Isar-12

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    Cover des Buches Engelsgrund (ISBN: 9783423262729)

    Bewertung zu "Engelsgrund" von Linus Geschke

    Engelsgrund
    Isar-12vor 2 Tagen
    Alexander Born auf seinem Weg zum "High Noon"

    "Engelsgrund" ist der Abschlussband der Born-Trilogie von Linus Geschke. In den Ardennen werden zwei Frauen auf grausame Weise ermordet. Einzige Verbindung ist, sie waren beide ehemalige Mitglieder der Sekte "Cernunnos". Als die Berliner Polizistin Carla Diaz erfährt, dass ihre Tochter Malin sich ebenfalls dieser Sekte angeschlossen hat, ist sie in heller Aufregung. In ihrer Verzweiflung bittet sie Alexander Born ihre Tochter zur Vernunft zu bringen. Doch die Situation ist verzwickt und Born muss eine Allianz mit seinem bittersten Gegner eingehen um Marlins Leben zu schützen. Doch der Russe Wolkow verfolgt andere Pläne. Wird Engelsgrund zum Ort des finalen Showdown zwischen Born und Wolkow? Linus Geschke setzt mit diesem Band konsequent die Geschichte von Alexander Born fort. Einmal mehr wird dieser an seine emotionalen Grenzen gebracht, immer deutlicher wird der unausweichliche Weg des Helden. Aber auch der seines Gegenspieler. Obwohl diese eine Allianz eingehen ist ganz deutlich, dass es zum unvermeidbaren Duell zwischen beiden kommen muss. Den Weg dorthin gestaltet Linus Geschke wieder in einer hervorragenden Weise, die einen als Leser einfach nur begeistert. Emotionen paaren sich mit Eiseskälte, Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen erneut. Gelungen lenkt der Autor den Leser und verleitet dazu den vermeintlichen Mörder identifiziert zu haben. Aber es kommt immer anders, als man denkt. Das verleiht diesem Thriller eine gelungene Dramatik und Spannung. Man fliegt nur so von Seite zu Seite und je näher man dem Ende kommt, will man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. "Engelsgrund" ist für mich ein runder, vollkommen stimmiger Abschluss der Trilogie, obwohl am Ende ein klein wenig Wehmut mitschwingt dass es zu Ende ist. Aber trotz etwas Melancholie ist dieses Ende absolut würdig und lässt sogar dem Leser eine gedankliche Option. Im übrigen, der kleine Ausflug nach Köln und das Déjà-vu mit  Jan Römer und "Mütze" war ein kleines Zuckerl für alle Leser, die auch diese Reihe kennen. Auf alle Fälle zählt diese Trilogie für mich zu den Lesehighlights der letzten Zeit und ist daher eine klare Leseempfehlung meinerseits. "Engelsgrund". ein perfektes Ende für die Born-Trilogie.

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    Cover des Buches Der Heidenfürst (ISBN: 9783499268465)

    Bewertung zu "Der Heidenfürst" von Bernard Cornwell

    Der Heidenfürst
    Isar-12vor 7 Tagen
    Verbannt, unbeugsam und doch treu ergeben

