KatjaGraf

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Der Gin des Lebens (ISBN: 9783832183974)

    Bewertung zu "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn

    Der Gin des Lebens
    KatjaGrafvor 7 Monaten
    Spritziger Krimi

    Der Gin des Lebens ist ein spritzig, witziger Krimi. Kurzweilig und mit unerwarteten Wendungen.

    Cover:

    Das Cover hat mich von Anfang an angesprochen. Ich wollte mehr über das Buch erfahren und habe mich darum auch der Leserunde angeschlossen. Vielen Dank, dass ich das Buch vorab lesen durfte.

    Inhalt: 

    Wie wir aus dem Klappentext wissen, geht es um Bene der eigentlich Annika einen Antrag machen will und dann kommt alles anders. Er entdeckt den Gin seines Vaters und dessen Potential und beschließt den Spuren des Gins und den Reisen seines Vaters nach Cornwall zu folgen.
    Aber nicht nur Bene möchte gerne wissen, was es mit der Vergangenheit auf sich hat. Auch Cathy in Cornwall hat eine Obsession für Gin und da kreuzen sich die Wege der beiden.
    Um Euch die Lesefreude nicht zu nehmen, möchte ich hier nicht mehr über den Inhalt verraten. 

    Mein Eindruck:

    Der Schreibstil von Carsten Sebastian Henn ist erfrischend reduziert. Er kommt ohne große Schnörkel und Floskeln aus. Die Geschichte ist ebenfalls teils nüchtern und eher sachlich erzählt, enthält aber immer einen leicht schmunzelnden Unterton der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Egal wie ernst eine Verfolgungsjagt oder das Verbrechen ist, irgendwie scheint Carsten Henn immer ein bisschen der Schalk im Nacken zu sitzen.

    Die ganze Geschichte ist fröhlich und heiter erzählt. Die eine oder andere Übertreibung nimmt man dem Roman nicht übel, selbst als es beim großen Showdown etwas hanebüchen wird, und die Charaktere naiv und unnatürlich handeln, überwiegt die Spannung und der immer noch spürbare Sarkasmus der Geschichte.

    Insgesamt hätte den Figuren etwas mehr Tiefe gut getan. Sie sind meist nur sehr oberflächlich gehalten und werden auch charakterlich nur sporadisch beschrieben.

    Ich habe mich königlich amüsiert (kleiner INSIDER) und kann den Roman nur wärmstens weiterempfehlen.
    Krimiliebhaber dürften jedoch etwas enttäuscht sein. Wer klassische Krimis mit komplizierten Sachverhalten liebt, ist hier falsch. Der eine oder andere Fehler im Zusammenhang darf einem beim Lesen nicht stören.

    Viel Spaß beim Lesen

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    Cover des Buches Up All Night (ISBN: 9783736309678)

    Bewertung zu "Up All Night" von April Dawson

    Up All Night
    KatjaGrafvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Schlechter Schreibstil - überzogene Handlung
    Schlecht geschrieben mit völlig überzogener Handlung.

    Cover:

    Das Cover hat mir sehr gut gefallen, und ich war sehr neugierig auf das Buch.


    Schreibstil:

    Leider ist der Schreibstil sehr schlecht und hat mich ab der ersten Seite zögern lassen, ob ich weiterlesen soll. Auch in späteren Kapiteln kommt die Geschichte nicht richtig in Gang, die Charaktere sind schlecht beschrieben und die Satzbildung ist teilweise weit entfernt von einer guten Schriftsprache. Handwerklich fehlt es leider gewaltig, hier wäre ein guter Lektor hilfreich gewesen.


    Inhalt:

    Taylor Jensen verliert ihren Job, als sie auf den Parkplatz vor der Firma kommt, klaut gerade jemand ihr Auto, sie erlebt noch ein paar Missgeschicke und als sie endlich sicher in der U-Bahn sitzt, ruft ihr Dad an und sagt ihr, dass ihr Freund fremd geht. Klar, kommt sie nach Hause und findet ihn mit der anderen im Bett. Das alles passiert so ziemlich auf Seite eins und alles am gleichen Tag. Aber es geht weiter: Völlig verzweifelt läuft sie durch die Straßen und trifft - oh Wunder - einen alten Freund, der natürlich ein WG Zimmer für sie hat und behauptet schwul zu sein. Ja, die Story ist nicht neu, schon tausend Mal gelesen. Das sind mir eindeutig zu viele Zufälle, zu konstruiert und zudem fehlt der Geschichte ganz einfach etwas mehr Inhalt. Schlag auf Schlag passiert etwas und die Beschreibungen sind so farblos und dahin geschrieben wie ein Schüleraufsatz. 


