Hennie

  • Mitglied seit 26.04.2016
  • 43 Freunde
  • 302 Bücher
  • 244 Rezensionen
  • 286 Bewertungen (Ø 4.41)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne167
  • 4 Sterne78
  • 3 Sterne34
  • 2 Sterne6
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cover des Buches Jenseits von tot9783894255916

    Bewertung zu "Jenseits von tot" von Lucie Flebbe

    Jenseits von tot
    Hennievor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Hier wird die Trilogie mit spannendem Höhepunkt zu einem lesenswerten Ende gebracht - eine Trilogie mit besonderem Flair
    Krönender Abschluss der Trilogie

    Der dritte Teil läßt sich genauso flott lesen wie seine Vorgänger und ist geschrieben wie aus dem alltäglichen Leben. Lucie Flebbe hat die Leute in ihrem Umfeld agieren lassen.

    Auch hier wieder mit einigem Abstand zum 2. Teil, „Jenseits von Schwarz“, befand ich mich sofort wieder mittendrin in der Geschichte um Zombie, Adrian, Mütze, Flo...

    Die Protagonisten waren mir erneut direkt vertraut durch ihre realistische, dem Leben abgeschaute Charakterisierung. Die bekannten Figuren werden so eingeführt, dass man meiner Meinung nach auch ohne Vorkenntnisse gut ins Geschehen finden kann.

    Die Bochumer Polizistin Eddie Beelitz agiert von Beginn an wie gewohnt, mit Pragmatismus versehen, in der kriminalistischen Arbeit intuitiv mit normalem Menschenverstand, aber eben auch zuweilen impulsiv, ohne nachzudenken.

    Die Hauptpersonen haben samt und sonders ihren eigenen ganz besonderen Charme und sind vielschichtig, facettenreich angelegt. Die Handlung über den gesamten Krimi erfolgt logisch. Die Lebensumstände der verschiedensten Personen, die Arbeit der Ermittler, die kriminellen Zusammenhänge fügen sich wunderbar ineinander. Das Handlungsgerüst ist von Anfang bis zum Ende total schlüssig, zu keinem Zeitpunkt wirkte irgendwas konstruiert. Wie schon in den Teilen zuvor folgt man abwechselnd der Sichtweise Zombies und Eddies. Joseph Rheinhart alias „Zombie“ sorgt zum Ende hin nochmal richtig für spannende Momente. Das ist zum großen Teil seiner bewegten Vergangenheit zu „verdanken“.

     

    Fazit:

    Nicht nur den dritten Teil, sondern die gesamte Trilogie kann ich jedem Krimifan ans Herz legen! Sehr schön erzählt bis zum Ende. Sehr gute Unterhaltung.

    Wie schon für „Jenseits von Wut“ und „Jenseits von Schwarz“ vergebe ich auch für „Jenseits von Tot“ fünf von fünf Sterne und meine unbedingte Lese-/Kaufempfehlung.

    Kommentare: 5
    6
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen9783959674232

    Bewertung zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

    Das Dorf der toten Seelen
    Hennievor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Das Debüt besitzt großes Potential, was leider unzureichend und nicht schlüssig umgesetzt wurde, zu langatmig, Handlung dümpelt vor sich hin
    Schlüsselfigur

    Mit großer Erwartung ging ich an dieses Thrillerdebüt heran. Nicht ganz unschuldig daran waren die Worte, mit denen das Buch der Tochter von Bestsellerautorin Viveca Sten beworben wurde. 

    "Stranger Things meets Scandinavian Crime"

    Alice Lindstedt, die Ich-Erzählerin, die gerade ihren Abschluß der Stockholmer Filmhochschule erhalten hatte, wollte sich einen lang gehegten Traum erfüllen und einen Film über Silvertjärn drehen. Als Projektleiterin begibt sie sich mit ihrem vierköpfigen Team in den entlegenen Grubenort im dünn besiedelten Waldgebiet von Norrland. Durch ihre Großmutter, die kurz zuvor von dort weggezogen war, erfuhr sie von dem mysteriösen Fall, der sich dort vor 60 Jahren zugetragen hatte. Die Einwohner verschwanden spurlos. Nur ein weiblicher Säugling blieb schreiend zurück und eine grausam zugerichtete Leiche hing an einem Pfahl.
    Mit dieser Ausgangssituation wurden bei mir schon klare, packende Spannung und eine gesicherte Hoffnung auf eine interessante Geschichte aufgebaut. Ich wollte natürlich wissen, was es mit den Verschwundenen auf sich hat. Doch der gesamte Ablauf der Handlung ist für meinen Lesegeschmack zu langatmig geraten. Vor allem der Teil aus der Gegenwart ("Heute"), der sich zudem ständig mit dem "Damals" Strang abwechselte, geriet zu ausschweifend, dümpelt zu lange vor sich hin, verharrt im Übernatürlichen. Die Querelen, die Alice mit Emmy, der ehemaligen Freundin hatte, empfand ich als uninteressant. Was nun eigentlich in ihrer gemeinsamen Vergangenheit passiert war, warum die Beziehung kompliziert war, erschloß sich mir nicht. Auch die anderen Charaktere des Teams blieben blaß und waren für mich nicht mehr als Staffage. Ein Knistern im Walkie-Talkie, eine scheinbar fremde Gestalt im Schatten, ein Fußabdruck, leere, dunkle Fensterhöhlen. Das und noch weitere unerhebliche Gruselelemente, selbst die Todesfälle erzeugten bei mir kaum Spannung, höchstens Verwunderung. Um das zu erklären, müsste ich spoilern!