    "Der Heidenfürst" ist der siebte Band der Uthred-Saga von Bernard Cornwell. Es ist die Zeit zu Beginn des 10. Jahrhunderts, König Alfred ist tot und sein Sohn Edward folgte ihm auf den Thron von Wessex. Durch Jähzorn und Unbeherrschtheit bringt sich Uthred wieder einmal selbst um alles. Mehr durch ein Missgeschick tötet er einen Priester und wird verbannt. Mit seinen letzten treuen Kameraden zieht er Richtung Bebbanburg, seiner verlorenen Heimat. Nichts treibt ihn mehr an, als sein Geburtsrecht einzufordern und die Burg von seinem Onkel zurückzuerobern. Doch er erzielt nur einen Teilerfolg mit dessen Tod, aber das eigentliche Ziel bleibt verwehrt. Und es gilt einen anderen großen Kampf zu schlagen. Denn der dänische Jarl Cnut streckt seine Arme nach Mercien und Wessex aus. Uhtred verfolgt eine List um dessen Pläne zu durchkreuzen und sich Zeit zu verschaffen, bis Edwards Truppen eintreffen. Es mündet letztendlich in die Schlacht bei Tettenhall im Jahr 910. Cornwell lässt zum siebten Mal seinen Helden auf den Leser los. Uhtred wird langsam älter, ist weiterhin unerbittlich stur, aber doch teilweise immer nachdenklicher. Wie wird es mit ihm enden? Immer wieder treiben ihn Gedanken über sein Schicksal oder das seiner Söhne um. Er geht gefährliche Risiken ein, bleibt teilweise nur mit Glück am Leben. Als Leser kennt man Uhtred als unbeugsamen Kämpfer mit seinem Schwert Schlangenhauch, doch diese verletzliche Seite an ihm hat mir gut gefallen. Cornwell beschreibt seine Umtriebigkeit, aber auch seine Werte für die er einsteht und seinen Platz zwischen den Dänen und den Angeln. Wie gewohnt sind die Kämpfe und Schlachten blutig und hart beschrieben, daher nichts für zartbesaitete Leser. Intrigen, Betrug, List und Tücke ergänzen diesen Band und machen ihn in Summe für mich wieder zu einer fesselnden und sehr spannenden Lektüre. Man hält immer wieder mal kurz die Luft an wenn es heißt: Schildwall und dann die Äxte und Schwerter durch Kettenhemde dringen. Für mich weiterhin eine der besten Saga dieser Zeit, die ich sehr gerne weiterverfolge.

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    Cover des Buches The Backdoor Link: Cyberella (ISBN: B08P54CC7T)

    Bewertung zu "The Backdoor Link: Cyberella" von Roland Hebesberger

    The Backdoor Link: Cyberella
    Isar-12vor 12 Tagen
    Wenn die künstliche Intelligenz ein Eigenleben entwickelt

    "The Backdoor Link: Cyberella" ist der dritte Thriller von Roland Hebesberger. Dabei geht es um die Geschichte einer Frau, die als Kind aus dem Bürgerkrieg in Jugoslawien fliehen musste und mit einer falschen Identität in Deutschland zu einer Hacker-Legende wurde. Sie entwickelte eine künstliche Intelligenz, mit der sie und ihre Freunde einen Angriff auf die EZB starteten. Doch dieser geht schief und sie landet in der IT-Abteilung von Europol. 15 Jahre arbeitet sie dort wie eine Gefangene auf der Gegenseite. Doch die Vergangenheit holt sie ein und sie muss alles tun um ihr Geheimnis zu wahren. Denn die KI existiert noch immer, versteckt und isoliert auf einer Festplatte. Roland Hebesberger greift diesmal das Thema Hackerangriffe auf. Dabei ist der Thriller in drei Teile gegliedert. Er startet in der Gegenwart, geht dann zurück zu den Geschehnissen der Vergangenheit und der Entwicklung der KI um dann letztendlich wieder aktuell in die Gegenwart zu wechseln. Dabei ist das Buch durchgängig spannend geschrieben. Aber trotzdem konnte ich mich diesmal nicht voll mit der Story anfreunden, denn mit der Protagonistin wurde ich nicht richtig warm. Ebenso war mir sehr schnell klar, wer hier Gut und Böse spielt. Zwar ist immer durch die Handlung ordentlich Action geboten, aber mir fehlte dann am Ende der wahre Hintergrund. Denn wer ist an der wahren Identität von Sarah interessiert? Der Epilog endet daher für mich etwas abrupt, fast als Startpunkt für einen zweiten Teil. Das Thriller hat viele gute Elemente, die es benötigt um Spannung beim Leser zu erzeugen, aber aus erwähnten Gründen konnte er mich dann doch nicht voll überzeugen.

