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LeJohn

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  • 24 Bewertungen (Ø 4,54)

LeJohn hat gelesen…
1 Buch im Jahr 2025

Cover des Buches Die Welt nach dem Morgen: Sechs dystopische Geschichten (ISBN: null)
Buch wurde am
16. März beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Kurzmeinung: Tolle Anthologie unterschiedlicher Autoren über eine düstere Zunkunft
Großes Kopfkino

Ein tolles Projekt, das die Autoren dieses Buches geschaffen haben. Nach der Präsentation des genialen Covers hatte ich vorab (seit 15.03.2025 erhältlich) die Gelegenheit, das Rezensionsexemplar dieser dystopischen Anthologie zu lesen. Ich wurde dabei in sechs unterschiedliche Welten mitgenommen, die mich um den Schlaf gebracht haben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, nicht nur wegen der spannenden Atmosphäre, sondern auch durch die Nachdenklichkeit, die nach jeder Geschichte entsteht. Absoluter Pluspunkt in dieser Form: facettenreich, durch unterschiedliche Szenarien der zukünftigen Lebensbedingungen der Menschen und abwechslungsreich, durch die sprachliche Ausdruckskraft von sechs Autoren.
Ich habe die "Handschrift" der Herausgeberin Kerstin Imrek wiedererkannt. Ihre erbarmungslose Geschichte "Herz aus Metall" gleich am Anfang bot mir den guten Einstieg in Welten, die eine Gemeinsamkeit haben: sie sollten von der Menschheit rechtzeitig verhindert werden. Alle Geschichten haben ihre Stärken, auch wenn ich mir keines dieser verstörenden Szenarios für die Erde wünsche. Doch bei diesem Buch bestätigt sich, dass das Beste zum Schluss kommen sollte. "Das verbotene Kind" von Thomas Paul ist mein Favorit.
Großes Kopfkino - "Die Welt nach dem Morgen"!

Aus dem Klappentext:

Sechs Geschichten.
Sechs Schicksale.
Eine Botschaft.

Die gesetzlose Fey bricht in die Festung Solaris ein, um das
"Herz aus Metall" zu stehlen.

Die Diebin Roxy nutzt "die dunkelste Stunde", um sich durch die Wüste zu kämpfen.

In "Terra Ultimo" trotzt die junge May den brutalen Gesetzen der Zeit.

"Der Sommer 2036" entscheidet über das Schicksal des jungen Sinan im diktatorischen München.

Eine kleine Gruppe aus Überlebenden sucht in einer zerstörten Welt das sagenumwobene "Sanctuary".

Yara will "das verbotene Kind" vor dem System retten.

Cover des Buches Der Achte Tag (ISBN: 9783910522183)

Bewertung zu "Der Achte Tag" von Dianne K. Salerni

LeJohn
Kurzmeinung: Tolle Idee, aber nicht für die empfohlene Altersgruppe
Interessantes Fantasy-Szenario

Eine tolle Idee mit dem 8. Tag und seiner historischen Verknüpfung, auch Cover und Titel sind klasse. Das war es dann aber auch schon mit den rein positiven Ansichten.

Zunächst einmal macht es mich sprachlos, dass dieses Buch ab 10 Jahre empfohlen wird. Meine Tochter hat nach einer handvoll Seiten aufgehört, das Rezensionsexemplar zu lesen und wollte lieber Kalle Blomquist weiterlesen.

Das eigentliche Problem am Anfang ist, dass der Leser nichts über den Fantasy-Hintergrund weiß und somit das 1. Kapitel absolut unsympatisch rüberkommt.

Das zweite Problem ist, dass der junge Hauptdarsteller (wie auch auf den Bildern im Buch) viel älter als dreizehn wirkt und somit sein ganzes Verhalten unrealistisch wirkt.

Das dritte Problem ist eine Folge der Zielgruppenausrichtung. Der Roman ist rein literarisch ein Roman für jüngere Jugendliche, aber vom Inhalt für ältere. Manchmal wird es denke ich sogar für Erwachsene zu kompliziert zu folgen. 

Der Spannungsbogen ist ok, es wird zumindest zum Ende hin spannender. Die eigentlich interessanten Charaktere hätten viel mehr Potenzial gehabt, mehr beschrieben zu werden.

Leider ein Buch mit Schwächen, schade, aus der Idee hätte man mehr draus machen können. Das Ende gefällt mir relativ gut, zum Glück ohne Cliffhanger. Aber für ältere Jugendliche Fantasyliebhaber vielleicht interessant, die Fortsetzungen zu lesen.

Kurzmeinung: Ein neuer Fall des amüsanten Detektiv-Duos
Wer hat den Baum im Zoo gepflanzt?

Und warum? Wieder einmal weltbewegende Fragen, die die privaten Detektive Xaver und Remus zu beantworten haben. Im Vergleich zu ihren privaten Beziehungsproblemen scheinbar belanglos, aber trotzdem muss wieder logisch vorgegangen werden und das tun sie auch wieder auf ihre unvergleichlich ironische Art. 


Fazit: Das Duo sucht auch in ihrem zweiten Fall ihresgleichen. Für mich ein einzigartiger Humor im Rahmen einer erfrischend simplen wie auch kuriosen Detektivgeschichte. 


Cover des Buches Im Bann der Elemente (Bd. 1) (ISBN: 9783649642114)

Bewertung zu "Im Bann der Elemente (Bd. 1)" von Anna Herzog

LeJohn
Kurzmeinung: rasant geschrieben, phantasievoll
Ein unterirdisches Fantasyabenteuer

Der erste Band einer magischen Abenteuerreihe im Zeichen der vier Elemente für Kinder ab 9 Jahre von Anna Herzog, spektakulär illustriert von Mandy Schlundt. 

Ich habe das Buch mit meiner Tochter zusammen gelesen, damit ich das Buch nicht nur aus der Sicht eines Erwachsenen beurteilen muss. Ich habe viele Meinungen von Erwachsenen gelesen, die dieses Buch albern, pädagogisch zweifelhaft und unglaublicherweise politisch unkorrekt fanden. Das sehe ich definitiv nicht so. 

Meine Tochter findet es spannend, lustig und auch frech, aber nicht zu frech. Ich finde, es wird von der Autorin sehr auffällig alles tatsächlich teilweise sehr „cool“ beschrieben. Aber gut, Geschmackssache, es wird schließlich von einem 10-jährigen Jungen erzählt, hebt sich deshalb vielleicht auch bewusst etwas von anderen Kinderbüchern ab. 

Das Buch basiert auf einer interessanten Idee, fantasievoll, spannend und mit Humor umgesetzt. Es ist wirklich extrem rasant auch für ein Kinderbuch, gerade am Anfang gibt es keine Satz zuviel und die Autorin zieht ihre Leser rasant durch die gesamte Geschichte. Da es ein Fantasy-Abenteuergeschichte ist, muss man jetzt nicht erwarten, das in dem Buch irgendetwas realistisch wäre oder lehrreich bezüglich des Lebens im Erdreich. Ich sehe tatsächlich noch Potential, die Charaktere besser zu beschreiben, auch den Sinn einiger Aktionen besser zu erklären und wenn das Buch länger gewesen wäre, hätte ich mir auch die eine oder andere Situation besser ausgearbeitet gewünscht. Aber dafür wird das Buch nie langweilig und es ist durchgängig illustriert mit passenden Zeichnungen. Das Ende bietet Möglichkeiten für Fortsetzungen, aber kann auch so alleine stehen bleiben. Das sollte jeder selbst entscheiden, ob es sich lohnt, die Serie fortzusetzen. Es gibt wirklich ziemlich viele starke Kinderbücher auf dem Markt.

Cover des Buches Die Ehre der treudoofen Schafe (ISBN: B0BYW421TJ)

Bewertung zu "Die Ehre der treudoofen Schafe" von Eli Brandeis

LeJohn
Kurzmeinung: interessantes Szenario, nachdenklich stimmend
Ein interessanter Debütroman mit großem Potential

Der Titel des Buches (das Cover gefällt mir richtig gut und hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht) verspricht irgendwie einen gewissen nachdenklichen Anspruch und das lässt die Autorin auch immer wieder aufblitzen in der Geschichte. Auch der ruhige Stil, nur selten (aber dafür umso heftiger) unterbrochen durch Actionszenen, strahlt auch immer wieder eine nachdenkliche Atmosphäre aus, aber wiederum nicht konsequent genug. Mir kommt das Ganze vor wie ein Drama um einen gesellschaftlichen Außenseiter (mit vier Ohren und einem speziellem Auge), zwanghaft vermischt mit technischen Zukunftselementen. Das Szenario der Welt und auch einzelne Ideen sind teilweise genial, aber sie sind nicht genügend ausgearbeitet. Manchmal kann ich die Handlungen der Personen nicht vollständig nachvollziehen und die Logik beziehungsweise Glaubwürdigkeit sind gelegentlich schon ein wenig abenteuerlich, auch bezüglich des gesamten politischen Systems. Einige Punkte und vor allem einige recht faszinierende Szenen (Umgebung am Rande der Stadt etc.) hätten auch einfach mehr beschrieben/erklärt werden können, dazu hätte aber der Roman dann länger sein müssen und dafür war der Spannungsbogen einfach nicht intensiv genug. Ich wollte zwar immer auch wissen, wie das Ganze ausgeht, aber das Buch hatte trotz seiner recht überschaubaren Seitenzahl seine Längen und das Ende fand ich auch nicht sehr überzeugend, weil es erstens irgendwie keine Überraschung mehr gab und es vor allem dann doch viel zu schnell ging. Ich empfand es so, als wenn die ganze Zeit über Mitleid für Talon erzeugt werden sollte. Sprachlich bin ich auch wirklich hin- und hergerissen. Einige Passagen gefielen mir emotional richtig gut, aber dann kamen immer wieder auch holprige Sätze und (zwar selten, aber dafür umso zerstörerischer für die Atmosphäre) sehr plumpe Ausdrucksweisen.

Den Klappentext finde ich übrigens definitiv zu lang mit zu viel Inhalt und auch nicht sehr animierend, das Buch lesen zu wollen.

Abschließendes Fazit: Ein interessanter Debütroman mit großem Potential.

Cover des Buches Galactic Pot Healer (ISBN: 9783757551407)

Bewertung zu "Galactic Pot Healer" von Michael Schmidt

LeJohn
Kurzmeinung: schräg, orginell und amüsant
Potential für ganz großes Sci-Fi-Kino

Die Grundidee des Galactic Pot Healer (die Bar hat mich sofort an die Bar in Snow Crash erinnert) und einige Charaktere haben wirklich internationales Format, zumindest kenne ich in diesem Genre nicht wirklich viele deutschsprachige Autoren. Wenn ich bedenke, dass für das Verständnis einiger Kurzgeschichten Insider-Wissen notwendig ist, ist die Kunst, mit der der Autor satirische Elemente eingebaut hat wirklich genial. Die einzelnen Geschichten sind schräg, voller origineller Ideen und manchmal auch dramaturgisch spannend. Allerdings konnte ich mit einigen Plots auch nicht so viel anfangen, das ist natürlich Geschmackssache (genauso wie die mit KI erstellten Bilder zwischen den Kapiteln). Die Geschichten könnten auch alleine stehen (leider wird in den meisten Geschichten auch die Bar ständig wieder beschrieben) und irgendwie sind es mir auch zu wenig Geschichten für eine Anthologie und auch die Bandbreite wirkt auf mich dafür dann irgendwie zu schmal. Ich denke, wenn die Geschichten inhaltlich verbunden und zu einem Roman ausgebaut werden würden, hätte das Potential für ein deutsches Sci-Fi-Meisterwerk.

Cover des Buches Starchild: Trilogie der Sechs (ISBN: 9798374816877)

Bewertung zu "Starchild: Trilogie der Sechs" von Tim Conrads

LeJohn
Kurzmeinung: Origineller Auftakt einer Sci-Fi-Trilogie
Vom Aufbruch der Menschheit in ferne Welten

Der erste Teil dieser Sci-Fi-Trilogie basiert auf einem originellen Szenario und ist durch den eigenwilligen Schreibstil, die Zeitsprünge, Ortswechsel und technischen Erklärungen erfrischend anders. Darunter leiden ein wenig die Charaktere, vor allem, weil einige wirklich interessante Personen viel mehr Potential geboten hätten. Politisch gesehen und durch einige Klischees wirkt es manchmal schon recht abenteuerlich, aber irgendwie auch faszinierend und spannend, vor allem am Schluss. Ich denke, die weiteren Teile werden sich stark von dem ersten Teil unterscheiden und das weckt in mir große Erwartungen.

Kurzmeinung: spannend, anspruchsvoll, dramatisch und informativ
Abenteuerliche Detektivgeschichte aus dem Leben eines Internatsschülers

Ein tolles Hörbuch, das gerade durch die vielen Facetten aus dem Leben von Internatsschülern mit seiner abenteuerlichen Detektivgeschichte viele Stunden interessante und spannende Unterhaltung bietet. Meiner Meinung nach besitzt die Geschichte ein recht hohes Niveau, was sich nicht nur auf die Sprache, Länge und die manchmal sogar lehrreichen Informationen bezieht. Es beinhaltet neben familiären Problemen vor allem zeitweise recht dramatische Geschehnisse. In erster Linie möchte ich das positiv hervorheben, da es zum Nachdenken anregt, auch noch für ältere Kinder zum Lesen geeignet ist und sich definitiv von anderen Büchern für die vorgegebene Altersgruppe abhebt. Durch diesen Aspekt könnte es jedoch für zu junge/schüchterne/empfindliche/ängstliche Kinder vielleicht zu dramatisch (unheimlich/Gedanken machend) wirken. Zum alleine hören würde ich das Buch ab 10 Jahre empfehlen.

Hervorzuheben ist auch der Sprecher mit seiner angenehmen Stimme, der genau an den richtigen Stellen Akzente in der Betonung setzt.

Cover des Buches Der Kreator (ISBN: 9783740725389)

Bewertung zu "Der Kreator" von Y.M. Aküzüm

LeJohn
Kurzmeinung: Prädikat "besonders lesenswert"
Der faszinierende zweite Teil der utopischen Trilogie

Für „Der Kreator - Das Dunkle in uns“ empfehle ich zunächst das Debüt zu lesen. 

Der Beginn des Klappentexts des zweiten Teils kündigt an: „In der Fortsetzung der Kreator-Trilogie prallen Welten aufeinander. Der brüchige Friede war nie in größerer Gefahr.“

Und da wird nicht zu viel versprochen. Die Leser erfahren mehr über diese „Welten“ und dafür begeben sich die Hauptprotagonisten in gefährliche Situationen. Was hat die Retro-Bewegung vor? Wer steckt hinter den suspekten Versammlungen? Ist wirkliche Liebe noch möglich? Wie kommt Wissenschaftlicher Keylam Baine mit seinen Zielen voran?

Die Schweizer Autorin Y. M. Aküzüm verknüpft alles perfekt mit Liebesgeschichten, in denen in der Tat „Welten aufeinanderprallen“ und verlagert im Laufe des Romans dafür geschickt die Geschichte temporeicher mehr und mehr ins Wildland und die Situationen spitzen sich zu einem hochspannenden Finale zu. 

Ich kann kaum abwarten, den für Ende des Jahres angekündigten dritten Teil zu lesen.

Cover des Buches Das rote Tuch (ISBN: 9783755715610)

Bewertung zu "Das rote Tuch" von Autorinnengruppe KommPlot

LeJohn
Kurzmeinung: Die faszinierende Reise eines roten Tuchs durch Zeit und Genre
Eine phantastische Anthologie

Ein geniales Buchprojekt, was die Autorinnen-Gruppe „KommPlot“ da geschaffen hat.

Kurzgeschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Von der Bronzezeit bis zu den letzten Überlebenden der Menschheit in einer Raumstation chronologisch durch verschiedene Kategorien, von Historischer Roman, Dschungel- und Seefahrer Abenteuer, über Fantasy und ganz normalem Alltag bis hin zu Sci-Fi, es ist alles dabei und das in nur zehn Geschichten, die alle durch ein ROTES TUCH zusammengehalten werden. Ich hätte mir viel mehr Geschichten gewünscht, denn bei einer Anthologie ist schnell einmal eine Geschichte dabei, die mich nicht so interessiert bzw. nach meinem Geschmack ist, wie es auch hier der Fall ist. Aber sogar diese Geschichten waren trotzdem auf ihre Art gut geschrieben und ermöglichen auch den Blick in neue Genres. Nicht zuletzt fließt der Erlös auch noch an einen guten Zweck. Deshalb gibt es von mir die Höchstwertung für dieses Werk.

Über mich

Autor des Romans "Herr der Steine"

Lieblingsgenres

Jugendbücher, Science-Fiction, Sachbücher, Literatur, Unterhaltung

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