Ladylike0

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    Cover des Buches When We Dream (ISBN: 9783736313040)

    Bewertung zu "When We Dream" von Anne Pätzold

    When We Dream
    Ladylike0vor 11 Tagen
    Kurzmeinung: K-Pop-Fans dürften es schwer haben, an dieser Geschichte vorbeizugehen.
    K-... was? K-Pop!

    **R** "When We Dream" - von Anne Pätzold

    Klappentext:

    „Wenn sich der größte K-Pop-Star der Welt, in ein ganz normales Mädchen verliebt ...

    Die 19-jährige Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer älteren Schwester in Chicago. Die Stadt ist ihr zu groß, zu laut, zu voll, und am liebsten würde sich Ella mit ihren Büchern und ihrem Zeichenblock in ihr Zimmer zurückziehen und die Außenwelt, so oft es geht, vergessen. Doch dann lernt sie Jae-yong kennen. Dass er ein Mitglied der bekanntesten K-Pop-Gruppe der Welt ist, weiß sie nicht. Was sie weiß, ist, dass der junge Mann mit den tiefbraunen Augen ihre Welt von einem Moment auf den anderen aus den Angeln hebt ...“

    Meinung:

    Beim Klappentext konnte ich mir schon denken, dass mir das Buch gefallen würde. Dass es mich aber so sehr von sich vereinnahmen und bezaubern würde, konnte ich schwer vorhersehen. 

    Mit der Storyidee hatte das Buch natürlich schon ein Stein bei mir im Brett. K-Pop, K-Dramen und Korea sind klamm und heimlich in den letzten Jahren zu meinen Fandoms dazugekommen. Und ganz ehrlich… Ella lebt den absoluten Traum eines jeden K-Pop-Fans. 

    Zusammen mit ihrer kleinen Schwester Liv und ihrer großen Schwester Mel, schlägt sich diese kleine Familie durch das Leben. Seit ihre Eltern gestorben sind, kommen die drei kaum über die Runden und arbeiten fast ununterbrochen. Die schwere Zeit hat sie aber auch total zusammengeschweißt. Es gibt kaum eine Situation, in der sie nicht wie ein eingespieltes Team Witze reißen oder am gemeinsamen Strang ziehen. Sie sind die absolut liebevollsten Menschen und immer füreinander da. So auch, als Liv unbedingt in den Backstage Bereich eines Konzertes von der K-Pop-Band NXT möchte. Durch Mels Job und dem Versprechen von Ella, dass sie auf Liv aufpasst, finden sie sich schnell hinter den Kulissen wieder. Und dabei trifft Ella auf Jae. 

    Jae ist ein fast schon perfekter Love-Interest. Er ist aufmerksam, unterhaltsam, interessiert und humorvoll. Bemüht um mit Ella in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Na ja und nebenbei noch Teil einer der bekanntesten K-Pop-Bands der Welt. Nicht, dass Ella dieses Detail wüsste. 

    Ich war total begeistert von Jae. Er hatte eine wirklich schöne Art zu reden, beinahe poetisch und oft sehr weise. Ella beschreibt seine Art zu reden auch, als würde er Songtexte zitieren. Dass er beinahe schon der perfekte Love-Interest ist, hatte ich ja schon… er ruft sie mitten in der Nacht an, um an ihrer Stimme zu hören, wie es ihr wirklich geht, wenn sie einen schlechten Tag hatte. Wie süß ist das bitte? Außerdem reden sie in den ersten zwei Tagen nach dem Kennenlernen gefühlt zu 90 % nur über Bücher. Muss ich echt noch weiterführen, warum er gefühlt perfekt ist? 

    Die Liebesgeschichte der Beiden besticht nicht durch viele Treffen. Ein Großteil der Gespräche besteht aus mehreren Textnachrichten und Telefonaten. Schnell finden sich die Beiden aber in einem humorvollen Flirten wieder, was eine leichte Stimmung, Schmetterlinge in der Bauchgegend und ein Lächeln auf den Lippen hervorruft. Das süße und witzige Hin und Her hat mich schnell gefangen genommen und nicht wieder aus den Seiten auftauchen lassen. Ganz langsam entstehen ein Kribbeln und Knistern. Sehr angenehm, nicht überstürzt und schön zu verfolgen. 

    Sehr schön ist auf jeden Fall auch, dass die Autorin die koreanische Kultur und das koreanische Showbiz näher beschrieben und in die Geschichte mühelos hat einfließen lassen. Gerade für K-Pop-Fans ist dieses Buch daher fast schon ein Muss. Für Neulinge ist es aber ebenso interessant, da auch K-Pop und deren Welt in diesem Buch wirklich gut eingefangen und erklärt wird. 

    Ich habe aber auch absolut geliebt, wie andere Fandoms ihren Platz in der Geschichte gefunden haben. Ella zeichnet gerne, schaut mit ihrer Schwester Liv regelmäßig verschiedene Disney-Filme oder beschreibt, wie Liv leidenschaftlich tanzt oder backt. Hin und wieder beobachtet der Leser, wie Liv in ihrem Mulan Pyjama durch die Wohnung läuft. Durch Jae kommt ein großer Musik-Faktor mit ein. Natürlich wird das K-Pop Fandom aufgegriffen, aber auch die Liebe zum Musik machen. Und die verschiedenen Leidenschaften und Fandoms nehmen einfach kein Ende oder kommen gar zu kurz. Das Buch lebt auch ein wenig aus den Leidenschaften der Charaktere und ihren Interessen. 

    Fazit:

    Ich bin begeistert. Von der Handlungsidee, den Charakteren und insbesondere von Jae. K-Pop-Fans dürften es schwer haben, an dieser Geschichte vorbeizugehen. Wer sein Fernweh ein wenig Richtung Asien und Korea verstärken möchte, sollte hiermit starten. 

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    Cover des Buches Federn über London 1 (ISBN: 9783752606577)

    Bewertung zu "Federn über London 1" von Sabine Schulter

    Federn über London 1
    Ladylike0vor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Kurzfazit: Lest dieses Buch! =D
    Suchtpotenzial!

    **R** "Federn über London 1 - Erwachen" - von Sabine Schulter

    Klappentext:

    „Sie sind selten, die Engel mit den schwarzen Flügeln.

    Als Clear erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Weder weiß sie, wer sie ist, noch warum sie in einer Wanne voller blauem Wasser liegt. Als ihr eröffnet wird, dass sie gestorben ist und von nun an als Todesengel in London Seelen sammeln soll, glaubt sie an einen üblen Scherz.

    Doch die schwarzen Schwingen auf ihrem Rücken überzeugen sie von der Wahrheit.

    Zusammen mit ihrem Teamleiter Ease und den anderen Todesengeln sorgt sie von nun an dafür, dass die Seelen der Verstorbenen zurück in den Lebensstrom gelangen. Allerdings wartet in der Welt der Übersinnlichen noch viel mehr auf Clear und auch Londons Unterwelt mit all ihren magischen Wesen ist in Aufruhr. Denn das dunkle Nichts hat sich gerade jetzt vorgenommen, die Millionenmetropole ins Chaos zu stürzen.“

    Meinung:

    Es hat nicht eine Seite gebraucht und schon war ich hooked. Das Buch beginnt mit einer sehr verwirrten Protagonistin, die sich nur noch verschwommen an Szenen erinnern kann und somit nicht weiß, wer sie ist. Doch viel verwirrender: Sie wacht mit schwarzen Flügeln auf.  

    Clear weiß nichts mehr über sich. Nicht wie sie aussieht, was sie auszeichnet oder was sie als Mensch erlebt hat. Damit lernt der Leser sie und sie sich selbst im Laufe der Geschichte kennen. Schnell merkt man, dass sie eine sehr offene, warmherzige und gutmütige Person ist. Und neugierig. Sehr neugierig. Was ich auch wäre, wenn ich in der Akademie der Engel Londons aufwachen und sich mir eine neue Welt eröffnen würde.

    Zusammen mit Clear lernt man die Welt der Engel kennen, sie war genauso neugierig wie ich und stellt viele Fragen. Somit werden geschickt im Laufe der Geschichte die passenden Informationen zur Situation eingespeist. Im Auftakt dieser Reihe liegt ein großer Fokus darauf, die Welt der Engel zu erklären, Übersinnliche Wesen vorzustellen und ein Gefühl für die Charaktere zu bekommen.

    Bereits im ersten Band stößt man auf einige Charaktere, die man schnell ins Herz schließt. Insbesondere im Fokus standen wohl Clear und die anderen Todesengel Ease, Black, Wet und Tune. Ease ist ein ruhiger, angenehmer und undurchschaubarer Mann. Black wiederum ist etwas makaber, hört möglichst oft Rockmusik und lacht im Angesicht der Gefahr. Ein starker Kontrast stellt die süße, kleine Wet dar, die mit ihrer offenen und etwas kindlichen Art für ein Willkommensgefühl bei Clear sorgt. Letztendlich rundet Tune die Gruppe ab, die etwas unnahbar wirkt bis man sie näher kennt.

    Die Charaktere und die Engelwelt kennenzulernen hat so viel Spaß gemacht. Sabine Schulter entwirft einen völlig eigenen Weltenentwurf voller interessanter Wesen und einer spannenden Handlung. Sie zeichnet sich insbesondere aus ungewöhnlichen Verhaltensmustern unter den Übersinnlichen aus. Doch bahnen sich auch leichte Anzeichen einer zarten Romanze an.

    Es wird deutlich herausgearbeitet, dass Engel nicht immer gut sind und sich nicht an alle Regeln halten, während die Unterweltler nicht alle böse sind. Genau wie bei den Menschen, verwischt auch in den Rängen der Ober- und Unterwelt die Grenze zwischen Gut und Böse. Doch ein Großteil der Engel, die der Leser und Clear näher kennenlernen darf, zeigen ein gutmütiges Herz. Und es gibt einige übersinnliche Wesen der Unterwelt, vor denen man sich in Acht nehmen sollte zum Beispiel die niederen Dämonen namens Phais oder das Seelenverschlingende dunkle Nichts.