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    Cover des Buches Die Prater-Morde (ISBN: 9783442484713)

    Bewertung zu "Die Prater-Morde" von Beate Maxian

    Die Prater-Morde
    Isar-12vor 16 Tagen
    Das Verbrechen im Schatten des Wiener Prater

    "Die Prater-Morde" ist der siebte Band der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Diesmal ist der Wiener Prater Ort des Geschehens. Die Fotografin Lucie Viktor ist auf der Spur nach ganz besonderen Bildern, denn sie will die dortigen Schattenseiten ablichten. Dabei fotografiert sie Drogendeals, aber auch einen aufstrebenden Politiker, wie er anscheinend mit einer Obdachlosen ein Geschäft abwickelt. Kurz darauf wird die junge Fotografin brutal zusammengeschlagen. Besteht hier ein Zusammenhang? Zeitgleich kommt die Journalistin Sarah Pauli bei ihren Recherchen auf eine Spur. Zuletzt starben immer wieder Obdachlose. Es stellt sich heraus dass alle an mit Rizin versetzten Schnaps starben. Sarah Pauli will Licht ins Dunkel bringen, was geht im Prater vor? Beate Maxian schickt ihre Miss Marple des Wiener Boten bereits zum siebten Mal ins Rennen. Dabei wird diese mit kriminellen Geschäften wie Kunstraub, Versicherungsbetrug, Geldwäsche und Drogenhandel konfrontiert. Für den Leser sind diesmal die Bösewichte von Beginn bekannt, während Sarah Pauli und die Polizei nur nach und nach die Hintergründe des Verbrechernetzwerkes aufdecken. Hier setzt auch mein Kritikpunkt an. Über längere Strecken entwickelt sich die Spannung diesmal nur langsam. Die Story ist absolut schlüssig, aber es dauert bis man gefesselt wird. Zwar entwickelt sich diese Richtung Showdown und erreicht auch hohes Niveau, aber der Weg dahin war ein klein wenig zäh. Das Leben der Sarah Pauli und weiterer Protagonisten nimmt auch in diesem Band seinen Teil ein, dies ist ein ständiger Begleiter beim Lesen. Daher empfiehlt es sich auch die Reihenfolge der Bänder einzuhalten, damit man diese Entwicklung besser nachvollziehen kann. Obwohl das dieser Band mich diesmal nicht voll überzeugen konnte, mag ich die Reihe sehr gern. Die Figuren sind mir sympathisch, die Autorin bringt immer ein wenig Wiener Flair in die Krimis mit ein. Dies gefällt mir und ich werde daher dieser Reihe auch weiterhin als Leser treu bleiben.

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    Cover des Buches Ich bin dein Tod (ISBN: 9783548290966)

    Bewertung zu "Ich bin dein Tod" von Inge Löhnig

    Ich bin dein Tod
    Isar-12vor 19 Tagen
    Die Verführung des Loverboys

    "Ich bin dein Tod" ist der neunte Band der Kommissar-Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig. In verschiedenen bayerischen Städten geschehen Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch als eine Tötungsart erneut angewandt wird, wird Kommissar Dühnfort stutzig und erkennt, dass es sich um denselben Täter handeln muss. Gerade zur Abteilung der Operativen Fallanalyse gewechselt, versucht er ein Muster zu erkennen. Die Spuren führen innerhalb der Prostitution zusammen, aber was verbindet die Opfer? War Kommissar Dühnfort in den bisherigen Bänden als direkter Ermittler an der Front tätig, so bekommt er mit diesem Band eine neue Rolle. Er soll analysieren, Täterprofile erstellen und der Soko zuarbeiten. Doch es fällt ihm schwer mit seinem neuen Umfeld warm zu werden. Dieser Ansatz der Ermittlerfigur innerhalb der Münchner Kripo ein neues Betätigungsfeld zu geben gefällt mir sehr gut. Inge Löhnig gibt den Figuren damit eine Entwicklung, die im realen Leben jeder auch irgendwann durchlebt. Glaubwürdig stellt sie dar wie Dühnfort das Loslassen von gewohntem Terrain schwerfällt, er aber nach und nach im neuen Team und der neuen Aufgabe ankommt. Die Thematik "Loverboy" des Kriminalfalles ist aktueller denn je. Gerade im Zeitalter der sozialen Medien stellt dies eine nicht zu unterschätzende Gefahr für junge Mädchen dar. Es endet in Zwangsprostitution und Drogenabhängigkeit. Gelungen finde ich die Aufteilung der Kapitel. So verfolgt der Leser zum einen den Weg des Täters, der Morde und der Ermittlungen, erfährt aber durch das Videotagebuch der toten Lea rückblickend von deren Weg in die Abhängigkeit. Diese Kombination ist stimmig rund und dadurch vermittelt es einem als Leser ein gutes Gesamtbild der Situation. Und obwohl man natürlich einen Verdacht zum Täter im Kopf hat, bleibt doch eine Unsicherheit bis zum Ende über den Ausgang des Krimis. Diese Reihe zeigt für mich auch im neunten Band keinerlei Abnutzungserscheinungen. Im Gegenteil, die Weiterentwicklungen der Figuren machen Lust auf mehr. Für mich ein sehr gelungener Band dieser Krimireihe von Inge Löhnig.

