Gwhynwhyfar

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    Cover des Buches Der ganze Zoo geht aufs Klo9783845834078

    Bewertung zu "Der ganze Zoo geht aufs Klo" von Anna Taube

    Der ganze Zoo geht aufs Klo
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ich werde nicht ganz schlau aus diesem Buch.
    Über das Schlangestehen ein Buch zu gestalten?

    Katta Kitti muss mal Pipi, doch das Klo ist schon besetzt! Es folgen eine Menge Tiere, vor dem Klohäuschen wird die Schlange lang. Ich werde nicht ganz schlau aus diesem Buch. «Wichtiges Thema im Familienalltag: Das Bedarfsthema ‹Pipi machen›» – so der Verlag. Aber wo wird das angesprochen? Alle müssen dringend – kennt man ja von Festen und Flughafen, Anstehen ist angesagt. Auch in der Familie muss man schon mal warten. Doch über das Schlangestehen ein Buch zu gestalten? Zählen lernen hätte sich angeboten: 1 Elefant, 2 Pinguine, 3 Affen, 4 Schlangen ... aber das passiert nicht, von jeder Gattung tauchen 1 bis maximal 3 Tiere auf. Pinkeln Tiere in Porzellanschüsseln? Das lasse ich frei der Fantasie mal durchgehen. Zoowärter Toni hatte also die lange Sitzung gehalten, den Stau verursacht. Und er verteilt nun an jedes Tier gerecht Klopapier. Warum lässt er die Rolle nicht drinnen an der Halterung? Die Schildkröte hatte mittlerweile aber bereits gegen den Baum gepinkelt. Das Babyäffchen sitzt auf dem Töpfchen – obwohl es doch eine Windel trägt. Was soll mir dieses Bilderbuch sagen? 


    Nun kommen wir zur sprachlichen Gestaltung: «In frechen, eingängigen Reimen erzählt …», so der Verlag  Hier wird oft das Versmaß nicht eingehalten und es hakt auch schon im Reim, wenn «… das Häuschen auf» – auf – «… Toni kommt heraus» – reimen soll. Was ist an dem Text frech? Schlichte Sprache in holprigen Reimen. 


    «Ein lustiger Vorlesespaß mit Verwandlungsseiten … die das Bild auf magische Weise verwandeln» Was auch immer Verwandlungsseiten als Begriff zu bedeuten haben, gemeint ist die übliche Verkürzung / Verlängerung von Seiten, die oft bei Büchern benutzt werden, um den Lerneffekt, wie z.B. Zählenlernen, optisch herauszuheben. – Was hier sinnvoll gewesen wäre. – Bis zur Hälfte des Buchs werden die Seiten hier immer kürzen, dann sind sie in voller Größe zu sehen. Das ist spielerisch und ganz witzig – daraus hätte man inhaltlich eine Menge mehr machen können. Nur wo ist die Magie? Die computeranimierte Grafik hat schlichte Hintergründe, damit man sich auf die Tiere konzentrieren kann, für das Lesealter angemessen. Das Material, dicke Pappseiten im handlichen Format ist prima für das Lesealter zu handhaben, robust und abwaschbar für leichte Verschmutzung. Der Verlag arsEdition gibt die Empfehlung ab 2 Jahren, womit ich konform gehe. Insgesamt hat sich mir das Konzept des Bilderbuchs nicht erschlossen.


    Eefje Kuijl wurde 1978 in den Niederlanden geboren. 2002 schloss sie ihr Studium an der School of the Arts in Utrecht ab und malt seither als freischaffende Illustratorin farbenfrohe Bilder für Kinderbücher, Magazine und vieles mehr. Eefje hat besonders großen Spaß daran, neue Figuren zu entwickeln. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund Jip in der niederländischen Stadt Breda.   

    Anna Taube, *1976 in Mainz, schreibt und übersetzt seit über 10 Jahren Kinderbücher für verschiedene namhafte Kinder- und Jugendbuchverlage, darunter für arsEdition. Mit ihren Übersetzungen war sie bereits mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Bevor sie sich selbständig machte, hat Anna Taube als Kinderbuchlektorin gearbeitet. Die Ideen zu ihren Geschichten findet sie in ihrem eigenen Familienalltag: Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen umgeben von viel Natur im idyllischen Bad Rodach.



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    Cover des Buches Miracle Creek9783446266308

    Bewertung zu "Miracle Creek" von Angie Kim

    Miracle Creek
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Gerichtsthriller – nicht wirklich – ein Psychothriller – ganz bestimmt – ein Whodunnit – auch das – ein sozialkritischer Roman ebenfals
    Eine sehr feine Perspektive macht diesen Roman zum Lesegenuss

    Der Anfang: «Mein Mann bat mich zu lügen. Keine große Lüge. Für ihn war es wahrscheinlich noch nicht einmal eine richtige Lüge, und für mich am Anfang auch nicht.»


    Ein ungewöhnlicher Thriller, der weltweit hochgelobt wurde – dem ich mich anschließe. Ein Gerichtsthriller – nicht wirklich – ein Psychothriller – ganz bestimmt – ein Whodunnit – auch das – ein sozialkritischer Roman – ebenfalls. Genau diese Mischung macht diesen Roman interessant und seine enorm authentischen Charaktere, in die die Autorin stark hineindringt. 


    Alles beginnt mit einem Unglück. Pak Yoo, ein Einwanderer aus Korea, der zertifizierter Techniker für Überdruckbehandlung ist, hat sich selbstständig gemacht in dem kleinen Ort Miracle Creek, Nähe Baltimore in Virginia. Sein «Miracle Submarine», eine Druckkammer, steht in einer Scheune. Die  hyperbare Sauerstofftherapie soll therapiebegleitend bei div. Krankheiten lindernd sein. Diese Therapie ist aus der Tauchmedizin entwickelt worden und ist übrigens medizinisch anerkannt, ist nachweislich bei diabetischem Fußsyndrom, akuten Hörstörungen und in der Krebstherapie wirksam. In diesem Fall treffen sich bei Pak Yoo Mütter mit ihren behinderten Kindern, sowie der Arzt Matt Thomson, der familiär hier hineingedrängt wurde, um sein schwächelnden Sperma in Bewegung zu bringen – und weil er nicht an den Erfolg glaubt, fiebert er dem Ende der Therapie entgegen. An diesem Tag im August passiert ein Unglück: Eine Explosion löst ein Feuer aus, bei dem ein autistischer Junge stirbt, sowie eine Mutter von fünf Kindern, andere Personen sind verletzt. Jemand hat außerhalb der Scheune, ein Feuer gelegt, direkt unter den Sauestoffverbindungen.


    «Gute und schlechte Dinge – jede Freundschaft, jede Liebe, jeder Unfall, jede Krankheit – waren das Ergebnis der Verschwörung Hunderter Kleinigkeiten, die jede für sich genommen vollkommen belanglos waren.»