    Meine absoluten Lieblings-übersinnlichen-Wesen waren jedoch eindeutig die Vallas, die gefallenen Sterne. Sie unterstützen die Kräfte der Engel in ihrem Auftrag auf die Menschen aufzupassen und ihren Kreislauf des Lebens zu erfüllen. Insbesondere Zerus, der warm leuchtende, kleine Drache für eine beruhigende Wirkung, ist mir stark ans Herz gewachsen.

    Ich habe es geliebt, wie gut durchdacht alles in dem Buch harmoniert. Alles macht Sinn, es sind keine Logiklücken zu erkennen. Es gibt höchstens gewisse Dinge, die selbst die Engel nicht wissen. Abgerundet wird das Buch mit einem ausführlichen Glossar über die Charaktere, Vellas und Völker am Ende des Buches.

    Fazit:

    Bei dieser Rezension hatte ich wirklich Probleme. Beim Schwärmen über das Buch, die Ideen, die Charaktere, die Handlung, die Welt und die Spannung... kann ich mich echt nicht kurzfassen. Es gäbe noch so viele einzelne Aspekte, die ich gerne lobend hervorgehoben hätte – ich möchte aber auch nichts vorwegnehmen oder einen schwärmenden Roman statt einer Rezension schreiben.

    Kurzfazit: Lest dieses Buch! =D

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    Cover des Buches Die silberne Königin (ISBN: 9783404208623)

    Bewertung zu "Die silberne Königin" von Katharina Seck

    Die silberne Königin
    Ladylike0vor 23 Tagen
    Cover des Buches Herzblitze (ISBN: 9783453360648)

    Bewertung zu "Herzblitze" von Kristina Valentin

    Herzblitze
    Ladylike0vor einem Monat
    Kurzmeinung: Das gesamte Buch erstrahlt voller warmer Momente und liebevoller Charaktere.
    Sei deine eigene Superheldin!

    **R** "Herzblitze" -von Kristina Valentin

    Klappentext:

    „Plötzlich ist alles anders. Aber vielleicht ist genau das gut.

    Felicitas wird vom Blitz getroffen. Wie durch ein Wunder bleibt sie unverletzt – doch sie hat das ganze letzte Jahr vergessen. Als sie versucht in ihr Leben zurückzukehren, erkennt sie es nicht wieder. Warum verhält sich ihr Ex-Mann so, als wäre alles wie früher? Wieso ist ihre Schwester so sonderbar distanziert? Wenn sie nur wüsste, was da in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist! Felicitas macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die irgendwo in ihr schlummern muss. Dabei kommt sie nicht nur ihrem neuen Kollegen Sebastian näher als gedacht, sondern auch sich selbst. Ein bezaubernder und anrührender Roman übers Loslassen und die Freiheit, die uns das Vertrauen ins Leben schenkt“


    Meinung:

    Mich hat der Plot der Geschichte direkt neugierig gemacht. Die Protagonistin wacht auf den ersten Seiten im Krankenhaus auf, doch körperlich ist sie beinahe unversehrt. Ihr Gedächtnis an das gesamte letzte Jahr ist jedoch völlig verschwunden. Plötzlich wacht sie mir kurzen Haaren, schrillen Nagellack und einem dünnen – laut ihren eigenen Gedanken sogar mageren – Körper wieder auf. Und das scheint wohl gar nicht zu ihr zu passen. Aus meiner Sicht war die Handlungsidee total interessant und originell. 


    Es hat nur wenige Seiten gebraucht bis ich völlig in diesem Plot abgetaucht bin. Die Gegenwart von Felicitas ist absolut erschreckend. Sie hat sich im letzten Jahr wohl viel verändert, ist zu einem anderen Menschen geworden, hat sich mit geliebten Menschen verkracht und neue Freunde kennengelernt. Und all das ist aus ihrem Gedächtnis wie weggewischt. Ich habe schnell mit ihr mitgefühlt, ihre verzweifelten Momente absolut verstanden und immer wieder mit gefiebert, wenn sie für sich selbst stark war oder ein Stückchen mehr zu sich selbst gefunden hat. 


    Die warmherzige Felicitas habe ich schnell ins Herz geschlossen. Ihr Leben ist absolut skurril, schräg, lebendig und wunderbar. Das spiegelt sich insbesondere in ihrem Beruf und ihrem Familien- und Freundeskreis wider. Sie liebt es für andere Menschen da zu sein und muss es nun auch für sich selbst sein.


    Unterstütz und begleitet wird sie dabei von einer Reihe von liebevollen Menschen. Angefangen mit ihrer Schwester Merle und ihrer Tochter Madeleine. Die drei bilden eine starke Einheit. Im vergessenen, letzten Jahr haben sie sich wohl etwas auseinandergelebt, aber trotzdem sind Beide direkt zur Stelle, wenn Felicitas was braucht. Sie verlieren sich nicht aus den Augen und man merkt, dass sie ein starkes Familienband haben. Ein neues Familienmitglied und ein wichtiger Begleiter ist definitiv auch Felicitas Adoptivhund Fridolin. Für die Protagonistin stellte er immer wieder eine große Stütze dar und sorgte schnell für ein Schmunzeln mit seinem aufmunternden Wuffen. 


    Auch im Berufsleben begegnet Felicitas vielen liebevollen Menschen. Insbesondere der neue Kollege Sebastian sorgt mit seiner verpeilten, ernsten und respektvollen Art dafür, dass sie immer wieder geerdet wird. Doch auch ihre neue Freundin Iris bringt Felicitas ihr altes Ich mit ihrer guten Seele etwas näher.  


    Fazit:

    Das gesamte Buch erstrahlt voller warmer Momente und liebevoller Charaktere. Die Autorin Kristina Valentin schreibt gefühlsvoll und mit tollen Ideen eine Geschichte, die direkt aus dem Leben gegriffen ist. Sie zeigt, wie schön Familienmomente sein können und wie wichtig es ist, für sich selbst stark zu sein. Meinetwegen hätte das Buch noch länger andauern können!

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    Cover des Buches Ministry of Souls – Das Schattentor (ISBN: 9783404209651)

    Bewertung zu "Ministry of Souls – Das Schattentor" von Akram El-Bahay

    Ministry of Souls – Das Schattentor
    Ladylike0vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Aus meiner Sicht ist dies der perfekte Auftakt eines Abenteuers für die Lesezeit im Herbst.
    Spooky Season

    **R** "Ministry of Souls 1 - Das Schattentor" - von Akram El-Bahay

    Klappentext:

    „London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Jack hat seine Probezeit dort fast vollendet, als er zu seinem ersten Außeneinsatz muss. Doch als er von seinem eigenen Schatten angegriffen wird, tut er etwas höchst Verbotenes: Er befördert eine Lebende ― die arabische Prinzessin Naima ― in die Zwischenwelt. Und bevor er sie zurückholen kann, schließt sich das Tor!“

    Meinung:

    Mit „Ministry of Souls“ lädt der Autor dich eine magisch mystische Welt ein, die perfekt in die aktuelle Jahreszeit passt. In dieser Welt achten die Soulmans des Ministeriums im Geheimen auf den Verbleib der Geister.

    Jack ist ein Soulman in Ausbildung. Er hat die Gabe Geister zu sehen und ihnen zu helfen, den Übergang in die Zwischenwelt zu finden. Dabei ist er jedoch ein wenig chaotisch unterwegs. Bei seiner Ausbildung hört er gerne Mal nur mit einem Ohr zu, den Geist von Agatha jagt er seit Wochen – gerne auch Mal über Dächer – und letztendlich bringt er aus Versehen eine Lebende in die Zwischenwelt. Chaotisch, mutig und ständig in Abenteuern verwickelt, das ist Jack.

    Am Anfang seines Abenteuers kommt es zu mehreren Unglücken in London. Alle Soulmans sind im Einsatz und es werden mehr gebraucht. So kommt es, dass der Azubi Jack seinen ersten Außeneinsatz im Buckingham Palace bekommt – alleine. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Was Prinzessin Naima sicher sehr schnell bestätigen würde.

    Die Geschichte wurde hauptsächlich aus der Sichtweise von Jack geschrieben. Doch es gibt vereinzelte Kapitel aus der Sichtweise der starken, unabhängigen Naima. Sie kommt als arabischer Staatsgast nach London, um über Bündnisse mit der Queen zu sprechen. Man merkt schnell bei ihr, dass sie bereits viele Kämpfe ausgetragen hat. Prinzessin Naima ist hervorragend im wörtlichen Sprachgefecht und ist sich nicht zu Schade selbst zu kämpfen – auch wenn sie nur einen Ast zur Hand hat. Ihre kämpferische Art passt gut in die Abenteuer von Jack hinein und schnell werden die Beiden zu einem mutigen Duo. Aber nicht nur Prinzessin Naima ist unerwartet in der Zwischenwelt. Auch ein dunkler Schatten, eine Legende, die niemand für wahr hält, befindet sich dort und sinnt nach Rache.

    Es fehlt in diesem Buch nicht an Abenteuern. Und natürlich müssen die Beiden ihre Abenteuer nicht nur zu Zweit bestreiten. Sie erhalten insbesondere Unterstützung von Oz, dem belesenen Diener des Ministeriums, Agatha, der frechen alten Geisterlady und von… Katzen.


    „»Wir retten die Welt, denke ich«, antwortete Jack.

    »Und das geht natürlich nicht ohne Katzen.«“


    Katzenliebhaber kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Jeder Charakter und jede tierische Begleitung, wurde von Akram El-Bahay wundervoll ausgearbeitet. Sie sorgen für Trubel, ein wenig Chaos, lustige Momente und eine sehr schöne Lesezeit. Ich kann gar nicht sagen, wen ich am meisten ins Herz geschlossen habe.

    Fazit:

    Das Buch webt eine etwas düstere Geschichte voller Geister und ihrer Eigenarten, im verregneten London. Doch mit Jacks leicht chaotischen Art und viel Humor unterschiedlicher Charaktere, lockert Akram das düstere Setting. Aus meiner Sicht ist dies der perfekte Auftakt eines Abenteuers für die Lesezeit im Herbst.

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    Cover des Buches Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach (ISBN: 9783737341875)

    Bewertung zu "Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach" von Anna Benning

    Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
    Ladylike0vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Von Anfang bis Ende ist ein absolut grandioser Spannungsbogen vorhanden.
    Swim, Fly, don't get burnt and always stay grounded

    4,5 Sterne

    **R** „Vortex 2 - Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ – von Anna Benning

    Klappentext:

    „„Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Das hat er mir immer wieder gesagt. Aber ich muss es tun. Für ihn. Für uns. Sonst sind wir alle verloren.“


    Elaines Welt wurde von Vortexen erschaffen. Sie formten Städte aus Bäumen, Lagunen aus Licht – und Menschen, die mit Feuer, Luft, Wasser und Erde vermengt wurden. Elaine dachte, sie hätte diese Welt gerettet. Was ein Sieg für die Freiheit sein sollte, droht jedoch, zu einem furchtbaren Krieg zu werden. Als ihr Widersacher Varus Hawthorne seine Vortexläufer zurück in die Vergangenheit schickt, bleibt Elaine und Bale keine Wahl: Sie müssen ihnen folgen. Doch jede Zeit, in der sie landen, offenbart neue Geheimnisse. Bis Elaine in der Luftstadt Sky City etwas erfährt, was ihr Vertrauen zu Bale erschüttert und ihr klarmacht, dass ihre Liebe das Schicksal aller entscheiden wird …

    Die fulminante Fortsetzung der Future-Fantasy-Trilogie“


    Meinung:

    Nachdem der erste Band von Vortex bei mir bereits einige Monate zurücklag, habe ich wirklich sehr schnell wieder in das Geschehen hineingefunden. Es beginnt direkt actionreich und dies zieht sich bis zum Ende durch. Die Charaktere stürzen von Abenteuer zu Gefahr zu Abenteuer und sorgen damit für einen absoluten Pageturner.


    Erneut hat Varus Hawthorne einen Plan ausgeheckt, um in die Vergangenheit und somit zum Urvortex zu gelangen. Doch dieses Mal benötigt er weder Bale, noch Elaine. Um seine Pläne zu vereiteln, reisen Beide zusammen mit Fagus, Luka und Susi in die Vergangenheit. Bei jedem Sprung durch die Zeit, taucht immer wieder die Frage auf: „Was ist hier passiert, dass es in der Zukunft so anders aussieht?“. Es war spannend und erschreckend gleichzeitig, mit den Charakteren den Geheimnissen auf den Spuren zu folgen. 


    Während der Leser über die Abenteuer in Vortex liest, erfährt er immer mehr über die Charaktere. Eher etwas im Hintergrund wird der „Bösewicht“ Hawthrone mit eingebracht. Aus meiner Sicht, handelt es sich bei ihm um einen der interessantesten Charaktere. Er ist ein bomben Stratege, benutzt viel Logik und Intrigen, die man selbst nicht kommen sieht. Varus Hawthrone ist ein wunderbar ausgearbeiteter Gegenspieler, voller Überraschungen. Wodurch es auch zu deutlich weniger Vorhersehbarkeit im Geschichtenverlauf kommt. 


    Mit der Protagonistin Elaine habe ich wieder sofort mit gefiebert. Sie ist eine gute Person mit einem starken Gerechtigkeitssinn. Sie glaubt nur an das Gute in Menschen und sieht die Qual hinter jedem „fies“ handelnden Menschen. Über die Zeit hinweg hat sie ihre Fähigkeiten immer mehr trainiert und dabei entwickelt sie sich permanent weiter. Doch auch in Band 2 verfolgt sie eine naive Sichtweise und handelt immer wieder unlogisch, wobei sie sich schnell selbst in Gefahr bringt. Zudem wird sie mir etwas zu „weiß“, zu „gut“ dargestellt. Hin und wieder handelt sie auch nicht unbedingt „gut“, aber da fehlt völlige Selbstreflexion. Es wird lediglich gerechtfertigt – wodurch sie weiterhin nur „weiß“ dargestellt wird. 


    Alte Charaktere, wie Bale, Fagus, Luka und Susi erhalten eine größere Plattform in diesem Band – was ich mir in den Folgebänden auch stark gewünscht habe. Es hat Spaß gemacht, mehr von den Charakteren, aber auch ihren Fähigkeiten als Vermengten zu erfahren. Doch bringt die Autorin auch einige neue Charaktere mit ein, von denen ich keinen als blass empfunden habe. Ich habe alte Lieblinge wieder getroffen und Neue entdeckt. 


    Fazit:

    Von Anfang bis Ende ist ein absolut grandioser Spannungsbogen vorhanden. Die Charaktere erhalten mehr Raum, genauso wie die Vermengten, ihre Geschichte und ihre Fähigkeiten. Ihre Sprünge in die Vergangenheit sorgen für viele aufgedeckte und neue Geheimnisse. Aus meiner Sicht ein gelungener Zeitreise-Fantasy-Roman, gemischt mit einer guten Portion aus Abenteuern und Mistery. Ich würde mir nur eine stärkere Vermischung aus „Gut“ und „Böse“ bei den Charakteren  wünschen, insbesondere bei der Protagonistin Elaine. 

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    Cover des Buches Die Gefangene von Golvahar (ISBN: 9783522202732)

    Bewertung zu "Die Gefangene von Golvahar" von Melissa Bashardoust

    Die Gefangene von Golvahar
    Ladylike0vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine brutale Fantasy-Geschichte, die den eigenen inneren Zwist betrachtet und welcher Seite – gut oder böse – man sich hingibt.
    Gut? Böse? Beides oder doch nichts davon?

    **R** "Die Gefangene von Golvahar" - von Melissa Bashardoust

    Klappentext:

    „Ein tödlicher Fluch und ein schrecklicher Verrat: phantastischer Lesegenuss für Mädchen und junge Frauen ab 13 Jahren.

    Prinzessin Soraya würde alles tun, um den Fluch, der als Säugling über sie verhängt wurde, zu brechen - jede ihrer Berührungen ist tödlich. So hat Azad, Dämon in Menschengestalt, leichtes Spiel und verführt sie zu einem Verrat, der das gesamte Reich in Gefahr bringt. Kann Soraya ihren Fehler wiedergutmachen und ihre Familie und die Menschen im Land retten?“

    Meinung:

    „Die Gefangene von Golvahar“ ist eine Geschichte mit einer märchenhaften und düsteren Grundstimmung. Die Protagonistin Soraya lebt seit Beginn ihres Lebens im Schatten. Sie ist das Mädchen mit den Handschuhen. Und das Mädchen mit der tödlichen Berührung. Als Begründung für ihren tödlichen Fluch, hat sie ausschließlich eine Legende von ihrer Mutter. Und endlich findet sie den ersten Anhaltspunkt, um den Fluch vielleicht aufheben zu können.

    Die Protagonistin habe ich als sehr verbitterte, schüchterne Person kennengelernt. Sie lebt so zurückgezogen, dass ihre Zunge sich bei menschlichem Kontakt nur schwer bewegt. Die fehlenden Berührungen, die fehlende Zuneigung, merkt der Leser ihr schnell am inneren Konflikt an. Bis zum Ende konnte ich nicht sagen, ob sie mir sympathisch oder unsympathisch ist. Ihr Charakter ist düster mit einer kleinen Tendenz zum Antagonist. Sie hat spezielle Fähigkeiten, aber eher die eines Bösewichts.

    „Sie hatte genug Märchen gelesen, um zu wissen, dass die Prinzessin und das Ungeheuer niemals dieselbe Person waren.“ - Soraya

    Aber ich habe mit ihr gefiebert, sie verstanden, hätte sie gerne in die Arme genommen und ihr den Trost gegeben, den sie verdient. Und letztendlich habe ich immer wieder überlegt, ob ihre Taten und Gedanken „gut“ oder „böse“ sind – beides oder nichts davon.

    Ihre einzigen Kontaktpersonen sind ihre Mutter, ihr Bruder und zwei Freunde, die eingeweiht sind in ihrem Fluch – Ramin und Laleh. Beim Rest des Volkes und der Welt rund um Golvahar, ranken sich die verrücktesten Legenden rund um die versteckt gehaltene Prinzessin. Was letztendlich auch Azad anlockt, der unbedingt die seltsame Prinzessin retten möchte.

    „Ihr seid meine liebste Geschichte“ - Azad

    Die Charaktere empfand ich als sehr gut ausgearbeitet. Jeder hatte starke und verletzliche Seiten, eine Geschichte mit guten und bösen Taten sowie ihre eigene Wahrheit innerhalb der Gesamtgeschichte. Es war so spannend zu verfolgen, wie unterschiedliche Sichtweisen dem Geschehen weitere Schattierungen gegeben haben.

    Letztendlich erzählt Melissa Bashardoust eine brutale Fantasy-Geschichte, die den eigenen inneren Zwist betrachtet und welcher Seite – gut oder böse – man sich hingibt. Dabei webt sie eine starke Anlehnung ans Persische mit Geschichten, Wörtern, Festen und Märchen aus dem persischen mit ein, wodurch eine leicht orientalische Stimmung entsteht. Die Fantasy im Buch ist genial, aber wirklich punkten tut es mit seinen Legenden und „Wahrheiten“.

    Fazit:

    Ich kann gar nicht sagen, welche Geschichte, Legende oder Wahrheit in diesem Buch MEINE liebste Geschichte war. Alle zusammen ergeben jedoch einen schönen, etwas düsteren Lesegenuss.

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    Cover des Buches Die Greifenreiterin 1: Gefangenschaft (ISBN: B07WF78JLG)

    Bewertung zu "Die Greifenreiterin 1: Gefangenschaft" von Sabine Schulter

    Die Greifenreiterin 1: Gefangenschaft
    Ladylike0vor 8 Monaten
    Grandiose High-Fantasy in Teharis

    **R** "Die Greifenreiterin 1: Die Gefangenschaft" - von Sabine Schulter


    Klappentext:

    „Bist du bereit für die Unendlichkeit des Himmels?

    Gleich bei ihrer ersten Mission als vollwertige Reiterin fällt Rayna mit ihrem Greifen Ferril in die Hände der Nanjok, einem unbarmherzigen Volk des Nordens. Was dieses weit im Süden zu schaffen hat, weiß Rayna nicht – genauso wenig wie Hyron, der ebenfalls gefangen gehalten wird, wenn auch nicht durch Ketten. All ihr Denken ist auf Flucht ausgerichtet. Doch was beide nicht einmal erahnen, ist, dass ihr Treffen und ihr gemeinsamer Überlebenskampf bei den Nanjok erst der Anfang von etwas viel Größerem bedeutet.

    Lass dich von der großartigen Welt Teharis, Raynas Abenteuern und ihrem tierischen Begleiter Ferril mitreißen!“


    Meinung:

    Ich war bereits voller Abenteuerdrang, als ich das Buch aufschlug und mir die Weltkarte von Teharis entgegenblickte. Die erste Mission als Botschafterin des Himmelvolkes von Rayna und ihrem Greif Ferril lässt zum Glück auch nicht lange auf sich warten.  Bis zu ihrer ersten Mission hat Rayna nur in den Bergen des Himmelvolkes gelebt und fliegt nur selten in die Welt hinaus. Mit ihrer Mission bekommt sie die Möglichkeit die Natur, Wind und Wälder zu betrachten und sich in diese zu verlieben. Ihr kindlicher Blick gegenüber der Welt, eröffnet dem Leser erneut die schönsten Seiten unserer eigenen Natur. Die verschiedenen Völker werden im Glossar am Ende auch nochmal aufgenommen zum Spitzeln.


    Ihr Abenteuer wird jedoch jäh unterbrochen durch einen unglücklichen Zwischenfall. Dieser zwingt die Beiden zu kämpfen, mutig zu sein und auch einiges einzustecken. Greifenreiter sind wahre Flügkünstler, trainiert, sportlich und im Kampf erprobt. Die Charaktere wissen sich demnach gut zu verteidigen. Mir persönlich wurde durch den Zwischenfall ein wenig die Spannung entzogen. Das Problem hätte meinetwegen etwas schneller gelöst werden können.


    Der Fokus lag stattdessen mehr auf der Knüpfung von Freundschaftsbänden in schwierigen Situationen und der Ausarbeitung der Charaktere. Insbesondere Rayna konnte da sehr beeindrucken. Man spürt an ihrer stürmischen und mutigen Art die Kriegerin in ihr. Damit macht sie sich während der Mission auch einige Feinde, aber erntet auch Respekt – bestimmt auch vom Leser selbst. Nicht nur Feinde machen sich auf dem Weg bemerkbar. Über die Zeit knüpft sie zarte Freundschaftsbände mit einem lebensfrohen Fährtenleser und seiner schüchternen Schwester, die ihr in schwierigen Zeiten Beistand leisten.


    Natürlich kommt niemand an das Freundschaftsband zwischen Rayna und ihrem Greifen Ferril heran. Die Zwei gehen miteinander um, wie Seelenpartner.  Bisher habe ich noch nie eine Geschichte über Greifen gelesen. Ich gebe zu, dass ich erst nochmal googeln musste, was ich mir genau unter diesem Fabelwesen vorstellen kann (Mischung aus Löwe und Adler). Aber ich wusste, dass ein Sabine Schulter Buch mit tierischem Begleiter nur gut werden kann. Und ich hatte Recht. Die Greifen sind definitiv zu einem Highlight dieser Geschichte geworden.


    Ansonsten wurden der männliche Gegenpart und der Antagonist besonders gut ausgearbeitet. Beim Antagonist merkt man auch, dass dieses Buch mitunter eines der blutigsten und brutalsten Werke von Sabine Schulter ist. Zu den anderen Nebencharakteren wünsche ich mir in den nächsten Bänden noch einen näheren Bezug. Bisher hielten diese sich eher im Hintergrund auf.


    Auch die Lovestory hält sich im Auftakt eher im Hintergrund. Je näher man dem Ende kam, desto deutlicher wurde das Knistern in der Luft und ich bin gespannt, was die Autorin da noch für uns bereithält.


    Fazit:

    Mit dem Auftakt zu der Greifenreiterin hat Sabine Schulter ein Abenteuer in ihrer neuen High Fantasy Welt entworfen. Wieder einmal erschafft sie die unterschiedlichsten Völker und entwickelt einen eigenen Weltenentwurf, den sie sehr naturbezogen entworfen hat. Die Idee der Greifenreiter ist mir bisher nicht oft begegnet und umso schöner empfand ich die ausgearbeitete Bindung zwischen Rayna und Ferril. Ihre Mission verunglückt ein wenig, aber davon lassen sie sich in ihrer kämpferischen Natur nicht unterkriegen. Ich bin gespannt darauf, in den nächsten Bänden noch mehr über die Welt Teharis zu erfahren und hoffe noch eine stärkere Bindung zu den Nebencharakteren aufzubauen. Bis auf paar kleine Schwächen, war es wieder eine tolle Geschichte mit fantasievollen Details.

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    Cover des Buches Das Vermächtnis der Grimms (ISBN: 9783959918312)

    Bewertung zu "Das Vermächtnis der Grimms" von Nicole Böhm

    Das Vermächtnis der Grimms
    Ladylike0vor 9 Monaten
    Cover des Buches Anouks Spiel (ISBN: 9783764151683)

    Bewertung zu "Anouks Spiel" von Akram El-Bahay

    Anouks Spiel
    Ladylike0vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das Kinderbuch „Anouks Spiel“ ist fantasievoll und zugleich eine moralisch schöne Geschichte, die auch Erwachsene an die Seiten fesselt.
    Fantasievolles und moralisch schönes Abenteuer

    **R** "Anouks Spiel" - von Akram El-Bahay


    Klappentext:

    „Der neue Kinderbuchschmöker aus der Feder von Akram El-Bahay
    Was hat Anouk nur getan? Ein unbedachter Wunsch an ihrem 13. Geburtstag - und ihre kleine Schwester ist wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt nur einen Weg, den Wunsch rückgängig zu machen: das magische Spiel. Schafft sie es, den dunklen Prinzen in vier Runden zu schlagen, erhält Anouk ihre Schwester zurück. Gewinnt der dunkle Prinz, verliert Anouk sie für immer. Mit jedem Zug muss sie Mitgefühl, Mut und Weisheit beweisen. Doch der dunkle Prinz ist ihr stets einen Schritt voraus - und stellt Anouk schließlich vor eine unmögliche Wahl ...“

    Meinung:

    Anouks Spiel hat mich erst an eine interessante Mischung aus Jumanji, Märchen und Sheherezade erinnert. Um einen harten Herzenswunsch rückgängig zu machen, muss Anouk die Spieltwelt von Anouks Spiel betreten und das Spiel gegen den bösen Prinzen gewinnen. Im Spiel gibt es einige Märchenbezüge und Anouk ist eine begabte Geschichtenerzählerin. Nach wenigen Seiten war mein Gedanke an andere Geschichten völlig weggeblasen. Das Spiel und somit auch die Geschichte sind so voller fantasievoller Details, wodurch der Autor etwas völlig eigenes daraus macht und somit an die Seiten fesselt.

    Unsere Geschichtenheldin Anouk wirkt auf den ersten Eindruck etwas eifersüchtig auf ihre kleine Schwester und wünscht sie in einem Trotzanfall weg. Dass das Wirklichkeit wird, hätte sie nie gedacht und auch nicht gewollt. Sehr mutig, intelligent und herzensgut stellt sie sich dem Abenteuer des Spiels entgegen, um ihre Schwester zurückzuholen. Irgendwie verzückt Anouk das Lächeln ihrer kleinen Baby-Schwester ja doch.

    Doch natürlich muss sich Anouk nicht allein der Spielwelt gegenüber stellen. Beim ersten Würfelwurf, erhält sie Pan den sprechenden Schimpansen zum Spielbegleiter. An seine eingebildete Art und sein Eigenlob muss man sich gewöhnen, aber er wird schnell zum amüsanten Begleiter und guten Freund.

    Zusammen machen sie sich auf den Weg in die fantasievoll, gezeichneten Spielwelt. Akram El-Bahay entführt Anouk, Pan und den Leser an magische Orte. Einer meiner Favoriten unter den Orten war das Herz des Waldes. Eine Baumhöhle, dessen Decke aussieht wie der Sternenhimmel mit eingefangenen Sternschnuppen. Bei der Reise durch diese zauberhafte Welt, trifft Anouk auf sprechende Blumen, unglückliche Dschinn oder auch gefährliche Spiegelgeister. Je weiter sie durch das Spiel kommt, desto mehr muss sie kreativ Denken, Mitgefühl beweisen oder Ängste überwinden. Dass sie dabei immer mehr Freundschaften schließt, ist sicherlich sehr hilfreich.

    Am Ende der Geschichte viel es mir sehr schwer mich von der sympathischen Heldin, den einzigartigen Charakteren und fantasievollen Wesen sowie dem atemberaubenden Weltenentwurf zu verabschieden. Ein eindeutiges Highlight sind auf jeden Fall auch die immer wieder auftauchenden Kurzgeschichten von Anouk gewesen. Aus ihrer Feder würde ich auch gerne ein Buch lesen!

    Fazit:

    Das Kinderbuch „Anouks Spiel“ ist fantasievoll und zugleich eine moralisch schöne Geschichte, die sicherlich auch Erwachsene an die Seiten fesselt. Schnell verliert man sich in der magischen Spielwelt und freundet sich mit den einigen Charakteren an. Hier fällt der Abschied zur Geschichte definitiv schwer.

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