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    Cover des Buches Juni 53 (ISBN: 9783423262323)

    Bewertung zu "Juni 53" von Frank Goldammer

    Juni 53
    Isar-12vor 21 Tagen
    Der Mord während des Arbeiteraufstandes im Juni 1953

    "Juni 53" ist der fünfte Band der Max-Heller-Reihe von Frank Goldammer. Während der Tage des  Arbeiteraufstandes  rund um den 17. Juni 1953 geschieht in einem Dresdner Glaswollebetrieb ein grausamer Mord. Oberkommissar Max Heller wird darauf angesetzt, aber zugleich ermittelt ein Hauptmann des Ministerium der Staatssicherheit. Immer wieder grätscht dieser in Heller's Ermittlungen durch ideologisches Wertedenken der jungen DDR. Doch Heller bleibt seiner Linie treu. Während der Nazizeit als auch jetzt lehnt er jegliches Parteibuch ab. Doch auch zuhause häufen sich die Probleme. Sein Sohn Klaus ist ihm fremdgeworden und seiner Frau Karin wächst vieles über den Kopf. Es reift der Gedanke, ob für die beiden nicht ein Neuanfang im Westen die bessere Entscheidung wäre solange es noch möglich ist. Zum bereits fünften Mal lässt Frank Goldammer uns an den Fällen des Max Heller teilhaben und nimmt den Leser mit auf seine Zeitreise. Dabei ist dieser Band diesmal zu einem hohen Maß auch durch das private Umfeld des Ermittlers geprägt. Viel dreht sich um die Überlegungen von Max Heller und seiner Frau, wo ihr Platz in dieser neuen Welt sein wird. Er kämpft sehr mit sich und den Gegebenheiten. Die ideologische Entfremdung zu seinem Sohn Klaus macht ihm dabei ebenfalls zu schaffen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass der Kriminalfall sogar ein klein wenig in den Hintergrund rücken musste. Dieser war ebenfalls sehr geprägt von der Auseinandersetzung Hellers mit dem Hauptmann Bech vom MfS. Ist Heller bedacht auf eine fundierte kriminologische Ermittlungsarbeit, setzt Bech auf Massenverhaftungen und polterndes Auftreten. Teilweise empfand ich diesen Konflikt der beiden als ein wenig zu viel und hätte mir mehr Kriminalfall gewünscht. Aber es trägt wiederum auch gut dazu bei das aktuelle Bild von Max Heller zu zeichnen. Seine jahrelangen Grabenkämpfe erst während der Nazizeit und jetzt in der DDR sich selbst treu zu bleiben, sein Schmerz einer alten Verletzung und seine Sorge um seine Familie. Er hat an Elan verloren und hinterfragt ob er noch in diese Welt passt. Auch wenn ich den Kriminalfall mir etwas spannender gewünscht hätte, ist dem Autor die Geschichte des Max Heller in dieser Zeit gut gelungen. Man darf gespannt sein wie der weitere Weg des Oberkommissars verläuft und wo es ihn letztendlich mit seiner Frau Karin hinzieht. In Summe für mich ein guter, aber nicht der beste Band dieser Reihe bisher.