    Konnte mich leider null überzeugen - ich habe das Buch abgebrochen.


    Tut mir sehr leid für April, der ich auf Instagram folge und sie echt sympathisch finde. Aber von einem netten Lächeln wird das Buch nicht besser.

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    Cover des Buches Kissing Lessons (ISBN: 9783499275364)

    Bewertung zu "Kissing Lessons" von Helen Hoang

    Kissing Lessons
    KatjaGrafvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Zuviel Sex - zu wenig Handlung
    Zu viel Sex - zu wenig Inhalt

    Cover:

    Anhand des Covers hätte ich das Buch vermutlich nicht gekauft. Es erinnert mich an meine Oma und hat so gar nichts mit dem Titel und dem Inhalt zu tun. Die biedere Optik passt so gar nicht zum Buch. Keine Ahnung, warum sich der Verlag für diesen Entwurf entschieden hat.

    Inhalt: 

    Stella hasst es zu küssen. Sie findet es unangenehm. Sie hat hat sich bereits aus dem Kopf geschlagen, je einen Freund zu haben – als Asperger-Autistin ist es zudem schwer mit anderen Menschen zu interagieren – doch dann stellt sie sich die Frage, ob sie nicht einfach nur etwas Übung braucht. Darum engagiert sie Michael, einen Callboy und das Chaos nimmt seinen Lauf.

    Der Anfang der Geschichte hat mir echt gut gefallen. Es wird prickelnd, erotisch, lustig und unterhaltsam. Sehr schnell reduziert sich das Buch aber auf immer wiederkehrenden Sexszenen, die schnell nervig und boring werden. Der Inhalt der Geschichte plätschert so dahin, die Charaktere bekommen keine Tiefe sondern bleiben oberflächlich und sind schlecht ausgearbeitet. Michael wurde immer weniger authentisch für mich, während sich Stella benimmt wie die Axt im Wald. Stella wirkt teilweise extrem unsympathisch und man fragt sich, warum Michael ihr nicht einfach mal sagt, wie unpassend ihr Verhalten ist. Viele Szenen im Buch machen keinen Sinn, wie zu Beispiel, dass die Familie nur wegen Stellas Gemecker neues Kochgeschirr anschafft, obwohl sie kein Geld haben und sich alles vom Mund absparen müssen. 

    Mein Fazit:

    Das Buch startet vielversprechend, lässt aber immer mehr nach. Der Schluss kommt so plötzlich und gehetzt, als hätte die Autorin sonst den Abgabetermin nicht geschafft. Plötzlich geht es ruck zuck und inhaltlich komplett bergab. Die Dialoge werden fahrig und noch weniger authentisch. 

    Insgesamt ist die Geschichte ganz nett für zwischendurch. Ich würde gerne 3,5 Sterne geben. Da das nicht geht, werden es leider nur 3.

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    Cover des Buches Save me from the Night (ISBN: 9783499000065)

    Bewertung zu "Save me from the Night" von Kira Mohn

    Save me from the Night
    KatjaGrafvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Brillant geschrieben
    Brillant geschrieben

    Seanna ist die Kellnerin In dem kleinen Dorf Castledunns, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen. Sie ist von zuhause weggezogen und versucht zu vergessen. Doch die Bar bekommt Niall als neuen Besitzer, und der sieht verdammt gut aus und bringst Seannas Herz zum wanken.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mich der erste Teil "Show me the Strars" noch mehr berührt hat. 

    Bei der Geschichte um Seanna geht es viel um ihre Vergangenheit und ihre Schwester und Mutter und einen brutalen Vater. Der große Showdown zum Ende des Buches war mir persönlich zu brutal und insgesamt zu viel. Das ist aber sicher Geschmackssache.

    Kira Mohn ist auf jeden Fall, eine Ausnahme-Autorin. Sie hat einen unfassbar guten Schreibstil und eine Gabe, die Protagonisten so zu beschreiben, dass sie zu deinen Freunden werden. Man fiebert mit jedem einzelnen mit und hat das Gefühl, sie schon ewig zu kennen. Kira Mohn schaut ihren Protagonisten mitten ins Herz und schreibt ihnen perfekte Szenen und stimmige Dialog. Ich bin ein großer Fan der Reihe und freue mich schon auf das nächste Buch.

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    Cover des Buches Gar kein Plan ist auch eine Lösung (ISBN: 9783958185449)

    Bewertung zu "Gar kein Plan ist auch eine Lösung" von Kyra Groh

    Gar kein Plan ist auch eine Lösung
    KatjaGrafvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvoll mit Luft nach oben
    Humorvoll mit Luft nach oben

    Kyra Groh, Meisterin der Schachtelsätze und des gehobenen Schreibstils hat mich mit der ersten Hälfte des Buchs vollkommen überzeugt. Leider wurde es ab der Mitte zu redundant, zu klischeehaft, zu viel Schubladendenken.

    Cover:

    Das einfach gehaltene Cove in Girly rosa zeigt was man innen bekommt. Wenig Schnickschnack, ordentlich, nahezu bürokratisch aufgeräumt. Das Inhaltsverzeichnis ist nach A-Z sortiert, die Umlaute gibt’s als Zugabe. Ich finde das Cover zur Geschichte passend und die A-Z Sortierung passt perfekt zum Titel.

    Schreibstil:

    Kyra Groh arbeitet als Texterin und hat so weit ich weiß, kreatives Schreiben studiert. Handwerklich ist sie eine Künstlerin. Sehr gute Dialoge, gute Szenen.
    Trotzdem hat mir im Buch etwas gefehlt. Aus meiner Sicht, konnte sie mit diesem Buch nicht an die vergangenen Erfolge anknüpfen. Auch wenn ich bis zur ersten Hälfte gesagt hätte, dass dies ihr bestes Werk sei, so konnte es mich in der zweite Hälfte leider nicht überzeugen.

    Inhalt:

    Mara ist die Assistentin einer überdrehten Influencerin. Hier geht es bereits mit den Klischees los. Natürlich braucht Alex ein Hündchen das sie in einer Tasche herumträgt und eine große Sonnenbrille. Weiter geht es im Schubladendenken mit den Computer-Nerds von nebenan die nur Pizza aus dem Karton essen, nachts arbeiten und nix außer Fastfood kennen.

    Die Charaktere sind alle etwas sehr einfach gestrickt und waren mir leider auch zu wenig ausgearbeitet. Hier wäre noch deutlich mehr Hintergrundwissen und Charakterstärke möglich gewesen. Die vielen Klischees haben mich leider gestört. Um nicht zu spoilern, kann ich sie hier leider nicht nennen.

    Insgesamt ist die Geschichte aber lustig zu lesen, humorvoll und ohne langatmige Kapitel. Gut gefallen hat mir, dass sich Mara einfach mal traut, etwas anders zu machen. Dass sie nicht so sehr verkopft ist und auch mal spontan handelt.
    Sehr schön war auch der männliche Protagonist, Marius, der eben auch mal das Richtige tut und das Richtige sagt.

    Ohne zu viel zu spoilern, ist es schwer, mehr über die Geschichte zu sagen.

    Fazit: Nettes Lesevergnügen für Zwischendurch. Humorvoll, voller Esprit und mit einem gelungenem Setting.

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    Cover des Buches Show me the Stars (ISBN: 9783499275999)

    Bewertung zu "Show me the Stars" von Kira Mohn

    Show me the Stars
    KatjaGrafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leise erzählt mit guten Charakteren
    Gefühlvoll und tiefsinnig wie der Atlantik

    Kira Mohn beherrscht die leisen Töne. Ich mochte das Buch ab der ersten Zeile. Die Protagonistin Liv, die sich eine Auszeit in einem Leuchtturm nimmt, ist so liebenswert und so charakterstark erzählt. Liv stellt sich ihren Ängsten und lebt ganz alleine auf einer Insel. Mit nichts, als einem Leuchtturm, ein paar Büchern, viel Wind und noch mehr Wasser. Das Buch ist beinah ein Kammerstück und hat doch soviel zu bieten. Sehr gekonnt beschreibt Kira Mohn den ständigen Kampf zwischen Liv und ihren Ängsten und sehr geschickt lässt sie Liv dabei durchs Leben gehen, an Erfahrung gewinnen und sich weiterentwickeln. Die charakterstarke Liv muss man einfach ins Herz schließen. Das merkt auch der attraktive Kjer und bald entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ob es ein Happy End gibt wird natürlich nicht verraten.

