Happymountain

  • Mitglied seit 13.06.2018
  • 10 Freunde
  • 203 Bücher
  • 109 Rezensionen
  • 166 Bewertungen (Ø 4.1)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne78
  • 4 Sterne48
  • 3 Sterne25
  • 2 Sterne8
  • 1 Stern7
  • Sortieren:
    Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783737355070)

    Bewertung zu "Scythe – Der Zorn der Gerechten" von Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten
    Happymountainvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Toller zweiter Teil!
    Kurz-Rezension

    Der erste Teil hat mich so mitgerissen, dass ich natürlich direkt mit Teil 2 weitermachen musste.

    Die Welt, die der Autor schon in Band 1 so toll gezeichnet hat, ist auch hier wieder phänomenal: Vorallem die Insel der Sycthe hat es mir angetan. Ich habe sie mir, wie das Paradies vorgestellt! Unglaublich.

    Die Figurenentwicklung geht noch weiter in die Tiefe und es ist erstaunlich, wie sehr mir Rowan und Citra ans Herz gewachsen sind. Aber auch einige anderen Figuren haben es geschafft mich tief zu berühren und Gefühle zu erzeugen: Sympathie oder Hass... beides kam vor. Und das nicht zu knapp!

    Die Story ist wieder spannend und wendungsreich. Fängt das Buch noch ruhig an, so steigert es sich doch von Kapitel zu Kapitel und man merkt, dass sich etwas zusammenbraut. Aber was dann wirklich geschah, hätte ich nie für möglich gehalten. Neal Shusterman lässt uns nicht durchatmen. ;-)

    Ich bin schier begeistert. Alle Dystopie-Fans aufgepasst! Das müsst ihr einfach gelesen haben!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783737356985)

    Bewertung zu "Scythe – Die Hüter des Todes" von Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes
    Happymountainvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ich konnte es nicht weglegen!
    Kurz-Rezension

    Ich hatte schon viel von Neal Shusterman gehört und war von der Scythe-Trilogie aufgrund der Seitenanzahl immer etwas abgeschreckt. Nun habe ich mich jedoch an das Hörbuch gewagt und was soll ich sagen? Ich liebe es! Dieser Reihenauftakt ist einfach nur der Hammer. 

    Die Welt, die der Autor hier geschaffen hat, ist phänomenal: Spannend, ausgeklügelt, ohne übertrieben zu wirken. Ich konnte mir alles wunderbar vorstellen und finde die Gedanken dahinter toll. Das Buch regt zum Nachdenkan an, ob man will oder nicht. Gerade das Thema Überbevölkerung und alle damit verbundenen moralischen Fragestellungen sind sehr geschickt vom Autor angesprochen ohne belehrend zu wirken. 

    Die Figuren (ob gut oder böse) fand ich alle durchaus spannend. Die Charakterentwicklung ist schon im ersten Band deutlich zu spüren, geht aber bei den weiteren Bänden (ich habe Teil 2 schon beendet) noch weiter in die Tiefe. 

    Die Story ist spannend und wartet mit Wendungen auf, die ich nie vermutet hätte! Alle Achtung, fast immer, wenn ich dachte, ich hätte nun eine Ahnung, worauf es hinausläuft, drehte sich das Blatt und ließ mich mit offenem Mund zurück! Super! 

    Ich bin schier begeistert. Alle Dystopie-Fans aufgepasst! Das müsst ihr einfach gelesen haben!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Mord in Highgate (ISBN: 9783458178729)

    Bewertung zu "Mord in Highgate" von Anthony Horowitz

    Mord in Highgate
    Happymountainvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Anthony Horowitz hat einfach den klassischen britischen Krimi-Charme wie kein Zweiter!
    Fiktive True Crime

