Klausviedenz

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit (ISBN: 9783785727003)

    Bewertung zu "Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit" von Ken Follett

    Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit
    Klausviedenzvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Zum 20. Mal der gleiche, aufgewärmte Kakao mit den gleichen Figuren, der gleichen Handlung, und jetzt auch grottiger Prosa.
    Neue Zeit? Nein. Wieder die gleiche Geschichte, nur schlechter.

    12/25 (48%) 2 Sterne.

    Lieber Ken Follett,

    danke für alles, aber hier geht unser gemeinsamer Weg zu Ende. Du musst nicht traurig sein: Seit dem Moment, in dem ich „Die Säulen der Erde“ zum ersten Mal gesehen habe, haben deine Bücher mir sehr viel gegeben. Du hast sicher großen Anteil daran, dass sich bei mir der Wunsch durchgesetzt hat, Geschichtslehrer zu werden: Tom, Phillip und Aliena, sogar William, sie alle haben mich für das englische Mittelalter begeistert. Danke für die schönen Stunden, die tollen Figuren, danke, dass du mich für dieses Genre begeistert hast. Ich bin dir weiter gefolgt, und obwohl ich vieles immer noch genossen habe, wurde es doch irgendwann seltsam. Ich las die Pfeiler der Macht und war begeistert. Ich las die Tore der Welt und wurde misstrauisch. Ich las die Jahrhundert-Trilogie und bekam leichte Bauchschmerzen. Dann kam „Das Fundament der Ewigkeit“, und aus den Bauchschmerzen wurden Migräne, denn ich hatte erkannt, dass du am Ende doch immer nur das gleiche Buch schreibst, die gleichen Figuren auf die Reise schickst, dass sogar das Ende der Reise immer das gleiche bleibt. Und das liegt nicht daran, dass du einen historischen Roman schreibst, bei dem die Geschichte dem Autor nun mal vieles vorgibt, nein, daran liegt es nicht. Es liegt daran, dass du offenbar außerstande oder schlichtweg nicht bereit bist, mal einen neue Figur oder eine neue Geschichte zu schreiben. Denn du schreibst auch jetzt, so viele Jahrzehnte später, immer noch nur „Die Säulen der Erde.“

    Doch, Ken. Glaub mir, es ist so. Nur, weil du deinen Figuren andere Namen gibst, ändert sich nicht plötzlich, wer sie sind. Du hast immer den genialen Autodidakten vom Typ „Jack“, immer seine spätere Frau „Aliena“, die aus der Oberschicht stammt und sich trotzdem für den einfachen Bauerntölpel interessiert, immer den weisen Oberhirten „Phillip“, immer den hirnlosen Grobian „William“ und auch immer den ebenso fiesen, aber etwas schlaueren Bischof der Marke „Waleran“. Alle anderen sind im Prinzip dumme Hinterwäldler. Es mag anderen Leuten gefallen, immer wieder die gleiche Geschichte, tausend Seiten aufgewärmten Kaffee von vorgestern in strengem Schwarz und Weiß, ganz ohne Grauzonen: Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Ich erwarte von einem Schriftsteller, dass er auch mal bereit ist, eine neue Geschichte zu erzählen. Eine neue Stimme einzubringen. Einen anderen Handlungsbogen zu schlagen. Und du tust das nicht. Alles, was mit diesen Figuren passiert, ist ihnen in den Säulen der Erde schon passiert, oder spätestens in „Die Tore der Welt“, inklusive der obligatorischen Vergewaltigung der weiblichen Hauptperson.

    Schlimmer noch: auch deine Prosa gefällt mir nicht mehr. Es mag daran liegen, dass ich die Spitzen literarischer Brillanz gesehen habe, die sich in einem historischen Roman manifestieren kann: Es tut mir leid, aber du bist nicht Hilary Mantel oder Dorothy Dunnett. Nicht mal Rebecca Gablé. Dein Schreibstil in diesem Buch ist eine abgehackte, übersimplifizierte Verstückelung. Viel zu kurze Sätze, viel zu gestelzte Dialoge. Außerdem begehst du auf jeder einzelnen Seite die schlimmsten Kardinalfehler der Schriftstellerei: du erklärst alles explizit, was du nur zeigen müsstest, du wirfst mit nutzlosen Details um sich, die nichts mit der Geschichte zu tun haben. Show, don’t tell, Ken. Manchmal ist weniger mehr.