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    Cover des Buches Schwert und Krone - Der junge Falke (ISBN: 9783426654132)

    Bewertung zu "Schwert und Krone - Der junge Falke" von Sabine Ebert

    Schwert und Krone - Der junge Falke
    Isar-12vor 25 Tagen
    Wer herrschen will, der muss es auch wirklich wollen ...

    "Der junge Falke" ist der zweite Band der Schwert-und-Krone-Reihe von Sabine Ebert. Er beginnt im Jahr 1147 zur Zeit der Vorbereitung der Kreuzzüge unter König Konrad und deckt den Zeitraum bis zur Krönung König Friedrich I. im Frühjahr 1152 ab. Der Roman ist dabei in drei Teile unterteilt. Ist anfangs die Geschichte von Hungersnot und der Entstehungsgeschichte zum Wendenkreuzzug und dem des Königs ins heilige Land geprägt, so übernimmt der Mittelteil dann die Geschehnisse während dieser Feldzüge. Im letzten Abschnitt erlebt der Leser dann die Zeit danach und die Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb des deutschen Königreiches. Sabine Ebert schafft es dabei auch diesmal mich als Leser für sich zu gewinnen. Historisch fundiert recherchiert erzählt sie spannend ihren Roman zu dieser Zeit. Man wird dabei mit sehr vielen Personen aus den verschiedenen Herrschaftshäusern konfrontiert, aber taucht immer mehr in die strategischen Verbindungen, Ränkespiele und Machtverhältnisse ein, sowohl in der weltlichen als auch geistlichen Welt. Die Werte der damaligen Zeit, insbesondere der Frauen wird anschaulich vermittelt. Und so kommt man als Leser zwangsläufig dazu, dass man Sympathien und Antipathien zu den jeweiligen Personen entwickelt. Sehr gelungen finde ich auch die zusätzlichen Informationen rund um den Roman in Form der Personen-, Karten- und Ahnentafeln. Während des Lesen der Geschichte schlug ich auch immer wieder dort nach um mir weitere Details besser einzuprägen. Die Entwicklung Friedrich, Herzog von Schwaben, ist sehr gut dargestellt und man lernt ihn und seine Persönlichkeit immer besser kennen. Zum einen ein junger Ritter mit großem politischen Geschick, aber auch ein kühler, teilweise eiskalter Mensch der gnadenlos Menschen auch vor den Kopf stoßen konnte. "Der junge Falke" ist in meinen Augen eine sehr gelungene Fortsetzung und die Autorin verdient vollstes Lob dafür. Auch diesmal konnte sie mich für dieses Teil deutscher Geschichte vollauf begeistern und schon jetzt bin ich absolut neugierig wie es im Folgeband weitergeht.

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    Cover des Buches Abseits (ISBN: 9783948987008)

    Bewertung zu "Abseits" von Thorsten Fiedler

    Abseits
    Isar-12vor einem Monat
    Wer stellt die Soko Bieberer Berg ins Abseits?

