Ichbinswieder

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    Cover des Buches #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten9783764506759

    Bewertung zu "#KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten" von Lucas Fassnacht

    #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten
    Ichbinswiedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine anspruchsvolle Geschichte, mit einem durchaus realistisches Szenario
    Kleiner Hashtag, große Wirkung

    Diese Geschichte beginnt mit dem Teilen eines kleinen Hashtags über die sozialen Medien. Was daraus entsteht ist wirklich haarsträubend. Man kennt heut zu Tage die Macht der sozialen Medien und ich fand es gut, dass der Autor dieses Thema aufgenommen hat. Durch den „#“ entstehen Unruhen und diese ziehen sich bald über die ganze Welt. Das ist wohl der Preis der Globalität.

    Sehr politisch

    Der Hauptteil der Geschichte wird davon bestimmt, wie die Politik auf die Weltlage reagiert. Hier muss man schon scharfe Augen und Ohren haben oder sich ohnehin etwas in der politischen Weltlage auskennen, denn man wird mit sehr vielen Namen und vor allen Dingen Abkürzungen politischer Organe konfrontiert. Das macht das Lesen zwar nicht einfacher, lässt die Geschichte dadurch aber umso realistischer wirken. Ich war oftmals schockiert über die politischen Ränkespiele, die dort auf der großen Bühne stattfinden. Allerdings (und leider) stelle ich mir die internationale Politik genauso vor. Zum einen schaut jeder zunächst auf sich, sein Herkunftsland und erwartet Hilfe von anderen, ohne zunächst dabei das große Ganze zu betrachten bzw. zu berücksichtigen. Außerdem geht es um Ränkespiele unter den Politikern selbst, die ich leider auch keineswegs für abwegig halte.

    Erschreckend real

    Im wesentlichen besteht diese Geschichte aus zwei Erzählsträngen.
    Ich lernte mit Conrada van Pauli eine sehr starke Politikerin kennen, mit viel Wissen und Durchsetzungsvermögen, die trotzdem teilweise an ihre Grenzen stieß. Was ihr alles passierte ist unglaublich, aber ich bleibe dabei, dass es alles durchaus vorstellbar ist.
    Eine zweite Hauptfigur ist Bimal Kapoor, ein ehemaliger Journalist, der auf eine heiße Fährte stößt, diese verfolgt und sich zunächst noch nicht im Klaren darüber ist, was er damit los treten wird. Auch seine Geschichte war nicht nur spannend, sondern ich verfolgte sie Teilweise mit einer gewissen Fassungslosigkeit.
    Daneben gibt es noch einige kleinere Geschichten anderer Nebenfiguren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese dem Roman wirklich so gut getan haben und ob die Geschichte diese Verzweigung wirklich gebraucht hat. Allerdings ist es auch so, dass mir zumindestens bei einer Figur im Gedächtnis geblieben ist, dass ihre Geschichte ursächlich für das Verhalten der Politik verantwortlich war. Man hätte gegebenenfalls den einen oder anderen Nebenschauplatz weglassen können, aber vermutlich hatten sie auch den Effekt, die Geschichte wenigstens ein wenig aufzulockern. Das haben sie auf alle Fälle geschafft.

    Hier bekommt man eine hoch politische Geschichte, die brisanter nicht sein könnte. Sie ist zu realistisch, um sie ignorieren zu können.

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    Cover des Buches Verborgen im Gletscher9783785726570

    Bewertung zu "Verborgen im Gletscher" von Arnaldur Indriðason

    Verborgen im Gletscher
    Ichbinswiedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Düstere Figuren und etwas zu wenig Spannung
    Insgesamt betrachtet fand ich den Krimi gut

    Interessanter Anfang

    Der Einstieg in dieses Buch versprach sehr viel. Es kam ziemlich zügig zum Fund der Leiche, wobei es sich der Autor nicht hat nehmen lassen, ein klein wenig Klimawandel in die Geschichte einzuflechten. Ein Thema, welches die Isländer in besonderem Maße betreffen dürfte, von daher fand ich das o.k. und den Hergang mehr als vorstellbar.

