JanaK0698

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    Cover des Buches Liebesbriefe für Fortgeschrittene (ISBN: 9782496705270)

    Bewertung zu "Liebesbriefe für Fortgeschrittene" von Emma Martin

    Liebesbriefe für Fortgeschrittene
    JanaK0698vor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine knackige, alltagsnahe Ehe-Geschichte mit hohem Identifikationspotenzial
    Manchmal bedarf es einer Katastrophe, um Krisen zu überwinden.

    Der Roman handelt von Paulina und ihrem Mann Markus, den sie vor 20 Jahren geheiratet hat. Zusammen leben sie mit ihren zwei (fast) pubertierenden Kindern, der frischverliebten Tochter Lilli und Theo, zusammen. Paulina arbeitet Vollzeit in der Social-Media Abteilung eines alternativeren Lebensmittelunternehmens, während Markus stark in die Tätigkeit in einer Arztpraxis eingebunden ist. Der stressige, routinierte Alltag hat die beiden fest im Griff: Schulprobleme des Sohnes, Arbeit, Haushalt etc. Insbesondere Paulina ist unglücklich und fühlt sich mit all den alltäglich anfallenden Aufgaben und Problemen allein gelassen. Kein Wunder, dass sie ihrer Ehe kritisch entgegen steht...

    Die Geschichte von Paulina ist sehr realistisch und humorvoll geschrieben. So erscheint sie auch klischeehaft zu wirken, doch Klischees kommen nicht von irgendwo und geben dem Lesenden eine sehr gute Möglichkeit, sich mit der Protagonistin bzw. dem Leben identifizieren zu können. Auch mir fiel es leicht, mich in die Lage von Paulina hineinzuversetzen. Die Geschichte wirkt nicht an den Haaren herbei gezogen. Sie ist simpel, ohne große, aber dafür mit vielen kleinen Dramen des Alltags.

    Allgemein lässt sich das Buch wegen des lockeren, leichten Schreibstils sehr gut lesen. Auch die Kürze der Kapitel lädt zum schnellen Lesen zwischendurch ein. Rückblenden in die Vergangenheit geben dem Roman eine schöne Abwechslung. 

    Am Ende des Buches wartet ein kleines Rezept für die Liebe, was uns alle nochmal an die schönen Momente unsere Partnerschaft oder Ehe erinnern soll. Schöne Idee.

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    Cover des Buches Play (ISBN: 9783446268036)

    Bewertung zu "Play" von Tobias Elsäßer

    Play
    JanaK0698vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hochaktuelle Themen der heutigen Jugend für junge Leser*innen kurz und knapp in einer Geschichte aufbereitet.
    Erwachsenwerden im digitalen Zeitalter

    Im Rahmen einer Schulaufgabe stößt Jonas auf eine App, die in der Lage ist, Zukunftsprognosen mittels verschiedener, gesammelter Daten aus dem Social Media aufzustellen. Jonas, der gerade sein Abitur geschafft hat, lässt sich auch seine Zukunft von der App vorhersagen und ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. So begibt er sich auf einen Road-Trip, um der App neue, unerwartete Daten liefern zu können, damit er bei der nächsten Anwendung der App eine neue Prognose erhalten wird. Dabei stellt er verschiedene Regeln auf, um größtmögliche Veränderungen erreichen zu können... 

    Das Thema der sozialen Medien bzw. der heutigen Digitalisierung, wie es schon der Klapptext vermuten lässt, zieht sich wie erwartet durch die Geschichte mal mehr, mal weniger präsent durch. Doch die Fokussierung der beschriebenen App wird von vielen anderen Themen überlagert, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Leben konfrontiert sind: Freundschaft, Liebe, Drogen, Loslösung von der Vergangenheit bzw. den Eltern, Selbstfindung, Abenteuer erleben und vor allem die Suche einer Antwort auf die Frage „Wer bin ich und wer möchte ich sein (in einer digitalen Welt)?“. Auf der einen Seite werden viele „Problemfelder“ angeschnitten, die durchaus relevant sind, aber die stark an der Oberfläche bleiben. Auf der anderen Seite tritt auch keine Tiefgründigkeit bezüglich der App („der Maschine“) auf. So ist es eine lockere Geschichte, bei der es an der nötigen Tiefgründigkeit und somit an einer Anregung zum tieferen Nachdenken mangelt. Durchaus ist es nachvollziehbar, dass durch diese Schreibweise und Aufbereitung, die Schnelllebigkeit des Internet widergespiegelt wird. Für mein subjektives Lesevergnügen ist es aber nicht zufriedenstellend.

    Ich mag die beiden Protagonisten und finde vor allem an einigen Stellen Suns Sichtweisen insofern anregend, dass sie kurzzeitig Denkimpulse beim Leser bzw. der Leserin auslösen. Auch mag ich Jonas, der sich auf dieses Abenteuer einlässt und, wenn auch durch eine App angeregt, nach und nach lernt, auf sich und sein Gefühl zu hören und sich mehr von Social Media abgrenzt. Bis zuletzt ist mir aber die Beziehung zwischen Jonas und seiner ehemaligen Lehrerin Anne unklar – irgendwo wird eine emotionale Abhängigkeit beschrieben, die aber eher wie „daher geholt“ und daher sehr aufgesetzt wirkt. Es passt nicht in die Geschichte und scheint mir eher wie eine unnötige Nebenhandlung.

    Ich schätze für die Zielgruppe der ca. 12 bis 17-jährigen Jungen und Mädchen ist diese Geschichte durchaus geeignet, vor allem wegen ihrer Vielfältigkeit und „Schnelllebigkeit“. Es lässt sich schnell lesen und dürfte demnach die Aufmerksamkeit der jungen Leser*innen gerecht werden.

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