    Die Ereignisse des Jahres 1959, das Jahr des geheimnisvollen Verschwindens der Bewohner, werden dramatischer erzählt und ich erhielt bald eine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde. Es gibt eine Schlüsselfigur, die die Geschicke des Ortes lenkte. Bis Bewegung in die Geschichte kommt, dauerte es leider viel zu lange. Das geschah erst um Seite 250 herum bei meinem 333 Seiten umfassenden ebook. Das Ende überraschte mich nicht sonderlich.

    Die Autorin verfügt über Schreibtalent. Das möchte ich ihr nicht absprechen. 

    Das Debüt von Camilla Sten besitzt großes Potential, was leider unzureichend und nicht schlüssig umgesetzt wurde. Für mich war vor allem das abrupte Ende mehr Fantasy als Thriller!



    Kommentare: 8
    11
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Die drei Leben der Hannah Arendt9783423282086

    Bewertung zu "Die drei Leben der Hannah Arendt" von Ken Krimstein

    Die drei Leben der Hannah Arendt
    Hennievor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Wer war diese Frau? Warum sind ihre Erkenntnisse auch heute noch so aktuell? Die Graphic Novel macht neugierig auf das Leben Hannah Arendts.
    Freiheit des Denkens

    - „Die drei Leben der Hannah Arendt“ Graphic Novel von Ken Krimstein, übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Hanns Zischler -

    Für mich war dieses Buch die erste Bekanntschaft mit dem Genre. Diese Graphic Novel zeichnet die Lebensgeschichte (im wahrsten Sinne des Wortes) einer bedeutenden Frau. Hannah Arendt war eine der größten Denkerinnen, eine bedeutende politische Philosophin des 20. Jahrhunderts.

    Die Vorstellung beginnt mit der kleinen Hannah, die ihre ersten unangenehmen Erfahrungen als Jüdin machen muss. Doch das sind nur Momentaufnahmen, denn es geht schnell weiter im Lauf der Zeit. Ich empfand die Darstellung der drei Leben der Hannah Arendt, die identisch dargestellt werden mit ihren drei Fluchten, zu skizzenhaft, zu flüchtig. Ihrer komplexen Bedeutung kann das Buch nicht gerecht werden. Doch diese Kunstgattung macht mit den illustrierten Texten einen leichteren Zugang in historische Zusammenhänge möglich. Hannah Arendt erscheint in den Zeichnungen stets als einzige Person in Grün, sehr oft auch mit Zigarette. Ihre Gegenüber sind in der überwiegenden Mehrzahl berühmte Männer, die mir oft zu viel Bedeutung bekommen. Da möchte ich nur Martin Heidegger nennen, ihren Lehrer und langjährigen Geliebten. In der männlich geprägten Umgebung muss sie eine sehr starke Frau gewesen sein.

    Das Genre besitzt viele künstlerische Freiheiten durch die Art der eigenwilligen Darstellung und nutzt besondere Stilmittel. Mir gefiel der humorige Umgang mit Hannah Arendt, z. B. sei hier ihre Unterhaltung mit dem Wasserfleck an der Decke in der Gestalt Walter Benjamins genannt. Das war eine Superidee!

    Weiterhin erhielt ich Einblicke in die Ursprünge des Arendtschen Denkens (eine Überschrift) auf S. 168, die mich in der Kürze und der Radikalität betroffen machten.

    Für ein neues Phänomen im Weltgeschehen findet sie ein neues Wort: TOTALITARISMUS. Ihre Einsichten, Erkenntnisse empfinde ich brennend aktuell. Hier nur ein Zitat:

    S. 169 „Bevor totalitäre Herrscher die Realität an ihre Lügen anpassen können, bestehen ihre Signale aus einer unerbittlichen Missachtung der Fakten.“ – Hier drängt sich mir sofort ein ganz bekannter Zeitgenosse mit seiner selbstgefälligen, eitlen Mimik und Gestik auf. –

    Hannah Arendts lebenlange Suche nach dem Sinn des Lebens, ihr Kampf für die Wahrheit, ihre Analysen zum Nationalsozialismus und zur totalen Herrschaft kamen für mich informativ an.

