Leseprinzessin1991

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783630875231)

    Bewertung zu "Leere Herzen" von Juli Zeh

    Leere Herzen
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: politisch leider ziemlich unrealistisch
    Literarisch hochwertig- politisch unrealistisch

    Lange nicht mehr hat mich ein Buch so gespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auf der anderen kam mir die Handlung manchmal sehr irreal vor. Wieso meine Meinung so gespalten ist, könnt ihr in meiner Rezension erkennen. 

    Inhalt (Klappentext) 
    Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod. 

    Mein Eindruck: 
    Ich habe mir sehr viel von dem neuen Roman Juli Zehs versprochen, da ich zum einen viel positives über ihre Werke erfahren habe, zum anderen habe ich sie einmal auf der Leipziger Buchmesse gesehen, wo ich sie sehr sympathisch fand. Ich kam auch sehr schnell in die Handlung hinein, weil die Autorin einen sehr flüssigen und für den Leser angenehmen Schreibstil hat. Am Anfang wurde ein großer Spannungsbogen aufgebaut, weil der Leser nur Häppchenweise Informationen über "die Brücke“ geliefert bekommt und daher neugierig ist, um was für ein Unternehmen es sich dabei handelt. Zudem fallen immer wieder kleine Andeutungen über die Regierung und das politische System Deutschlands. Das Buch soll in naher Zukunft ( ich schätze zehn Jahren ) spielen. 

    Die Charaktere waren sehr vielfältig. Zum einen ist da Britta, die gegen Ende immer unsympathisch wird. Sie ist kalt und gefühllos, was man auch an ihrer Beziehung zu ihrer Tochter, die sie viel bei einer Freundin lässt, und ihrem Mann sieht. „Die Brücke“ hat in Brittas Leben höchste Priorität, auch vor ihrer Familie. 
    Dann ist da noch Baback, Brittas Geschäftspartner, der etwas mehr Sympathie erwecken kann. Er ist nicht so arrogant wie Britta und zeigt auch mehr Gefühle. Das befreundete Ehepaar Janina und Knut verkörpert den Wunsch nach einem erfüllten Leben, der in jeder Gesellschaft zu finden ist. 

    Die Idee der „Brücke“ hat mir gut gefallen, da sie außergewöhnlich ist. Ich bin mir zwar bewusst, dass die Autorin provozieren will, doch das Szenario einer solchen Einrichtung konnte ich mir noch vorstellen. Was ich mir nicht vorstellen konnte, ist die politische Lage in die Juli Zeh Deutschland versetzt. Merkel ist abgetreten, da eine autoritäre Bewegung Namens „Besorgte Bürger Bewegung“ mit einer Anführerin namens Regula Dreyer, über die man jedoch kaum was erfährt, an die Macht gekommen ist. Insgesamt habe ich mir mehr Informationen über die Machtergreifung dieser Bewegung gewünscht. Das erste Paradoxon beginnt damit, dass immer wieder von „Innenministerin Wagenknecht“ gesprochen wird. Ob es sich dabei um Sahra Wagenknecht handelt bleibt unklar. Merkels Rücktritt unter Tränen erscheint mir ebenso unrealistisch. Die Randbemerkung, Putin und Trump hätten gemeinsam den Syrienkrieg beendet, konnte ich noch eher nachvollziehen als die vollkommen verrückte These, dass durch den amerikanischen Isolationismus der Nah-Ost-Konflikt gelöst worden sei. Auch das weitgehende Verschwinden von islamistischem Terror, konnte ich mir nicht vorstellen. 

