HarleyQ

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    Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: 9783426282564)

    Bewertung zu "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek
    HarleyQvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer, magischer Roman über das Leben und falsche Entscheidungen!
    Ein Tribut an das Leben

    Matt Haig kann nicht nur Selbsthilfebücher schreiben, er kann seine Lebensweisheiten auch wunderbar und fast magisch anmutend in Romane verpacken, die einen aus schlimmen Gedanken retten können, ohne, dass dies den Leser*innen aufgedrängt wird. Sein neuester Roman Die Mitternachtsbibliothek handelt von einer verzweifelten Frau, die schon am Anfang des Romans Selbstmord begeht. Sie landet in der geheimnisvollen Mitternachtsbibliothek zwischen Leben und Tod. Jedes Buch in dieser Bibliothek steht für ein Leben, dass sie gelebt haben könnte, hätte sie sich an einem bestimmten Punkt anders entschieden. Wild entschlossen, das perfekte Leben zu finden, probiert sie eine Entscheidung nach der anderen rückgängig zu machen, um am Ende zu bemerken, dass kein Leben perfekt ist, dass es immer irgendetwas auszusetzen gibt, irgendetwas das man bereut, das man ändern möchte. Haig transportiert, verpackt in einen zauberhaften Roman, eine wichtige und entscheidende Botschaft. Die Dinge, die wir bereuen, sind vielleicht genau die Dinge, die uns zu dem gemacht haben, der wir heute sind und das Leben, dass wir Leben könnte zwar anders aussehen, jedoch nie perfekt. Auch wenn dies jetzt vielleicht erdrückend klingt, ist es in diesem Roman eine frohe Botschaft, die einen ermutigt und einen das Leben wertschätzen lässt.

    Der einzige negative Punkt war für mich die Protagonistin, die teilweise sehr naiv und anstrengend war. Dies wurde noch dadurch verstärkt, da man oft mit ihr und ihren Gedanken alleine war.

    Alles in allem jedoch wieder ein gelungener Roman, von einem der wichtigsten zeitgenössischen Autoren!

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    Cover des Buches Ich und der Andere (ISBN: 9783992002931)

    Bewertung zu "Ich und der Andere" von Jürgen Kaizik

    Ich und der Andere
    HarleyQvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch wie ein Drogentrip... einer von den guten, der einem Gefühl gibt, unsterblich zu sein!
    Sex, Drugs und Poesie!

    Jürgen Kaizik schreibt über das Leben Jim Morrisons, teilweise wie es wirklich war, teilweise wie es gewesen sein könnte. Ihm Gegenüber stellt er einen deutschen Lehrer und Dichter, der Morrisons Muse und Phantom wird.
    Wenn die Leser*innen Jim Morrison verfolgen sind sie ganz nahe dran, in Ich-Form erzählt der Sänger von sich selbst und lässt uns Teil haben an seinen Gedanken. Mit ihm fühlen wir uns geborgen und beflügelt. Die Sinne scheinen wie von Drogen erweitert. Diese semi-spirituellen Hochphasen werden hart und nüchtern unterbrochen von dem Fremden, dem wir nie wirklich allzu nahe kommen, der nicht einmal einen Namen bekommt. So wechseln sich die Hoch- und Tiefphasen ab. Doch langsam bröckelt auch die Fassade von Jim Morrison, die guten Gefühle scheinen weniger zu werden und werden immer wieder unterbrochen. Morrison und der Fremde verschwimmen immer wieder mit einander, nicht immer ist klar, von wem wir gerade lesen.
    Kaizik hat hier zwar eine Fiktion zu Papier gebracht, trotzdem schildert sie den Zeitgeist der endenden 60er-Jahre und der Hippie-Bewegung. Wie die Musik von The Doors wirkt sein Roman psychedelisch, ein Experiment, auf das sich die Leser*innen einlassen müssen. Lässt man sich fallen und den Roman einen überschwemmen entdeckt man die Schönheit, die sich hinter einem Schleier der Verwirrungen versteckt. Doch wie soll man sonst von einer so mysteriösen und sagenumwobenen Figur der Musikgeschichte berichten?