    Anthony Horowitz Biografie gibt recht schnell preis, dass er ein großer Sherlock Holmes-Fan ist. Wen verwundert es da, dass er in seinen Romanen gern auf den Spuren von Sir Arthur Conan Doyle wandelt? Und nicht allein das macht den Charme seiner Bücher um den Privatdetektiv Daniel Hawthorne aus. Anthony Horowitz verknüpft den Stil dieser legendären britischen Kriminalromane auf amüsanteste Weise mit der Neuzeit, in dem er sich einfach als Hawthornes Gehilfen mit in die Geschichte schreibt: Ganz im Stil von Holmes und Watson! 😍 Das Beste daran ist, dass alles, was Horowitz über sein eigenes Leben berichtet, tatsächlich auch stimmt und somit eine Art neues Genre erschafft: "Fiktive True Crime", nenn ich es einfach mal. 😅
     Ich hatte bereits an dem ersten Fall der beiden Hauptfiguren „Ein perfider Plan“ große Freude gehabt und war natürlich schon lang gespannt auf diese Fortsetzung. 

     „Mord in Highgate“ knüpft auch direkt an den ersten Band an und verzichtet zum Großteil auf lästige Wiederholungen. Alles, was jedoch wichtig ist, um die Geschichte und besonders die Charaktere zu verstehen, wird natürlich ausreichend angerissen, damit es jeder nachvollziehen kann, der den ersten Band nicht kennt.

     Diesmal wird Hawthorne als externer Berater zu einem Mordfall an einem renommierten Scheidungsanwalt gerufen. Richard Pryce, der Ermordete, wurde mit einer Weinflasche eines sündhaft teuren Tröpfchens erschlagen, bzw. erstochen. Eine Farce, wenn man bedenkt, dass er keinen Alkohol trinkt. An der Wand neben dem Toten findet sich eine mit Farbe geschriebene Zahlenkombination, die den Ermittlern Rätsel aufgibt. Der Fall scheint somit prädestiniert für einen Ermittler wie Hawthorne, dem nie etwas entgeht. (Monk hätte hier ernsthafte Konkurrenz!) Recht schnell stellt sich heraus, dass die Exfrau des letzten Mandanten von Richard Pryce ihm genau diesen Tod angedroht hat. Aber wäre das nicht zu einfach?! Lest selbst;-)

     Wie es sich für einen klassischen britischen Kriminalroman gehört, lernt man nach und nach die potenziellen Verdächtigen kennen. Und hier hat Anthony Horowitz sein Können äußerst brillant unter Beweis gestellt. Die Figurenzeichnung gelingt ihm einfach hervorragend: Die trauernde Witwe, die feministische Schriftstellerin, die aufstrebende Verlegerin, der schwule Galeriebesitzer – alle Figuren sind fantastisch ausgearbeitet ohne auf mich überspitzt zu wirken. Die einzige Figur, die natürlich weiterhin partout keinen Funken ihres Privatlebens preisgeben will, ist Daniel Hawthorne. Auch das hat einen gewissen Reiz. Hawthorne ist nicht sonderlich sympathisch. Er zeigt sich oft mürrisch, ruppig und empathielos. Als Leserin regt das meine Neugier an. Wieso ist dieser talentierte Ermittler so? Was hat ihn dazu gemacht? Auch nach diesem Buch bin ich nicht viel schlauer, aber ich habe Theorien entwickelt. Ich hoffe, im nächsten Band erfahren wir mehr dazu. 😉

     Es gab während der Geschichte viele Hinweise und Spuren, denen die beiden Hauptfiguren immer wieder nachgehen und doch wollte der Funke hinsichtlich des Plots bei mir lange Zeit nicht überspringen. Trotz einiger Wirrungen, kam es immer wieder zu Wiederholungen oder Unterbrechungen, die den Spannungsbogen extrem abgeflacht haben. Erst auf den letzten 60 Seiten nahm der Plot Fahrt auf und ein Twist jagte den nächsten, da konnte ich nicht mehr aufhören und habe in der Woche bis nachts 1 Uhr gelesen! Das war großes Kino und ich bin dem Autoren hier echt auf den Leim gegangen - mehrfach. 🤣 Dieses grandiose Ende hat mich dann schlussendlich auch mit dem Buch versöhnt, sodass ich auf den nächsten (und letzten) Band wieder richtig hinfiebere. 😍