    Die Charaktere, ihre Gründe für den Selbstmord und ihre Beziehungen hingegen wirkten echt und authentisch. Der Gedanke eines „früher war alles besser“, das sich durch die Erinnerungen durch die Protagonistin zieht, hat mir gut gefallen. 
    Wenn man das Buch als Literarsches Werk sieht ist es hervorragend. Guter Stil, tolle Figuren, Sätze, die man in Stein meißeln möchte, Metaphern und vieles mehr. Um dies jedoch genug genießen zu können, muss man die politischen Fehleinschätzungen der Autorin ausblenden. Julia Zeh möchte den Leser provozieren und dazu anregen, sich Gedanken über seinen eigenen Lebensstil zu machen.. Das ist ihr gelungen

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    Cover des Buches Ich schweige für dich (ISBN: 9783442487080)

    Bewertung zu "Ich schweige für dich" von Harlan Coben

    Ich schweige für dich
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweiliger aber spannender Lesegenuss
    Ich schweige für dich

    Inhalt (Klappentext)                                                          Adam Price lebt den amerikanischen Traum: glücklich verheiratet, stolzer Vater zweier Söhne, ein schmuckes Haus, ein angesehner Beruf. Doch dann spricht ihn eines Tages ein völlig Fremder an. Ein Fremder, der Dinge weiß über Adams Frau Corinne, die diesen zutiefst erschüttern – und ihn in einen wilden Zwiespalt stürzen: Soll er seine Frau mit dem konfrontieren, was er erfahren hat? Oder soll er schweigen für sie und für ihre Kinder? Dann verschwindet Corinne spurlos. Adam macht sich auf die verzweifelte Suche nach ihr, ohne zu ahnen, dass es um weit mehr geht als eine Familienangelegenheit. Denn er ist längst Teil eines düsteren Komplotts, bei dem eine einfache Wahrheit schnell das Leben kosten kann ..

    Mein Eindruck                                                                 Schon von der ersten Seite an beginnt der Spannungsbogen. Der Leser wird in die Adams Welt geworfen, die auf den ersten Blick gar nicht so übel zu sein scheint. Doch es wird nicht nur aus Adams Perspektive geschrieben, sondern auch aus der Perspektive des sogenanten „Fremden“. Besonders diese Passagen haben mir gut gefallen, da sie sehr spannend war und der Leser trotz aller Bemühungen nicht darauf kommt, um wen es sich bei dem Fremden handelt und was er mit Corinnes  Verschwinden zutun hat. Spätestens als herauskommt, dass noch eine weitere Frau als Opfer in diesen Fall involviert ist, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Bei der Auflösung kam dann doch alles anders als gedacht.

    Fazit                                                                         Harlan Cobens Schreibstil überzeugt durch Klarheit und Flüssigkeit. Ohne sich zu sehr in Details zu verlieren, beschreibt er die Emotionen der Menschen. Durch seinen Schreibstil wird auch die Spannung unterstützt. Besonders authentisch erschien es mir, wie er die Verzweiflung des Protagonisten ausdrückt. Mein einziger Kritikpunkt ist der Umgang mit dem Thema Lacrosse. Der Autor scheint eine starke Affinität zu dieser Sportart zu haben, doch die teilweise Sätzelangen Beschreibungen dieser Sportart haben mich schnell begonnen zu nerven. Auch wenn ich momentan nicht mehr so gerne amerikanische Thriller lese, kann ich nicht ausschließen, dass ich noch mal zu einem Buch von Harlan Coben greifen werden. Ich empfehle dieses Buch allen, die kurzweilige Spannung mögen, da man das Buch in einem Rutsch durchlesen kann

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    Cover des Buches Heimkehren (ISBN: 9783832198381)

    Bewertung zu "Heimkehren" von Yaa Gyasi

    Heimkehren
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: sehr berührend und spannend
    Ein zukünftiger Klassiker