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    Cover des Buches Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen (ISBN: 9783943709858)

    Bewertung zu "Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen" von Lothar Becker

    Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen
    HarleyQvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Hektisch, absurd und verwirrend!
    Für Fans dieses Genres eine nette Zwischenlektüre

    Dieses Buch ist hektisch, verrückt und teilweise doch verwirrend. Ernst zu nehmen ist es auf jeden Fall nicht, außer vielleicht einmal kurz für zwei Seiten, da wird einem die Moralkeule so richtig um die Ohren gehauen. Für mich ist das nichts. Durch den Schreibstil erhalten die Charaktere keine Tiefe und trotz der Kürze ist es ziemlich anstrengend zu lesen, sodass ich mehrere Pausen benötigt habe. Dadurch, dass die Charaktere kaum Tiefe erhalten, baut man natürlich auch keine Beziehung auf. Der Großvater, von dem wir nicht mal wissen, wer ihn hier Großvater nennt und es verliert sich auch, sobald er einen Namen hat, ist naiv und möchte die Welt verbessern. Klar nutzt ihn die kommunistische Partei aus. Diese Naivität ist aber seine einzige Charaktereigenschaft und nervt ziemlich schnell. Die Kommunisten sind größtenteils Witzfiguren. Wer den Stil solcher Bücher mag, der findet hier natürlich ein nettes Buch für zwischendurch, das sich schnell lesen lässt. Mich hat es leider enttäuscht.

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    Cover des Buches Der erste Tote (ISBN: 9783518471043)

    Bewertung zu "Der erste Tote" von Tim MacGabhann

    Der erste Tote
    HarleyQvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dreckige Poesie mit ganz viel Kritik und Gefühl!
    Thriller? Reportage? Cronica?

    In Tim MacGabhanns Debütroman finden die beiden Journalisten Andrew und Carlos die Leiche eines jungen Studenten in Mexiko. Schnell wird diese von der Polizei weggebracht. Carlos geht der Sache nach und bezahlt dies mit seinem eigenen Leben.

    MacGabhann nimmt die Leser.innen mit auf eine Reise in ein Mexiko, das sich so normalerweise nicht der Öffentlichkeit zeigt. Er zeigt die dunkle Seite, von der die meisten vermutlich bescheid wissen, dies aber bewusst verdrängen. Er zeigt auf, wie wenig ein Menschenleben in Mexiko wert ist, vor allem wenn dieses Leben einem neugierigen Journalisten gehört. Der Autor berichtet von den noch immer anhaltenten Kriegen rund um die Ölvorkommen in einem der umstrittensten Länder der Welt. Hierbei hilft seine jahrelange Erfahrung als Journalist, bei der er selbst aus Mexiko berichtet hat.

    Sein Roman ist somit auch eine Mischform, die am Anfang etwas fremd auf die Leser.innen wirkt, jedoch perfekt zu dem Thema und den Protagonisten passt. Sein Buch präsentiert sich als Thriller, der jedoch nicht von einem unzerstörbaren Polizisten oder Detektiv vorangetrieben wird, sondern von einem Journalisten, der selbst unsicher ist und Angst hat vor dem Wespennest, in das er sticht. Durch den journalistischen Protagonisten ist der Roman geprägt von Gesprächen, Recherchen und Interviews. Actionszenen muss man suchen, doch sie fehlen auch nicht. MacGabhann selbst bezeichnet seinen Roman als Mischung aus Thriller und Cronica, einer literarischen Form aus Mexiko, bei der Reportage und Roman vermischt werden, um über die Realität berichten zu können, ohne die Kartelle und den Tod fürchten zu müssen. Dies ist MacGabhann meisterhaft gelungen.