     Abschließend kann ich sagen, die Bücher um Horowitz und Hawthorne machen einfach Spaß beim Lesen. Der Schreibstil ist leicht und fängt die Atmosphäre Londons hervorragend ein. Vieles ist durch die Erzählweise von Horowitz mit einem Augenzwinkern versehen.
    Ein Beispiel:
    „Außerdem kontrolliere ich die Handlung gern selbst und hatte überhaupt kein Interesse daran, als Romanfigur aufzutreten.“ Seite 20 – Zitat Horowitz
    Allen, denen britische Krimis im Stil von Sir Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie gefallen, wird es sicher ein großes Lesevergnügen bereiten, diese Bücher zu lesen. Mir persönlich gefiel „Ein perfider Plan“ jedoch noch etwas besser. 

     PS an den Insel Verlag: Persönlich fand ich es sehr schade, dass das Buchcover nicht im Leineneinband mit Lesebändchen daher kam, wie der erste Teil. Erstens: Sehen die beiden Bücher im Regal nun nicht so aus als gehörten sie zusammen. 😢 Zweitens: Hatte die Aufmachung von "Ein perfider Plan" einfach Charme.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Wir sind fünf (ISBN: 9783453272996)

    Bewertung zu "Wir sind fünf" von Matias Faldbakken

    Wir sind fünf
    Happymountainvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Abgedreht und merkwürdig... aber irgendwie trotzdem nicht schlecht.
    Klingt crazy? Ist es auch!

    Was hab´ ich denn hier gelesen?! Ganz ehrlich? Keine Ahnung! :D

    Nach einer wilden Jugend, die ihn von einem Rausch zum nächsten führte, ist Tormod Blystad ein verlässlicher und verantwortungsvoller Ehemann und Vater geworden. Er lebt mit seiner Frau Siv und seinen beiden Kindern, Alf und Helene, in einem kleinen Ort namens Råstet. Tormod wünschte sich lange Zeit ein drittes Kind, da für ihn fünf einfach die perfekte Anzahl an Familienmitgliedern darstellt. Da Siv aber kein drittes Kind haben will, kommt die Hündin Snusken als fünftes Familienmitglied hinzu. Und genau wie Tormod es sich gewünscht hat, wird die Familie dadurch viel harmonischer. Doch eines Tages verschwindet Snusken spurlos. Um den Kindern erneut einen „Spielgefährten“ zu bieten, experimentiert Tormod mit dynamischem Ton. Der jedoch wiederum entwickelt bald ein seltsames Eigenleben. 

    Klingt crazy? Ist es auch! :D

    Ich fand das Buch, nachdem ich mich an den sehr nüchternen Schreibstil gewöhnt hatte, sehr unterhaltsam. Spannend wäre zu viel gesagt. Dazu passierte oft zu wenig. Matias Faldbakken hat z.B. zu Beginn das Leben von Tormod Blystad im Zeitraffer zusammengefasst bevor das Buch in der Gegenwart ankommt. Hin und wieder kam es auch zu etwas ausufernden technischen Beschreibungen, die mich dazu verleitet haben, diese Passagen zu überfliegen. Aber hatte ich zu Anfang meine Probleme mit dem Schreibstil, so habe ich doch recht schnell gefallen daran gefunden, wie nüchtern und sachlich diese verrückte Geschichte erzählt wird. Der Gegensatz hat beim Lesen einfach Spaß gemacht. Außerdem fand ich es toll, wie der Autor mit seinen Lesern/innen spricht. Er bezieht sie ein, in dem er sie auch öfter direkt anspricht. Das hatte Charme.

    Bis zur Hälfte war ich echt gefangen in der Geschichte, dann wurde es aber immer abgedrehter und ich hatte Probleme mich zu motivieren weiter zu lesen. Klar habe ich bei dem Klappentext keine Dokumentation erwartet, aber irgendwie war es für mich dann trotzdem zu „mysteriös“. Der Plot klang für mich nach „Friedhof der Kuscheltiere“ und ich habe auf Horror und Grusel gewartet, der aber nie aufkam. Schade, denn der Anfang hatte in meinen Augen echt Potenzial. 