    Schreibstil:

    Kira Mohn beherrscht ihr Handwerk. Selten habe ich so gut formulierte und ausgefeilte Sätze gelesen. Das ist die hohe Kunst des Schreibens. Ich bin ein riesen Fan und werde sicher noch alles lesen, was man von dieser tollen Autorin bekommen kann. Für mich, eines der bestgeschriebenen Bücher, die es derzeit auf dem Markt gibt. 

    Ganz klare Leseempfehlung



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    Cover des Buches Geisterfjord (ISBN: 9783596512683)

    Bewertung zu "Geisterfjord" von Yrsa Sigurdardottir

    Geisterfjord
    KatjaGrafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Extrem gruselig und ganz anders als erwartet
    Schön schaurig

    Geisterfjord ist eines der Bücher, das dich Nachts nicht mehr schlafen lässt. Jedes Knacken im Haus lässt dich aufschrecken, jeder Schatten am Fenster löst fast einen Schrei aus.


    Drei Menschen reisen auf eine einsame Insel mit alten Häusern. Die Gegend ist verlassen und ausgestorben, trotzdem haben sich die drei es zur Aufgabe gemacht ihr altes Haus zu renovieren. Schon bald passieren seltsame Dinge im Haus und schön langsam kommt man ins Zweifeln, wer hinter all den Ereignissen steckt.

    Mehr möchte ich Euch nicht erzählen, jeder Spoiler würde Euch die Spannung nehmen. Lest das Buch - es ist großartig.

    Das Ende war für mich ganz anders als erwartet. Da mich der Ausgang der Geschichte nicht so überzeugt hat nur 4 dicke Sterne.

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    Cover des Buches Rachewinter (ISBN: 9783442486557)

    Bewertung zu "Rachewinter" von Andreas Gruber

    Rachewinter
    KatjaGrafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zum Schluss zu grotesk
    Leider sind die Charaktere unbeholfen

    Rachewinter startet mit starken Charakteren und einer starken Story. Lange bin ich tatsächlich im Dunkeln getappt und nur sehr langsam setzt der Leser die Puzzleteile richtig zusammen. Es war als würde man selbst den Fall aufklären, was mir sehr gut gefallen hat.

    Leider war das letzte Drittel des Buches einfach nur extrem überzogen bis grotesk. Die Protagonisten handeln alle unvorsichtig und die Geschichten wird unglaubwürdig. Ein Kriminalbeamter der im Alleingang ein Haus mit den Entführern aufsucht, eine Rechtsanwältin die einen Durchsuchungsbeschluss alleine umsetzt und viele sachlich, wie fachliche Fehler die mir dann die Lesefreude genommen haben. Zum Schluss ist es ein wildes Gemetzel, weil weder die Polizei auf die Idee kommt mehr als einen suspendierten Komissar ins Rennen zu schicken, und obendrein alle anderen (wie zum Beispiel die minderjährige Tochter eines Opfers) die auf eigene Faust ermitteln, völlig sinnfrei handeln. Sie kommen offensichtlich nicht auf die Idee, dass es gefährlich sein könnte in das Haus der Familie des Mörders zu gehen. Da geht man einfach mal vorbei und klingelt um zu fragen, warum der Sohn denn jetzt den eigenen Vater so kaltblütig abgestochen hat. Die Rechtsanwältin schaut dann auch mal vorbei um zu fragen, ob sie zufällig zwei Geiseln im Haus haben... es wird echt ziemlich plump zum Schluss.

    Nun, mein Fazit ist, dass die Geschichte in den ersten beiden Dritteln echt lesenswert ist, aber zum Schluss doch ziemlich an Ernsthaftigkeit verliert und am Verstand aller involvierten Personen zweifeln lässt. Eine unüberlegte Handlung folgt der nächsten.

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    Cover des Buches Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte (ISBN: 9783453271944)

    Bewertung zu "Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte" von Anne Freytag

    Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte
    KatjaGrafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eloquent geschrieben mit viel Tiefgang
    Wie immer - faszinierend

    Alles was Anne Freytag schreibt ist in Sachen Schreibstil und Eloquenz unübertroffen. Anne Freytag ist eine Künstlerin, die mit Worten Bilder malt. Ich bin jedesmal fasziniert von Ihrer gewaltigen Sprache und ihren tiefgreifenden Sätzen.