    Sein Schreibstil erinnert an Hunter S. Thompson und passt somit perfekt in die Unterwelt von Mexiko. "Der erste Tote" liest sich als Hard-Boiled-Crime-Novel mit einen sensiblen Protagonisten und ganz viel Poesie. Diese Poesie mag dreckig und verkommen sein, doch dies macht sie nur noch viel schöner, denn sie bricht durch den ganzen Dreck und die verpestete Luft und bringt etwas Sonne und einen schönen Atemzug, zwischen dem ganzen Tod und der Gewalt.

    Dazu kommt Andrew, der als Protagonist erst total fehl am Platz scheint. Andrew ist unsicher, möchte lieber nicht eingreifen um sich selbst zu schützen. Doch nach dem brutalen Mord an seinem Partner kann er nicht mehr wegschauen. Trotzdem bleibt Andrew sensibel, die Bilder an den Mord verfolgen ihn und oft versinkt er in seiner Trauer und seinen Gefühlen. Als Mann der Schwäche, Liebe und Unsicherheit zeigt, ist er etwas ganz besonderes in der Literatur, das es leider viel zu selten gibt, obwohl es doch so wichtig ist!

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    Cover des Buches Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (ISBN: 9783548064055)

    Bewertung zu "Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder" von Antonia Blum

    Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder
    HarleyQvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ganz viel Geschichte mit noch mehr Herz und ab und zu ein bisschen zu viel Drama
    Ein großes Stück Geschichte mit viel Herz präsentiert

    Im Berlin von 1911 kommen die beiden Waisenmädchen Marlene und Emma an das Kinderkrankenhaus Weißensee, das gerade frisch eröffnet wurde, um dort zur Kinderkrankenschwester ausgebildet zu werden. Doch an der Klinik werden sie nicht nur die schwierigen Prüfungen der Kinderpflege meistern müssen.

    Blums Auftaktroman zur Kinderärztin-Serie ist ein sehr gelungener, historischer Roman, der gleichzeitig unterhaltsam, als auch lehrreich ist.  Neben den fiktiven Lebensgeschichten der Protagonistinnen fließt hier perfekt recherchierte Geschichte mit ein, die den Leser*innen zur Seite gestellt wird und somit leicht und verständlich aufgenommen werden kann. Hierbei begrenzt sich die Autorin nicht nur auf wichtige historische Ereignisse, die unbedingt erwähnt werden müssen, sondern beschreibt auch die Entwicklungen in der Medizin, Wirtschaft, Politik und der Gesellschaft. Auch wenn vermutlich ein gewisses historisches Vorwissen von Vorteil ist, um wirklich alle angesprochenen Anspielungen zu verstehen, zeigt der Roman eine sehr genaue Momentaufnahme des Lebens in Berlin in der Vorkriegszeit.

    Der Text fokussiert sich nicht nur auf die Schwestern Marlene und Emma, aus deren Sicht die Leser*innen die meisten Momente erleben und die einem schnell ans Herz wachsen. Abschnittsweise werden auch Momente aus den Leben anderer Charaktere erzählt, was sowohl für Abwechslung sorgt, als auch weitere gesellschaftliche Aspekte präsentiert.

    Die Handlung erinnert ab und zu zwar an eine Seifenoper mit besonders viel Kitsch und Intrige, dies wiegt sich jedoch auf, durch die wunderbare Schilderungen und herzerwärmenden Szenen aus der Pädiatrie.

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    Cover des Buches Wir sind für die Ewigkeit - Hoffnung: Historischer Roman (ISBN: B08MZ2PQ67)

    Bewertung zu "Wir sind für die Ewigkeit - Hoffnung: Historischer Roman" von Astrid Töpfner

    Wir sind für die Ewigkeit - Hoffnung: Historischer Roman
    HarleyQvor 2 Monaten
    Spanische Geschichte passiv miterlebt

    Mercedes Vater wird von der faschistischen Regierung Spaniens festgenommen, seine Familie kann fliehen. Mercedes schafft es sogar über die französische Grenze. Doch der zweite Weltkrieg lässt nicht lange auf sich warten und so holen die Schatten des Krieges sie auch hier ein.