    Unsere Geschichte war schon nach „Das Fundament der Ewigkeit“ am Boden. Stell dir vor: Ich habe es mir während meines Auslandsaufenthalts in England gekauft, für einen absurd hohen Preis, und mochte es nicht. Als ich dann schließlich zurückfliegen wollte, hatte mein Koffer ein halbes Kilo Übergewicht. Und weißt du, was ich am Flughafen Gatwick zurückgelassen habe? Dein Buch, Ken. So schlecht fand ich es. Trotzdem habe ich dir noch eine letzte Chance gegeben, obwohl mir ja schon der Klappentext verriet, dass es wieder die gleichen Figuren sind. Aber ich hatte doch noch dieses kleine Pflänzchen Hoffnung: Hoffnung, dass wenigsten die Geschichte eine andere ist. Und diese Hoffnung hat sich nicht bewahrheitet.

    Also ist es aus, Ken. Ich werde nie mehr ein Buch von dir lesen. Ich danke für die schöne Zeit, aber ich fürchte, ich bin deinen immer gleichen Figuren und Geschichten entwachsen, und erst recht deinem Schreibstil. Aber hey, es gibt so viele Leute, die auch dieses Buch lieben. Ich bin sicher, auf mich bist du nicht angewiesen.

     

    Alles Gute,

    Klaus


    Dialoge 2

    Setting 4

    Charaktere 2

    Schreibstil 2

    Handlung 2


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    Cover des Buches Vicious - Das Böse in uns (ISBN: 9783596705030)

    Bewertung zu "Vicious - Das Böse in uns" von V. E. Schwab

    Vicious - Das Böse in uns
    Klausviedenzvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Nicht-linearer Mix aus Urban Fantasy und Thriller mit Superhelden und Superschurken, rasant erzählt. Leichte Abzüge am Ende, dennoch stark.
    Vicioso

    21/25 (84%).

    Eines meiner Ziele für dieses Lesejahr ist es, mehr von fünf Autoren zu lesen, deren Werke mich im letzten Jahr für sich begeistern konnten; darunter findet sich nach 'The Invisible Life of Addie LaRue' auch V.E. Schwab, hat sie doch die meiner Meinung nach beste Neuerscheinung des Jahres 2020 vorgelegt. 'Vicious' hatte viel, das ich an 'Addie LaRue' geliebt habe, aber auch einige Schwächen. 

    Die größte dieser Schwächen hat nicht mit dem Buch an sich, sondern eher mit dem Marketing zu tun. 'Vicious' wird als Miss Schwabs erster Adult-Roman beworben - ist es aber nicht. Ein Jugendroman, auf den man 'Adult' schreibt, bleibt ein Jugendroman. Um erwachsen zu sein, braucht ein Buch mehr als Protagonisten, die es jenseits der 30 schaffen.

    Eine andere Schwäche, eher im Meta-Bereich: Serenas Fähigkeiten und Probleme hat Schwab relativ faul für einen Hauptcharakter in 'Addie LaRue' wiederverwertet - mag ich nicht. Etwas kreativer sollte es schon sein. 

    Die finale Schwäche findet sich kurz vor dem Ende: von einem Buch, das sich Vicious nennt und seine Protagonisten in einer gewissen Weise aufbaut, erwarte ich mehr Grausamkeit, mehr Schockeffekt, wenig Happy End. Insbesondere die plötzliche Gnade eines der Bösewichte kurz vor dem Ende fand ich ziemlich out of character.