    Die Geschichte um drei junge Menschen, die in einem VW-Bus durch Australien fahren bietet alles was man sich von einem guten Buch erhofft. Es ist unfassbar spannend und die Charaktere reiben sich das eine oder andere mal ziemlich heftig. Eine diffuse erotische Stimmung fährt immer mit, ebenso wie die Gefahr, die Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Ich fand es unglaublich gut umgesetzt, wie die Protagonisten miteinander umgehen, wie sie langsam immer besser zusammenwachsen, wie Vertrauen entsteht und wie plötzlich auch Eifersucht herrscht.

    Es ist eines dieser Bücher, das dich anders zurücklässt als du es in die Hand genommen hast. 


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    Cover des Buches Der Hinterlistigen Zähmung: Liebesroman (ISBN: B07R29H9BS)

    Bewertung zu "Der Hinterlistigen Zähmung: Liebesroman" von Marit Bernson

    Der Hinterlistigen Zähmung: Liebesroman
    KatjaGrafvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfacher Lesestoff für Zwischendurch mit vielen Klischees. Traumfrau triff Millionär.
    Vorurteile und Klischees - leider sehr enttäuschend und zu kurz

    Wer hat es nicht gemerkt? Bereits der Titel: "Der Hinterlistigen Zähmung" wurde natürlich bei Shakespeare abgeschaut. Das Theaterstück "Der Widerspenstigen Zähmung" ist eines seiner bekanntesten Werke und darum verwundert es auch nicht, dass die Namen der Protagonisten ebenfalls bei Shakespeare ausgeliehen wurden und Kate und Bianca heißen. Während bei Shakespeare Katharina die widerspenstige Tochter verheiratet werde soll, wird im Buch die hinterlistige Kate dem Millionär Peter untergejubelt. 


    Cover:

    Das Cover ist für die Geschichte sehr passend, man sieht bereits auf dem Einband Giraffen, Schlangen, Affen und Elefanten und schon sind wir gedanklich in Afrika. Ein bisschen Skyline von New York und natürlich Mr. und Mrs. Hauptdarsteller. Das Cover ist gezeichnet und gibt uns schon einen Vorgeschmack auf eine leichte Lektüre. So gesehen kann man sagen, es ist sehr stimmig, drinnen steht, was außen dargestellt ist.
    Das Buch ist sehr dünn und man hat es schnell gelesen. 

    Schreibstil:

    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Kurze Kapitel mit einfachen kurzen Sätzen. Marit Bernson schreibt unter anderem auch Kinderbücher. Hier mag der einfache Satzbau angebracht sein, von Erwachsenen kann man aber eine deutlich längere Aufmerksamkeitsspanne und einen umfangreicheren Wortschatz erwarten.

    Richtig gestört haben mich vor allem die Dialoge, die so naiv waren, und häufig so umgangssprachlich, dass sie unmöglich zu einem New Yorker Businessman passen konnten. Sätze wie: "Bei mir auf der Arbeit" sind bereits im Deutschen eine grammatikalische Zumutung, und eher in der Unterklasse gebräuchlich. 
    Einem New Yorker würde ein derartiger Fehler sicher nicht passieren. Zudem sind die Protagonisten gebildete Menschen mit einem Studienabschluss die schon deshalb eine gehobenere Sprache verwenden würden. Die Dialoge waren aber allesamt eher simple gehalten und waren weder höflich noch zu der Situation passend. So würde eine PR- Agentin niemals einen Auftraggeber immer wieder verbal angreifen und ihn vor dem Kopf stoßen. Es ist ihr KUNDE!!! Nicht irgendein dahergelaufener Zeitungsjunge auf der Straße.

    Zum Inhalt:

    ACHTUNG SPOILER

    Kate ist PR-Agentin. Ihr Kollege Luke möchte ihr einen Auftrag wegschnappen, also muss Kate aus dem Weg. Er engagiert Peter, seinen Freund, der natürlich Millionär ist und gerade mit einer Frau in der Karibik weilt. Hier geht es gleich los mit dem Schubladendenken. 
    Der reiche Schnösel ist natürlich ein Frauenheld, und jede Frau bringt er nur einmal mit in die Karibik. Danach schießt er sie ab und nimmt sich die nächste..... Ja, er soll Kate erzählen, dass er einen Auftrag für sie hat und sie seine PR-Managerin werden soll. Schon stolpern wir über das nächste Klischee. Hübsche Frauen werden nicht ernst genommen, weiß die Autorin. Darum muss Kate ein hässliche Hornbrille mit Fensterglas aufsetzen um ernst genommen zu werden. (Ja, ist klar! Eine gebildete Frau die weiß was sie auf dem Kasten hat, die bereits mega erfolgreich ist mit eigenem Chauffeur und großem Luxus-Appartement läuft mit Fake-Fensterglasbrille durchs Leben, damit sie einer ernst nimmt?!?) 