    Ich habe mich für "die Entdeckung des Glücks" interessiert, da die Leseprobe mir anders schien als mein Eindruck von den zahlreichen Glücksratgebern, die den Buchmarkt überschwemmen. In diesen geht es nämlich überwiegend um Achtsamkeit und spirituelle Praktiken. 
    Isabell Prophet hingegen bemüht sich um eine wissenschaftliche Perspektive und führt viele interessante Studien an, beispielsweise über den Einfluss von Stress und ähnlichem. Das Thema Forschung macht den größten Anteil des Buches aus, während gezielte Tipps eher kürzer gehalten werden. 
    Neben den üblichen Tipps wie Sport oder Achtsamkeit ging es auch viel um die Work-Life-Balance bei Karrieremenschen oder Menschen, die in der freien Wirtschaft arbeiten. Dies hat mich etwas weniger 
    angesprochen, da ich selbst in keinem Büro arbeite und noch studiere. Deshalb ist die Zielgruppe wohl eher die Zahl der Menschen zwischen 30 und 60. Während ich anfangs noch viel Freude beim Lesen hatte, fühlte ich nach dem zweiten Drittel etwas Langeweile, da ich das Gefühl hatte, die dort gegebenen Tipps zum Glück könnten auch von jedem beliebigen Menschen auf der Straße stammen. 
    Alles in allem ein interessantes Buch für Menschen, die sich abseits von Esoterik mit Glück befassen wollen. Dennoch gab es keine weltverändernden neuen Einblicke.

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    Cover des Buches Die Entdeckung des Glücks (ISBN: 9783442393237)

    Bewertung zu "Die Entdeckung des Glücks" von Isabell Prophet

    Die Entdeckung des Glücks
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessant aber nichts neues
    Interessante Forschungserkenntnisse

    Ich habe mich für "die Entdeckung des Glücks" interessiert, da die Leseprobe mir anders schien als mein Eindruck von den zahlreichen Glücksratgebern, die den Buchmarkt überschwemmen. In diesen geht es nämlich überwiegend um Achtsamkeit und spirituelle Praktiken. 
    Isabell Prophet hingegen bemüht sich um eine wissenschaftliche Perspektive und führt viele interessante Studien an, beispielsweise über den Einfluss von Stress und ähnlichem. Das Thema Forschung macht den größten Anteil des Buches aus, während gezielte Tipps eher kürzer gehalten werden. 
    Neben den üblichen Tipps wie Sport oder Achtsamkeit ging es auch viel um die Work-Life-Balance bei Karrieremenschen oder Menschen, die in der freien Wirtschaft arbeiten. Dies hat mich etwas weniger 
    angesprochen, da ich selbst in keinem Büro arbeite und noch studiere. Deshalb ist die Zielgruppe wohl eher die Zahl der Menschen zwischen 30 und 60. Während ich anfangs noch viel Freude beim Lesen hatte, fühlte ich nach dem zweiten Drittel etwas Langeweile, da ich das Gefühl hatte, die dort gegebenen Tipps zum Glück könnten auch von jedem beliebigen Menschen auf der Straße stammen. 
    Alles in allem ein interessantes Buch für Menschen, die sich abseits von Esoterik mit Glück befassen wollen. Dennoch gab es keine weltverändernden neuen Einblicke.

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    Cover des Buches SOG (ISBN: 9783442756643)

    Bewertung zu "SOG" von Yrsa Sigurdardottir

    SOG
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, atmosphärisch, gruselig
    Düstere Verwicklungen

    "Sog" ist der zweite Thriller der Autorin um den Kommissar Huldar und die Psychologin Freya. Während zu Beginn des Buches gerätselt wird, was es mit einer mysteriösen Morddrohung zutun hat, die vor 10 Jahren von einem Kind anonym verfasst worden ist, werden abgetrennte Hände in einem Whirlpool gefunden. 
    Einen Zusammenhang sehen die Ermittler nicht. Hinzu kommt, dass seit kurzem ein Kinderschänder wieder auf freiem Fuß ist. Eine spannende Suche beginnt. 
    Es war mein erster Roman von dieser Autorin daher war ich gespannt, wie mir das kuch gefallen würde. Neben dem wirklich flüssigen Schreibstil waren es die Charaktere, die punkten konnten. Der Thriller spielte sich nicht - wie manch andere - ständig auf der langweiligen Polizeistation ab, sondern viel mehr im Privatleben der ermittelnden. Leider hatte ich den ersten Band nicht gelesen, was dazu führte, dass ich einige Beziehungsverwicklungen nicht richtig nachvollziehen konnte. Daher habe ich mir nun den ersten Band bestellt. 
    Der Fall selbst ist sehr spannend und voller unerwarteter Wendungen. Am Ende ist es wie ein Puzzle, das sich zusammenfügt. 
    Alles in allem ein spannender Island Thriller, der es dem Leser ermöglicht in eine düstere Atmosphäre einzutauchen. 