    Davon abgesehen: stark. Schwab liefert hier ein Plädoyer für das nicht-lineare Erzählen ab, vermischt den langsamen Aufbau des Konflikts zwischen Victor und Eli mit einer thriller-ähnlichen Aufbereitung ihrer finalen Konfrontation. Diese beiden Zeitebenen wechseln sich sehr gut und überzeugend ab, es war erfrischend, mal wieder ein nicht-lineares Buch zu lesen. Auch Schwabs Charaktere haben überzeugt, schön grau und individuell, ganz wie ich's mag. Der Handlungsbogen war ohnehin perfekt konstruiert, obwohl das Ende natürlich schlichtweg war, was man bei den verschiedenen Fähigkeiten der Superhelden erwarten durfte. Im Prinzip hat Schwab hier eine lose X-Men Crew zusammengestellt und ihre Fähigkeiten mit dem Handlungsbogen perfekt zusammengeführt.

    Unter dem Strich vier wohlverdiente Sterne.

    Dialoge 4/5

    Setting 4

    Charaktere 4

    Schreibstil 4

    Handlung 5

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    Cover des Buches Kuang, R: Poppy War (The Poppy War, Band 1) (ISBN: 9780008239848)

    Bewertung zu "Kuang, R: Poppy War (The Poppy War, Band 1)" von R.F. Kuang

    Kuang, R: Poppy War (The Poppy War, Band 1)
    Klausviedenzvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Grausames Kriegsspektakel, teilweise too much. Die erste Hälfte ist wenig mehr als eine asiatische Der Name des Windes-Fanfiction.
    The Name of the Wind Asian Style

    Der erste Teil dieses Bandes ist eine gnadenlos offensichtliche Nacherzählung von Kvothes Erlebnissen während seiner ersten Jahre an der Akademie. Das liegt nicht daran, dass beide ein magisches Schulsetting haben - dass dabei Gemeinsamkeiten auftreten, ist nur natürlich - nein, es liegt daran, dass die wichtigsten Charaktere, Charakterbeziehungen und entscheidende Teile der Handlung 1:1 abgekupfert wurden. 

    Jiang ist Elodin, Nezha ist Ambrose, Jun ist Hemme, Irjah ist Kilvin. Aber Rebecca Kuangs Prosa ist nicht die von Patrick Rothfuss. 

    Der zweite Teil ist besser, ist originell, ist eine beeindruckende Darstellung der Grauen des Krieges - geht aber teilweise zu weit. Der Klappentext deutet mit seinem Schulsetting auf ein YA-Buch hin, stattdessen gibt es hier einige Szenen, die dick und fett mit einer FSK-18-Warnung unterlegt werden müssten. Es war too much, und das sage ich, während ich an einer 50seitigen Schlachtszene schreibe. Meine Grenze was dieses Thema angeht, liegt echt hoch, aber dieses Buch überschreitet sie teilweise.

    Dennoch sind der zweite und dritte Teil des Buchs beeindruckend gut in dem, was sie wollen und tun. Insbesondere das Setting weiß zu überzeugen - vier Sterne.

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    Cover des Buches Die Ordensburg (ISBN: 9783453523333)

    Bewertung zu "Die Ordensburg" von Bernhard Hennen

    Die Ordensburg
    Klausviedenzvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Reicht zwar nicht an die Klasse der Elfen-Bände heran, dennoch überdurchschnittlich gute, klassische High Fantasy.
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    Cover des Buches Best Served Cold (ISBN: 9780316044967)

    Bewertung zu "Best Served Cold" von Joe Abercrombie

    Best Served Cold
    Klausviedenzvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Absolutes Meisterwerk: Großartiges Rache-Epos im Stile von Kill Bill und Der Graf von Monte Cristo.
    Best Served Anytime

    Behold: my first five star-read of 2021. 'Best Served Cold' features an expertly constructed plot from the master of character writing. It's a wild mixture of The Count of Monte Cristo and Kill Bill, a revenge story par excellence, graced with Abercrombie's fleshed-out anti-heros: his best book yet.

    Is anybody even mildly surprised? Did anybody expect anything else than me giving this five stars? You have to be realistic about these things: I'm a character reader and Joe Abercrombie is easily the best character writer in fantasy, so how could this go wrong? I expected greatness and Lord Grimdark delivered even more than I expected. With this one, Abercrombie sheds away the last tiny weakness his writing had in the First Law trilogy, meaning: plot. While I did enjoy the trilogy, I felt that Abercrombie had problems with establishing and focusing on the core plotline because he concentrated so much on his character work. Don't attack me for saying that, he's said so himself. So, what happened to that weakness?

    It's gone. Vanished into nothingness. Ladies and Gentlemen, with this one Mr Abercrombie has proven that he can write a book that's carried not only by its magnificent ambivalent characters but also by its plot. And he's chosen the one plot line I which I cherish above all others: IT'S A FRIGGIN REVENGE STORY, FOLKS! YES! Boom. From Count of Monte Cristo over Crooked Kingdom to The Lies of Locke Lamora, revenge stories have never ceases to get to me. It's just so much easier to root for the protagonist right from the start when you see his/her motives, and no motive is better than vengeance.

    But it's not easy to write a good revenge story. The fact it can go completely wrong quite easily: look at Sam Sykes's Seven Blades in Black, for instance. I guess Sykes modeled his book after this masterpiece, but he completely failed to come anywhere near Abercrombie's brilliance. Not just because Abercrombie is the better writer, no, Sykes failed already at the basic, at plot construction. Just like Monza, the protagonist of Best Served Cold, Sykes's Sal is hunting seven enemies who have wronged her. And she's not hunting them over the course of a trilogy or two movies like Beatrix Kiddo, no, it all happens in a single book. And Sykes failed at doing that. Abercombie didn't. Why? Lemme tell you why.

    So, let's start with the plot, shall we? As I said, Monza is hunting seven of her enemies. In a single book. So constructing the plot arc is both extremely easy and especially hard - it's easy because you have an easy structure: kill person A, then B, then... you get the gist. Basically, your protagonist kills off his antagonists one by one, then goes after the big villain at the end. That's your story. And that's hard to write because it could very easily become repetitive, boring, and episodical. Of course, Abercrombie is too much of a genius to let either of that happen here. Instead, he creates a masterpiece once again: Everything that could go wrong doesn't go wrong. He takes the traditional weaknesses and risks of writing a revenge plot and transforms them into his story's strenghts.

    The two biggest weaknesses and risks of revenge stories are:
    1. Repetetiveness of plot.
    2. The protagonist gets too dark and people stop rooting for him/her.
    What Abercrombie does is using his own strengths to transform these weaknesses into strengts by adding entertaining, fascinating side characters that help his protagonist ONE BY ONE. He doesn't start with Monza and the crew, no, he adds (and takes away) members of the crew slowly over the course of Monza's vendetta, thereby making each individual episode fresh and original. So there's no repetetiveness. He avoids Issue Two by establishing a really strong character motivation at the start: we see what happens to Monza, we feel her anger, we understand the whole impact of the betrayal and so we're ready to follow her. And instead of letting his protagonist get darker, he does the opposite - Monza gets less bitter brick by brick. And of course the reader still roots for her throughout all the brutal things she does because this book was written by Joe Abercrombie, the man who has given literature a likable torturer as a protagonist.

    This is the raw structure of the plot line: Monza on her vendetta against the grand villain and his minions, grabbing them one by one. There's a secondary plot that's closely connected to this: the war in Styria, a number of city states fighting each other, Italian Renaissance transported into the First Law world. Not many fantasy elements, as usual with Abercrombie: the focus is somewhere else. Yes, this one has a strong plot, but the focus is still on Lord Grimdark's bread and butter business: characters.

    We get some side characters from the trilogy as new narrators, but at the heart of this is of course Monza, that female Edmond Dantès, that black-haired Beatrix Kiddo. Monza has many similarities to Glokta, but she isn't just as broken as him in terms of body. In terms of mind, well, that's another story. Once again Abercrombie has created an amazing group of anti-heros and Monza is the coronation of them all: she is broken like Glokta, she has Ninefinger's brutal past, she has Ferro's thirst for vengeance. Her crew consists of northman away from home, a sociopath called Friendly (Oh, Abercrombie's irony never stops impressing), an incredibly wordy, arrogant poisoner and his hungry apprentice, a former torturer, an honourless mercenary, and an exiled torturer. Sounds like they're not a group you'd like to hang out with? Of course. Following them around is still highly entertaining.