    Angeklagt ist Elizabeth – doch bereits an dieser Stelle ist dem Leser bewusst, dass Familie Yoo vor der Polizei nicht ganz die Wahrheit ausgesagt hat. Die Gründe sind nachvollziehbar und ändern auch nichts an der Möglichkeit dessen, was der Staatsanwalt vorträgt. Der Zeuge Matt Thomson schildert, was an diesem Tag geschah und warum genau diese Sitzung völlig anders war als die vorigen. Die Schuld von Elisabeth ist eindeutig – sie war überfordert mit ihrem behinderten Kind, wollte befreit sein. Oder hat auch Matt einiges verschwiegen? Die Rechtsanwältin nimmt ihn auseinander, der Leser weiß noch viel mehr. Jedes Kapitel trägt die Überschrift eines Protagonisten. Im Prinzip sitzt der Leser im Zuschauerraum und verfolgt die Verhandlung. Allerdings mit Bonbons versorgt. Der Leser ist dem hohen Gericht mit Wissen im Vorteil. Denn die Autorin benutzt den Innendialog. Auf jede Frage an die Zeugen gehen diesen Gedanken durch den Kopf. Erinnerungen an den Tag, die Zeit davor und wir lesen, was sie letztendlich aussagen – vertuschen, lügen, verschweigen. Der Leser kennt die Geheimnisse und Halbwahrheiten, die inneren Ängste der Protagonisten, ihre Scham, ihre Unzulänglichkeiten, Schuldgefühle. Die Frage ist, was von diesen Dingen wird herauskommen und was bleibt ein Geheimnis zwischen Protagonist und Leser*in?  Niemand ist gut und niemand ist schlecht. Alle haben persönliche Gründe. In jedem Kapitel tut sich ein neues Geheimnis auf. Tief geht die Autorin in ihre Protagonisten hinein. Glaubwürdig! Und genau das macht dieses Buch zu einem guten Roman. Wer hat’s getan? Man wird fast bis zur letzten Seite gedulden müssen, miträtseln … Schuld, Mitschuld, Feigheit, Demut, Gier, Charakterschwäche – eine Beschreibung des Menschlichen.


    «Mir fällt das wirklich schwer, hier zu sein. Mein Mann ist das überhaupt nicht gewöhnt, sich um die Kinder zu kümmern›, und die andere sagte: ‹Bei mir genau das Gleiche. Hoffentlich ist der Prozess schnell vorbei.› … Sie überlegte, ob sie ein schlechter Mensch war, weil sie sich so maßlos über diese Auszeit von ihrem eigentlichen Leben freute.»



    Es sind immer die Frauen, deren Leben vom behinderten Kind bestimmt wird. Elizabeth ist wochentags mit ihrem autistischen Sohn von einer Therapie zur nächste unterwegs, immer die sorgsam vorbereiteten Leckereien dabei. Henry leidet zusätzlich an diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und obendrauf hat er bestimmte Vorlieben. Es ist nicht einfach, an die allergiefreien Nahrungsmittel heranzukommen. So viele Therapien! Sollen sie Henry helfen – oder die Eltern, vom Makel des behinderten Kinds befreien? Irgendetwas muss doch mal helfen! Seit Henry auf der Welt ist, hat Elisabeth keine Freunde mehr. Keine Zeit dazu, Henry kreist 24 Stunden um sie herum. Überforderung und Verzicht auf ein eigenes Leben. Mütter, die manchmal darüber nachdenken, wie es wäre, kein behindertes Kind mehr zu haben – und sofort taucht das Schamgefühl auf. Väter, die sich herausziehen, oder Frau und Kind verlassen. Behinderungen zu akzeptieren – ein Thema dieses Romans – im gleichen Zug das patriarchalische Verhalten der Männer in solchen Familien. 


    Die amerikanisch-koreanische Autorin erzählt von der Familie Yoo, die in die USA einwanderte, damit es Meh-hee-yah, besser gehe, als den Eltern. Zuerst geht Young Yoo, Paks Frau, mit Kind. Sie wird von einer koreanischen Familie in Baltimore aufgenommen, für die sie in Sklavenarbeit einen Laden führt, dort im Hinterzimmer nächtigt. Meh-hee-yah heißt nun Mary, muss englisch sprechen, was ihr so schwer über die Lippen geht, ihr Schulgeld wird von der Gastfamilie bezahlt. Sie wird Schlitzauge gerufen, fühlt sich unwohl an der Schule, beschwert sich, denn der Mathestoff der 4. Klasse der alten Schule in Korea entspricht in den USA dem der 8. Klasse. Sie verstummt, vermisst den Vater, die Zärtlichkeiten der Mutter, die sie kaum mehr sieht. Pak schuftet in Korea, um Geld zu verdienen, reist drei Jahre später nach. Mary wird wieder aus dem nun vertrauten Leben gerissen, als Pak sein «Miracle Submarine» in dem keinen Ort Miracle Creek aufbaut. Ost-Mentalität trifft auf West-Mentalität – Rassismus und patriarchalische Familienstrukturen aus dem Ursprungsland funktionieren, aber im fremden Land nicht immer, lösen sich zur nächsten Generation weiter auf. 



    Angie Kim kann schreiben! Hervorragend holt sie die Charaktere ihrer Protagonisten ans Licht. Und sie klingen authentisch. Bilder gehen im Kopf auf, eine Geschichte, die packt. Die Autorin, die als Kind aus Korea in die USA emigrierte und in Baltimore aufwuchs, Jura studierte, weiß, wovon sie schreibt – und einer ihrer Söhne war jahrelang in Sauerstofftherapie. Sie klagt nie an, sie zeigt auf, was es für eine Frau bedeutet, für ein behindertes Kind da zu sein, wie sich Männer herausziehen und wie schwer es ist, sich als Einwanderer in einem fremden Land zurechtzufinden. Menschen meinen es gut mit ihren Kindern. – Sehen das die Kinder auch so? Schuld, Mitschuld, Scham und Sühne, an sich ein großes Thema – doch hier packt die Autorin ganz selbstverständlich zwei weitere Themen dazu, ohne dass die Geschichte überladen wird. Sehr geschickt in der Perspektive ist in die Gerichtsbefragungen die Gedankenwelt der Zeugen eingeflochten, was den Roman absolut spannend macht – bis zur letzten Seite. Das Buch wurde al «Best Book of the Year» bezeichnet von: Time, The Washington Post, Kirkus, Real Simple, Library Journal, The Today Show, Amazon, and Hudson Booksellers, and a Good Morning America Hot Summer Read.



