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Habicht

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Durch die Wüste (ISBN: 9783518100745)

    Bewertung zu "Durch die Wüste" von Ernst Bloch

    Durch die Wüste
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Auseinandersetzung mit Ernst Bloch lohnt sich bis heute!
    Blochs kritische Essays, sind heute noch aktuell

    Ernst Bloch wurde 1885 in Ludwigshafen geboren. Sein Vater war ein jüdischer Eisenbahnbeamter. Er studierte Philosophie, Musik und Physik. Besonders setzte er sich mit dem Christentum und dem Marxismus auseinander, die für mein Dafürhalten „irgendwie“ zusammengehören. Das sieht Ernst Bloch ähnlich, da er sich an einer jüdisch-christlichen Eschatologie orientiert, die ihren Ursprung im „jüdisch-christlichen Glauben“ hat. Die nicht immer leicht verständlichen kritischen Essays sind für mich auch heute noch thematisch aktuell und ergeben, so meine ich, einen interessanten Einstieg in das das Denken des Marxisten Bloch. Mein Fazit: Eine Auseinandersetzung mit ihm lohnt sich bis heute! 

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    Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257068740)

    Bewertung zu "Honig" von Ian McEwan

    Honig
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: „Süße Spionage“! Eine Geschichte aus dem Kalten Krieg, aus der ein Roman werden könnte … Und es geschah!
    Klischeehafte Sex- and Crime Story

    Zunächst las ich diesen Roman mit Interesse, allerdings empfand ich ihn nach einer Weile langatmig. Eine junge, hübsche Spionin wird auf einen linken Autor angesetzt, und was geschieht? Genau: Die Zwei verlieben sich! (Wer hätte das gedacht?) Der englische Bestseller Autor schildert ihre private Affäre und beschreibt detailgetreu ihre sexuellen Obsessionen und vermittelt so seinem Leser eine klischeehafte Sex- and Crime Story. Wem Bettgeflüster gefällt, der fühlt sich sicher gut unterhalten …

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    Cover des Buches Die verbrannten Dichter (ISBN: 9783407808998)

    Bewertung zu "Die verbrannten Dichter" von Jürgen Serke

    Die verbrannten Dichter
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Abgründe des SS-Staates sind einfach unfassbar!
    Abgründe des SS-Staates

    Diese, vor allem gut recherchierte und sogar mit Fotos versehene Dokumentation, in einer Sonderausgabe von 1979, die ich aus einem Antiquariat erhielt, ließ mich ambivalent zurück: Betroffen und interessiert zugleich. Betroffen, weil die Abgründe des SS-Staates, die übrigens auch Eugen Kogons bemerkenswerter Bericht „Der SS-Staat“ dokumentiert, einfach unfassbar sind, und auch niemals fassbar werden dürfen!

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    Cover des Buches Der Spieler und andere Romane (ISBN: 9783492017589)

    Bewertung zu "Der Spieler und andere Romane" von Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Spieler und andere Romane
    Habichtvor 2 Jahren
    Cover des Buches Mason & Dixon (ISBN: 9783499229077)

    Bewertung zu "Mason & Dixon" von Thomas Pynchon

    Mason & Dixon
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bei Pynchon vermischen sich reale und fiktive Fakten und lassen seinen Roman zu einem lebendigen Ganzen werden.
    Für mich war Pynchons Roman eine wunderbare Urlaubslektüre!

    Eher zufällig las ich im Anschluss an Philip Roth Thomas Pynchon, den ebenfalls amerikanischen Autor, der nur vier Jahre nach Philip Roth geboren wurde, aber eine vollkommen andere „Schreibe“ als dieser an den Tag legt. In seiner mehr als 1000 Seiten umfassenden Story, die im Stil einer historiografischen Metafiktion geschrieben ist, erzählt er von den Briten Charles Mason, einem Vermessungsingenieur, und dem Astronomen Jeremiah Dixon, die in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts die Grenzlinie zwischen den Nord- und Südstaaten Amerikas, auch bekannt als Mason-Dixon-Linie, zogen. Anders als bei einem klassischen historischen Roman, vermischen sich bei Pynchon reale und fiktive Fakten und lassen ihn, zu einem lebendigen Ganzen werden, in dem auch über Geschichte reflektiert wird, sodass man als Leser ziemlich herausgefordert ist, das ein oder andere zu hinterfragen. Zudem sind Inhalt und Stil sehr spannend und lassen trotz der Erzählfülle keine Langeweile aufkommen. Für mich war Pynchons Roman eine wunderbare Urlaubslektüre, die ich allen empfehlen kann, die außer Lust auch Zeit, für ein nicht alltägliches Leseerlebnis haben.

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    Cover des Buches Der Doppelgänger (ISBN: 9783436011055)

    Bewertung zu "Der Doppelgänger" von Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Doppelgänger
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Was geschieht, wenn unsere Einbildungskraft, von Minute zu Minute beschleunigt, erleben wir hier!
    Ein Alptraum aus Wahrheit und Trug, aus dem es kein Entrinnen gibt!