    What else is there to say? So much: masterful use of unreliable narrators and perspectives, the wonderful opposing interior development of Monza and Shivers, the amazing fights - and the sex scenes, of course. Joe Abercrombie writes sex scenes like... well, like no one else. Also, the prose in general: Yes. Just 'yes' to Abercrombie's prose that never fails to underline the individual voiced of his characters.

    So, all in all: perfect planning, perfect execution. Promise, payoff, and progress are all delivered in a manner that can only be summed up as "excellent". Abercrombie has once more improved as a writer and as a storyteller, this thing is absolutely flawless: five stars.

    Dialogue: 5
    Setting: 4
    Characters: 5
    Writing Style: 5
    Plot: 5

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    Cover des Buches Malice (ISBN: 9780230767270)

    Bewertung zu "Malice" von John Gwynne

    Malice
    Klausviedenzvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Eine einzige Enttäuschung voller enttäuschender Enttäuschungen, die mich maßlos enttäuscht haben.
    DIS-A-POIN-TING!!!

    14/25 (58%) - 2.5 stars.
    Unpopular opinion time once again.
    Second read of the year, second highly anticipated series of the year, second disappointment. And this time it's definitely not a thing of taste: in my opinion, Malice, a book I've heard mostly gushing reviews about, is just mediocre. Obvious plot, boring characters, terrible tropes I hate.

    It's not all bad: the fighting scenes are well-written, the pacing is impressive, but that's it in my opinion. Reading this was often more a chore than fun for me. Let's start with the things that irritated me the most: the lackluster beginning and the terrible ending scenes.

    This is told by multiple POVs. I'm fine with that, that's the narrative style I like reading and writing the most. However: I think it's done badly here. There are too many different narrators in too many different places here. And too many of these POVs read similarly: Veratis and Kastell are both simply warriors, with the exception that Veratis is even dumber than Kastell. He's so dumb that he may be the Dumbest Protagonist I've Ever Followed in a Book (TM).

    Kastell's only purpose in this book is to add some more action scenes to the mix until Corban is old enough to do some fighting of his own. And my issue isn't that all of these characters are warriors - look at Joe Abercrombie's characters, at these fleshed-out, torn warriors who are still completely unique. If I read a page without names on it from a First Law book, I know if it's from a Jezal or Logen chapter. Because their voice is so strong - and I think that the characters' voices in this one are too quiet, too similar to each other. Except for Corban and Cywen maybe. Or only Corban, because Cywen is just that single female character who's here because the author decided that he had to have a female character. Basically, Cywen is just an angry tomboy.

    Well, that's my problem with the beginning and the writing style in general. What pissed me off more was that it was so obvious who the real villain is within this one. It's completely obvious for anyone except Veratis, the DPIEFIAB. Seriously, how is it that Veratis can even breathe? He's so stupid, he could be Gregory Goyle and Pansy Parkinson's lovechild. The thing with the villain is closely connected with another problem I had: the chosen one trope. It can work, but most times, it doesn't, especially not here. Gwynne tries to introduce a Monsieur Faux-Chosen-One and... it's obvious that the little, self-righteous, arrogant piece of shit is the villain, not the hero. Everyone else is just bland and stereotypical: there are highschool bullies (Rafe and Jael), love interests (Ronan and Edana), and the mysterious mentor (Gar).

    And oh boy, that terrible ending. I'm not giving spoilers, but there's a fight and someone who's close to one of the protagonists gets killed, and yet they stare at that duel and don't take their revenge, because reasons. That duel happens after that army spawns at the gates of the castle so suddenly that it could've been a page out of A Reaper at the Gates. What's definitely out of another book is the whole 'Corban and his wolven'-thing. Storm is basically Ghost and Nymeria in one, and there's even that nice "you have to leave or they'll kill you"-scene, right out of A Game of Thrones. Not very original, Mr Gwynne. Also, there's a lot of those nefarious villain speeches in this one where the villains get to explain their motives in the midst of a battle and stuff... *sigh* and plot conveniences, so many plot convenience *screams in anger*.