    Für das Ende des Buchs hatte ich mir einen richtigen Wow-Effekt gewünscht, der jedoch bei mir leider ausblieb. Ich war schon etwas schockiert darüber, was am Ende geschah, aber es ließ doch so viel Interpretationsspielraum offen, dass ich damit nicht glücklich war. Für mich ist das „Problem“ mit diesem Ende einfach nicht gelöst. Vielleicht habe ich es aber auch nur nicht verstanden. :D (Wer das Buch auch gelesen hat, möge sich gern bei mir melden, damit wir das Ende ausdiskutieren können.)

    Interessant fand ich übrigens auch, dass der Autor das Buch insgesamt in fünf Teile untergliedert hat. Zum einen greift er somit den Titel und Tormods Vorliebe für die Zahl fünf auf, zum anderen hat mich der Aufbau dadurch an ein klassisches Drama in fünf Akten erinnert. Ich mag es einfach, wenn mit diesen Feinheiten ein stimmiges Bild erzeugt wird. 

    Ich kann euch das Buch insgesamt nur eingeschränkt empfehlen. Der Schreibstil war einfach köstlich, aber der Plot hatte dann doch (in meinen Augen) seine Schwächen. Wer abgedrehte, dramatische, teils witzige Szenen mag, der wird hier auf seinen Geschmack kommen. Wer jedoch eher Krimi- oder Horror-Fan ist, wird eventuell mit ähnlich gemischten Gefühlen wie ich zurückbleiben. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Seelen unter dem Eis (ISBN: 9783492503198)

    Bewertung zu "Seelen unter dem Eis" von Astrid Korten

    Seelen unter dem Eis
    Happymountainvor 13 Tagen
    Ein Buch, das nachhallt

    „Seelen unter dem Eis“ war mein erstes Buch von Astrid Korten und ich sage euch direkt: Es wird nicht mein Letztes sein.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Tom Döbbe geschildert, der im Todestrakt eines US-amerikanischen Gefängnisses sitzt. Nach und nach gibt Tom preis, wie es dazu kommen konnte. Sein fast perfektes Leben wurde auf den Kopf gestellt, als er eine Affäre mit seiner Studentin Amal beginnt. Amal ist mittlerweile tot und Tom sitzt im Todestrakt. Klingt einfach?! Ist es aber nicht. Lange Zeit war mir nicht klar, was mich im Buch erwartet. Ich blieb jedoch trotzdem gespannt, da ich so viele Fragen im Kopf hatte, die ich beantwortet haben musste.

    „Amal wirkte fremd, eiskalt und unerschütterlich, und ich wusste, dass ich es mit einer vollkommen unberechenbaren Frau zu tun hatte.“ S. 68

    Die Figuren in „Seelen unter dem Eis“ blieben lange Zeit für mich unergründlich. Weder Tom, von dem man am meisten erfährt, noch Amal oder Helen konnte ich wirklich einschätzen. Ich wusste nicht, wie viel die Frauen über die Andere wissen oder wieso sie auf eine bestimmte Art und Weise handeln. Keine der Hauptfiguren war mir sonderlich sympathisch und doch interessierte mich ihr Schicksal.

    Tom, der eigentlich alles im Leben hatte, was er brauchte, hat sich von Amal lenken lassen wie von einer Puppenspielerin. Amal war (laut Tom) unattraktiv und untalentiert und doch hatte sie eine enorme Anziehungskraft auf ihn. Er war es gewohnt die Fäden zu ziehen und plötzlich war sie es, die bestimmte. Die toxische Beziehung der beiden Figuren ist der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte und ich fand es extrem spannend, zu verfolgen, wie Tom dieser Frau verfiel ohne es zu verstehen. Und dann war da noch Helen: Toms Ehefrau. Sie wirkte sehr zerbrechlich und tat mir unendlich leid, weil Tom sie so hinterging. Auch Helen hat natürlich eine andere Seite. Aber sie wirkte lang nicht so unberechenbar wie Amal.