    “Es war beinahe acht Uhr morgens, als der Titularrat Jakow Petrowitsch Goljadkin nach einem langen Schlafe erwachte, gähnte, sich reckte und schließlich völlig die Augen öffnete. Etwa zwei Minuten lang blieb er noch, ohne sich zu regen, auf dem Bette liegen, wie ein Mensch, der noch nicht ganz ins Klare darüber gekommen ist, ob er aufgewacht ist oder noch schläft, ob alles, was jetzt um ihn herum vorgeht Wahrheit und Wirklichkeit ist oder eine Fortsetzung seiner wirren Träume.“ Diese schriftstellerisch wunderbar beschriebene Situation zu Beginn dieser Erzählung können sicher viele unter uns nachvollziehen. Aber was mit dem guten Goljadkin geschieht, nachdem er recht bald seinem Doppelgänger begegnet, möchte sicher niemand erleben; denn der Herr Titularrat, ein Beamter der fünften Rangklasse der Räte, schlittert, und das auch noch im Winter, in eine Art Alptraum zwischen Wahrheit und Trug, aus dem es für ihn kein Entrinnen gibt. Aber was geschieht real, wenn beispielsweise unsere Einbildungskraft, aus welchen Gründen auch immer, von Minute zu Minute an Beschleunigung gewinnt und dabei so auf Touren kommt, dass sich das Gedankenkarussel fast selber einholt und sich die Situation sogar zu einem Parforceritt steigert? Das soll übrigens gar nicht so selten vorkommen … Schön wäre es allerdings, wenn das Alptraumhafte nur im Schlaf geschieht, denn dann bliebe es beim schwierigen Erwachen, wobei wir wieder bei Dostojewskis Erzählung angelangt wären!

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    Cover des Buches 42 (ISBN: 9783423142700)

    Bewertung zu "42" von Thomas Lehr

    42
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Weltuntergangsszenario in Märchenform, an dessen Ende ein Leichenfeld steht.
    Weltuntergangsszenario: Und alle Gewissheiten lösen sich auf!

    Mit seiner Geschichte „42“ schuf der Autor, sprachlich sowie inhaltlich, ein Weltuntergangsszenario in Märchenform, an dessen Ende ein Leichenfeld steht. Die Geschichte spielt in einem real existierenden Kernforschungszentrum, in dem 70 Personen, Besucher und Wissenschaftler, aufgrund eines plötzlichen Zwischenfalls, der sich um 12.47 Uhr und 42 Sekunden weltweit ereignet, aus der realen Welt in eine gefrorene fallen. Die 70 können sich bewegen und sind nicht starr, wie die restliche Menschheit! Sie essen in den fünf Jahren, in denen sie weiterleben, das Gegarte was sie finden, nisten sich in Hotels ein und verlustieren sich auf deren Betten. Und alle ihre Gewissheiten lösen sich nach und nach auf!  Das was der Ich-Erzähler vermittelt, ist für den Leser, wenn er sich auf die Story einlässt, nachvollziehbar. Er fühlt sich mit der Zeit in diese bizarre Geschichte ein und wird quasi ein Teil von ihr. Das gelingt dem Autor Thomas Lehr nicht zuletzt durch seinen Duktus, der anfangs durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Sprache und Stil entwickeln mit der Zeit aber einen Sog, dem man sich als Leser, nur unschwer entziehen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass er einen packt und ergreift! Zudem führt der Autor so ganz nebenbei seine Leserschaft sogar in Einsteins Relativitätstheorie ein. Da soll noch einer sagen, dass Lesen nicht bildet!

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    Cover des Buches Lied ohne Worte (ISBN: 9783717522102)

    Bewertung zu "Lied ohne Worte" von Sofja Tolstaja

    Lied ohne Worte
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sofja Tolstaja war in ihrem Leben größtenteils unglücklich und versuchte ihrem Alltag schreibend zu entfliehen!
    Eine Frau, die sich nur über ihren berühmten Mann definieren konnte, überzeugt selbst literarisch!

    Dieser literarisch überzeugende, eher kurze Roman, thematisiert eine schwierige Liebesbeziehung, der Teile des Lebens der Ehefrau des berühmten russischen Autors Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910) spiegelt. Sofja Tolstaja wurde 1844 geboren und starb 1919. Sie war in ihrem Leben größtenteils unglücklich, da sie sich, wie für die damalige Zeit üblich, nur als Frau und Mutter der Kinder ihres berühmten Mannes definieren konnte und versuchte ihrem Alltag, u. a. schreibend, zu entfliehen. Der Originaltitel des sehr zu empfehlenden Romans hieß „Pesnja bes slow“. Er entstand zwischen 1897-1900 und konnte selbstverständlich nur posthum erscheinen.

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    Cover des Buches Rheinsberg (ISBN: 9783745055320)

    Bewertung zu "Rheinsberg" von Kurt Tucholsky

    Rheinsberg
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner, feiner und kurz gehaltener Liebesroman mit Zeichnungen von Kurt Szafranski.
    Ein kurze heitere Story über ein Paar ohne Trauschein, das sich in einem Liebesnest beschwingt!


    Ein sehr schöner, feiner und kurz gehaltener Liebesroman mit Zeichnungen von Kurt Szafranski, der von einem glücklich turtelnden Paar ohne Trauschein erzählt, das ein paar Tage in einem Liebesnest in Rheinsberg zu Beginn der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts verbringt und die schönen Seiten des Lebens, wie persönliches Glück und malerische Schönheit sowie Freude an und in der Natur, erlebt, um beschwingt und heiter in den Berliner Alltag zurückzukehren, wo sie ihre heimliche Romanze frisch inspiriert und glücklich weiterführen. Übrigens ist dieses "Romanchen" Kurt Tucholskys erste literarische Veröffentlichung, die vor allem aufgrund ihrer leichten „Anrüchigkeit“ und dem gelungen Schuss Ironie bei der Leserschaft sehr gut ankam, nicht zuletzt bei der Jüngeren!


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    Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783328100188)

    Bewertung zu "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee

    Gehe hin, stelle einen Wächter
    Habichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieser Roman, der eine große erzählerische Kraft besitzt, ist der Erstling der Autorin, die mit „Wer die Nachtigall stört“ 1960 weltberühmt
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    Habicht ist ein Mysterium. 🕵️‍♂️

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