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JanaK0698

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Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Der Junge im Fluss (ISBN: 9783423351942)

Bewertung zu "Der Junge im Fluss" von Nestor T. Kolee

Der Junge im Fluss
JanaK0698vor einem Jahr
Kurzmeinung: Eine gute Idee, die an der Umsetzung scheiterte
Eine gute Idee, die an der Umsetzung scheiterte

Ich erhielt ein Leseexemplar im Rahmen einer Leserunde.

Bisher kannte ich den Autor und dementsprechende Werke nicht, wurde jedoch von der Inhaltsangabe zunächst positiv beeindruckt. Mich faszinierte die Idee der Geschichte, in der Ben ein für ihn gewagtes Abenteuer eingeht und dabei neue Seiten an sich entdeckt. Grundsätzlich habe ich ein großes Interesse an Büchern, die neue Blickwinkel mit sich bringen.

Beim Lesen des Buches musste ich jedoch schnell feststellen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden konnten. Mir fiel es demnach schwer, mich auf das Buch hereinzulassen. Zwar nahm die Handlung ihren Lauf, jedoch blieb die thematische Auseinandersetzung eher auf der Stelle ruhen. Es wurde immer wieder auf den Schwerpunkt „Verändern und Bewahren“ hingedeutet, jedoch ohne eine Entwicklung zu nehmen – mir fehlten die Erkenntnisgewinne, die tieferen Zugänge, die Zusammenhänge usw. Es wirkte zu abstrakt.

Aus diesem Grund musste ich schweren Herzens das Buch vorzeitig nach der Hälfte beenden. Demnach ist meine Rezension nicht zwangsläufig ausschlaggebend, aber meinem persönlichen Geschmack konnte es einfach nicht gerecht werden – wenngleich ich die Schreibweise des Autors schätze.

Cover des Buches Amazonah (ISBN: 9783949286070)

Bewertung zu "Amazonah" von Lou Bihl

Amazonah
JanaK0698vor einem Jahr
Kurzmeinung: Stark an die Gegenwart orientierte Dystopie, die fesselt.
Stark an die Gegenwart orientierte Dystopie, die fesselt

Amazonah greift die heutigen Problemlagen unserer gesellschaftlichen und politischen Welt auf und verschiebt sie ins Jahr 2030. Es ist erstaunlich, wie nah der Roman an die Realität anknüpft und wie sehr wir Leser*innen zur gegenwärtigen Zeit, mit der Dystopie mitempfinden können. Es scheint kein unrealistisches Horrorszenario und doch bleibt die Hoffnung, dass sich unsere gegenwärtige Lage in 10 Jahren nicht wiederholt oder gar verschärft. Inhaltlich kann ich das Buch demnach nur empfehlen.

Zu Beginn tat ich mich etwas schwer, in den Roman hineinzufinden. Es waren sehr viele Charaktere, die es erstmal kennenzulernen galt. Das war zunächst überfordernd und erschwerte mir den Fokus auf die Inhalte. Mit der Zeit habe ich die Charaktere immer besser kennengelernt und kam zunehmend in einen gespannten, neugieren Lesefluss - wenngleich die Atmosphäre gegen Ende immer bedrückender wurde. 

Die Vielfalt der genutzten Charaktere ist auch positiv zu bewerten und zeigt einfach die Vielfalt unserer Gesellschaft auf. Diverse Lebensweisen, Meinungen und Weltansichten inmitten eines einzigen Systems, welches versucht, alles zusammenzuhalten - wenn auch hier und da mit Manipulation und Intrigen (die in meinen Augen weniger waren als erwartet).

Grundsätzlich gab das Buch mir während des Lesens immer wieder Denkanstöße und Anregungen zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftskritischen Themen, insbesondere künstliche Befruchtung, Feminismus & Co. Sehr zu empfehlen.

Weiterhin möchte ich positiv die Vielfalt an Textarten: Neben der Erzählung fließen Interviews sowie Schlagzeilen/Reportagen mit ein. Solch eine Abwechslung gefällt mir persönlich immer sehr gut und gibt zwischendurch neue Energie.

Cover des Buches Liebesbriefe für Fortgeschrittene (ISBN: 9782496705270)

Bewertung zu "Liebesbriefe für Fortgeschrittene" von Emma Martin

Liebesbriefe für Fortgeschrittene
JanaK0698vor 3 Jahren
Kurzmeinung: Eine knackige, alltagsnahe Ehe-Geschichte mit hohem Identifikationspotenzial
Manchmal bedarf es einer Katastrophe, um Krisen zu überwinden.