    „Sobald du die Türen durchschreitest, blickst du wie durch einen Schleier auf deine bisherige Existenz.“ S. 16

    Der Aufenthalt im Todestrakt wurde seitens der Autorin mehr als packend beschrieben. Die anderen Gefangenen, die Wärter, die Gefahr, die Tag für Tag lauert, das Warten auf den Tod. All das beschreibt Astrid Korten sehr authentisch. Die Stimmung ist angespannt und bedrückend. Selbst wenn Tom nicht ohne Grund dort sitzt, denkt man doch darüber nach, ob Menschen anderen Menschen so etwas antun sollten. Die Autorin thematisiert genau das auch hintergründig in Toms Gedanken und in seinen Gesprächen mit einem der Wärter. Dabei ging sie jedoch so geschickt vor, dass es nie belehrend wirkte.

     „Der Mond schwimmt am staubgrauen Himmel als kahler Schatten vor dahinziehenden Wolkenfetzen.“ S. 117

    Der Schreibstil gefiel mir richtig gut. Astrid Korten wählte oft eine bildgewaltige Darstellung und wechselte dann doch wieder zu einer kürzeren und prägnanteren Erzählweise, je nachdem, was gerade im Buch geschah. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und animierten mich zum Weiterlesen. Die ganze Zeit über hatte ich einen Film vor Augen und konnte mir alle Figuren und Szenenbilder direkt vorstellen. Besonders toll fand ich auch die Abwechslung in den Kapiteln. Mal lag der Fokus auf den voraus gegangen Ereignissen, mal lag er wieder in der Gegenwart. Die Übergänge waren sehr gut gewählt und ließen es so nie langweilig werden.

    Das Highlight jedoch war das ausgeklügelte Ende. Einen Großteil davon habe ich erwartet, da im Buch mit Andeutungen daraufhin gearbeitet wurde. Aber auch ich wurde durch das ein oder andere Detail wirklich überrascht. Es gefiel mir richtig gut, dass das Buch mit einem „Knall“ endete.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass „Seelen unter dem Eis“ ein eher ruhiges und bedrückendes Buch ist.  Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf der psychischen Komponente, die durch die verschiedenen Charaktere und deren Beziehungen zueinander auch genug Spannung bietet. Ich empfehle das Buch sehr gern an alle Thriller- und Spannungsroman-Liebhaber. Hier findet ihr ein einzigartiges Buch, das nachhallt.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    Cover des Buches Mord unter Null (ISBN: 9783000405808)

    Bewertung zu "Mord unter Null" von Hugo B. Lauenthal

    Mord unter Null
    Happymountainvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tolle Idee und ein schöner Zeitvertreib beim Baden.
    In der warmen Badewanne frieren

    Zunächst möchte ich kurz etwas zur Idee der Wannenbücher loswerden: 

    Ich finde diese kleinen Büchlein sind eine absolut tolle Geschenkidee für jedes Wellness-Paket und jede wasserliebende Leseratte. 

    Sie sind tatsächlich komplett wasserfest! Ich habe meins auf Herz und Nieren getestet. ;-) Das Büchlein schwimmt sogar wie ein Quietscheentchen im Wasser, wenn man sich kurz mal die Haare abspülen will. :D

    Nun zum Buch selber: Natürlich kann auf sechs Seiten kein komplex ausgeklügelter Plottwist inklusive tiefer Charakterdarstellungen erwartet werden und dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es gibt einen ungewöhnlichen Mordfall, eine Täterperspektive und ein dramatisches Ende. Ich finde das für so eine kleine Geschichte sehr bemerkenswert. 

    Allerdings habe ich keine 15 Minuten gebraucht, um es zu lesen. Das fand ich etwas schade. Ein paar Seiten mehr hätten nicht geschadet. Zumindest wäre mir in der Wanne noch lang nicht kalt geworden. ;-)

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Wir Verlorenen (ISBN: 9783948736064)

    Bewertung zu "Wir Verlorenen" von Jana Taysen

    Wir Verlorenen
    Happymountainvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein tolles Debüt und ein absolutes Must Read für Dystopie-Fans!
    Ein Must Read für Dystopie-Fans

    „Wir Verlorenen“ von Jana Taysen ist heute druckfrisch im Kirschbuch Verlag erschienen und das Debüt der in Köln lebenden Autorin. „Wir Verlorenen“ ist ein dystopischer Jugendroman, der auch romantische Klänge durchblitzen lässt. Ganz besonders besticht der Roman jedoch durch die philosophische Komponente, die in die Geschichte eingeflossen ist ohne gewollt zu wirken.