    Angie Kim wurde in Südkorea geboren und kam als Preteen (9-12) nach Baltimore, besuchte die Stanford University und die Harvard Law School, wo sie Redakteurin der Harvard Law Review war. Als ehemalige Prozessanwältin lebt sie heute mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Nordvirginia und arbeitet an ihrem nächsten Roman. Einer ihrer Söhne war jahrelang in Sauerstofftherapie. Miracle Creek ist ihr erster Roman. – 


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/miracle-creek-von-angie-kim-rezension.html

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    Cover des Buches Über das Schreiben9783861509080

    Bewertung zu "Über das Schreiben" von Sol Stein

    Über das Schreiben
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: In diesem Handbuch zeigt Sol Stein beispielhaft an Hand von Zitaten aus Büchern berühmter und angehender Autoren und Studenten und an Beispi
    Bestes Buch zum Thema Schreiben

    Sol Stein ist ein international erfolgreicher Bestsellerautor – sein Roman «Der junge Zauberer» hatte eine Millionenauflage – preisgekrönter Theaterautor, Verfasser von Drehbüchern für Film und Fernsehen, ist als Dozent für Creative Writing ausgezeichnet worden. Seine Werke sind in zahlreichen Übersetzungen erschienen. Er war 36 Jahre lang Lektor berühmter Autoren wie: James Baldwin, Dylan Thomas, Elia Kazan, W. H. Auden, David Frost. Später hat er den Verlag Stein and Day gegründet.



    Dieses Handbuch aus dem Jahre 1995 hatte ich in einer schmuddligen Version auf einem Flohmarkt in Spanien für 150 Peseten Ende der 90-er erstanden. Die Blätter fielen mir beim Lesen entgegen. Das Buch, bei «Zweitausendeins» erschienen, war nicht mehr erhältlich, der Verlag mit Buchläden stand kurz vor der Insolvenz. Daher freute ich mich, dass der Autorenverlag 2015 eine Neuauflage herausbrachte.

    In diesem Handbuch zeigt Sol Stein beispielhaft an Hand von Zitaten aus Büchern berühmter und angehender Autoren und Studenten und an Beispielen die Techniken und Kunst des Schreibens. Er analysiert erste Sätze, die Figurenbildung, Handlungsentwurf, Spannung, Perspektive und Dialoge. In seiner frischen, humorvollen Art zu schreiben ist das Werk neben Sachinhalten ein Leseerlebnis. Zum Schreiben benötigt man Handwerkszeug – genau wie in jedem anderen Handwerk. Ein Metallwerker lernt es, zu feilen, sägen, bohren, drehen, fräsen, schweißen usw. – Millimeterarbeit. Ein Maler lernt, Firnis herzustellen, Farben mischen, verschiedene Farben zu handhaben, Perspektive, Licht und Schatten, Pinselformen, Pinselhaltung usw. – Und gleichermaßen benötigt man zum Schreiben Rüstzeug! – Auch wenn der ein oder andere dies verleugnen mag (das liest sich in der Regel sofort heraus …)


    «Helen war eine wunderbare Frau, sie lebte in ständiger Sorge um ihre Kinder Charly und Ginny.»

    Das lässt kein Bild vor dem Auge des Lesers entstehen, und so hat er das Gefühl, dass ihm etwas über Helen erzählt wird. Wie man denselben Inhalt sichtbar machen kann, zeigt das nächste Beispiel:

    ‹Wenn Helen ihre Kinder zur Schule fuhr, ließ sie sie nicht am Straßenrand aussteigen, sondern parkte den Wagen und begleitete Charly und Ginny, jeden an einer Hand, bis zum Schultor.›

    Wir sehen Helen in Aktion, ohne dass uns erzählt wird, dass sie eine um ihre Kinder übertriebene besorgte Mutter ist.»


    Erste Sätze - die erste Seite - entscheiden darüber, ob ein Leser sich für ein Buch interessiert. Wohin führt mich dieser Roman? Macht mich der erste Satz neugierig? Welche bildliche Vorstellung löst er beim Leser aus? Was man liest, will man vor sich sehen. Eine Szene, so Stein, die nicht gefilmt werden kann, ist sie nicht unmittelbar. Stein rät, mit den Protagonisten - statt mit dem Plot - bei der Planung zu beginnen, denn erst mit der guten Konstruktion der Protagonisten und dem Konflikt kann die Handlung detailliert geplant werden. Der Schmelztiegel, in dem Protagonist und Antagonist zusammengehalten werden, ohne sich ausweichen zu können, ist der Kernpunkt einer Geschichte. Eine Figur darf nie langweilig sein. 


    «Überflüssige Worte und Sätze lassen den Erzähltext schwammig werden. Zum Glück gibt es aber ein Gegenmittel. Die Entfernung von schlaffem Gewebe bringt fiktionale wie nichtfiktionale Literatur auf Trab … Um das Tempo einer Geschichte zu steigern und gleichzeitig ihre Stärken herauszustellen, empfiehlt es sich, sämtliche Adjektive und und Adverbien herauszunehmen und nach sorgfältiger Prüfung nur die wenigen notwendigen wieder einzufügen.»


    Verben sind nicht immer austauschbar. Natürlich gibt es eine Menge Pseudonyme zum Wort gehen: bummeln, schlurfen, spazieren, marschieren, lustwandeln, hasten, stolzieren, wandeln, spurten, schleichen, springen, rennen, rasen …  Doch jedes einzelne Adjektiv lässt ein anderes Bild in unserer Vorstellung entstehen – ein genaues Bild der Bewegung, der Situation. Genauigkeit ist essentiell. Dialoge – ein wichtiger Aspekt im Roman. Kein Romandialog hat etwas mit der Realität zu tun, die voller Echokammern sitzt, gespickt mit Wiederholungen. Echte Dialoge sind stinklangweilig. Doch wie bringt man Spannung hinein? Die Dialoggestaltung ist eine Kunst, mit der man sich sehr genau auseinandersetzen sollte, bevor man zu schreiben beginnt. Der Protagonisten, in seinem sozialen Gefüge, in seinem Jahrhundert, mit all seinen Eigenheiten musst auch in seiner Kommunikation gesetzt sein. Es gibt eine Menge Tipps zum Schreiben in diesem Standardwerk.


    Eins meiner Lieblingswerke zum Thema Schreiben! 


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/uber-das-schreiben-von-sol-stein.html


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    Cover des Buches Die Welt der Wale9783899558296

    Bewertung zu "Die Welt der Wale" von Darcy Dobell

    Die Welt der Wale
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Alles wissenswerte über die Giganten der Meere : Gattung, Lebensraum, Alltag, Sozialverhalten, Kommunikationswege und Ernährungsgewohnheiten
    Gestalterisch ist das Naturbuch auch ein Leckerbissen

    Komm mit uns auf einen abenteuerlichen Tauchgang zu den Giganten der Ozeane! Stimmt es, dass Grönlandwale über 200 Jahre alt werden können und Pottwale das größte Gehirn der Welt haben? Halten Wale unter Wasser die Luft an und wie verständigt sich ein Blauwal mit seinen Artgenossen? Alles wissenswerte über die Giganten der Meere ist hier zusammengetragen: Gattung, Lebensraum, Alltag, Sozialverhalten, Kommunikationswege und Ernährungsgewohnheiten – außerdem gibt es zahlreiche Anregungen und Ideen zum Schutz der Meere und der Arten. Meine absolute Begeisterung für das Buch!