    Er, the worlbuilding? It's a normal, medieval European setting, some Viking traditions and Germanic myths thrown into the mix. There's some people that can do magic, and it's the people you expect of doing magic... it was just all too obvious and boring for me.

    All in all: a disappointment. Won't pick up the sequel in the next months, will read Best Served Cold instead... Joe, I really need a five-star read now. Jade City just wasn't my taste, but this one is simply not as good as I've heard.

    Dialogue 3
    Setting 3
    Characters 2
    Writing Style 3
    Plot 3

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    Cover des Buches Game of Thrones - Der Winter naht (ISBN: 9783764531522)

    Bewertung zu "Game of Thrones - Der Winter naht" von George R. R. Martin

    Game of Thrones - Der Winter naht
    Klausviedenzvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Ein absolut richtungsweisendes Meisterwerk, dessen Einfluss auf die moderne Fantasy kaum zu überschätzen ist. Klasse Wendungen und Figuren.
    ...und der Winter ist immer noch nicht hier

    Vorneweg: Ja, es ist zum Kotzen. Martins Arbeitseinstellung lässt wirklich sehr zu wünschen übrig - seit 9 (NEUN!) Jahren wartet die komplette Fantasy-Welt auf "Die Winde des Winters", den ersehnten sechsten Band dieser Reihe. Doch der Autor schreibt lieber Vorgeschichten und Drehbücher zu Prequels, die nach der Vollkatastrophe (letzte Staffeln der TV-Serie) wohl wirklich niemand will. 

    Dennoch: Insbesondere die ersten drei Bände von Martins epischem Meisterwerk sind absolut epochal für das Genre. GRRM kombinierte die klassischen Fantasyelemente - neue Welt, epochale Geschichte um das Schicksal dieser Welt, Gut gegen Böse - und erweiterte sie um drei entscheidende, doch revolutionäre Details: Graue, zutiefst ambivalente Charaktere, überraschende, ruchlose Charaktertode und nicht zuletzt eine herausragende erzählerische Tiefe, die durch den stetigen Wechsel zwischen den erzählenden Figuren erreicht wird. 

    Martin hat die Weichen gestellt für aktuelle Größen wie Joe Abercrombie, hat Figuren nicht mehr schwarz oder weiß gemalt, sondern in einem zutiefst menschlichen Grau. Allein die Entwicklung und Tiefe eines Jaime Lannister stellt alles zuvor Gewesene meilenweit in den Schatten.

    Im ersten Band ist der Fantasy-Anteil noch bewusst klein gehalten, vordergründig geht es, wie auch in den nächsten Bänden, um den Kampf um den Thron der Sieben Königslande: Wildschweine, Säufer, Ritterturniere, das komplette Programm. Bereits im ersten Band seines Magnum Opus beweist Martin, dass wirklich niemand sicher ist: Wer das Spiel um Throne spielt, gewinnt oder stirbt. Dazwischen gibt es nichts. Wirklich bemerkenswert über die ganze Reihe hinweg ist insbesondere die Charakterentwicklung der Stark-Kinder, die von Buch zu Buch immer erwachsener werden. Natürlich gibt es auch hier schon dieses enfant terrible par excellence, Tyrion Lannister, diese herrliche Synthese aus Sarkasmus und Intelligenz, ausgestattet mit einem großen, gebrochenen Herzen. Absolut zu empfehlen: Fünf Sterne.