    Das Buch spielt vier Jahre nach einer Pandemie, die von den Überlebenden nur als „Die Plage“ bezeichnet wird. Ganz plötzlich kam es in großen Teilen der Bevölkerung zu einer tödlichen Erkrankung mit kurzer Inkubationszeit. Die Gesellschaft und Wirtschaft, wie man sie vorher kannte, brach zusammen. Die Protagonistin Smilla und ihre kleine Schwester Jera sind zwei der Überlebenden. Ihre Mutter verstarb an der Plage. Ihr Vater war zu der Zeit dienstlich in Frankreich. Um ihn zu suchen, verließen die beiden Mädchen ihr Zuhause in Köln. Allerdings kamen sie nicht weit, da Jera einfach noch zu jung und schwach für einen solchen Fußmarsch war. In den Wäldern der Eifel stießen sie auf eine Familie, die dort Schutz suchte und wurden von ihnen aufgenommen. Eines Tages trifft Smilla auf Falk, ihren ehemaligen Nachbarn aus Köln. Kann sie ihm trauen? Was ist seit der Plage geschehen? Wer ist Falk heute wirklich?

    Genauso spannend wie diese Frage, fand ich die Darstellung der postapokalyptischen Welt. All unsere heutigen technischen Erleichterungen gibt es nach der Plage nicht. Auch Geld hat keinen Wert mehr. Die Menschen tauschen die Dinge, die sie zwingend zum Leben brauchen untereinander. Vorräte für den Winter müssen angelegt werden. Man angelt, jagt und sammelt, um etwas zu essen zu haben. Ich fand es sehr atmosphärisch und authentisch beschrieben, wie diese „neue“ Welt funktioniert. Aber das Beschaffen von Nahrung und Kleidung war nicht das größte Problem, was die Überlebenden zu befürchten haben. Das Schlimmste sind die anderen Überlebenden! Es gibt in der Eifel mehrere Gruppierungen, die Angst und Schrecken verbreiten. Dazu gehören die „verlorenen Jungs“ und die „Sekte“. Die verlorenen Jungs sind eine Fußballmannschaft, die sich während des Ausbruchs der Plage zufällig in der Eifel aufhielt und sich nun mit Gewalt und Rücksichtslosigkeit nimmt, was sie möchten. Die „Sekte“ wiederum glaubt, Gott hat die Plage mit Absicht auf die Erde gebracht, um die Menschen für ihre Sünden zu bestrafen.

    Durch die authentische Darstellung des Lebens versteht man auch Smilla sehr gut. Sie hofft, dass alles nur ein vorübergehender Zustand ist und die Welt, wie sie sie kannte, bald wieder aufgebaut wird. Sie kann nicht verstehen, wie manche einfach so tun als wäre alles in Ordnung oder einfach akzeptieren, dass die Welt sich verändert hat. Falk hingegen findet auch Vorzüge an der Zeit nach der Plage, oder viel mehr Missfallen an der Welt, wie sie zuvor war. Man besinnt sich seiner Meinung nach mehr auf die wirklich wichtigen Sachen im Leben. Immer wieder geraten die beide in Streit über ihre moralischen Ansichten.

    Inhaltlich kann man gar nicht mehr sagen, ohne Gefahr zu laufen, zu spoilern, und das möchte ich auf jeden Fall vermeiden. Die Spannung der Geschichte war für mich persönlich komplett an Falks Figur gekoppelt. Gemeinsam mit Smilla hat man seine Gesellschaft herbeigesehnt und ihm dann doch wieder misstraut. Immer wieder zeigten sich zwei Seiten von Falk, die einfach nicht zueinander passen wollten. Smilla hingegen ist eine sehr sympathische Protagonistin und in meinen Augen auch eine echte Heldin. Wie sie sich und Jera in der Welt nach der Plage über Wasser gehalten hat und die Verantwortung für ihre kleine Schwester übernommen hat, hat bei mir eine große Bewunderung erzeugt.