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    Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783550050152)

    Bewertung zu "QualityLand" von Marc-Uwe Kling

    QualityLand
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: typischer Humor Marc-Uwe Kling
    Interessantes neues Format der gesellschaftskritik

    In Marc Uwe Klings neuer Zukunftsdystopie "qualityland" geht es um eine Gesellschaft die durch den Selbstoptimierungswahn moralisch verkommen ist. Neben der Story gibt es immer interessante Fakts zu Quality Land beispielsweise darüber, wie das levelsystem funktioniert. Jeder Mensch hat ein Level, dieses entscheidet über seinen Job, sein gesellschaftliches Ansehen und sogar über seinen Partner. Interessant ist die Tatsache, dass es kein erstes Level gibt, denn sonst gäbe es für diese Menschen keinen Anreiz mehr etwas zu verbessern, da sie glauben würden nicht mehr absteigen zu können. Auch das politisches System von Qualityland wird beschrieben. Die Wählen, welche ganz im Zeichen der Offenheit frei und gleich aber nicht geheim sind. Der große Versandanbieter "The Shop" könnte eine Parodie auf Amazon sein. Es wird beschrieben, welche Androiden und Roboter es gibt, u.a. Eine Roboter-Nanny und elektronische Freunde, Haushaltsroboter und sogar einen Roboter, der als Präsident kandidiert. 
    Parallel zu den Informationen wird als verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zum einen über Peter Arbeitslosen, der ganz unten angekommen, das grausame Klassensystem am eigenen Leibe erfahren muss. Dann gibt es noch Martin Vorstand einem korrupten Politiker und viele andere. 
    Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss zugeben, dass ich nicht immer ganz folgen konnte. Es ist nicht zum nebenbei Hören geeignet, wie beispielsweise die Känguru-Chroniken. Die Perspektiven springen schnell umher doch das geniale ist, dass der Autor dazu phantastisch die Stimme wechseln kann. Marc Uwe Kling liest einfach so unterhaltsam und gut, dass man sich genau vorstellen kann, wie man sich die Personen vorzustellen hat. 
    Dennoch fehlte mir manchmal ein roter Faden. Ich finde viele Ideen originell und witzig aber manchmal war mir der Humor doch zu sehr auf der Ebene eines pubertierenden dreizehnjährigen, besonders bei den Dialogen mit Kiki. 
    Alles in allem ein interessantes Buch und auch mal etwas ganz anderes.

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    Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9783446257009)

    Bewertung zu "Fangirl" von Rainbow Rowell

    Fangirl
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch hat keinen Anspruch und der Hype ist abfingt ungerechtfertigt. Weder der Schreibstil noch die Idee konnten überzeugen.
    Enttäuschend durchschnittlich