    Am Ende des Buches befindet sich ein aussagekräftiges, umfangreiches Personenverzeichnis. Mit vielen berühmten Zeitgenossen hatte sie persönlich Kontakt. 

    Fazit:

    Für mich als ältere Person ist das Genre Graphic Novel nichts, aber für junge Menschen finde ich es als Einstieg für die weitere Beschäftigung mit ernsten Themen empfehlenswert. Mich machte es wissensdurstig. Ich wollte trotz (oder wegen?) der skizzenhaften Darstellung mehr über Hannah Arendt erfahren. Ken Krimsteins Anliegen sollte Wirklichkeit werden. Er sagt im Nachwort: „Ich hoffe, dass es eine neue Leserschaft an Hannah Arendts bewegtes Leben heranführt und dass es sie dazu einlädt, sich direkt mit ihrem Denken auseinanderzusetzen.“

    Ich frage: Wer war diese Frau? Warum sind ihre Erkenntnisse auch heute noch so aktuell? Deshalb halte ich weiter Ausschau nach Lektüre über Hannah Arendt.

     

    Kommentare: 10
    15
    Teilen
    )}
    Cover des Buches The Hurting9783551521125

    Bewertung zu "The Hurting" von Lucy van Smit

    The Hurting
    Hennievor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte voller Emotionalität, mit zum Zerreißen spannenden Momenten, evtl. ab und zu ein bißchen zu theatralisch
    Nell und der Junge im Wolfsmantel

    In Nøy, einem kleinen, fiktiven Ort in Norwegen, lebt Nell mit ihrer krebskranken Schwester Harper und dem streng religiösen Vater. Gemeinsam waren sie aus England gekommen, da angeblich das Gesundheitswesen in dem skandinavischen Land besser sei. Die Mutter verließ die Familie vor längerer Zeit.
    Eleanor Mary Lamb, wie Nell mit vollem Namen heißt, ist sehr musikalisch, komponiert und textet. Sie liest Brontës Sturmhöhe. Die 15jährige hat große Pläne. Sie möchte in der alten Heimat zum Rockstar werden und deshalb zurück. Sie will weg von der erdrückenden Verantwortung für ihre Schwester, weg von dem alkoholabhängigen, passiven Vater. Doch es kommt ganz anders. Ihr läuft Lukas, der attraktive, wilde Junge im Wolfsmantel, über den Weg. Und Ruckzuck hat er sie in kürzester Zeit mit seinem Aussehen, seinem Wesen verzaubert. Es ist die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick! Dass mit ihm aber nicht alles nur wunderschön ist, merkt das junge Mädchen erst, als es so gut wie zu spät zu einer Umkehr ist. Lukas bringt sie dazu, einen kleinen Jungen zu entführen, mit ihm gemeinsam in die norwegischen Wälder zu fliehen. Erst nach und nach begreift Nell Zusammenhänge. Mit der Erkenntnis kommt die Angst, aber auch der unbändige Wille gegen alle Widrigkeiten zu kämpfen. Sie muss psychische und physische Entscheidungen treffen, die ihre Kräfte an Grenzen bringen.
    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch kommt man der Hauptperson, dem jungen Mädchen Nell, sehr nahe. Untergliedert in drei Teile (Teil 1: Liebe, Teil 2: Rettung, Teil 3: Opfer) erlebte ich über 49 Kapitel einen fesselnden, manchmal verwunderlich anmutenden Jugendroman mit fantasiebeladenen, teilweise grusligen Thrillerelementen. Der Sprachstil Lucy van Smits fasziniert mich. Die Sätze sind bildmalerisch, sie bedient sich vieler Metaphern. Das ließ sich sehr schön lesen.
    Leider spoilert der Klappentext schon eine ganze Menge der Handlung im Vorfeld, nimmt einiges an Spannung weg. Ich erwartete ständig eine Wendung in der Geschichte.
    Im Gegensatz zu vielen Rezensenten kann ich mir die intensive Verliebtheit Nells vorstellen. Lukas scheint trotz seiner Jugend schon ein recht smarter Verführer zu sein. Sie kommt mir überhaupt nicht naiv vor. Man bedenke, was das Mädchen alles aufgegeben hat und was sie tagtäglich in ihrem jungen Alter zu bewältigen hat. Sie möchte dem allen allzu gern entfliehen und nutzt deshalb ihre vermeintliche Chance. Auch ihr verzweifelter Kampf, sich diese tiefe Liebe wieder aus Herz und Kopf zu bannen, fand ich von der Autorin glaubhaft und altersgerecht dargestellt.
    Ihr gelang es nicht nur überzeugende Charaktere agieren zu lassen, sondern sie ließ auch eine wunderbare, wilde, raue Natur vor meinen Augen entstehen. Die Fjorde. Der Preikestolen. Die Wildnis. Die Wölfe...
    Es ist eine Geschichte voller Emotionalität, mit zum Zerreißen spannenden Momenten, die mir allerdings ab und zu ein bißchen zu überdreht, zu dramatisch waren. Doch ich bin weit jenseits der Zielgruppe, also nicht wirklich der Maßstab. Auch Parallelen zu Brontës Sturmhöhe konnte ich nicht ziehen, da das Buch mir nicht mehr gegenwärtig ist. Vielleicht ein Grund, es wieder zu lesen!

    Ich werde dieses Buch meiner 15jährigen Enkelin schenken, die hoffentlich mit der Lektüre etwas anfangen kann.

    Ich meine, dass Lucy van Smit ein tolles Jugendbuch gelungen ist, das durchaus auch Erwachsenen Vergnügen bereiten kann.

    Deshalb gibt es von mir die Höchstbewertung!




    Kommentare: 5
    15
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Das wirkliche Leben9783423282130

    Bewertung zu "Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné

    Das wirkliche Leben
    Hennievor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wichtiges Buch, das aufmerksam macht auf gewalttätige Situationen in Familien, die leider aktuell und tatsächlich Alltag sind.
    Das Lachen der Hyäne

    Ich kann es vollkommen nachvollziehen, dass Adeline Dieudonnés Romandebüt in Frankreich so erfolgreich angenommen und mit Preisen überhäuft wurde. Das einzigste, was mich an dem Buch stört, ist die Tatsache, dass es nur 239 Textseiten hat.
    Zum Inhalt:
    Aus der Sicht des namenlosen Mädchens erfolgt die Erzählung über einen ungefähren Zeitraum von fünf Jahren. Zu Beginn ist sie 10 Jahre alt und der kleine Bruder Gilles vier Jahre jünger. Mit ihren Eltern bewohnen sie ein schönes Haus am Waldrand. Rein äußerlich erscheint ihr Leben normal. Doch hinter der Fassade herrscht alles andere als Idylle. Es sind sehr schlimme Verhältnisse, in der die Geschwister aufwachsen.
    Da ist zum einen der gewalttätige, sauffreudige Vater mit seinem rauschhaften Hang zur Jagd und auf der anderen Seite die stoische, duldsame und unscheinbare Mutter, die ihre uneingeschränkte Gunst nur den Haustieren widmet! Das Mädchen nennt sie die Amöbe.
    Mit dem schrecklichen Unfall des Eismannes, der vor den Augen der beiden Kinder geschieht, erlischt die Lebensfreude des kleinen Jungen. Sein herzliches „Milchzahnlachen“ verstummt und nur seine Schwester kämpft für ihn. Sie will die Zeit überlisten, eine Zeitmaschine bauen und tut alles in ihrer kindlichen Auffassung dafür. Mit großem Eifer und mit immer stärker werdenden Selbstbewußtsein beginnt sie Wissen in sich aufzusaugen, auch noch, nachdem sie von einer vermeintlich Verbündeten schwer enttäuscht wird. Die Zeit vergeht und wendet sich gegen das Mädchen. Ihr Bruder nimmt die brutalen Verhaltensmuster des Vaters an und sie erregt immer öfter die Aufmerksamkeit des Vaters, der seine Wutausbrüche nicht mehr nur gegen die Mutter wendet. Die Katastrophe kündigt sich an...
    Meine Meinung:
    Von Beginn an spürt man das Bedrohliche, das Düstere. Die Geschichte fesselt mich von der ersten Seite an. Ich bin sehr beeindruckt von der Schreibweise und der Erzählung aus der Sichtweise des Mädchens. Ich fühlte mich in ihre Gefühlswelt vollkommen hineingezogen. Wie ein roter Faden zieht sich die ausgestopfte Hyäne aus dem furchteinflößenden Trophäenzimmer des Vaters durch ihre Vorstellung. Sie ist regelrecht davon angefixt und verbindet das Tier mit dem Bruder und seiner negativen Entwicklung, seiner sichtbaren Wesensänderung seit dem Unglück.
    In einer wunderbaren, klaren und einfachen Sprache wird die dramatische Familiensituation plastisch und nachvollziehbar dargestellt. Die Erzählweise erfolgt sehr eindringlich, ohne Schönfärberei, sehr authentisch und ließ bei mir ein ums andere Mal Bilder im Kopf entstehen, die sicher noch lange nachwirken werden. Dabei drückt sich die Autorin hin und wieder in einer poetischen Art und Weise aus, die ich bei dem erdrückenden Thema der häuslichen Gewalt so nicht erwartet hatte. Also: Die Macht der Sprache haut mich wirklich um. Viele einprägsame Sätze habe ich in meine Zitatensammlung aufgenommen.
    Ihre Stärke, die psychische Widerstandskraft des Mädchens, ihre Fähigkeit sich in schwierigsten Familiensituationen zu behaupten, sich nicht verbiegen zu lassen, wird eindrucksvoll über den gesamten Roman beschrieben. Sie ist die Hauptperson, aber am Ende geht sie trotzdem nicht als Siegerin hervor. Es gibt keine Gewinner! Wie erwartet eskaliert die Situation in der Familie schließlich aufs Äußerste. Die Gewalt wird mit Gewalt beantwortet. Übrig bleiben drei Menschen, die mit ihrem weiteren Leben klarkommen müssen. Es endet hoffnungsvoll, aber läßt offen, ob und wie sie es schaffen werden.
    Das Monster, die Hyäne wurde besiegt.