    Jana Taysen schreibt sehr bildlich und flüssig in überwiegend kurzen und prägnanten Sätzen. Ein sehr angenehmer Schreibstil.  Sie beschreibt besonders die Gefühle der einzelnen Figuren sehr glaubwürdig und greifbar. Der innere Konflikt, den Smilla durchlebt nachdem sie auf Falk getroffen ist, ist nachvollziehbar und menschlich. Auf der einen Seite gibt Falk ihr Hoffnung, auf der anderen könnte es sein, dass sie durch ihn ihre Gruppe und ihre kleine Schwester in Gefahr bringt. Die Vorgeschichten der wichtigsten Figuren sind sehr gut in die restliche Handlung eingebettet. Genug um neugierig zu sein und nicht zu viel, um es langweilig werden zu lassen.

    Gegen Ende nimmt das Buch richtig Tempo auf und die Spannung ist greifbar. Smilla und Falk verändern sich. Allianzen, die man nicht für denkbar gehalten hatte, ergeben sich und andere zerbrechen. Mein Herz schlug auf den letzten Seiten wahrscheinlich mindestens so schnell wie Smillas!

    „Wir Verlorenen“ regt zum Nachdenken an und beschreibt sehr eindringlich den inneren Konflikt der beiden Hauptfiguren zwischen Moral, Loyalität und Sympathie. Welche Werte sind zum Überleben wichtig? Welche Werte sollte man trotz allem nicht verlieren auch, wenn sie für den Einzelnen hinderlich sein könnten? Für alle, die tiefgründige Themen nicht abschrecken und die sich vollkommen auf die Zeit nach der Plage einlassen, ist das Buch ein absolutes Must Read. Für mich war „Wir Verlorenen“ ein unfassbar tolles Leseerlebnis, was mich an die Welt und die Figuren gefesselt hat.

    Ich habe nun auch vom Verlag erfahren, dass es einen zweiten und eventuell auch dritten Band geben wird. Das freut mich ungemein! Allein schon, weil „Wir Verlorenen“ noch so viel Potenzial bietet und noch lang nicht auserzählt ist.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Cover des Buches Der Mensch ist böse (ISBN: 9783833871320)

    Bewertung zu "Der Mensch ist böse" von Julian Hannes

    Der Mensch ist böse
    Happymountainvor einem Monat
    Kurzmeinung: True Crime wie ich ihn mag. Mega spannende Fälle toll vorgetragen. Mit einigen Hintergrundinformationen durch Profiler u.ä. - top!
    True Crime as its best!

    Ich bin einfach ein Fangirl von Jarow! 

    "Die Welt ist böse" hatte mir schon hervorragend gefallen, deswegen habe ich mich sehr auf den zweiten Teil "Der Mensch ist böse" gefreut. 

    Die hier zusammengetragenen True Crime-Fälle sind alle wieder mega spannend, mysteriös, verzwickt, unvorstellbar... es ist von allem etwas dabei. 

    Auch die ergänzenden Kapitel, die es diesmal gab, fand ich super. Unter anderem kam ein Profiler zu Wort und es gab jede Menge spannende Hintergrundinformationen. 

    Ich werde auch ein drittes Buch von Jarow lesen, falls es rauskommt. Mal sehen, wer dann "böse" sein wird?! ;-)

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (ISBN: 9783471351734)

    Bewertung zu "Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem." von Camilla Läckberg

    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.
    Happymountainvor einem Monat
    Kurzmeinung: Mir hat es sehr gut gefallen, ich mochte besonders die Atmosphäre. :-)
    Spannende Atmosphäre