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    Cover des Buches Jade City (ISBN: 9780356510484)

    Bewertung zu "Jade City" von Fonda Lee

    Jade City
    Klausviedenzvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Technisch gut, die Charaktere für meinen Geschmack zu blass und stereotyp - ebenso wie die Handlung.
    Mistborn lauwarm

    Während der Schreibstil an sich ganz gut war muss ich leider sagen, dass Jade City meiner Meinung nach dem Hype absolut nicht gerecht wird. Das Magiesystem ist quasi Mistborn für Arme, die Charaktere sind alte Bekannte: der Vorsichtige, der Rücksichtslose, der Talentierte. Nur Shae war halbwegs interessant, was sich aber zum Ende hin geändert hat - was zu erwarten war angesichts dieser speziellen Figurenkonstellation und dem Erzählstil, die mich schon nach fünfzig Seiten glauben ließen, das Ende zu kennen. Und soll ich euch was sagen? Genau dieses Ende ist gekommen. Es mag daran liegen, dass mich die Mistborn-Anleihen bezüglich des Magiesystems und von Andens Hintergrund von Anfang an etwas skeptischer machten, es mag auch daran liegen, dass ich kein großer Urban Fantasy-Leser bin, aber für mich fühlt sich dieses Buch so an wie Tom Riddles Tagebuch am Ende von Harry Potter 2: ohne Seele.

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    Cover des Buches Checkmate (ISBN: 0679777482)

    Bewertung zu "Checkmate" von Dorothy Dunnett

    Checkmate
    Klausviedenzvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Das beste Buch aller Zeiten.
    Die Krone der Schöpfung

    Dieses Buch ist das beste, das die Menschheit seit der Entdeckung des Feuers vollbracht hat. Es ist perfekt und der würdige Abschluss dieser unvergleichlichen Reihe: Mystery. Abenteuer, historischer Roman in Perfektion - also alles das, was auch die Vorgängerbände ausgezeichnet hat, aber erweitert um die Romanze. Jane Eyre ist nichts dagegen. Intelligent, anspruchsvoll und unglaublich berührend. Dieses Buch hat mein Herz hundertmal gebrochen und wieder geheilt. Mir fehlen die Worte, um diese Brillanz zu beschreiben, also fasse ich es einfach zusammen:

    Für mich ist das hier das beste Buch aller Zeiten.

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    Cover des Buches My Lady Jane (ISBN: 9780062391742)

    Bewertung zu "My Lady Jane" von Cynthia Hand

    My Lady Jane
    Klausviedenzvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Absurd unterhaltsam und witzig - etwas zu over the top am Ende für mich.
    Humor gefällig? Voila!

    Ein unglaublich witziges Buch, bei dem ich mich ein ums andere Mal beim lauten Lachen erwischt habe. Die Autorinnen nehmen sich die tragische Lebensgeschichte Lady Jane Greys und schreiben sie einfach um - Ehemänner, die sich nolens volens in Pferde verwandeln inklusive. Am Ende wurde es etwas zu übertrieben für fünf Sterne, aber wer einen aberwitzigen Roman sucht, der ist hier definitiv an der richtigen Stelle.

    ------

    Draco Malfoy is my favourite ferret in the history of literature, but this book made me reconsider.

    Well, this was hilarious. "My Lady Jane" made me laugh out loud several times, especially on the first twenty pages. It's basically a re-write of Jane Grey's short, bloody reign as Queen of England. To be precise, it's a rewrite in which Jane Grey gets married to a man who spends his days as a horse. A real horse with four legs, hooves and all that. With a great passion for hay and apples. Sound strange? It is. But it's also funny as hell.

    Apart from the whole people-turning-into-animals setting being funny, the writing is also funny. The authors have managed that shining skill which separates excellent writing from mediocre writing: irony. This one is full of irony, humour and wit, and that's a great combination. It also has relatable, lovable characters, even though they tend to turn into animals all the time, and though the plot has some weak points in the middle part of the book, the storytelling is superb. I really enjoyed reading this one, especially the chapters from Jane's POV, and I'll definitely read the next one.

    So why "only" 4 stars instead of four? Well, the aforementioned middle part which was a bit over the top for me.

    But it's still a truly great, original take on England's very bloody 16th century which I really liked, so 4 stars!

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    Über mich

    Schreibe und lese wie ein Irrer. Goodreads: https://www.goodreads.com/author/show/20768694.Klaus_Viedenz

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