Der Roman handelt von Paulina und ihrem Mann Markus, den sie vor 20 Jahren geheiratet hat. Zusammen leben sie mit ihren zwei (fast) pubertierenden Kindern, der frischverliebten Tochter Lilli und Theo, zusammen. Paulina arbeitet Vollzeit in der Social-Media Abteilung eines alternativeren Lebensmittelunternehmens, während Markus stark in die Tätigkeit in einer Arztpraxis eingebunden ist. Der stressige, routinierte Alltag hat die beiden fest im Griff: Schulprobleme des Sohnes, Arbeit, Haushalt etc. Insbesondere Paulina ist unglücklich und fühlt sich mit all den alltäglich anfallenden Aufgaben und Problemen allein gelassen. Kein Wunder, dass sie ihrer Ehe kritisch entgegen steht...

Die Geschichte von Paulina ist sehr realistisch und humorvoll geschrieben. So erscheint sie auch klischeehaft zu wirken, doch Klischees kommen nicht von irgendwo und geben dem Lesenden eine sehr gute Möglichkeit, sich mit der Protagonistin bzw. dem Leben identifizieren zu können. Auch mir fiel es leicht, mich in die Lage von Paulina hineinzuversetzen. Die Geschichte wirkt nicht an den Haaren herbei gezogen. Sie ist simpel, ohne große, aber dafür mit vielen kleinen Dramen des Alltags.

Allgemein lässt sich das Buch wegen des lockeren, leichten Schreibstils sehr gut lesen. Auch die Kürze der Kapitel lädt zum schnellen Lesen zwischendurch ein. Rückblenden in die Vergangenheit geben dem Roman eine schöne Abwechslung. 

Am Ende des Buches wartet ein kleines Rezept für die Liebe, was uns alle nochmal an die schönen Momente unsere Partnerschaft oder Ehe erinnern soll. Schöne Idee.

Cover des Buches Play (ISBN: 9783446268036)

Bewertung zu "Play" von Tobias Elsäßer

Play
JanaK0698vor 3 Jahren
Kurzmeinung: Hochaktuelle Themen der heutigen Jugend für junge Leser*innen kurz und knapp in einer Geschichte aufbereitet.
Erwachsenwerden im digitalen Zeitalter

Im Rahmen einer Schulaufgabe stößt Jonas auf eine App, die in der Lage ist, Zukunftsprognosen mittels verschiedener, gesammelter Daten aus dem Social Media aufzustellen. Jonas, der gerade sein Abitur geschafft hat, lässt sich auch seine Zukunft von der App vorhersagen und ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. So begibt er sich auf einen Road-Trip, um der App neue, unerwartete Daten liefern zu können, damit er bei der nächsten Anwendung der App eine neue Prognose erhalten wird. Dabei stellt er verschiedene Regeln auf, um größtmögliche Veränderungen erreichen zu können... 

Das Thema der sozialen Medien bzw. der heutigen Digitalisierung, wie es schon der Klapptext vermuten lässt, zieht sich wie erwartet durch die Geschichte mal mehr, mal weniger präsent durch. Doch die Fokussierung der beschriebenen App wird von vielen anderen Themen überlagert, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Leben konfrontiert sind: Freundschaft, Liebe, Drogen, Loslösung von der Vergangenheit bzw. den Eltern, Selbstfindung, Abenteuer erleben und vor allem die Suche einer Antwort auf die Frage „Wer bin ich und wer möchte ich sein (in einer digitalen Welt)?“. Auf der einen Seite werden viele „Problemfelder“ angeschnitten, die durchaus relevant sind, aber die stark an der Oberfläche bleiben. Auf der anderen Seite tritt auch keine Tiefgründigkeit bezüglich der App („der Maschine“) auf. So ist es eine lockere Geschichte, bei der es an der nötigen Tiefgründigkeit und somit an einer Anregung zum tieferen Nachdenken mangelt. Durchaus ist es nachvollziehbar, dass durch diese Schreibweise und Aufbereitung, die Schnelllebigkeit des Internet widergespiegelt wird. Für mein subjektives Lesevergnügen ist es aber nicht zufriedenstellend.

Ich mag die beiden Protagonisten und finde vor allem an einigen Stellen Suns Sichtweisen insofern anregend, dass sie kurzzeitig Denkimpulse beim Leser bzw. der Leserin auslösen. Auch mag ich Jonas, der sich auf dieses Abenteuer einlässt und, wenn auch durch eine App angeregt, nach und nach lernt, auf sich und sein Gefühl zu hören und sich mehr von Social Media abgrenzt. Bis zuletzt ist mir aber die Beziehung zwischen Jonas und seiner ehemaligen Lehrerin Anne unklar – irgendwo wird eine emotionale Abhängigkeit beschrieben, die aber eher wie „daher geholt“ und daher sehr aufgesetzt wirkt. Es passt nicht in die Geschichte und scheint mir eher wie eine unnötige Nebenhandlung.

Ich schätze für die Zielgruppe der ca. 12 bis 17-jährigen Jungen und Mädchen ist diese Geschichte durchaus geeignet, vor allem wegen ihrer Vielfältigkeit und „Schnelllebigkeit“. Es lässt sich schnell lesen und dürfte demnach die Aufmerksamkeit der jungen Leser*innen gerecht werden.

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