    Um einen Roman spannend zu gestalten braucht es einen starken Protagonisten. Mit Mercedes hat dieser Roman eine Protagonistin, die viel durchstehen muss. Psychisch bleibt sie erstaunlich stabil, hat nie einen größeren Nervenzusammenbruch oder gar depressive Tendenzen. Jedoch erträgt sie alles was das Schicksal ihr hinwirft sehr passiv. Nur kurz wird sie aktiv, nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Nur um dann wieder den Schwanz einzuziehen und sogar andere zur Anpassung und Passivität aufzufordern.
    Durch die vielen Schicksalsschläge und Mercedes Passivität wirkt das Buch schnell überladen, denn ein Ereignis jagt das nächste und keines wird wirklich großartig verarbeitet.

    Der Roman beleuchtet eine geschichtliche Zeit über die kaum geredet wird und die vielen vollkommen fremd ist. Er würde jedoch Entschleunigung und etwas mehr Aktivität sehr gut vertragen.

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    Cover des Buches Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück (ISBN: 9783548063416)

    Bewertung zu "Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück" von Lilly Bernstein

    Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück
    HarleyQvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Herzerwärmend, zu tränend rührend, lehrreich und absolut zu empfehlen!
    Tragische Familiengeschichte in der Zwischenkriegszeit

    Trümmermädchen ist ein herzerwärmendes Buch über Familie und Verlust im Zweiten Weltkrieg und danach.
    Es gibt viele Romane die während der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen, aber kaum ein Roman schreibt über die Zeit danach, den harten Winter in Deutschland, die zerstörten Straßen, den Lebensmittelmangel. Dieses Buch zeigt, dass ein Krieg nicht vorbei ist, nur weil ein paar mächtige Männer irgendein Stück Papier unterschreiben. Und das macht es auf sehr eindrucksvolle Weise.
    Die Leser verfolgen von Beginn an abwechselnd Anna, die im Krieg erwachsen wird und in der Nachkriegszeit zur Schwarzhändlerin wird, um ihre Familie zu versorgen, und Marie, ihre Tante, die an der Last, die gesamte Familie zu versorgen, nachdem ihr Mann nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, fast zerbricht. Durch die stark unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonistinnen lernen die Leser die verschiedensten Aspekte der Nachkriegszeit kennen und für Familie Odenthal hält das Schicksal wirklich alles bereit.
    Die beschriebenen Geschehnisse sind erschreckend, trotzdem schafft es die Autorin immer wieder schöne Momente entstehen zu lassen, die den Lesern ein Gefühl von Wärme und Hoffnung geben. Das Lesen des Buches ist eine Achterbahn der Gefühle und zeigt einem, wie glücklich man sein kann, über die Zeit in der man gerade lebt.

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    Cover des Buches Portraits (ISBN: 9783740764999)

    Bewertung zu "Portraits" von Christian Sidjani

    Portraits
    HarleyQvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Apokalyptischer Horror, der viele moralische Fragen aufwirft
    Wenn in einem Einkaufszentrum plötzlich die Apokalypse ausbricht!

    Portraits ist ein kurzer Horrorroman, mit teilweise sehr intensiven Momenten, der aber auch ganz nah ans Herz geht.

    Die sieben Portraits sind sieben Blickwinken, die ein Ereignis erzählen, der Leser geht also immer wieder an den Anfang zurück und durchlebt noch einmal alles von vorne. Gleichzeitig bekommt er auch die Lebensgeschichte der Personen serviert, die teilweise sehr berührend sind und durchaus ein Tränchen hervorrufen können. Genau diese Hintergrundgeschichten regen den Leser auch zum Nachdenken an, über die heutige Gesellschaft, die Jugend, das Alter, etc.
    Der Autor versteht es die Stimme jeder einzelnen Person einzufangen und die Portraits in einer sprachlichen Variation zu präsentieren, wie sie sich auch in unserer Gesellschaft wiederfindet.

    Während des Lesens bekommt man den Eindruck, dass dieser Roman nur ein Auftakt sein könnte, oder man bekommt nur eine halbfertige Sache serviert. Der Autor versteht es jedoch meisterhaft, den Roman im letzten Kapitel rund abzuschließen, ohne das Logik- oder Handlungslücken bleiben. Was bleibt sind nur moralische Dilemmata und die Frage wie realistisch dieses Buch doch sein könnte!

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    Cover des Buches Raum der Angst (ISBN: 9783548063805)

    Bewertung zu "Raum der Angst" von Marc Meller

    Raum der Angst
    HarleyQvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, innovativ und logisch aufgebauter Thriller
    Spannendes Rätselraten in neuem Setting

    Raum der Angst ist ein spannender Thriller einer ganz neuen Art. Er wird verkauft als "Escape-Room-Thriller" und war der erste seiner Art, den ich gelesen habe. Mit seinem Setting in und rund um einen tödlichen Escape Room erinnert er an Filme wie Saw, The Cube und Escape Room, steht diesen aber in nichts nach.
    Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten, etwas eigenes in diesem sehr limitierten Genre zu erschaffen, hat der Autor doch einige Alleinstellungsmerkmale für sich herausarbeiten können:
    Die Räume des Escape Rooms selbst, sind gut und detailreich geschrieben. Der Leser/die Leserin kann mitraten und mitfiebern, mit den eingesperrten Versuchskaninchen. Der Großteil der Lösungen ist auch durchaus logisch und man kann selbst auf diese Lösungen kommen.
    Das Escape Room-Thema durchzieht das ganze Buch, nicht nur die Versuchskaninchen im Escape Room müssen Rätsel lösen um aus dem Raum zukommen und ihr Leben zu retten, auch die ermittelnden Polizisten sehen sich vor Rätseln und Aufgaben gestellt um in den Escape Room zu kommen und die Versuchskaninchen zu reten.
    Der Roman hat eine sehr gute und durchaus plausible Begründung für die Geschehnisse und die Motive des Täters. Nebenbei wirft er auf moralische Fragen auf, die dem Leser/der Leserin jedoch nicht zu stark aufgedrängt werden.
    Als letzter Punkt, ist der Roman sehr gut als Einzelband angelegt, bei dem ein weiterer Band folgen kann, aber nicht muss!


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    Cover des Buches Ada (Band 1): Die vergessenen Kreaturen (ISBN: B082G8FZQR)

    Bewertung zu "Ada (Band 1): Die vergessenen Kreaturen" von Miriam Rademacher

    Ada (Band 1): Die vergessenen Kreaturen
    HarleyQvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Atmosphärischer Horror, der auch für jüngeres Publikum geeignet ist.
    Wenn das Kind in den eigenen vier Wänden verschwindet!

    Ada ist kein gewöhnliches Kindermädchen. Ada weiß Bescheid über die Wesen und Ungeheuer, die in den Wänden von Häusern leben und welche Gefahr diese darstellen.
    Miriam Rademacher entführt uns ins England der 70er Jahre und zeitgleich ins heutige London, beziehungsweise an den Rand von London. Dort leben in einem alten Haus die schwarzen Schrate, eine düstere Version der eigentlich sehr hilfreichen Haushaltskreaturen. Sowohl in den 70ern, als auch dieses mal, passiert es, dass die Schrate ein Kind in ihre Welt entführen und nur Ada kann das Kind retten!

    Die Autorin versteht es die zwei Zeitebenen geschickt miteinander zu verweben, sodass sich diese nahtlos ineinanderfügen und teilweise sogar ergänzen. Durch die ständigen Perspektiven- und Zeitwechsel baut sich ein Spannung auf, die es dem Leser fast unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.
    Auch die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut gezeichnet, wenn auch der ein oder andere etwas einseitig ausfällt. Wobei für Charakterschwächen immer Zeit ist in den folgenden Bänden.

    Der Roman bietet sich sowohl als alleinstehende Geschichte, als auch als Auftakt der Reihe an und ist somit mehr als nur gelungen!

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    • weiblich
    • 01.02.1995

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