    Das neue Buch von Rainbow Rowell, „Fangirl“ beschäftigt sich mit Cath, die Teil eines unterschiedlichen Zwillingspaars ist und ein Studium an der Universität beginnt. De Protagonistin ist Cath, die das erste Mal von ihrer Schwester Wren und ihrem Vater getrennt in einem Studentenwohnheim wohnen muss. Diese Herausforderung ist für Cath sehr schwierig, weil sie oft nur das „Anhängsel“ ihrer Schwester war und sich lieber in die Welt der Bücher und der Fanfiktion zurückzieht, als auf Partys Gleichaltrige zu treffen. Zu Beginn des Romans brauchte ich sehr lange um mit den Charakteren warm zu werden. Die Protagonistin erschien mir sehr unreif, ihre Schwester unsympathisch und auch ihre Passion für Fanfiktion konnte mich nicht begeistern: Im Gegenteil, die Passagen über Simon Snow, langweilten mich, sodass ich sie irgendwann einfach überspringen wollte. Sie wirkten einfach willkürlich eingefügt und ich hätte mir wenigstens irgendeinen Bezug zu Caths Leben gewünscht. Auch der Schreibstil kann sich nicht hervortun. Er ist mittelmäßig und es fanden sich auch keine besonderen Sätze oder poetische Wendungen. Sowohl das Thema als auch die Figuren erschienen mir durchschnittlich bis blass. Ich habe ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu beenden, da einfach keine Spannung aufkam. Dies ist definitiv das letzte Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, die ihrem Ruf überhaupt nicht gerecht wird.

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    Cover des Buches Swing Time (ISBN: 9783462049473)

    Bewertung zu "Swing Time" von Zadie Smith

    Swing Time
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes Thema schwach umgesetzt
    Ich hatte mehr erwartet

    Zadie Smith hat sich mit ihrem Roman White Teeth bereits einen großen Namen gemacht. Dementsprechend gespannt war ich auf dieses Buch. Der Roman beginnt mit dem eigentlichen Ende der Geschichte, als die Erzählerin von ihrer Arbeitgeberin Aimee entlassen wurde. Sie reflektiert über ihr bisheriges Leben und berichtet , wie sie im Jahr 1982 ihre Freundin Tracy in einem Ballettkurs kennengelernt hat. Die Ich –Erzählerin , deren Namen man leider nicht erfährt und Tracey sind sofort ein Herz und eine Seele. Beide sind Töchter aus einer Mischbeziehung in Großbritannien der 80ziger Jahre. Die Mutter der Ich- Erzählerin ist eine Einwanderin , wahrscheinlich aus der Karibik, und strebt eine politische Karriere an. Sie wirkt sehr aufgeklärt, modern und kritisch. Tracys Mutter ist eine einfache Frau, die nicht besonders viel Wert auf ein geregeltes Leben legt. Trotz dieser ungleichen Herkunft verstehen sich beide Mädchen, nicht zuletzt durch ihr gemeinsames Hobby Tanzen. Tracy ist sehr begabt , während die Ich – Erzählerin eher erfolglos bleibt. Im weiteren Verlauf trennen sich die Wege der Freundinnen und die Hauptfigur nimmt die Stelle einer persönlichen Assistentin von Aimee, eines weißen australischen Popstars, an. Aimee möchte in Westafrika eine Schule bauen und verwirklicht ihren Plan, kümmert sich dann aber nur halbherzig um ihr Projekt. Dies ist die Aufgabe der Ich -Erzählerin. Nach einem Konflikt wird die Erzählerin entlassen . Sie steht vor dem Nichts. Mich hat das Buch nicht überzeugt. Viele Themen wurden angerissen, aber nicht vertieft. Das im Klappentext angekündigte Tanzmotiv verläuft dann irgendwo im Sand. Es hätte sehr viel mehr über Immigranten in Großbritannien, deren Schwierigkeiten und Lebensumstände berichtet werden können. Es gibt im Buch mehr als genug Ansätze. Die Handlung springt zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin und her, deshalb vielleicht der Titel Swing Time? Die Geschichte der Mädchen war teilweise sehr interessant. Den Handlungsstrang mit Aimee und ihrem Projekts in Afrika fand ich ziemlich langweilig und auch unglaubwürdig. Smith beschäftigt sich mit zu vielen Themen und so fehlt der rote Faden.

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    Cover des Buches Tiefe Schuld (ISBN: 9783548288635)

    Bewertung zu "Tiefe Schuld" von Manuela Obermeier

    Tiefe Schuld
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Spannender München-Krimi

    In Manuela Obermeiers neuem Roman „ Tiefe Schuld“ geht es um Toni, eine Polizistin, die durch einen Mordfall an ihre eigene Vergangenheit erinnert wird. Zu Beginn des Romans wird beschrieben, wie zwei Jugendliche eine Frauenleiche finden. Diese weist sehr offensichtlich Spuren häuslicher Gewalt auf. Alles deutet auf den Ehemann. Ich habe bisher noch keinen Kriminalroman von Manuela Obermeier gelesen, doch die Leseprobe war so spannend, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Die große Stärke des Romans ist die absolut überzeugende Protagonistin. Sie ist sympathisch und dennoch nicht unfehlbar, denn sie hat eine Beziehung hinter sich, die von Gewalt geprägt war. Die ganze Situation einer Frau, die ihren brutalen Mann verlassen hat, wurde sehr eindringlich und authentisch geschildert und hat die Figur sehr lebendig erscheinen lassen. Anfangs stand mir zwar das Privatleben von Toni zu sehr im Vordergrund und ich hatte mir mehr Informationen über den Fall gewünscht, doch nach dem ersten Drittel nahm die Handlung an Spannung zu. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Die Handlung ist nur wenig vorhersehbar und der Leser wird oft auf die falsche Fährte geführt. Die kleinen Details zu den Handlungsorten runden für jemanden, der schon einmal in München war, die Handlung ab. Bis auf die Längen am Anfang ein lesenswerter Kriminalroman. Ich hätte mir lediglich noch mehr Perspektivwechsel gewünscht.

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    Cover des Buches Happy Healthy Food (ISBN: 9783954531264)

    Bewertung zu "Happy Healthy Food" von Nathalie Gleitman

    Happy Healthy Food
    Leseprinzessin1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Rezepte, leider chaotisch angeordnet
    Tolle Rezepte, leider chaotisch angeordnet

    Happy Healthy Food Tolle Rezepte, leider chaotisch angeordnet leseprinzessin1991 Avatar 21.04.2017 – 15:01 Von leseprinzessin1991 In dem Kochbuch „ Happy Healthy Food“ werden verschiedene Rezepte für gesundes Essen vorgestellt. Darunter finden sich sehr viele Histamin-, Gluten- oder Fructosefreien Gerichte. Da ich selbst unter einer Histaminintoleranz leide, war ich sehr gespannt auf die Rezepte. Ich habe gleich einige der Rezepte ausprobiert, zum Beispiel den Wassermelonensalat sowie die Paprika- Bolognese. Einiges hat sehr gut geschmeckt anderes gewöhnungsbedürftig, was an den ungewöhnlichen Zutaten liegt. Diese sind nicht immer in einem normalen Supermarkt erhältlich und auch nicht immer ganz günstig. Die Reisnudeln stammen aus dem Asialaden und auch die Kokosmilch und Kokossöl waren schnell im nächsten Drogeriemarkt zu finden. Das beste Rezept sind meiner Meinung nach die Haferflocken Pancakes, die extrem unkompliziert herzustellen waren und sehr gut schmeckten. Die Zubereitung Paprikasoße dauerte jedoch dafür 40-50 Minuten, was ich als sehr lang empfand. Die große Schwäche dieses Buches ist tatsächlich der Aufbau. Es folgt keinem System, wie beispielsweise Vorspeise, Hauptgericht, Dessert oder ähnliches. Stattdessen ist es sinnlos und bunt zusammengewürfelt, süßes und salziges durcheinander, Snacks und große Gerichte gemischt. Das ist extrem unübersichtlich und unpraktisch. Die Anleitung für die Zubereitung der Gerichte und die Bilder sind hingegen wirklich toll gelungen. Auch für Anfänger ist das Buch sehr geeignet und man braucht keine komplizierten Gerätschaften. Alles in allem ein tolles, vielseitiges Buch, das leider nicht systematisch aufgebaut ist.

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    • 21.05.2014

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