    Eckige Figuren

    Ich finde es immer schön, wenn Figuren in einer Geschichte etwas Besonderes haben. Was alle Figuren dieser Geschichte gemeinsam hatten war, dass sie irgendwie eine negative Grundstimmung ausstrahlten. Sie wirkten in weiten Teilen düster, ein wenig verkniffen und mit ihrem Leben nicht ganz im Einklang. Hinzu kam, dass es wirklich viele Figuren waren, die hier eine Rolle spielten. Das machte das Lesen nicht gerade einfacher, denn man hatte sich viele Namen und die entsprechenden Hintergrundinformationen zu merken. Teilweise stammten diese aus der Gegenwart, teilweise aber auch aus der Vergangenheit und ich habe mich manchmal im Nachhinein gefragt, ob diese ganzen Informationen mich wirklich in der Geschichte weitergebracht haben. Ich bin immer noch unschlüssig, denke aber, dass dem Buch 50 Seiten weniger auch nicht unbedingt geschadet hätten.

    Ruhiger als erwartet

    Wie schon erwähnt, fand ich den Einstieg in die Geschichte wirklich gut und so ging es mir auch mit dem Ende, wie ich schon mal vorweg nehmen möchte. Diese beiden Abschnitte fand ich spannend, so wie ich es von einem Krimi erwarte.
    Der Mittelteil, damit meine ich gleichzeitig den Hauptpart der Geschichte, war eher erzählender Natur. Hier wurde sehr viel über die Ermittlungsarbeit geschrieben, die ich allerdings etwas zäh fand, außerdem gibt es Rückblicke, die den Ermittler a.D. Konráð betrafen. Zugegebenermaßen war das nicht uninteressant, aber es zog sich etwas in die Länge und nam der Geschichte dadurch einen Teil der Spannung, was ich sehr schade fand.

    Insgesamt betrachtet fand ich den Krimi gut. Man muss sich damit arrangieren können, das die Geschichte in weiten Teilen von Hintergrunderzählungen begleitet wird. Auch die teilweise vorherrschende Düsterheit der Figuren sollte man aushalten können, dann wird man diesen Krimi bestimmt gerne lesen.

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    Cover des Buches Worüber wir schweigen9783740806439

    Bewertung zu "Worüber wir schweigen" von Michaela Kastel

    Worüber wir schweigen
    Ichbinswiedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich ist kein Thriller, aber eine hervorragende Geschichte, die anhaltend philosophische Fragen stellt. Toll geschrieben!
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    Cover des Buches Guten Morgen, Genosse Elefant9783462050769

    Bewertung zu "Guten Morgen, Genosse Elefant" von Christopher Wilson

    Guten Morgen, Genosse Elefant
    Ichbinswiedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Anders als erwartet, aber sehr lesenswert
    sehr lesenswert

    Überraschend

    Ich muss gestehen, dass ich mir dieses Buch vermutlich kaum angesehen hätte, wenn ich es nicht vom Verlag bekommen hätte. Es ist nicht unbedingt mein Thema, und auch wenn das Cover sehr kreativ und passend ist, stellt es für mich keine sofortige Anziehungskraft her.
    Manchmal ist es aber so, dass ich genau deshalb von einem Buch überrascht wurde, wenn ich ihm dennoch eine Chance gab, und genau das passierte hier.