    "Abseits" ist der dritte Band der Offenbach-Krimi-Reihe von Thorsten Fiedler.  Eine vermisste Schülerin, ein aus der Haft entlassener Pädophiler, ein Lehrer bei dem belastendes Bildmaterial der Schülerin gefunden wird und er selbst erhängt aufgefunden wird. Was anfangs alles Einzelfälle sind scheint in irgendeiner Weise zusammenzuhängen. In OFC-Foren hatten sich vorher alle abfällig, teils hasserfüllt über die Leistungen des örtlichen Fußballverein Kickers Offenbach geäußert. Scheint es einen selbsternannter Rächer zu geben? Thorsten Fiedler lässt seine bekannten Protagonisten diesmal in einem Fall ermitteln, bei dem nichts ist wie es zunächst aussieht. Teilweise werden Beschuldigte in den Tod getrieben, teilweise brutal ermordet. Ein Täter der gezielt Beweise in der Datenwelt manipuliert um so seine Opfer zu bestrafen. Es werden falsche Spuren im World Wide Web gelegt, IP-Adressen manipuliert, anscheinend ein Täter mit bestem Hacker-Wissen. Dieser neue Fall von Hauptkommissar Hessberger ist wieder spannend aufgebaut, auch dessen Leidenschaft für die Kickers ist wie in den Vorgängerbänden ausführlich geschildert. Manchmal vielleicht auch ein klein wenig zu viel. Denn die Spannung würde noch besser erhalten bleiben, wenn man stattdessen weitere Details zu Opfern oder Täter erhalten hätte. So bleiben hier teilweise offene Fragen. Was war der Beweggrund für den Rachefeldzug, wie schafft es der Täter sich in geschützte Netzwerke einzuschleichen? Hier hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Information gewünscht. Aber "Abseits " zeichnet sich auch durch hohes Tempo aus. Die Ermittler sind gezwungen dem Täter hinterher zu hecheln, denn der lässt ihnen und dem Leser keine Atempause. Diese Rasanz und die damit verbundene Zuspitzung auf den Showdown fesseln. Das macht den Krimi zum Pageturner und man will ihn nicht vor der letztendlichen Auflösung des Falles weglegen. In Summe ist Offenbach ein sehr gefährliches Pflaster für die Soko Bieberer Berg, aber ein spannendes für den Leser.

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    Cover des Buches Falsch (ISBN: 9783455403855)

    Bewertung zu "Falsch" von Gerd Schilddorfer

    Falsch
    Isar-12vor einem Monat
    Das Geheimnis der codierten Botschaften

    "Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

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    Cover des Buches 24 DAYS ESCAPE – Der Escape Room Adventskalender: Sherlock Holmes und das Geheimnis der Kronjuwelen (ISBN: 9783772449888)

    Bewertung zu "24 DAYS ESCAPE – Der Escape Room Adventskalender: Sherlock Holmes und das Geheimnis der Kronjuwelen" von Philipp Wirthgen

    24 DAYS ESCAPE – Der Escape Room Adventskalender: Sherlock Holmes und das Geheimnis der Kronjuwelen
    Isar-12vor einem Monat
    Stelle Dich dem Meisterdetektiv!

    "Sherlock Holmes und das Geheimnis der Kronjuwelen" ist ein 24 Days Escape Adventskalender von Philipp Wirthgen. Wir schreiben den 1. Dezember als Du in der Times vom weltberühmten Diamanten Koh-I-Noor liest. Dieser ist ein Geschenk an ihre königliche Majestät und kein geringerer als Sherlock Holmes sorgt für die "Unstehlbarkeit" des Juwel. Das ist deine Möglichkeit dies als Meisterdieb zu widerlegen. Bewaffnet mit einer großen Poster-Pinwand und einer Lösungsschablone machst Du dich bereit. Dieser Adventskalender besteht zum einen aus 24 verschlossenen Seiten, die für jeden Tag ein eigenes Zahlen- oder Buchstabenrätsel enthalten, und zum anderen aus den Kontroll-, Hinweis- und Lösungsseiten. Dabei wird für jeden Tag die Geschichte durchgängig weiter erzählt und man wählt selbst welche Rätselseite man täglich öffnet. Es gibt Rätsel, die man sofort öffnen kann, andere haben ein Schlosssymbol und man muss zwingend erst vorher die Bedingungen zum Öffnen erfüllt haben. Die Rätsel sind dabei so gestaltet, dass man sie ohne zusätzliches Material lösen kann. Ein geschultes Auge, Logik oder Kombinationsgabe reichen vollkommen. Wir haben zu zweit täglich unser nächstes Rätsel geöffnet und hatten dabei echt Spaß. Die Form eines Adventskalender haben wir zum ersten Mal gehabt und diese Variante aus Rätselbuch und Sherlock Holmes Story finde ich gelungen. Wem Rätselspiele wie Escape, Exit oder Deckscape gefallen, der findet mit diesem Adventskalender eine nette Alternative. Mir hat es gut gefallen und ich werde im nächsten Jahr sicherlich nochmal mir so einen Adventskalender besorgen.

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