Trotzdem stehen die Frauen in Vordergrund.

    What Makes Us Girls rückt Gegebenheiten und Verhaltensweisen ins rechte Licht. Es schreibt keine Lebensweise vor, sondern empfiehlt vor allem, auf sich selbst und den eigenen Körper zu hören. Zum Beispiel wird Muttersein hoch gelobt, aber Karrierefrauen werden nicht verteufelt. Im Gegenteil, es ist eher ein Appell, dass Hausfrauen und Mütter nicht mehr im Schatten leben. Es ist auch ein Denkanstoß über die heutigen Werte, in der Frauen Männer verteufeln und es Feminismus nennen; in denen sie nicht mehr attraktiv aussehen wollen, weil das „nur“ für die Männer wäre.


    Der deutsche Titel ist eine schlechte Übersetzung, der vermutlich einfach provozieren soll. Wer die Autorin nicht kennt und dieses Buch liest, lernt über sie, dass sie politische YouTuberin ist und traditionelle Lebensweisen bevorzugt. Der Titel jung, weiblich, rechts wird unentschlossene Leser durch das „rechts“ abschrecken, die dieses Buch vielleicht als hilfreich empfinden würden.


    What Makes Us Girls ist leichte Lektüre, schnell zu lesen, aber leider zu inhaltsarm. Ich habe mir mehr erhofft. Es ist vor allem eine Aneinanderreihung von persönlichen Geschichten und zu wenig allgemeine Erklärungen.

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