    Fazit:
    „Das wirkliche Leben" ist eine Geschichte, die betroffen macht und mich nachdenklich zurückließ. Es ist ein wichtiges Buch und macht aufmerksam auf gewalttätige Situationen in Familien, die leider aktuell und tatsächlich Alltag sind. Es erhält von mir das Prädikat "besonders wertvoll"!

    Ich kann die Lektüre allen empfehlen und bewerte dieses außergewöhnliche Buch mit fünf von fünf Sternen und bedenke es zusätzlich mit vielen Herzchen.


    Kommentare: 6
    19
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt9783596703692

    Bewertung zu "Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt" von Jörg Maurer

    Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt
    Hennievor einem Monat
    Kurzmeinung: Unterhaltend war der elfte Band schon, aber ab und an war es mir zuviel Klamauk
    Jennerweins Hüttensause und die ungeahnten Folgen

    Ich bin erst mit dem 10. Band in die Jennerwein-Reihe eingestiegen. Den Autor kannte ich noch nicht und ich war sehr angetan von der amüsanten, ideenreichen Schreibweise Jörg Maurers. Das habe ich in meiner Rezension zu „Am Abgrund läßt man gern den Vortritt“ zum Ausdruck gebracht. Dementsprechend, mit viel Vorfreude, bin ich an den 11. Band gegangen.

    Das ist der erste Satz aus der Inhaltsangabe:

    „Der Tod liebt frischen Pulverschnee. Kommissar Jennerweins stimmungsvollster Fall – der elfte Alpenkrimi von Nr.1-Bestsellerautor Jörg Maurer“

    Insgesamt fand ich auch diese Geschichte unterhaltsam. Ob es der stimmungsvollste Fall war, kann ich nicht beurteilen. Mir hätten die beiden Handlungsstränge - die "Hüttensause“ in der Gegenwart und Jennerweins Rückblick in seine Schulzeit vollkommen ausgereicht. Es waren mir zu viele Nebenschauplätze. Da gab es verwirrende Passagen mit den unterschiedlichsten Personen, nicht ernst zu nehmende Einschübe zuhauf. Vor allem die skurrilen Sequenzen, die in einer fernen Zukunft, in mehr als 40 000 Jahren auf der Erde spielen, kamen mir schon sehr überzogen vor. Alles in allem viel Klamauk, darin eingeschlossen, die merkwürdige Weihnachtsfeier, die Jennerwein in seiner Berghütte organisierte. Viele Nebenstränge betrachte ich als Seitenfüller. Sicher wurden hier bereits Handlungen sowie die Figuren für den nächsten Band vorbereitet.

    Der Alpenkrimi umfasst 71 Kapitel mit 425 Textseiten.

     

    Trotzdem gute Unterhaltung, die ich weiterempfehlen kann.

    Kommentare: 8
    18
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Herbstbunt9783453207066

    Bewertung zu "Herbstbunt" von Thomas Gottschalk

    Herbstbunt
    Hennievor einem Monat
    Kurzmeinung: Einblicke in ein prominentes Leben - Gottschalk überwiegend nachdenklich über Sinn des Daseins, der Existenz und das Älterwerden
    Der weiße alte Mann aus Oberfranken

    Da ich nur drei Jahre jünger bin als er, kann ich in Thomas Gottschalks Buch einzelne Parallelen zu meinem Leben finden. Ich bin zwar in Ostdeutschland aufgewachsen, trotzdem erscheinen mir meine Erlebnisse in den Kindheits- und ersten Jugendjahren (geboren in einer sächsischen Großstadt, aufgewachsen in der Provinz) nicht so weit von den seinen entfernt zu sein. Auch die Musik ist die, die auch mich seit meiner Jugend begleitet und mich von Beginn an bis heute begeistert.

    Nun zu „Herbstbunt...“ selbst:

    T. G. vermittelt nachvollziehbar, selbstkritisch, selbstreflektierend, in leichter, gewandter Sprache seinen Lebensweg. In angenehmen Plauderton (fast glaubte ich ihn zu hören, wie auf dem Bildschirm) führte er durch seine Erlebnisse in der Kindheit, Jugend, im Rundfunk, beim Fernsehen. Dabei gibt er Einblicke in die Familiengeschichte. Sogar Ahnenforschung ist dabei. Ich fühlte mich von der ersten bis zur letzen Seite gut unterhalten. Abwechslungsreich und amüsant Schreiben und dabei noch wichtige Botschaften vermitteln, das kann „der weiße, alte Mann aus Oberfranken“ also auch. Besonders gefielen mir dabei die oft feinsinnigen, ab und zu melancholischen Gedanken zum Alter.

    In einer kritischen Selbstreflexion, die in der Art so nur Thomas Gottschalk hinbekommt, betrachtet er alle Abschnitte seines Lebens bis hin zum Ende seines gemeinsamen Weges mit Ehefrau Thea und der neuen Liebe an seiner Seite. Da ist er gerade mittendrin und ich bemerkte, wie sehr ihn das beschäftigt und, wie er bemüht ist, das Neue in der Beziehung zu verarbeiten, das Alte einzuordnen. Das alles erzählt er sympathisch, authentisch, meistens locker, aber auch ernsthaft und gefühlsbetont. Ab und zu wird auch mal philosophiert in der erfrischenden Gottschalkschen Art!

    Mit genauer Abwägung, wie mir es scheint, berichtet er von privaten Dingen und läßt mit Überlegung ausgewählte Einblicke zu. Gesellschaftspolitisch äußert er sich in direkter Weise auf dem Gebiet, das er am besten kennt. Er spricht sachkundig vom Wandel in den Medien. Seine Sichtweise zu den Social Medias fand ich sehr aufschlussreich, besonders sein kurzes Verhältnis zu Twitter.

    Die Kapitel/das Vorwort sind ausnahmslos mit Songs (insgesamt 21) aus den 60er, 70er Jahren und bis 2000 überschrieben wie z. B. Stayin`Alive (The Bee Gees), My Generation (The Who), When i´m sixty-four (The Beatles), Son of a Preacher man (Dusty Springfield) oder It´s my life (Bon Jovi), die Thomas G. exzellent in Situationen seines Lebens einbaut.

    Sie weckten auch bei mir Erinnerungen. Mir hat nichts gefehlt bei seinen Einsichten. Genauer hätte ich es auch nicht wissen wollen.

    Mein ganz persönliches Resümee: Ich bin froh, nicht prominent zu sein.

     

    Kurzes Fazit:

    Es ist ein ehrliches Buch, unterhaltsam sowie lesenswert geschrieben. Der Optimismus überwiegt! Auch beim Älterwerden!

     

    Ich vergebe gern meine Leseempfehlung mit fünf von fünf Sternen!

     

    Kommentare: 10
    22
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Pferdeflüsterer-Academy, Band 6: Calypsos Fohlen9783473404551

    Bewertung zu "Pferdeflüsterer-Academy, Band 6: Calypsos Fohlen" von Gina Mayer

    Pferdeflüsterer-Academy, Band 6: Calypsos Fohlen
    Hennievor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Erneut spannend! Man könnte es auch einen Krimi nennen.
    Kleiner Hengst in großer Gefahr

     „Pferdeflüsterer Academy - Calypsos Fohlen“ ist schon der 6. Band aus der Reihe, geschrieben von Gina Mayer.
    Der Leser begegnet wieder mit wenigen Ausnahmen den gleichen Personen. Neben den wunderschönen Pferden ist erneut das Mädchen Zoe die Hauptperson. In einer herrlichen Gegend Kanadas besucht sie Snowfields, eine Schule, in der sie lernt, wie man traumatisierte, mitunter schwer mißhandelte Pferde heilt. Sie überschreitet in bester Absicht ihre Kompetenzen und das neue Problempferd Macareno geht ihr prompt durch. Daraufhin bekommt Zoe Ärger mit ihrem Lehrer Caleb. Eclipse, der Apaloosa-Hengst von ihrem Freund Cyprian hat sich noch immer nicht von seinen Qualen, den schlechten Haltungsbedingungen erholt. Auch ein ganz neuer Handlungsstrang wird eingeführt. Die wertvolle Stute Calypso, deren Besitzerin die strenge, unsympathische stellvertretende Direktorin Mrs. de Cesco ist, bekommt bald ein Fohlen. Und bevor dieses das Licht der Welt erblickt, passiert einiges und erst recht danach...

    Es geht also sehr spannend weiter. Die jungen Leser*innen erwartet erneut ein Krimi!