    Wale gehören zur Gattung der Säugetiere, nicht zu den Fischen, wie fälschlich mancher meint. Entsprechend benötigen sie Luft zum Atmen. Man unterscheidet nur zwei Arten von Walen: Bartenwale und Zahnwale. Zu den Bartenwalen, den Windhunden der Meere, gehören die großen Wale, sie haben zwei Blaslöcher zum Wasserausstoßen, Echoortung benötigen sie nicht. Haben Zahnwale Zähne? Nein, biegsame Hornplatten im Maul, und sie besitzen nur ein Blasloch, jedoch ein Organ, mit dem sie Geräusche senden und empfangen, damit sie die Dinge unter Wasser erkennen können – die Echoortung. Manche tauchen tiefer als 2000 Meter und sind in der Lage, mehr als eine Stunde unter Wasser zu bleiben. Wale sind sehr soziale Tiere. Orcas sind die mächtigsten Jäger der Meere – ihre Familienbande führt die Mutter an, die Söhne bleiben ihr ganzes Leben bei ihr, Töchter gründen eigene Familien. Die gesamte Sippschaft schwimmt und jagt oft in großen Gruppen – die Biologen nennen es Schulen (Schwarmfische bleiben stets zusammen – unechte Schwärme – Schulen – sind unregelmäßig beisammen. Delfine (sie gehören auch zu dieser Gattung) sind die Akrobaten der Meere. Der Buckelwal ist ein Gesangskünstler, die jungen Weißwale nennt man scherzhaft auch Kanarienvögel der Meere. Wozu dienen die Laute der Wale? Das und vieles mehr, erfährt man in diesem Buch. Was ist eigentlich Blubber? Mal nachdenken, was einem zu diesem Begriff einfällt! Garantiert eine Menge! Aber sicher nicht die dicke Fettschicht des Wals, damit er in kalten Gewässern nicht friert. Wer hat’s gewusst?


    Am Ende des Sachbuchs geht es um das Thema «Wale und Menschen»: Walfängern auf Jagd – Container- und Kreuzfahrtschiffe stören durch den Lärm der Schiffsmotoren die Kommunikation der Wale und ihre Ortungshilfen (Echolot). Die Verschmutzung der Meere ist ein weiteres Problem, wie auch die Überfischung mit Großnetzen.  Deshalb gibt es immer mehr Hilfsprogramme für Wale und andere Meeresbewohner.


    In diesem Sachbilderbuch wird Wissen leicht verständlich vermittelt, die Altersempfehlung des Verlags Kleine Gestalten liegt bei 5-7 Jahre. Ich würde aufstocken bis 11 Jahre – wobei dies Buch insgesamt mit seinem Kompaktwissen als Familienbuch zu bewerten ist. Es gibt eine Menge an Information, die selbst Eltern und Großeltern nicht auf Lager haben. Die Grafiken von Becky Thorns sind klasse. Schlichte Hintergründe in diversen Blautönen – das zeigt die Differenziertheit und Atmosphäre der verschiedenen Meerestiefen und Klimazonen – im Vordergrund der jeweilige Wal, sofort wiedererkennbar, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Die Farbtöne sind sanft gehalten, wohltuend fürs Auge.


    Darcy Dobell hat bereits viele Wissenschaftsbücher geschrieben, die sich gezielt an ein jüngeres Publikum richten. Ihre Agentur «the wabe» berät Organisationen rund um den Schutz der Meere.

    Der Designstil der britischen Illustratorin Becky Thorns ist stark von ihren Reisen geprägt. Die Welt der Wale ist ihr erstes Kinderbuch. 

    Dieses Kindersachbuch landete auf der Longliste der AOI World of Illustration Awards 2020 in der Kategorie Kinderbücher.


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-welt-er-wale-von-darcy-dobell-und.html

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    Cover des Buches Wir sind die Wahrheit9783791501482

    Bewertung zu "Wir sind die Wahrheit" von Andreas Götz

    Wir sind die Wahrheit
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein guter Ansatz, aber die Protagonisten sind in ihrer Persönlichkeit für mich völlig unglaubwürdig, die Geschichte insgesamt damit auch .
    Der Ansatz ist gut

    Der erste Satz: «Ich lege den Brief in Noahs Nachttisch und schiebe die Schublade zu.»


    Andreas Götz beschreibt in diesem Jugendroman gut, wie verführerisch rechte Thesen sein können und wie schnell man ihnen auf den Leim gehen kann. Leahs Zwillingsbruder liegt im Koma, nachdem er von Unbekannten zusammengeschlagen wurde. Die Gewalttat wird Geflüchteten zugeschrieben. Wie kann das sein? Leah, Noah und ihre Eltern hatten sich in der Flüchtlingshilfe engagiert – warum sollten ihn genau diese Menschen verprügeln? Doch da bekommt Leah Stück für Stück kleine Videos zugeschickt, auf denen Noah zu sehen und zu hören ist. Gehörte ihr Bruder der Gruppe «Advocatus Diaboli» an, einer rechten Jugendgruppe? Leah geht der Spur nach und wirklich, er ist ein rechter Aktivist. Was ist geschehen? Sie trifft sich mit diesen Leuten, die von dem charismatischen Alexander Bornheim angeführt werden. – Und genau wie ihr Bruder droht sie den verführerischen Parolen des Anführers zu verfallen, verliebt sich in ihn – das alles klingt leider recht klischeehaft. Maulhelden im Debattierclub in Springerstiefeln. Das ist so verdammt klischeehaft – rechte Szene sieht anders aus.


    «Wen juckt es, ob einem von denen was passiert ist. Die hätten da eh nicht leben sollen, die haben ihr eigenes Land. Und so ein bisschen Feuer und Panik ist doch nichts Neues für die.»


    Sich mit rechten Theorien zu beschäftigen und darzustellen, wie schnell man diesen verfallen kann, das finde ich gut ausgearbeitet und lobenswert. Von der Psychologie her ist das Bild nicht stimmig. Die Figuren sind schwach und unstimmig. Man fällt nur in diesem Tempo auf die Gesinnung herein, wenn man instabil ist – und eben diese Persönlichkeiten werden gegenteilig beschrieben. Außerdem gibt jede Menge Zufälle in der Geschichte, die in der Häufung nicht glaubhaft sind. Mehr dazu unter Spoiler – bitte nicht lesen, wenn man das Buch selbst auf sich wirken lassen möchte. Alexander, ein junger Erwachsener, der Rhetorik und debattieren trainiert, allein schon durch sein Elternhaus geschliffen ist, redet in vielen Abschnitten wie ein Dreizehnjähriger – ein Manko allgemein, dass die Figuren nicht altersgerecht und bildungsgerecht kommunizieren. Klar, der Roman ist an das Alter ab 14 Jahre gerichtet. - Dann sollte man sich eben dieser Protagonisten bedienen. Aus diversen Gründen konnte mich das Buch nicht überzeugen. Grundsätzlich finde ich die Auseinandersetzung mit dem Thema lobenswert.



    Achtung Spoiler *** Achtung Spoiler *** Achtung Spoiler ***



    Noah und Lea haben bereits ihr Abitur in der Tasche (19 +) und sind in einem Elternhaus aufgewachsen, das sich sozial engagiert (grün-sozialdemokratische Linie), sind den gleichen politischen Weg gegangen – gefestigte Persönlichkeiten, stabil, Menschen, die genau wissen, wie sie ihr Leben weiter verlaufen soll. Und dann kommt ein charismatischer, gutaussehender Bad-Guy mit seinem rechten Debattierclub daher, dreht Noah um, macht ihn zum aggressiven Rechten. Obendrein bekommt seine Zwillingsschwester, die so eng mit ihm verdrahtet ist, rein gar nichts mit. Leah wiederum spürt auch sofort eine magische Anziehungskraft zu dem netten reichen Bad-Guy. Völlig unglaubwürdig. Nehmen wir die andere Seite: Die Gruppe «Advocatus Diaboli» nimmt eine Flüchtlingsaktivistin sogleich herzlich auf? Als Bonbon oben drauf wacht Noah am Ende aus dem Koma auf, schämt sich für seine kurzzeitige Verblendung und steht wieder auf der anderen Seite. Knöpfchendrücken an, Knöpfchendrücken aus. So funktioniert die Psyche nicht. Der Grund, weshalb er plötzlich auf Fremde sauer ist: Noah verliebt sich in die Freundin seiner Mutter, die ihn ablehnt, weil er zu jung ist. Gleichzeitig hat sie ein Verhältnis mit den jungen gleichaltrigen Asylanten, den sie bei sich wohnen lässt, der Noahs Freund ist. Als Noah das herausbekommt, hat der Freund aber bereits mit der älteren Dame Schluss gemacht… ziemlich wenig für einen Gesinnungswechsel. Wären die Zwillinge 12-14 Jahre alt, wäre die Geschichte nachvollziehbar (auch in diesem Fall nicht die sofortige Umkehr nach dem Koma), ebenfalls wenn es sich hier um instabile, politikuninteressierte, suchende junge Erwachsene gehandelt hätte. Genauso ist die Protagonistin Eva für mich überhaupt nicht stimmig. Ein Roman steigt und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Protagonisten – und damit fällt diese Geschichte für mich Stück für Stück – am Ende tief in den Keller - resümierend aus jahrzehntelanger Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Guter Ansatz in der Idee, aber das war`s dann auch für mich.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/wir-sind-die-wahrheit-von-andreas-gotz.html

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    Cover des Buches Mein starkes Soundbuch - Dinosaurier9783845835730

    Bewertung zu "Mein starkes Soundbuch - Dinosaurier" von

    Mein starkes Soundbuch - Dinosaurier
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch für die ganz kleinen Dino-Fans. Ich sage extra nicht Bilderbuch, denn dieses Pappbuch hat eine Menge mehr zu bieten.
    Es gibt keinen Erwachsenen, der nicht damit herumspielt!

    So könnten die wilden Dinosaurier geklungen haben. Roooar – Tyrannosaurus Rex! Ein Buch für die ganz kleinen Dino-Fans. Ic+h sage extra nicht Bilderbuch, denn dieses Pappbuch hat eine Menge mehr zu bieten und es gibt keinen Erwachsenen, der nicht damit herumspielt! Auf jeder Doppelseite wird eine Gattung der Dinosaurier mit anschaulichen fotorealistischen Illustrationen und einem kurzen Sachtext vorgestellt. Kurze, prägnante Texte, Grafiken, die rechts das Tier herausstellet und links es in seiner natürlichen Umgebung erfasst. Neben Bildern und kurzen Erklärungen zum Tier gibt es ein haptisches Erlebnis: Ein wirklich realistisches Fühlelement fordert auf, die Haut der Dinos zu ertasten. Das ist wirklich gut gelungen und zeigt die wichtigsten Merkmale eines jeden Tiere. Na ja, der Vogel ist ein wenig plüschig, aber was soll man hier sonst einfügen. Die dritte Funktion löst man auf der Tastebene aus, einen Sound. Ob Brachiosaurus, T-Rex, Triceratops oder Archaeopteryx… 5 Soundmodule empfinden nach, welche Laute diese Tiere wohl von sich gegeben haben könnten. Der Sound ganz im Nachempfinden von Dinopark klingt sauber! Die Laute regen dazu an, die Dinos nachzuahmen. Wir haben das Geräusch – wozu noch Tierlaute in Buchstaben zu verwandeln? Das misslingt sehr häufig, wie auch hier – «Kreisch» und «Brüll» entspricht auch nicht dem Sound, den man hört, von daher hätte man sich diese Vokabeln schenken können. Durch den An- und Ausschalter auf der Buchrückenseite kann man den Batterieverbrauch eindämmen, die handelsübliche Knopfzellenbatterie ist auswechselbar. 


    Sehen, Fühlen, Hören und Mitmachen – ein rundherum Sinneserlebnis! Es kommt noch eine weitere Komponente hinzu: das Sprechen. Neben dem Ansprechen fast aller Sinne erweitern wir Lautbildung und Sprachkompetenz. Wahrscheinlich schon allein die des Vorlesers, der vorher üben sollte Archaeopteryx auszusprechen. ;-)  Das Bilderbuch wird vom Verlag arsEdition für Kinder ab 2 Jahren empfohlen. Es ist robust, kompakt, abwaschbar bei leichter Beschmutzung und Tropfen – insofern passend für das Alter. Dieses Bilderbuch ist mit Sicherheit nicht nur ein Spaß für die Kinder!


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/mein-starkes-soundbuch-dinosaurier.html

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    Cover des Buches Achtsam morden9783837146936

    Bewertung zu "Achtsam morden" von Karsten Dusse

    Achtsam morden
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Bravo für diese Crimestory, weil sie völlig anders ist, als alles, was man kennt!
    ich habe mich mit dieser Satire königlich amüsiert

    «Wenn Sie vor einer Tür stehen und warten, stehen Sie vor einer Tür und warten.

    Wenn Sie sich mit Ihrer Frau streiten, streiten Sie sich mit Ihrer Frau.

    Das ist Achtsamkeit.

    Wenn Sie vor einer Tür stehen und warten und die Wartezeit dazu nutzen, sich in Gedanken zusätzlich noch mit Ihrer Frau zu streiten –

    dann ist das nicht Achtsamkeit. Dann ist das einfach nur blöde.» 

    (JOSCHKA BREITNER)»


    Zunächst einmal Bravo für diese Crimestory, weil sie völlig anders ist, als alles, was man kennt! Humor ist Geschmacksache – gerade hier scheiden die Geister. Meinen Humor hat Karsten Dusse voll getroffen, ich habe mich mit diesem Roman königlich amüsiert. 


    «Was mich bis heute an meinem ersten Mord so mit Freude erfüllt, ist der Umstand, dass ich dabei so wertungsfrei und liebevoll den Moment genießen konnte.»


    Björn Diemel ist ein geschmeidiger, narzisstischer Anwalt, eine ziemliche Drecksau der feinen, freundlichen Art, der die Geschäfte eines Clans vertritt, bzw. dessen Oberhaupt. Nach seinem bravourösen Studienabschluss landete er in einer renommierten Kanzlei – Traumjob eines jeden Juraabsolventen – mit dem Ziel, irgendwann einmal Partner zu werden. Als Jüngster bekommt er den Arschlochklienten Dragan zugeteilt, ein brutaler, hirnloser Großkrimineller. Für Diemel ein Vollzeitjob, denn die Verteilung der Konten, Geldwäsche und sonstige ständige Ärgernisse mit seinem Mandanten halten ihn auf Trab. Und weil er für Dragan springen muss, wann immer der das für nötig hält, bleibt dabei nicht viel Zeit für seine Familie übrig. So stellt seine Frau ein Ultimatum: Diemel muss ein Achtsamkeitsseminar besuchen, um seine Work-Life-Balance in den Griff zu bekommen. So lernt er etwas über Zeitinseln, digitales Fasten oder Single Tasking.


    «Mein erster Mandant war ein Typ, der vorher noch nie von der Kanzlei vertreten worden war. Der Anwalts-Neuling bekam den Mandanten-Neuling zugeteilt. Der Mandant war Dragan Sergowicz, … Dabei war der Begriff ‹zwielichtig› für die Art von Dragans Geschäften stark untertrieben. Das

    Rotlicht, in dem er tätig war, blendete stärker als der Blitz einer Radarfalle, die einen mit hundertdreißig Sachen in einer Dreißiger-Zone erwischte.»


    Diemel zitiert laufend Passagen aus Joschka Breitners Werk «Entschleunigt auf der Überholspur – Achtsamkeit für Führungskräfte», das er von selbigem Coach er am Ende seines Achtsamkeitsseminars erhalten hatte – jedes Kapitel beginnt mit einer Message daraus. – Das erinnert natürlich extrem an Juli Zehs «Unterleuten». – Zunächst sind der Anwalt und Frau getrenntlebend – solange, bis er sein Leben familiengerecht in den Griff bekommt, stellt sie in Aussicht. Emily, Diemels Tochter, ist sein ein und alles. Endlich darf er sie für ein Wochenende zu sich nehmen. Dragan besitzt ein schickes Anwesen an einem See, stellt es Diemel zur Verfügung. Kaum sitzt Emily im Auto, ruft Dragan an, hektisch, der Anwalt habe sofort und unverzüglich anzutanzen! Es gäbe ein kleines Problem. Der zornige Dragan hatte jemanden plattgemacht und muss untertauchen, der Anwalt soll derweil alles richten. Diemel reicht es. Er setzt Emily im Büro ab, wo sie die Lederstühle im Konferenzraum bemalen darf, während Diemel in der Garage Dragan in seinem Kofferraum verstaut. Vor der Tür wartet bereits die Polizei. Wie abgemacht, fährt Diemel mit Emily und nun auch mit Dragan zum See. Achtsam, wie es sich gehört, trennt er Arbeit und Freizeit. Dragan muss bis Montag warten – er parkt den Wagen ordentlich ein, lässt ihn in der Sonne stehen. Und das ist der Anfang vom achtsamen morden …


    Ein entschleunigter Roman aus der Ich-Perspektive, bissig, sarkastisch, mit einer Menge schwarzem Humor. Karsten Dusse ist Rechtsanwalt, und er macht sich hier gewaltig über seine Kollegen lustig, über Geldgier und Doppelmoral. Schon Shakespeare schrieb in Heinrich VI.: «Das erste, was wir tun, lasst uns alle Anwälte töten!» Diemel ist ein richtiges Anwalts-A…, oberarrogant, zynisch, selbstgefällig, extrem sexistisch (man kann sich daran stoßen, doch es passt präzise auf diese Figur), rachsüchtig – denn das alles kann er trotz Achtsamkeit nicht ablegen. Narzissmus kann man tarnen, aber nicht abstreifen. Sich selbst würde sich Diemel als genau das Gegenteil beschreiben. Dieser Held ist nicht sympathisch, bei weitem nicht – doch die anderen Protagonisten, Emily mal herausgenommen, sind von noch üblerer Sorte. Die Geschichte ist überzogen und voller Klischees und nicht ernst zu nehmen – klar, sonst wäre es keine Satire. Und die hat selbstverständlich einen wahren Kern: Abgesehen von der Achtsamkeit tritt hier eine Seite der Justiz offen heraus: Wirtschaftsanwälte und Strafverteidiger (wie alle Anwälte) arbeiten stets zugunsten der Mandanten, wer auch immer diese Mandanten sind, was auch immer das kosten mag an Recht und Moral – und sie verdienen nicht schlecht dabei. Die Figuren recht oberflächlich gestaltet, aber dies ist eben ein Unterhaltungsroman. In diesem Sinn wünsche ich gute Unterhaltung!


    Karsten Dusse ist Rechtsanwalt und seit Jahren als Autor für Fernsehformate tätig. Seine Arbeit wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis und mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet sowie für den Grimme-Preis nominiert.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/achtsam-morden-von-karsten-dusse.html



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    Cover des Buches Das zarte Bellen langer Nächte9783792002636

    Bewertung zu "Das zarte Bellen langer Nächte" von Ilinca Florian

    Das zarte Bellen langer Nächte
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die anfangs packt, Lust auf mehr macht, doch Seite für Seite abflacht, langweilig wird.
    eigentlich recht belanglos

    Der erste Satz: «Hannah steht auf dem Gehweg vor dem S-Bahnhof Spandau und umklammert ihren Kaffeebecher.»


    Wenn ich über Cover rede, sind sie einmalig gut! Positiv auffällig, haptisch ein Erlebnis, unterscheidbar von allen anderen, ein Kunstwerk! Eine Autorin, die mit ihrem ersten Roman sehr positiv aufgefallen war – meine Erwartung an dieses Buch war hochgesteckt. Eine Geschichte, die anfangs packt, Lust auf mehr macht, doch Seite für Seite abflacht, langweilig wird und am Ende frage ich mich als Leser, was hier die Message war. Hannah zappt belanglos durch ihr Leben und die Autorin zappt von Baustelle zu Baustelle, ziemlich klischeehaft, obendrein recht trocken, distanziert, nicht Skurriles vorhanden, Berliner Dialekt ohne Charme und Humor. Vielleicht war das die Message: Nichts los hier, außer Rave. Hannah, fast 30 Jahre alt, hat ihr Soziologiestudium abgeschlossen und sucht theoretisch nach einem Job. Mit 30 muss ja man ja erwachsen sein, eine Zielvorstellung haben. – Und irgendwo muss das Geld herkommen – so steigt der Roman bei einem Zeitarbeiter-Job in der Retourenabteilung des Online-Händlers Zalando ein. Das klang vielversprechend. Die Protagonistin schnüffelt sich durch die Rücksendungen, sucht nach Flecken und Materialfehlern, sortiert nach: Ware zum Wegschmeißen (das meiste), zum Spenden (wenig), Second Hand (minimal), Wiederverkauf (kommt selten vor). Wer jetzt glaubt, hier folgt ein Buch über Arbeitsbedingungen in Zeitarbeit und / oder Onlinehändlern – zu früh gefreut. Der Job macht der Berlinerin keinen Spaß und sie geht nicht mehr hin. 


    «Das Argument, dass er endlos viel Freizeit habe und sie kaum, weshalb er die Besorgung ihr zuliebe doch vielleicht tätigen könne, lässt ihn kalt und bewirkt höchstens, dass er mit einem fassungslosen Gesichtsausdruck den Ram wechselt. ‹Ich habe keine Freizeit, ich habe Zeit, die ich für mich und meine Musik brauche.›»


    Hannahs Freund Moritz ist Musiker, Mitglied einer Band – er lebt mit sich und seiner Musik, mehr Raum gibt seine Welt nicht her. Aber er wollte schon immer einen Hund haben. Den findet er natürlich auch, entscheidet, ohne Hannah zu fragen: sein Hund, für den er sorgen wird. Es ist völlig klar, wer den Hund nun ausführen wird, sich um sein Futter kümmert, wer zu Hause bleibt, wenn beide ausgehen wollen, denn der Hund dreht völlig durch, wenn er alleine ist. Und wer ihn an der Backe hat, wenn Moritz auf Tournee geht.


    «Die beiden werden nie wieder über das Für und Wider dieser Anschaffung sprechen. Sie sind in das Tier verliebt und haben sich schnell der alles bestimmenden Aufgabe verschrieben, gute Hundeeltern zu sein. Zumindest auf Hannah trifft das zu.»


    Hannah bekommt wieder über die Zeitarbeit einen Job, in der Food-Abteilung des KaDeWe, backt nun Crêpes. Klar, auch das ist zu blöd, aber muss. Gut, dass eine Freundin gerade eine kleine Bar aufmacht, illegal. Ein Job als Barkeeper ist drin. Und so dümpelt Hannah ihr Leben weiter ziellos dahin, lässt alles mit sich geschehen, hier ein Job und da, durchzechte Ravenächte, vollgepumpt mit Alkohol und Drogen, am Ende Sex, der hinterher bereut wird. «Was kommt nach dem Rave?» Hier kreist jeder um sich selbst, mal weniger und mal mehr erfolgreich. Hannahs Handlungen werden immer unglaubwürdiger. Das Buch steckt voller Stereotypen und Klischees, was mich als Leser abschreckt, noch mehr, weil die Protagonistin lediglich getrieben ist, völlig unreflektiert, der innere Monolog fehlt – oder die Perspektive von außen. Es passiert dies und das, eins belangloser als das andere. Auf der einen Seite sorgt Hannah sich um die Zukunft und ihre Beziehung, auf der anderen Seite ist sie planlos, angepasst, extrem oberflächlich und dumm. Und somit wird die Protagonistin als fast 30-jährige mit Universitätsabschluss zur unglaubwürdigen Figur. Es gibt den ein oder anderen guten Satz, aber das reist das Buch nicht heraus aus der Belanglosigkeit.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-zarte-bellen-langer-nachte-von.html

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    Cover des Buches Zack, fertig! Ich kann das allein!9783965840294

    Bewertung zu "Zack, fertig! Ich kann das allein!" von Christiane Kührt

    Zack, fertig! Ich kann das allein!
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: 1 * Abzug für dieses Mädchenkochbuch - Jungen haben in der Küche wohl nichts zu suchen!
    An sich tolles Buch - nur leider gibt es die Gender-Zitrone!

    Mit diesem Kinder-Kochbuch kann man seine Kids wirklich selbstständig in der Küche werkeln lassen, außer man ist überängstlich und mag sie nicht mit dem Messer allein hantieren lassen, denn hier bleiben Herd und Ofen ausgeschaltet. Klasse Rezepte, so dargestellt, dass sich alles leicht nachmachen lässt. 


    Grundwissen am Anfang: «Würzen ist Geschmacksache», also erstmal sparsam mit Salz, Zucker, Gewürzen umgehen, nachwürzen geht immer. Gesund, süß, fettig, saisonal kurze Erwähnung ohne erhobenen Zeigefinger. Wie lese ich eine Verpackung – Vorbereitung vor dem Kochen. Sicherheit! Das A und O in der Küche! Und wie putzt und schneidet man Obst und Gemüse? Dazu gibt es zu den wichtigsten Sorten Tipps, die bebildert anschaulich das richtige Schneiden zeigen. Vorbereitung ist eben alles. 


    Zu jedem Rezept gibt es an der rechten Seite eine Liste der anzuwendenden Handwerkszeuge, wie Messer, Schüssel, Sieb, Waage usw. Darunter findet man sie Zutatenliste und die Zeit, die man zur Zubereitung einkalkulieren muss. Zum Abschluss fünf Sternchen zum Ausmalen: so hat es mir geschmeckt. Etwas für den kleinen Hunger, Nudelsalat, Eiersalat, Gurkensuppe mit Schnittlauchbrot, gefüllte Pita-Taschen, selbstgemachtes Müsli, Melonenpizza, Früchtespieße, Kekstörtchen oder Eis und coole Drinks; eins haben alle Rezepte gemeinsam: Die Rezepte sind einfach, die Anleitungen verständlich und die Fotos haben eine ungemein auffordernde Art, sie auszuprobieren. Was mir richtig gut gefällt, ist die Message: Essen ist nicht gleich reinschaufeln! Lebensmittel mit Liebe und reichlich Kreativität zubereitet – etwas fürs Auge! Essen ist Genuss! Sicher fällt den kleinen Köchen beim Arbeiten ein, wie man die Rezepte kreativ umwandeln könnte. Hier wird nicht einfach etwas in die Schüssel geschmissen, jedes Gericht ist liebevoll drapiert und dekoriert. Beim Nudelsalat z.B. werden Wurst und Käse in Scheiben geschnitten, danach mit kleinen Ausstechern dekorativ in Form gebracht. Reste kleingeschnitten unter den Salat gemengt – nichts wird weggeschmissen. Die Melonenpizza ist eben nicht ein zusammengeschnippelter Obstsalat. 


    Was die Rezepte und deren Aufmachung angeht, absolut Topp! Die Altersempfehlung für den Grundschulbereich ist ok. Allerdings werden Vegetarier nur mit Obst- und Müslirezepten glücklich werden. Denn Fleisch, Eier und Milchprodukte finden sich fast in jedem Rezept wieder – ökologisches Kochen wird nicht aufgegriffen. Damit schließt man einen Teil der Kinder aus. Das ist nicht so wild, denn Vegetarier und Veganer können sicher auf einen eigenen Bücherfundus zurückgreifen. Aber erwähnenswert wäre es schon, auch die ökologische Auswahl von Lebensmitteln zu berücksichtigen, saisonal und frisch ist mir hier zu wenig. Doch eine Sache hat mich ziemlich verärgert: Vom mir bekommt das Buch den Zitronen-Genderpreis! Mädchen ab in die Küche! Durch die Rezepte führen zwei Mädchen. Bei einem einzigen Rezept ist ein weiteres Kind zu sehen, ein Junge? So eindeutig ist das nicht. Jungen kochen ebenso gern und fühlen sich von diesem Buch ausgeschlossen. Oder soll uns das hier suggerieren: Früh übt sich das Mädchen für seinen Platz in der Küche! Genau das hätte ich so bereits vor 40 Jahren kritisiert. Heute gehe ich weiter: Lieber ZS-Verlag – das geht gar nicht! So gut ich dieses Buch insgesamt finde, Rezepte, Aufmachung usw., die zwei Mädchen im Vordergrund haben alles Gute zerrissen, pädagogisch nicht zu empfehlen. Kinderbücher prägen Kinder! «46 Leckerschmecker-Rezepte, die Kinder selbst zubereiten», so der Untertitel. Sind Jungen keine Kinder? Von einer Redakteurin, die für «Eltern» und «Eltern 

    family» arbeitet, hätte ich etwas anderes erwartet. Projektleitung, Lektorat, grafisches Konzept, Illustration, Fotografie, alles Frauen, die dieses Buch kreierten – man fällt vom Glauben ab – gut konditioniert. Das Mädchen in die Küche gehören, Jungs nicht, aus der Message sollten wir seit mindestens 50 Jahren heraus sein! Schade, es hätte ein ausgezeichnetes Kinderkochbuch werden können. 


    Multitasking ist für Christiane Kührt ein Kinderspiel. Die freie Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt Ernährung, Essen & Trinken arbeitet als Redakteurin für «Eltern» und «Eltern 

    family», konzipiert Broschüren für Unternehmen der Lebensmittelbranche und schreibt für diverse Online-Verlage. Als leidenschaftliche Köchin und Bäckerin puzzelt sie gerne an neuen Rezeptideen.


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/zack-fertig-ich-kann-das-allein-von.html

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    Cover des Buches Mats Möwe auf großer Klimamission9783796110917

    Bewertung zu "Mats Möwe auf großer Klimamission" von Denise Müller-Dum

    Mats Möwe auf großer Klimamission
    Gwhynwhyfarvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Das Konzept dieses Kinderbuchs konnte mich leider nicht ganz überzeugen, keine Erzählung und auch nicht wirklich ein Natursachbuch.
    Zuviel Zeigefinger!

    Klimawandel? Gibt’s doch gar nicht! Gibt es doch – das weiß auch Möwe Mats, dessen Zuhause ein ruhiges Fleckchen am Nordseestrand ist. Ein Kinderbuch, das sich mit dem Klimawandel beschäftigt. Mats nimmt seine unbelehrbaren Möwenfreunde mit, den Klimawandel vor Ort zu erkunden. Zuerst landen sie auf einer Eisscholle in der Arktis, lassen sich erklären, wie es kommt, das hier das Eis jedes Jahr weiter schmilzt. 


    «Durch die Industrie, die Autos auf den Straßen, die Flugzeuge am Himmel und die Abholzung unserer Wälder setzen die Menschen Unmengen CO ₂ in die Luft frei. CO ₂ nimmt die Wärme, die die Erdoberfläche aussendet, auf und schickt sie dorthin zurück. …

    Die drei Möwen winkten ab, Tammo hielt sich den Bauch vor Lachen. Nun wurde Mats sauer. «Ihr glaubt mir nicht! Aber es ist so, wie ich sage. Informiert euch!»


    Weiter geht es nach Hawaii zum Vulkan Mauna Loa zu einer Messstation, die das CO ₂ misst. Die Keeling-Kurve wird erklärt. Es geht nach Bangladesch, wo Versalzung und Überschwemmung das Thema ist. Mittendrin gibt es Wissenblöcke. Am Ende des Buchs stehen Tipps, wie jeder einzelne Mensch etwas für die Umwelt tun kann: Lüften der Wohnung, mit dem Fahrrad sich fortbewegen, anstatt Autos und Flugzeuge zu benutzen, Schluss mit Plastik, tauschen, anstatt kaufen, weniger tierische Produkte zu sich nehmen, Energie sparen …


    So ein Buch ist wichtig, grundsätzlich, aber mit diesem Kinderbuch habe ich das Problem, das sich bei mir immer auftut, wenn Sachbuch und Erzählung sich verweben. Wenn ich eine Geschichte erzählen will, erzähle ich eine Geschichte. Will ich ein Sachthema vermitteln, gestalte ich ein Sachbuch. Dadurch, dass Mats die Möwen herumführt, sie sich etwas erklären lassen, schnellt automatisch der Zeigefinger in die Höhe. Eigentlich ist dies keine Geschichte, wie das Cover suggeriert. Eine Geschichte wurde um Fachinhalte herumgebastelt – und genauso kommt das an. Damit man mich nicht falsch versteht, die Fachinhalte sind gut. Doch die Form halte ich für nicht gelungen, auch nicht das Cover, das möglicherweise das falsche Alter anlockt. Textumfang und Textverständnis sind an ein Publikum für 8 – 12 Jahre gerichtet, die Grafik doch eher für 2 – 8 Jahre. Irgendwie hat mich das gesamte Konzept verwundert. Am Ende kehren die Möwen zurück in die Heimat, «und belehren die Artgenossen über Klimamodelle» – eben!


    Denise Müller-Dum studierte Physik und Philosophie in Bremen, Oldenburg und Salzburg. 2015 folgte die Promotion. Die gebürtige Darmstädterin arbeitet als Umweltwissenschaftlerin und freie Autorin. „Mats und …“ ist ihr erstes Kinderbuch. Denise Müller-Dum lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Bremen.

    Kathrin Lauckner lebt und arbeitet als Illustratorin und Grafikerin in Wismar. Nach dem Studium gründete sie dort 2017 das Gemeinschaftsatelier „Kollektiv Neustadt“. In ihrer Freizeit genießt sie mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund die Natur an der schönen Ostseeküste.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/mats-mowe-auf-groer-klimamission-von.html

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