    Die Behauptung, schöne Frauen könnten nicht erfolgreich sein, ist mir wirklich zu oberflächlich, und zu naiv gedacht. Vielleicht muss man selber im Management arbeiten um zu wissen, dass es in gewissen Positionen und ab einer gewissen Gehaltsstufe essentiell ist gut auszusehen. Gerade in der Werbebranche wird ein tadelloses Äußeres erwartet. 

    Nun gehen wir weiter im Text. 
    Mr. Neureich - Peter hat natürlich ein Boot. Eine Yacht und einen Privatjet und mit dem fliegt er mit Kate nach Nigeria um ihr sein Hilfsprojekt zu zeigen. Peter hat sich überlegt, sein Image vom Playboy zum edlen Ritter zu wandeln, um auf diesem Wege zum begehrtesten Junggesellen der Stadt zu werden. 
    Also fliegen sie nach Afrika. Es folgt das nächste Klischee, wir gehen auf Safari und fahren in ein Dorf und da hat Peter was? Eine Schule gebaut! Kate bringt es auf den Punkt: "Eine Schule für arme Kinder in Afrika zieht immer"!
    Das war wohl auch der Gedanke der Autorin als sie die Geschichte geschrieben hat. 
    Natürlich kennt das ganze Dorf Peter, den edlen Spender und so werden sie von glücklichen Menschen hofiert. Und wir wären nicht in Afrika gäbe es nicht auch das Krankenhaus und wieder rückt sich Peter ins rechte Licht.
    (In meinem Hinterkopf ist ja noch immer die Yacht und der Privatjet und was man alles Gutes tun könnte, wenn man auf den Luxus verzichten würde.)

    Um nicht zu viel zu spoilern - ich denke das Happy End ist vorhersehbar..... - komme ich gleich zu meinem Fazit.

    Fazit:

    Es ist eine einfache Geschichte für zwischendurch. Aufgrund der einfachen Schreibweise kann man es problemlos im Bus oder sonst nebenbei lesen, weil es wenig Aufmerksamkeit erfordert. 

    Ich hatte eine fröhliche und humorvolle Geschichte erwartet, die Dialoge sind aber eher ein ständiges Tauziehen. Hier geht es meist nur um die Streitgespräche zwischen Kate und Peter oder zwischen Kate und Luke oder sie gibt ihrer Assistentin absichtlich unsinnige Aufgaben weil sie diese nicht leiden kann. Somit ist es auch wieder nur Neid und Missgunst und weit entfernt von einer lustigen Erzählung. 

    Die wenig authentischen Dialoge haben mich wirklich genervt. Da sitzen sich eine PR-Managerin und ihr Auftraggeber gegenüber und unterhalten sich wie die Kleinkinder mit reduziertem Wortschatz und auf unterstem sprachlichem Niveau. Das passt einfach nicht zusammen. Selbst der Bauarbeiter am Times Square weiß sich eloquenter auszudrücken. Zudem ist ein Streitgespräch oder ein Schlagabtausch zwischen Auftraggeber und PR-Managerin wohl eher unangebracht. 

    Die Klischees, sei es der privat Jet, die Yacht, die Mädchen in der Karibik und die Schule in Afrika waren mir einfach zu flach und zu abgedroschen, dazu wurde mal eben ganz frech bei Shakespeare der Titel abgekupfert nebst der Namen weiblichen Protagonisten.
    Offensichtlich spielt man hier ganz absichtlich mit der Ähnlichkeit zum Theaterstück. 

    Zu den Sternen:

    Da ich für wirklich gute Bücher wie Harry Potter, Bücher von Anne Freytag, Ava Reed oder Bianca Iosivoni fünf Sterne gebe, weil sie einfach brillant sind, dann kann ich für eine einfache Lektüre wie z.B. Rosamunde Pilcher nur 4 Sterne geben. 

    Gemessen an diesem Schema und der doch sehr einfachen Schreibweise kann ich leider nicht mehr als 3 Sterne geben, da die Geschichte inhaltliche Mängel aufweist und sehr einfach geschrieben ist.  
    Zudem ist das Buch sehr kurz - Eigentlich nur eine Kurzgeschichte.



     

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