    Das Buch ist in 17 Kapitel unterteilt. Sie haben eine angenehme Länge und enden oft mit einem kleinen Cliffhanger, so dass man gerne schnell weiterliest. Unterbrochen werden die Kapitel von wenigen kursiv geschriebenen Zeilen. Was es mit diesen "Gedanken" auf sich hat, erfährt der Leser kurz vor dem Ende. Der Schluß ist optimistisch für Mensch und Pferd und macht schon neugierig auf den Fortgang der Geschichte.
    Die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen, wobei einige doch recht holzschnitt- und schablonenartig daherkommen. Doch das ist mein subjektives Empfinden aus der Sicht meiner reichlichen Lebenserfahrung. Hier handelt es sich ja um ein Jugendbuch und da darf es vielleicht auch so sein.

    Das Cover fügt sich wunderbar in die Reihe ein. Wieder ist im Vordergrund ein junges Mädchen und im Hintergrund Pferde. Eine Leseprobe im Anhang weist mit Band 7 auf die Fortsetzung der Pferdeflüsterer Academy-Reihe hin. Das Lesealter ab 10 Jahre finde ich in Ordnung.

    Ich hoffe, dass meine 15jährige Enkelin, die kleine Pferdenärrin, ebensolche Lesefreude hat an diesem Buch wie ich.
    Meine Bewertung aus Sicht der Erwachsenen: Vier von fünf Sternen!



    Kommentare: 13
    28
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Die Herren der Zeit9783651025851

    Bewertung zu "Die Herren der Zeit" von Eva García Sáenz

    Die Herren der Zeit
    Hennievor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Meine unbedingte Empfehlung, weil es die Kriterien eines Thrillers voll erfüllt. Gute Unterhaltung, Einblicke in die spanische Geschichte...
    Gewalt und Gier

    Der dritte Band „Die Herren der Zeit“ von Eva García Sáenz aus Vitoria, der Hauptstadt des Baskenlandes, begeisterte mich genauso wie seine Vorgänger - "Die Stille des Todes" und "Das Ritual des Wassers".

    Hier ist nun meine Rezension zum alles abrundenden letzten Band der Trilogie um Inspektor Unai López de Ayala, genannt Kraken. Die Autorin bleibt sich im Aufbau ihrer Geschichten treu. Auch beim abschließenden Geschehen spielt die fesselnde Handlung in verschiedenen Zeitebenen. Da ist zum einen das gegenwärtige Geschehen, zum anderen die Ereignisse im 12. Jahrhundert. Der Erzählstrang aus der Vergangenheit stammt aus einem geheimnisumwitterten, historischen Roman, dessen Titel „Die Herren der Zeit“ lautet. Es passieren in Vitoria wieder eine Serie von unglaublich grausamen Morden, die in diesem Buch ebenfalls eine Rolle spielen. Und Kraken ist erneut mittendrin.
    Eva García Sáenz beschreibt in spannender, einfallsreicher Art und Weise die Beziehungen, Verflechtungen ihrer Romanfiguren, während die Handlung abwechselnd zwischen den Jahrhunderten hin- und herspringt. Sie konstruiert durch den Wechsel der Zeiten zusätzlich eine Spannung in den Thriller, der mich zwang, schnell weiter zu lesen. Dabei bringt sie eine Menge an spanischer Historie ein, dazu seltene Krankheitsbilder, die Prinzipien der kriminalistischen Arbeit (z. B. Die Locard’sche Regel, nach der ich wie zu einigen anderen Begriffen googelte), die alten Traditionen und vieles andere mehr. Nicht nur Band drei, nein, die gesamte Trilogie ist so dicht, aufschlussreich und sehr unterhaltsam erzählt auch dank einer gründlichen Recherche durch die Autorin. Im Anhang erfährt man etwas mehr darüber. Unvorstellbar grausam sind die Tötungsarten, die die Opfer erleiden und schon im 12. Jahrhundert angewandt wurden. Auf S. 221 wird mit einem Satz deutlich gemacht, dass die Menschen schon immer gewaltbereit waren.

    „Es hat schon immer eine Kette der Gewalt gegeben, die bis in die ersten Menschenzeitalter zurückreicht.“

    Hervorhebenswert finde ich, dass man am Ende des Buches einen Überblick über die handelnden Personen in den verschiedenen Zeiten bekommt und so auch leicht die fremd klingenden Namen auseinanderhalten kann. Dazu gibt es noch ein umfangreiches Glossar von A bis Z. In den Umschlagseiten befinden sich Karten von Vitoria aus Gegenwart und Vergangenheit, die bekannte Örtlichkeiten bezeichnen.

    Obwohl die Bücher der Trilogie eigenständige in sich geschlossene Fälle sind, sollte man sie chronologisch lesen. Die Hauptcharaktere Unai und Alba machen eine interessante Entwicklung durch, überraschten mich am Schluss mit ihrer von mir nicht erwarteten Entscheidung. Eine wunderbare Ausnahme in seiner Beständigkeit bildet eine meiner Lieblingsfiguren, der fast 100jährige Großvater von Unai. Er ruht in sich, ist eine urwüchsige, tatkräftige, lebenstüchtige und pragmatische Person.

    Die Cover der Trilogie gefallen mir sehr. Sie stellen durch ihre Gestaltung, der Darstellung alter Bauwerke und der unterschiedlichen Farbigkeit der einzelnen Bände einen wunderbaren Bezug zueinander her. Eine absolut stimmige Reihe und ich bedaure es sehr, dass sie ausgelesen ist. Hoffentlich gibt es bald wieder Neues von Eva García Sáenz!

    Fazit:
    Ich kann das Buch empfehlen, weil es die Kriterien eines Thrillers voll erfüllt. Ich wurde sehr gut unterhalten und erfuhr noch nebenbei Interessantes aus Spaniens Geschichte. Deshalb gibt es von mir die Höchstbewertung!



    Kommentare: 7
    28
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Haarmann9783328600848

    Bewertung zu "Haarmann" von Dirk Kurbjuweit

    Haarmann
    Hennievor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte des fiktiven Ermittlers Lahnstein nimmt zuviel Raum ein im spektakulären Kriminalfall Haarmann
    Haarmann und seine Puppenjungs

    Von Haarmann erfuhr ich als kleines Kind von meiner Großmutter. Sie ist Jahrgang 1907 und der Prozeß um den Serienmörder und die Anzahl seiner Opfer waren ganz sicher eine der schrecklichsten Nachrichten in ihrer Jugend. Der große Hype um diesen Mann drang damals natürlich auch nach Sachsen.


    Im Laufe der Jahre vergaß ich den Fall wieder, aber die schlimmen Fakten seiner Taten waren mir durch das „Warte, warte nur ein Weilchen..."-Lied immer gegenwärtig. 


    Dirk Kurbjuweit schrieb nun mit „Haarmann“ einen Kriminalroman. Ich erwartete eine packende Lektüre und wurde enttäuscht. Der Autor stellte nicht den Mörder in den Vordergrund. Kommissar Lahnstein, der leitende Ermittler, spielt die Hauptrolle.


    Obwohl er ein dichtes, sehr authentisches Bild der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zeichnet, ich ein sehr genaues Gefühl anhand der geschichtlichen Details dafür bekam, warum Haarmann so viele sehr junge Männer abschlachten konnte, blieb die Spannung für mich auf der Strecke. Warum? Weil immer wieder die Geschichten von Robert Lahnstein in den Vordergrund gerückt werden. Das kommt eine ganze Menge zusammen:


    das Kriegstrauma ums Fliegen, die geringe Anzahl seiner Abschüsse, die politische Zugehörigkeit zur SPD, seine Rolle bei der Polizei in Hannover und wiederholt seine Alpträume um Frau Lissy und Sohn August, die er verlor (den Grund erfährt der Leser fast zum Schluß) und nicht zuletzt die quälenden Gedanken um seine sexuelle Orientierung, Gedanken darüber ob er nicht auch ein am 17.5. Geborener sei (17.5. stand für den § 175 StGB).


    Über 10 ausgiebige Kapitel und 316 Textseiten entwickelt sich die Ermittlungsarbeit um die zahlreichen, verschwundenen männlichen Teenager verhältnismäßig zäh. Kursiv geschriebene Seiten aus der Sicht von Haarmann oder eines seiner Opfer wechseln sich ab. Die Art und Weise der Erzählung allerdings fand ich interessant. Die fehlenden Anführungszeichen der wörtlichen Rede störten mich nicht. Es behinderte meinen Lesefluß nicht.


    Auch die grusligen Fakten der Todesumstände der vielen jungen Opfer werden ausführlich dargestellt. Über die merkwürdige Verbindung Fritz Haarmanns mit Hans Grans hätte ich gern mehr erfahren.


    Fazit:


    Dirk Kurbjuweit recherchierte für sein Buch gut und sehr präzise. Es ist besonders für die Leser interessant, die den Fall Haarmann so gründlich mit den realistischen Aspekten der Zeitgeschichte verknüpft sehen wollen. Er verband die wahre Kriminalgeschichte Haarmanns mit der fiktiven Lebensgeschichte Lahnsteins und gewährte intensive Einblicke in die Realität der damaligen Zeit. Dabei empfand ich es leider mehr als ein spannendes Sachbuch als einen fesselnden Krimi.


     

    Kommentare: 11
    29
    Teilen
    )}

    Über mich

    Ich lese verschiedene Genres, am liebsten Krimi/Thriller
    • weiblich

    Lieblingsgenres

    Science-Fiction, Romane, Jugendbücher, Biografien, Sachbücher, Fantasy, Historische Romane, Krimis und Thriller

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks