Lea_Vani

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Sinful King (ISBN: 9783736308084)

    Bewertung zu "Sinful King" von Meghan March

    Sinful King
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine erotische und spannende Geschichte
    3,75 Sterne - Ein geheimnisvoller und erotischer Deal mit dem Teufel höchstpersönlich

    Keira ist endlich die stolze Besitzerin der 'Seven-Sinners-Distillery' in New Orleans und kurz davor, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Doch dann taucht eine Naczhricht zusammen mit einem Mann    auf, dem sie eigentlich nie in ihrem Leben begegnen wollte: Lachlan Mount. Der gefürchteste Mann in der ganzen Stadt und er hat sie als sein neues Ziel auserkoren. Um ihre Schulden bei ihm    abzubezahlen, will er nur sie. Aber kann sie sich auf so einen gefährlichen Deal einlassen und am Ende immer noch in der Lage sein, ihre Gefühle unter Kontrolle zu haben?

        

    Dieses Buch war das Zweite, welches ich von der Autorin gelesen habe. Auch hier war der Schreibstil wie immer sehr gut. Ich mochte die Art und Weise, wie die Autorin bestimmte Informationen    vorenthält, um Spannung aufzubauen und den Charakteren mit ihren Worten und ihrer Schreibart Tiefe verleiht. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, wirken authentisch und sind    facettenreich

         

    Da wäre zunächst einmal Keira, von der gleich klar ist, dass sie ihre Arbeit und die Destillerie über alles liebt. Schon als kleines Kind hat sie sich für diese Dinge interessiert und    dementsprechend überzeugend wirkt sie auch im Buch. Die Destillerie ist nicht nur eine Nebenhandlung, weil sie ja irgendeiner Tätigkeit nachgehen muss. Es ist ihr Dreh- und Angelpunkt in ihrem    Leben. Sie verzichtet auch auf ein großes Haus und lebt lieber in einer kleinen Wohnung in einer unsicheren Gegend, nur damit sie es nicht so weit bis zur Arbeit hat und ja sowieso die meiste    Zeit dort verbringt.

    Ich mochte Keira bis zu einem gewissen Grad wirklich. Sie wirkte strukturiert und hatte einen genauen Plan für ihren Job. Doch mit der Katastrophe in ihrem Privatleben hat sie das wieder wett    gemacht. Dort war sie für mich weniger die starke Frau. Viel mehr kam hier das naive, leichtgläubige Mädchen rüber, dass jedes Wort eines Menschen glaubt und nicht auf Nummer sicher geht. Es gibt    eine Szene, da musste ich auch mal den Kopf über ihre Naivität schütteln. Hier hat es die Autorin ein bisschen zu gut gemeint, um einen Gegensatz zu Lachlan Mount zu schaffen, den männlichen    Protagonisten.

         

    Denn unterschiedlicher könnten die Beiden nicht sein. Auch wenn sie sich ihrer Sache meistens sehr sicher sind und gerade in ihren Jobs alles geben und für alles kämpfen. Allerdings ist Lachlan    nicht nur bei der Arbeit in seinem Element und beherrscht die Stadt, auch privat hat er stets die Oberhand, weiß über alles Bescheid und ist keinesfalls naiv. Keira schafft es zwar manchmal, ihn    zu überraschen, aber er denkt nicht so lange über neu entdeckte Tatsachen nach, wie Keira, die sich das ganze Buch über, über irgendwelche Dinge den Kopf zerbricht.

    Lachlan ist zudem skrupellos, düster, geheimnissvoll und er kennt keine Gnade. Es gibt nur einen Menschen, der sich ihm entgegensetzt: Keira. Und sie hat Glück, dass er sie will, sonst würde man    sehr schnell eine Seite von ihm kennenlernen, über die es immer nur Gerüchte gibt. Ich mochte es sehr, dass er so viele Geheimnisse und es diese ganzen Gerüchte um ihn gibt. Das hat die    Geschichte nur spannender gestaltet. Leider konnte ich ihn an sich nicht wirklich greifen und hatte richtige Probleme damit, mich in ihn hineinzuversetzen. Ich habe seine Beweggründe nicht    verstanden und an sich wäre das auch kein Problem gewesen.

    Nur gab es eben auch Kapitel aus seiner Sicht. Der Zweck dieser Kapitel ist mir selbst jetzt nicht bewusst. Ich habe nichts von Lachlan erfahren. Weder über seinen Charakter, seine Vergangenheit,    noch seine Zuneigung gegenüber Keira. Weshalb Keira sich zu ihm hingezogen fühlt, verstehe ich, aber andersrum eben nicht. Meiner Meinung nach, hätte man die Kapitel aus seiner Sicht weglassen    können, oder man hätte mehr davon schreiben müssen, in denen nicht einfach nur die aktuellen Gedanken und die Handlung wiedergegeben wird, sondern der Leser tatsächlich auch mit Informationen zu    seiner Person gefüttert wird. Dann hätte man auch einen besseren Einblick in seine Arbeit bekommen können. So wurde diese nur angerissen, aber man weiß immer noch nichts. Sie ist weiterhin ein    Rätsel, wie der gesamte Mann.

         

    Der größte Teil wird demnach aus der Sicht von Keira in der Ich-Perspektive erzählt. Man hat einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken bekommen und konnte dadurch nachvollziehen, warum sie sich    so sehr für den Whiskey interessiert. Allgemein waren es sehr gute Kapitel, was nicht zuletzt am Schreibstil und dem Charakter lag.

    Jedoch war die Story an sich ein wenig unrealistisch für mich und teilweise unlogisch. Ich fand den Ansatz und die Thematik sehr interessant, doch der Verlauf der Geschichte ist stellenweise    seltsam. Ich bezweifle sehr, dass sich eine Person jemals ohne irgendwelche Fragen oder auch nur einen Anruf bei der Polizei oder sonstiges, auf so etwas einlassen würde. Auch, dass sich Keira    einfach so auf den Deal eingelassen hat, ohne irgendwelche Informationen über ihr Gegenüber, die auch wahr sind, hat mich stutzig gemacht. Ich kann verstehen, dass sie ihre Familie, Freunde,    Mitarbeiter und ihre Firma schützen will. aber so komplett ohne Nachfragen? Unvorstellbar!

    Allgemein war es mir auch nicht düster genug. Lachlan wird vor allem von Keiras bester Freundin als sehr düsterer, skrupelloser Mann dargestellt, davon kommt allerdings nicht viel rüber. Er wirkt    eher wie ein Geschäftsmann, der die ganze Stadt eben kennt und überall seine Finger im Spiel hat. Er wirkt nicht fies, oder wie ein Mann, der mit einem Fingerschnippen Keiras Familie umbringen    könnte. Das fand ich ein wenig schade, da man gerade in New Orleans, mit der Destillerie und den ganzen illegalen Geschäfte spielen könnte und so einen Lachlan erschaffen hätte, der wirklich    düster ist.

    Abgesehen davon finde ich New Orleans großartig! Nirgends hätte die Geschichte besser hingepasst, als in die Stadt, die so viel Übernatürliches zu bieten hat und wo es anscheinend gang und gäbe    ist, zuerst an Geister zu denken, als an ein altes Gebäude, wo die Balken knarren, wenn man vermeintlich alleine ist.

         

    Wie ich es auch schon von meinem anderen Meghan Marchbuch kannte, ist die sexuelle Spannung definitv vorhanden, allerdings gab es weniger Gefühl. Das war jedoch nicht ganz so schlimm, da es sich    in diesem Teil weniger um das Gefühl gedreht hat.

         

    Fazit: Es war ein guter Einstieg in die Reihe, ich habe jedoch mehr erwartet.. Die Spannung war konstat vorhanden, sodass ich das Buch sehr schwer aus der Hand legen konnte. Auch der Cliffhanger    am Ende hat mich neugierig auf den zweiten Teil gemacht. Da ich allerdings eine Kritikpunkte hatte, werden es nur 3,75 / 5 Sterne. 

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    Cover des Buches Dirty Rich - Verbotene Sehnsucht (ISBN: 9783732590360)

    Bewertung zu "Dirty Rich - Verbotene Sehnsucht" von Lisa Renee Jones

    Dirty Rich - Verbotene Sehnsucht
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wenig Story und immer wieder nur das Gleiche
    2,5 Sterne - Leider ein sehr enttäuschendes Buch

    Vorab möchte ich mich noch einmal herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich sehr auf die Geschichte gefreut, doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt und diese    Geschichte hat mehr Diskussionsbedarf und Kopfschütteln bei mir hervorgerufen, als sie mich verzaubert hat.

      

    Fangen wir aber bei dem Anfang an. Der Einstieg in die Geschichte war phänomenal. Er war dirty. Er war rich. Er war spannend. Ich musste mich zwingen mit dem Lesen aufzuhören, da ich so gefesselt    war von der Geschichte. Doch dann war die rosa-rote Brille verschwunden. Es blieb dirty und auch das rich kam nicht zu kurz, aber an dem Rest hat es gemangelt. Ab der Mitte wurde es sehr    langatmig, sodass ich mich hier zum Weiterlesen zwingen musste. Ich habe mich von Kapitel zu Kapitel gehangelt, wobei es hier gut war, dass die Kapitel relativ kurz waren und ich so eher eine    Pause machen konnte. Allerdings habe ich dadurch ewig für das Buch gebraucht - bestimmt zwei Wochen und nebenbei habe ich kaum andere Bücher gelesen, sodass ich genügend Zeit für dieses hatte.

    Auch das Thema an sich finde ich sehr gut und interessant. Enemies to Lovers ist eine Thematik, die mich reizt und da man hier auch von Hassgefühlen ausgehen kann, habe ich mich sehr darauf    gefreut, den Wandel zur Liebe zu sehen. Nur konnte ich ihn nicht sehen. Ich habe den Zeitpunkt einfach nicht mitbekommen, an dem aus Hass Liebe wurde und aus reiner Vögelei Liebe machen. Zumal    mir auch am Ende nicht klar war, ob Carrie für Reid Liebe empfindet, da sie selbst gesagt hat, dass er immer noch ein Arschloch sein kann, wenn auch nur in bestimmten Bereichen seines Lebens.

         

    Kommen wir zum Setting: New York. Eigentlich mag ich diese Stadt nicht so sehr, doch hier hat sie einfach wie Arsch auf Eimer gepasst. Reid und Maxwell gehören in diese Stadt. Ich kann mir keinen    Ort vorstellen, der geeigneter für die Geschichte gwesen wäre. Allerdings hätte ich mir im Nachhinein gewünscht, dass man ein bisschen mehr von New York mitbekommt und nicht nur den Stadtteil. in    dem die Beiden leben und arbeiten.

         

    Carrie West lebt zum Beispiel in einem Apartment nur einen kurzen Fußmarsch von Reid entfernt. Und genau wie er geht sie auch sehr oft joggen. Zufällig auch den Weg, den Reid immer nimmt und NIE    sind sie sich begegnet. Erst als sie sich persönlich kennenlernen, laufen sie sich in ihrem Viertel über den Weg. Ein sehr großer Zufall, aber es macht die Geschichte auch interessant.

    Carrie ist Anfang 30 und sehr ehrgeizig. Sie gibt nicht schnell auf, was mir sehr gut gefallen hat und sie lässt sich von Reid und seinem Machtgehabe nicht unterkriegen. Hier hören ihre positiven    Eigenschaften aber auch schon auf. Ab einem bestimmten Punkt ging sie mir nämlich einfach nur noch auf die Nerven. Ständig redet sie davon, dass sie Reid hasst und er ein Arschloch ist. Sie nutzt    jede Situation, um den Leser an diese Tatsache zu erinnern, doch dann verfällt sie ihm wieder. Hat Sex mit ihm und irgendwann - keine Ahnung wann - verliebt sie sich in ihn.

    Reid mit seinen 38 Jahren ist genau der Typ Mann, den man in dieser Geschichte erwartet: Single, gutaussehend und hat seinen Spaß mit Frauen. Aber er hat noch NIE eine Frau geliebt. Kaum    vorstellbar, aber okay. So ist er halt. Ihn konnte ich etwas mehr leiden. Er hat wenigstens zugegeben, dass er am Anfang nur Sex will, um sich Carrie aus dem Kopf zu schlagen. Und die dadurch    erzeugte Spannung zu Beginn, das Knistern zwischen den Beiden, war genial.

         

    Schon bald zeigte sich aber, dass mich einige Punkte stören. Zum einen wäre da die Hass-Arschloch-Tatsache. Jedes Mal, wenn einer von ihnen auch nur an die Worte 'Hass' oder 'Arschloch' gedacht    oder ausgesprochen hat, hat der Andere das aufgegriffen und ebenfalls die Worte verwendet. Das hat mich wütend gemacht und selbst Hassgefühle auf diese beiden Personen in mir geweckt.

    Dann geht mir auch alles viel zu schnell. 90% des Buches spielen sich innerhalb 8 bis 9 Tage ab. Während dieser Zeit verlieben sie sich und es passieren so viele Dinge, die man eigentlich in    einigen Wochen abhandelt. Für zwei Personen, die noch nie geliebt haben, geht es zu dem Zeitpunkt unglaublich schnell. Gerade wenn man bedenkt, dass die restlichen 10% zwei Monate umfassen.

    Ein weiterer negativer Aspekt ist das ewige Hin und Her. Die Protagonisten entscheiden sich gefühlt 100 Mal am Tag um und können nicht zwischen "Es ist nur Sex." und "Ich will mehr" wählen. Das    ist zu viel Drama und auf Dauer echt anstrengend. Mein Gehirn ist ja nur vom Lesen fast geplatzt.

    Viele Dinge gehen in dem Buch auch einfach nur unter. Zum Beispiel die Sache mit Royce wird zum Schluss hin fallengelassen und Carrie, die erst so erpicht darauf war, Royce jeden Tag wegen der    Sache zu kontaktieren, hat das dann einfach so vergessen. Sehr unglaubwürdig. Ich finde auch, dass die Situation viel mehr Spannung hätte reinbringen können.

    Dann gäbe es da noch die Sache zwischen Reid und seiner Schwester Cat. Ich verstehe gar nicht, weshalb sie sich überhaupt streiten. Das, was beschrieben wurde, hat in meinen Augen kein    Streitpotenzial und verdeutlich nur unnötiges Drama. Der Streit zwischen Reid und Cat ist meiner Meinung nach völlig sinnlos.

         

    Und nun zu dem Punkt, der Carrie von der starken Frau in eine nervige Protagonistin verwandelt. Sie macht aus absolut jeder Mücke einen Elefanten. Zum Beispiel als sie mit Reid bei seiner    Schwester sind und er sie vor seinem Vater beschützen will. Anstatt später mit Reid über das Wie zu reden, macht sie ihm vor allen anderen eine Szene. Vor wildfremden Menschen. Als erwachsene    Frau, die sich zu dem Zeitpunkt immer noch nicht entscheiden kann, ob sie jetzt mehr von  Reid will oder nicht. Sie stürmt einfach raus und braucht unendlich viele Seiten, um ihm zu    vergeben. Für eine Sache, die völlig harmlos ist. Doch dann, als sie sein Geheimnis erfährt, welches wirklich krass ist und mit dem ich auch nicht gerechnet habe, ist das innerhalb einer Seite    erledigt. Einfach so. Da macht sie keinen Elefanten draus, obwohl man es an genau der Stelle erwarten könnte.

         

    Der letzte negative Punkt auf der langen Liste ist die Sex-Thematik. Es ist ein Erotikroman, sodass man mit viel Sex rechnen kann. Und den gibt es auch. Aber so erotisch, neugierig und sexy der    auch zu Beginn ist. So langweilig wird er dann auch. Denn ständig passiert dasselbe, nur wechseln die Orte. Und immer ist es so, dass der Mann die Frau auch oral glücklich machen darf, nur wenn    Carrie sich revanchieren will, ist das nicht okay. Ich habe diese Szenen irgendwann nur noch quer gelesen, weil sie so eintönig waren. Da hatten die Sexszenen am Arbeitsplatz auch ganz schnell    ihren Reiz verloren.

         

    Der Schreibstil ist allerdings ein positier Aspekt. Ich mochte die lockere Art und die einfachen Sätze. Ich konnte mir alles auch sehr gut vorstellen, so gut waren die einzelnen Szenen    beschrieben. Auch die Perspektive, also dass die Geschichte sowohl aus Carries, als auch aus Reids Sicht in der Ich-Perspektive erzählt wurde, hat dem Ganzen mehr Tiefe verliehen.

         

    Fazit: Der Anfang war wirklich richtig gut, doch mit 488 ist das Buch einfach zu lang. Ich kann mir schwer in die Protagonisten hineinversetzen und finde das Ganze irgendwann auch zu    unromantisch. Ich verstehe nicht, woher die Liebesgefühle kommen. Für mich war es das erste Buch der Autorin und der erste Band der Reihe.. Leider bin ich nicht neugierig auf die vorherigen Bände    geworden und habe bisher auch nicht vor, sie zu lesen. Für mich war das Buch leider eine Enttäuschung. 

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    Cover des Buches Mister Romance (ISBN: 9783736308107)

    Bewertung zu "Mister Romance" von Leisa Rayven

    Mister Romance
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Witz, Gefühl und die richtige Portion Dramatik
    4,75 Sterne für den wundervollen Mister Romance

    Dieses Buch hat mich seit Wochen angelächelt und ich bin so froh, dass ich es nun gelesen habe. Es ist eine großartige Geschichte, die ich inhaliert habe. Deren Charaktere mir im Gedächtnis    bleiben werden. Die zum Nachdenken anregt. Über alltägliche Themen: Liebe, Sex und auch die Bewältigung der Vergangenheit. Es bringt nichts, Geschehnisse von damals zu verdrängen, sie    totzuschweigen und sich ihnen nicht zu stellen. All das lehrt mich die Geschichte von Eden und Max, neben einer grandiosen Handlung.


    Fangen wir mit dem Schreibstil an: Leisa Rayven schafft es mich mit ihren Worten zu verzaubern, mich gefangen zu nehmen und mich hinzureißen. Ich habe jedes ihrer Worte inhaliert und mich darin    verliert. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Autorin baut eindrucksvoll Spannung zwischen den Charakteren auf, nicht    nur sexuell. Es gibt kein großes Drama, da man sich voll und ganz auf Edens Entwicklung und Max fokussiert. Sicher hat man im Hinterkopf, dass mehr hinter dem Ganzen stecken und sowohl Max als    auch Eden mehr mit sich herumtragen, als es zunächst den Anschein hat. Aber das ist auch eher nur nebensächlich. Das Drama steht nicht im Vordergrund. Es steht die Liebe im Vordergrund.

    Leisa Rayven hat wundervolle Charaktere erschaffen, die sehr witzig sind und das nicht nur zu Beginn. Die Neckereien zwischen Max und Eden halten sich bis zum Ende, auch wenn die Neckereien am    Schluss eine sexuelle Note erhalten. Das tut der Geschichte keinen Abbruch. Es zeigt einfach nur, dass sie sich nicht verändern und ihr Humor auch bestehen bleibt, wenn sie sich längst näher    gekommen sind. Es ist kein Balzritual, wie in vielen anderen Geschichten. Es ist ihre Natur..

         

    Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Edens Sicht geschrieben, sodass man einen guten Einblick in ihre Gedanken erhält und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Ich mag ihre Art sehr und    fühle mich direkt mit ihr verbunden. Sie ist nicht das schüchterne Mädchen mit einer tragischen Vergangenheit. Sie ist 25, gelangweilt von ihrem Job und hat Spaß am Leben. Zudem ist sie auch noch    glücklicher Single. Sie teilt sich mit ihrer Schwester Asha nicht nur die Wohnung sondern auch jeden Gedanken und jedes Ereignis und genau das liebe ich so sehr an Eden. Sie ist ein offener    Mensch, sagt was ihr in den Sinn kommt und hat einen Klasse Humor. Sie ist sarkastisch, witzig und nimmt nicht alles bitterernst. Ich liebe ihre frechen Sprüche und ihren Kampfgeist, die sie zu    einer großartigen Journalistin machen, die viel mehr verdient hat, als irgendwelche Clickbait Artikel zu schreiben. Eden ist eine starke Frau, die vor neuen Dingen nicht zurückschreckt und ihre    Familie über alles liebt. Sie hat ein inniges Verhältnis zu ihrer Großmutter Nannabeth, die nebenbei bemerkt ebenfalls ein super Charakter ist. Im großen Ganzen ist Eden ein wahnsinnig    authentischer Charakter mit extrem viel Tiefgang. Sie hat mir stets ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

         

    Max Riley, dessen Pseudonym Mister Romance nicht von ihm stammt, ist einfach nur perfekt! Er ist heiß, sexy. witzig, süß, freundlich und umwerfend. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang genauso    skeptisch war, wie Eden, doch mit der Zeit bin ich ihm mehr und mehr verfallen. Er schafft es also nicht nur, dass sich die Frauen in der Geschichte in ihn verlieben, er begeistert auch die    Leser, dabei erhält man nicht einmal einen Einbllick in seine Gedanken, man bekommt nur seine Handlungen mit. Die Idee hinter seinem Geschäft "Mister Romance" ist genial und verdeutlicht zugleich    auch, dass Liebe nichts selbstverständliches ist und jeder Liebe, Aufmerksamkeit und Träume verdient hat. Zudem lässt sich Max nicht von Eden unterkriegen und hat dazu auch noch Manieren. Ich    denke, einige Männer können sich ein Beispiel an ihm nehmen.

    Eine Besonderheit der Geschichte ist, dass die Charaktere offen miteinander reden, sobald etwas unklar ist oder sie sich mal nicht ganz so gut verstehen. Es gibt kein unnötioges Drama. Max ist    auch nicht der Typ, der alles verschweigt und seine Gefühle in sich hineinffrisst. Er ist ein offener Mensch, der einem sofort sympathisch ist.

         

    Eine weitere Besonderheit sind die vielen kleinen Weisheiten, die die Autorin geschickt in die Geschichte einbaut. Normalerweise finden sich viele ansprechende Textstellen in einem Buch am Ende    eines Kapitels oder eines Buches. Bei "Mister Romance" werden die zitatewürdigen Textstellen an allen möglichen Stellen im Buch verteilt. Mal tauchen sie als Gesprächsfetzen zwischen den    Charakteren auf, mal als Edens Gedanken mitten im Kapitel. Außerdem findet man nicht nur tiefgründige Zitate, es sind auch lustige dabei. Einige regen auch zum Nachdenken an und beziehen sich    nicht nur auf die Beziehung zwischen Eden und Max.

         

    Das Ende kam für mich sehr überraschend. Ich hatte bis zum großen Finale keine Ahnung, wie es ausgehen würde. Das hat mir sehr gut gefallen, da sich die Spannung so bis zum Ende gehalten hat. Ich    konnte das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen, so dringend wollte ich wissen, wie es endet. Denn nicht nur die Beziehung zwischen Max und Eden ist interessant, auch das was um sie herum    passiert, bleibt spannend. Ich bin auch schon sehr neugierig auf Ashas Geschichte, die in "Mister Secret" erzählt wird. Sie ist ebenfalls ein interessanter und einzigartiger Charakter.

         

    Fazit: Das Cover, der Schreibstil, die Charaktere - einfach alles hat mich umgehauen. Das Gesamtpaket passt perfekt bei diesem Buch. Dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt, sodass ich "nur" 4,75 Sterne vergeben kann. Trotzdem wird mir die Geschichte im Gedächtnis bleiben, da auch die Thematik an sich eine sehr besondere ist. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen - es ist den Hype definitv wert! 

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    Cover des Buches Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht (ISBN: 9783745700701)

    Bewertung zu "Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht" von Samantha Young

    Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Romantisch, erotisch und spannend. Ganz wie man es von Samantha Young kennt.
    Eine emotionale Geschichte mit Tiefgang

    Skylar Finch liebt die Musik. Doch ein weltberühmter Star zu sein, liebt sie nicht. Nachdem sich die größte Tragödie in ihrem Leben ereignet hat, haut die 22-jährige ab und lässt ihr altes Leben    und damit auch den gesamten Schmerz, einfach hinter sich. Fast 2 Jahre später wird sie von Killian O'Dea auf offener Straße angesprochen - als sie mit ihrer Gitarre auf den Straßen Glasgows um    ihr Überleben singt. Sie will sich aber nicht auf den Deal mit ihm einlassen, wird dann jedoch dazu gezwungen, als sie in eine sehr gefährliche Situation gerät. Die Leidenschaft der Beiden    beschränkt sich jedoch schon bald nicht mehr nur auf die Musik...

         

    Samantha Young hat es mal wieder geschafft mit ihrem einzigartigen Schreibstil eine Geschichte zu erschaffen, die man so schnell nicht vergisst. Die Geschichte rund um Skylar und Killian hat mich    am Ende sogar zu ein paar Tränen gerührt.

    Bei diesem Buch fällt es kaum auf, dass man 476 Seiten vor sich hat, da sie wie in einem Rausch einfach nur an einem vorbeiziehen, während man in die Lebensgeschichte von Skylar Finch eintaucht.

    Dazu kommt noch die atemberaubende Kulisse Glasgows in Schottland, ein extremer Kontrast zu anderen Romanen, die in sonnigeren Gegenden der Welt spielen. Dank der Städtewahl herrscht immer ein    unvorhersehbares Wetter, welches auch Abwechslung in die Geschichte bringt und Skylars Lebensumstände sehr gut widerspiegelt. Zudem hat die Beschreibung der Stadt ein bisschen Fernweh in mir    ausgelöst, was vermutlich auch daran liegt, dass die Stadt der Autorin nicht fremd ist, wo sie doch selbst in Schottland wohnt.

         

    Aber nicht nur das Setting war etwas Besonderes. Auch Killian O'Dea ist ein Mann, den man nicht so leicht vergisst. Er ist sexy, heiß und ernst, kann aber auch romantisch, liebevoll und sehr    witzig sein. Kurzum: Ich mag ihn. Er gibt einem zwar immer wieder Rätsel auf, da die Geschichte nur aus Skylars Sicht geschrieben wurde und man daher mit dem leben musste, was man von ihm oder    durch andere erfahren hat, aber gerade das macht auch seinen Charme aus. Er bedrängt Skylar nicht - er nötigt sie zwar ein wenig zu dem Plattendeal, aber im Bezug auf Sex und ihre Gefühle, drängt    er sich ihr nicht auf. Das hat mir gefallen. Er denkt zuerst ans Geschäft und auch wenn das zu ein paar Spannungen geführt hat, schätze ich diesen Charakterzug an ihm. Außerdem weiß er auch, was    er will und ist sehr zielstrebig, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen. Er verleugnet auch seine Gefühle nicht, ist ehrlich, kann aber auch sehr skrupellos sein. Was mir auch noch sehr    gut gefallen hat, ist, dass er kein Badboy ist. Das hat ihn zu einem unheimlich attraktiven Mann gemacht. Einzig und allein die Tatsache, dass er einmal handgreiflich gegenüber einem anderen Mann    geworden ist, hat sein Ansehen in meiner Ansicht etwas geschmälert. Aber im Endeffekt ist er einfach ein wundervoller Mann. Die Beziehung zu seiner Schwester hat mich ebenfalls sehr gerührt, war    großartig zu sehen, dass er kein herzloser Mistkerl ist, wie es zu Beginn den Anschein hatte.

         

    Skylar dagegen hatte ein paar mehr Ecken und Kanten. Im Großen und Ganzen ist sie mir sympathisch. Sie ist auch unfassbar talentiert, nicht abgehoben und beweist ungeheuer viel Mut, als sie auf    der Straße lebt. Manchmal ist sie mir aber zu egoistisch, gerade wenn es sich um ihren Ex-Freund Micah dreht. Bei diesen Szenen mochte ich sie nicht so sehr. Desweiteren will sie zwar als überaus    erwachsen rüberkommen, verhält sich dann aber nicht so und handelt unüberlegt. Ich kann verstehen, dass sie kein Star mehr sein möchte und erstmal ihre Ruhe braucht. Aber nachdem was ihr als    Obdachlose passiert ist, hatte sie nicht nur die Möglichkeit den Deal mit Killian einzugehen. Sie wollte zwar das Geld auf ihrem Konto nicht anrühren, da man sonst gewusst hätte, wo sie sich    aufhält, aber sie wäre längst über alle Berge gewesen, wenn ihre ehemaligen Bandmitglieder in Glasgow aufgetaucht wären.

    Ihre Vergangenheit hat mich allerdings von Anfang an sehr neugierig gemacht und auch die Entwicklung, die sie durchmacht ist wirklich phänomenal. Am Anfang ist sie eine junge, verängstigte Frau    und am Ende ist sie stark, unanbhängig und lässt sich von der Öffentlichkeit nicht mehr rumschubsen oder unterkriegen.

         

     Allerdings gibt es ein paar Punkte, die mich stören. So erfahre ich zum Beispiel sehr wenig über Killian. Was sind seine Hobbies? Was isst er am Liebsten? Wo möchte er gerne mal hinreisen? Er    erzählt Skylar zwar etwas über seine Vergangenheit, aber mehr Privates zu seiner Person kommt ihm nicht über die Lippen. Das ist sehr schade, da ich so auch nicht erkennen kann, worauf die    gemeinse Liebe der Beiden aufbaut - abgesehen von ihrer Liebe zur Musik natürlich.

    Das Ende kam mir auch ein bisschen zu schnell. Ich hatte viele offene Fragen, die nicht geklärt wurden, und Dinge, die sich einfach im Sande verlaufen habe. So vermisse ich zum Beispiel die    Neckereien vom Anfang, die dem Ganzen Schwung gegeben haben und mich grinsen oder sogar lachen ließen. Ich finde es schade, dass dann nicht mehr auf das Thema der Obdachlosigkeit eingegangen wird    und auch dem Verhältnis von Killian zu seinem leiblichen Vater hätte ich gerne noch mehr Bedeutung beigemessen.

         

     Dafür passen Cover und Titel sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Auch die Spannung innerhalb des Buches wurde aufrechterhalten. Nicht nur durch die Tatsache, dass Skylar drauf und dran war, die    Krisen in ihrem alten Leben neu zu entfachen, das Knistern zwischen den Charakteren hat ebenfalls für Spannung gesorgt. Samantha Young hat erotische Szenen mit ins Spiel gebracht, die für neuen    Wirbel und Abwechslung sorgen und die auch nicht so schnell langweilig werden. Darauf liegt allerdings nicht der Fokus. Der liegt klar auf Skylar, ihrer Karriere und ihren Gefühlen für Killian.


    Fazit: Das Ende hat mich aus dem Nichts einfach zu Tränen gerührt. Es war das passende Ende für Killian und Skylar, auch wenn mir vorher natürlich schon klar war, worauf das Ganze hinausläuft.    Killian ist zudem ein wahrer Traumtyp. Leider hat mir das gewisse Etwas gefehlt und ich hatte ein paar Punkte zu kritisieren, sodass ich einen Stern bei der Bewertung abziehe. Es ist und bleibt    allerdings ein wirklich sehr sehr schöner Roman. 

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    Cover des Buches Trust in Me (ISBN: 9783492305723)

    Bewertung zu "Trust in Me" von Jennifer L. Armentrout

    Trust in Me
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: 3,5 Sterne - eine süße Liebesgeschichte mit ein paar Lücken
    Eine wunderschöne Liebesgeschichte, in die ich mich emotional leider nicht fallen lassen konnte

    Die Geschichte von Avery Morgansten und Cameron Hamilton ist keine Unbekannte. Nur wird sie in "Trust in me" aus der Sicht Camerons erzählt. Grundsätzlich geht es um Cameron, dem die Frauen einfach nicht widerstehen können. Bis er auf Avery trifft. Sie fasziniert ihn gleich von Anfang an und da er sich seines Charmes nur allzu bewusst ist, ist er überrascht, als sie ihm eine Abfuhr erteilt. Es bleibt nicht nur bei der einen. Jedoch ist keiner von Beiden bereit aufzugeben und so beginnt eine Zeit, in der sie sich ungeahnt näherkommen und feststellen, dass es doch nicht so einfach ist, wie gedacht.


    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich die Geschichte von Cameron und Avery schon kannte, nur eben aus Averys Sicht. Die Story der Beiden noch einmal aus Camerons Perspektive zu lesen, war wirklich erfrischend und teilweise auch spannend, da ich einige Aspekte schon wieder vergessen hatte.

    Der Schreibstil der Autorin ist einfach bemerkenswert. Auch wenn nur alltägliche Dinge beschrieben werden und es nicht so richtig spannend ist zu Beginn, schafft es J. Lynn einfach, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich wollte so dringend weiterlesen, wollte wissen, was noch alles passiert, obwohl ich den Großteil ja schon kannte und mir auch das Ende kein Unbekanntes ist. Ich habe das Buch sehr schnell gelesen - es praktisch eingeatmet.


    Die Geschichte ist eher sehr seicht, zum Anfang unspannend und entwickelt erst nach der Hälfte eine gewisse Dramatik, als dem Leser bewusst wird, was Avery durchgemacht hat und Cameron dabei verfolgen kann, wie er versucht sie für sich zu gewinnen und hinter ihr Geheimnis zu kommen. Er hat dabei gar nichts Böses im Sinn. Er will nur herausfinden, was es mit der schüchternen, zurückhaltenden jungen Frau auf sich hat und weshalb er so fasziniert von ihr ist. Es hat mir Spaß gemacht und mein Herz erwärmt, die aufkeimende Liebe der Beiden mit anzusehen und ein völlig neues Licht auf die Situation zu haben.

    Cameron ist nämlich nicht der klassische Badboy, der eine Menge Frauen abschleppt und Herzen bricht. Er ist ein junger Mann, der Spaß am College hat, verantwortungsbewusst ist und niemals einer Frau absichtlich wehtun würde. Er sieht gut aus, ist klug und witzig - er hat absolutes Freundespotenzial für mich. Doch leider kann ich mich nicht emotional in die Geschichte fallen lassen, da seine Gedanken oftmals sehr einfach und nicht tiefgründig genug für mich sind. Das macht das Ganze unromantischer, dabei ist Cameron ein sehr romantischer Mann, der keine Geste unversucht lässt, um Avery für sich zu gewinnen. Ich kann die Gefühle, die Funken zwischen den Beiden nicht so richtig greifen.

    Genauso wenig kann ich Avery als Charakter greifen. Ich kann keine Verbindung zu ihr aufbauen, sie bleibt mir einfach zu lange ein Rätsel und auch zu inaktiv. Ich habe eher das Gefühl, dass die meisten Handlungen von Cameron ausgehen und nur in den entscheidenden Situationen Avery die Führung übernimmt. Ich erfahre einfach zu wenig persönliches über sie und dabei bin ich gleichzeitig auch der Meinung, dass ich nichts Neues über Cameron erfahre. Alles, was ihn betrifft, kenne ich ja schon aus "Wait for you", da hätte ich mir ein oder zwei Infos zusätzlich über ihn gewünscht.


    Besonders positiv ist mir der Einbezug der Freunde der Beiden aufgefallen. Sowohl Camerons, als auch Averys Freunde sind ganz oft Teil einer Szene ohne dass es gewollt wirkt oder man Abwechslung bräuchte. Die Freunde - Jase, Ollie, Stephanie, Brittainy und Jacob - sind einfach der Geschichte und der Charaktere. Ohne sie wäre das Buch nicht das, was es ist. Zudem wird so eine heimelige, lockere Atmosphäre erzeugt, durch die ich mir wünschte, selbst Teil der Clique zu sein und solche Freunde zu haben, die für einen da sind und sich auch für dich einsetzen. Das Buch erdrückt einen deshalb nicht, auch wenn Cameron und Avery schwierige Zeiten hinter sich haben und mit Dämonen der Vergangenheit kämpfen. Hier hätte ich mir auch mehr Details zu Camerons Vorfall gewünscht und wie sich das Ganze weiterentwickelt. Der Fokus verliert sich etwas und Averys Vergangenheit drängt sich mehr in den Vordergrund, dabei hätte die von Cameron auch so viel Potenzial gehabt ausgebaut zu werden, gerade was die Folgen für ihn angeht.

    Allerdings kann Cameron hier auch mit seiner umsichtigen und weichen Seite glänzen. Als er von Averys Geheimnis erfährt, ist er sich umsichtig und versteht sie. Er gibt ihr nicht das Gefühl, anders zu sein oder sie weniger zu schätzen. Er rennt bei ersten Anzeiche von Schwierigkeiten nicht davon, sondern ist bereit dafür zu kämpfen, aber auch nur solange sein Gegenüber ebenfalls bereit ist für die Sache zu kämpfen.


    Leider wies mir der Inhalt einige Lücken auf, die durch das Vorwissen von "Wait for you" zwar erklärbar wären, aber mir auch jetzt noch einige Rästel aufgeben. Die Voraussetzung um diese Geschichte vollständig begreifen und auch einige Details verstehen zu können, wäre also die Geschichte aus Averys Sicht vorher zu lesen. Nur liegt das bei mir Jahre zurück und wenn ich die Handlung schon aus der einen Perspektive kenne, brauche ich sie nicht auch noch aus der anderen direkt danach zu lesen. Das fand ich eher negativ.


    Wann genau sich die Beiden verlieben, habe ich auch nicht wirklich mitbekommen. Das zum einen negaitv, weil ich dadurch eben nicht die romantischen Gefühle hatte, die Avery und Cameron anscheinend verspüren.

    Auf der anderen Seite hat mir das aber auch sehr gut gefallen, denn so baut die Beziehung auf einer Freundschaft auf und sie kennen sich schon eine gewissen Zeit, ehe sie zusammenkommen. Nicht so wie in anderen Fällen, in denen die körperliche Ebene zuerst kommt und man erst danach versucht, eine Freundschaft aufzubauen.

    Mit dem Ende habe ich so meine Probleme. Auch hier ist es mir zu lückenhaft - mir fehlen einfach die notwendigen Informationen. Dadurch springt man von einer Szene zur nächsten, ohne einen direkten Übergang zu haben. An diesen Stellen wirkt die Geschichte abgehackt, fast sprunghaft.


    Das Cover passt perfekt zur gesamten Reihe und wenigstens sorgt dieses für ein bisschen Gänsehaut, denn die erotischeren Szenen konnten mich leider nicht so ganz fesseln.


    Fazit: Es ist eine sehr süße Geschichte für zwischendurch, jedoch habe ich am Ende zu viele Fragen und der Inhalt enthält einige Lücken, sodass ich ein paar Punkte abziehen muss. Auch die Tatsache, dass ich mich emotional nicht in die Geschichte fallen lassen kann, trägt zu diesem Umstand bei. Ich kann das Buch dennoch weiterempfehlen, gerade wenn man die Charaktere der Wait for you Reihe noch einmal von vorne kennenlernen möchte.

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    Cover des Buches Wie Licht und Schatten (ISBN: B087RBG8TN)

    Bewertung zu "Wie Licht und Schatten" von Talina Leandro

    Wie Licht und Schatten
    Lea_Vanivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: 1,5 Sterne - Leider ist es für mich größtenteils zu unlogisch, verwirrend und nicht nachvollziehbar.
    Leider nur 1,5 Sterne für die Affäre von Amon und Iva

        Iva ist mit ihrem Leben nur teilweise zufrieden. Sie liebt ihre Tochter Clara und ihr Haus, nur eben ihren Ehemann nicht. Bei der neuen Arbeit lernt sie den gutaussehenden Amon kennen und schnell    wird beiden klar, dass sie mehr empfinden, als nur freundschaftliche Gefühle. Allerdings befindet sich auch Amon in einer Beziehung. Sie können die Anziehung zwischen ihnen jedoch nicht    ignorieren und schon bald stecken sie Hals über Kopf in einer Affäre...


    !Achtung - enthält möglicherweise Spoiler!

    Vorweg muss ich sagen, dass ich das Cover so schön finde und mich aufgrund des Covers und des Klappentextes für dieses Buch beworben habe. Das Cover passt nämlich so gut zum Titel und zum    Klappentext. Doch schon zu Beginn habe ich schnell gemerkt, dass mich die Geschichte nicht so ganz überzeugen kann.

         

    Die Geschichte wird sowohl aus Ivas, als auch aus Amons Sicht in der dritten Person erzählt. An sich ist das kein Problem, nur werden ganz oft die Namen der Person genannt werden, anstatt die    Pronomen Er bzw Sie. Das ist ein bisschen nervig und nimmt der Geschichte den Wind aus den Segeln.

    Generell hatten die Charaktere für mich nicht genug Tiefe und haben sich ganz oft entweder unlogisch oder kindisch verhalten. Das fing schon an, als Amon und Iva sich kennenlernen, ihnen beiden    klar wird, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen und sie dann eine Methode suchen, um sich heimlich treffen zu können. Dafür gab es die einfache Lösung Nummern auszutauschen, doch in der    Szene wird es dramatisiert und so dargestellt, als ob ein simples Nummern austauschen gleich bedeutet, dass diese Personen Sex miteinander haben wollen. Außerdem wurde die ganze Prozedur auch    sehr heimlich vollzogen, obwohl Iva und Amon zusammen arbeiten und es ja schon fast üblich ist, dass man die Nummern seiner Kollegen hat. Sie dürfen sich auf Arbeit auch nicht miteinander    unterhalten, weil das zu auffällig sein könnte. Meiner Meinung nach ist das total schwachsinnig und hat die Story noch ein wenig mehr unglaubwürdiger gemacht.

    Meiner Ansicht nach habe ich auch viel zu wenig von den Charakteren erfahren, da es sich die meiste Zeit darum dreht, die Affäre zu verheimlichen und sich den eigenen Gefühlen bewusst zu werden,    doch persönliche Dinge bleiben da außen vor und werden erst erwähnt, wenn sie für die Handlung relevant sind. So erfährt man erst später, dass Iva eigentlich eine Hündin hat und auch Clara, ihre    Tochter, wird nicht oft genannt. Dabei zählt Clara zu den Figuren, die Ivas Alltag ebenso sehr mitbestimmen sollten. Zudem ist sie ja der Grund, weshalb sie noch mit ihrem Mann zusammen ist.

    Bei Amon geht es mir ähnlich. Man erfährt zwar schon sehr früh, dass er einen Bruder hat, aber auch nur, weil er eben für die Geschichte relevant ist. Ich denke nicht, dass man ihn erwähnt hätte,    würde er keine Rolle spielen. Amon bekommt, im Gegensatz zu Iva, ab der Mitte noch ein bisschen Tiefe und offenbart eine Seite von sich, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte. Das hat dem    Ganzen einen kleinen Aufschwung gegeben, doch der ist im weiteren Verlauf ziemlich schnell verpufft.

         

    Allgemein ist mit dir Story zu platt. Mir fehlen die Gefühle, die großen Liebesbekundungen und die heißen Szenen, bei denen es zwischen Amon und Iva so richtig knistert. Ich kann nämlich nicht    genau nachvollziehen, wo auf einmal diese Anziehung herkommt und an welcher Stelle Beide anfangen, mehr füreinander zu empfinden. Die Geschichte ist mir daher zu unlogisch und zu schnell - gerade    am Ende. Sie erstreckt sich zwar über mehrere Monate, doch der Inhalt ist für mich nicht so ausgereift, dass ich alles nachvollziehen kann. So verlieben sich die Beiden zum Beispiel sehr schnell,    dann streiten sie sich wegen einer banalen Kleinigkeit - dass Amon nicht aufhört mit seiner Freundin zu schlafen oder Zeit mit ihr zu verbringen, sollte Iva eigentlich bewusst sein - und kurz    darauf sind wieder total verliebt in einander. Und da dieses Hin und Her nicht reicht, bringt die Autorin auch noch Amons Stiefsohn mit ins Spiel. Ab da war die Storyline einfach nur noch    verwirrend und für mich nicht nachvollziehbar.

    Das Ende ist meiner Meinung nach auch sehr überzogen. Da ich das nur begründen kann, indem ich einige Details dazu verrate, gibt es jetzt die garantierte SPOILERWARNUNG für den folgenden Teil: Im    Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass Amons Frau gestorben ist, doch am Ende kommt raus, dass sie nicht wirklich tot ist, sondern nur ihr Gedächtnis aufgrund mehrerer Umstände verloren    hat. Amon wusste nichts davon. In dem Brief, den er erhält, steht auch drin, dass sich seine Frau schon längere Zeit an alles erinnert, sich nur nicht sicher war, ob sie Amon wiedersehen will.    Die ganze Situation wird hier also nur auf die Liebe zwischen Amon und seiner Frau bezogen, ihr Sohn wird kaum erwähnt. Da habe ich mich dann gefragt, welche Mutter nicht sofort zu ihrem Sohn    rennt, nachdem sie sich wieder an ihn erinnert.

    Für mich weist diese Wendung der Geschichte einige Mängel auf und anstatt die komplexe Situation interessanter zu gestalten, wirkt es auf mich eher so, als müsste man unbedingt noch einen    Wendepunkt mit einbauen. Ansonsten wäre es eine in sich abgeschlossenes Buch gewesen, aber nun hat die Geschichte noch nicht ihr Ende gefunden.

         

     Positiv zu vermerken wäre, dass der Handlungsort Deutschand ist und die Geschichte daher etwas greifbarer wird. Und auch die plötzliche Wendung in Amons Charakter ist ein positiver Aspekt.

         

    Fazit: Die Geschichte von Iva, Amon und seinem Stiefsohn Leon ist größtensteils unlogisch, verwirrend und für mich nicht nachvollziehbar. Sie geht mir zu schnell, ich kann die Figuren nicht ganz    greifen und auch am Ende weiß ich so gut wie nichts über sie. Leider wurde hier so viel Potenzial verschenkte. Da es aber auch einige positive Dinge gibt, gebe ich der Geschichte 1,5 Sterne

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    Cover des Buches You and Me: Die Jägerin (ISBN: B086XBRB4Z)

    Bewertung zu "You and Me: Die Jägerin" von Kate Corell

    You and Me: Die Jägerin
    Lea_Vanivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne Romantasygeschichte, die mich vielen Fragen zurückgelassen hat und neugierig auf Band 2 macht...
    Anders als gedacht

     Es geht um Tess, die mit ihrem Vater in eine neue Stadt gezogen ist und somit eine neue Schule besuchen muss. Dort lernt sie Isaac kennen, der ihre Gedanken durcheinanderbringt und sie sehr    fasziniert. Ihr wird aber schnell klar, dass Isaac anders ist, als die anderen Jungen an ihrer neuen Schule und so verlangt sie schon bald Antworten auf ihre Fragen und deckt damit mehr auf, als    sie eigentlich wollte.


    Der Einstieg in die Geschichte war sehr rasant, es gab keine sanfte Einführung oder eine lange Vorstellung der Charaktere. Da die Geschichte allerdings aus Tess' Sicht erzählt wird und sie selbst    die Unwissende ist, stellt die Geschwindigkeit, mit der die Story erzählt wird, kein Problem dar. Tess hat selber Fragen, die beantwortet werden müssen.


    Tess ist für mich ein sehr toller Charakter. Sie ist neugierig, sozial, aber teilweise auch ziemlich naiv. Das Letztere stört hierbei weniger, da sie noch sehr jung ist und weniger Erfahrung in    vielen Lebensbereichen hat. Was mich manchmal ein bisschen genervt hat, waren die ständig wechselnden Gedankengänge von Tess. Im einen Moment ist Isaac, der männliche Protagonist, der tollste    Junge der Welt und unheimlich süß. In der nächsten Sekunde könnte sie ihm den Kopf abreißen, weil er sich wie ein Arsch verhalten hat. Und eben diese Gedanken wechseln sich ziemlich häufig ab.


    Isaac an sich ist der Bad Boy an der Highschool. Er ist düster, beliebt und hält nichts von den Außenseitern. Ich muss ehrlich sagen, dass er nicht ganz mein Typ ist, aber er passt sehr gut in    die Geschichte. Er bringt auch ein bisschen Erleuchtung in die Jägerinnensache und kann zumindest schonmal einen Teil der Fragen beantworten, die Tess hat - und damit auch der Leser.


    Auf der anderen Seite ist Tess' Vater, der weiß, was mit ihr los ist und was sie eigentlich ist. Ich mochte Tess' Vater sehr gerne, da er die vernünftige Rolle in der Geschichte einnimmt und    alles dafür tut, um seine Tochter zu beschützen, die er alleine großziehen muss. Ich kann aber auch verstehen, dass Tess sauer ist, als ihr Vater ihr nicht alles erzählt, was er weiß. Aber ihre    Reaktion darauf ist dann doch etwas zu übertrieben und zeigt deutlich, dass sie eben doch nur ein Teenager ist.


    Der Schreibstil des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich habe die Geschichte verschlungen und konnte sie gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man sich nicht mit zu vielen Details    aufgehalten hat und gleich zum Punkt gekommen ist. Das hat mir auch bei dem großen Showdown so gut gefallen. Es gab ihn, aber er hat sich nicht über fünf Kapitel erstreckt. Dennoch hätte ich es    besser gefunden, wenn Tess und Isaac zumindest ein paar Kratzer davongetragen hätten. Sie wissen noch nicht lange, dass sie anders sind, als andere und ihre Fähigkeiten sind auch noch nicht    wirklich ausgeprägt, aber dennoch verletzen sie sich nicht. Das kann so einfach nicht geschehen, nicht, wenn man solche Gegner hat.


    Es geht aber nicht nur um Tess und Isaac. Es tauchen auch andere Charaktere auf, die eine wichtige Rolle haben. Da wäre zum einen Lydia. Sie wird Tess' beste Freundin an der neuen Schule und ist    sogar noch neugieriger als Tess, aber auch ein wenig aufmerksamer. Ich finde es schade, dass sie so wenig Anteil in dem Buch hat und Tess sie des Öfteren einfach mal vergisst. Das hat Lydia    meiner Meinung nach nicht verdient und ich kann auch nicht verstehen, wieso sie immer noch mit Tess befreundet ist, obwohl diese sie so oft einfach mal ausblendet.


    Dann wäre da noch Louis, der mir gleich etwas komisch vorkam. Er hatte einfach keine Angst vor Isaac, obwohl doch fast alle Respekt vor ihm haben. Immerhin ist er der Fußballkapitän. Louis hat    aber auch mein Interesse geweckt. Seine Darstellung zu Beginn finde ich etwas irreführend und er wirkt auch gar nicht so auf mich.


    Ich finde es gut, dass die erzählte Zeit mehrere Wochen und Monate umfasst und nicht alles direkt von dem einen auf den anderen Tag passiert. Dafür ist die ganze Thematik auch einfach zu komplex    und es würde auch viel ungläubig wirken, wenn Tess plötzlich ihre Fähigkeiten richtig gut beherrscht.


    Auch die Beziehung zwischen Tess und Isaac konnte sich dadurch sehr gut entwickeln. Es gab ein paar Szenen, da ging es etwas heißer her, was dem Buch ein klein wenig mehr Würze verliehen hat.    Hier würde ich gerne anmerken, dass Isaac anscheinend ein paar Erfahrungen mit Mädchen schon vor Tess gemacht hat. Es wird so dargestellt, als hätte er schon total viele Mädchen gehabt, was ich    mir zum einen nicht vorstellen kann und zum anderen passt es auch gar nicht zu ihm. Er ist zwar beliebt und alle wollen ihn, aber er ist auch sehr still und geht nicht gerne auf Partys oder    dergleichen. Und wäre es so, wie es dargestellt wird, hätte er auch jede Woche ein anderes Mädchen im Arm gehabt.


    Fazit: Ich habe die Geschichte wirklich sehr gerne gelesen und muss sagen, dass ich neugierig auf Band Zwei bin und mehr über die fantastischen Wesen lesen will, um die es hier geht. Ich habe    immer noch ein paar Fragen und freue mich, mehr von Tess und Isaac zu lesen, ihre Beziehung weiterzuverfolgen. Vielleicht gefällt mir dann auch Isaac als Charakter etwas besser, aber man muss    einen Protagonisten nicht immer mögen, damit eine Geschichte gut ist. 

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    Cover des Buches AbendGewitter (ISBN: 9783964432971)

    Bewertung zu "AbendGewitter" von D.C. Odesza

    AbendGewitter
    Lea_Vanivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnd, erotisch und spannend! Eine klare Leseempfehlung, die mich kaum schlafen lies.
    Eine hochspannende, erotische Geschichte in Panamas wunderschöner Landschaft

    Die Geschichte hat mich seit Seite 1 in den Band gezogen und ich konnte nicht    aufhören, zu lesen. Die ganze Zeit wusste ich nicht, wie genau es ausgeht und wer der eigentliche Love Interest ist: Alessio oder Elian?

         

        Fangen wir am Anfang an: Die Charaktere!
        Samira ist Anfang zwanzig und hat genug davon, eingesperrt zu sein und möchte nach einem schrecklichen Vorfall in der Familie ein Auslandsjahr antreten und mit ihrer besten Freundin Zahra Mittel-    und Südamerika bereisen. Dabei sind Beide vorsichtig und passen genau auf, dass sie sich in den sicheren Stadtvierteln Panamas bewegen. Denn dort beginnt ihre Reise, in Panama.

        Samira hat mir vom Charakter her richtig gut gefallen. Sie möchte die Welt erkunden, ist dabei allerdings nicht so übervorsichtig, wie ihre Eltern sich das manchmal wünschen. Und so kommt es,    dass sie in das Abenteuer hineingerät, welches im Endeffekt ihr Leben rettet.

         

        Alessio ist der geheimissvolle Typ Mann, der seine wahre Identität und seine Geheimnisse hinter einer Maske versteckt. Er präsentiert sich als skrupelloser, einflussreicher und starker Anführer,    der stets das bekommt, was er will. Und so gerät auch Samira in seine Fänge und er will sie für seine Zwecke benutzen.

        Ich mochte die geheimnissvolle Art von Alessio sehr und er hat mich auch ein bisschen angemacht. Er hat nicht einmal seine Stimmung durch seine Kleidung verraten, weil er einfach immer schwarz    trägt und dafür sorgt, gut auszusehen, sobald ihn jemand zu Gesicht bekommt. Er kann anderen Menschen nicht sehr gut vertrauen, aber im Laufe der Geschichte lernt er, Vertrauen zu anderen    aufzubauen und sie nicht nur näher an sich heranzulassen, sondern sich diesen Personen auch zu öffnen, einige private Dinge von sich preiszugeben.

         

        Dann wäre da noch Elian, Alessios rechte Hand, einer der wenigen, dem Alessio wirklich vertraut. Und er hat ebenfalls Interesse an Samira, dabei ist er komplett anders, als Alessio und setzt eher    auf Vertrauen, anstatt auf Macht. So schleicht er sich ein wenig in Samiras Herz und vielleicht auch ein bisschen in meines. Elian überzeugt durch seine Bereitschaft, alles für diejenigen zu tun,    die er liebt. Er schreckt vor nichts zurück und würde dafür sogar töten. Es interessiert ihn nicht, ob er genug geschlafen hat oder gerade etwas anderes tut. Wenn sein Typ verlängt wird, ist er    zur Stelle.

        Elian hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Er wirkte auf mich nicht wie jemand, der in einer solchen Organisation tätig ist. Er drohte anderen nie, wurde nicht gewalttätig und wenn dann auch    nur, wenn er es musste. Er wurde nicht gewalttätig, um anderen seinen Willen aufzuzwingen. Er besitzt eine natürliche Autorität, die man durch sein junges Aussehen nicht erahnen würde, aber doch    spürt.

         

        In dieser Geschichte haben mich aber nicht nur die Protagonisten überzeugt, sondern auch die Nebencharaktere. Zahra ist Samiras beste Freundin und sorgt für sie. Sie soll sie beschützen und ist    daher immer an ihrer Seite. Auch in der Zeit, in der Samira ihr Gedächtnis verloren hat und sich nicht an sie erinnert. Hinzukommt, dass Zahra einen wundervollen, starken Charakter hat und sich    nicht so schnell unterkriegen lässt. Das beweist sie jedes Mal Ciprian gegenüber, indem sie seine Sprüche kontert, jede Bestrafung Alessios hinnimmt und für Samira einsteht. Sie lässt sich nicht    brechen.

        Ciprian ist Alessios andere rechte Hand, neben Elian. Er scheut sich nicht davor, Gewalt einzusetzen, um das zu bekommen, was er will. Ich war so neugierig auf Ciprian. Er ist zwar manchmal    vorlaut und wird nachsichtiger bezüglich Zahra, aber er ist der Orginsation doch treu und er liebt das, was er tut. Mir wurde schnell klar, wie es zwischen ihm und Zahra weitergehen würde und    darüber habe ich mich sehr gefreut. Zahra nimmt ihm das Böse und macht ihn etwas geschmeidiger. Er bestraft sie nicht mehr für jeden Konter auf seine fiesen Sprüche, er wird einfach umgänglicher.

         

        In dem Buch geht es weniger darum, hinter die Machenschaften der Organisationen zu kommen und die Abläufe zu erläutern. Es ging um Samira und Alessio. Darum, Vertrauen und Liebe zu finden. Und    das ist passiert. Dazu hat auch der unfassbare gute Schreibstil der Autorin beigetragen, die eine wundervolle Tiefe der Charaktere erschaffen hat.

        Ich mochte die Beschreibungen, die kleinen Details und auch die Rücksichtnahme auf die anderen Charaktere. Es zählen nicht nur Alessio und Samira. Nicht nur ihre Geschichte geht voran, sondern    auch Zahra und Ciprian. Allerdings werden nicht nur die engsten Freunde der Protagonisten zu Charakteren, die man ins Herz schließt. Die Hausangestellten und teilweise auch die Beschützer von    Alessio. Wenn es dazu kommt, dass einer von ihnen stirbt, leide ich ein bisschen mit.

         

        Alles in allem war es ein spannender und prickelnder Erotikroman, das Ende hat mich fertig gemacht, ich war sprachlos und wusste nicht, wohin mit meinen Gedanken. Ich konnte das Buch nicht aus    der Hand legen und habe mich jedes Mal darauf gefreut, weiterlesen zu können.

        Eine klare Empfehlung meinerseits! 

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    Cover des Buches BROKEN Hope - Bis ich dich lieben kann (ISBN: 9783981988857)

    Bewertung zu "BROKEN Hope - Bis ich dich lieben kann" von Vanessa Schöche

    BROKEN Hope - Bis ich dich lieben kann
    Lea_Vanivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Emotional, authentisch und absolut mitreißend
    Eine mitreißende Geschichte, die man nicht aus der Hand legen kann

        Die Geschichte von Hope Green ist einzigartig und hat mich bereits ab Seite 1 in den Bann gezogen. Der Klappentext lässt auf eine dramatische Vergangenheit schließen, die es ganz gewiss in sich    hat. Auf den ersten 100 Seiten erfährt man, was genau Hope zustößt, denn die Geschichte setzt nicht etwa dann erst ein, wenn Hope auf Liam trifft, sondern schon viel eher. Das war am Anfang etwas    verwirrend, weil es zunächst nicht nach einem Schicksalsschlag für Hope aussieht.

        Umso schockierender ist es dann, als der Schicksalsschlag eintrifft, vollkommen unerwartet. Ich musste ein paarmal schlucken, als ich über die Worte gestolpert bin und es gar nicht richtig fassen    konnte, was passiert ist. Ich habe wirklich mit vielen gerechnet, nur nicht damit, dass Hope auf einen Schlag ihr halbes Leben verliert.

         

        Vanessa Schöches Scheibstil ist unglaublich toll. Ich habe die Worte verschlungen, bin durch die Seiten geflogen und konnte nicht mehr aufhören, die Geschichte zu lesen, so gefangen war ich von    Hopes und Liams Geschichte. Dadurch fiel es mir unglaublich leicht, mich in Hope hineinzufühlen und ihre Beweggründe nachzuvollziehen. Ebenso verhält es sich bei Liams Gedankengang, der durch die    Kapitel aus seiner Sicht ersichtlich wird.

         

        In den meisten Liebesgeschichten geht es darum, dass die Charaktere nach einer Trennung wieder lieben lernen und jemand Neues finden, der dann auch meist ihr ganzes Leben lang an ihrer Seite    bleibt. Das trifft auch auf Hope zu, doch bei ihr stellt sich die Frage, ab wann darf sie wieder lieben und ist das überhaupt erlaubt? Sie hat nicht nur einfach eine Trennung hinter sich, die    ihre Welt in Scherben gelegt hat. Sie hat ihren Verlobten verloren und weiß nicht mehr wohin mit sich. Die Frage nach der angemessenen Trauerzeit spielt daher eine wichtige Rolle. So ist sie zum    Beispiel in meinem Kopf aufgetaucht, doch die Autorin hat sich nicht mit dieser Frage aufgehalten.. Dieser Aspekt hat mir unglaublich gut gefallen, da sie einfach davon ausgeht, dass man nach    einem solchen Verlust wieder lieben darf und allein das Herz darüber entscheidet, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

         

        Hope lernt zudem, dass sie ihren verstorbenen Verlobten nie vergessen wird. Er wird immer einen Platz in ihrem Herzen haben, aber ihr Herz ist eben groß genug für eine zweite große Liebe, die das    auch versteht. So steht Liam dem Verstorbenen näher, als man denkt. Am Anfang erfährt man davon nichts, doch sobald einmal ein paar Worte zu Liams Kindheit fällt, war mir sofort klar, in welche    Richtung sich die Geschichte noch entwickeln wird.

        Der Spannungsbogen in dem Buch verläuft flach, legt ein angenehmes Tempo vor und verstärkt die ruhige, liebevolle Atmosphäre der Geschichte. Es gibt gegen Ende keine dramatischen, vorübergehenden    Trennungen, der Höhepunkt in der Geschichte wird dazu verwendet,um die Charaktere sich gegenseitig noch einmal näher zu kommen und sich richtig auszusprechen. Und das Ganze auf einer liebevollen    Basis, bei der keiner angeschrien wird oder irgendwelche zornigen Vorwürfe fallen. Nein, sie verhalten sich wie normale Erwachsene und reden. Ein angenehmer Aspekt, der mir Hope und Liam noch    symphatischer macht, als sie es ohnehin schon sind.

         

        Von Anfang an war ich darauf gespannt, wie die Autorin die Sexszenen verarbeiten würde. Ehrlich gesagt mag ich es, dass sie nicht zu detailliert ausschmückt und mehr auf die Gefühle und Gedanken    während des Aktes eingeht, als auf die körperliche Beschreibung des Ganzen. Das vermittelt mehr den Eindruck, dass sich die Protagonisten lieben, als man es in anderen Büchern sieht, wo der    körperliche Akt mehr nach wildem Sex schreit, als "sich zu lieben".

        Das körperliche Zusammenspiel zwischen Hope und Liam stand auch nie im Vordergrund und die Annäherungen zwischen den Beiden hatten auch nie etwas von erhitzter, flimmender, knisternder Luft,    sondern gingen tiefer. Es war sanfter und hat doch zugleich ein bisschen Freude auf das, was kommt, gemacht. Mich hat es auch nicht überrascht, dass sie erst ziemlich spät miteinander geschlafen    haben, wobei das erste Mal zwischen den Beiden nichts animalisches alá "Das Erste Mal schnell und dann nur noch sanft und liebevoll" hatte.

        Es war eine ganz eigene Interpretation der Autorin von Liebe machen.

         

        Das Süßeste an der Geschichte war eigentlich Barcley, wenn wir mal ehrlich sind. Tiere toppen einfach alles und verleihen den Charakteren mehr Reife, da sie mehr Verantwortung tragen und sich das    deutlich in ihrem Verhalten auswirkt. Sonntags ausschlafen oder Samstags lange weg bleiben? Ist nicht drin, weil ein Hund zuhause wartet und vor die Tür muss. So verhielt es sich bei Broken Hope.    Es wurde respektvoll mit dem Hund umgegangen und er war sogar sehr oft Teil einer Szene, es ging also nicht nur um Liam und Hope.

         

        Ebenfalls positiv ist mir Ava aufgefallen. Die junge Frau nimmt kein Blatt vor den Mund und verurteilt eine Person nicht nach dem Aussehen. Für sie zählt der Charakter, genauso wie bei ihrem    Bruder Liam, der in Hope die schönste Frau auf Erden sieht. Generell sind die Charaktere wunderbar ausgebaut. Sie werden detailliert beschrieben, haben charakterlich eine angenehme Tiefe und sind    bereit, zu lernen. Sie scheuen vor neuen Erfahrungen nicht zurück und akzeptieren andere Menschen, so wie sie sind.

        Die Nebengeschichte mit Isa und James, und die mit Hopes Vater, hat mich sehr neugierig gemacht. Das Augenmerk lag eben nicht nur auf Hope und Liam, auch ihre Freunde entwickeln sich weiter und    immer, wenn sie erwähnt wurden, wirkte es nicht zwanghaft. Die Gespräche mit ihnen haben sich perfekt in die Szene integriert und dabei ging es dann einfach um alle, nicht nur um die    Hauptprotagonisten.

         

        Alles in Allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Es war mein erstes Werk der Autorin, doch mit ihrem Schreibstil und ihrer Erzählweise hat sie sich in mein Herz geschlichen und ich freue    mich schon, mehr von ihr zu lesen.

        Es sei gesagt, dass das Buch nicht hochspannend ist und vieles direkt zu Beginn klar wird, aber es ist ein Roman, der zeigt, dass alles gut wird.

        Liams Reaktion auf bestimmte Dinge war mir vorher eigentlich schon klar, da er einfach ein herzensguter Mensch ist und Hope seit dem ersten Blick anschmachtet. 

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