    Mitreißend

    Der Schreibstil zog mich wie von selbst in das Buch hinein. Die Sätze flossen wunderbar dahin und strahlten eine solche Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit zugleich aus, dass das lesen eine Freude war.
    Hinzu kam noch Juri Zipin, die Hauptfigur des Buches. Von Anfang an habe ich in ihm den Antihelden gesehen, weil er so treuherzig, offen und einfach zum gernhaben war. Körperlich und geistig geschädigt, ist er doch durch und durch positiv und hat ein sehr einnehmendes Wesen, was ihm im Verlauf der Geschichte auch oft sehr nützlich war.
    Er wird unverhofft zum ersten Vorkoster Stalins, und von da an tauchte ich als Leser in die Welt des sterbenden Politikers/Diktators ein. Einige historische Ereignisse wurden geschickt mit fiktiven Vorkommnissen verbunden, und so erfuhr ich einiges über Stalins Gefolge, die Machtkämpfe, die herrschende Dekadenz und vieles mehr. Eine Welt, mit der ich mich zugegebener maßen vorher kaum auseinandergesetzt habe.

    Anders

    Nicht unerheblich für das Gelingen der Geschichte ist, dass Juri sie selbst erzählt. Man sieht alles durch seine Augen und hört es mit seinen Ohren. Die Beschreibungen sind dabei oft kindlicher und eher naiver Natur, welches einen Großteil des Charmes ausmacht.
    Die Dialoge, sowie auch die Geschichte insgesamt, sind von humorigen Noten, aber auch von Ernsthaftigkeit geprägt. Manchmal ist es sogar erschreckend, was man zu lesen bekommt. Leichte Kost ist es daher nicht immer, aber das hatte ich auch nicht erwartet.

    Diesem Buch konnte ich sogar kleinere Längen verzeihen, denn diese ungewöhnliche Geschichte, mit ihrem gekonnten Mix aus humoriger Satire, Tragik und schockierenden Begebenheiten, war für mich sehr lesenswert.

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    Cover des Buches Postscript - Was ich dir noch sagen möchte9783810530677

    Bewertung zu "Postscript - Was ich dir noch sagen möchte" von Cecelia Ahern

    Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
    Ichbinswiedervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat
    Hat mir sehr gut gefallen

    Ein eigenständiges Buch

    Auch wenn dies das Nachfolgebuch von „P.S. ich liebe dich“ ist, so bekommt man hier ein vollkommen eigenständiges Buch, dessen Geschichte bedenkenlos solo gelesen werden kann. Es gibt einige Rückblicke, aber diese haben mit der Geschichte des aktuellen Buches nichts oder nur am Rande zu tun, erklären aber Hollys Gedanken und Gefühle, die sie z.B. bei der Erfüllung ihrer „Aufträge“ oder bezüglich Begebenheiten im Privatleben hegte. Diese Stellen zeigten sehr gut, dass man die Vergangenheit nie so ohne weiteres ablegen kann und dass sie das Leben auf die eine oder andere Art und Weise verändern. Ob es einem bewusst ist oder nicht.

    Bewegend

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil ist wie schon bei „PS. Ich liebe dich“ eingängig und leicht lesbar.
    Es geht um eine Gruppe erkrankter, die die Hauptfigur Holly um Hilfe bitten, weil sie sich erhoffen, dass sie ihren Angehörigen auch etwas hinterlassen können. Ähnlich wie es ihr Mann damals bei ihr tat. Die Beweggründe dafür sind ganz unterschiedlich und als ich mehr darüber erfuhr, rührte es mich doch das eine oder andere Mal zu Tränen. Wie im wahren Leben, so ist auch hier jede Hintergrundgeschichte anders, sowie auch der Umgang mit Sterben und Tod.
    Aber es gibt auch Erlebnisse, die mich als Leserin durchaus lächeln ließen oder die ich sehr skurril fand. Das lockerte die schwere Thematik etwas auf.

    Macht nachdenklich

    Einige Stellen des Buches ließen mich auch darüber nachdenken, wie ich mit Tod und Sterben umgehe. Was mich ebenso nachdenklich machte waren die eigentlichen Beweggründe der Todkranken, ihren Angehörigen etwas zu hinterlassen. Es machte mir klar, dass vieles doch im Unterbewussten abläuft, was wir nicht beeinflussen können.
    Ganz zum Schluss passierte dann noch etwas, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte und nicht erst dann war es um mich geschehen.

    Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen, aber sie kommt nicht ganz an „PS. Ich liebe dich“ heran. Vielleicht weil die Thematik anders war, vielleicht auch weil mich das Buch damals sehr mitgenommen hat. Auch wenn man die Geschichten nicht vergleichen kann, so tut man es vielleicht doch unbewusst immer ein wenig.
    Nichtsdestotrotz ist und bleibt es eine sehr schöne, nachdenklich machende Geschichte und ich empfehle sie allen Lesern, die auch mit etwas schwereren, traurigen Thematiken umgehen können.

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    Cover des Buches Im Wald9783548289793

    Bewertung zu "Im Wald" von Nele Neuhaus

    Im Wald
    Ichbinswiedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Hörenswert, trotz einiger Abstriche
    Hörenswert

    Krimis als Hörbücher sind nur bedingt mein Fall, doch hier wurde vieles richtig gemacht.
    Die Kapitelführung war sehr gut strukturiert, so dass ich auch beim hören nie Probleme hatte. Ich fühlte mich gut abgeholt und stets mitgenommen, was ich nun wirklich nicht von allen Krimi-Hörbüchern behaupten kann. Hinzu kam, dass die Figuren wirklich gut gezeichnet waren. Sicher gibt es bekannte Gesichter, wie sollte es auch anders sein…, aber auch die neuen Figuren fügten sich gut in die Geschichte ein und fanden durch ihren Wiedererkennungswert einen sofortigen Zugang in mein Gedächtnis. Nur bei einer Person wunderte mich das Erscheinen etwas, aber sei es drum – das hat mich jetzt nicht grundlegend gestört.
    Was die Geschichte betrifft, so wurde es wieder sehr spannend. Besonders am Anfang fanden sich mysteriöse Morde, und die nach und nach gewonnenen Informationen dazu waren sehr interessant, manchmal sogar unerwartet. Doch der anfänglichen Euphorie folgte irgendwann leichte Ernüchterung, denn ich muss leider bemängeln, dass diese Spannung nicht gehalten werden konnte. Immer wieder gab es Passagen, die sich ziemlich zogen. Alles rund um Ermittler Bodenstein war mir diesmal des Guten zuviel. Ich habe nichts dagegen, wenn man die Vita der Figuren ausschmückt, aber Zuviel bleibt eben Zuviel und zieht die Geschichte nur unnötig in die Länge. Hier hätte eine Kürzung vermutlich Gutes bewirkt.

    Das mir trotzdem nicht zu langweilig wurde lag einmal mehr an der hervorragenden, sprecherischen Leistung von Julia Nachtmann. Hörbücher mit ihr sind immer ein Genuss!

    Wenn man die Vorgänger kennt, dann kann ich nur empfehlen, dass man nicht mit den höchsten Erwartungen an dieses Buch herantritt. Lesens- bzw. hörenswert bleibt es mit einigen Abstrichen trotzdem.

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    Cover des Buches Stille Nacht, flauschige Nacht9783745700381

    Bewertung zu "Stille Nacht, flauschige Nacht" von Petra Schier

    Stille Nacht, flauschige Nacht
    Ichbinswiedervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich liebe Petra Schiers Bücher! Auch hier hat sie wieder eine absolute Punktlandung hingelegt
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    Cover des Buches Zechentod9783839225202

    Bewertung zu "Zechentod" von Sylvia Sabrowski

    Zechentod
    Ichbinswiedervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein richtig toller Regionalkrimi!
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    Cover des Buches Die Peer Gynt Papers9783863270520

    Bewertung zu "Die Peer Gynt Papers" von Rainer Doh

    Die Peer Gynt Papers
    Ichbinswiedervor 9 Monaten
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    Cover des Buches Wenn Liebe Wunden heilt9782919804450

    Bewertung zu "Wenn Liebe Wunden heilt" von Emily Bold

    Wenn Liebe Wunden heilt
    Ichbinswiedervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die schwierige Protagonistin hat den Roman leider etwas zerstört. Ich mag Emily Bolds Bücher, aber dieses war nur bedingt meins
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