    "Golden Cage" ist ein sehr treffender Titel für dieses Buch. Die Hauptfigur Faye ist sehr wohlhabend, aber leider ziemlich unglücklich mit ihrem Leben. Sie trinkt regelmäßig, sie mag ihre Figur nicht, sie ist unzufrieden und lebt nur noch dafür ihrem Mann Jack glücklich zu machen. Jack steht scheinbar auf jung, dürr und unterwürfig... nichts davon passt auf Faye, aber sie gibt sich unendlich viel Mühe ihm zu gefallen. Während des Lesens erfährt man auch Jacks Gedanken. Er wünscht sich einfach von seiner Frau, dass sie putzt, schlank, schön und aufmunternd ist. Wie ihr seht, ist er ein richtiges Macho-Herzchen, der liebe Jack, und die Ehe von den beiden könnte besser laufen. Als Jack und die gemeinsame Tochter Julienne eines Tages nicht von einem Bootstrip zurückkehren und eine Blutlache in der Wohnung entdeckt wird, fällt der Verdacht auf Jack. Hat er tatsächlich Julienne ermordet?

    Das Buch ist gut geschrieben. Man wechselt immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und erfährt viel über die Figuren, besonders über Faye. Dabei war das Buch auch spannend, man wollte immer tiefer in die Vergangenheit der Figuren eintauchen und unbedingt auch erfahren, wie es zu den Eheproblemen zwischen Jack und Faye kam. Die Kapitel wurden nach und nach kürzer, das Tempo schneller. Das gefiel mir sehr gut und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. 

    An sich war "Golden Cage" also ein super spannendes Buch, nur das Ende war mir teilweise zu "angedeutet". Ich hätte mir noch ein paar Fakten gewünscht. Aber: Mittlerweile ist eine Fortsetzung erschienen, die das sicher aufgreifen wird. :-)

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Blind Date – Tödliche Verführung (ISBN: 9783492061827)

    Bewertung zu "Blind Date – Tödliche Verführung" von Becca Foster

    Blind Date – Tödliche Verführung
    Happymountainvor einem Monat
    Kurzmeinung: Durschnittliches Lesevergnügen mit viel Romance-Anteil.
    Nichts für Thriller-Fans

    "Blind Date - Tödliche Verführung" von Becca Foster hatte ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Ich hatte auf mehr Thrill und etwas mehr "Knistern" gehofft, aber das Buch plätscherte für mich eher so dahin. 

    Hartley Watson wird von ihrer Freundin Taylor "genötigt" nach dem Tod ihres Ehemanns, der nun schon vier Jahre zurückliegt, endlich wieder auf Dates zu gehen. Sie einigen sich darauf, dass Taylor drei Blind Dates für Hartley ausmachen darf. Wenn Mr. Right 2.0 nicht dabei ist, lässt Tayor sie mit dem Thema in Ruhe.

    Der Erzählstil aus Hartleys Sicht gefiel mir, der Schreibstil war flüssig und angenehm. Es gibt eine Täterperspektive im Buch, die mir gut gefiel. Ich finde es immer interessant etwas über Hintergründe der Täter zu erfahren.
    Leider war mir im Buch jedoch einiges zu viel an Klischees versteckt. Hartley, die trauernde Witwe. Ihr Nachbar Ace, der natürlich ziemlich heiß und ziemlich unfreundlich ist - ABER: praktischerweise Polizist. Eben dieser unfreundliche Nachbar, mit dem sie nie zu tun hatte, ist dann aber immer ihr Retter in der Not. Natürlich hat aber auch er eine schwierige Vergangenheit und so weiter. ;-) Und nicht zu vergessen: natürlich arbeitet der Cop auch an dem Fall, mit dem Hartley dann "konfrontiert" wird. Also sagen wir mal so: Es gab ganz schön viele Zufälle. 

    Auch die Auflösung war (für mich als geübte Leserin) wieder mal nicht überraschend. Viele Optionen gab es auch nicht. :D

    Also naja... für Thriller-Fans eher nicht zu empfehlen. Für Romance-Fans, die mal Lust auf etwas Spannung haben, ist es jedoch empfehlenswert.


    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Über mich

    • weiblich

    Lieblingsgenres

    Biografien, Humor, Fantasy, Romane, Erotische Literatur, Liebesromane, Klassiker, Jugendbücher, Krimis und Thriller

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks